This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project
to make the world's books discoverable online.
It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject
to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that 's often difficult to discover.
Marks, notations and other marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the
publisher to a library and finally to you.
Usage guidelines
Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying.
We also ask that you:
+ Make non-commercial use of the file s We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for
personal, non-commercial purposes.
+ Refrain from automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machine
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the
use of public domain materials for these purposes and may be able to help.
+ Maintain attribution The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it.
+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can't off er guidance on whether any specific use of
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner
any where in the world. Copyright infringement liability can be quite severe.
About Google Book Search
Google's mission is to organize the world's Information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers
discover the world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll text of this book on the web
at|http : //books . google . com/
über dieses Buch
Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde.
Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch,
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist.
Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin-
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat.
Nutzungsrichtlinien
Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen.
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien:
+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden.
+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen
unter Umständen helfen.
+ Beibehaltung von Google -Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht.
+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein,
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben.
Über Google Buchsuche
Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen.
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http : //books . google . com durchsuchen.
tOUNDATIONS j
^ -1
ASTOR, 1
R
./
% .^^ »
I
puB:.r t::''
ASTOR, LENOX ."•") J
TILDSN JfOUNDATIONS j
,j:jt^»^^
lOHANJV CARL BURCJKHARDT,
.MJIlIlSrCT J )EK COMISSIQN FÜR D. MEERE^lJVNGK
Oebohrcji in Leipzio" c[. so. April. 177.^ .
MONATLICHE
CORRESPONDENZ
ZUE B£FORDERUNO
DEA
ERD- UND HIMMELS- KÜNDE,
hetaadgegeben
vom
Freyherrti vom ZACH/
tu B* Obtfft* Lieutenant und Ditec^ot der 8tei:nwältt
— hm Mf II nmiiJ-T ij- -r 11 iini. i i
GOTHA,
im Verlage der fiec|c;erirclie& Virxchhi^nAlnni
2n::^:.i' ;.?:o:^
\- '." ■>"-. ^ i '/• «
-i, /
1 ■« •
f» » •»
MONATt.ICH.B: . . i
C O R R ESP O N Ö E N %
ZUR BEFÖRDERUNG -zil
ERD- UND HIMMELS-ltüNDK. ;
' rr—. r^-r^ i..„,
yVLIVS, i8pi. ..-^
■■ !■ I ' • II I ■ ■ . ■ ..1
I.
über die >
Überbleibfel der St^it'EttithVat '
in T he b a i«/ , -^
und ' ^v/
tiber den Zuftarid des Ackerbaues und einiger
andern Künfte der erften Nothwendigkeit bey
den alten Aegyptiern ; gelefen im Aegyptifchea
National -Infiitut den 21 Frimaire an 9 .'^
(i2Dec. 1799) von©))!«. '
CAni i«r a Liefiiniiig iet 3 Theilt ißt piet^ ^gyp^, .,
S. xio — 1280
-•/
Vv ir haben während 'der Reife in Ohet^Aeg^ptik
Gelegenheit gehabt t cKe Überbleibfol einer alten Stadt
lu nnteirfachen» . w»khef die Eingebbrfcieki. im l^Mat
4 ^ ■ Momätrcsfrejp: iTofrgvuvs.
meix el Kahe geben , und welche anf der Seite Ara-
biens liegt in ujigefähr -f^ der Entfernong, welche
man dilrchläoh/imin man den 'Sil 'vow Jpolluiopo-
i^ (jetzt, £.jfypyifn ]?i^ Lßto^plis (jeut Esnih) he-
Vrfbßeigt:' "'i5vmt;i?fe glaubte nach* P. Sicard, dafs dfe
Lage von ^iKithß.\vtt die Stadit /Lz4eyi^; pafste, wel-
che Ptolemaeus in die. Thebaifche Präfectnr fetzt,
und von welcher Strabo weiter nichts fast, als dafs
mÄÖe ^ach-iöÄ^/a/n findet. Diere Stadt iß mehr
unter deifirNamcn EleitMas bekannt , als unter
dem von Lucina: dieuvk fie war der Göttinn gehei-
ligt ^ w^cfae^ die Frauen in den Geburttfchmerzea
anrufen» die von den Römern Lucina ^ von denGrie-
d^Bn Eüethya {K\Xit6i^tat 9 Xliihyia') genannt wurde.
Der Name Eleithias hat fidk bey el Kahe im Na«
me|:^ eine^ ^ojrfAS. erhalten, welches die Einwohner
Eleitz nennen. Diefe mündliche Überlieferung beftä-
tigt fvollkommenvdie Richtigkeit der Critik , nach
welcher die Lage diefer Stadt beflimmt worden iß.
Es fcheint ficher, dafs maa Menfchen auf den
jÜLltären Aer Ilithyia opferte. Ich weifs, dafs Heroäot
\iirä Üdrus behauptet haben , dafs diefd abfcheuliche
Sitte iiietQafaljB bej'den'Aegyptiem exißirt hat. Sie
fagen,^ dafa dies* Volk« weit entfernt, Menfchen zu
opfern, kauxpv'Ffaiere zu opfern wagte, und dafs die
Anzahl der Thiere fehr befchränkt war, welche zu
opferti erlaubt waren* Diefs beweiß ^aber nic&its;
Widerfpruch und Abfurdität finden fich im Aberglaur
ben lehr häufig* Haben wir nicht in Indien das
B^lpiel dei^. Bramen, weicht vor dem Mord einer
&nh Abfchea*- haben und dock täglich die Frauett
swlngeo »i^fichiöbfindig zu xtAmmwip weil die. H»
ij'«.*i . ligion
Iigion nicht vefßattet, .dars fie HiteiiGWttdb- überlei»
ben ? Die Schlufsart diefer bey den SchwAAeiler 'Ar
alfo nicht gründlich ) die Beweifer des OcgenthdUt!
ßnd iberzeugeuder. :j.' : -. v.;
Platarch Tagt ausdrücklich nach Manatkon'eZeog^r
nifs, (welcher als Aegyptifcher PHefterim Stande^
ulFar , genau von diefen Dingen untctriditet zn teyjn'yi
dab man zu EUdthias TyphomfcheMaa^Aen {homf'*
-mes tiphoTÜeru ) lebendig rerbraante , . und dafi man/
ihre Ai'che id die Luft zerllreute. Man nahnte> Zy*
p}u>nifche Men Gehen diejenigen / 4«ren Haare 'Jtotht
waten,' weil die Aegyptier glaubten ^ dafs > 2y/f%ani.
Haare Ten dieCei Farbe hatten . '• .,»\ i:/
' Eäne andere Stelle Manethon'a^ deren- Inhalt unif
TonParphyr erhallen worden id, berichtet, dabman^
auch zu HcliopoUs Meufchen. opferte : man opferte,
täglich drey, nnd diefs dauerte- bis zur - Regieroagi
Amöfis*). Diefer Fürß fchaffte dieEe Abfcheulichkeh^
ab, indem er befahl, dafs man liatt der dreyMm«)'
Cchen, drey Figui^ti in Wachs von natürlicher CrftÜsel
Israiichen foUte. Vor diefer Verordnung' fucbten die»
Priefter Torgfättig die Unglücklichen; weklie.dre bejK
den Schlachtopfern geforderten Eigenfdi^fciii hatteii'^''^
uüd ^eJBu lie fie gefunden hatten« folieMaöhneteili:
fie fie mit denfelhen' Feyerlichkeiten-r Welche «aatf
bey den zum opfern beftimmten Kälbern- beobach-
tete. .. : .--»fi . '■ 1
Es gibt wenig hißorifche Fragen, -Wieiclie-cNirch
fo klare und nmltändUehe Zeugnille^iitfGhiedeaL'f^»^
A'j'" ■ ■ •■• d*ri^
*3 Die chronologifchdi^ T'feln lMngtintfttfriin6y'sli)&i:ttL
die Aegiemog di^fet FÄrftea 35s« l«bril^'>t^di}ä Aiftfi^^
' der gemeioofl Zeitreohnaof^.
& JÜTonart. Cörre/p. igou $VLIVS.
deö: dierfe'Smlgniffe find iimiier angeführt worden/,
yienn*' dieferrlSegeitftaiid von den Gelehrten tinter«
fttditwiirdd, und fie haben &ß isDmer Überzeogang. ^
bewirkt. ^ Es gibt jedoch einige, welche nocfakräf«.
tiger gegen di^'Oderaegyptier zengen, nämlich die*
Jenigen »' welche diela Volk (elbft in Stein gegraben.
hfitimsLU. findet fiift in allen Teifaen Dänkaälern did
Dttrßellang von Oebräadien » wo Menfchen geopfert
werden, . .;.
- Das Gonälde anf der weßlichen Seite einea det;
nknädnThüTiObjQmoles^ des grofsen Tempels za
JPMe Hellt' nricpr adf dem Baoch liegende Mepfchen
vor; ihre Hände lind auf den Rücken und mit des:
FüGieti znlammecDgebandenp welche man zu diefem
Zweck 'gegen die* Nieren gezogen hat; der opfetnde*
SriefierfiiBht: aufgerichtet gegen eine fitzende und mit
'49^ geiwöhnlichen Attributen der Gottheit gezierte.
Beflbii.gekehi^t und hat mit einer Lanze diefe vier^
Körper duTchbohrt. Geht itian in den Tempel, fo,/
fiekt.man anfeiner Säule einen Unglücklichen, wel«
qhem-ein Prtefier eine Lanze in den Scheitel fiöbt «.
Vribtend ein anderejr feinen Körper durchbohrt: di#:
l^den Schürfricbter find eben b gekleidet, und tra-
gen diefelbe Mitra». wie die Priefier in den A^gjpti-
fehen BasreliefB, welche Priefter Gaben der Gottheit
darbringen, Mahac befitzt in feinem VonefeuüU
Zeichnungen diefer beyden Stücke.
: Zo 2ÜWft«ff bemerkt man unter den Bildhauerar-
heiten des Ichdnen Thora, vor welche^ der Baum*,
jWtgder fVidder iavenue des beliers) iß, weichet von
CarnakndidiLuocor führt, einen Opfernden , delTen
I0Ü ein<ir Keiil^ bewaffnete Rechtj» au%ehoben ift,
um
lfm etaeo: MisnC^hett b» «rrcblagM «> wtlchw nan nKl
Gmralt vor OfiriB niici Ifis gebeugt bav Man %Amei
net im Schlacb^opfer die Kieidongipnd deo^Bari» Vrdk
ifäü 4ia in den Treffen überw^ndeneo Völker ooter«
Jckeidmirlo wi^fie au£ deif «K>rdUcbeo Seke dea grof
fsen Pkdlaftes vvoigeßellt worden. : Xnieinemraadenl
GemildtfjBvird einer dierer MenCchea-Yor einer ttiitev>
XM Mitra gesierten Schlange geopfert, Diere be^diW
Baareliefa heiligei» die Anlopferuog d^r Gefangenen
ab Religionagebranck
Auf der 5filicben Srtte dea Tempele zn Denderah
werden Tier Scblacktopfer dem Ifia-nnd Oiiris geop^
ftrf. Sie li^en anf ,den Knic^n and find mit Ketten
beladen : iderOpfernde ftöfat dem einen eine Pike in
den Scheitel. Noch ein Ccbrecklicherea Scha^fpiet
findet man aof dem einzeln fiebenden Thor, weiches
einem andern Denkmahl angehört s^n haben fcheiia»
Zwey .an den EUbcrgen znfammengekettete Menfchen
liegen vor einem Götaen auf denKnieea: der
Opfernde hält ^^ in diefer Lage » indenv er leinen
FuGi auf ihre Beine ßütu; er ftöfst za gleicher Zeit
eine Fihe in den Kopf eines diefer beyden Schlacht*
Opfer. £^in Löwe zwifchen den Beinen des Opferudeii
ifi bereit, die Schlachtopfer zn verfchliugen ; feinRa*
eben hat fchon einen diefer Unglücklichen am Arm
gefafst.
' DieCe Scalptnren nnd viele andere, weldie icH
nicht anführe , beweifen , dafs man nicht blofa zu
EhiMas nnd HeliopoUs Menfehenopfer brachte, und
£e widerlegen die Behauptung des Horus ^ nach wel-
chem die Aegjptiec erft nach Einfuhfung dea Serafßis*
Dien/les unter der Regierung jderP^/tfma^^r Men*
A4. fchen
8 MmaÜ.4kfrtSp.iSot ffVLlVS.s
fchenttir Ehmder Götter zaerwIlTireti'tjbfiogwr Di»
Dmlunäler dev The^is fifld in dllr Tbat weit früher;
ri« dia Nlederlaffong der Maeedonier i& Ajt^j)pl%tii f
" '' JäbloHski hat die fleligion der Aeg^ptier diidisreli
sn rechtfertigen geglaubt, dafs tfr behauptete; dieCi
GranGaukeiteti xvären gegen den Willen der AieAeir
von den Königen, welche Hirten v^aren , tsingiAhfrt
worden; eaid aber atigenfchetBlioh, dafa did PHeAer%
wenn dem fo'wäre^ nicht geduldet haben würden f^
dafs man diefe Gewohnheit heiligte, indem man ihre
Wirkangen neben den geehrteßen Yeligiöfeii'Hand*
l«ngen darßellte , nud wenn die T3nrannie der Köni-
ge, welche Hirten waren , fie hierta gexwofngen ■faik'*
te, fo wdrden fie nicht ermangelt haben, bejm Aof-
h5i;en diefer Tyrann^j, diete Denkmäler der Schrve-
Vey ihrer Corporation und der Entheiligang Hirer Temt«
pel zu zerfiören, • ^
Es ift alfo durch die Denkmäler bewiefen, dala
die Keligion der Aegyptier Menfchenopfer verftattete.
Da keiner der mir bekannten Schriftßeller , welche
über diefe Frage handelten , diefe Gattung von Be-
-weifen betrachtet haben , fo habe ich glauben muf-
fen, dab die Reifenden , unfere Vorgänger, fie nicht ^
- beksTnnt gemacht haben; diefs hat mich Teranlafdt, fie
hier aufzuzeichnen. Ich kehre tu den Überbleibfeln
von Eleithias zurück.
Der Ort, wo diefe Stadt vorhanden war, wird
durch einta faß viereckigen, aus rohen Ziegelfiei-
*iien erbauten Einichlufa angedeutet. ' Die Mauern ha«
ben II bis iz Afe^^j Dicke, und die Seit^ des Qua-
drats hat ohngäföhr 800 Schritte : isine deifelben ift
dem Nil parallel « welcher an diefer Stelle nach Nor-
den
c ". : • V Gbw*AegyptäL W 9
deo'Uttft« faif^info kleiQeii i&läfweidiang gi^($0tt*^W.^
flen. Mm iuit nicht %vc l)efurdittii , fict^. zk tänfcheoi
weon-aaD *diereiii' Werk einen Cohr frühes Ucfpiaog
beilegt« fWiiftinAückficht aoCMateriitiilii ittidBaii*
avt. gante ^n\aiiäeni EinCchläbmaaeni äh]dlich^>\wel^
che oAeäbar v<m dtn alten Jegjptiem erbaut worden^
4iiki «ineis V^hof' aiff ihre faUäOe. nnd T#»pel zu
hildeb.i. . Diefe 'Mioera beßeben noch^^zu Ombos^
^anüuj X. Oäniak ) , Medmet Hhabou . ( AUdinoi
ThahnyjwckiL zu Denderah% Hat. fchlierseirfichi.an die
Seiten der Haoptthore an« und haben eine parallele
Richtung mit den grobo» .MalTen der.DenkmUer.
DiefeUiüßände beweifen^ dafs dieEinfchlalemaueru
und die Gebäud'e nach .einem gemeinfchaftlidien Plan
und von den reiben Menfchen erbaut wo jden lind.
InnWhalb des £in£6hluflea in der nordölUlchen
Ecke bemerkt man einige Brachfiücke' Granit » auf
welchen weder Hierogljphen tloch irgend eif\e ande-
le Figur exilHren ; in der fiidwefilichenficke befinden
fich Trümmerh von Töpferarbeiten und von ans Er*
de «rbüBten Wohnungen;- (iidlich ^von-^dieüoii IVftm»
mern todet auin die Kninea einea AegypiiCchen Teni*
pels; nahe dab^ ift ein Becken, wafaffcheinlich he«
fiimmt, um das zum Dif!vi& desTempelainöthigeWar-
Uft zu viirfchaffen.. In feinem g^enwirti^n Zufian^
de enthält es ziemlich viel , aber fehr (alzigea - Wailer«
In deipifintfemong vonritbia i^ MinnteiD Weges ge;
gen Norden« bey dem Berge, Endet fich eine kleine
Kapelle» welche ,^ Xo wie alle Aegjptifche Qebäude;
mit Hieroglyphen nndrScnlpturen der religiöfen Gor
brauche geziert ift.. Derziembch hohe Berg hat ei^
ne grofse Menge Qrotten, .W6lche«aber meÜleos fehr
A } weoigi
ro Monaa..€ofrefp^.igiit j^VLIVS.
Aig-'ifltmefEuite Aotfa^niigeDfiiML Ziv«y.dtarftlbeft
find aber rekrmerkwdrdig^ nicbt durch ikre Gr&bei
denvia «diefer Hückficht kana man fie- wedei^ WAt de»
nen vtm ShMn^ noch mit eimgetLvou i^outibyttit^,
l^fAchmh ; ' fie erhalten . ihr . InterelFe.diurch die^GealJllt
de 9 weiche ihre Oberfläche bediecken.». und welche
faft anafc^ebeod hänsUche Befchäftigaagea pd«r die
Arbeiten der KdnBe für die erflxm BedOrfnifle dar^
fiellen. Dieler Character ift.dicren Grettep gan» ei-
gen: in allen andern, welche ich befncht habe, ma«
dien religiöfe oder phantaftifche Bilder den HanptgOt
genfiand ans« Die gewöhnlichen Handlungen des
Lebena kommen dann nur beiläufig vor und find imit
in kleinen Scenen gemalt und getrennt ron allen »
was ihnen analog iß«
Die Grotten ron EleUhias haben den Vovtheil,'
der Neugierde eine Folge Ton Gemälden darzubieten:
man fleht daJelbfi; daa Ver&hrea beym Ackern» SäeQ%
Erndten, DreTchen und Sichten (^vannagey^ eineErnd^
€e von Lein» eine Weinlere, einen Fifchfang, Jagd
anit Netsen» daa Innere dea Ladens eines Kanfmanna;
die Manouoires der Schiffahrt,- eine JEinbalfamiTung »
und die Gebräuche der Beerdigung;
- Die Anaahl der Werkzeuge dea FeUbanea ift nicht
beträchtlifii^ iea flnd ihrer nur. zwey, nämlich- eine
Hacke, welche man mit der Hand regiert, 'und der
Pflug. Die Hacke belieht aus zwey ungleich- grolsen
Stücken, welche an dem einen Ende fo vereinigt
find, daTs fie einen fpitzen Winkel machen» deflen
k&rzefte Seite ala Stiel dient; die andere ift die Spit-
«• ibec) dea Werkzengea, und dieilt in die Erde «n
hauen. ' Dami^ die Erfchütternng nicht zu fehr die '
Verei-
Vereiiügiu^g der beyden Theilo der Hacke «ingT^UiB^
to hat ipan fie durch ein Qaerband verßärkt » wel-
chae bqrde Theile mit.eioaoder vereinigt; fo dafa ea
io diafefli Zußande nicht übel einem A gleicht, deflen,
»chte Seite; verlängert worden wäre. Piefe Hacket
war daa erfie Werkieng xnm Bearbeiten der Erde:.
die Rel^op« welche. ij(i Ae^ypten eben fo alt» ala das .
Ackern zu feyn tcheint, macl^ diefe Hacke zum Synu
bol^ea Feldbaues. Um diefer nützlichen Kunft Tei-
se Hochachtung zu bezeugen» hat man die Geßalt die-
fer Hacke häufig auf Denkmäler gegraben und fie oft
den Aegyptifchen Gottheiten und Statuen in die Hän*
de gegeben.
Kircher fand fie fehr häufig auf den Obeliakea
und andern Aegyptifchen Denkmälern zu Rom « und
bildete fich ein, dab ea das Monogramm von Jgathos
JDaemon wäre Man darf fich nicht verwun-
dern , dab ein Mann» der fich dergleichen Einbildnn*
gen erlaubte» alles errathen» und nichts erkläi;t hat.
Der Pflug der alten Aegyptier hatte keine Räder»
und er hat diets mit dem Pfluge der. neuen Aegyptier
gemein : im übrigen nähert er fich fehr den Fprmea
des FranzöC Pfluges; er hat» wie diefer» zwey von
einander entfernte und rückwärts gebogene (flrquies)
Hörner (^cornes). Man kann nicht beurtheilen» ob
das PBugeifen wirklich mit Elifen verfehen war; we-
der die Zeichnung noch die Farbengebuiig geben hier •
über etwas ' zu erkennen. Die Ochfen zogen vermit*
telft ihrer Hörner: bisweilen wurden fie von derfel*
ben Perfon getrieben» welche den Pflug. hielt» und
deren eine Hand hierzu mit einer Peitfche von dop«
pelten Riemen bewaffnet war : in einem andern Ge«
fpann
ti MonaÜ. Carrrfp. igöU ^VLIVS.
ip^ii filsht Vnao aber eifien Jäbgen MenrchtfnV weK
eher allein hiermit beßhäFtigt iß. Es gibt noö^^i-
i^n Pflug» welcber einen mittlem Ztiftan^ des Acker-'
Baues zwirchen dem von Thieren gesogeneÄ Pfltige
nnd zwifch'en der Epoche, wo die Hacke allein im
Gebrauch wai;, xa erkennen gibt: der Pflug , von
welchem ich reden will» wird von 4 paarweife ange-
fpannten Merifchen gezogen.*
'Die mit dem Säen befchäftigten Männer nahmen
das Getreide in eine Tafche , welche fie mit einer
Hand hielten , während fie mit der andern das Ge«
treide auswarfen. Der Maler hat mit vieler Sorg-
falt d^.Korn behandelt, welches aus der Hand detf
Säers geht; ich habe erkannt, dafs es Gerde iß: es
ift' folglich lieber » dafs der Bau der Gerße feit diefen
frühen Zelten bey den Jegyptiem vorhanden war.
Es ift wahrfcheinlich , dafs m^n de zur Nahrung der
Pferde brauchte, weilHerodot uns berichtet , dats man
fie nicbt zum Brod anwendete. Ich habe mit vieler
Sorgfalt Weitzen (froment) gefucht , aber nirgends
welchen gefunden: dies flimmt mit den hißorifchen
Zen^niflen überein , welche die Einführung diefes
Getraides'im Aegyptifchen Feldbau dem erßen Ftole-
maeus beylegen.
Man findet in den Gemälden des Ackerns nnd
Säens kein unferer Egge ähnliches, Werkzeug: man
(iodet eben fo wenig die Schweine, welche man nach
Herodpt in die Felder lobliers, damit fie durch dea
Tritt ihrer Füfse das Getraide in die Erde eindrücken
nnd Co die Wirkung des Eggens hervorbringen möch-
ten. Übtigens mnfs man billig bemerken , dab die
Be(chrei-
Bet<hr4kbvLtig9 wo mtak vQn dietem Gebrauch lyncht»
»ux iie, Gegenden nti^0rhsi\h MentpUs htttiSK
Der Maler hätte in einem Laude , Vo. aller Feld>
bao auf 4enl^ BewäiT^cia dfit Felder beruht ^ dleDar^
AcUaiTg der. zum Heben iles Waifera 9Pg^wen4eten
Mtttel flicht .vergelTenXbtlen,: man findet; jedoch nichte
in IViickficht auf djefen 6egeD(bnd: ich habe in kei*
si^m endern Denkmab) «l^vaa geliehen • vora|]^ man
mtothiaalaen' könnte, welche Mittet fie hierzu ge»
brauchten. Dürfen wir hierana fchliefaen ,. dafa^ef
etne.£pacbe gab , t^o .die Vollkommenheit der WaL
Cerleitungen den Gebrauch der Marchioen « der. Thie^-
re oder Menfcheu zu ihrer Erhebung er %arte? In
diefem Fall haben die Dinge fich fehr gaäpdert : denn
felbft zu 'Eleilhias iftdsia Ufer des Nils von F^Z/^äj' be-
wohnt» welche mit diefer Arbeit befchä^tigt find, wel-
ches vielleicht dle.'mühramße und abßumpfendfie ift^
zn welcher der Menfch v|;rdammt werden kann..
Die Aegyptifchen Schnitter bedienten fich der Si-
cheln» welchen unfere Senfen fehr ähnlich feyn war«
den, wenn man ihnen einen fehr kurzen Stiel gäbe;
fie verrichteten ihre Arbeit , ohne fich zh bücken »
indem fie fich begnügten , die Aehren abznfchneiden »
und das Stroh itehei^ liefsen« Weiber und Kinder la*
fen die Aehren auf, und fammelten fie in Tafchen.
Am Ende des Feides fieht mau eine Vorrichtung
zum Bereiten des Wallers» welches zum Erfrifchen
der Schnitter beßimmt iß. Diefs WalTer iß in Ki;ü-
gen enthalten, die a^f Geßelle von vier Füfsen ge-
fetzt und denfenigen ähnlich find, deren man fich
noch itzt zu demlelben Zweck in Aegypten bedient»
Ein Mann bewegt einen Fücher bey ihnen; durch
,: .., " di^fe
14 MofuUL Correfp. tSvV ^VLIVS.
dieie beßändige'Erneiiehitie der Luft berchfetaigt er
die VerdänftÜDg der Feuchtigkeit , welche die Seiten
des Krugs durchfchwitzea hiTen, und' vermelirt fo
^ie abktihleode Kraft diefei^ GeföTse. Dies ift ein fehr
gates Mittel« auf welches wir noch nicht gefaUen
lind, ob wir fchon die Theorie diefer Abkühlangen
v^abTrcheiniich befler, als die Aegyptier kennen, und
eben fo viel Gefchmack als Üe für kühle Getränke har.
ben« Der Maler hat nns über die Beßimmnng die*
fer Vorrichtung nicht zweifelhaft lauen wollen ; er
bat einen Schnitter, welcher trinkt, vorgeftellt/ die*
fer Mann hat feine Sichel unter den Arm^ genommen
und bedient ficb feiner Hände» um das Gefäfs dem
Monde zu nähern.
(^Der Befchbifs im nächßcn jEfe/itf.)
U. Gec
II. Geögr. Oriiheftimm. in Bökm^n^ i^
Gefographifche Ortebeftimmungen
: des
Stiftes Hohenftirt und Mühlhäufen,
oder der
fiidlichen Grenze und Gegend Böhmeni
von Aloys Davide
|3.«g. Kanonikoi ^et Stifts Tepel, eet.
Kagt ttiit SIchriftexi der k.k. {Normal- Schul «Bttch^
druckerey. II und 63 S. in 4«
Uer VerF, iß dnrcli mehrere Schriften als ein thiti*
ger und gerchickter Aflronom bekannt. (Vergl. A*
G. E..B. III S. 59;). Er hat fich unlängbare Verdien-
ße um die Geographie von Böhmen erworben. * Die
gegenwärtige Abhandlung enthält die Berichtigung
der füdlichen Gränze diefes Königreichs , fo dab nun«
mehr die Endpnilicte deHelben gegen alle Weltg^en-
den ficherbeßimmt ßnd* Wir wünfchten, dars hier«
mit der Verf. nicht Teine Arbeit befchlieben » foudemi
nunmehr» nach berichtigten Gränzen , recht viele
Puncte im Innern von Böhmen aßronomifch beßim-
men möge. Auf diele Weife hat das Publicum Ho£F.
nung, dereinß eine gute Karte diefes Reichs zu er-
halten, dehn die vorhandenen bedürfen fehr erheb-
liche Verbeflernngen. Da der Can. David nicht ge«
wohnt iß, auf halbem Wege ßehen zu bleiben, fo
rechnen wir'.äiif die'ErfÜUung^ unteres Wunfehes«
nn4
l6 MMMÜ^Correfp. ßpu
und reine <7eC^€klicltk«it und Tfaätigkeit erregen
die gröfsten Erwartungen»
Der VerfalTer reirele in der Mitte des Julius
1798 von Prag nach Hohenfurr» £r führtO; folgende
Werkzeuge bey lieh: i) Einen liebenzolligen Had-
lej'fchen Spiegel -Sex tauten, ;) eine Pendeluhr vojß
MüHer'i'Y) "ein achromatifchea Fernrohr ,'' weichet
ihm V. Schönau geliehen* hatte, -4) zwej Reirebarome-
ter, |ifi4: endlich 5) den der königl. BohmiTchen Ge-
fellfcbaftderWiff. gehörigen Chronometer von JEmeij.
Da diefer bisher ganz unbenutzt gebliebene Chrono-
meter zum erßen mahl znaßronomifchen Beßimmun*
gen gebraucht worden, fö vermifsten wfr ungern eh
ne Anzeige feiner Nummer, inglöichen/ wo derCelbe
bisher aufbewahrt und geprüft worden. Bey Chrono,
meternßijid diefe Umßäude l^eineswegea gleichgültige
fie dienen) das Vertrauen auf die damit gemachten ße-
ftimmungen zu erhöhen; oder zu fchwächen. Wir wif-
fen aus Erfahrung, wie grors der Einflufs einer immer
gleichen und kundigen Behandlung diefer Knnftwer-
ke iß, und wenn wir freymüthig reden foUeo , fo
(ch,eint der Chronometer , welchen die Gefellfchaft
der WilT. dem VerfalTer anvertraute , vorhin nicht in '
guten Händen eewefen zu feyn. Er zeigt folche Un«
gleichheiten des täglichen Gangs, wie uns noch bey
keinem einzigen regelmäfsig abgeglichenen JBmerj^Tchea
Chronometer vorgekommen iß. Der Gang lA nie
gleich, und es zeigen ßcU Anomalien zwifchen dem
17 Augufl und I September von 14,"^. Am ij Att-
guß eiljte nämlich der Chronometer um 3^,'' 2 der mite«
lern Zeil vor« und vöm,i a«f den ; Sept. verfpätete er
iich um ix,*c« Man braucht nur einen flüchtigen
BUck
I{. Gtogt. Ortsieflimnuin Böhmm. %j
Blick. auF den in dar Abhandlang angegebenen Stapd
des CbronometerB zu werfen» und man überzc^f
lidi leicbt» d^b lein Gang nie gleich blieb» Tondem
ji^h ß^ta verfinderte. Der Verf« rcheiat. es lebhaff ^7
fi[iUt. ^n haben, wie wenig er Cch anf den Chronc)p
jaeter^yerlair^n dürfe ; ea läfst fich hieraus zum TheU
dalien Behandinng erlüären » die vfir unter andi^n^
Umßänden umQpgjLich billigen könnten« Dahin rech»
]|ien wir« djafs der Verf. weder vor der Abreife voa
Prag», noch bey der Rückkunft den Chronometer au{
der doyitigen Sternwarte prüfte » um daraus einen
mittlem .Gang herzuleiten ; dafs er in Kremsmünfler
^e ZeiH holtet ßatt fie mitzubringen ^ und dafs er über»
ha.upt den Chrc(nomjeter mit einer gewüTen Angftllch«*
l^eit Jiandhabte» die ihm eher fchädlich als vortheil-
haft^tpyn.mufste. So%. B. war nach S. 54 der Chro«
DometjBr gegen Wärme und Kälte i;iicht unempfind*
lieh » oder welches einerley ift » feine Compenratioa^
fcheipt nicht gehörig in Ordnung. Nothwendig mufs«
te es alfo den gleichen Gang ßören» urenn der Ver&
nachS. 7 den Chronometer auf der Helfe von KremS'*
münfter nach Linz beftäudig in der Hand hielt« und
folglich erwärmte. Eben fo wenig würden wir eineii
Chronometer durch Botken tragen lalTen« Wir find al«
lerdings der Meinung« dafs man Chronometer y^r^^
fällig f aber keinesweges anglich behandeln mülTe^"
Alan fehe nur» was v^ Zach (Af* C II B« S. ;4'7)hier-t
übet lagt. Chronometer» die gar nichts vertraget^
können » find ganz unbrauchbar« Doch man fieht
-wofa^ den wahren Bewegungsgrund » der den Verf. ItU
tete» und es wäre deshalb ungerecht» ihm einen Vor«,
wurf an machen;. Tielmehr mub man es ihm Dank
Man, Qarr. IV. B. .180/, B WüTen
i8 'J/Ionaä. Carreff. igoi. gVlIVS;
iHffen, dah er ficU auf deo Chronohieter otcht var^
lieTa; fondero ihn fiets durch Vergleichong mit der
Fesdel-Uhr profte, nird gewbbülich vor tdkielr AV^
tetfe am Mor^tfto, und ^eich nach der Rückkuiift'aitf
Xb'end. Zu bedanern ift es aber , data ein fo koMk-
tes Kanßwerk nicht einen aaagebreite'tern OebraaiJtt
^ti^ährte/und der Verf. To fehr gebunden war. ' ifnjt
getrauten uns mit einem Emery*[dlien ChronometÜ
jiach ganz andern Grnndfätzen zu verfahren. 'DÖch^
wieder zu der Abhandlung zurück. ' - .' :
Gleich nach der Ankunft in Hohenfurt am 17 Jul'
179S ßellte der Verf. die Pendel «Ühr auf, und prüf •
te fie durth correfpondirende Sonnen • Höhen. 'Der
Gang der Uhr und des damit verglichenen Chröndni'il^
ters find nicht angegeben , auch feheu wir nicht woh^
ein , wiß und warum der Verf. erft nach S. 4 die mAT«
h Sonnenüteit fand» und daraus die mittlere h^klel-'
tete.
Am 22 Julius Abends kam der VerfalTer nach Uns»
' konnte aber wegen anhaltenden Hegens nicht beob-
achten. Et reifete daher am 25 Julius Nachmittagir
mit dem Aßronom Derfflinger nach KremsmünS^r.
Die am 249 25» 26» 27 Julius angeftellten Prüfon«
gen des Chronometers ergaben » dafs er fich täglich
gegen mittlere Sonnenzeit um etwa i Secnnde vef»
fpäte, und hiermit wurde deflen Verfpätong für Krems»
münfter am 28 Julius gefchloITen — 37»*s. In Lio£
fand (ich die Verfpätung aus ttbereinßimmenden <Son*
nen- Höhen = i' 139*6; das gibt Mittags • Unter-
fchied zwifchen ■ iwiz und Kremsmün/Ier — 36* In
Zeit, u. Länge von I-mt zr 31* $6' 30*; oder 47' 46»
in Zeit öOlich von Paris. Sieben Circum^erldanhÖ-
heä
n% Giogr. OFtsieflmm. In Aikmni. . ^9
hengaben die Breite Im Mittel 48* i^'.si'* KepUr
fetzt fie r;i: 48* t6'. TriesrtBcker tnstilatet verläDget^
ten Seite einet Crejecks Aitt Liefganig*tchen Gradmef*
foDg =z 48* 18' 46' und det Verf. TchStire üe 1793
yermittelft der Breite von fVüUrmg Mxkt ^%* 19' o'J.
Am 29 Jftlfnt kehrte der Verf.- üach Hohenfurt
BBTÜck'), uod fand die Breite diefes Stifts aus Circem^
Meridiaa- Höhen im Mittel 48* 37' 24'^.
r' ' Die Lädgenbeftimmitng gab ihm die am 9 Aa<-
fuft wahrgenommene Bedeckung des • n ▼om Moti^
de. Ans Vergleichnng , mit d^n au Dantig» Leipaf]^
Qttd Ofeti aogeüellteii BeobachmÄgM ßndet de^ Verf«
im Mittel den Mittags ^UnterCdhied^wiCchen HbkmK
fart und /f%ii 'ans den Eintritteti =i 8' t5«'6, atoe
den Aitttritten =: 8' I^''f. Erzieht die letzte B#i
lUmittiliig vor 9 nnd es iß daher Hohenfürt von Paris
51Hidl in Zeitz: 4*;' f 7* oder von Ferro 31* 59' 15:%
Die üfälfer^fche Karte (etat Hohenfutt 5' 25" za weil
wefilich« und um i* zu weit nach Süded;
Aas 60 BJEitometer -Höhen fand d^r Ver^« tibhen^
fürt nm 193 Parifer oder 198« 3 Wiener Klafter hÖ'
her, als die V/ohnitng des Adjüficteu der StemVt^arte
so Prag. Der Ort, wo diefe Beobachtnügen ange»
Seilt worden, war 13 Wiener- Klafter 4 Schuh höhef
als die WalTerflXche det irotbey fliefsendeti Moldaiu
Daraus folgt das 6eßlUe der Moldau ron Hohenfati
hie Prag zz 191 Wiener Klafter 3 Schuh ^ mithin auf .
(ikm Meile 8 Klafter 4 Schtth^ -
Am 7 Augoft beohUchtete dei' Verf. «a Schiägi im
Robberg ^ etwa 74 Klafter von der Grande Böhmene
und Ölbeichs, nnd fand ans 10 Qr cum -Meridian Hö^
hu die Brake = 48* 35 ' SS ^ Mittags.. UaiterCdiieA
B I Hu
mig 24 correrp. Sonwuir Höhen diii Hohenfar t = 3, '64
in Zeit ölUi€h;da|»#pift die Länget VQDSe^i/^/ =: 32^
Ö' 10' Od«r 48' o»'6 in Zeit QOliek imn Pftris.
Vergleicht m^ die Breite Tön Ilig^nan dernprdL
QräDte von B<)hmen mit Schki^l an .der. Tüdl., fb ift
4ef Bogen am ISfQitiel, w^khelr Böhmen von Nor«
4en gegen Sü^en eitircblie&t: x: 0^1.^28' 46^ odei
37 Deutfche IVIeilen , 23 Minuten« • . .... 1
* Fünf. Baronp^ter- Höhen gaben SchläglY^Sher ala
Eohenfurt 85 Wiener Klafter. .. falic^ daher 28a
Wiener Klafter höher als Frag.: - > vr._ .
Am ( I AugnA^ Ip^ftlmmte' der VmtL Kapelbi ^ und
awrar aius 9€ircuiD<>Meridianböben die Breite im Mit«
U^ Z=: 46* 36' x8% den Mittoge^Unterfchied aber
mit Hohenfurt ana correrp. Sonnen-^Höhen 1= ' 19,^^
' weßrich in Zeit. Daher ift Länge von J^peU^ =r 3^1^
54' 22" oder 47* 37, "^ in Zeit öftUdit von fBiriai
Aua* oerrefpodireipden, zaHohenAmengeaelltenfia*
rometer - Beobachtungen folgt, dab JKapelln 191 Wie«
ner Klafter höbet als HohenfuH^ mithin 389 Klafter
höher wie' Prag lieg|:. \ -^
Am IX Augttft Ab^ds rßifete der Verf.. nach Prix
herg9 delTen Bfelte er am 26 Septbr. 1793 durch die
Mittagshöhe der Sonne. = 4g* 39' 58'',beaimmt hat«
*te. Zwölf correfp. gftben am 12 Aug. den Mittage«^
Unterfchied von Frihefg mfit Hohenfurt ZZ 33' wefiL'
kl Zeit, wQrao« die Länge folgt ZZ- 31* 51* o' odei^
47' 24" in Zeit öftlich von Paria. Ana 8 Gircum^IVIe^
xidian- Höben fand der Verf. am ^3 Auguft die Brei-
te von Friherg n 48* 39' 50* nur um 8" kleinec
wie 1793. Das Pfarügebäude zu Friherg big 76 Wm^
aer Klafter höher ida dea Verf. Boobacbtungiplatzaii'
. Ho.
Hobenfart^ 9ä4 diriier ix' Klafur^Kb«? dein WalTer-
A^i^el der Moldau erb»beii]i. ni4gibic.498 Oefäüe der
Moldßu von Fribefg^bis ^Hobeiifart« oder etwa in ei^
ner Weite von. 3 StiimdaD = 7S-ft)aCter. •
^j,- r|3ie :Bed0ckaQg.¥Pfi<P H a^;jf Aognß wurde
nicht beoba^ßhtet* Dep Eintritt vereitekea .Wolken »
und das FemtitAr .w4jr? ziKr^?^<)Iiti;;den Austritt ge^
qau zu bemerkmi. Def Vter^ etbUckt^ den Stec:^ eT&
in ziqutlicher £mfeintt»g vom lichtfniMondsrapde.:.
Am 23 Angjod )re»M« der Verf. Miach Grazen^
Acht Circum-JVIeridian- Höhen gab^ in^ Mittel di<B|
Breite 48"* 47' 38'. Der Mittag« r*Untexrcbi)6d mit
Hohenfurt wurde gehinden~ jV47* in Zelt ötUlcb;
fplglich Länge von: Grazen ^ 311." a6' o"; oder 49';
44* in Zeit . ößli^ yon Paris. Qleicbieitige , Tpwol
in Frag als Hohe^nfiirt angeftellte BaVooTeter-Beobach'i
taogeii ergeben, dafa Grazen 18$ *&^Fter:Jiöber.ala
Trag^ hingegen. 13, 3 Wiener RWte« niedriger licgi^
wie ffohenfurd. ' ' . \
Am 24 mid%^ AHgoft -hielt fich. der Verf. lüfBud'
weU auf; die Witterung war ihjn aber xungünßigii
Durch Interpolation findet er die Bc^itei von Budw^it
n 48.* 59' 43'. Im Jahr 1793 hatte er (le.nm ii* klein
ner angegeben^ Allein dabey lag die um lo* zu klein
angenommene Breite von HohenFu^t zum Grunde.
VerbeiTert man Ce damit, fo wird fie nur um i' von
der obigen Angabe verfchieden. Aus Barometer-Hö-
hen folgt y da(s Budweis 100 Klafter höher wie Prag ^
und 98 1 Kl. niedriger wie Hohenfurt^ und 83 | nie*
driger wie Grazen liegt. Die Moldau hat Abfall von
Bad weis bia Prag 100 Klafter , von Hohenfurt bis
Budweia 91 Klafter.
ß 3 . Be-
Beßmmmm§^des.Stifu MiMkäBifm.
Der Verf. fi»d in Mittel tot ftoC- tigfidkmCiiv
emn-Mendianliöhaa' folgende Breite: 49^ 27' 52»'6,
Die liäiige folgerte er ao« der BededLimg von A der
Zwillinge am 5 September 1Kn4 swar ansVergleidliuig
mit der zo Wien aageftdlten Beobaditang. Kegab^
den Mittags -Ünterfclned awifidMi Wien nnd Mahl*
fcaulen.r: 8' 8* veftlicb inZeit; daker iftLingevon
Mühlhaufen zz ^z^ r' 45' oder 48' 7," in Zmtöftir
Uch von Pari«. Die MälU?ltlb» Karte letzt Mühlhan«
fen nm 4' 54* zo weit nach W^^n» nnd nm 2' 13*
%a weit nach Södeo.
Am 9 Angoft reifele der Verf. nadi Sechm. Zwölf
Circom^Meridlanhöhen gaben die Breite, im Mittel
49* x8' 9*. Der Mittag« •UnterCchied mit Mühlhan^
fen wurde gefunden ^rr 25* öfllidi, daher ift Linge
Ton Bechbi z: 32"* 8' o' oder 48' 32' inZeit ößHch
▼on Paria« Ana 28 Barpmeter- Höhen erhellet, dafa
fii^hüiaufen 127 Wiener Klafter höher ab Pr4^ li^ftt.'
Wir haben mit Vergnügen TOn des VerE Beftim*
mnngen eine nmftSndliche Nachricht g^ben« Wem
foHte aber anch nicht des Oan. Damd FlesGi und Gm*
fbhicklichkmt Frende machen , zomahl da diefi^ E>f*B*
fehlten fparlamer aazotreffen lind^ wif HMUH ri^^
{eicht T^rmothet.
IQ. Auih
. .... ..: uf, . ■.,.:..•: . --.u;..
. ...'.■» ..'i' ■ .:" »•.« 4;-.>. -*''> ■• »t" ...^ l
einem aftronoiiiffchen Tagebuche/
auf «iner Reife . .., /
aacK Celle, Bremen und JUiientiial ' ^
im September xgoo^ '
(Fortfetz, und Berchlufs za S. 591 des lü B.).
Auf tteiner Riickrf ife von Breineo wurde ickf
sitht Iboderlich TOn fcbÖDeni Wetter begünßiget»
Dodi aU ich den 29 September um die Mittagsftandii
in Sondershaufen anlangte» und die Sonne fichbli^keiir
liebr wurde ich begierig zu erfahren, welche vern
fcbi^denePolhöhe ich für diefe Stadt mit gan« and^ixi:
Inftrumenten und mit meinem 9 zoUigen Traugi^qii'
fcheo Sextanten finden würde, nachdem ifh fielchon
Tor Heben Jahren mit kleinern 9 7 und 5 zoUigen Sex-
tanten von Dollond beobachtet hatte, wie man aus
dem I Suppl. Bande zu den Borlioer aftr. Jahrbüchern
(Berlin nnd Gotha 1793 S. ^esiO.erfehen kann. In»
J. i-jgi war mein Beobachtongsplatz in einem Gafiho-
fe auf dem Schlofsplatz , zum Schwan genannt. An
demfelben Orte wünfchte ich auch diesmahl meine Be*
obachtungen ^nfiellen zn können ; allein der Gaflhof
wikv nicht mehrt und in demjenigen, in welchem ich.
B 4 un-
unweit davon abgetreten war« wair dnrcbans k'rine
Ausficfat nach Süden zu erhalten« Man geräth in un-
bekannten Orten nicht Telten in grorse Verlegenheit
vegen einet fchickli^hen Beobacbtangsorts , wo man
ungeßört, nnd ohne Auffehen zu erregen« beobach'
ten^ kann« ^^ Auf Dö^f^rn find meift die abgelegenen
hnA einTamen Kirchhöfe» in Städten die Thürmemein '
letzter Zoflucbteort. Dies ward auch'diesmahlin Son-
dershaufen mein "Fall » nnd ich beftie^ mit meinen , be-
quem fortzubringenden Inftramenten den Thsrm der
Hauptkirche St. Trinitatis » wo ich in einem der Schall-
löcher nach Süden meinen künßlichen Horizont auf der
Hauptmaapr fehr feß s^ufßellen , und meine Beobach-
tungen fehr gemächlich und unbemerkt machen konn*
' te: ein Vortheil, den ich mit andern aßronomifchep
Werkzeugen , als einem Spiegel - Sextanten » hätte
•ntbehreoy ja die ganze Beobachtung felbft 'aufgeben
inüflen, da keine Zeit zu verlieren war » und der Mit-
tag herannahete. Auf diefer hohen Sutibn beobach*
tete ich zwölf Gircuni • Meridianhöhen der Sonne ;
auf diefelbe Art» wie alle vorige berechnet» kamen
lür die Polhöhe von Sandershaufen folgende Refnltate:
?o, 3
«9» 5
?7» 9
21» X
Z2f 8
Zlf 8
25» 4
zSf 5
23» 9
28. 8
30' 7
Mittel 51* 22' a6. ? . Im
IHfteyi793liattiicKää*^ -' * '^
"*• ltehetö8-^Gircam.*MeTidfen«*H5-^ -^ ' '
' ^1 Ireki gefodden : . ^51* ri*- jl*
die Rlitttga -* Höhe feÄft gab - . . . . 5 r ^it' zi^
am fil^döur ;t'äge den i^iäty erhielt^*' ■ '*'■ * • '
icb flni 8 Höhen nahe am Mittag ^i ' zt 37^
aäii^CT Mi^fdianhöhe . ,-. • . . ^i'H -4?*
das MiÄerarat 51* zV ii\ Nur 7» '^ ' • ^
▼OH itiefaier dermafiUgen Beßim*
miitog Verrchieden« 'Man kann da» - • ^ '
bet init isiemticher Zuverläfligkeic '
fnr iie Bteite Vbib' Sonde^shaufen *
fetzen: './. ....... 51* 2/' jb»
Es mnCs in der That die gröfete Be Wanderung er*
regen, wenn inan erwäget^ wie mit fo kleinen Werk«
zeugen Pblhöhen bis auF 'wenige einzelne Secunden
genau.beftijiimt werden können. '
. Bey dii^fer Gelegenheit wollen wir die BeobacUter
mit HadleyTchen Sextanten mit einem kleinen Vor*
theil bekanntmachen» delTen ße iich bey Berechnung
der Circam*Meridianhöhen der Sonne mit Bequemlich-
keit bedienen , nnd wodurch fie viele 2^it erfpahren
können. Rechnet man, wie gewöhnlich gefchieht,
die Höhen • Veränderung für jede einzelne Beobacb*
tung, Co wird Tchon mehr Arbeit dazu erfordert, wel*
che abgekürzt werden kann, wenn man diefe Höhen-
Veränderung im Mittel berechnet.^ Man darf zu diefem
Ende nur das Quadrat des Stunden- Winkels, z.B. aus
Bohnenberger's VI TziA (^ Anleit. zur geogr. OrtS'Be*
ßimmung. Götting. j'jgs S^ 5^3) für jede einzelne
Beobachtung ausfchreibeo, aus allen das Mittel neh»
B 5 men,
fi6 JUcmaa. Cornfp. ziou ^V14VS.
mea, uod für eueres die Höbeii-Veränderiiiigtll^
berecbnen, wird dieCo hinwieder ao das MiU^aUec
Circa^-Meridianhöhen angebracht, fo. folgt hifraas
^e mittlere Meridianhoho der Sonne. Eipe ,lvirkU-
che Anwendung auf unfere SondershäafiCcheii.^B^ea^-l
taugen, wird dies Ver&hren ins deutlichße licht fet-
cep. Wir fetzen die urfprünglichen Beol;^chtiu^gfm»
fowol der Zeit an dem Chronometer, als iii^Gh der
doppelten Höhen des untern SonnenrandlM»,i;fi« fie
von dem Sextanten abgelefen worden > hierher^ not
bemerken wir noch, dals dei; wahre Ml^^UI^Soa«
dershaufen war» als der Chronometer 23 U 55:'; ^30'
seigte« Der Ck>llimations« Fehler des Sea(taoten war
Sondershaußn» Montags den zpSept, iSöit
Abfttnd
Quadrat
Doppalts
^eitdef
▼om Mitug
des Smn*
Hehedes
<^hronoina-
oder Stan-
a^wu.
oBCvrii Son«
ters
a«iwinkel
neii*IUiid«a
23Ü39' o*
- 16' 3Q*
272,25
71* 48* xo"
^
41 0
- 14 30
210,25
51 10
43 0
— 13 30
156.25
53 35
46 0
— P 30
5K>,25;
56 5Q
48 10
— 7 20
54 »02
58 '2»o
50 0
-^ 5 3Q
30,25
59 5$
54 0
- I SO
2,25
72 X 10
56 0
-h 0 30
• 0,25
I 10
57 0
-H I 30
2,25
0 55
58 0
-H :> 30
6,25
0 50
59 0
H- 3 30
12,25
0 20
000
-t- 4 30
20.25
7' 59 5Q
)üt(el
l?3Ü$o'5V5
- 4 34.2
71. 4Q
71 57 H
Nhu
NoD ift. cnir BcfrechQiiBgrder HöhtQ« VerSiideriiii||
DMtik ttoftmnheieger tu «.O. S.502
Lt>g.Co^^ «ter Breite =: 51* aa' 3^ =i y, ?9S33Si
I«og.Col|ii..AttyriP^cli.0 r± s m 45 =r 9,999^185
IA>S, SW;rccim|il. ar. . . 53 4« 34 = A 0931789
Bei^lldii(er Loguritb» ...'•• o, 2930x99
o, X8I1S54
Log, 7140 Mittel, «US obigen Qnndraten
I 4es SttiDdepwiniiels • • . . . x, 853698s
'IT ■
L0g.derH5|ieii.AeiideroDg . , . • ==3, 0349530= i«8»"'38m' 48,*4
i>M Mittel aller Circum^Meridianböhen war oben
f cfundcn ,,,,.., . • • ♦ 71^ 57' 44* -
CoUlmatioiis-^hler ..... -^43
Verbefferttiopii^lte Höhe . . • ?i 53, 41
HUlfte .... , , , , . ,.35 W 50,$
Strahlenbrechung , — > 1 18, a
Parallaxe .,;,.,,-»; .f- 6,9
HalbmeSer der Sonne • . , . ^16 f,'i
Wfibre Sonnenhöhe des Mittelpm^ts |6 11 41, 3
- ' Höhen •Aendernh^ '. •' • . , '-f. i 49,4
.-•;... ■ -1 ■! 'i'i ■ ". '»
" wahre Höhe des Mittelp. für obige Momente 36 13 29,7
Siuniobt Abwefch. der^fttir'jfeMbt Seit z: 1 14' 4,« '
ci —
* Aequatöri-Höh^ • < • t • • 38 37 33* 9
Polhöbe ..•••'...« !^i'la iri, t
fo wie dhsD ans dem Mittel der cinteliien Boreclw
paugen gefunden worden.
Zum BefchluOi unferee Tagebachs wollen wir
i|n(ere Le^sr mit einer noch bequemem und kurzem
ReductioM - Methode der Gircum -.Meridianböhe»
auf die wahre MittagshlUie bduuint maeheii« Sie ift
von IDe Ldmbre . und man findet fie nmfiü^dlicli
und allgemein für alle Fälle; die 9uth htj Stern-Hö-
)iep Sttitt finden kSnnen» io CaineifEi Werke; Metho^
dex
ridien. Paris Jn ^^//S. j^y'^iAwickelt: Wirfttetäi
ken uns hier l>loCi anf ihren <jebraach htf. Spiegel«
Sexunteo , das ift bejr Sdonen • Höhen eio; Ditfiblbefi
BezeicbnaDgea wie in. Bqhnenberger's JnUku*zur\gßOK
graph. Ortsheßinnnung S/ 2 2 4, 501 wollen wfr beybe-
halten; die Polhöhe =(p» die nördliche oderfüdliche
Abweichung der Sonne rr =!= B » and den Standen-
Winkel = n fetzen. So iß nach De Lambre die Hö-
hen • Veränderung fehr nähe um den Mittag herum:
Da9 diritte Glied dlefer Gleichang iß anf jeden
Fall üafaerft nn)>edeutend^ das zwejte Glied, welches
übrigens leicht zu erhaltai^iß, wenn das erfte.einmahl
gerechnet ift, kann ns^ii gleichfalls bey der Sonne
▼ernachläfilgen» , wenn man die Höhen nicht allzu-
weit ^pmj. Mittage nimmt« Mm k.ann Heb daher im-
mer mit dem erßen GÜede -
(2 Sin ^ § p. Cor S Cof 0\
""SäT^^f^Sini* J
begnügen , oder wenn man Tafeln mit Sin, Verf. ,
m. B. die Skerwiiitchm , ßutton'tchen , oder Mendo-
Zd^fchen Tafdn zur Hand hat 9 fo kann man noch
Tiel bequemer fchreiben;
A . _ .SinVorCn
CTs»g h $: Ts0g(^ ) Sin 1*
Um
: <.UiiBi^dicrgra(MAMilb^ Heduiildf I biql^
der De Z^Hq^l&Ii0»^otiiifl recht ßchtbtii; BOijsei§^ *
wollen wir hfenMch df^e^he Bejfpiel, das Bohnei>
berger in feiner AnUU4 zyr.,§eograpH. Örhsheßimmung
S.502 anfi|J^f|:,yl^e^bxi(Ui>.ipik4be74i&iVech&9figßarten
gegen einander ßeHen« } .*.i " „*i~
E«rev$z;5i*i3«' ISii^* aö' fqdVii=:£; 23':
fodehet di^ Rechnung nachdcir gewöhnlicheii For-
me, /^I»9634^?Caf»CofA ^ ^Iß^.. ^::: isii «.M
V ,Sin (^^S> ,J^ - .. A f.
P=^t*3ä' LoRCof = 9»79383i7
^v=^x«^^ 4*^C^| = 9*99^77 i. . i. • ..IT
$ — B = 40 ' 12C. LogSin = 0,i90X3M
.,* ,raijda^Coüft = 0,4930199 '• '7
» • . ^ -•-■ " o;aÄ4a[i5=i;**5HtJhcn.VcTiftk'lfirÄ1te'
Da8<^hadrät von n Sft !=: 28*9^ daher Hdheh«yer?
inäetÄn^.=*ön 5' 23*' Voi»- oäet mäihÜtig'^^
Mittagshöhe i , * 855 X 28,96 ZT si^ l^f^^^^^^^^i^i
Lamhre^s Formel wird die Aechnang auf folgend«
Art geführt :
Tang <J> = 1, 25»J?4?
Tang ^ =: o, 2004248
Log Sin 1^^ = 4» 685;749
4. 7101Ö33
LogSinVerf n = 6. 4406748
Log A »1 = >. 7305*15 = 53. "7*5 diefelbe Hö.
hen* Veränderung wie oben. Diefe Hechnung kann
noch m^hr abgekürzt werden» wenn man eine
allgemeine Tafel berechnet , deren Argument
(Tang 5 rp i'ang (p ) wäre.
Bey Berechnung diefer Höhen - Veränderungen
bleibt öfters eine kleine Ungewifsheit in der Breite,
in der Abweichung oder im Stunden winkel übrig;
diele haben bald einen gröfderui bald einen kleinern
- . Ein«
so Monad. Coprkfp.tg^i. $VUVS. .
EinOai^ Mf die flöhea BiH^aitemii^. Li^ dMdn n
- be&iiiimen » haben wir «ib obiger Gleichttfig'
• a A ^« _ a^B 1 ü 06t' i «. C6f s cof ^ ^
Tn^ — Sin C^=P«0' " •
SuLfin Cot l«t:6(5Cor9 * . ^
Man hat alTo aUgemein.ßlr alle Fälle:
dAh = dn9tnAh Ck>tg. f n.
Man kann demnach diefe \ Fehlet ▼enriodem
wenn man Vor- und Nachmittag eine gle&die Anzahl
yp9i^ BilUtag gleich weit entfernte Hohen nimmt, denn
nach den^ Mittag ändert Cotg | n das Zeicliep«;a|id
folglich ^auch d A h» daher heben lieh daaCi^Fohlei
gana nnä gar aa£
lY. Nach-
'Iv. NadaritfAin mii UngarfL^ 31
■ iffriir i — ib— tu
■':■ IV. ; : ^ \^ •
• •' Nachrichten aus üngarnv • '
Aas einem Schreiben des Prof. Ludw. v. Schedms.
Te/i, den $ Jpril tQos^
• • » .Oer Sextant, der kÜnft1iciie=Hoficont li. C w;
alles lAtk^tig^ liiid ^d^h^kaheo angekdiüiiieii''. • . l
BtiTonj0f:v:'PodrnAni»tkf^'4trtö liereitwllllg nocl
edelmüthig den Betrag für dlef^ InftrameiiteTogleich*
erlegt hat, freut fich'tnltnüaufigemeid darüber» ei*
MtA tö wefcfiitUchen Dieoft fbwol der von Sr. Maj.
dem Kaifer und von nnfeTm Ercherzog Palatin Co
weite begünftigten geographirch-aftronomifchen Un*
temebmuDg« als auch dem Lande und den WUTen«
Cchaften felbfty dadurch geleißet in haben. Bagdad
nieh hat nun gleich init dem Sextauten obferTirt» nitt
fich Geläufigkeit in der Behandlung deffelben tu er*
werben. Qegen das Ende des Monats März folite er -
fchon in FeUrwardein Csyn/ Aber leider 1 ßnd wir
wieder fa unglücklich, dafs er krank wurde, und
noch Immer das Zimmer, und meill auch das Bett«
hüten murs. Von einer Seite iftes mir nun lieb, dafs
Bogdanich auf den Sextanten hier warten mufste»
weil er fonft auf dem Wege erkrankt 1 und ohne ge*
hörige Hülfe fehr übel daran gewefen wäre. Noch
wiiTen wir nicht, wenn es feine Gefundheit erlauben
wird, von hier abzureifen. '
J2 MonaÜ. Correjjfi. ifoh^^VLiy:^.
.JUßU TaMuin'Ohtooomcter» deOen lüi^uuaMbb*)
erwähote, haben wir der Güte des Grafen Szechhryi
za verdanken , welcher ibQ iTelbft in Ep^Iand gekauft
hat. Er ift wirklich voh t>mery^ hält nach den ge«
naueftqn B^pbachtüAgep, ^ (Ue Bo^i^^u^K fchon feit
mehrern Monaten damit angeftellt hat , auch jet^t
nodh Völlköitimen Probö , and ierfiillt alle die Förde-
rungen , die Sie im Decemberßück x^oo Ihrer M, C.
für d^ beßeA Chronometer aufgehellt haben. Der
für die Bef Order Kng der WifTenfchaften in an Ter m,
Vaterli^n^AcfBhr eifrig ^tige Gr^f SzSehinyi \uX die*.
Ten .Chranomeier 9 aufdae fünprort.^es Barop Jlafepk
fodmanit^ky^^ tax die fl^Qaeiii. Reife .aiifree BQg4a^.
jwcÄ ge£äUigft bergeliriien« ' -i
Vpn dem hiefig^n Uhnnachei: nnd.geGokiolifäi
Künfiler Seiffiier « deflen Pendeluhr BogäoHich Bmi
feiner vorigen Kerb fo gut benutzen konnte ^*.1^ lub*
bpn wir diefer Tage w^ieder ein fchönea W#rk ev
halten;' J&s ift «ine Uhr» die nach feiner Srfiadimg
mit eiver.^lectrifcbep i^mpft fa in Vetbiadan^>fei
lß!i^t^i&'^„rdsih um die Muiotet auf welche man dea
W^(^T fteUl» ein Licht angezilndet wird» jedo& Ibgi
cUG» noran auch außerdem zu jeder Zeit nur durdi.ei?
i^en getingen Dtnck an einem Knöpfcb«!» iieh glekki
Licht anzünden kann. . Schon vor zwey lahren.liAt
er diefe Verbindung einer electrifchen Lam^ min.
einer Uhr zu Stande gebracht. Nun ^ber.wnrdei
neuerdinga eine folche b^ ihm ans England befielltp^
und der Künfiler hat diefe zweyte zu einer folcheor
YoU.
♦) M.ClmjL 8.309. V. z.
* »3 A.G.E. ma. s. HO. p. z.
IV. Nachrichtfn ßus Ungarn. . . 33.
Vollkomnienbeit febracht/ daü fie gewib ihm itiid
feinem Vaterlande £lhre machen wird. Alle ßefiandr
theile des ganzen Werkes, bis auf die^Suhlfedern^
und Inländifch. Das Käftchen , worin das Uhrwerk
fiehet, ift von ichönem Ungarifchen TkeifrhohXVi^
Tuzafa) welches das Mahagoniholz an Keinbeii da;
Farbe « Dichtigkeit und Politur bey weiten übet*,
trifft*). I
Das für die Geographie von ITiigarn gewifs wich«
tige Werk dea Prof. Vülyi^ wovon ich fchon in ei^
nem nieioer Briefe **)£r wähnung gemacht habe» ift
nun erfchienen. Es i& in Ungarifcher Sprache gdt
fchrieben , and führt den Titel : Magyar Orszdgnak
U4rdfa. f ) Dr ey- Bände mit einer Karte von Ungarri« <
Der VerCL ift ProftHor der Ungarifchen Sprache und
Litteratnr afn d^r hiefigen k. Univerfität, und vof4
züglich dadurch «or Ausarbeitung diefes Werks .b^t
wogen worden» wie erfelbft in der Vorrede geQehti
W^ in einem Journale« welches unter dem Titel
OrpheUi
. ^ Ift eine mir» imd alleu NaturforCchern und BoUniktriii,
die ich hierum befragt , wenigfient unter diefer Benennung
gans unbekannte Holzart. Sollte ei etw«fo(&let Flu fabou
. leyn» fo wiö man s. B. fchwarseü Eichebholt in der £ib#
findet und ausgrabt ? Merkwürdig und- von Bebng fÜSl
Knnft und Handlang könnte diiea Hols ällerdinKt %ia#
• wenn es die oben gerühmten 'vorsflglichen Etgeafoluftta
befint; loh htba o^einen Verehrnng^würdigen CorceSf:
' pondedten nm eine nähere BeCcbreibnng« «uoh anf.fu^
Stück diefes Hobes bereits gebeten* v. Z«
**)^. G. £. niB.S. 109. v.Z. . ^^
f } Das ift : Berchreibung des Königreiche Üngarttt v, Z.
Mok. Cort. IV. B. tdou C
36 MonaU. Correfp. igot. ^VLIVS.
Einen andern Beytrag zur Berichtigung der alten
'^ographie werden wir bald von Conftantinopel ads
erti^lteh. v. Hammer^ ein junger Mann von vielen
Talenten und KenntnilTen , der in der k. k, Academie
, cfer 'orien\äl. Sprachen in Wien erzogen , nun in Con*
&,ntinopel bey unterer GefandTchaft angefiellt ift,
ibält lieh feit einiger Zeit, wegen beßimmter AuftrS-
ge, in Smyriia bey utaferm dafigeu Conful auF/vok
woher er Gelegenheit hat^ Excttrlionen nach denOia-
genden von Troja zu machen , wo er die Ebeäe von '
Troja nach den Angaben Homer's und Strabo's aüE*
zufuchen » und die Refultate feiner Unternehmungeu
mit Lechevalier^B f Akerhlad^B^ Hmvkins^sn.su Behanp*
'langen zu vergleichen , fich beidühen wird. Wenn
ich nach dem Cbaracter und den Kenntniflen des jun-
gen Mannes » delTen Bekannttchaft ich zu machen Ge-
legenheit hatte, im voraus urthellen darf , fo glaube
ich 9 dafs feitie Bemühungen auch für den Recenfen-
ten in den Götting. gel. Akz.^ der bey Gelegenheit
der Anieige von der iL^Tzz'fchen Über (etz. der Leekc"
valier*tchen Schrift denWunfch ätr&erte» diefe Unter«
futhungen über die Ebene von Troja fchon gefchlof-
Fäo zu feheti, doch noch einiges Interefle haben wer-
den.
Der RiftmeißAr t?. Lipszky macht mit feiner Kar-
ika von Ungarn immer grbfsere Förtfchritte , da der
feweckmäfsi^e Gebfauch^der vielen Hülfsmittel, die
uns zu Gebote flehen» ihn immer auf zu verläfiigere
Kefultate führt:;. Aber der Schwierigkeitjßn , die da-
bey zu überwinden li^d, gibt es noch eine'grofse Men-
ge. Eine neue zeigte lieh auch wieder bey der Be-
richtigung der nördi. Gränzen Ungarns, und Anein«
an-
IV. Nachrichten aus ffngn^rß. S7
anderFugang mit den in der Li&sgemig* [AenKnrte von
GalUzien aog^gebenen Gräozen Pohlens.
An einer allgeineinen Geographie in Ungarirchet
Sprache » ungefähr nach dem mittlern Ljefarbiich von
Fahrig wird jetzt hier gearbeitet» Es iß diefes ei|i
v^ahrea Bedürfnifs für unfere £*^ation , da wir bisher
nur eiD fehr feichtes Werk aufzav^eireii hatten , das
noch dazu nicht mehr zu bekommen iß. Die Bach*
händler WemgQnd et Comp, haben fich znm Verlag
^eüelben entfchloITen » und mich erfucht, die Revi-
fion diefer Arbeit zu übernehmen. Ich werde alle
HülFsmittel benutzen , um den neueßen Zußand aller
Keiche darin gehörig anzugeben. . • •
f .
C 3 :':.>[*::■ V^ J<^'
38 JSoMatL Correjf. tgeu $VUVS.
\
>- J ■ ' - . — — —— — — ■i^'^— ^
Johann Carl Burekhardtj
JLßronom, Doctorder Weltweishcit, *) Adjnnct bey
der Commiffion der Meercs-Läuge in Paria ♦ Mitglied
der Ruffifch - KaifeTl. Academie der Wiflenfchafteb
in St. Petersburg 9 der K. GroGsbritannirdien
in Göttingen , der Churfurfilich*
Maynz. in Erfurt.
In der Seele des jungen Thucydides entwickelte (ich der
Keim und der Beruf zum künftigen Gefchichtlchrci-
ber , als er' in einer feierlichen Verlammlung der geift-
reichClcn Nation des Alterthuma , in den Olympifcheu
Spielen , Zeuge des Beyfalls war , den Herodot bey Vor»
lefung eines Stücks feiner Gefchichte einerndtete.
Als der berühmte Patriarch aller Artrouomen
La Lande , in feinem 1 5 Jahre , einer ö£Fentlichen
und glänzenden Sitzung der Parifer Academie der
WifTenfchaften zum erßenmahl beywohnte, und eine
Preis fchrift krönen Iah, erwachte eine folche heifse
Begierde in feiner Seefe , lieh ganz den höhern Wif«
fenfchaften za ergeben , dafs er auf der Stelle den
ernßUchen Entfchlub fafs^te, 'nicht eher zu ruhen,
als bis er es dahin gebracht haben würde» die Anf-
merkCirakeit derfelben Gelehrten auf fich zir ziehen ;
er kannte von diefem Augenblicke an nichts gröfse-
res» nichts wünfchenswertheres 9 als dereinft ein Mit-
glied
*3 Auch Tormahlt, H^rsogl. S^cbren^Goburg-Mflinivgircher
Higationt-Rath.
: V. §f. C BurdtharJU. 39
glied dieCor gelehrten GerelKcbafc zu werden. Er
wollte es ernßlichy'ond nach vier Jahren Caft er mi^
ten anter ihnen.
Calletf der VerfalTer der berühmten Tafeln» die
feinen Namen führen , petit Neveu des grofsen Fhi^
lofophen nnd Mathematikers ReiU "Descartes , war
in feiner Jugend Dichter. Zulällig hörte et in dor
Aeaäimie fran^aife die fchöne Lobrede von Uiamas
auf JDescarles ; diefe wirkte ivie ein electrifcher
Schlag auf ihn. Von diefem Augenblicke an wurde er
Mathematiker.*)
Möchten doch gegenwärtige kurze biographifche
Nachrichten unferes Bnrckhardt ein Gleiches bewir*
ken, da jQe TOrzüglich fo befchaffen und, dab lie
manches fchlnmmerndeVf und wecken, und manchen
Funken eines verborgenen Talents in einem oder
andern der jüngeren Lefer unferer 2^itfchTift hervor-
locken können.
Man ,hat es« weil es etwas gewöhnliches und all^
tätliches z/Z, ganz in der Ordnung gefunden » dab
wir von Zeit zu Zeit auch in unferer aftronomiCöfai^
geographifehen Zeitfchrift dem Beyfpiel fo vieler an*
dem fblgten « BildniHe berühmter Gelehrten zu ge-
ben , allein man hat es auch , weil es etwas wige»
wohnliches iß^ fopderbar finden wollen » dafs wir
Lebensbefchreibungen noch lebender » und was vie-
len vollends tadelnswürdig fdiien» junger angehen-
der Gelehrten mittheilten » die üch in der gelehrten
Welt erß bekannt machen. Für diejenigen , (ihre
Zahl ift nicht klein) welche ultCern Zweck und den^
Ceift unferes Strebens nicht äbfehen können oder
C 4 wol-
*:^ A.C^E. HIB. S.9X.
40 BHonaO. Carrefju liou §VLIVS.
v^oUen , rnüiTeii wir, bej gegen wärd*er VeranlaflVtog^
#in Wort hierüber zor öffentlidieD Knode kommei^
laffen. UDfere Abficht war e« nie /(and ihre volb—
Icommeofie Nicbterfäilang beweill es am heften, ^B
Lebenabefchreibongen von Gelehrten zu geben. AjVm^
wir zn den Portraiten hinzugefügt haben, welche ii^
linfern beyden Zeitfchrifiten erfchienen find, *^ di^ nac*
dem Namen, nicht dem Geifie und der Tendenz nach^
rerfchieden find , waren nur wenige nnd knrz^
biographifche Nachrichten , mehr Äufzählong dar
Verdienfiediefer Männer um ihre WifTenfchaft. Lehr*
reichea and willenrchaftliches Intereffe erhielten diefe
Biographien dadurch, dafs wir die neueften, meift
»och unbekannten, wichtigen Atbeiten und Preis*
Ichriften diefer jongen Gelehrten auseinander fetz-
ten, dem ausgebildeten Gelehrten zur Kenntciifs, den
" Jüngern zur Belehrong und Aufmunterung brachten,
fich ähnliche Verdienfie, Belohnungen nnd Dank ih*
rar Zeitgenolleu zu erwerben. So haben wir z. B. in
dea k. k. Adjuncten Bürg's **) Biographie feine gan- i
ze, noch zur Stande nicht öffentlich bekannt gemach-
te Preis fchrift fchon vor 13 Monaten bekannt ge*
macht, und unfern aßronomifchen LeFern die fchö-
nen Früchte feiner mühfamen Arbeit dargeboten ,'und
ihnen alle neue Refultatjs und Elemente der Monds-
Theorie in einer ganz brauchbaren Form geliefert.
So wollen wir unfera Lefer gegenwärtig mit der vor-
trefflichen Abhandlaog unferes Burckhardt bekannt
machen,
•) Dan AUgem, geogr, Ephemenden , welcho wir mit dem
IV Bande gefohloflen haben , und der MonatU Correfpon^
denz, welche üch unniittelbac daran anCohlielit«
^*^M.a IB, S,53Q-554.
V. $. Ciawcihardt. 41
loacbeD, welcher er(t kürzlich von dem Parifer Na?
i tiooaMjDßitut, *).dierem böchfteo Tribnoal t da9 die
gelehrte Welt f)är Talente und Gelehrfamkeit ^ fut<
Tiefiion uDd Scharfliqo kennt , der Preis über den
Coinetea von 1770 ö£Fentllchy einltimmig und nn-
getfaellt zuerkannt worden iÜL Schon dierea Jconnte
uns bewegen « Nachrichten vQn jungen Qelehrten ^a
geben« welche fich auf folche Art auszeichnen; allein
wir haben noch einen /zzi^^reTz wichtigen Grund, der
ganz in dem Zweck unfererZeitfchrift ilt, die zurEr«
Weiterung der Afirouomie, und vorzüglich der ^ auf
diefe fich gründenden Geographie im weiteft^n Sinnö
beCkimmt ift» dex) wir aber hier iuit Stillfchweigen
übergehen mülTent da es zu anmafsend für unsXväre;
uns hierüber zu erklären» der aber feine beltimmte
und gehoffte Wirkung nie verfehlen kann , fo lange
uns Wahrheit und ftrenge Gerechtigkeitsliebe leiten
wird. Man erkläre es hieraus , warum wir junge am
gehende, hoffnungsvolle, talentreiche Gelehrte, weU
che fich gezeigt und den Bejfall ganzer Societäten der
berühmtefien Männer , die Europa aufzuweiten hat ,
eiugeerndtet haben , in unferer Zeitfchrift in die Ge*
fellfchaft der ehrwürdigften Veteranen einführen, '
Johann Carl Burkhardt ward in Leipzig den
30 April 1772 geboren. Dfer Stand feiner Intern war
nichts weniger, als fo befchaffen, ihm einen vortheil*
haften Eintritt in die Welt zu bereiten, oderfelbft
ihm zum Studireu eine gewiile Ausficht zu geben.
Sein vor einem Jahre verßorbener Vater war ein nicht
(ehr bemittelter Bürger und Hausbefitzer, der eine
C 5 zabt,
**'^) M.C. HIB. S. 307.
4i Monali. Correjp.' igou §VLIVSJ
zahlreiche FaraiUe hatte, nnd der mehr fein kleines
Gewerbe auf die Seinigen fortzopflanzeD , als dlefe
tfür die Gelehr ikn)ke\t und höhere Auaiichten erziehea
koni^te. Dock erlebte er uoch die Anftellung feines
Sohues in Paris,, uud hatte alfo Gelegenheit, die ci*
gene Erfahrung zu machen , daCsEltem immerhin an«
ladrordentlichen » durch keinen Zwang der Umftän*
de zu unterdrückenden Neigungen and Trieben ih<^
Ter Kinder für nützliche Wiirenfchaftcn freyen Lauf
lallen können, in der gewiHen HofFnung, dafs bejft
aasgezeichneten Tälenten und ihrer wahren Aasbil-
dong es am Ende nie an der Belohn ang fehlen kann.
Unter Burekkardt zeichnete Geh früh durch eine gro*
&e' Liebe zur Lectüre ans, und Bücher waren feino
einzige, feine liebßeBeCchäftigung. Sein Vater, im»
iner noch ongewils , ob er dielen feinen älteften
Sohn zum Stadiren , oder za irgend einem andera
Gewerbe beftimmen follte, fchickteihn auf eine der
beyden Lateinif eben Schalen in Leipzig. Gerade die»
aufweiche feine Wahl fiel, hat die gute Einrichtung,
dafs die JEllementar- Geometrie und die VorkenntniC»
fe von einigen andern Theilen der Mathematik da;
gelehrt werden müHen.
Ein fchöner und wahrer Spruch , den uns das AI-
terthum aufbewahrt hat , IG. der« den Barrow lebt
fchicklich feinen Auegaben des Euclides vorgefetzt
hat ; Die mathematlfcken PJ^iJfenJehaften find das ,
idas einer fVahrheib fuchenden Seele Reinheit gibt.
Dafs das Studium der Mathematik den Verltand fchär-
fe, der Vernunft Geradheit und Gefundheit gebe, i(l
längd anerkannt. Dafs aber diefes Studium auch auf
das Herz von moraliCcher Seite wirke, eine Wahr-
heit«^
V. gP. C. Burciha^dt. . 43
hciiu*« Gerecbitigkeits- uod Ordnungs -Liebe id jun-
ge Herzen einpräge, ift weniger gefagt, aber nicht
weniger wahr befunde.n worden. £d ift eine iichere
Erfahrung 9 weiche jedem aafmerkramen Lehrer auf
öffentlichen Schulanilaiten nicht entgehen kaon , dafs
junge, für mathematirche Willen fchaften vorzüglich
empfängliche Leute in der Regel wohlorganifirteKO|>«
fe find , und fo fehr » wenn fie hierin gehörig geleitet
werden' , und es nur zu irgend einem glücklichen
Fortgang bringen , 'von diefer Würenfchai^c gefeßelt
werden , dafs ße gemeiniglich die fieibigClen , ordent-
lichften und rittfamflen Schüler find. Wir haben ei-
nen gtofeen und angefehenen Lehrer , auf einer Deut* -
fchen hohen Schule , aus einer 40 jährigen Erfah-
rung behaupten hören , dafs er während feines gan-
zen Lehramtes nicht einen einzigen liederlichen Stu«
denten gekannt habe , welcher Mathematik mit irgend
einem ausgezeichneten £rfolge getrieben hätte , da es
doch in andern Fächern gute und vortreffliche Köpfe
genug gegeben, welche lieh von Seiten ihrer guten
Sitten nicht fondcrlich empfohlen hätten.
Möchte'doch diefe Wahrheit Eltern, Vorftehern,
Nutritoren und Curatoren öffentlicher Erziehuugs«»
AnAalten in ihrem ganzen Umfange, in ihrem ganv
xen Werthe einleuchten. Ziimahl bey uns in Deutfeh-
land , wo auf manchen grofsen und kleinen ölFentli-
chen Schulen diefes Studium gänzlich vernachlädiget,
oder was noch fchlimmer ift , fo betrieben wird, .
dafs junge Gemüther nur mit einer unüberwindlichen
Widerwärtigkeit gegen diefe WiHenfchaft erfüllt, und
ihnto eine unvertilgbare Abneigung dagegen beyge«
bracht wird. Zum Theil Cnd nnfcre Vei^falTaugen ,
44 MonatL Correfp. igtu $VLIVS.
und unrere bürgerlichen VerhältojiTe fo berchaffen«
däCs bej unferer fogeDantiteD höhern Erziehung und
Erlernuugder Brod- Wi^eofchaften , Mathematik ge«'
rade den uuwefentlichßen Theil des Unterrichts ans*
macht. Wie anders denkt hierüber einer unfi^Ter
gröfseßen and merkwärdigften Männer diefes Jahrhun-
derts * ) ! Als der Ober - Conful der FranzöGfchea .
Republik erft kürzlich verfchiedene öffentliche Schul«
Anitaltißn in Paris belachte, drang er auf nichts fo
fehr, als auf den mathematifchen und hißorifchen
Unterricht; er examinirte die Zöglinge felbß in bey*
den Wiffenfchaften , und gab ihnen den aogenfchein«
liehen Beweis« wie weit diefe« wenn KenntnüTe und
Verdlenfte gelten« führen können.
Man mifsverßehe uns nicht. Unfere Meinung ift
,nicht« ßafs aus jedem Studierenden ein Mathemati-
ker , ein Newton » ein Muler « ein La Grwige • ein
Im Place werden folL Aber zu was immer für ei-
nem
^') Wir können doch jetit ohne Gefahr einen Mann ron
groffem^Geifte einen grofsen Mann nennen? da wir ea in
unferer glücViicben Lage su jeder Zeit« ja feibft tu. einer
Zeit durften , wo anonyme Briefe um deshdib fefar hart
bedrohten , aber doch nicht fchreckten. Zu einer gevirif-
^ fen Zeit erhielten wir mehrere dergleichen anonyme Brie-
fe« die, man kann leicht denken, in welcher edlen , kalt-
blütigen, vernünftigen , und unpaitheyifchen Sprache
abgefiCit waren! Da wir diefe Huhedörer bis auf die
leute Spur verfolgt und glacklich entdeckt haben, fo
wird die Zeit noch kommen, wo diefe im Finftern fchlei-
chenden Aufwiegler, die ihre Hetsereyen treiben , um lieh
dnrch Furchteinjagen bey Antorität zu erhalten , an den
Pianger gebellt« und ihre Briefe cum Conwientario perpe^ «
fuo bekannt gemacht werden (oUen«
\
V. ^. C. Burclüiardt. 45
nem Berufe ein janger Mann auch beßimmt wird , to.
ift doch vor allen Dingen , und vor aller Gelehrfam-
keit, eine richtige Aoabildnng des Verßandes nöthig«
und gewib ifk keine WiiTenfchaft mehr dazu geeignet,
als die matbematirche. Wir können uns daher nicht
entbr^chen» .eine fchdne, hierher palTende Stelle aiii
La Lande*% Vorrede zu feiner Afironomie ganz hier-
her zQ fetzep.
L* Etüde efl un prSfervatif coiitrele dis ordre des
pajjßojis f et il mejemhle quiljaut fpecialement dißiri'
guer un genre d'etude qui eleve Vejprit\ qid Vappüque
fortement^ et lul donne par confetjuent des armes plujf
ßres contre les dangers doht je parle, 1 . . . Jene con*
nais rien qui rSuiJJe mieux ä cet Sgard qiie Vappllcattoh
aux fcieiices mathematiqües ^ et Jpicialement aVaßro*
nomie» Les merveilles quon y deaouvr.e captivent l^a^
rne , et Voccupent d^une mäniire noble , delicieufe et eoo^
empte de dangers : elles Slevent rimaginatiön 9 ellesper*
' Jectionnent Vefprit , elles rempUjfent etjatisfont le coeur^
elles Sloignent les dSjirs dangereux et frivoles, elles
procurent fans cejfe une nouvelle jouijjance.
Schon Ovidius (Faß. I, 301) Tagt von den erften
Erfindern der Sternkunde :
Non Fenus out Plnum fublunia pectora f regit.
Die Arithmetik zog unfern Burckhardt zuerft an
fichrer fan(] ein grofses Vergnügen iin Rechnen, und
trieb eä^ ohne beßimmten Zweck, blöfs als Bedürf-
nis eines wiflenfchaftlichen' Kopfes; 68' fehlte decA
jungen Menfchen etwas» das fein Geiß fuchte, ihn
aber noch nicht befriedigte; er fand diefe Befriedi-
gung immer mehr und mehr. Je weiter er in der öeo*
^ : ■■ i.. metria
. ^v\
4(5 moncLii: Correfp.iioi. ^VLIVS.
foe^fic fortrückte , und fo wurde äu ihm das im
Ernfte wahrn, was KJiftner einß fcherz weife in das
Stalnmbucli. eines Freundes fcbrieb, wo er eine be«
jLannte Stelle von Haüer'n fo parodirte r
O könnte dich ein Schatten rühren »
^ Die Wollüft, die die Herzen fpühren.
Die fich die Mefekunft ^zugedacht!
BurcJJiardt machte fehr bald beträchtliche Fort-
- fchritte in der Mathematik. Einer feiner Lehrer be-
merkte, eind, dafs gerade nach den matheroatifcbea
Standen die Schüler ihre Schulftube, wie fonft gewöhn-
lich 9 nicht verliefsen. Anfmerkfam darauf genia<^tv
überrafchte er fie, und fand unfern Burckharät^ det
die oben vorgetragenen Lehren feinen Mitschülern
y^icderhoite and deutlicher aus einander fetzte. So
fehr war Mathematik ihm fchon zum Bedürfnifs ge«
worden , dafs er ihren Genuls auch andern gern vor«
fcbaffen wollte.
. Eine Zeitlang befcliäftigte er fleh , während dem
Studium derHumamoren, blofs mit reiner Mathema-
tik; aber bald führte ihn ein Buch» das ihm einer
feiner Lehrer lieh, feiner Beltipimang näher. £3 war
der von Scheibel überfetzte Auszug aus La Landen
Aßronohiid *^. Dies Buch machte ihn nur mn fo be-
gieriger nach dem grö&eren Werke, das er bi^ki dar-
auf, bey der. Verfteigerupg der Bücher £ajmmlaiig;eip
aies reichen Liebhabers dpr A^athematik erhielt,, der
zwar nichts, felbß für die Wifienfchaft that» aber Ihr
dadurch
*3 Ein tbiermafaliger, fchon oft wlederboher Büdweit.
dafs La,Land6*$ Schriftim viele geweckt« u&d die Leh^*
., . bficher anlrer meifleo jeutlebeaden Aftronomeii und«
V. ^. C. BurckhardK 47
JadtirGli nützlich ward« dafs er den fcbonften. Theil
üeiner Bücher an zwey öfTendicbe ßiblioiheken ver-
machte > und Stipendien ausfetztet deren .eines für
einen jungen Menfchen , der lieh der Matheoiatik
widmen will» beßimmt ill. Vnter BurcJJiardt war
felbft einer der erfien 9 die es genollen liaben. Es ift
•ine eigene Erfcheinung, dafs Köpfe, welche fich
üelbft zu den 'Wiirenfchaften empor arbeiten » felbß
diejenigen» welche fern von aller wilTenfchaftlichen
Cnltur fich lo zu lagen ihre Wifrenfchaft erft erfinden
püHSsn • gemeiniglich auf die Agronomie verfallen.
.Wahr ift ea» die majeftätifche Fracht des geßirnten
Ilimmeliy der, in der tiefen Stille der Nacht, wo er
daa oiiizige Schaufpiel der Natur ift, das Oemüth mit
. jb defbm t hehren und ahnungsvollen Staunen ev-
/uUt» trägt natürlich viel dazu bej, die Begierde
vnd den Forfchungsgeift zu wecken , in die Geheim-
rnlle dieüer wunderbaren Ordnung einzudringen , und
die Regelmäfaigkeit dieler unerklärbaren Erfcbeinun«
gen xn erfprfchen. So wie überhaupt faß hej jedem
jungen talentvollen Kopfe Dürft nach Wahrheit, mit
der Vorliebe für Mathematik aus fchliefsend erwacht,
wenn ■ nicht fremde Impulüon diefem Streben eine
andere Richtung gibt; fo findet mau immer, d^fs
Afirpnomie das erfte wilTenfchafiliche Beftreben von
L^atea war, die ihrex Lage nach von aller Cultur
des Geißes entfernt «waren, wie, uoter vielen nur
tia Bej^piel anzuführen» der im Hirtenßande erzor
gene» nachherige kaiferl.' Bibliothekar Dui^al.
In feioer Lage konnte unfer Burckhardt zwar
durch ,5«|lbßbeobachtnngen feinen Hang zur ATtro;
DOBiie nifi^t befriedigen ; denn eiuige Beobachtun-
ben,
48 • MonaÜ. Correfp. igoh §VLIVS.
geD, die er im väterlicheD Hanfe mit einem 5Fdrsi^
gen nicht achromatichfen Fernrohr anftellte, zeigten
Ihm nardie Unzulänglichkeit feiner Werkzeuge and
Mittel. Allein es ging ihm, wie fchon 02;/iai^ (agte:
/dtp mihi jam puero coeleßia facra placehaiit
Jnque Juumßirtimniuja trahebat opus,
CTria.IV, lo.)
Indeffen gewährte ihm das Studium alles deffen,
Was zTut Sternknnde gehört, die fürseßcn Freuden.
Er drang nicht nur in die GeheimniDe des geilirsten
Hiitimels', delTen Anhlick fo viele Beobachter ib*ein
dunkles Staunen ohne Zweck hinreifs't. fondeni er
gründete alle feine KenntnilTe in der Äßroooinie auf
eine tiefe Kenntnifs aller übrigen Theiie der Mathet
matik. Hierbey kam ihm feine ehemahlige Liebhabe^
rey für das Rechnen fehr zu ßatten. Es war nämlidk
nicht blofs das Vergnügen , Zahlen Rechnungen toI«
lendetztE haben, was ihn belohnte, londern dienuil
ihm leichter gewordene Fertigkeit im aßronomifchea
Caicul war der gröfste Gewinn.
Es möchte vielleicht manchem eine nnnütze Ar«
beit fcheitien , dafs er vorhisr fchon das Verhältnib
des DurchmeiTeTS zum Umkreife, aus^ der Forme!, di«
den Bogen durch Potenzisn feiner Tangente gibt, aaf
eine grofse Menge von Decimalßellen , als- nntan biS/
jetzt hätte', zu berechnen unternommen hat; dafs et
einen albonomifchen Kialender für mehrere Monatö
eines Jahres aus den Tafeln berechnete ; eine Menga
Monds - und Sonnenßnßemiire und Stern bedeck nngen
calcülirte. Allein ohne diefe Vorarbciteh M^tinle et
nie did grofse Fertigkeit, die er im afironoinifcheii .
Calcol
. y V. ^. C. Burckhardt. 49
Calcnl befitzt, erlangt haben; er würde nie im Stande
gewefen feyn , die Vielen und muhfamen Cometen»
RechnuDgeo, die er bisher gemacht hat , fo glücklich
md fo leicht «IT vollenden ; fo viele Beobachtangen
tu redttcifen, Hefuliate daraus x für die Theorie zu
ziehen, and der Afbronomie überhaupt fo nützlicli
«n Teyn. Der Heransgeber diefer Blätter hat Telbft
td dem Berliner aftronom. Jahrbache für 179^ S. 174
die Berechnung und BellimmuDg der Länge PPltteit'
hergSt die nnler Burckhardt noch als' Schüler aus äK>
tern Sonnenfinfterniilen und Stembedeckungen ba-
Tfchnet hatte, der Mittheilviag wertfa gefanden , und
%kklich Ht dieGdii noch zur Stande die einzige xaver-
Ifffige'und Mte^ Längenbellimmnng diefer Univer'-
iiKCs^8lä4t)'^MA*^ Verdankt folclhe einem 15 jähri-
gen Gymnafiaßen. Schon hattls er mehrere , zum
4llibU TdiWisre liiironöraifche Rechnungen gemacht ,
8Mi^-iin€«r'fiei* AüdeitdugTOii Ißulet's Werken in den
llbifeered "Cakaleinßudirt, dieEHernung einiger neno^«
1^ Spta|chej|*r Frant örifch''r £nglifch , Spanifch^
Holländifch» Schwedifch, für fich betrieben, als et
Itt l^fühHng a«i JAres 1792^116^ Univerfitftt bezog.
^' ' W«8 ite' bey feinen Arbetten vorzüglich fogluek^*
IMia-nnd fishkelle Fortfchritte machen lieCs/ war die
HrockmSGrfge Ordnung , in der er alle.Theile der
Math^ttätik.,' welche die AflYonomie entweder iiU
Omnd • oder ala Hüifswiffenfichaft braucht « durch«
fiüdirte , nad ' die- Genam^eit » mit welche)* er aTld
Htnptwerke.dM denen erleide RetontnilFe fchöpftc,
darchlas. Selbß feine befchränkte Lagte kam ihm da*
Hn zu ftatten , iridem er Och ans mehrern koßbarea
Haoptbücbern i w^lthe ev ' üch 'nicht anfichafiFen konn-
Wwi. Cbrr. IV- B. m8ox, D le ^
§o • WonaO. CorreSp. igm. gV-LIVS.
te, Corgföltige AiMzüge machte, wpdoTch er fich mit
den Gegenßäaden Üine» Nachdenkens noch m^k^x
yertraut machte.
Er wollte fich erft der Rechtsgelebrramkeit wVJU
men; aber im ße^en Kampfe zwifcheu Neigung and
Pflicht 9 zog ihn doch immer leine I^eblingswilTenr
fchaft, die Mathematik an fich. .£be9 dieta nifi^
fchon zu überwiegend gewordene Neigung machte »
daCs er nach mehreren fehr ernfllich angewandten Be-
mühungen, ßchin dieMedicineinzuAudiren, immer
doch lieber spu jener WiiTeprchaft znrückl^^te^ zwar
mitdem Vorfatze, lie, wenn es Ceynmübte, der IJtfr
mis oder, der Hjgiea au&nopfern, jedoch imiiieiiiiiji^
dem fo füfeen Wunfche, es nie zu durCip^ So üjiff
war MathemaUk feinem wirkJameOiGeifierfichon snii|
BedürfniÜB geworden. .'../..-. j^
Kein Wunder dah6r, dalii ihn ein. neuer ^RivÜ
der Mathematik Co fehr anzog, den tr.rrbuijniyWf
binem Erfinder und Lehrer, Vrof, :^ESßß4e9ii4ß^^
Leipzig, ganz eigen za machen üiel^ipi füo.conßibir
natorif che Analytik. . ,< , • .;...I
Er zeigte den Nutzen derfell)^ ^'pkHnr.U^iniii
Gelegenheitefchrift, und wandte diefelbe auf ehr vor-
her noch onaa^elöfttea Problem hej d^n. eoi^^ailiif
liehen Brüchen an. Man weile»- wel,fh<en ^No^fiM
dieCe Brüche nicht blole zu-einer immer, gjröfcvreOjAlVir
Bähernng zum wahren Werthe für einen Brupb-^^
ben, wenn man ihn in einen Kettenbrnch auflöB;;
fondern welchen weit gröfsern Nutzen fie bej Rm
hen mit abwechfelnd pofitiven und negativen Glie*
dern gewähren. Die Art , wie man durch einen
continnirlichen ^ruch immer nähere und ; näherf
Werthe
V. 0. CL BfiurcUiwtU. 51
Werthe findet, ift bekannt : abj^r afach eben ro,' dab
auuB inr aiatn fplga&d'en Welrth alle vorherige habeti
nüffe. DieGD kleine^Schrifc iznferea'.B^^A/kir^ IöGbI
dieTa Sdtwierigkeft-, die felbft ^n Eulor ia-fSbineff
BixüeitongsurAtialyfisdeeDneBdiidien'^) nM&kleichi
nennt, and gibt, eine Methode , jeden beliebigen
Werthr ohne 4Bitft die ▼origen^tu iqchen , tft fin-
den. ■• '•■■ 3'" - ■ *' ' »
-I. ^ Ein groiber Vbttlieil, den er fidh'Cehr früh eigen
genasht hatte» wosn Tielleichc teine'bänsliche Lag^
«ad feine zahlreichen Oefchwißer bejtrugen'i^<>niid -.
dyv ilim die Leidiciglelt verrchaffte, teit weichereit
igiuiär arbeitett^könute, war^ dab^'er fich gewöhnt
hätte; . feinen Oeift gans anf feinen Gegenftaad atf
rickton*; fo dale, äin-oft das lärmendfte Geränfch nni
ihn-ker nicht anai feinen Meditationen bringen konn^
te« Iffan wink '4iee Vielleicht fbrimerheblichy odee
i&r «ina Folge*ainer glädclichen-.'-aber nicht fo wiok»
Itgcni' Konft Halten ^ fich ganz in feinen Studien zA
veijgalFeu. Aber »ift es nicht hoke'i^raft des Geiftes«
die iÄ ftiller' ;ALbgefchiedenheit von allem Ruberen',
Uola auf ihr InnerOee gekehrt ift ? . der GewaU^der
Sfaiia SüliCchveigen^ gebietet ; alle Killfte der Seel6
^ta Üaem Zweck vereiniget, die TcrrhaBdenetf-iinnier
kOkerTpannt, und felbft die tief Teiborgenftengleielir
fun>' zum, Leben weckt, und zu neuen*Wifk»ngea
MporhebcS^ Ift ea nicht diefe Geiftesknifr^> die^^uM
/ägantlick'iii die Tiefen der Wiffeftfehafiien ekir
fffhi^y. "«>. ' .■■ ...;.. .V.. . ••■. -vrvvs-.v* ,'^- • •-;.
' .Daa
'•«D'i--Tfa«il.»-|s>-> -= ■•.■/ ■■ *-' -•*■■**' ■ ' ■■'■ ;•
'■'■i . »a
)^ MonatkrXi^feJf.tSoi. ^§VLIVS.
^^; r.IJaa Sti{lendi«9 <k& Kregenchcnilßegäti^i das nkv
j^l9m' Bur^khufjdä't^t Uorerftütsniig btoer Seh dien
f4l Ttieil gewQtdct» tvar, vefpflidoete ihn« DachisM
«cmoPenuiTö tt>nvdre^<I«hr€iii ein^^flUeittaJltife^ziie
l^tmi^r^uf^ f^iMT KjßuumiSeLtrf'' jvAchan ^ nndiza«
lfl(^f tiiü.^ner Schrift eijae Probe d»f reiben d^cAca«
^ifif^^orzflltgen. j S«ia leidfDftbaftlifhn.Haog, fiob*
in der Agronomie za vervollkommnen , und .fi«h
WJtWglioh jii )d0t:i(shr. fcpabftK0ii fravia dteCBr.Wir-
fcutcWt.hilA^J^^köüxitk, vevmlaTstA h07 ihm 6jb%
ftduplipfaften \V|i0r«h:,.^f inen ZüHritI b(»y.der Seebec»
, gfPcßtetfiwAtt^ ^ii;JirbaUQo. ..:P^£effQi £B/zi0riizir^
VKfi^W mit« 4§ni Herau«ge)>eCijnebraahl in^Leip«
1^:.EQA dei^^p«(gea)eijchneten. niäiluDinatircheQo^^
lei^t^ eipes feiner fieiCfigftan Znii0iMr^e%>föcli^tijlUI#
tfiro^P^fahl. ibp. nach feinen vollMdeten. Sfesidiiea
tfifß' i^ßUB f^briliHcb: nnd inide«>ftBtkften, A^d^ä^
^^n, nicht nur; wegfio feinetrCshoo enyorbentt |^
Kfi laufen fohaf^chen Vorkennti^ile« ,slb]ldern anqii«
|^4iu£'lT^^beflSf> wir., nicht weniger eiooa fehr.ibibf«
JkV^rlh'.fj^tBenv) wegen feiber; Jbnftigeiir: jtrefQii^ft
inoraUCctien^EigeQfobafttfp.: Pcofi iHaäenhirg drjißto
^^.jftchio einem feioer Briefe über'.il»y>::ndtear;a«dflt0
-fdfo.aii«: . A m^<V:X)^ikey,i/l drmfrßrß hufiumimA h^
foimOen r md^ in^ hohefn ßrade-^ef^U^^i: filimutJubHitM^
äßmiimdiUfm^iftsrH'äoch dßs wMß^ 'g^hpm\iiw0^
fnir:fn^ liniffn I^tv^ kpmaUii} Weim 4(»i ein JFM^ij^
der entgegengefetzte der Dreiftigkeit und Seibjtgf^^fif^ \
famkeit.^*
Nach einer fo grofsen , nnd fo vollgültigen Für«
fprache ertheilte der Herausgeber eifiem ^fatyartreflF-
' l: lieh
Utt .«mpfoUeoear juD|;en'^taleiilVoUbb MaBoe fcf^M&dk
äim Erlaabüifs , üch aaf feinet Sternwarte in der
pracdrchen SferajKnilde^h5rig.aoBbildenTa dürCon^i
imfi'Burckhardu Jum im Februar 1796 nach Gothii^':'
*■ (^bie lortfetz^. fol^t imiiächfien St.^
. r . ■ J ■ r , ^ ;
Fortgefetete Nachrichten
Aber den
züirchen Mars -i^d Jupi^r längft vermuttu^ten»
an» w«lir(choiiilich entdadueB
heu eh Haupt plan et eh
unkres SonnooTSjU^ma.
JJen 1 6 May ff ^€|lt ich von meinen hocb^Cchitatoo
Freunde Dr. Ü/^0r<r aus Bre^ien ein Schreiben ^ wo-
.rin dieCer über die anerwartet grobf ZeitunganKch*
richtp dab nufn eipen gerade amerßen Tage die£ea
Jahrhunderta entdeckten , als einen gewöhnlichen
^meteq angekündigten beweglichen Stern» ^^abi9r
Jbier Termifsten ocA^tf/i Hauptplanetcga pnCereaSonnen-
Srltema erls;jupnt h^e, Nachfrage.häU, «nd ßcb^i^
Befriedigung. leiner Wifsbegierde^ einige nAtM'O
Nac^chten über^diefe grofse aftronomifche Begeben»
.heit erbittet. Dr, Olhers*^ Verlangen war ich.fcho|i
zuvorgekommen 9 denn ich wufste felbfi zu gut » wel-
eher Gewinn est für die WüTenfch^ft fey« einem fo
D 3 gelehr-
54 XonaA Conejp. iget. gVLIVS.
gelehrten nbd CciüirfllDiiig^n Aßronomen • wi^ Pil
Vlbets ift, dergleichen Beobachmagen bftld möglilflkft
;Kfikt>iniiien za laileB. Undwirklldl erhielt ich fclNl*
nnterm 30 May eine Antwort von- ihm' » worin er'ntfi
aas den zwej ihm mitgetheilten P/ocdTchen-Beob-
ächtiiDgen vom i and 23 Januar neae Elemente ei*
ner Kreisbahn drefiraPhlneten berechnet and mitge» .
theilt hatte.
*'£8 war leicht 9 fchreibt Olbers, hey einem kiel*
y^nen, Cch der Ekliptik fo nahe, langTtm bewegen-
9,den Stern ohne allen Nebel , aoF einen Planeten za
„rathen. IndeiTen bleibt Piazzi das Verdienft, den .
f,neuen Planeten nicht nur entdeckt , ' Tondern ibh
»»fchon als folchefi' felbft ^ngekündiget tn haben. So
9,hätte alfo Fiazzi nnferer aufTprolTenden Societät
9,die Ehre der £ntde(lkang eines neuen Planeten ge-
y^raabt? Denn gewib wärde doch diefe ihn gefondeo
»,haben , wenn fie erft nach anferem Plan ganz in
,»Thätigkeit gekommen wäre, da ihr nicht leicht ein
Mbe^reglidier Ster« 8 Gtörse hätte entgehen können j*'
Br.^Olbers bisrecbnete aas den beyddn ihm zu»
jefchickten» allein bekannten Beobacht^angeh , unter
-der Vorausretzung'eines 'Rrdfes ,*>'f6Tgende£leimme
einer Bahn, bemerkt aber, wie natutlich, dab fol-
che mit kelder ZttTe^IätBgkeit zu bcfftimihen find, d^
die Beöbachtulbgen nur 22 Tage von (einandef imt- .
'fernt, and nnr in ganzen Minuten' angegeben find.
Auch liegen die Gefichtslinien nicht ▼ortheilhaft. Er
fand indeflen unter dieCen allein 'möglichen Voraus-
fetzungeil und ans bekanntgewordenen Datle, den
' Halb
*3 Tn To femt die Batin alt Kreis 1)etraclitetwir^, ift folofit
i dnrch zwey Beobacbtungsn röllig gegeben.
VI. Veikr dm neuen Hm^ftpUmeUn. 55
HilbmelTer der Bahn •• • . 21,94746^
Ltoge des anfteigiKnottD» 2^21'' 59' 10"
Nctignng dar Baho . . . . 7* 54' 38*
lielioc. Länge dii Jan. iSor 2^ 7* 40' 36*
Iderifchen Uttilattf . . . 1841,24X856= 5,p4096Jah»
tSgUche helioc. Bewegung n* 45, '87
jährliche Be\Fegang . . . 71* 24' si»'^
*<Mit dSefen Elementea» fetzt Dr. OS^ers hin-
mX«» wird mäü den PEineten noch rehwerlich fa
weit im voraus berechnen können, rnn ihn bej fei«
„ner.Wiedererfeheiniing dea Morgens im Angnft auf-
f^fiuden xn können , wenn er fich witkUch nicht voi»
^einera Stern 8 öröflie auch fehon durch den blorsen^
»i Anblick unterfcheidet. Denn wahrfcheinlicfa hal ev
9,eine nicht unbeträchtliche Excentricität. In der
i,Oppofition kann er vielleicht aa Lich^ärke bis zn
Meinem Steril 6 GrröTse anwachfen. Ich zweiflekaum»
»idafe man ihn nicht fehon als beobachtet unter den
uLa Laiide*tchen Sternen antreffen wird. Ich bin
„deswegen fehr begierig auf jede fernere Beobach-
»itang/ die Pz^zrr -etwa bekannt machen möchte.**
Vom i6Ma7 erhielt ich vom Prof. Bode eine Ant«
tFort, worin diefef mir meldet : *^Sehr angenehm
^war mir ans Ihrem Schreiben zu erfehren» daTs Sie
„in Betreff des Ko^rfchen Cometen mit mir glei-
;,dier. Meinung find, und dafs auch Oriani^ und
;,felbft Piazä dafür ftimmen. Wie oft habe ich mir
,,nicht: gewünfcht, auch diefe Entdeckung noch zu
9,erleben .... Ich bin mehrmalen über die bewufate
„harmonifehe ProgrelBon in den Abftänden der Pia-
„neteuk von andern ansgelacht worden Den
nAbftand a»7; angenommen , finde ich den helio-
D 4 ,i^^ul-
56 afofwH. Cart'tfp. i8oi. §fVUVSi r
»»centrircbenLäDgeiirUiiteTrcbiedjiwifchQa dem i hqjkI
9,23 Jan. gaoz gut der Peobachtutig jU9geaieiren>, 4es
9,Planet g6ht zu feiDein Knoteu , den ich im V^ btseS[
„Feine Neigung müCBte über 6*" getien» .und auch hfie^
y^rin finde ich einen Grand, vertan :01t noch nichi
„aufgefunden worden. BeAädget fich in der Folge
„durch mehrere Beobachtungen« die ich von Pia^mi
»»mit Ungeduld erwarte , das Dafeyn diefea neuen
,,Planeten> fo werde ich nicht ermangln, fie Il^a«q^
„Cogleich mitzuteilen. " ^ •' • . , ^
Bis gegen Binde des Mays erhielt ^ch keine ferne:,
ren Nachrichten van^dierem Geftirn; indeiTen hatte ich
auf alle Fälle meinen Parifer Freunden Nachricht da*.
Ton gegeben 9 nnd ihnen unFere Elemente d^r Bahn,
einßweilen mitgetheilt ; und da ich ficher vermuthe^,
te, dafs La Lcatde, welcher von J^iazzi die oifte
I^achricht von dem Cometen .erhalten hafte, 4^6
fortgefetzten Beobacfitungen erhalten , auch ihm^
feine Vermu^hu^ng eines Planeten mi^etheilt haben
"Würde , fo erbat ich mir von La Lande die Beobach«
tungen diefes Planeten , die zu feiner WilTenfchaft
gelangt Teyn würden.
Allein mi( picht geringem Befremden erhielt ich
zn Anfang Jnnius mehrere Briefe aus Paris, von dem
Senatenr Lß Place vom. 29 May, von La Landö und
Burckhardt vom 26 May . von De Lanihre v,> 24 May ,
■von Mechain vom 26 May , von Hetiry vom 2 8 May;
und keiner von allen diefen fechs Aßrouomen« die
uns mehrere wichtige Beobachtungen und neue
Entdeckungen mitgetheilt haben , erwähnen des
neuen Planeten auch nur mit einet Sylb^ ! Der
einzige Miohain erwähnt in feinem . Schreiben des
Piazza
VUkzzVScheu\Ck)meten 9i,:yf^lclBM mit ein :J)t)ßioiOi-.
ter BeweiAwfur» äars^maii sa Ende Ma^'s i&t Paria
TOD dieTem DeoeD venputfietei:! . Planeren . jpocb,
nichts ;\pnbt;^, da wir doch, in DeotCchlaod. dorch
ProfelTot ^odfi fchon im Monat Mär^ davon WiC- -
, hafchaft hatten. Michain rchreil;>t blob ; **4veA
vaus vä la QomSte « qiie Us Jbumeaux onl eamoiici.
mHKT ^i.decouverte a PßL^me en Janvier :dermer?,
ferfonne d^ici ne Va rencmitrie^ Nos JßronomßS lien
ont point troiwi depuis ceüc de Decembre 1799 *)•
Quelifuefois fcn cherche^ mais ^''eßfansfuc0is]\
Den lo.Junius erbalte ich abermahla ^ia Schrei-
ben TomiProf, Bode^ worin diefer die Güte hat; mir
%VL meldeQ' : ** Piazzi'a erftes Schreiben erhielt ich '
nd. 2oMärz.^ und de« nächllen Poßtag darauf: den 23,'
„beantwortete ich e$ ; er hat aber die Antwort nicht
„abgewartet 9 fondern Aellen Sie fich meine Freude;
,,and zugleich meinen Verdrura vor: Ich erhielt eii^
KSGhreU>en von Piazzi, erbrach es yollsr Erwartung,
„und £and über den net|en Stern nur folgendes, wel-
sches ich Ihnen getreulich Quttheile: Je vom ai icrif
„r/t Jßnvier 9 vous annon^ant. une Corrdte , ijßie favais
„decauvert dans le Taureau » et que fai fuivi jufqu*^^
^^j Fgvrierfterns ou je fus atUiqui d^une mtüadie ßf^
t^rieufe^ dont je i{en fuis encore. entikrement Ubre^ Si
fje pourrai m6 ritahlir^ j'en cuLciileraiUs Edemens ^ qi^
„jtf vous enverrai. En aUeitdant j*ai fait part de me^
tfObfervations ^ä Mr. La Jjotide^ Et meldet aUb nur,
D 5 ndAfa
*') Mei^unn wir ei felbft , 4«t dielen ComMen in denk fo
fivengen Winter, Ib wie «neb den im Auguft delTelblMii
Jahr^. aa%efanden hettf, VargU A^Q^E^ IVB. 8.r6g
nad M, C I B. S, 191 und II B. S. iii.
58 MnMt. Comjf. tg9t: ^VLlV£f
9,daCs er den Stern ^ i^ü ei^-'^och einen '' Comitim » tme^
iiiin eiißen Schreiben an '»loh nennt, bir^aäi ti
y^Febr. beobachtet , und dttnti kvanlc geworde» fe^*
Mohne die Beobachtpi^eiy felbft mitsutheileb.^. *. w.
Den i& Jnnius erhalte ich ans Paria folgeodee
Schreibe]^ des Dr. BuFekhardtA ** Ich eile,"1hnen Was
,)ich1)i^ fetzt über den PiasziTchen Cometen'gefan-
„den habe, mitzntheilen , To nn vollkommen et andt
9,noch ift: ich habe jedoch Hoffnung, Ihnen die Fort*
fyfetzting meiner Unterfachuiigen niit nächfter'Poft
„zu fchiieken» La Lande hat Plfozzf s Beobachtangen
,i^m 31 'May* Abends erhalten; ich fing foglelch an»,
„mich mit der Berechnung feiner Bahn zu beTchäf ti-
lgen. , Zw^ Tage fpäter erhielten wir Ihren^ Brief
„mit ihren und OrianVs Unterfachungeiiv welche
;ians in diefem Körper einen Planeten hoffen lief seo.
„Meine Uuterfuchangen hatten mir fchoü gezeigt »
„dafs der berchriebene Bogen nicht beträchtlich war ;
„ich gfonbte-dahet, dals man* Ihnen nothwendig durch
„eine Parabel müITeGnüge thnn können, Dlege*
„ringe g^centrifche und heliocentrifche Bewegutig
jidiefes Gameten hat mir ungemein viele Möhe in
„der Beßimmung feiner Bahn gemacht." Ich hatte zu*
„erft die Betibachtangen vom 14, 21 und 2g Jana)»
„gew&hlt und fand mich durch diefen Umftend genö-
„thigt, die entfernteßen Beobachtungen zu wählen»
i,nämlich die vom i und 21 Januar und li Februar.
„Während diefer 42 Tage hat der Comet feine geb»
„centrifche Länge nur um 3* und feine heliocentri*
^»fchennr nmio"! verändert^ üs ich die durdi mei-
^ne Methode gefundene. Parabel verbeHern wollte
VfVerntitielft'der La Placc'telHin Methode fend* ich.
Vfdftb dSefiedüignogs-GleichniigeiLgar kein Mittel hier-
mXii &bffiui Uefien« Ich verflicht« iLa Plaee*$ Anoäbe*
^TiiBg8-JM[e<hode, allein nitebeo (b wenig Etfolg, w«l«
jp»dieeicbv6ratts hftttefeh^könoen, dadi^nnreriaeid*
f,licheii.BeoblSQhtangsfehler eihen zu grofaen.fiinHafi
«Uinf düe.Uafterrchiede der geocentr. Längen. und Brei*
»ften haben. . ' Ich prüfte nnn 8 Hypothelen vermitr
^tfi&'Zia Pläe€^% Verbeflerungi- Methode , ohne midi
»oedoch 4er Wahrheit etwas mehr zu nähern. Ich
•»bervicfanete dann folgenden Kreis ^ welches den drejr •
' ttBeobachlungen bis aaf zS= z^ Minnte^jOniige thot: .
üHalbitielfer des KreiCee. «...«• 1*74
tJSp9Ghei8ot 2^ 8* 16' 20* '.
MftnfiBBigaider Knoten « • • 2^ 2p'' 15'
»^Neigung der Bahn • . . • . 11^ zi' i.
yyUmlanfszeiif . 4I Jahr.
,,So mannichfaltig auch die bisher angeAellten
»,Verroche waren » fo bew^ifen fie doch nicht» dab
„es. keine mdgliche Parabel für diefe Beöbachtungeii
',^bt. Ich entrchloGi mich, hierzu eine Methode '
>,ai^dwenden 9 weiche mir fchou öfters geglöcktift^
^wenn t "aller amdere Interpolations - Methode»' mich
y,veiliefi(en;> So oft nttmlich die Bedingungsgleichonr ^
„genfa^faefdiaffen find« dafs man fi^ laicht gULiihfillill
»«machen ilkann,' ohne den bejden reilinderUdien
^»»Gröfsen höchft nn war fcheinliche Wertherz« geben;
„tb llegttilge uian fich blob, eine der veränderlichen
„Gi^bebTo lange z« verändern, bis man. eiqe Hjr^*
,»potMte geftthden hat » wo die beyden Fehler gleicji
y^ofs ond entgegen gefetzt find^ wekfaev Fehl^ir
»,dann d^f^iAöglich kieiitße ift , welchen man mit
,»Bey behalt ang 'der aU veränderlich aogenommeni^
«Grö
66 .mmaa:'O^Sp.iig9K.^rLlVSL7
[ ^,Gröf80 4Mrbälteo kano;' : iVUii TeräncUrb niüii dMCe
^«letzte Gfäfse aod belHiraia /tob neueä diiTob<MBrCar
,9€he den Werth der orffed Gröffb« wo b^yUe'FeUer
^igbkh groA aber entgegeiigeletzt find. Die ~iA«0dio»
«yTüiig des abfolaten Werthe« det mdgiich' klcinfien
„FehleiviD beyden Fttllen gibt zu erkeiMeb,"iMlcb«
^iVerMdemDgeo mao unbringea mab,.' damit der
„Werth des kleinften Fehlers nall wird, . Z« Bw b^
»»den Ftazzi'fchen Cometen fetzte ich^en'Lqiar: dee
»»Abßaodee von der Sonne gleich 0,438-; deriUciafi»
y^^bler^war :!:: 8' ; ich fetzte dann d^n Lögai^- 4t^
MAbftandes Ot 378 ; der Ueinße Fehler wa'r.äbr'4'.:- Ich
«»fahe alfo» dafs ich den Abßand noch AMha 'vermin'
„dern mabte; nach 20 Hjpothefen fandidt ftlgende
,fParahel: i . - , »;■:.;• ..
»«Ort des aüffteig. Knotens .2^. 20** 50' "?.:■.
^«Neigung der Bahn ^ . ; 9** 41?. . « f .„ ^
„Ort der Sonnennähe ' i 4^ 8°' ^8' 25'' o
i^kleinßerAbftandv.derO 2,21883 (eitkLQg.:xu$46rt^o
y^t^ogar. der tSgl» Bewegung 9,4409408. i. *
,,2MtdesDarchg.d.d, ONahei8or. 30 Jan. 19 Uhr t'^
yyDiefe Parabel thnt den drey beobachieIeD (Ȋngctp
^,6nüge; es iß aber nicht möglich, die drej^' Bretten
;,daroli.fi6därzaftellen. DieFi^lef io der.Um^e Ji^d
V,ani £4 und 28 Januar — i' 47* nnd -i-.|'8?> '
, Jcfa.glaube verfichem zu könneat däts es fcei^p
-vPanibel gibt , welche dieCon Beobachtaqg^n aäH^r
v^Gnüge thut. Piazzi hat gar nichts gefchriebaftr vber
„die Genauigkeit , mit welcher er dieEsia -C^mete^i
bhat beobachten können« ::■.;;
' ,,Meine Neigung ift Tehr von dat'Ibvlgen «nd
*^onOrianP$ Beßimmuog verfcbiede^iidjjgfi». rührt
„von
,{iwui5dtn;0t^&AlQbt«lU«M394i«r» Wo iMaihii0nii^4^
^jg9i|;liiti;iMJ«AaA> Ddiiii/ wurd fiGk'utigeii , Abrficl}
f^ttvf M sbftMfliaitfireac^blBKi di«^a.i fioiidffybilvcb £eßj|ri|
»»finden läCst^ welches jedoch immjititlt^n^nfHhtjf
^Go^lSttdilo^ -der äi^chkuifiBBiB,B€^giniLim<:tt),Grad
iMiS(^ '^ 'iih .. .■ :.u ^i- Kvivhf II.; fiii'i- ;.;fv(^.•'v ,
^^■^s^jPfpmißt JüB. lum 44ftiMr{proQheno^ jMRiMbea 'di|9
^•i^i^^^^ir^fi folgm4eaiiilMdtu& 1 HlflifefctiiQke.i(Ue
l^vexipl^^Q9^^FoTt^eUlaiig^nleiner lMuiarr«chitngen
y»üVi»r.^if4i|z(!ri;bft.^Akai.fjIcfaLhabe qwidie Mijf
j^^x^o^ii^fidric^iaQ laffeH,*. oiii^ EJUpfibzMuGaches^^
,,obrcii^Y4«r:rdiVcbll»t£e«i0 Böge» BR^^fiag ift, nm
i»einc^|1^4^flO|i«j^|ifiitl^a<faQfflMiL ^oiaUfiuHchjglatir
h^^ « . 4^^fl&i^«Pfrdiefal. Geßicns vgLadaatch; xa.toi^
„Or^jlfo.^|AiEeäLg«Qdte tUic^ien« j^ x^V.io^ii^s' ^t^".
„Neigung der Bahn . ..• » • :«. » w^^id^'i 47 o«
,,Ort des Apheliums . . ^ ..... 2 S . 5.SI . }7
„2äit^^cr^'uVchgang8 dü^^ ^^
UnmiSqj 'A^!^^ v^» . • • • «^ >.^ 1/33 28 •
„ExceutrUltät . : kl.,./. . i. o 9 0364
„Logarith. der halben großen A^fi '. QvV4'I 015581$
•»Sideral UmlaafiBzei^ • • - • • •• 4»i3;lahre.
9,Diere fillipfe ftillt ^i0 Lyogen und Breiten von
„fünf Beobai^ti|(ügen bis auf wenige Sefcüpden dar,:
„man könnt^ leicht eide gröfsere Genauigkeit erhal-
»»ten» allein yfieift yöUig iiberflüCfig, da der durch«
»»laafene Bof^n^ip ^ein ift. „Um. eine Idee^ou den
6i
^Mmaik Cörfefp.mti ^^VLIVSiy
ifAti^AmfUo^tu zttfamtnfcp'.'g^Iiörender' Stücke ' xtt ar*
(ihaltM» Inbe ich ^*i Ort des ^pbeliaiat^«ai 4$ * vexw
^.thigfliti, tDder die \rah»e Auomaliasni f Jn^'gMch
r*45'* 'g4fe^E%i:, 4lana <ift ^ie ExeentricitSt^csoJ^'f 'üiid
j.-dfer liOg. >äleT Axe 0141 544* *~ I>^ - UmkufBiifit 4 » io
l^itee. * Jch habe eiiii^e Verräthe femadirv den Ort
S;d#s iphetiatoa» um 9d*)bia 100^ twvmtsAgem, äh
;',teiii'ofani6 ErFolg. * -;! -^^ li.^^ ..
,^iiC^i£kUpCt iMK: mir fönende BeOimliltliigeii
,,gegebeQ : andi ich wünfche fehr , daCs die FreoMe
^»dtid iXtblMet der Steinkkunde fich mit AftHnehaog
V^6fes''6€ftt'Aid'berdiäfügeii möchten» ob vrit^^bi
i;iB.£aiif-iutibtii veniachläfifigexi werden; 'tim*}k' ta
^eAidikkW' HUleia dar Gegeufiand I& 'ii»4ritttt}g,
,,iim nicht: da i^ereinteD Bemühimgen all^f kftröÄo-
nmeo za verdienen. BelFer wäre es imüier g^wefen;
^ixvenD J^MettfeJe«DeSeobacheati^d frühem "Mftgetfaeih
)4iättt;.:jtehJ.wäcde etf dann leichter «etttded^t»,- und
pyweit, länger beobachtet, haben ; eitte &rVnkheit hat
^^nämüch' oPMJix» genötbiget , 4eine Beobachtungen
9»am X ;. Februar aufzugeben«. • - • : i f * \ ' .
, . . : a ^ . ■ % • ' ' '■>*)•".
Vetter aes von Fiazzi tieu entdeckten Xjefiimio
I80I
mittl. Zeit
oQjun.
rX7 jnl.
13 u
4'
I
'43 •
12 Aug.
> T«ept.
10
16
54.
19
»3 —
s%
0
■ IH- ^ '
3
0
»3 —
8
0-.
»»X-
13
6
3 Oct.
17
41
ts —
ai
0
14 ^
3
0
19 —
7
0
24 —
XI
0
«5f —
3 Novb.
14
18
45
0
2*
0 •
geoc.
Länge
lOl»
45'
'113'
3
IV.
^«
135
28
m.
40 ,
«39
50
. ^i-
5»
144
5
146
9
148
13
150
*a
15a
II
^
3
15:
56
1S9
48
^eopettUBr.,
■ •* ■
3'
•6'N,.
4
6
-4
51
5
4«
?
5», .
3
6
«5
6
a?
6
40:"
6
53
7
8
7
22
7
3T
7
53
8
ä
.J'
Un
V£ lieber den neuen Hatiptplaneten. 63
Um den Liebhabern der StenikuDde das AoFTn*
eben dl^Te« kleinen Gefüms noch mehr za erleid!-
im« Jiabeo /«i^ir towol fiir diejenigen , welche mk
gvieiiien lAftromenten , aaber einem Femrohrep
mEdiea und » als auch fflr tblche, welche «in Fem-
nlirmf em parallactifchesStatiT legen kBnnea, hier
(ioa kleine Aoweirung entworfen. ErAere werden
nf beyfolgeDder , in grübter Eile beym Schlafii de»
BfiftM/entinrorfenen Karte den ganzen Lanf 'diefea
fitfiros vom ■■ 17 Jolios bir iS September -vorgeMich*
aetfindtab ' .Schwerlich. dürfte ein fo kleinier fitera.^
«io deK.vevmiithete Planet £ch seigt, firüher aufge-
hnden larerden; denn den 17 Jaling wird er in nn-
bm nördliclieB Gegenden Den tfchiands gegen ^ Uhr
talgüima^' der Anfang der Sonne folgt um 4.Uhx^.
lol^icli^ird> eüi fo Ideiner* ond unkenntlicher Store,
lenahram Horizont, nnd bey der groben Moqseö-
.nimmtimtig» nicht wohl-^za entdecken teyn^'. ' Vom
,i7]al. bia 12 Aug. wird diefes Geftirn das StecnbiU
^M/iKTebtiea- dnrchlaafen. l**) ■ Bia zum isiAug^iWicd
der FlaoetCchbh leichter zu optdecken (eyn^^ »er wirS
vngefähr eine Stunde vor der Sonne aufgehen, nnd
anderthalb Gtade Qber das iiördUcheii Efelein (7 ^ )
la fteben konupen, fad wird er zwifchenden bej*
den Sternen x ^ und x a ins Parallel Tejn.' Den 25
and 26 Aug. wird er fehr nahe bej dem Stern z ^
torbejkommen. Den 7 Septemb. kommt er ztvifchen
y $ nnd y «fl iu8 Parallel » und wird fchon in das
Stern-
*") UDgifUur denfetbeo Littf hätte der Uranus in den Jabrea
iTgp bis 1793 nur etwas näher dei* £kliptik, und unter»
kdb du Krippe C^ra^fip^') vorbey.
64 .^^Mtmji4'lCähefp^.fSo^. §VLlVS.f
j^VdriibikldelB Löwen 'eir^etretenfoyb; den -^3 Sept.
4u>iDiikt exs2,\ * onteF.)^^.i.nDd'den ^5 Octob; i\ * toi-
:tes f.^l.^oBm fteben.^ Bis dahin wird «dklei-X^eftirn
.waivfobeiiilich läcigft tatdeckt , und Von ii&mM>in«ii
«aEitibaffbi» Werkz«n^cii .beobachtet rWrden feytf ;
-jafidreamu^Qttober g<Bit der SUnet fcfapvinm i^iJUr
inh>-fiolgKck:^ Standen rer Aufgang der^Soiib4;»My
cBöchfiUüt^r J)^Athii 4er. stund :dab^r bey.^eiii«ti(teb()eni
iKe«»iGti»dfl[ Celhr gut ^beobacliitet werden^' jkiUinen.
.MeltfriJ^ieriiber.ia%eiiw wäre liniiöihig,- da da^ifbl*
4pn# iAiigixfi* Heft ttufieiier il£ C; wabrftteSoIkh
-np^mrliöittnaBm ^nd<jäa<:*Mifti,]mtnretn:^?mTd:aneideto
•kU^nea;''' 'l-:i"- s.-.:;:;! ^^i n'3') •; »1 1 ;-»•!. ,riv; 1. .a 1
id J ^üsf^'eüigenlyi.wnilGlMLbejr IhreüVbfnröbren
«piiräAij^Qliijcb^'BewegQdgab babeh ^ faezej^n^r :eor
Jieqüjbmflriil :niid:' EahiteUet en 'Anländimg^Idet. «etteb
-fit^ijctei «folgeode 4)mklincte.g8railn)^Au£fteigfittgeii
imntf Abweicbmigettiiieifccr:»' 2Ke|eni|^^Aiftn»iimieh
Kbdc/fAri^lclire ]nie"Mlttaj|;tirdrnvöhT«i]fc Terte&en und,
ttiiifteqDiiAiefea.^kleiBer^GcijKai febr fcbbrea&lvOT.-£tiäe
KcMr!taihi98a:ifax:Misrifliiin beobacbteii >kdoiien« ■ •/>
• /
CO •/ ■
£••:;■>
.Mittl.Zeit
gerade' AuT-
höAf."Ab-
-. ..; '^**'* ,.
■ .^eigung ,
^^eich^m
■.•...sjr -i
13Ü, 4'
K>3' 6' 40"
z6° aa' lo"
•:i !iia.v.
«IS. 3«. '501
A»"^3« <iS
^ la Aug.
»0 54
127 5Ö 5
139^ 44^-40
23 54 >o
. L ;r Sepf.
I^ KP.
*c J»^f5'
12 *-*•
22 0
m » ^0
21 8 10
/; :^8:.>*
3'i..'0 .
*44 «7- ö
146 29 2Ü
a^ 37. ^
so 6 as
«3 —
8 0
, . ,'«« . •*- .
-. «34 0 , .
T4d HP '0
;fl.:d5r..o
3 Octobr.
17 41;
150 47 0
19 4 40
»8 , 33 i> ..
.r iXjlJ .-.,
«2 .: j 0 .
i$% 5» 59
14 —
3 0'
154 55 30 18 4- 40 "
iS'i 56 20 17 34 so
ra 19 —
7 0
04 ^
11 0
«58 55 0 17 5 10
löo 51 30 16 37 0
«9 ,— .
14 4d
3 Novbr.
^« ■,.»■
id2 45 40 16 90
\.;lf. - .
164 3» :5<>
'^ .1f-5-
• A- *■' >-^-
' DaU tnui'eiBdiii nefaetjiMuiiieir'anch lüeh^ei^
neue NaiD«n beilegen würde ^^ wav'zo erwarten. Im ^
Leipziger Atkgtm. Literäf. Ailz^^ Nr. 72' rchlä^
ein ÜDgeoannterdeo Namen* f'i/IXt^vcnr. Etgialeib^
eiTdürf t^ nichC dnfohicklich feyn^» - dem^ Ootte- ^ ^ef
die Waffen dee Achilles rcteÖDiedete/ ttehen denk
Kn^sgottev''deid Gemahl der V^müI "neben ilärem
Liebhabelr« einen Platt flfh^'Hii^iftM aiizhweire^
:Aach könnte FiiÜam fich nicht berehvreren, daTstnan '
4hin Co Tpät' diere Ehre erwieCin;* vtää einen fo uof-
^einbaren Pianieten nadi Teinem Namen genannt hai
he-9 da er Telbft» wegen eines" -iäeAieh Fehlers am
fWbe« eben aiehi fchnellfäliiig, tiodH'lbnft vönglän»
zender Geßalt ift. Auch gehöre f^iitkanilßSohüidA
liipiter znT*Faknilie> ^nd hab6 alftl anch in diefer
Hinficht ein^' wahlgegründetetf^Atirpnrch auf dil
Hinr zogedädkte EhireiT -i^;.?'?::: n ; ^>
-'-^ Dedfo^ uttd' Pi-ef. JÜiniarü^ ibHftinbur^'lft ■ der
Meiunng, er mülTe Cupida hel^fh;^ "Weil tS dtic^
einmahl fo.^ijagefailirt. wäre, /dievl^Jfiiijgfei^ \P^9if, den
Gottheiten dest,J^}tei^iims za beMP(ie<i4 Xo;wäre ja
ein ToUgültiger Grund zu diefem J^j^mea« depn er
wäre (von'def'y&us abwärts 'gerechnet;^ dem Mars»
einem Liel>jliabe'r ^eir Venua^t' der nac^'fte« Andere
glauben , däk'iicEi'^|[er N^me JCupido'iLi\€b> defsvifesen
gut rchTckte*^ ''wäl er den Öegri^ iex filindheitj nut
ficb führe. Der neue Planet erfcheint nämllcli' nqr
wie eiki Stdiäi :>dtr. achten GV^Usey 4bd kann Vdn na*
türlichen Mefarclieäatigen n iiAt "^ eerefaibn wetden.
Doch hierübÄi^ iWVd'woi; we^^^ PlätiiJ^ he*
fiätigen folUe, die Mehrheit der Stimmen, vielleicht
auch nur HärZnftM entrcbeiden;' ' *£s ift auch tndg-
Mott. Corr. IV. B. ^801. E ■" ''Üch,
66 . UMfitL.Q^iJp. iSou SfVLfVS^
J(i/ch» dab;, for mi^'bVlB üramu^ eine «Ugemeisie
Vereinigung -and^IimyeifländaUiB nie sit Stande koa-
^e^ In, Italien f¥ir4 fn .etwa den ..Naaien Ferdituai-
' äffm-^idiASt ia ^i:^^reicl^ taFUuUte Piaz^,^ ujbl ü^cv
l^ep Eqjopa u^gend einen m jthologifchen Namen b^
y^py^iien, b.iB Zei^, :YerbältnUb |ind.<Jmßände voll-
'^ommeti totfchciUlenr werden. Zum Glück thot dar
lifamp luchts sufiSadie» wenn uns niur di^e wichtige
^roberiinglm Weltall bleibt » welche», wie einer nfi»
Cßrer würdigftea- upd geißreichflen Gelehrten ficb
ai^dTÜckt*)^, x^i^^.-wte die Eroberungen ^erPcUtik
auf dem kleine^ Jg^rdpUmeten, Blut und Thränen^
Ipndern nur i^^rqUicben Fleib., Beobachtungsgeift
und Scharfj^n koften. ■ , _, .. £ .;
., V Man hajt rcbon 4n dep ältefteo Zeiten, um. die
Ordnong der^Flfgeteq nach ihren Sntfer^nngeo. ypf
der Sonne zu bezeichnen, fie iftLaieluircheGedä^hfr
^ifiBT^fegebr^chtf fo hat man x»M% den «üten bekann«
^ten, zwar fqhlerbaf^en Vers : .. ^^
• "■ ' Satmmi atqu& Jbms fiäus^ Mart, Sol, Venus atma, ' ''*
* jMhrcMfmSf dkuäU uUimm Ijmm efcdraiNb-
Als JBerJchel den neuen Planeten ' über Satarn
'entdeckte, vfoUttPoirifinet Z)^jn^^\hfi nach der Gp-
inahlinn des Saturn CybelU gm9Lnut\viiS[en9 und er
pracbte die Ördi^iing 'der £eben F|ifineten in folgeiid^
VerKi/- ■ ' ■ ' '■■'.'
. Amblt Sclem Htrnwt,' Feruu UrM.fiüoo! JitrA^Diait«.
Mars feqmtwr. PergU Rex Juf^iisr» . Hmnc Saturims»
; Onrnes hos Orbes ampUctitur aifnm Ct^lU»-
Einer
- * 3 Nattonal • Zeitung «(w Tantfcftm ,< 35 S<Ad(. - 1 8 Ja»
vi, üiber den neuen Ebiugtftanttmu ^y^
EiperiMiDer Freaode drüc^ dip Or|^iiiui|f der
liiminehrigei;! acki; Qaaptplancte^ixi fol^p^^^ ^fcj^t
IfiTiglüclilij^eD Vexfen aas ,.. welcbe gegpo die,0Qwäluif
^leit d«T ^ewöbplicben MemorUl-V^rre dQcl|,.qi||f|p
GedaDkejQ eiprchlierfien. • r .
-. i^#rfiiiriA« pruni»; y^mu s altera; T^rrq i^nif^i \
' Maf'i p^thapi giuntam fßde.m ßbi vindicat Hera^, *. .^;^
Juppjteir hfuic ultra eß* Sö^iUtr Saturnus) attUim
Uranus egreditur, non aufan dicers fwnmus^
Oder :
Msreurius Solem comitatur proximus, Hhim
Infequitur Venus » hanc: Tel'fufi J^nna comitante:
Mars poflhac, Martern prohibet Jovis ejfe feqnacem
" Hera latens frufira, et melioribus ohvia vitrit.
SatiiPM^um extrema .Proavi ßajtiprw locahanf^ , ,
Nos i4itw^f. Suprenuun coßlt nunc Uranus ^(M|M| ^ .
''UfurpaS t ppenas auß fintaffe daturtte* > .v- ^~ ^
:V .11
yy-z, .,.:.\in;yy: .. , :
^. ,. ........ «-r.'^. II ({0.7
"'''Tön La iö?r^«,iii..Parii ; '^/^.'^
: ''sii^'^ bixio m i f <?Ti e li; P r e !;«•'.;; -^
a liMiZfrbat^ifieoPTeU Tofa -hondart Laabibalen
fer den AfliPMfVP fii ^?CÄ^wi««ii«^T^^^
%r Steroknnde ansgeretzt , wcMtev^biitfiaidtfJdcSoc
einen Cometen entdeckt hf(ben würde« der mit freyem
Auge m|(bt zu.fehen ift» aber.ron. einem der Aßro«
z(^ig^\ ' utiS Von ^i^efm derMben beobachtet mid bo^
iföigiS'rVOtden ift. '-"'Affronomlfche BeöbdchtäDged
weihäeil''BicKt vWättgt; -Miir Anzeige 'des Ojts am
Himmel» wo der Comet befindlich ift.' Ein'gemisiDel
Fdtttröfarv *oder ein GotoeteDfucher iß zu diefer Eut-
decku&g hinläiiglich. Diefer Preis ift in Pftris bej
iOa^gTzS Kotarius 9 ' ruä.äe Ta Harpe Nro. 237 üiederge-
legt, und da zu erheben."
INH ALT.
.-.%• T. : '.:.^^T- ..■.,:, ..- . S6U0
h Uabet iio ÜeheiblqbTel Jw' Stadt EleithiasIhThehM,
nnd'WÄ deh ''^aftäti'd- deif Ackerbaoe» und einMr
andern Kflnfte dtr. Mafien NothwAndttkait b«Y-ae|i
alten Aegyptiern ; geleren im Aegypt. National- Tnftit«
> dl 91 Frim. an ^iM^i^Al99} "^^NBLSußsi&t.^X.^^
d. ^KLieter. des sTh. der Decade Egypcj 3
H« Geograph* OTiubeftimmaogf^ des Stiftet Hohenfurt
und MOhlhaufen, oder.d£/adL Grense aad Gegend
Böhmens , von Jloys David, . 15
m. Aussog aas einem AArdnom« Tägebnche, geführt auf
einer KeiCe ns^ Celle,, Bremen und Likenthal im
Sefftc Igte. Xfieföhhils^* - - • a . :. • v ^z
ly« Nschrichten aus Ungarn. Aus einem Schreib, des Prof.
Ludw, V. Sckedius, Iria ff "5 April igoi ,31
y. J. aSßitctJufrdti Aaronom« D.^. Weltvf. A4juBCt bey
der'tommili: de^M^^Ü^ge in'PaVii] Mt^i: der
Ruit KaiL Acad.^.WiiLan.St. Petersburg u.£w. 3t
VI. ^i^teefeute Nachrichten über einen zw. Mars und -r
o-r- liipttei^.Ikngft^reciimtfaptei«^' AiibtwaiifroiMM entw -.
.,«,:, df^flkten Muei}, ßßiuj^lan§ten pnferes Sonnen-Ss ^ms, Sl
yn. Uebdr iüiettr ^if'iäi^XÄiid^f ifi 'PÜUr'tttigMsttteil ' ^
1 .-'AftllÖiDiÜfidheB^'IMi-^ . •: -y;.-;. ;' --. ". '.&i
•-» ,.» ...1* ^..ii // .I»/(j:.*j .; /• ■ ■ ♦•♦ cj*»» 'i.V *
Bciy diefenä Hefte befindet Ji^h'^as Pöiftrijt ifon'/öAAim Gni
MONATLICHE
€ O R R E S P O N D E N Z
ZDR BEFÖRDERUNG
DEK
ERD-UHD HIMMELS. KÜNDE.
AVGirsT, 180T.
VIII.
über die
Überbleibfei der Stadt EUithias
ia T he ba is.
(BctcUaCi sa S. Z4O
I'JJm Sinbriagca dar Erndte geTchah durch Men»
IjEhen mid mcfat aof Laßthiereo oder W'ageo. Man
lÜratiete die Aehrcn in grobe Körbe mit zwej Hen-
a Rande 9 durch welche man einen langen He«
lU Aeckte ; xwej Mäqner legten die Enden diefes
|Bebeb anf ihre Schultern und trugen den Korb an
r OiCf wo dae Drefcfaen vor fich ging» Hatte man
F der Tenne eine hinreichende Menge. Aehren» (p
iiGbrr.iv.B.j8oj; F liefe
7^ MonaiU Qui^iff. tSot. ^JVGVST.
dt$ t^ztomts ntod foi^clert fidi voiti Stetigel ofane'^dU^
fcnzubefchädigeü.*) *; r?- ■ .- ,":
Die BefchädigüDgen « welche die Getnälde der
WeiDlere durch die Läoge der Zeit evduldqt haben^
-haben diefen Gegenßand etwas verwirrt gemacht^'
• man kalnni jedoch unmöglich ihn verkennen. . • « 4
Man kann; muthmarsen, dab die Aegypiier die Weiop
trauben nicht gähren liefsen, ehe man den Wein aa^
jvezögen hatte» and daCs ihr Ver&hren demjenigen
ähnlich war , Wtelches wir bi^ Verfertigung der wei-
fsen Weipe befolgen. Man trägt die angefüllten Kör-
be gegen einen platten Trog, in welchen mau die
gefammelten Weintranten fchüttet : fechs Menfchen
fliehen aufrecht in dem Troge, und halten* (ich mit
den Händen an Seilen, welcfae^an einen horixoma-
len Querftock geknüpft find, den zwej gabelförmig
hch endigende Balken tragen. Diefe Männer bewe-
gen ihre Füfse fehr häufig und fehr lebhaft, und drO»
cken fo den Saft det Weintrauben aus***) {
iZwölf Krüge, in zwey Gruppen von 6 geordnet^
flehen aiif einer entferntem Ebene; ein Mann giebt
FlüFfiges in eine derfelben; diefs ift-^wahrfcheialidi
der Wein, welchen man gemaicht hat.
Einige Reifende haben von einer , den Aegyj^iem
eigenen Art zu tragen gefprochen und felbft^ eine
Zeichnung davon gegeben , welche wiy täglich von
den
* ) Diefes Yetfahren ift in Frankreich bekannt and in Aas>
Übung. » . ,
**^ 7tVi Chiras drfickt man noch heut su Tag« den Saft d«
VS^eintrauben darch' ein ihnliches Verfahren aoa. Q^'^
Foyetge-Je Ftffi jKwGhardin, SbÄ.^ S. X45 Edit^^in 4»
AmR^rä. 1711.)
. VIIL . Ober- Aügtjpt^; * 73
dfaü Weibern des gemeineir Volle:« autüben bhea«
Bidfe Weiber. halteD* den Vor^rm in eiBer renkrech^
ten nicbtnog, die Hand fo nahe bey der Schulter alt
ndglich , und tragen Gefäfse voll WaOer im Gleich*
gewicht auf der Fläche der Hand; xwej in den Orot*
Im ~ Tbn EUitkiaSy gemaltQ Beyfpiele ^i^fer Art dei
Trdgens beweifent^sdafs fie bey den Aegyptiem feit
den frühfeßen iZeiten in Gebrauch war. • . •
i. .. Die Aegypbifchcn Fifcher bedienten fich grofser
den nnfrigen ähnlicher t^etze« Es fcheint, dafs alle
gefiingene Fifcihe nicht fogleich verzehrt wtu^den» und
dafSi man ihnen eine fchickliche Bereitung gab» um
fie M erhalten. • Man fieht in der That im Gemälde
des Filchzuges einen fitzenden Mann , welchem man
die Fifche bringt; er nimmt fie. einen nach dem an-
dern ab, befeßigt fie gegen ein geneigteaBret, fchnei«
det ihnen den-Baudi mit einem Xcharfen Werkzeug
VOif upd nimmt die Eingeweide aus; die Fifche, wel-
äi0 {0 vorbereitet find , find auf einer entfernteren
£bene ausgebreitet »' entweder um eingefalzen, oder
lim an der Sonne getrocknet zu werden.
Der Bau und das Spiel der Schlingen , deren
$cfa die A^gyptier zum Vogelfang bedienten » find
picht fehr deutlich angezeigt ; man efkennt jedoch
fiine Jagd init Ketzen , wie man fie poch heut zu Ta-
ge in einigen Gegenden Frankreichs gegen die wil«
den Enten braucht, ^s find in der That Vögel, wel.
die die Fiüire befuchen ; das Netz {piege) iß im
Waffer ausgeßeckt; die Jäger verbergen fich hinter
Büfchel von WaHerpflanzen , welche durch Lotus
Torgeftellt werden, um nicht ihre Beute zu verfcheu-
chen. Nachdem mau die Vögel in einen gewilTen
• F 3 Vi^XKOi
74 Monatl. Covrejf. iSou AVßTST.
Ranno^gelotkt hat, läfst man zwey Netze inV^pbS»
lexki welche man vorher in der Nlhe^'an^eftellt^iift
tt. "Die Bewegung diefer bej^den Netze iftderBiewei
§UDg xwoyer Fenfterladen ( volets ) ähnlich , weidw
iBauL plötzlich und 2n- gleicher Zelt zufchHerst; iiiaa
bringt diefe ßewegsng hervor,, iudem man mitljBb^
^fc&Ftigkeit ein zu diefem Zweck angeorddetes :;.Seil
zieht. Diefer letzte Theil der Handlung ift tehr gdt
in den Gemälden von EUithlas ausgedrückt«'.. Ein
Mann, welcher wie feine Gefäfa^rten im Lotus' v«r>
Jborgen, aber näher bey den Netzen ift, um dasw«!
Vorgebt heiler fehen zu können» gibt mit der Hand
daa Zeichen , das Seil zu ziehen ; die andern g^oü
eben ihm fchuell: ihre belebten. Stellnngea ze^eiL^
-^afa üe eine fchnelle und plötzliche Bewegung »tcM^«
richtet haben. Das Netz ift mit wilden Gänfen ön^
igefuHt; einige, Vielehe der Schlinge entgangen.find^
-fliegen davon.
' > Nachdem man den Gänfen die Federn ansgchrnpfit
hat, überliefert man lie einem fitzenden Mann» wet»
eher vor ßch ein geneigtes Bret hat^ auf welches m •
(fie legt, um ihnen den Bauch zu öffnen and die Ein*
.^eweide auszunehipen ; dann kommen fie in die Hänuk»
de eitles andern Mannes , welcher fie zerfchneidet ,
^nnd die Viörtheile iü Töpfe legt, wo man ^t wahr»-
fcheinlich durch Salz oder eine andere Snbfiänx ge>>
gen Fäulnifs fchützte.
In dem Innern des Kaufladens gibt es wenig merl>
^vürdiges; er enthält blofs einige Gefä&e. Man ve»»
kaufte die Thiere lebendig und nach dem Gewicht; :
man fieht eins in der Schale einer Wage, weldia'dar i
Wägende durch Gewichte in der andern Schal« ins |^
Glcidi'
VIII. Obar'A$gifp^Bn.\,, .':. 75
Gleichgewicht zu Jiriugea facht; dlf fer Wfliger ill in
üne^n; S.teilujQg piedergekaiiert, .welche die Aegypticg
noch beat jtn Tage bey demCslben Gefchaft nehmen^
I)leTing/tQxmigfi,^QX^9. welche inan im ganzen neiif
cTJtt ,4egypten den Gewichten gibt , mnb fehr alt fejm ;
denn, wir, haben ße bey den- Gewichten gefanden;
welche der. Wäger häJl^ ,... und bey den Gewichten,
welche fich in fünf Wagfcbalen diefea Ladens fin*
den." -..._'
Die Nachen der alten AegyptUr hatten in ihrer
MiUe eine Stube, derjenigen ähnlich, welche man
in dep Djermes fipd^t, welche Fahrzeuge man be|^
der jetzigen SchüFfahrt des Nils braucht,
,-. Die Bauart des Steaerruders ift aber der jetzigen
nicht ähnlich: fein Haoptflück war ein Ruder, we]r
ches iich in eine breite PIoGsfeder endigte, welche in
einiger Entfernang . hipterm Fahrzeug ins Walter
tauchte. Das ganze Huder ruhte auf einer Art von
Gabel am Hintertheil des Schiffes nnd auf einom ßSXr
dem Ruhepanct, wo es mit Stricken befeftigt war,
To dab es nur um feine Axp fich drehen konnte : maa
brachte diefe Umdrehungsbewegung durch eine Stan-
ge hervor, welche. fehr feil mit dem Rudet verbun-
den war, fo dafs der Steuermann durch fchicklichee
Drehen der FloCsfeder jede Wirkung erhalten konn-
te, welche er z«r Abänderung oder Erhaltung der
Richtung des Schiffes wünfchte«. Die Stange hatte
eine faß fenkrechte Richtung; ihr Ende war zur Er-
leichterang der Bewegungen mit einem Rade verfe*
hen, welches aaf dem Dach der Stube rollte; diefs
Dach war die Stelle des Steuermanns, und man lieht
ihn mit der Ausuhuni; feines Amts befchäftigt,
r-4 Die
j6 MonaiL Cwrefp. igof: AVdVST.
Die S^g^el'^er alten Jtegjptunr Waren Tiereckig;
nnä wie die imfirigen an horizontalen SegeTftan^en
ffofg^hähgen. Uih die Segel lu iiefelH'gen» btadita
tifjna' fotcbe Löcher xn ihnen'an» welche man Schnür^
löcher (^oeillcts) nennt; ein Seil ging von ein'eni
Loch zum ändern und wickelte^ fich jedeamahl jdm'
die Segelftange. Wir haben fehf oft das viereckige
Segel in den Basreliefs der Denkmäler gefunden'; ibh
y^he niemahls das dreyecklge Segel gefehen , welctiW
inan jetzt allein auf dem Nil kennt*). "^ , .
Ich habe mit SorgMt GemSidts und ScuIplareJA
j^eRicht, welche Fahrzeuge mit verfchiedenen Rei-
hen Ruder über einander vorftellten , haha aber iH
Keiirem Denk mahl dergleichen gefunden; ich bin da-
'her g<?neigt :tu 'glauben , dafs die alten Aegyptier dle^
Tä Gattung Fahrzeuge nicht gekannt haben;
Die ErkläTung der Gebräuche dea Begrabena
fetzt die Kenbtnifs der religiöfen Einrichtnngan vor-
auf, welche ein dicker Schleyer bis jetzt bedeckt hat
Ich will lieber das Still fchweigen beobachten » ab
( Wfichre Müthm^fsungen wagen. Die Neugierigeil
köunen die . colorirte Zeichnung diefes Theila dtö
Grotte von EUithias confultiren , welche CecÜe an
t>rt und Stelle gemacht hat.
Man mufs ans allem dietbn fchliersen , chfs die
Gebräuche der alten Aegyptier in der Ansübung der
ICünßö der erften Nothvvendigkeit nicht fo fehr von
den nnfrigen entfernt waren » als man bejm Lefen
der
*') Boy den Mflnduiigen xu Rojette und Damiett» hgela
fehr kleine Fahizeuge mit vierec|^gem Segel ; diefer Ga*
. . brtnch hört aber auf, fobald Aan "l öder 2 Myriametf
im Innere kommt.
, VIII. Gber' Aegyftm. ■***^ ^j
itlt Gerchlchtrchmbfft ^laab» follte« Dai^ Erfolg
^äogt in dieCeii Künften von natürlichen Bedingnngei^
ab; Weicht überlill j^aft diefelbon find; e8'niii& daher
irof h vrandfg' einige • yerwandfchaFt geben * zwifchen
den Arteo , dlefen Bedingung^ Gnüge zu thim * und
folglich zwifchen dem Verfahren» ivelches man an«'
wendet. Diefs ift nicht der Fall bey den Religionen;
da alle» hier willkührlich ifir, fo hat die'Einbildttriga»
kraft freyes Spiel und kann fotiderbare'Einrichtan*
gen erfchaBFen, welche zwifchen den' V&tkerii fehr
gro&e Unterichiede und fogat Abneigungen" hwrvor«
bringen*
Nachfchrijt :
Ich habe nichts vom Verdienße der Gemälde fal
SleUkiaSf als Froducte der fchönen Künße betrach»
tety gefprochen; ich habe auch nicht das Coftdmtf
der handelnden Per fönen, erwähnt. Diefe Art von
Betrachtungen pafsten nicht zu meinem Plan; da fie
jedoch einigen Lefern angenehm fejn können , fo
hat es mir fchicklich gefchienen , bey der Bekannt-
machung diefes Memoires die folgendexi Bemerkun»
gen beyzufögen :
Die menfchlichen Figuren haben die Größe von
24 bis 25 Gentimetres ; die Gegenßände, welche ich!
befchrieben , ßnd von verfchiedenen Mitgliedern der
beyden , vom G. Bonaparte 20x1 2'j Thertnidor an 7 zur
Befuchnng Ober - Aegyptens ernannten CommiQioi^a
gezeichnet , einige fogar calqairt worden ; das Publi«
cum wird daher felbß urtheilen können , was lobens-
oder tadelnswürdig in de» Zeichnung der Aegypti-
[chen Gemälde zu Eleithias iß. Ich werde dem Ur-
F 5 tbcU
7& ^(matlCBVY&Jp^iSQu4V<WST.
fett».'-,»,* .,' 'f».'( :i .,' »■' '.^ti.i-?-. .' . -^ ' f . . •• ■ . • ■•
-^ ; Di0F^rb9Pgebttiig,(<(>ieM-M.>,^ilt ißk Jtioch^nQrade.
m^bekjkBijBt;. ., , Man fiadQt feichD Arten voa .Farbea,
cpmhefij^.tQujours.en uUUes.plaU. Di«fe Farbfn.fuid:
l^latri^b , ;Ockergel^ , gniq » blsiu » woifa .und fchw^i^.^
lUq.F}.9»fchfi|ri3« derMauuar, die Thiere'UQd 'Werk*,
xauge A>Q!4xr§^K» die FleiCQfafarbe der Weiber ^^ ^4^.
Cetra\i^. imd* der ItieioXamap Hod gelb ; der Ste^pgel.
d99 MtÜcP^ji.^^ip^;-^^^ ^^4 W^?j^^^f? .^^i^.f^i^^ fi?ü*.
HC Farbe; dasWaHer und die V/eintrauben ßndbl^iiit;
die Kleider fiud weib ; die Haupthaare der Meulcbea
find fchwarz und kraus, jedocb nicht fo kurz wie
bej'den I^egern. Die jetzigen Rmviohumr Aegyfteiis
lair^n&ph den Kopf fcheren; es fcheint, daf» diefer
(jebr^u,ch. nicht bey den alten AegypUern i^xifiirte.
^ Jbabne übrigens oft Gelegenheit gehabt , Eingebor«*
ne mit ihrem Haupthaar anzutreffen: es war fchwarm
und wp|licht, \yie in den Gemälden von MJ^itJüas,
. , Ein Stück weibe Leinwand um die. Nieren, ge-
wickelt, macht die Kleidung der mit.dem Feldbaa
befchäftigten Männer aus; diefe Leinwand reicht bis
an ^ie Knie, und bedeckt überall den Theil des Kör-
pers zwifcben den Hüften und dem untern Theil des
Schenkel. Diefs iftnoch jetzt die Kleidung der Aegyp»
ufchen Feldbebauer ; fie haben aber auch noch jetf t
weifse oder gelbliche, aus grobem Filz verfertigte
Wirbel - Käppchen {^calotte') ; der Gebrauch diefer
calotte iünoth wendig geworden, feitdem daan den
Kopf gcfcho^en hat; ein gefchorner Kopf kann der
, 4 tmmit«
TU, Pyramide von Metnphis. -
79
mmittelbaren Wiilumg der Sonnenhitze nicht wi-
derßeheu.
Die Weiber iiod in den Gemälden von EUithias
mit -^er langen ^feiftien Twiiea bekleidet, welche
«Dterhalb der. Bru& befeßigt .und bif an die Beine
leicht; zwey' Tragbänder gehen über die Schultern
«nd halten die Tunica. Das Gelicht der Frauen ift
nicht. «erCdüeyett, wie es jetzt in Ober- Aeg^pten
geCchieft«.
IX.
A»i!9ieffung der Pyramide
. ! von Memphis,
leffsD geograph«Br. 29* 59' 49", Lauge 28' si' ij"
oder 6' 43' öftl. von Cairo beßiiumt ift,
Von Nouet.
JLoflg^^. Bafii ..••••«•
Pii^BaU d«K Bafii
[Ai|gedwg^(^wirtij;eaKaiita (arrhte)
LiBga dar ganman Kanta ••«•«•
linga dar obem Bafia
tlaga ihrar Diagonala ....••
Höha der abgekürzten Pyramide « , .
giiua Höha dar gaHen Pyramida « •
Lisiga daa Vaipondikab QapoUme')
Winkel dar Kani^ mit dex Diagonale •
Winkel dar Kante mit der Grundlinie .
NeiglOiig d, Saiten geg. die Ebene d. Horjs.
/ . ■
Metrei
Fuft
599
98:?
633
662
Zoll
227,25
321.32
205,85
2l5i23
9.7
8*Q
li»i
9.7
9.90
13.97
136,95
30
43
421
6,0
9.7
143.17
182,82
440
562
11,6
".7
41* 42'' 2o-
58 8 40
51 33
44
y
8» MmaA, Corf^f.ig(a, AVGllST.
■ ..... ■ ,. X,
• ' Stienn$yM'arehan(ts l^e^e um die W^lt ' '
-ij; -*4n den J;i'i7$ö; 91 und^2^
JL'y .Til.r-T^ '•• {.r\:'J .,-1 . '. ' -♦ . . ;
IJfli^Cer^^erfleBekafiatfo^aft mit der pordweßlichen
Küfte von Amerika fchreibt (ich von den IMton der
durch Cortez gemachten und vollendeten Eroberung
^ou Mexico her. Cortez felbft entdeckte noch im
J, 15:37 die Halbinfel Califbfnien , indem er alles ver-
fuchte, um entweder eine, fchon vorhandene nord-
westliche'Durchfahrt aufzufüched • xrder die min fo
nöthig gewordene Verbindung des Atlantifchen mit
dem stofsen Weltmeer, auf was immer für eine Art
möglich zu machen. Diefer feio Geift befeeUo auch
einige feiner erlten Nachfolger. In diefer Abgeht
fchickte derVicekönlg von.i2f(?xff(>» Antonio de Men^
daza , im Li 540 den Francisco Fasquez Coronadop
und Franc. Alarzon^ jenen zu Lande und diefen tiuf
äie See aus, um auf der nord welllichen Kiifte Ame^
rika^s eine Mündung oder einen Ausgang der von dem
Portngiefen Gaspar de' Cortereat im J. 1500 aufgefun-
denen Meerenge Anian a uf zu f neben. Alarzon fchiffte
aber nicht über den 36' nördL Br. hinaas, und kam ,
daher wieder zurück , ohne die geringße Entdeckung
gemacht zu haben. Im J. 1542 wurde diefer Verfuch
wiederholt, Rodriguez de Cabrillo entdeckte im 41*
30' nördl. Br. ein Cap« welches den Namen Capo
Mendocinotihielt, Damit endigten fich vor der Hand
die weitern NachforfchiuDgen der Spanier auf diefer
Küfte,
X
X. MarchafiSs .Reife umdit WM, $1
Kofie^ welchen doch An meiften daran -gelegen war.
Dab man nodd weiter geben , dab man felbß iop 4S*
noch aaf Länder ondMenfchen fioben. könne» er-
fahren die nnn raothloa.und UQtfaätig i^ewprdenea
Spanier erft im J. 1578 «n ihrem Xpäterhin crfolgteit
groben Nachtheil.
Der £ngllndeir Sir Francis Brake war de.r.erfto
feiner ^tion , welcher es wagte , durch die n4»ch
kanm bejunnf gewordene Ma^eüanifche Sttabe nach
der Süd- See xa gehen« £r griff aller Orten die Spa-
fiifcheu Befiizongen an , fchiffte bis zum 48' nordl.
Br. hinauf, und fteuerte von da an bis zum 37* 30'
längs derKüße hinunter, nahm davon im Namen fei*
Der Käniginn feierlichen Befitz# und gab dem von
ihoi entdeckten Küßenlande den Namen New Alhion^
anch führt ein in diefet Gegend entdecktet . Hafen
noch heut zu Tage feinen Namen^ ,
Im J, 1592 fand ein in Spanifchen Seedienlien be^
fiodlicher Grieche« JuatiJietuea^ eine in der Nähe de^
48^ auch von. unfern neuelien Seefahrern wieder auf-
gefundene grobe Meerenge 9 durch deren Hülfe Fuca
feinem Vorgeben nach bis in das Atlantifche Meer
wollte gekommen Teyn. . Wie, diefes Vorgeben Glau-
ben finden konnte , fcheint unbegreiflich zu bjn;
denn offenbar hätte Fuca den Unglauben der damah«
ligen und fpätern Zweifler nicht kräftiger befiegeof
können, ab iwenn erßatt, wie er wirklich gethan ,
auf dem alten Wege zurück zu kehren^ feinen Weg
verfolgt hatte, und entweder geradezu nach Europa
gefchifft, oder in einen Hafen auf der ößlichen Kü«
ße von Amerika eingelaufen wäre. Von diefem aU
leu aber gelf^^iah nichts, und eben, fo wenig weib
89 StonatU Correfp. xgot. AVGl
nati, dars eine fo wichtige Entdecke
nutzt worden wäre; vielmehr bliebt
von dieferSeite bis znin J. 1602 ganz
ti*. In diefam Jahre erhielt der Spa
Siba/l. Fizeayno den Aaftrag, im Nor
fomien eioen ßchern und bequemen
fachein »' >vo die too Majtilh zurückke
neu einlaufen ilnd auaruhen könnten,
wurde auch wirklich n^efnnden. Er li
nttrd), Rr, und erhielt dton Namen 3Io
dem foll noch eiui feiner Schiffe zui
und 44* ndrdL Dr. die Mündung elue
fea entdeckt haben » welcher noch he
nafem Karten den Namen von dem B<
Schiffet Miftim rfpiilar führt.
In !• t(?4o tiiud der SpauiTrhe A'
fM^> Jt Dittkt^ in der Nahe des i;;*
ATthipel ^1 /^titn>i d^ll Flu ('s Je /<
•inigMi i^rofaM S«en« Man fptach .
mdUdi eiuioahl ghlckllch aur^rfuci
fiikrt und in der That auf|;rfundc>ne
dm frerden Meere « w^che aber fo y
frahfre d«t ,^-><*» 4r l)u\7 douh di<
KeMra einijt Bettitiguug ^efuiuleu 1
S» wtit war na» wtt KrtWlv hun«
Kufi» vt^ Amerika j^kv^mmen
BHDee3)t«»ei»e Stille mul l i;:b
dneai £cfti mit diefen weitem; '
•nier Eüw n»» •«n«' S^-:^e,
ift^e «rawr^an CoUai « w
1
Mm%ßvai Bi^ wk die Wi&. 83
'orde. ZweyRnE&fclieSMlMtd; Smng
TW y entdeckten im J. 174t aliif ihr^ drit*
lern Zweck unternommeifeDÜei Ter, di^
Küße von Amerika ^ jener unter 58^ 28'» _
' nördi. Breite. Von diefem Zeitpancte
eeleute diefer Nation an , die- Amerika-
I vom ^^'* bis nn den nordwefiUchßea
F genau zu unterrncheu, und die Halb*
famnit der langen Reibe der Ahmten zu
Aucb der Entdeckusgsgeift 'der Spanier |||
idlich wieder einmähl, nach einer ^uh'e
gkeit von mehr als hundert labren. Im
n ans dem Hafen von la Pai niHer Aen
i Ficertte Fila einige SchifPe^äna; um in
»•on San Diego Und Monterey förmliche
gen zu gründen. Dabef wurden aber
Entdeckungen gemacht. Die Spanier be<
ly den Fchon im J. 1602 entdecktet! Hafen
7 wieder gefunden zu haben. Nicht viel
ntdeckungen war eine zwejte Expedition
mter der Anführung dea Juan de'Ayala.
lie während derfelben zwifchen ^em 4^
rdl. Br. einige Vorgebirge und Buchten,
ernern Seereifen der Spanier vom J. ijjs
lelt die Erdkunde keine Erweiterung «
iberzengten lieh die Spanier auf diefem
die That, dafs nun auch die Rnffenixbet
1 hinaus auf einer Küße NiederlalTnngen
atten , welche bey einem hohen Grad von
and Wachfamkeit nur von Spaniern aua-
r Weife hätte befetzt werden li,öxuien und
• ' ' ' * \
fi.\u« ^
f
8s «onatU Comfp. xSöi. MGVSTi '
inaii, dafs dnc to wichtige Entdeckung weiter bfr.
nutzt worden wäre; vielmehr blieben die Spanier
vd» dierer^Seite bis zam J. i6o!s ganz and gar unthä-
tig. In dirfem Jahre erhielt' der Spanifche Admiral
Sebaß. Fizifaynodtoeknhragf im Norden von Call'
fomien einen fiebern und bequemen Hafen aufzog
' fachte/ ^j^ die von Mänilla znrückkehretiden Galio-
nen einlaufen und ausruhen kCinnten. * Diefer Hafen .
Wurde auch wirklich gefunden. Er liegt im 30* 40 '>
nörd). Br. und erhielt dfen Namen Monterey;' anfder-
dem foll noch eins feiner Schiffe zwifch^n dem 40
und 44* bördL Br. die MÜnduug eines grofsen Tluf-
fes entdeckt haben , welcher noch heut zu Tage auf
nn fern Karten den Namen von dem Befehlshaber des
Schiffes Martin yiguilar führt.'
Im J. 1640 fand der Spanifche Admiral Bartolo-
meo de Fuente in der Nähe des ex* uördf. Br, äeil
Archipel San Lazaro^ den Flufs de los Heyes, nebft
einigen grofsen Seen. Man fprach aiich von einer
endlich einmahl glücklich aufgefundenen Du. jb^
fahrt und in deir Thift aufgefundenen Verbindung
dier beydto" Meere > welche aberfo vi^enig, als jene
frühere des Juan de Fuca durch die Seereifisn der
Neuern einige ßeftätigiing gefunden hat. -
So weit war man' mit Erforfchung der nord weft-
' liehen Küße von Amerika gekommen , als mit einem
mahl eine allgemeine Stille und Unthätigkeit eintrat.
Man fchien ßch mit diefen wenigen Vorfchritten zu
begnügen, und ein ganzes langes Jahrhundert hin-
durch ivurde an diefe Küfte nicht Weiter gedacht, bis
endlich dvefer Eifer vott diüer Seite, wo man es ata
wenigften Mtte efwarttfti^ 'f ollen ^ wieder. angefacht
und
X. Mtmhfl^s B4fe m £e Jfik g}
und belebt wurde. Zwe^ Raffifche Seelrate .
mwl l/rÄ/rjAoM? j entdeckte» ini J. 1-^41 auf ibrer nrlt-^
teoy "zn dierem Zwedk unternoaiiieiieB Reife . dia
Tiordiveßliche Kü/le von Amerika, jener unter 59" rS't
dieTer im 56* nördl. Breite. Von dierem Zeitponcta
fingen die Seeleute diebr Nation an, die Am^ii«.
nirche Küfte vom 56* bi» im den nordweaiichaea
Theil hinauf genau zu nnterrncheu , und die Halb-
infel Jlaska fammt der langen Reihe der Ateitten zu
tatdecken. Auch der Entdcckungspeift der Spanier
erwachte endlich wieder einmahl, nach einer Ruhe
UBw. Unthätigkeit von mehr aU hundert Jahren. Im
'I. 1769 liefen ans dem Hafen von la Paz unter Acn
Befehlen dee Vicente Fila einige SchifPe ans, um in
deu Häfe|>>'von San Diego und Monterey förmliche
NiederriiQxingen zu gründen. Dabej wurden aber
kem^fiiene Entdeckungen gemacht. Die Spanier be*
&^^en fich» den fchon im J. 1602 entdeckten Hajfea
T^'V Monterey wieder gefanden zu haben. Nicht viel
Gelier an Entdeckungen war eine zwejte Expedition
,^im J. 1775 unter der Anführung des Juan df Ayala,
Mui entdeckte wahrend derfelben zwifcbco 6t\n 47
und c*-* nordl. Br. räiige Vorgebirge und Buchten.
Dvrch die Semem SeereiCm der Spanier vom \, 1776
und -c erhielt die Erdkunde keine Erweiterung»
^woki aber iiberzeui^n fich die Sf^^nier asf dvettm
ITi^e durch die That, dals nun auch die i^Jjm tbet
dba ^* Gf»d hinaus auf einer K:.^ Kiederlallsngea
fffp«ÜD£es haticD, weSdse hej e'iuem h^hen Gratd voci
7%d£B^ät «nd WadhJjUBkeit siur von Sptokni tUMh
r Wcik hine betest werde» käuen nt:i
tlv^
04 JUmatt* Correfprigcfi. AVCtVST,
^EiDO ungleicb beflere GeAalt gewanoeQ die Eol- '
deckuDgen des Twrdwefitichm Amerika ^ nachdem: der
grofse W^tumlegler Cook diefe Küften feiner An^
raerkfamkeit würdigte. Ihm verdankt feine Nation
die EetdejckoDg des JStootka .Standes ^ und mit^lefor
eine neu erö£Pnete Qaelle des Handels. Er entdeckt^
im öo"" ff^lUaniB .Sund und Cook*$ River » Tclfiffta
iänga der H^lbinfel Alßska hin, befuckte einige der
jiteuteuf und ßeuerte.fo weit nördlich hinäi^ts aU
die ihm entgegen Hebenden Eismaflen geftatteteo.
Cook war es daher , weldier den wahren \yetth die-
ÜBT Küße ins Licht gereizt» and die Habfuctit der
übrigen. Europäifchen Handels- Nationen zar nähern
Unterrucbung gereizt hat, um den fo .einträglichen
felzhandel nach China mit den ßuflen Q|id Englän-
dern ztt theilen. Seit diefer Zeit werden ,di£((<eK.üQen
häufiger befahren , und zur Erleichterung dlsSi .Hau»
dels auch NiederlalTunoen dafelbft gegründet. "^^
Auch diß. Fr ofizofe^i fingen an, ihre Aufmerl^m-
keit nach diefer Weitgegend zu richten. Im J. if§i
verliefs de la Piroufe den Hafen von Breß und riph^^
tete im 1.1786 feinen Lauf nach der Küfte des nord-
weftl. Amerika. Erging unterm 60** nördl. Br. bey
Mont SaiiU'Elie ans Land^ fuhr fodann an der Küüe
bis Monterey eine Strecke von 470 Meilen hinab, und
unterfuchte vorzüglich jenen Theil derfelben « wel-
chen Cook^ durch widrige Stürme verhindert» nicht
befahren konnte. Er fand im 58" 40' einen gutep
Hafen, Port des Francais ^ zwifchen dem 54 und 52* -
ßiefö er auf grofse vom feßen Lande abgerilTene Land-
Xbiche. Ofilich von diefen Ländern fah er den Archir .
pel von San Lazaro , und berichtigte oder beftä-
tigto .
ZJ Makhimi'sTirifi um 'die WitL' g^'.
ejß ihrdi äet Lä&f reihet Ubiemtlimiiog«]! efnigtf
AfUieve^ alier von den au vorfiGhtigeii •wod gefaeinoL*:
iftCftoHlm Spaniern kanm bekannt gemaichte Ent«
ifaebingen.
';' Gbigleich diefeKüfte roa nieiiÜRi&:fe häofigbe«*
liidit wird, als voh EngUlchen Schiffen-» fofelilte»v
d&ch atfch nicht an Spanifchen nnd Portugiefilchen.
S8eiihrefii, welche lieh dahin wenden. - Anchna)
Üä vantiinigten Amerikanirchen Staaten gehen SchüGEa;.
dalün.' ' Nur ift liBider ztt bedauern » dab die neneB*
l^re der Spanier unter Malejpinä's Anfahrnng9:dnrck
deren Hülfe wir vielleicht eigene und- neue Au&C
JädälEB hatten erhalten können , nicht gröbere Vor^.
ftiülle gewahrt» aü ob fie gar nicht gemacht wäreu
TÜ^dlefpina fowol alr der Redakteur reiuer-Reifb.
ibcH 'zur Stunde im Gef^ngnib feftgehallenwettdenv
A) fcheint tut eine BeFfiedigaog unferer Wiibbegienb.,
iffle Hoffnung zu verfchwinden. 1 1
'<Sd' (landen die Sachen bis zum Jahr 1790«' Sin
emzigör Pranzöfifcher Seefahrer hatte bia dahin cnt»
Aülfhellung jener Gegenden mitgewirkt;' alles übrige
war darch Engländer, Spanier und Amerikaner au*
Jer'UrlÜdie gerchehen, weil man fich in FrankreichL
mit einem Handel nach der Nordweflküffe von Am»,
rikä nicht eher befalTen woHte, als bis mehrere ei-
gene Schiffe diefer Nation eine Reife um die- Welt
gemacht t und fich von dem Zuftande» den Beding
gungen und Vortheilen, fo wie auch von den damit;
verbundenen Schwierigkeiten auf der Stelle felbfll
nbertengt hatten. Diefe Vorficht war um fo klüger
and nothwendiger , da die Englifche Compagnie von
Hootka'- Sund , nm fich in einenl' ausücliliels^ndea
C6f^. ly. B. 1801. G Han-
S6 ^ Mänall. Corref^. Kor. AVaVST^
Handel zu erhalteB » den Erfolg ihrer Sendiuigen im«,
ter Anfuhruiig der Capitaine Phrfilqck, Dixon, Cd*
TteU und Duncofi geflÜT^ntlicb picht, bc^aont werd^
liefs. Auch Mearee Nachrichten waren zu jenerJjcit
Bodh üicht i'fD 'Dttf ck erfchieaen , und die Ungewili-
hekt\ih€T deMPit^oufe's Schickfale verarfachte noch
imaier,...da& man mit der Heraasgabe feinet Tage*
bttdia^ «cl^ert^. Man wufste aber der Ttelen dahin g^.
Jcheheneo Steifen ungeachtet, in Frankreich yon der
Bekhaffenbeit. diefea Handel^ wenig oder gar nicht«»
Ua.endltcb.f^iA glücklicher Zufall ins Mittel trat
Ein aua Bengalen zurückfegelnder Franzöfircher
SchiffflL«Capitain» Etietme Marchand, kam auf der
Btehde von St* Heleiu mit dem Englifchen Qipitaia
Xvrtlock zafamment und erhielt von diefem, wel*
<^er kein Arg hatte, gröfAtentheils die längft erwar-
teten Auffcblüffe. Marchand theilte fie gleich nach
feiner Ankunft in Marfeille dem HandeUhaufe Baux
mit^ welche« diefe Gelegenheit nicht verräamte« am
den Handel und die Schiffahrt feiner Nation zu er«
weitern , und lieh allen Geßdireu , welche jeden er«
fien Verfuch gewöhnlich begleiten , ohne weitere
Rüdtficht grofs.müthig unterzog. Da aber eine Aeifa
um die Welt auf drey oder vier Jahre groCse Vorbe-
Teitungeb nothwendig macht, und ein biobes Hau-
deishaas weder WafFengeräthe« noch einen Voi;rath
Tou den zum, Taufch erforderlichen Maoufactur- Ar-
beiten beßtzt, fo muCste dies alles nicht allein her-
beygefchafft, fondern noch überdies ein eigenes Schiff
gebaut werden, welches den Stürmen des fiillenMfe-.
res glücklich widerftehen könnte. Alle diefe Hipder-
ailFe wnrdcm befiegt; ohne. Verzug wurde für .^le«,
Trl^i^fiancfs lUife im die Wdt. 87
[brgt» nnd ein Schiff tod 300. Tponea gwx nach
^rehflnd'f. Angabe gc^at , und um der iäD|;ern
Adr ^urillen mit Kupfer beCchlaveq« Waarej|i« Maiid->
rrath and Waffen, alles wurde hexhej gercbafft«
tAnfangdea Januu 1790 lag- dad Schiff bereit» an^
Segel zu geh^» aU nuglu^Micherweife dielrrun»
I zwifchen . Spaoieo und Eugland in Betreff det
<^ka- Sundes den Ausbruch eines Krieges zwi-
^U bejdenNationeD erwarteu ,lier>en. Zum Glüd^
.r(le diefer , Streit durch Uuterhaudluogen gütlich
1 frühzeitig be>gelej*t. So wie die Ruhe berge-
it war 9 wurde fchleuni^ft an der Aubführuiig dea
Icurze Zeit aiiisgeCotateu Utuernehmens gearbeitet.
Tchaiid wählte üch zu GehüUen die Capitaius P/er- '
Majffe und P.rosper Chanal. Sein Etat - fnajor be-
i4 ans füiif Officieren, zwey Chirurgen und drey
.ontairs. Das gauze Schiffs - Perfooale belief fich
-EiufchluXs des Capitains auf fünfzig Manu« Das.
ijff führte «ierVisrpfündor, zwey Haubitzen, neb'ft
r fteinernenStückeu, und war mit kleinem Feuer«>
»ehr und Ammunition im Verhättnib gegen; fein«
nanuung hinlänglich vcrfoben. Der Solide^ (dies
r der Name des Schiffs) kpnpt^ noch vor dem 13
;:, des J. 1790 in See gehen. Nur fchien keine
ffaun^ , dafs 4^/xrrAa///2 vor Anfang des eigentU*
n Wintets. das Cap Hont erreichen würde. Im
len Vertrauf^n auf XlfirchatuS^ Seeer fahrüug Crtzto
L das Haus l^aux, auch über diefe Bedenklichkeit
^eg, und e^.W^rd b<> fehl' «iren,. der Solide foÜte»
: iüeiue Zeit zu verlieren, uirj^Qn^^ anhaUen« und
r im driiigendricn Nothfalie in einem Hafen von
kfiUen fnfches Waffer eiunehm^qm - Am 14 J3|edMr«
G a .^ '^«t*
8i^ Mbikitf. Correjif.i8ouAfGV^r
rBfneÜB tler Capitain MarcKar^^AitTHsiteh von Mff>
feille» entledigte ßch zur Ziäfriedenhek feiner' Com«
initteätdn des ihm gemachten ;i Auftrag , und- kam
ifäch 20 Monaten wieder glücklich in TrankreicK abl
Dicfe V^eitt hat fehr Viel eigene^ md vinter Gcheid^
desl'* Sie iß fo zu Tagen die einzige Reife, welche did
Franzofen nach Bdugninväle umdielVelt gemacht ba^
bbn. Sie wurde nicht aaf Koßen eines Staats, fondern
eines Frlvathaäres gemacht. Das Hatis ßaux hat fich da«
dnrch einen bleibenden Namen gemacht, und es ift-aL
lerdings berechtigt , auf den Dank feiges Vaterlandei
vnd dei* übrigen Welt Anfpröche zu machen. Diefe Bei«
fe gefchah in möglichfter Kürze und Eile. Das Schiff"
fegelte immer fo viel möglich den geraden pnd kürze*
ften Weg, und hielt nie länger an, i&Is es nothwendig
M^ar. Rechnet man die Tage der Dandu^geu und deS
Stillliegens ab , welche zum Handel und zur Unterfu*
chung der Küften , oder zur Einnahme frifcher Lebens*
mittel verwendet wurden , fo kommen auf die wirk«
liehe Reife nicht mehr als 16 Monate und 8 Tage.
Während diefer Zeit hat das Schiff nach Auslage des
Lockbuchs einen Weg von 14824 Franzöfifchen Mei-
len, folglich einen' Tag in den andern 29^^ zurück
gelegif. 'Auf diefe Art würde es nicht unmöglich fal«
len^ eine Reife um die Welt in 7 oder 8 Monaten zö
vollenden, wenn es einft, entweder der Natur gefal^^
len^ oder dem Kunftfleifs der Menfchen gelingen ibil-
te, den Ifthmus zu durchbrechen, welcher das füdU*
che Amerika mit d^m mitternächtlichen verbindet.
Diefe Reife zeichnet lieh noch fertaer aus , durch* eicie
Reihe vortreffllicher , und von beyden Capitaiaen zn
gleicher Zeit gemachtem fafltononiifctor Beftimmungen;
1 ' Nichts
Wicbtai aber Ymi^r/cifdidet diebHeirefo fehr vpoaU
teo- übiigei^i :alf . di^. Qoelle» aiüi^ welcher NachrichteB
daffon ^deffl.PablicQin mitgetheiü werden. £8.kanii»
£lch^wegen der:.£^kaDotniachiiDg diefer Reue 4im fo
ma^t fSltickwünrcbeu , da fie beinahe gaozunt^bU^
ben wäre. ZyfAt l^Am der Gapitain mit aUeo (einco)
Stereo. glüqlüicb nach Frankreichzarück; er.übeih
n^in aber gleicb nach feiner Aückkanft eine weiter
re Sendung nach Isla de Fraace^ wo er fiarb, ohne
di& jemand M^elfa, ia welchen Händen fich (eii^ T:s^7
gebiich befindet, . * . ... . .
: .. Da^iin Paria. er Cchienene Werk onter dein Ti-
tel ^< Foyage autour du mande petidant Us annies
VJ90 , r)9i'0t J792 , par Etiennti Marchand^
pricedi d'una iulrpduction lüfiorique; auquel Cf\ a
jßkßt^ Ajt. re^har^^ für Us terres außrdUs de IXtuke #
i^.ipi exßtnen critique du vayage de Roggeween ; i^c
cartes etßg.: par C P. Ciaret Fleurieu, de T^-
ßtidäS Sciences ep> des Arts et du Bureau desjlangit, 9'^
äFaris^de Vimprimerie de la lUpubUque, An Vl%
VII\ ob FJlh Avee 16 cartes ♦) ; ift folglich:» -we-
^ der
'«^^ Von didfem Wtfxke find vier rett4^mi99 in gleipher
-Z«it TenmAaltote Aofltgen gemacht worden. Die ?t$ohu
- 'ausgäbe , aof' fuper feinem Velinpapier thartu maHöma^
-wovoq nur wenige Exemplare abgezogen worden^ die
nicht in den Buchhandel gekommen, londcfa nur v Ter*
fehenkt worden £ad, begeht aua vier Binden aagr. 4.
' Der Heraotgeber Erhielt ein Exemplar Ton dem* Staata-
^ ' rath Fletsrieu v sam Gefchenk ; et ift mit VerbeUeningen
» uad Zoffttzeh eartonnirt. Die «we^rto Anagabe ift anf
•^ fai^lBinim VeUepApier Charta maxima ia S« 9 BAnde.
,G i • . . f y. ■■ Di^
9cy Monath Coftefp. lioi. AVdS^TJ '
der tron Marchäitä felbd verfärst ; Ä«lth ans fcibM
Papieren und Nachrithten genotnoien. '* Die Welt iMt
dem Abfeheii nach nlehts dabej; Vetlöi^d, aüd 0b Ig^
'|r%rt*tvenig Einficht dazu, um fich zu überzevgeiiy,
^^S^hiaieT Marchaftd:^ eigner Bearbeitung die Befcht^fe
bnng feiner Reife (b'gut und fo belehrend würde a«»!
gbfallen' Teyn. Man kann vieTmeÜr behatKjtten .- i^
^1^, nach der gegenwärtigen Form des Werkt zft'iur«
theilen, vielleicht wenige, Tielteicht gär keine Red«
Tebefchreibung gibt , weiche di^fer au die Seile ^
fiellt werden könnte. Unter den Händen eine» J^mM
^f^.^dies gegen wkrtigen Staatsratha tttid Präfldebten
der Stctiön de la Marine ^ welcher der eigen tltcdo
Heranageber und Bearbeiter diefer Afäfe ift , lieft
fiüfa wahrlich nichts geringers erwarten. Hier er».
fcheim kein Schriftftelier. weichet f fit die Melle JttH;
bdle*?
- Die dritte ift inf gewMmliohe« guten Sekreibpapisr iu 4;
t ■ 4 B. Die -viecta auf Schreibpapiet inS« in 5 Bindee... Ztt.
. . . jed«r diefer Ausgaben gehört ein Band in 4/ 1|relch« ^
\/ieue Eintheilungt und die neue hydrographifche ^ von dem
Suatsrath Fleurieu rorgefchlagene Nomenclatur mit den
diixn gehörigen Karten enthält. Von denifelben Bande
'' 'ift' abermahlt eine befondre Auflage in 4 -varanftalm ^rdr«
-' den; welche die Anwendung det metrifehen DeebnaU
Syftems auf die SchüFahrt, mit Tafeln und KartemnaU
« halt Diefe sweyte Auflage ift, wie nnt der Staattrath
-• 'Umtrieu gefchcieben hat, von der vorigen nnr dadurch
TevCchieden , daft auf der Ceneralkarte. die ganze nettsEin»
theihmg und die -neue hydrographijche Nomenslatwr ange«
braefat und ganz aufgefchrieben ift, wie fie in dem Me-
moire des Staattratha Vor^efchlagen wördea; indererftea
Ausgabe find nur .die-TorsOgU€bften>iuiid<}fisDptT^lade»
i-sungeo angedeutet. «, Z.
X. TUhrchand^s^^ Reife: um die Wdt 9^
itat« fcoderD Hb 6erchäfwttift*Ki«.-wieklMr:io dt*-
11 Fache ^tiz XQiHaure ift^ wcIchAr'iHes, waa'iik
tk befchriebeaeof GegÄiddn voo frOtesa Seefahrern
[ehefaen ift, weiFfl; gelefen hat, md^mit dem ge^
awärtigen vergleicht. - lMiai> lieft hier nkiht Mofiie
ttiea DDfd Orte, Schi£FsbachrichteoyVitnd bia zum
el gewordene Wiederholungen.:.' Auf -jeder Seitü
bc man auf gründliche BemerkuDgev;»;ajifSchltiiEe^
Iche man läugft hätte machen Xoilen» anf eineMen*
▼OD Quellen, welchedabey benutzt' worden , -nud^
I die Sache kurz zu filTen , man-lieft bey jeder In«
, bey jedem Lande, welchea Marchaad hfXnzhXt^
Gerchichte diefoa Landes, fo. we&runiere Nach^
liteo reichen, mit einer feltenen^'Beleteaheit uttd
(larleylichkeit behandelt. Die ^ Grundlage diefiei
irki nracht ChanaPt Tagebuch ans. d Ana diefem ift
iiiftorirche Theil des: Werks , nefaft.deD «äutitcheil
Schreibung der bereiften Seehäfen und Ruften, ge«
nnien. Mitunter wurden auch 'dieoNachrichteot
^ScfaiSschirnEgen HohUt benutzt.. .Dittaftronoooii^
Ml Beobachtungen- und Beftimmungemfind- theiUf
esnothigiß, dev-£rzähittng eingefchaltet, theilSf
die Überiichl zu erleichtern» mit qodi gr&fseret-
Iftändigkeit in eiligem eigtocto Bande geXantmelC
Mleia. Übei:liaupt ift. aech bey der Hecapsgabe dse-
Reife durchaus dafüi geforgt worden » . däifs die £r*;
long nicht zu US^ darch nautiCdie^aftronomifcbe
r aatnrbiftorilche ISjetaüs, auf eine anr zu oft an»
etiehme Art, janterbKOchen würde« Za diefem Ein»
srhielt jeder diefer G^geaßäude Seine eigene Ab-
ilang. Die beyden elften Thei)e befchäftigen ficfa»
»ft4er Einleitung, mit dem hiftorifchenTk^ilf odex
ö 4 ^
9? 'JUöhatL Carrefp. igou JVOyST::
idtt eigMtUdwiL fHeife. JKeEiiiititaDg telh^ rv^
fieiiafft ek>äY(dftii|d>ge Überficht vQ&alleiii « wm (eir
fMiJahren ao der nordweftUchea Amerikaoirchefi K^
Aa Ton Emso^illerugethaniind upteroommeii w«X^
«Hd' gaböpt mit iu den belebrendßen. Theilen diebl
Werks. Der.dntte Band enthäU :die Ukngen^rmA
BreltenbieftimtiinDgen « nebfteineiii 'Anhange mar'voi^
liergegangenpAtReiregefchichte. Der vierte behaiii
delt die natuxbifiQTiXchen Gegenfiände aaa allen Rei^
<£hen. ... Eiavgleichea gefchieht durch einen .grolaeQ
Theil des fiiüften Bandes « nebft einer Unterfaebusg
über die -von Z>/iAtf im J, 1578 im Südmeer entd^tkr
isik Infeln und. Häfon. . Auch wird in einer. vierten
^Abtheiliiag idierea^Tbeils Roggewein\ Heire amidie
Welt mit Hiniicht auf die von visrfchiedenen GM^ra*-
jjibea angegebene: Lage der Orte geprüft und '«nteip-
fttcbt. > Dep^ibobfte Band fcbliebt mitl Beobachfcnkigett
über die .bfflrogcapbirche Abtheilung derErdev'tiMt
Hinige in Vorfohlag gebrachte Abändernngen in der
ateg^meiiheniijbd befondern ßen^eonung der Hydrogrä*
phie. Erlehrt'nooh überdies die Anwendung des Der
dttial-'SjftedSB auf- die Hydmgrapphicf und SchiffiA
RechnuDgm ^' itiit den dazu uöthigen 'Tabellen. Den
BefehldGr.xtiaobin fanfi^ehn Kaine0( deren^ zweyidSe
£infleitang{-tMd ei IF, tfaeil« «Ugemeine , theils Special-
Karten ft MarMaid*% Reife ^tfrläutern. Die ztl^ Jlodi
fil>Tlgen Karten ftellen JDrö^Vs^nnd Roggeivem's Ent-
deckungen hr der Süd «See dar, Die eingeftl^oten
Bemeikdugeib Und l^mmtlicb vlwi^dem Hera'nagMbev
dlererReife^nbäiäaiTenals (»'Mele'Beweire rein^^hell
und fcharf Gehenden Ur theilskf^ff-angereheq werd«ii,^
, -* - Gegen
XL ZciAeflimmimg nach e, neu^.H^ode. 93
r. Gegen die Sitte and den Gebraoch aller Reifebe-
fclureibnngen naLdie Welt« führt der Herausgtber oh*
ne Umrcbweife Teine Leier fogleich zwi Sadie felbt^
da« heiCst» su Urtheilen ünd.Beinerki^njg^n / welche
dieCer Reib eigen find , um Ce von andern wefent«
lidi za doterfcheiden. So viel im Allgemeinen. Ini
nächfien Hefte diefer Zeitfchrift wenden «fir uus zum
interellanten Detail der ReirebeCcbreibqng felbß.
XDie i'ortßtz.fol^t.^
•■'■■'.. ■ -IX« " » ' .^'- ■"«'■ • ■
. genaue Zeitbeftimmung
aas' -i i.
correfpondirenden Sorihen-Diftanzen 11. f. w.
Aus.. einem Schreiben Z)e Lambre*% , Mitglied« de#
National- Inllituts, und des Bareau
des Longitudes.
Paris, 4 Prairial an IX CM ^'^7 1 801O
iVjLi't dem gröfsten Vergnügen habe ich in d«m April-
Hefte der M. C. Ihre neue Methode geleTen* die
wahre 2^it aus correjpondirenden JDißajo^i zwifchen
,cunf9i ^l^ramiifchen und einem in der IVfittags-Fläche
behndlichen irdifchen Gegenwände zu rinden. Sie
fordern die Lefer apf, ihre Gedanken, dariiber mit.
zQtheilein. Mehr» um Ihnen zu zeigen, mit welcher
Aofmerkramkeit ich Ihre Abhandlung meditirt habe «
ab viel etlwbtichea daifüber eü fagen , nehme ich mir
G c die
94 Monatt. Correfp. igbi. AVGVST.
. . '■ - . ■ ■ ■ •*
die Frejhoit, Ihnen meine fiemerknngen hiefaber
mitzutheilen. ^ . *' , *'
Mir rcheipt, dafs man adE'eine noch einFächere^
Art die MÄtagsverbelTerung , fiir cörrcTpdni^iTende
Difianzen erhalten könne, aU die Sie Sl i^o<^ Ihrer
Abhandlung^ vorgetragen haben. Närnlio^ ': '^jTty
p ~ ^' — jpf fo ift bekanntlich die waWe¥1)rineI|
' welche a^ns dem fphanfcBen'l!)re7ecl£ ''oiTmtftUbu
folgt :
*" \ 30 ""^ \ Sin. t Tang, t^
In der gewöhnlichen^Methode correfpondirender
Höhen id ß der zwifcheo dmi Fol und dem Zenith
begriffene Meridianbpgen , weil man hier den himm«
lifchen Körper' mit dem 'Zenith rergteitfat;; Nimmt
man einen andern Pnnct. dei Meridians zum Verglei-^
chungBpunct an, fo bezeichnet p gleichfalls di^J^nu
fernung des Pols zu diefem Puncte, und die^Formel
ift 'allgemeio. Es fey A die Eutfernang diereiPahcu
vom Zedith, To hat man* '"'^
PZZ90'' — (|)H- A = 90" -H (A— $)
daher Cotg. ß = — Tang. -( A — (p}. Dies verän-
dett die Formel in
"" V 30 y \ . Sin. t Ttng. t^ — "** \"lo"y
(^
'»'ng' CA--»> ^ Tang. S n
Sin. t Tang.
Und diele Formel bleibt immer diefelbe', 'das Rferi-
dian-Abfehen jmag über oder unter dem Höirizonte
feyn*) Wäre es im Horizont felbft , fo würde
/I'ang.
^ ^^ DisüoFonii^ ifi,mit4«c mnaigea voUkooiaif« sivorbf«
XL ZiiAefimmung nach c. neuen Methode. 95
Taag. ( A -7(^) XU Co^. (^ werden, Wf^xe cbi« l^erU
diaOr'ZeicbeiLin Notden und unter dem Pol« fo.hä^ta
■Mii ß or: A ^ (9o*-fCp) z: A -f- cp —.90* und
Co^ 0ZZ ^^ Taog. ( A-4-<i>) f und die Formel wäre
iMHtm 'wie hier oben , mit Ausnahme des Zeichea
ftr.i«>.;:. .r, .., . ..........
- S« 409 oben bej der erßcai Formel haben Sie das
Zeichen if-^ beym zv^eytßU Gliede; es ift aber ein oC-
fenbarer-OiradiLff hier. Denn äie lagen einige Zeilen
tiefisr, daQi.das zweyte Glied « oder die zwejte Tafel
toUkontnW.diefelbe bleibt» wie bey^correfpondiren«
den. Sonn^rih^faen , und Sie haben folche anch auf
dJeÜB Ayi^.ganz richtig angebracht. S. 411 ift au« ei-
tim y<r£ib4p>, wcilchßs aber gar keine Folgen hat»
ik^.'ügHe^n^ von.45'' 2k' f ftatt der Cotmgente ange«
lelsA'.^QI^den , wie es auch ganz recht bemerkt Qeht;
rerbelEert man dieCe Kleinigkeit » lößimmendieDiieob«
•iihtiiDgffn ;noch beiTer. "^ )
■.»■-*'?:., .... Mei*
r
lt. '
lud lagert AS der Berechnnng oicbM« Um ^ so erh«!*
.. : üa s, mlib ixiin -^ von ^** abziehen , o3flr dasa itädiren»
Mchdem dai Abfehen über» oder unter dtm Horitont
Acht: der Uaterrchied ift bloft» dab ich >(/ bey der Pol>
höhäj^ DeLamhre bey der Zenith-Difianz anbringt ; diar-
'Recününg bleibt gans diefelbe, nar ift De LMmhrt^% ana»
fytifcher Amdruck allgemeiner« weil bey ihm die Verla-
derwig dee Zeichens fcbon in der 2ienith-Diftj|ni liege
■ ■ P.Z.
*3 Naeh dieftfr Verbeflernng wird die Mittigt • Gleichang
-f'-'l6i*d5, und der aoe den «orrefpondirenden Diftansem
< • gafaedfa* lAlictig : ftinomt mit jenem durobs Ddituigt«
/: Ararohr sxhalieneB bis auf o»'o4. v. Z.
'Mdises £rachteii8 Jäfst fich gegeo Ihre Methode
gar nichts 'ein wenden« alaetwa die' Unbeftüodigkeit
Jetr'ErdftrahlenbrechuDg.. AUein es ift leidil •« de0
Be weis zii geben, dar» anch diefe die Beobaditiiogen
ilk&t-'iHiA^Bkei' lAach^tf- Miine.' 'Man' könnte (cioB
überhaupt darauf antworten, dafs, da das Meridian«
jAlircJheb'^nr^t fehr weTt'^^öitt' Beobaehtüngsortent*
fernt'id;, dieirdifche ^trahlenbreehün^v welche on^
^ß)ir^V'^^ dazwiföhed %fegtiff6n«n Bogens ift-, ail
kth VichW fehr wenig betragen mur», «ind dab folg*
lieh ihre Vef'ändernng keiiyen merklichen ^EniAüb 'auf
äie Zeitbeftiin'itfung hAien könne. Eir iß-tf^di Teli^
leicht ;=^di0 Wirkung ^efes- EinfiuiTee if bi& AbtgerFoii»
niel^tt berechnen. Wir wollen' den Tchtinimften Fäll
annahmen, Ich habe n^mlkh gefunden-, därs^ie'Ve^*
änderiingeri' der Erdftrahlenbrechnng ni^'-gantanf 5
Minuten gehn, und* das rwar bey einer Entfeimiing
des Gegenllandes von 10 bis 12 taufend TtfifefH beyof
Ui^tergang der Sonne und bey neblichtem Wetter
(^temps de hrume^ . So nnwahrfcheinlich diefer Fall
iß, fo^vttUen wir ' doch fefzen , dafs- eine Verände-
rung'dei' Strahleobrechung von 3 Minuted-bey Ihrem
Meridian -"Ab fehen Statt gefunden habe, fo wird der
Fehler bejijiKrcr Beobachtung, wo das zwejte Glied
der Mitt^s - yerbeiFerung . ungefähr in feinem Maxi-
mum, war» fejn:
^d — ^-S Sin. 3' — ^- ■ '
1 1 o, 027
30 y Sin. t Cof. * (A — (P) '
c-
Man üaht :alfo hieraus;, d^f^eine Minute Änderung
in der Erdlbralilenbrechupg picht ein Hunderttheil ei«
ner Zeitfecunde in der Mittagsverbeilernng hervor-*
!
ftriiigm würdö. nnd folglich Ihre Methode toii die-
1er' Seite aaf keineD Fall etwai ±vl beFQrchten iiät.
Man kömite auch noch die Eiiiwendirag macbeii'^
'dab nnre weiden Kngeln y welche fie zu Abrahmen ge*
Ibmdien, ihr^ Phafen haben weiden; weldie fidimit
lim Stände der Sonne verändern » und daCs nian fol|^
li<& nieMen* Mittelpnnct diefer Kugeln beobachten
kSnnte.*}, Das iß wohl >Crähr, allein abgeteehnetv
Sab dir'Durchnieirer der Kugeln nur fehr klein ift$
I0 kann' ktaan darauf antworte , dafadie auf den Kn-
pAii beobachteten erleuchteten Piincte des Abenda eben <
b weit nach Wefien fiehen werden, ala /le'd^s Moi**
|edk nidi Oftte'geftanden haben, und dafs folglich
ilie'beollachfeten gleichen Diflanzen jedeif^eSt auf glei-
cba Standenwinkel trefiBen werden. Wenn'demnMth
flir^Abfehen einmahl gut in der Mittagefläche aufge-
Bell( ift» fo fehe ich gar nicht ein , wie man gegen Ih-
fe Metlu>da die ceringße Einwendung machen kiin-
■e. Allein das Abfehen in die Mittagsfläche zu brin-
gen, dasifteben'diegrörvte Schwierigkeit für 'dieje-
nigen ; die ktoin Mittag^femrohr, keinen Quadratiten
und
... . .. / • • • j
*^ Diafa filawendaag hatta ich -nur ia dvm fofgendea-May-
' fiflok d« M. C. 8. 423 rdtbft gemtcht. oudauf äiefeibo
» Art batBtwortet. wie hitit De JLanihre ^ethtn hat.' Ich
haba Ibg^ b*y einzMnen Sonn6ki*Diftansen auf diefehVm^
lUad a^fmerklani gemacht , wo er allerdiagt in Ervrä-
gO^ 'gezogen werden xnäfa. Iflrdat Meridian- Abfehen
eine febr grofae Kugel , odmr ein rander oder Tiereckiger
, •• Tihmmt fo'-jMim om» dUCe Verbeflernng naoh d^felbfea
.. Meiho^ beireehnen, ^n De LamhreS, 34 in feinen ./l^a-
ihodes mudytiquäs pour la Dcternunation dun ArQ^dU Me^
fiäitm Paris An _VU^ vorgetragen hat*
und keinen kiäoßliclien Horizont haben*)« Man bal
aoch zn befiiichten , dafs das errichtete Zeichen nicht
dajai^xhaft und ficher geuufL tej ; dab böfer .Wille,
oder die Dammheit ^e befch^dige, oder .jnmwef^
fe» Wkäea um bejr nnliprer GradmelTujDg b oft mit
^nforen« Signalen beg^gpet ift, yuad wie e« Duelß^
£kapfliehey Ceinem Meridian- Abfehen erfahren hat.**)»
daa« er auf einem Felde anrserhalb der Stadt ßffpntauß^
tan :hatte apfrichtesk lauen. Übrigens kann quiq in
Städi;en folche Abrehen meißena auf Gebärden anbrin*
gen» wo lie gar nicht bemerkt werden, und vor al«
lemAngriff gclichert find ***).
f ; Sie haben in einem Ihrer vorigen HrFtef ) eint
lehr einfache Methode des Dr^ Olbers bekannt gemachti
um den Giang einer Uhr zu beobachten. £e geCchieht
mit*
^"^ AU D0 Lamhre mir gegen wirt{|reD Brief tebrieb » kana*
te er aoch keine Kenntnift Von der FortCetzung naeimr
Abhandlung haben, welohe erft im MayfiOck No^ XXXIII
8. 41^ eii'chiepen ifl., Oafeibft bege^^ne ich meinet £raoli»
ten» dielei Sohwierigkeit auf da» voilkommenfte. Ja dec
gröfste und fchönfte Vortheii der coirefpondirenden Di*
lUnftea -mi^ pfich; «ig^ociii^h bey Hebung dieUlr Seh wie*,
ri^keit , wodurch man mit einem bhoi^ep. Keflexiont-
. W^kseuge eine IVIittagtlinie von beliebiger, ,^ii^dehiiang
, auf Tiele Meilen w:oit autftecken kann, v, Z, . ^
**'^ Man Iahe I SuppL Band zu den Berl. a%. J. B. S.
X07. V. z. ' '\ /^ ;
*'^*^'Vorfbhiige. dtefe-SeinlnRivor MmhwIlle^'ta'Bctiera«
haben wir ebenfallr fnboa im April» Hefte S. 328 der M
0.'Angegeben, r. Z. -
ü Fehf« Öiück igol BiXi^f'v. 2.
«^ipifttelft beobachteter Bedeckungen eioea Ge.rHirQ8 hin*
tei^ em^o) Gebäade. Ich habe mich diefer Methode
Ichon.vov 6 fahren mit vielem Erfolge, während ei%
jues ganzen Winters, zn^ Evaux^ bedient^ wp ich dio
Breite von der Mitte un fers gemeHenea A^eridianba-
gens beobachtete. Ich hatte bemerkt , dafa Procyon^
alle Tage hinter der Kugel verfch winde« dieanfäer^
Spitze des Kirchthurma war. Die Bedeckung da uer- -
te nur. einige Minuten, . und ich beobachtete die Ein*
Qo4 Austritte; dadurch vermied ich,. ^abfolute Höhen
fo oft zu nehmen , um m^ine Uhr zu . berichtigen.
Andere Sterne verfchwanden gleichfalls hinter die-
fem Kirchthurm, aber an Stellen, di^ mehr Breite
hatten ; die Bedeckung daaerte länger« ^le Höhenän-
derung war beträchtlicher, und ich mufste d^a Ferut.
Tohr bewegen, um den Austritt zu beobachten, wel*
(hes fchon mit Schwierigkeiten verbunden, war; da«
her ich diefe Austritte oft verfehlte. Allein die Ein«
tritte wären zu meiuem Zwecke hinlänglich genug.,
Frejiich, nach Verlauf ein. er gewllTi^n Zeit, mufsman
von den Bewegungen , der Vorrückung der Nacht-
gleichen, der Licht- Abirrung, und der Schwankaug
der Erdaxe, Rechnung tragen *), welches man ver^*
neiden kann, wenn man von Zeit zu Zeit abfolute
Höhien nimmt. Wenn man dicfe Höhen, mit der Be-^.
deckung an demfelben Tage beobachtet, combinirt,
fo erhält man daraus das Azimuth des Kirchthnrms ,
reine Entfernung vom^ Fol,- und den Winkel , deü die-
le Entfernung mit dem Meridian macht. Hiernach
Unnte mäU aus Diftänzen ,. die man mit der Spitze ;
oder
*) Aufih dialci Uhrt Dr« Olürs'9 Anffäit, S. 133 a,a.O» •
tob * Mbiiaft Correfp. tgbu AVGVST. '-
oder einem Zelcheo dieCes Thnrms und der Sonne'
i^ähme , die Zeit eben fogenaa, wie aus übfolnten
■ Höhen tihieu. Die Stralilenbrethang wflrdÄ keinen
witklicben Ein flufa haben» wenn man den Angen»
blick zur Beobachtung wählte« wo die Diftanzen un*
geßihr 90" find. Ohne die Strahlenbi'echung wkre e«
liicht eiumahl nothwendig» dab das Abrehen im Me*
fidian ßehen mülTe. Die correfpondirendeD Difian-
zeu zeigten alsdann gleiche Dißanzen zn beyden Sei*
ten eines Stüudenkreifes an» der dnrch dasbeobädi-
tete Abfehen ginge, und den ich den Merididn des
Ahfeherts nennen werde. Mau hat alsdann nnr nO*
thig, den Winkel zu kennen» den diefer Stunden*
kreis mit dem Meridian des Beobachters macht. Ich
werde drefen Winkel den Meridian - Unter fchied nen-
läen. Die VerbelTerung , die aus der Veränderung
der Abweichung entßehet » würde lieh aus obiger
Formel fierechneü lalTeu , in welcher jedoch ß « oder
die Entfernung des Abfehens vom Pol durch nach-
fteheiide Formel erhalten wird :
Cof. ß =: Sin. sj) Cof. A — Cof. <j) Sin. A Cof. s
wo z das Azimuth des Abfehens bedeutet » vom Süd-,
punct des Horizonts gezählt. Den dMeridian- Unter-
Jchied m würde mau durch die Formel erhaltea :
Sin. m ~ ^^lAlt!^
Sin. ß
Neoucu wir H' und H' die Zeiten der Uhr, in
den AuoezibLicken zweycr correfpoudiTcnder Di&in-
zen » H die Zeit der Uhr, beym Durchgang duirch
den Meruiiun des Ahjehens , fo hat mau :
Ah-
XL ^tbeflimmung nach e^iggtef^ Methodik loi
Altdann wäre (H-4-m) die Uhrzeit im Augenblick
flie Durchgangs 4^8 GeOirns durch den \virklichea
Orta* Meridian , in Set Vorauaretzuog je(h)ch, da(s
die Uhr nach der täglichem Bewegung diefe^ Geftirnt
läuft.
Wir wollen'nun unterrniBen , was die Strahlen-
brechung'fi!r*eineWirkui%inf^^diere DiOansen herw
Vorbringen V tind wie man von derfelb^n Redbnung,
tilgen könne: Es (ey H2!P0^ der Mittagskreia ei-
nes Orts; F der Pol; Z das Zenith ; M das frdirdiis
Abfeilen ; ZM = A , )?.g4 — ß,,» HZiVl = z. . Das
Dreyeck PZMgibt:
Cor. PM zz^Cot.ViZ?Bia.VZ Sin.^^M-^ CofFZ CoLZM
. J. . oder:"^ . *
Cot p = -7 G^f. H aSM ain. P Z Sia.2;M. -h CoX P Z Cof. Z M
i u CoC ß sr^ — Cot Z €ot (p Sin. Ä -^ öiö. (f) Cot A
und
«'•; .... 0 ;
^') In ErinangeluDg eines HoUfchnittei kann jedermann
' fifh fehr laicht die Figur aus obenftehenden Paacteq ent*
werfen. fidan siehe einen Halbkreis durch' die Piincte
H^ Zg P» Qg tind yerbiade mit einem Bogen die Puncto
H und O; Den Punet Z retbindii' ma» 'mittelft kleiner
Bogen, mit dem Puiicte M^ A« a. Aus dem Punoc P
siehe man kleine Bogen nach IM « A und a , fo ift die
ginse Figur mit der gehörigen Deutlichkeit entv«rorfen.
V.2.
MMrQirr. IV. », mQou H
roi MonaO, Carrefp. igoi. AVGVST.
' und
SM.ZM5iA.MZB
8iiLPM:8iii.MZP::Siii.ZM: 8in.ZPM= ' ^^^
. . . SüuA SiP«
oder Siif. m = — 32^j- • —
E^t man die Dii|^x M A beobachtet, fo war der
liiiamli(die- GegenßaD^lfpdeT' daf Gefiira eige^itUcIi in i
a* und die Wirkugi^erfStrahleobrediung auf de^ :
Standen Winkel iß dem: Ueüiej:! Winkel AP agleicb« i
Nafa,ift - • -.:.■■.:. .... ,.. , '/'• . ^^^j
Sin. Pa : Siii.PAr:t SJtf. Al rtiü. APi = ^^^^lEA
, ^ ^ , diu« ITA «^
oder
_ *- AaSin.'^ik " 'iaSiri. PA^ |^ ''IaV
APa— X— Sin.Pa -:^ Cof.5 "" CoC* •
' . 8in> PZSin.Z?A'-;_ • Afa CoC 0 Stftt
* Sin. ZA' . "" Cof..8 6in--2:A
Allein
ohne merklichen Fehler für unfer Abfehen , wenn
das Geftirn nur nicht zu nahe am Horizont ift; da-
her wird *
_ 57* SiiuZA Cof. (|? 8ia. t ^ * 57''Cof.08in.t _
"-" CoLZA • Cof.S8in.ZA "" Cof. 3 Cof. ZA ^
= 57" Cof. (fi Sin, t ' - '-^-'•'••- ^- ■
Cof. 5 CCof.ZPA Sin.PZ Sin. PA -^ Cot PZ CorPi" ^
57" See. 5 Cof-q? Sin.t
1
CoUtCoLcp CoLd + Sia.(i> Sin.^. "^
57* See. ^ h Tang, t
1 -H Tin^. (p Tang. S See. t "
Xr. Zeitbeflimmung nach e. fie»etvfilethode. 103
welobe« in Zieit, und was -imtn^r auch der Gang der
Uhr feyn mag« jederzeit geben wird ;,
3/8 Sec.a l TftPg.t
1 -h Tang. ^ Taog. h Sco. 1 .
9 ift eine beftäncUge Gröfee für ein ge^cbenee Afafa«-
hen M. Es £od daher nur zwey Vesändorliche Grö*'
Jben in dar Formal, und es ift daher leicht, üe-in^
eine TaEslmit dofipelten Eingängen zu bringen« w(K'
TOn die Argumente die Abweichong d des GelHrns««
«nd der Stundcnwinkel t vom wirlcüchen Meridian
des Orts gezählt , feyn werden. Wenn' die Abwei«:
dinng fü'dlicb ift, fo ändert Tang, l das Zcichen»^-:;^
Dies Toransgefetzt « fo nehme ich nnn an , man
habe correrpondirtede Diftanzen MA and Mß^y
iigend eines Gefiirns mit dem Abfehen ]Sl beobachtet ;
I urejren ^ferner die leiten der Uhr für diefe beiden
— Xi.
Beobachtungen H' und H\
• P
• Z
.B A«
•b
M
*) Um die gaai^ Figoc mn entwtffeii, fo sishe ntnBogeiVfc
oder aoch nur gerad« Linien von P nach b. B, Z, AC;if
A« s; Tofi Z TsrlAngorBman den Bo^n bis x , und sieha..
Bvrtj andan Bogen ZBb« und ZAai Den Fuftct INI
▼arhinde man mit B and A*
- H t
)
lo4 Mimaa. Cötrejp. iBou AVGVST.
- ' um die ZtttH' erfchien z.B. die Sooneiti A,.iti
dem StuDdenkrei^ PA, alleia die Sonoe ftand eigent*
lieh wegen der Strahlen brechoDg tiefer» und in a;
H' -t- APa h> Zeh, oder (H'^-h 5t' ) wird folglich
die Zeirdes wirkliäbeo .Dnrchganges der Sonnedarch
dte'StundjBnkreia PA feyn. . iJm die Zeit H' erfchien
die Sonne in B, £e War wirklich in b. (H* — x*)
wird demnach die* Zeit des wahrhaften Darchgangea
darcb den Stnndezvkreis PB feyn.
'I* • £'§ fey H die Zeit des wafahren Durchganges durch
den Stnndenkreia *P M « fo hat man
^',',«.' TT»^' I^*^ See 2 ^ Tang, t'
• ' I "9 See.« 5 Tang-t*^
*A "^ X -H^Kg.CpTaiig.S Seat"
Es fey ferner
-' ' n = APM = MPB = § APB
fo hat man
t'=zZPA = Cn-f-m) und t'=:ZPB = MPB-MPZ=:n— n
alsdann ift
^ ' ^ ^ 1-»- Tang, (p Tang. S See. Cn-^m) ""
I,*9 See. ^ S Tang. ^ ° ^ »" ^
I -+- Tang, (p Tang, h See. (, n — m)
Die Figur fetzt voraas, dafs PM Ach unter den Früh-
Bunden befindet; wären es Abeudftnnden , fo würde
m' in des Fomtol .da« Zeichen rerllndern » und" man
hätte alsdann j ' ■ a
ff - «• rn» -+- »»S X '**9aeft'^Ta«g.C»-ni^
« - IV.« -t- XI ^ -f. 1 -i- Tang; (p Tang. S See Cn-m) ""
i/pSec^ S Tang. C n H-nt> -,. "
"* I-+-Tang. (pTMg. 2 See Cn^m)
wärt -
XL Zeitbeflimmung nach e. ffBß^^^Sdihode. J^oj
tfäi:e m gröfser also, fo wät«^(.p*i^m). eine ne^-
tiveGrörse, onddieerfte Formel würde alsdann; feya
M ^ t (,11 -f-U ^ -+- j^j^„g^^ Tang.SS«cCxn-t-ii) ^..
I ,*9 See ^ 8 Tang:. ( in -i n >
"^ 1 -f- Tang (p Tang. 8 See. (m — n),
pnd wären die zwey correrpoodireadeD Beobachtan»
reo vor dem Durchgang der Sonne durch den währen
Meridian des Orts gemacht worden , fo wäre die
Eweyte FoVmel geworden :
* ^- -»-« J I Tang, (p Tang. 5 See. Cm — n;)
t.*9 See. «S Tang. CMH-n")
I -f- Tang. <p Tang. 8 See. (m H- n )
Folglich in dem Fall« wepo die zwey correfpondiren*
den Dißanzen des Morgens find -beobachtet worden »
Gnd die zwey Theile der Correction additiv^ ■ in dem
Fall aber, wenn fie beyde des Abends wären beobach
tet worden» findfic fubtractiv. Überhaupt» xiie Cor-
rection iß additiv für alle Beobachtungen vor dem
Durchgange durch den wahren Mittag, iindfubtractiv
Pur die Beobachtung nach diefem Durchgänge durch
den. wähl en. Meridian des Orts.
Ift die Abweichung null, io reducirt fich die For-
mel auf '
H = I CH • -*- H") 4- il*9 Tang (o -H m) — 1/9 Tang. QeL--va)
Iß m n ö fo Werden die beyden Cprrectionen
gleich, und von verfchiedenei^ Zeichein , die Formel
wird alsdann feyn H "in ^ ( H "-i- H* ) wie es
»ach feyn mafs. Weil alsdann das Abfeben in dem
Meridian felbß ßehen muCs.
H s . Die-
|06 MöÄflit. Cbrrcjp. iSöt. AVÖVST.
" Diefe* Conrecdonen And überhacipt fo klein , dt
did Tafel, «ugeaehtet ihrer beyd^a Argumeote fei
beqaem aiid ge&hmeidig auefalleo mofs. Hier
diejenige, welche ich mir bereits für meine Ster
warte berechnet habe.
<)
^tS
o ö a
j n 11. c
1
- w ^ M « o
Q O Cl
2^
O O Ö Q
%
rf ^ M^ »4 - P«
a O O Q O E? o i
h
^
?
'2S^S^8
£^^^^g
^r,^ t^Z '^^'^
« *- - ' o' O Q
* - -, T - -
(tJ 0 o o'
1^ * « >
1%
1
li li «
^fri?
« f) c
O D O O
3
^^tff
^ 0 ^
O O Cl t3
J -
1''^
^ u »*
^ P. 0
0 o 0 q
^
mr
s'f^i
^%-^i
1
Jl 1- ^
M ly " ^
r r P
'J o o ^
- ' - %
i«.
Ö &jfc--
^1* »^
^ ., M
o o o o
1^.
?
^S^
^■%n
f^t ö
^"c^i
p'
# - *
2^
rt O O O
i%
— ■ IM ^
w I.J p^
- Q p C
%
£*J::= H-..
^ H M
' « O D t.
H
'«-e;:^
^S
&ä:d,
1*3*8'
s
►
er
I
tr
a
g
CO
0
B
r
0
• 2?
S
s
3
S.5S-
» 5 n>
fr S 2;
2 3 a
a S. 3
•1 «^ w>
D' • I
f > M-»
ff
9
,**!•.''! •♦'♦
XI. ZiBb0Hmiungnacfi:f.neiml^ 107
.Der Gebrauch. dieTer Tafel; üft lioicbt, , Icji Ci^tiAf '
der Meridian-Üntfirfchied hj i Stunde, i\addi^ Zwi?
Icheüzeit £ wiTchen jLXveycQtreßfOOiiiTe^den Difianien
6 Stunden : - Xa. rsrerden di^ ,^ ->ej{Ien Stunden wjpkel
feyn 3 " -f- 1." mnd 3 " — i H d^^ft, 4 Uhr npd 2 Uhr,
wenn daa Abfeben nach «Qß^ .abweicht-; es wird
2 Uhr und 4 Uhr fejn ^ wenn es nach WeAeu ab« %
weicht. £ä ley ferner die ^ckdi. Abweichung 33*
28'» fo werden. die Conrectionen feyn -f- 1/96 für
4U, nnd --*. 0/83 für 2^/ • Folglich die ganze Ver-
belfernng -4- T/13 im erden Fall , und -+ 1/13 iq»
zwejten; denn im zweiten Fall bat man für
2" rz -4- o,*85'und für 4" — — i,''96.
Ift die Abweisung =r o ». fo werden die Verbef-
ferungen £070. Hh 3/29 — i*,io n 2*'»i9. • Wäredie
Abweichung fiidlich, fo würde die Tafel, und felbft
die Formel gar keine Genauigkeit mehr gewähren»
Denn um 4^ Vormittag wäre das Gedirn am Hori-
zont, diebeym Ausdruck der Strahlenbrechung ver-
nachläfßgten Glieder würden hier eiueu fchr merkli-
chen Eiuflufs haben , ja. die Strahleobrechuog Cclbft
würde fehr ungewifs fcyn , und folglich "die Verbef*
lerung änlserft zweifelhaft. Um dicfexi Nacbtheil und
überliaupt um die grofsen Stundenwinkel, und die
zu kleinen Zwifchenzeiten z:wirchen den correfpom
difenden Dißanzen zu vermeiden» thut man belTer»
ein Abfeben zu wählen, das fo nahe als möglich am
Meridian Aph^ . Iq einer Stac}t \yrird man leicht eins
auffinden können» welches nur. einige Miujaten/da-
▼on abfteht;- alsdann- wird die G>rr^ction/fa(l.ivaIl»
und eben fo leicht, als ßcber zu berechnen feyn.
Man wird alsdann der Mühe überhoben Ceyn i ein ei-
H 4 V genes
io8 'itoütlOtMfpUgtLJlVGVST:'
I
g^nea Äbrehen im Mtfiäiaü errichten xalaibii ^,
tÄd liicbt zu befflrcfarteD haben , dafs man Uufog^da*
mit treibe» oder i^^ uinwerfie. Man wird die Spitze
irgend eines Kirchihjfma « einer Windfahne, einen
Giebel, die £cke ein^» Scbornßeina-a. T. w« wähieil
i:öünen. Man könnte auch einen Gegeofiand. nah«
am Nordpunct des Hotizotfts wählen; alsdann würde
Cof. Z in der Gleichung, die Gof. ß gibt f. das Zeichen
ändern. M würde wenig von 180^^ abweichen^ und
man kann alsdann die obigen Formeln gebrauchen.
Aber fo viel ich einfehe, würde kein befpnderer Vorr
theii daraus erwachfen. Ich habe mir vorgenommeQ,
diefe iViethode felbft zu verfuchen, 'und correfpbndi*
rende Sonnen «Dißanzea mit einemz/von den Kirch-
thürmen zu nehihen, die meinen Horizont begrän*
zen , und die mir fehr genau bekannt lind;, weil ich
ihre Azimuthe mit vieler Sorgfalt bej, unferer MeL
fung des Mendianbogeos beßimmt habe. Allein un-
fer Himmel iß feit langer Zeit beßändig mit Wolken
bedeckt , fo dafs ich meine Formeln noch nicht auf
die Probe habe ßellen, und mich von ihrer Brauch*
barkeit a poßeriori habe verfichern können. Ich un*
ter werfe das Ganze Ihrem ^Urtheile und Ihrer Prü*
fung; Sie werden wenigßens daraus erkennen, wel-
che Wichtigkeit ich auf die Idee lege, die Sie den
\ AftrQ-
*") De Lambre kannte dsmahli meine Methode noch nicht,
ein Abfehen ohne viele Mflhe im wehren Meridian eines
Orts viele Meilen weit abxafteeken ; diefen yorfchlag
hatte ich erft in dem folgenden Mayheft« der M^ Q 3*41^
bekanoK gemacht,
P. Z.
XI. 2Mtbefiimmingnacb^e.niuenMetKode. X09
iftroDOüwn vorgefchlageh haben , tun ihnen Uliewah»
^'Zeitbeßimmang zn erleichtern '^), <
Ich habe mir die Freyheit genommen • Ihnen
nrch unfern gemeinfchaftlichen Freund La Lafide
in Exemplar von Borda*% trigonometrifdieä Dccif
lai^Taiehi**) zu fchicken. Als ich es überkommen
haue
*^ Auf diefen Gegendand werden wir ein andermahl za-
. rückkommeii. v. Z.
**]| Der vollAindige Titel diefei Werket ift: TabUs trigo-
nometriquas deciniales , ou Table des Logarithmes des Sinus,
Seeantes et Tangentes ^ fuivant la divijlon du quart de cer*
cle en loo Degres ^ duDegreen xoo Minutes, et de la Minute
' en joo Secottdes, Precedees de la table des Logarithmes "
des nomhres depuis dix mille jusqt^a cent mille et de plußeurs
Tahles fuhfidiaires : Calculees par Cb, Borda ; retmes,
augmentees et puhliees par 7. B, J. Delambre, Mrnnbrß
de VInftitut national de France et du. Bureau des Longitu»
des, A Paris , de Vimprimerie de la Repuhlique» An IX.
Zweiy Deatfche Gelehrte, Hebert und Ideler, find diefer
UnternebinuDg fchon vor zwey Jahren zuvorgekomnien ,
und erft kArzlich den i April dieCes Jahres lieCieiv drey
der erften Mathematiker in Europa, La Orange,- Xm Pia»
ce und De Lamhre, in einer öffentlichen Sitzung des Na-
tional-InAituts, diefer Arb^t volle Gerechtigkeit wider«
fahren« In einem Berichte, den diefe drey Ccmvniffaires
dem National- Infiitut Aber die grofsen trigonometrifchen
De^mal-Tafeln dea Cadaßres, unter der Leitung Prony^s
( A, G. £. I B, S. 45p, IV B. S. 128 !) abßatteten , , heif^t et
von Hebert und Ideler** Decimal- Tafeln : Nous fes avons
irouvces dune exactitude et dune qorrection tres rare,
■ Nous faißjfons ,fivec emprejfen^nt J^occaßon de.rendre cette
jufiice au travmil de deux favans efiiniables « , tes premiers
dentre les ejrangers » qui aient trevailU ppw Iß propflgation
113 /Vjfoffö^ Cpmfp. iSoh JVGVST..
hkite'i Jiietea ange&Dgene Werk za Tollanden, war
ich weit davon nnr zu ahnen , welche grobe VerBkid-
lichkeit ich mir dadurch aufgelegt hatte. Ich dachte^
ich hätte etwa nur 4 bis 5 Bogen dnrchznfehen^t >ud
XU der Vorrede ein Paar Zeilen hinzuzüfSgen ; alleto
wie lehr hätte ich. mich geirrt. Sie werden Seile 112
und f. meiner Vorrede fchen» welcher ungeheuren
und läßigen Arbeit ich- mich noch unterziehen muEi-
te. Um mir nur einigermafsen die lange Weile da-
bey zu erleichtern , habe ich mich in die Unterfa«
chung einiger Formeln eingelaflen » die mir einfge
Verißcatioüen au die Hand gaben , und die 'mir den
Math gegeben haben, dafs ich bis ans Endeadage-
harrt habe; allein das hat auch gemacht, dab meina
Vorrede fehr lang geworden ift. Ich hofie jedoch.
dab man mir deshalb keine harten Vorwürfe machen
wird 9 weil jeder Lefer fie nach Belieben abkjirzea
kann »
de notre Syfleme dscimat. In der Vorrede xq Borda\ Ta-
fel erwähnt De Lamhre der Deutfchen Dedmal • Tafeln in
in ehr alt einer Stelle mit dem gröfi ten Lobe ; er tagt Ton die»
fem Werkes. I13 : Cet ouvrage m^a -parü ttune correetion et
(fihie exactitude rare. Auch die eigerten Methoden »^ denen
diefe beyden Gelahrten bef Berechnung ihrer Tafeln gafolgt
lind , und die wir in der Recenfion diefea Werket In dem
IV Bande untrer J, G. £. S. 131 nicht unbemerkt geliiTen
haben , find einem folchen Kenner wie De Lamhre nicht
entgingen ; er fagt daher S. 114: La Mähode de catcuis,
que M^JVL Hohert et Ideler ont expafee dans Uur -prijace^
efl deja und forte prefomption en teurfaveur. Ich dachte^
diefe Ürtheile wären die fchönfte und rchmeichelhaftefta
Belohnung fflr die(B wfirdigen VerfafTer, welche fie auf
. , einem andern Wege f Ar ihre ntAhevolle undTerdienftlicbe
Arbeit gewift nicht arhalten haben, v. Z.
XL 'Zekbeßimhung ncu^ e. n&uM^ähode. ^ X I
Cmm» , wenn er da0'üb«rrge&t,. was ihm bekabnt odek
«berBüHig fcheint. Ich glaube, däh to allen Zeiten
^ie VerfaKtigun^ und HeraruQgabe^ logarithmiCcher Ta-
feln eine za eluförntige Arbeit für Borda gew^efen
^väre, als daß tr eine beftändige und nnuntetttrpdi^
xie Ao£aierk(a!iikeit daraufhätte verwen4en kdnaenl
ZadenCi Vrar feine Gefundheit zu^ diefer Zeit äufserft
elend, fo dafs er gezwangen war, die «Gorrectdr der
Anabängebogen dem Callet za übertragen. Diefer
lag fel})ft aKf dem Todtedbette; er entledigte fich da»
her diefea Auftrags mii. einiger Nachlädigkeit. Bor^
da wurde eö gewahr, er wollte die Fehler verbeflern,'
allein da er keine Kräfte mehr hatte , mühfame und
langweilige Verificationeu vorzunehmen : fo wählte *
er eine.fcfanelle, aber nicht fo ßchere Methode; da-
her die grobe Menge von Logarithmen, deren letzte
Ziffern nicht die Genauigkeit haben , die man ihned
hätte geben können, und die ich dahei^ auf die aller-
mühfamfte und laugweiligße Art i/nterfuchen müCste.
Auf diefe Art glaube ich d^nn doch , dafs diefe Ta-
feln fchr correct geworden find. * ' '
Ich fetze Ihnen doch noch ein kleines ^upplO'
ment za den ErraUs her , die am Eddö d^ä Werkes
fchon angezeigt find. Allein. diefe neuen Fehler find
eut weder fSr die Vorrede, oder fo wenig erheblich,
dafs fie mir keinen Cartön zu veräienen gefchienen
habeÜzüUfgeas habe ich fie felb'ß erlt gefunden,
nachdem die erften Exemplate fchon ausgegeben .wa«
reu.
/ X X
S.}^.der:ryoirred^ a z; Pog.y mu(s feyn «xz^y.
l
n
112 ♦. BlbnaiL Correfp. tfw. AVGVST^ . .:
& 23 erße Zeile io der Note « Qatt La TobU lOuB-^
heifsen des trois prehniers Degri^ de la Table.
S. 42 Lin. 13 Log. (loi) He« Log. (i.oi). •
S. 46 Lin. 17 Cot. 5 lies Cot.* A.
S.47 Lin. 20 KTabg.^dA tnofsreyn — KTluig.^di^^.
S. 47 Lin. 22 lies:
.;r-4KTang.^dAC(*.2A j. 8 K Tang^ d A CotJ 2 ^
Sio. 2 A Sin. 2 A
S. 47 Lin^ 23- lies:
^^ — Sifl 2A — ^ Cn-2Ting.2clACot»2A^
dieCer let:cte Ausdruck iß etwas rigorofer,
's. 48 Liu. 22:
2TaDg.^dATang.4 dA j.^^ 2 Tapg.^ d A Tang, -» A _
^Cof! A Cof. d A CoC A. Cpf. d A
5^76 Lin. 10 (76 termedeA') lies (8® termc de A'p
5^ 95 und f. f. Hypothenufe lies Hypotenufe. piefer*
Fehler kommt vom Corrector (Prote)^ der fiel»
angeip^Fst hat» die Orthographie, welcher Ich ge^
folgt bin 9 zu yerbelTern « nachdem ich die Cor-
rectorbogen fchon gefehen hatte.
(jOgarith. der Zahlen
24626 ßatt 939 lies 938] Alle diefe Fehler, einea
38962 — 413 — 41.2 [einzigen ausgenommen, find
illn i: Jjr- sJsN-^^^- derEnglifchen Aus.
33071 — 474 — . 473] gäbe der Log. Tafeln Tay-
lor^a, und alle ohne Ausnahme in allen logarithmi*
fchen Tafeln mit 7 Decimaißellen , die ich kepne,
befindlich. ♦) XII.
^]) D« wir in an fem J. G. £:• imd in clersB Foitfoeidng,
4ex M. C. «11s nat bekannt gewordens Oruckfehler der
Steräo.
XII. Theorie des Mondes. .. 113
■— ^i^>^—— ^i^— — — B— — i^— ^— 1— ■
XII.
Über die Theorie des Mondes.
Antxüge aii0 mehreren Briefen des Senators La Place.
Paris, den 26 Ventdfe Till.
ich fchicke Ihnen hiier einen befondern Abdruck
mainet Abhandlung über die mittlem Bewegungen des
Mondes • feines Apogeums und feines Knotens« *) Ich
habe all? meine Refaltate mit den Monds-Tafeln vergU-
. . ,* chen,
AArMf^Ti^Ataigaba der CaüetYcken Log. TafeU anfgeBom-
«ea nad -aageMigt luban , fo fetzen wie «och gegeli wir«
• tig, mm Beften unferer natliematifchen und efhonomi»
i Lsliir j die Drackfehler hierher » die De l,ambra am
leiner Vorrede su Bor da* % Tafeln S. 120 angefetu
hkb ,
Jjogmrithn der Sinus mit 75
'Dedntalßelieiu
^ 174 Sinnt 1304. lies 1804 Log» der Sinus, mit 8 ^f-
• • igj Cof. oj)49 — 9949 dmalfteÜen.
^iO-377 Sinnt 7183 — 87U 0,0146 Sinnt 4447 Uet 4347
o.i97 Cot 4062 -7 8063
.0. 4||p Sinns 4368 .— 4308 v. Z. ^
^ Bs waren die Auihlngebogen det Memoiret: Sur lesequo'
iions fkaJaires des ntouvemens de la Lune , de Jon Apogee
H da Jes Noeuds, weichet nachher in den II Band der
MeiDoireadstN«tionil.Iiißitatt S. 126 eingtraeki; worde»
It. p.Z.
eben, weichein der dritten Ausgabe der Jfßnmcnnie*)
*") Ich habe alle Beobachtnagen, die ich berechnet habe^
mit d^ f^fii)r^fche9 Tafeln^ 9^? jtn'ieii yeB^ll^ien» di»
Heb in der sweyten Ausgabe der Aftronomie Ton Uk
•'- htaiAe beAtidefi. Da idli moa dem ecfteh Au§eBblvj|4iiiii^^
eis ich verfacben wollte, mich mit VerbelTerang Aec
Mendstafeln zu befcbäftigen , encrchloITan war» eine gr6-*^
, .4sere' Summe vgn Beobachtungen so bennuen» alt mas
iey den roxhergehendeii Verfnchen gebraucht hatte , nn J.
::- 49t i^ wiUf^ir yrn • dUe Glpifj^ai^en Tj^ii 9iiq,jä«^au9
i^ beftimmen« fo fiphien . et inir hinreichend «n Cej^^'dla;
. .ilt^^ei|,il^i0!;^'fchon Tafeln alt Grundlage sn g^bnci,cheiiV
ich glaulite , n&mlich, bey der groften Menge '^in'Beob-
•WtnngmVröic einiger 'Wäfarföh^inlidhlLelt TOka'Mb^n
su' dürfen, dafs ich jede Gleichung unabhängig von den
Fehlem der fibrigen wArde beftimmen köni^en; sadem
-^ Acherten'vn^ir die Tafehi , die ich: gebrauchen- tfoUte;» ei*
* • ' Sien Z^itgev^in» zu « dh» mijL* «Uerdingt« wichdg . war} > ich
^ • " geftehe äbrigeni gerne • ' dab ich su jener Zeit die gAnAi^
/• ge Meinung von MafpiCt Tafeln nicht chatte, din ieh^tt
^ ^ Ton de&feibenxhege. Da ich tut Vergleichnngen jiBift"'Be«
obachtungen wuftte, diifa ihr Fehler öfters über 4o'Sge*
he, fo "war et vielleicht natürlich su glauben, SmU ein
beträchtlicher Theildiefer Fehler in den Gleichungen felbft
liegj^; und 'Vf.enn mich gleich eine achtjährige Erfahrung
einer BelTem belehrt hat , ' fo glaubte ich doch, älcltt in
der Folge von meinem erften Plane i^gehen mn moftnou
* Ich halte et für nöthig , dieJTes anzuzeigen > weil leicht
MiftverfiändnilTe entgehen könnten, wenn blo(i Tifrbef-
ferungen der Epochen, der Neigung- der Bahn, ddeir'der
. mittleren Bewegungen angegeben werden , ohne difl vec*
belferten Elemente felbft hinzuzufetzen ; die VerbeKeriuig
der Seoularbeweguqg der Anomalie (cheint mir jetft nicht
mehr 7' 14", fondern 6' 57*''8BHCejrns hi0g€|;englinbeicfa.
Xlh Theorie des Mondifs. J i 5
La Lande'9 befiDdlich find. Ich habe gefan^ea; dab
paD weoigCbxifl um 8 Minu die Sqculai[^Bewe§aDg 4er
kDonaalie dierer Tafeln vermehTiSH. niüITe* ,fyfxoA
Lwey fehr ^ute Preisfchiifteot über deo Mond i>ef
levi IpAitat bisher eipgegapgeiy , von denen ßch eipe
ehr grofte Verbeilerung- figc die Monds -Tafeli| ait:
«rarten läfst; nach der Lateinifchen '*' ) wäre diefe Se>
;alar- Bewegung 7' 14". Schon überwiegen die Be*
gegangen der i^ifl/cw'fchen Monds» Tiafeln inXaLoTi*
b'a AßronOfnie die des. Almäg^eß^ **') um 12 Min,
* ^Folg.
dals ni^n die Se€olurb«wsgoiig des Ün^e um 5^"3^Ter-
aiiiiderii niafle» nicht am 27»* 6« wciLchey<^beäera^g ich
aas JFZani/Ziff^J's Beobachtungeo « mit neueren yerglighen .
gefolgert hatten B — g^, . , ^ ,
*3 ^ wir die des Adjancti Bttrg^ Welche; ~wfe iiiifM Le.
ler.Wiffen, «ngleich mit der^s^reyteir^PÜ^nshiif^yoa
BoKZM^ den vollen Preis erhielt. v.Z.^ " - -^
.' ■-. . .* .r
. * *^ Mui iiönnte hier ein« EiovnBndiuig j^^fMu^^n« .4^1^ hoy
diefer Vergleichung mit ätu,iPtoytjuteifßhen X^Ms^ des
Mmagßft'9 docI^Tidwftllkahrltfti^tfey^ JE^^/f9fyhi9icht
in feinem Memoire S. 134 die £poch# vom .%sß^\ff^ des
746 Jahres vor Clir. Geb. £r hat.deinDach 24. bis 25 Jahr-
hunderte Iflr das Alter der PtoUmaeifchen jSeftin^mnng
angenommen. Allein bekanntlich bexiehen idk die Beob-
•chtoDgen des Ptolemaeus nur auf die Jahre 125 bis 141
nach Chr. Geb. £r erzfthlt felbll , dafs er eine RlQaads«
FinfterniCs im neunten Jähr Adrian^t, das iftünj.i25«
und feine- meiften Fixftern- Beobachtungen im »weyten
Jahr der Kegierung AntonitC^ des Frommen, , daiift im J.
13p« angeftellt habe. Dies gäbe nur 16 bis 1,7 Jahrhua*
dert für das Alter diefer Baftimmnngeo. Denn wenn
gleich PioUmoMut in feinem Almagefi die mittlero fibnga*
UOA
il6 JUlonatU Correfp. iSoi. AVGVST.
Folglich- ift die Seculer* Bewegung der Anomalie des
AlfbageOs 20 Min. unter unferer gegenwärtigen Seen.*
lar-Bewegung 9 wefches ofiEenbar eineAcceleration i<A
diefer Bewegung anzeigt, welches auch der Theorie
ganz gemäfs iß, die ich davon gegeben habe. Di^
SiftuUr - Gleichungen dör Bewegung des Monde» ,"^3
•' - • . • feinet
., tion dies Moodet TOtn.dex Sonne sa Anfang, der NabonaC^
larifcheiiZei^echniiDgl das ift auf d. J. 745 TÖrChr.Get^«
feut« fo bat er fie doch nur dahin redaeitt. Dann d^
'■•''jeder AAronom die Epoche wol (o w&hlt« wie fie anfli
feinen Beobachtungen folgt, und fich der Iltem Beol>—
' achtnngen litar bloTt kur Beftimtnung der mittleren Bo*
wegungeh bedient, fo fcheint* dafs man die Epoche deir
Ptolentaeifchen Tafeln vermittelft der von ihm felbft ge-
gebenen Bewegung des Mondes auf die Zeit, wo Ptole*
ntaeus lehne, oder höchftcni auf die mittlere Zeit swifchen
, . . P.tolemaßus und Hipparchus reduoiren mflfle , um diefee
Datum der Ptohmaaifchen Tafeln ficher mit den nnCrigee
Tergleichen , und aus ihrem ünterfchiede die wahre 8e-
enlar- Bewegung beftinimen sn können. Hat dieCeEia*
- Wendung wirklich Grund, fo roarste man obige Seoular-
'■- ^ OleiUhttng sweymahl gröfser maohen; denn fie nflltte in
^ 1^' i#nt'Verhiltnifl^
. 17' • 25" " 289 : 5?5 :: I : 2f
Qder: z6^ : 24' :; 4 : 9 :: i : 3| geSndert werden.
v.Z.
• *^ Es war einem fo grofien Geometer wie JLa.Placm vor-
behalten, die wahre Urfache der Secular-Gleiohnngen des
Mondes su finden« Vor ihm hatte man verfchieden«Hy-
potheCsn, um fie xu erklären, ausgedacht. Die meiften
fchrieben ti^ einem Widerftande des Aethers zu ; EmUt
und Bezout haben grofse Unterfuchungen darflber enge,
fiellt, SelbA La PIoq^ fachte diefe Erfoheiniing darch
Xä. Theorie des Tfhkiis. ft 7
iSfi^ Apogeumft und Telnes Koot^ni find deiqoacH
' fo
I?. - - : • ■ •"•■ ' •
^•' «!«• «ndere Hypöthere, und dnrcli -^e 'f^cceflive ^ort-
m ! . .pflamang <l«r 6ch w«rkTA Ft lu e 1 klä reu . A HVin nat hd em
^s' .'dite a«aeftni Untvrfuchungen und Vergleich ungen ddr äU
^V tdflen Beobaehtang«a mit den neueren un^ideifeglich
*^y iMftidget fiabeo', dafs in den Bev7-egiin-£;pn dei VIo'ndt«
•v'iAf^OgMiiin tt'pfl MmtM Knotens eine Ferßputvng Statt fin.
:) 'dk» Co' iDttCKe* nKin diefa an» derfelb^n DtfAche, Wie^ di«
^^ 'BefihUitnigunff der mittlem Bewegung des Mondes ; er-
-u.^l^Mii kOnneh. Allein die Hypoihefe des ätherifclien Wi«
>^> dnrftandflf fovrbi'/ als die der fuccertived- fonpflanzung
l 'i- dir Seh werkniftV' 'geben beryde iiwr feftte Bejchieiim^ung
i-.'<id|gr triittUrtfn -Bewegung, ohne die des Apö^cums 'und
-i'j /^gs Knbt«nt'1tu''itidern. Folglicbrkortnte die Sßculai -Glei-
chung des MoniJes nicht die Wirkung di^fer beyden' Ur-
' lachen feyii; nAd lUtte La P/ace ihre wahre Ürfache^auch
•^•faiekt gefunden t fo wftre fchon die'Eifci^einung der'Ver«
n^-'^Hnng in' der Bewegnng de« Apdgedft^l und des Kno-
"•'Imsi» und LA Tläce*% ß^rcchnnng dör boyden obigon'lly-
•^'j^hcfen hinUn'glich gewelcn, ftö gahs'aaa-AurclilipueB.
*'' Allein f.a ■/'fnCe fand durch Feine 'Tcluininnige An^Jy^»»*
'* -dab' die Secular* Gleichungen 'd'er'lßxoen'tric'iäi unfnidr
^' "Erdbehn gätls' JLfank^che in der iiriiiferen Üowr^nvg d«4
Mondes heivor1irind:''n, welche zunimmt, w«--.« dielt
--■ JSxoentricitit'abnimmr » und nmgek't^hrt almiinint, vif^kmt
*''*)eBie manimmt.' Die drey Secu!ar OK-icIiuiift«" <!•»» <f.M^
lern Bewegungdr« Apo^eum« und 'des Knoi'"S fc*4Ui»*^4
• lach nach dieferTbeoric voiiknnimcn mi» d-i«: *»■ ^'M-<••-
''''hliDgen, und rtehen unter lirh in denn "b'^-tUod jf«! .^
' Itiltnifs der Zahl*/n i'o. 33 und 7 ÖsH» fcu v--i*.^^, . ^
■ ''deU data grötsten GeoiVi tern diefc w-hic JCrlwi^...
•■ Isilge entgangen ift, nm fo m^h» . da La rtm»^' .<
'" "Expofiiion du Jyfieme du monde nachher A^^^Vf-"- *•
f. r. Ar 4 AiisgXh«]) dafs inaft adcih ö&li Im:!"
Jlbto. Cörr. IVB. idox. ,1
fo eeDan bekanpt, als irgend ein Datum io d^ Aßri
nomie • • • ^
Analjfo SU dififer Erklärung hfttte gelingen können. Äl-
.. leip »"> wenp . die Wabrheiten dinro»hl ' bekiUini: IU4« Tc
.w^rd der yVeg ihrer Entdeckung aaimac leiehttf.:g^nB>
:. den l Xa PJaoe erinnert in feinem Memoirft £ilbft s
lei i<2f'0J /«^ .p/«{ fmiples Jont prpfque fouJQurt COII0S ^ qm
i'offrent les demihes ä Vefprit humain» . . I^a Orange
in den Berliner Memoiren f&c 175^ £. ^39 «benfeUft -Fof '—
,, »ein fflr die SecnVu^Gleichangin mit^edieiU ; voßA e^^
£igt: »^ negligeai d*appli^uer nwSrfommUs ä la Lwok» c^^
tfui ne demandait . gue des fubßittUioTfS numsriques tres fad*
Us^ et -ptMis ßmples qup pour les pJanete$ prutcipales^ AI '^
^ lein de fich in diefee Memoire, .wjeXA Orange- B*y2g^^
? 2eile 6 felbllgefleliel;« ein Druck - oder Aecliniing^(«ble^
, «ngeCphlichen hatte, und diefer FeUec dae Glied derFor*
' . »el im Verhiltnifs
*' CO" ' '" dwheifst CEntflC 5 5"« CEnt^ S 0> i
und alfo looooomahl kleiner macht» ala ee wirkliciir ift, 1
fo fcheintt daff, wenn man blob ntanerifche Sahfiitutwnen J
in den JLa Grande* fchen, Formeln gemacht hätte» |Ban
fiatt die wahre Entdeckung der Orfache der Secnlav- Qlei*
«hungen so machen » eher vermuthet haben wftrde , daff
die Theorie nicht .;hinreiehe, fie su exkJiren • weil ihre
yRefultate nicht mit den Beobachtungen übereingeltimmt
haben wördto,
Bey diefer Gelegenheit mfllTen wir nnfere «ftronpral-
Ichen Lefer» welche vielleicht nicht fobald Gelegeisheit
haben, die Memoiiet dea Parirer .National- Inftitnts zn
Geßcht^ SU .bekommen, auf einen Vorfchiag det $ena^re
La Place aufmerkfam machen, auf welchen er einftn.gro*
Iten Wcrth fettt. Er ift der Meinung« dafs die . Unga-
* wifiheit , ^welche die Beobachtungen über die Secnlar»
Glieiohungen dee Mondea noch ül^iig lalTen, hauptfächlich
▼on jener über dlo Bewegung dejr JSachtgleichen, 4ind
der eigenoi Sew^gtwgen der Fi^&prjae herrühi e^ ^ Er
.wOnlckli
• Xn. Theorie des Mondes. fxp
-VHlBTcIit ^be^, udd' «mpflelilt den prtctifclien Aflrono*
tnan auf dat «Dgtle^entlichfte , die.^kisimlUcheii KOrpef
fo oft alt möglich unter einander and mit der Sonne ma,
"vergleichen. Man weift » daft die miuleren Afwegna^
'''^<ea der Sonne und der Planeten Muw9randerUch ^d« Di«
-Seobaohtungen ihrer Conjunctionen, ihrer Oppofitionea'
.>':«iidf ihrer Eioogationen unter fich würden die Verhlltnil-
• Xt ihrer Bewegungen direot und.an«bhlngig Ton d^nBa*
\i »IT^I&^^ß^B der Aequino^ien und der Sterne gefo^n» fo wi»
. .4ie Finft€rniire die Mondt - Bewegungen , in Beiog aoT
' die Sonne I direct und unmittelbar geben* Allein wieritf-
le Aftronomen in Europa find wol im Stande« folctie Be«
Obachtungen tu machen? Für Conjunctionen der Plan««'
■ ' ten ging et wol noch zur Noth an , wenn beyde in ei« '
i.jiem Parallel find; aber fie werden etihOchft feiten feynr};.
&It immer wird der Unteifchied der Doclinationen be^r^i'
der Planeten fehr betr&chtlich feyn» woferne ^^ niohcis:
den Durchfchnittttpnnccen der Ekliptik und det Aeqoi«
fort fich befinden, Es wird daher su diefen Gattnugeya
Ton Beobachtungen immer ein fehr gut in der Mittag»«,
fliehe aufgefielltes Mittags • Fernrohr erfordeTt, und wie
' Tiele find deren wol auf unferen berflhinteßen' SternWar*
ten anautrefFen? Hey OppofitiOnen der Planeten ift dec
, Fall noch mifiiicher. Wie viele Aftronomen können fich
13 Stunden auf ihre Uhren Terläflen? Und werden felbft
diejenigen« welche et können» et nicht ;ficherer finden»
' Sterne in der Zwifchcnaeit zu beobachten, um fioh. da-
durch dea Ganget Ihrer Uhren sn verfichern ? Dann fällt
« aber der Vortheil Weg« beyde Planeten unmittelbar mit
oinander Tdrgleicben au können« Der Vorichiag (cheint
i^berhaupt eine practifche Schwierigkeit au haben« wel*
.^ ehe nur durch die «llerbefien Werkzeuge , unii durch ei«
He g«ne bafondere Aufmeikfamkeit gehoben weidenkMUi«
Et find vielleicht nicht drey Sternwaiten in g«oa '£iiro*
pa, wo diefet mit Sicherheit geleiftet wttdta kön&lü-
]U8.a Monal^ Cmefp. Hou AV^VßT.
M.» : • . ^^..$ p0nnuud Jßfi J3i\'
""- ': • '.'-. Ich fefaemit vieleiü Leidwefisli ausTb^em
Schreibep, dafs. Äz/r^'s Krankheit' fejne vortreJ^che
Äri^eit fo fehr verfpäi|pt. Ich hoffe und wüiifch^^^daGi
eine Erholungjsreifq. uach Gotha *) ihn herftelleni » ^nd
iJbq^'P«ue K^räfte geben wird» feine neuen Möads-
Tafeln zu vollenden. Ich befchäftige mich gletch-.
fUls fehr viel mit der Monds Theorie; allein j^Wehr
üjh üben diefen Gegenßand meditire, je fchwiilrllger
fdi^qt es mir, gute Tafeln der Bewegung des Mon-
des in der Länge aus der Theorie allein zu eutv^^er-
fen, w^gen der .:^u, geringen Couvergenz und der za
groben Schwierigkeit der Approximationen. 1ja4tt»
fe^ nähert fich meine Aualyfe mehr als irgend ^cSne
andere den Beobachtungen ; allein um ihr die PrSci-
fioii zu geben , welche noch fehlt ^ fo müfste maä fo
mühfame Berechnungen machen , dafs ich fie gar nicht
nnternehmeu kann. £s fcheintmir demnach dasein«
faphße und dasgeuaufie 2u fejrn, unfere Zuflucht lu den
Beob-
^^^3 ^1^^ ^ Juniot bfttta ich .du Ungft «WJirtetd Vergafigeo,
xueinen Freund Bürß «uf Seeberg xa uronixien, unMei«
ne per fönliche Bekenn tfcbaft zu miiohen. Er kam in* ei- /
aem (ehr kraokeo Za^nde hier an. AHein die Keife»
die Luft- und Oruverinderung; h»ben in vier Woohen
fohon fo heilfama Wirkungen hervorgebracht , daCl' eff
fich fchon anhaltend mit der Fortfetsung feiner fchweren
Arbeit befcbäftigen kann, tind alle IJofFniin|B;en vorkan-
' den find, daCs er feine neuen Monds Tafeln ßläcklich
'<•• vollenden virird. Bürg hat auch den Vorfats gefaftt, feine
Telbln fclbft mit dem Uimmel so ver^Uichen , and den
•>'-lVlend, fo oft et angeht» mit den ToitrefFlichen Werk-
.^^^seugen der Seeberger Steri^WAXte zu beobachieiu v.Z*
.-. TXn: Theorie des Mondes. 121
^MV^tWaSCfl wk nehmen. Älleio ich btn nichtd^rrel-
Jban M efa^mg itt Betreff xler MoDds Bewegung in dev
StaitflL' Die ApfitexiinatioiieD id dieremPauct find ein»
fuhermidgeoatteri Co daft ich glaube ,.dafs die lli^o-
lie.lMteriir einen Vorzug vor den Beobachtmiemhä^
pndd«, fo viel ato möglich, die Tafeln von der Theorte
iWiingen'mäJTep, To iftmeiDO Meinung, dafamaDber*
fcr dann tfann' wurde, weon man die Breiten -Ta^
frln blob ans der Theorie berechnete, wie mau et
■iit den l^anllaxen- Tafeln gethan bat. Übrigens ift
IHi geringer Uuterfchied zwifchen den Hefuitaten
meUier Aualjfo und den gegeuurärtigen Tafeln , dafs
■wo dieTe dafür annehmen kann, alt wären fie un«
iMUelbar dnr^ die Theorie felbH gegeben. Inzm-
fchm • w^u Sie an Bürg fchreiben , fo bereden Sie
ihn doch» aodi diefipn Theil ans den Beobachtungen
M befkUppien ^^^
Ich
-'^^'«1^ gUÄh«, dnreb «ne Itnge Ecfahrang beUhit, bs-
hanplso tn dArfen» daft der Br^itenfehlcr Ton Mayet^%
oder Mafon*% Tafeln bey guten Beobachtungen nioht leicht
AImc to' belnge; vielleicht dfirfte felbft diefer fehler
lakim warden, wenn die Neigung der Bahn um einige
' 'Second^ Vermindert , und die neue Gleichung der Brei-
te angeweiidet wird, deren Entdeckung wir dem Scharf»
finne iKefol gröfsen Geometert su danken haben, und de«
' ni!ita'*0iCsyttV"wie mir fcheint« durch Beobachtungen nn-
. \ wideiffpreaUidli erwiefeoift ; flbrigens fehmetchle ich mir,
. flwilsyrei pn^fehe Aftronomen werden meiner Meinung
üi^, dils man von der beobachteten Culminaiion det Mondet
aMte Oe«si|igkeit erwarten dflrfe, alt von emer beob-
^ .$il^if$tft^'J(9^V^'I>iftmn, oad dafii maa folgUch Tchwer-
liA.lMllJ^<Wi^^ Gleiohuagea fUi die Breite ans
X ^ I 3 BeobaiBh*
121 ManaiLCqntfp. tioh JVGVST.
' Ibtk baWäliff booe mit aarseifter SorgMrdSilAli^ '
gleichheiteo 'h^immt^^ welche &k^ KeAmftife ^gf^
eines wichtigen Elements einCchliefsen. ^Ich liHÜ
wotetfk die Berechnnng der' Seeölar« Gleich migen des
IlilondeS' wieder vorgenommen. Bürg' mscht dit'dtf
inllleinen Bewegung in feiner Preisfchrift dhip 7* itt
diefem Jalirkondert *). Ich glaube , man müfle/it^
auf 11' fetzen, und fich fodann der Tafel beüienent
die in der dritten Ausgabe der Jßranomie La Lande $
befindlich ifL Diefe Tafel fetzt die Secnlar- Abnah-
me der Schiefe der Ekliptik auf 50* • und mir fcheiot)
dafj diefs das wahrfchelnlichfte Refultat über diefen
pynct; iß '*''^> Auf diefe Art ftimmt die mittlere Se*
cular ^ Bewegung des Mondes , dit Bürg gefiindea
bat, 9uf das volljkömmenlle mit jener, die Boiwari
in feiner Preis rcbtiftbeßimmt hat, tinfd dleHen Arbeit
über die mittleren Bewegungen mir vorzüglich gut
fcheint«
Beobichtaagsn «iher su beflimaisa , als'fie biiher bi«
kaiint find. B — g.
*') Stier rcheint mir ein Miritrerfiindatft si| feyo , ich ha*
be iftiitier die 3ecuhi-gleichung -+- n.'lSSn** -Ho»o44a* g«*
b^aacht, wo n die von 170p verfloITenen Xihre, durch
* handert getheilt, autdrficlct; vielleicht tOhrt et daher,
dart ich für die Epoche von 1779, 7" alt SecaUrgleiobang
•ngefeut habe^ To wie üe aus obiger Formel folgt. 4r-^«
*^') Die Theorie fiimmt bey diefem Elemente nicht mit der
Beobachtong. Schon X'uttents in Floreiia fetite Aitte Se.
calar • Abnahme anf 34*j4; La Lande findet 4i*^und ^6'»
Duc^la-ChapälU 38*. Aiiein weit^'hnfen wird man fe-
. hen, dafa litt Place darauf behartt. nndSiHdel^hölt'däraaf
dringt, ^[^ 8eQi|ttr AbBahmt tu W tetaMAmM.'
' Xn. Theorie des Mondes. 12^3
Cchrint« Übrigeiis ^ebeb die Bradteytchen iBeobach-
tangen » mit den Mafkelynetcheu verglichen , ein et^
nvas verrchiedeoes Reroltat von demieuigen , das ani
iem Vergleich ,der Mafkelyne^ichen Beobachtnngea
fait dem Flam/leed'tcheu £o\gt. Ich v^ünrchte dahet
fehr, dab fich Bürg die Mühe geben möchte, die
Bradley'tchen Monds -Beobachtungen., welche jetzt
heransgegeben worden, in diefer Hinficht za berech^
Ben *).
Ich finde au meinen erßen Beßimmungen der Se*
enlaf - Gleichungen eine kleine Änderung nöthig*
Die Secolar- Gleichung der mittleren Anomalie, wel-
che ich zn fl der mittleren Bewegung beftimmt hat-
te,
«3 Es fohlen mir immer fehr rithfelhaft; M% msn ^^
▼sifchiedeas YerbefiTerangen fflr die Seeolarbewegong
dsr micüeren Liage des Mond«! erhält, wenn man Bam'
. fieä^M BeobachtaiigeQ mit denen ron Majkelyne , odef
MnMey'B mit denletsten. oder endlich die erOeii Beobachff
toogea TOB Mafhefyne mit feinen leuten rergleicht ; nadi
gtretit auch, man wollte Flamßeed^t Btohkohtan^v^ sus
Granden autfchlieben , welche hier xa «ntwickehi m
weitlinftig feyn dürfte , fo bleibt mir doch der unter-
Ichind Bwifehen den Reftdtaten aus BNidley** und rnrnfkim
fym9*% Beobachtungen rithfelhaft. Tietlcicht verbMÜMi
die neuen Gleichangen fdc die Linge des 'Mondes, ds»
rea Exiftens La Place nach feinen neneftea Brinfon rtKm
mnthet, einiget liebt über diefe Schwierigkeit» was um
fo möglichsr üiyn könnte, da eine diefer Gleichnngen eine
Fttriods Ton mehnren Jahren hat. Ich bin Ib sbs« damit
• hsfehafiigt, das Dafeyn diefer Glaachnngos an Beobachi.
thogan SU beftitigsa , und hoffe den^ LeCn dar 211 GL
die Rafnliats hisrflber ▼ork^g« ai kAuüL
l4 B-ßw
12^ monat^..fifrreSp. 1801. -JV^VST.
te, düie kh fetzt cur 4 mahl fo grob^ So finde, kjk
.fUe.Secular-.dleichupg des Kpoteus ftattf^ devmitfp
^erei); Be)yrgui»g,. wie ich roxher hatte» jeui v^^
PLeJte Secular./jjeicbtitigeu ßo.d durch alle <^ltQ « .]koo
^en CJialdäer^^ .GfiecheD uod Arabern beoba^teteip
JFinflerniße.bea,äitigt ^), Ich fehe fie ala ein der keb
3.; . . - » btrljbn
ihr. .:; .. t juj i. , .. . ; *. : ■ / ■
^3 Der berfihmte Oriantalifte Golius kat ant auf Ihn* TM
- • Arabifciiewj.-Mfpt6 QA,G £. II a 8.2S2) m« drey Fin.
/.j.i^^r^iflV'ii bel^anot gemackt «- welche bey Oiroiii de^Jd^ •
-. • *"®'? i^7»oS78 und 979 beobachtet Word« find. Dieft
. ;. . df ey Finfttr|)ij(re find in der Gefchichce der Aftronomif
fehr berSbrnY ^eWoiden , weil fie uns die Befchleunigong
der mittlem Monds- Bewegung zu erkennen gegeben hsp
ben. Viele Agronomen haben fich ihrer nachher bedien^
'^' ''die wafiröG^^ifl-dieter Qngleichheit tu beftimmett« Alf
:" •• )eio ee blieb- zMmifeUukFt, ob et wirkliche Beobeebtosgeo,
'.-'■ öder ob ef blpf» 4ti8 unFoUkommnen Tafeln berechnete
t'ii Pi/iüernilTe waren« Diefer Zweifel ift nun fowol dorcb
->; nZi« Blac€\ Ebtdcckang der wahren UrCache der SHealav-
^.' 'Gleichungen.^. «1» auch durch Coufßn% Tollfiindige Ueber«
L. . letsung 4^ «FrigmentB von Ihn 'Junis glOrklich gehoben
: worden. Die Uebereinflinimung Ton La Placei$ Theorie
mit den Beobedbtangen , und 25 andere FinAeraifla, die
.. ..Xauffift. in ^^i.*fier Anbifchen Handfcfarift aufgefandtfaihat»
1 . . Ia0in hierilhdr. keinen Zweifel mehr übrig > und Bt^npurd
fand aui diefi0n .(owol als aua denjenigen ChaldaeifolMn und
., Griechifch«» Beobachtungen , die uaa ftpUntaeus anfbe»
halten hat,.«|le drcy Seoulai-Ungleichheiten der naitllera
' . X^änge dea Apogeume-uod des Knotens» fo;nrol doreh die
Theorie, aU aufih durch den Vergleich der Flam/kßed"'^
ii fchen Beoi^achtutigen mit den Maskelyntf^oh^n.MVLi das
▼pllkonuiij^i^e befi^tigec DieCs .38 Arabifehen Bcohach-
ti^ngen vpm itf^^« hia 1004. ütdutanM im U^Batode des
,Mem, de VInJt. nat,,§^ angefahrt, v. Z,
♦Vi — -k -* ^■^*. ö
1
; XII- Thrn^ 4es Mondes. .: 125
hirllen Rcraltate der Theorie d^r allgemelneii Schwere
an. l^eDn Sie an Bürg fchreibeD , fo rathen Sie ihm,
aiefe Gleichiuigeo nach diefeu Verbältuiff^p in feine
Ataeq Mand» -Tafeln aufzuoehineo. £s gibt in der
Theorie des Mondes zwej febr wichtige Gleichuu-
geoj weil fie beyde von der Abplattung der Erde ab*
hSngcq. ..Ich hiibe fie aus meiner Theorie mit gro-
ber Sorgfidt abgleitet und beftimmr. Bitten Sie Bürg
in mexnem'Namen , diefe Goefficienteu mit grofsem
Fleib so beßimmen *)• Die eine iß die Gleichung
für
*^ Tdi lühe diefe beyden Gleichungen mit tUer m5g!ichea
Ao&n«rktinikeit beftimmt ; die eifte fand ich nach wie*
dar böhaö' Verfu eben -4- ^.'g^io* Long. med. Q^, wie
' Ich fte hey den erften Bemtibungen gefunden hatte; dio
BWiyie ^, *tf Sin. Long. med. C • beyde * werden »war
■ielit g*ns die nimliche Abplattung der Eide geben , doch
wird der Untorfchied der Abplattungen, welcher ans bey«
. ibft fblgt, fehl gering feyn ; wire aber auch der CJnter-
fihhfdbeträehtliclierg fo dürfte et nicht befremden-; bey«
de örOfsen j wie ich fie ans Beobachtangen gefunden ha-
ha', hingen von einander gar nicht nb ; tie fiod aaa gans
Tüifthiedenen Daten beftimmt; die eine auf Culminatio-
"wütal di^ andere aoa Zenith - Dißanzen. Schon auf die«
Uläi Gniüde ift ihre nahe Uebereinftimman^ g^wiff be*
ttatfItifigfWerth. Wenn man noch bedenkt, dafa, um
die Gleichung der Breite def Mondes au finden, läehrere
Da|&. aoa ' Beobachtungen angenommen werden xnflflfen ,
diä Bicht mit mathematifcher SchArfe bakanjit feyn kön-
,Biqi: .Co Ccheint mir diplH ZuIaxnmentrefFen auf fo ver-
fahiadenen Wegen noch* merk wArdiger. Man mnft den
Collimauonifehler , dieRefractioh. die Parallaxe dea Mon-
-dfjp, Xainen Halbonefier und die Breite dea Bcobachtnngs-
Bffl tm'dtr beobaduatea Zenith - DiAanx die
'^ " ■' I 5 ' * Abwei«
flfl MonatU Cßinrefp: igth AVGVST.
ftir .dte LäVrge , die von der Lfioge des knoieosiib^
* Wogt;
I ■ «.« . . i\
, Abw^ichoii^*, und aus dieter die Breite hersuleiten, Üi
ich vor menreren Jahren diefe Data bcHijnmte, oder aiK
nahm /koit nie ich nicht die entfern tede Muthintrtoag ei«
•f ' • ner'muen Gleichung für 'die Qrcite haben;* ' jetzt fcbeint'
mir in den gefundenen Refultaien eine wiehtige EmpFeb!
lung/.diAfw .Elemente tu liegen.; die Fottfetsung-diela»
Betrachtungen würde mich aber hier tu weit Ton du
ßa,uptf«che abfuhren » nur fey mir erlaubt su bemerkeOi^
wie fehr ef jeden Liebhaber und Kenner freaen mfiCTe»
die Kcfultate der neueren geodetifchen Meflungen uod
der TheoKie des fcharf&nnigen La Flace. fo fcKön beAitIget
lu feben. Für Aßronomen habe ich bey diefet Gelegen« '
heit nocU hinsusufotzen^ dtfs ich die Gleichung der Brei«
te, welche ich aus %66 Greenwicher Beobachtnngen iwiv
fchen, .17(55 und 1793 benimmt hatte, durch altere Beob-
achtungen auf eine unerwartete. Art betätiget fand \ ich
hatte näinlich vor mehrerisn Jahren Sonnenfinßemilf« he»
rephcft» um die Bewegung des Knoten^ zu befilmmeo.
Als ich vor einigen Tagen die BeRimmung der Liiig»dei
Knotens för 1779 neuerdingt vollendet hatte, fo trerfoch«^
te^ichauch, feine Bewegung nochmahls herzuleiten , and
wendete bey diefen FinAernilTen die neue Gleichung fftr
die Breite an ; die Breitenfchler wurden dadurch auffal-
lend vermindert; ich feuedie Breitenfehler her* wie ich
iie ▼pvmahls gefunden hatte, und wie ü« dorfh diefe
neue Gleichung verbelTert worden find«
Tormahlige BreiteA-
fehler l^tsig«
1666,5 Äctipf. ©....... — €,"9 — 0/9
1684. 5 -^' .•...-.. 4 . —- 12, o «^ tf, I
1685.0 öpcolt. u n • • • *• -H- 13. 5 -f- 7, 1
1687.3 EclipL 0 — o, 6 :: — 5.»4
i68i>;7 — ' — ^4 -^4.8
1694. S *- i . k -^ II, 3 — %7
I?^5*3 ""• ••••••♦,••• — 0*7 ""■ 2»o
1 Di#
Xn. Theorie des MoAdes. ^ «27
Dgt 9 bod di« Bürg auf 6*,8 btzt ; die andere ift die
eichung für die Breite, die vom Sions der wabrea
lüge de« Mondea abhälft, und weiche ich -^71"^
lde^ Die eine und die andere geben nngi^hr ^4^
r die Abplattung der Erde. Sie haben zu diefeni
diafe den Vorzug über die geodetifchen Meffonged';
f& fie'miabhängig Von den UaTegelmäraigkeiten dei
'dgiiftate lind. Es liegt alfo fehr vieldaVan, &e durch
DO lehr grofse Anzahl von Beobachtungen zd be^
mineii.
' Eine eben to wichtige Gleichung iß die der LSn^
I, welche vom Sinus des Abfiandes dea Mondesvon
iT^onne abhängt. Sie begreift in fich die Sonnen^
»^llax^; Ich habe bej ihrer Beftimmung di^ Ap-
roximationeift fehr weit gelrieben , fo dafs ich fie
ttt durch die Theorie fehr genau, beAi mm c glaube.
iTenn ich den Coefficienten diefer Glei/chung zu 2 '
»*!* annehme, To wie Sie mir fchreiben » däfs ihn
lürff gefunden habe « fo finde ich daraus die Sonnen-
'araflaxe 8/6» Schreiben Sie Bürg , ich liefse ihn
ittep , diefen Coefficienten nochmahls fehr fcharf zu
eÜiümen '*').
Die Cofjßante der Monds Parallaxe verdient gleich*
alls groC^e Aufmeikfamkeit. Mao mal» diejenige»
. ' die
Die BepbAcbtangen Ton xtfS? und i7o(; fifi^i« mainsn
Papieren ids sweifelbafc beaeiohoet B^g.
*') Ich hebe diefeil Coefficienten bey der iweyteir Analhe-
raog 2' 7,^1 gefanden; erbeflitiget die Soaiien - Paral-
laxe , die ttian tut den 'beobachteten Vbrilbergit^en der
Vennt Vor der Sonnenfcheibe gefolgert Hat; der Unter-
' fühied düriäf beydta Ws^^id'eihtbttSB PasiOhäM^bi
weht Ab» Vis. B^ß. • --'^ ..'H-^vir-;
128 Moiuttl. Correfp. i8n. AVGVST. ' -
die tn La Lande's Afcrouomiß.yorliomnigt b^trii^t-
lieh vermiiidfliTn » um fi^ mit dfit Theorie «a vorebi' '
barciir. Allein dia BeftimmuDg diefer €i)fifinm9%m
deo ^faMhachteteo Ab\x^ichiiogen de» MfHides' hSjog^
leider von der Strahleubrechnug ab. Das ift «Ufo «M
ebeti fb:iiuralicher als wichtiger PuQct«>deuifib.SäljK^
l^aDAter.'Sörgfak und Sueuge beßeoeiQm^fiifaiil *<)»j
. Was die Form der T^fela betrifft, ümi M^^eüMiftSil
mich .bsfragen » fo ift: dieCe gx^oz gleiohgiiltii^ij £är|;
fchcint mir bis jetzt dem 71 Player gefolgt Ktt'Cqf»
Diefer bai ik2ich. Newton.A^9 Apooeum uudidenMoiicb« .
ILnpiet .dcir<b dijs jährUchjpn GleichaogeaT^rfaelTe^U
Dicp erfpahrt freylich ^ie Ungleichheit, ^^e*:v)(»in:Sir
Dus der mjittlerep Mondes - Lauge » mehr der miitld-
rePtAnomaüe der Sonne, abhängt; aUcta wäre «•
^0 Als icb alißng» miah mit VerboITarang da: M[oiida>X^
Xela cu befcUaftigen , wsc eine meiner «rftefi • Ai^beitea» "
die Monds • Parallaxe zu beftimmen, welojbe.icb h^ msi*
nen Rechnungen aiioehinen mufate; ich fand auf ▼erfdu«»
denen Wegen, dafs man die Hoiizonul- AequatoriaU Pa-
rallaxe der Londner Ausgabe von 1770 um lö* ' Termin*
dem mOffe; G.e ift eben diefelbe, "Sticht La Lande in <
dstf ■ sWeytw Ausgäbe - Teiher Aftronomle Anjgenommen
hat; nur ift ^t in diefer fdr die Breite von Paritdurcli
die Cornprefüon ^f^ reducirt. Ich habe übrigens go-
glaiibt » 'isifae etwas gt6fsere Refraction annishmen sti mflC>
Ten« als *dia BraMeytchti zieht man die letzte vor: fo
wi!)|i:de^man die Parallaxe, noch mehr vermindern mOlTen,
/v9rozii.fber dia.Beobj^chtnngen, die zur 3eftiramung der
Pai:4Uxe banutz^ \ifror/d(ei^ßnd^ und die von der Refraction
nifiht. abhlqgen^ kfi^ Rfcc^t geben; ahrigf^s .ha)M ich .
gebriacht. B^g. ^ .,. - d .-\o 'i^<>l^ u: .
;'•" yjl.r Theorie d^s Mondes* - ' 129
HA d9r .Glfiichförmigkeit lyilkn nicht heßipji fieü
Un^letcl^heil eitiz|jführep ••. Ji^d dai A|M^gft^fi Did^
m T^f^^f m,^ £beo To , wcdiü man bey der Breiten*
89We{|f|i>g:4ia tJug)ei.cli|»«it:.^ufähr|e, ,^e vom Sl*
«m ,de« .«Afgaments der Br^e,- mehr der mittleren,
AdpiV)b1ij) der Sonne i abt^iage ;; fo brauchte mau ejbea^
HU dje Län^e ded' Küqieu9 piohr zn verbefferp« »Aii|^
diiere:^!^ iiot^rden dieAT^imiente der 'Catehi X^niimN
Jidi.'.T9P>d0rXelbei^ Foym->Ceyu. - Übrigens ^ da alles.
iß^ far Genauigkeit der Tafeln nichts bey trägt, Uk
Vßg'ßürg; JUefes fo eiurichtQn « wie ^s ihm am beßea,
4änkt4x npd bey der alten Form bleiben t:l>eIi9tiQder»/
4a, er ^difilf tilgen Tafelp ii^ diefet Form mi^ fo.vler
Ifia Bfobachtiin^en ver^licheh hat ^).
.,• W^ die Gleicbuug betrifft» die vom Sintis der
Dißaux des iVIonde« vom^ Apogeum abhängt , « unfl >vel«.
cbe Äürgrjout ungefahrii" findet, ich hinge^n 17*^.
geCu^d^ hatte: fo gebe ich gern za, dafs Bürg fich
in diefea Refultat der Beobachtuug balten mag; denn
icfafehe G^r wohl ein , d^fs dU verna€his^fiigte%i^j|ie*
dir in iti^ipen. Approximationen $ bis 6 SectmdeDi be-
tragen köonen ^'*'}<
."" . Ich
» ■ ■ ■ . ...
^ tfih Wftnsice» JaTi ich yon dar Forra, dia:X.arP/ara an-
rith, nicht früfaier Gebrauch machen konnte;, ich wArde
£6 Torgeso^en haben.' Meine Papiere beziehen fich aber
Aof die Vorher angenommene Geitalt der Tafelfr« und ich
wflrde viele Zeit verlieren, he nmcuarbeicen« ohne fflr
die Genauigkeit etwas zu gewinnen. B — g^
**") Nach meiner leisten Unterfuohnne finde ich dtefe Glei»
ohnng ii/S'fehrnahe, fo wie fie von JLaPlaeg iifkh§t
ans der Theorie beftimm^ worden iA» £ — f •
128 MonitU Com5p^H^tr^\^j;sT.
die in La. Lande'$ AfifQnr .^^ ^^p^ .^ Jen Tafeln
lieh vermi»dwn, nm n . V;^,g^iairen find, befoa-
bar€». Allein, di« ' ^^>/o forgfältig unterfadit
den fcMbacbtetep ,/ >; ;5;^/ich . dafs die Snmraa all«
leider von der f ^'^^V^Vgten Gleichungen auf ein*
ebeii Cii^mifaU -^^^pnen. Mau mnfs dem Mafm
^ekanAil«f:f ^ / ^^;r^^jerfahre^ dafs er ani
. : W«i '' ^^'^ üD^ aofs din' JBrflif^'fchen Beob-
"*^'^ 'o^r^räteo Vortheii 2u ziehen gewuSit
fchein p^^^ ä^^^^^^ Verbefferung der Monda -Tafeln
^*® y^/f<' .^grzbare Arbeit war**), Es war kein
^ '^'(1«^^ antere heften Sonnen -Tafeln noch ei.
ifTifi'^^/ixrjottte fehlen konnten. Ich habe gefnn*
p0 ^^^^^ es noch viele kleine Gleichungen gibt, die
^^"^'^ber vernachläffigt hat, und die von den Ex*
^^jcititea der Venus , des Mars und des Jupiter ab-
^^ü . deren Summe bis auf 12' gehen kann. Ich
zweifle
,41^ Man Icann im IT Bande der M. C. S. 153 TeheB, dab
garg alle AZsyarlfche Gleichimgen unterfucht hat , wonis-
tat fünf (lad, die 2* und darüber betragen; ihr« Snmiiie
kann bis auf 12' gehen. Allein wir werden in der Folge
fehen , dafs Bürg die Exiftenz noch anderer Gleichungen
ganz richtig vermuthet hatte, die auch La Place nachher
gefondenr htt^ wie^ unfero liefer weiter -unten finden wei-
den, V. Z*
**") Majön iftfutfeinenFleirs und feine MAhe fcht fchlecht
belohne worden; er iii vor Gram darüber geßorben.
Mögen e« diejenigen vor der Nachwelt verantworten,
dieandiefer Ungerechtigkeit und an feinem Tod^ Schuld
Waren* i)er nnheftechÜche Grilfel der Gefchichte hat
diefen Vorfall aufgezeichnet ^ und er wird ihn gewift der
Ktchmic a herlief ern« «». Z^
XII. Thiorifi du Mondes. * l^l
^c.&i.ch^, <Ur9, wmn man £o initiii|Don,..dk
- Tafeln Heb augleich mehr den Beobachtuo-
rn werden. Bouvard hat diefe Gleichungea
c;inen FörmeluC beAimnoTt , nbd De LtnAre \nVi
nach feine Sonnen • Tafeln ganz umarbtkeD *J.
te» diefed erfcheint im drittta Bände m^i^et^Mica-
que ihUße ^ welchen ich kdnf tigen Winter 'üem
riick' ;tu übergetien gedenke. ' Der Friede wird oh-
» ^weiJTel den. Wifleurchaften eine neae Wukvngs-
^t geben.. Fahren Sie fort, Ihrer Seit« das Ihflgo
fnbey zu tragen, und auf diefe Art die £rkc^ntljch-
ilt der Freande der Vernunft zu verdienen. . ; «
9 Prinriot Jif IX.
' Ich habe nun verfchiedtene RechntiiDgen » ■ die
[onds > Theorie betreffend , vollendet » und liäs Ver-
itgtn gehabt zu fehen , däfa der gröfstls Ütitetfcifiied
^ifchen meinen Coefficienten und jenen deir Tä-
iin laicht über 13" ging Für die t^änge, xkdÄ Y für
ie Breite. Unter den Ungleichheiten, w^lcjieibe-
ft^lich feyn können , habe ich noch xwty gdfun-
lli,- ^reiche Mayer in feiner Theorie nicht ang^ge«
•n liafe/ leb lalTe Bürg recht fehr bitten , 'tefb ge*
itt als^ ttiögUch äü$ den Beobachtungen zu bettlra-
men.
*^ /)# Lambre ift gegenwärtig mit &nry§ BtjhQlU be-
fiph|£tiget • ganz neue Sonnenufelo zu entwerfen ; ■ ilatc
«^ fiflbf^^ oder acht GleiclniDgen , welche noian biaher bey
dieCinTi^Ua hatu» warden •• jeMit ao.wari^i... .
i^<5 Monätf: Correfp. lioh AVGVST.
'^' " Ich'^liiffie Mühe z» glaaben» dab in dMiTaMn
Aoth' üieirklidie GldichuDgea ansgelafTen find, befon-'
aers nachdem ^ärg^ fie alle fö forgfältig iiliteififchr
£ät ^). ' Attetfi es tk m5«Uch , dafs die Snitinie »lieV
diefer kleinen vetnachläffigtcn Gleichungen aaif elfltf
VieftHmtiiute gehto kötinen. Mau mnCs dem'üfb/Sni
^ie Getechtigkeh wiederfahten lalTen , dats eir li^'
iJfflyePs Theorie,- unfd aiifs d<5n ' jBraib^y^tehen BmIk
^htun^en den grdfsten Vortheil tu zieheh ^e#ttfifr
Aät, «hd dafs feine Verbefferung der Möndii «TafeÜi'
Ane fehr fchätibare Arbeit war**), Es warkeU'
WanderV dafs untere beftetf Sinnen- Tafeln hoch ä-'
no Viertelminnte fehlen konnten/^ Ich habe gefhn*'
den , dafs es noch viele kleine Gleichungen gibt, dla^
inan bisher vlernachläRigt hat, und did von den Ex-
centricitäten der Venus , des Mars und des Jupiter ab-^
hängen , deren Summe bis auf n' gehen kann. Ich'
• "») Man Iciiiftft im IT BwnAe der M. C, S. I53 faheii, daft''
Bürg jüle Mtfyer\(che Gleichimgen unterfuchthit ; wora^^'
urfünf fiad, die 2* und darüber betragen (iluW'SnniflMi
kann bis auf 12' gehen. Aliein wir werden in der Folg«
fehen , daft Bürg die Eziftenz noch anderer GleichuagM
ganz richtig vermutliet hatte, die auch La Place nachhir
gefondei^hftt^ wic^ untere liefer weiter unten iindfeä w«c«
dem V. 2, . . . -
**") Mafön ift £ät feinen Fleifs und feine MAhe feht fchlechc
belohne worden; er ift vor Gram dar Aber geftorbeo.
Mögen e« diejenigen vor* der Nachwelt verantvrortea,
die an diefer Ungerechtigkeit und an feinem Tod<'SchuUL-
< Waren, De^ iinbeaetihliche. Griffel der Gefchichte lue
diefen Vorfall auf^eseichnet i und er wird ihn gewirt dar
KaohWflt aberiieforn« iK Z«
XIL Thtorifi des Mondes. ^ %^i
ß,w^e,9kifit\i,:iktß» vrmn man £o mitnimmt ^.^ikt
gqnnen - Tafeln ficb augleich mehr den Beobachtun-
g0u nähern werden. Bouvard hat diefe Gleichungen
«iach^MietiDen Formeln' beftirnnft • nbd De LtnAte »^11
hiernach feine Sonnen • Tafeln ganz umarb^ken *J.
Alle» diefe» etfdheint im drittte Bände meinet 'Mica*
mtpie bhliße ^ welchen ich'kdoftigen Winter 'dem
Driick* f.ix übergeben gedenke. ' Der Friede wird oh-
i|e Zweifel den. "Wiflenrchaften eine neae Wukvngs«
Icj^afc geben., Fahren Sie fort, Ihrer Seit« das llvige
^u beizutragen, und auf .diefe Art die £rkc^ntl^ch-
keit der Freande der Vernunft zu verdienen. . • «
Ich habe nun verfchiedtene Rechnungen » die
Monds > Theorie betreffend , vollendet » und das Ver-
gnOgi^n gehabt zu fehen , däfs der gröfste ÜntetfcKiied
Zmfchen meineu Coefficienten und jenen deir Tä-
feln ioicht über 13" ging tür die t^änge, wxd j" für
die Breite, Unter den Ungleichheiten, w^lcheibe-
McbtUch feyn können , habe ich noch xwey gcifun-
den, ^reiche Mayer in feiner Theorie nicht angege-
ben TiSLtj Ich lalTe Bürg recht fehr bitten« te fb ge*
ifaa als möglich aus den Beobachtungen zu beltlra-
' ' men.
,*') D9 Lambre ift gegenwirdg mit Henry % Btyhiil£# be-
ffilüUjiiget « ganz neue SonneDUfeln zu entwerfen ; ' ilatc
ß^bi^n oder acht Gleiclniogen , welche man biaheff bey
disCan.Ti^Ua hatu, wsrden ei jew 20 wari^i.. . .
i^<5 Monätt. Conef^i tfofc- 'ÜWS:^^
ioth' meirküdie Gteiehnngeo «i«W^/ ^ '' t?
acrs nachdism \ßörg^ Hb- Klle. M //^.-^ ^' ' *
Bat *). ' Alicip et Ut:^öjilKU^/f/ / '**^; tf
diefcr kleinen vcMmcMl^^// v^ * -^oo««^.
die Getechrigkeft ' wftÄf/^'/ / ^ »icbw t«^ , '
«ne tfflt «Äf// "*«^ ^>«ftäiigw worden ift, Jefc
' •irt'^ liitl'*^ -amahli die Beobachtungen nar mit d«a
'^•^ ^ Tafeln , nic^c aber mit den .verbeflert«
^?°V * -Ä«^ vergUchen hatte, weichet feitdem gefoh«.
*««* 'l^V^Vp Wfiw es wol möglich, dafs ich einige GUh
Mtl# >><ä«^h'«y einer «euen Unterfuchnng um eine oderdit
*'' ^jiJ^ÄlD«»^« 8^ B/r4«f V^llkoiii.
. .^T^tf-.auf welch« nian die Mondstaf^la «tt.briaiM
'^f^*', '^^* «*"? neae Gleichung yop 4 ^t^'g»^
. J^wefentlich; folUe mir. meine hinfällige Geriipdhfiic^
r^Jgniyeü^ mich in der Fo^c noch anhaltend mit der wei-
r teiw ^cYVdlikömtnntitig tfer l^feln zu berchäftig<*n*'.' fo den*
... >«ich Bey mehr MuTf^ir dieC^ Gleichungerf nocbmahli sv
; «■tetifachetf . Ich gsede be indcÜea , difa ich jn^r ^iebt tiel
i> Gfwiari iUvon verrpreches denä, wenn »anjflhec dftt
8aeh^iia<^eiik,t, fo fcfieiiVt «• nichl; onwahrfcheiiiatali^
daCa fchon, 71fa/bn diefe Gleichungen unter tuchf^UlK^ (^,
wie ich, nichtt von Belang gefunden habe. Sollte er
denn die acht Gleichungen , welche er aus Mayer % Foiw
mel in feine Tafeln anfjgenommen hat, durch einen gldck«
liehen Zufall gewählt haben-, und Tollten durch einen
•ban fo fonderhaicn Ziif«ll diejenigen, die er nicht uater«
fnchc hat , keine Coeffioienten Ton einem betrajehriichen
Wertli*gfb«i? TU» kann man wol g«wüi nieiit aa#eh-
%.
— 9« wo p die mittlei^ Apoiqrite dea Mqi^
bßand des Mondes von der Sonne, nnd
' nomalie der Sonne ausdrückt. Dieb
n nach meiner Recbonu^ 9 bis'xo
^ , Die zweite Gletchnng hat^zam
^ '! 2p — 2ir H- <r. Ich halte fie
*-^' ^> . Es ia überflüffig zo Tagen .
^' % .n dem Sinns diefer WibkM
indelTeo gefchieht es nur mit der
.ccht (^extrdme circonfpectlon ), da(f ich
^ iJugleicbheiteo vortrage. Denn daich/nei'
«^proximationeu nur bis auf Glieier der vierten
«dnnng getrieben habe, To ift es möglich, da£i die
Kr'fiinften Ordnung noch beträcfhKche Äuderun-
Ai 'hervorbrlngdä können. Ües'^fi^en ertliche ich
litrj', diefe Coefiicienten mit grofi^.f m Fleifs za nn«
5f,|}ichen , und aas einer gror^en A^pogiO. ypn ^eob-
[biegen zn beftimmen. Ich lalTe ihn auch biften ,
ie Unglei(iiheit in Betrachtung co sieben, dierom
Vi^lkfl «- -H <r — p abhängt; es Icheiut mir eben-
t falls
Bsfremdend fc^sfiit ss mir hber docli, tltfi wtder
- iy der Aatgkba TeiiMr Tafeln . Boch sniertwo meltiaS
. Wi£Enis etwas bieröber getagt wordei^ ift; die Saohe qjift»
ge nun wie imaier befehalFen feyn» io denke ioh in des
Folge gewifs auf diefian Gegenftand snrflcktukoipnien«
Die Freondfduft » welobe Lm Plac9^ La Land» and
von Zach fAr mich an haben fogfttig find , ift die rdunei-
.chalhaftefte Au£Forderang für »ich« nid|it| nnverfaoht zii
Ulfen, waf eine, wenn auch not mO^i^ Anifidlit ei-
niger Verrollkonunnong gewihtt B — f *
lfbfi.C^.IV«B.f9e/. K
laa Monad. Cwr^fp. mu JtVGVST.
tttto«'^ - Die erfte dieferGtekhung hat zbiiü^ArjftMQtni
.' =*3 -I^ fchmelcbclte mit Trormilili aiit disr HoKitMig^ 41
6bMhvngBii « weichet , io. jyiay&r\ Form«) .lüOLkomnifla
ohne TtKta.Mafon ini^ipe Tafeln aiifKenff»i^iiifl]tL jftfti fßffu
Winden manche Abweichungen der Tafeln auagleichaa,
und hatte nach der erfleo VeibelTerunir nicht« antfeleei
nert, alt diefe Gleichungen zu anterfudiien ; d>e Lerer de
TWl'C. willen ant defti; was der O. £'. v. Zach iin'lf B
': B.i53 bekannt jgemacht hat, daTt nieine Erwartung dar«!
' 4ie-gefli»denen Refultat» niokcbeftätiget worden ift« Id
. üahe.indaflen diefe BeAiaiRiangen keines w^igatfiaU.volU»
detan; da ich damahls die Beobachtungen nar mit dal
ü^oyerTchen Tafeln , nidit abor mit den -verbeflert«
Gleichungen vergUchen hatte, welches feitdem gefch»
hüjn i^« fo wftce es wol möglich, dafs ich einige QIA
clinngen bey einer neuen Unterfuchnng um eine oderdii
a94h«^ fi^oande giöfser'fiAdefr könnte. Beyr^«^ \?elIkoiii.
inen^eitf .auf weiche man die Mondstifeln ztt.briagi^
Wiiafcbti .wäre ein^ neae Gleichung von -4. io4er. 5' m
wifs wefentlich ; folite mir . meine hinfällige GefupdhaSt
erlauben t' mich in der Folge noch anhaltend mit der wei-
tem ^cYVolikömftiniift'gflfetlHifeln zubefchäftigen,' fodea.
keich Boy mehr Murrsediefib Gleichungeri nochmahls sn
«atertechetf. Ich geflebe indciTen, dafs ich jnfr^i^hc^el
^ Gewinn daTon Terfpreche; denn, wenn manjQber dftt
Sache nachdenkt, fo fcheiiVt *<!• nicht anwahrfcbeifüiobi
daCs fchon, Mafon diefe Gleichungen unterfuchf ^luic^ (a.
wie ich, nichts von Belang gefunden habe. Sollte er
denn die acht Gleichungen , welche er aus Mayer % Foiw
mel in fei/ie Tafeln aufjgenoramen hat, durch <*inengldck-
lielien Zufall gewählt haben •. und foUten durch einen
eben fo fondetharcn Zufall diejenigen, die er nicht unter»
fnehc hat , keine Coeüioienten von einem betraehilichen
WeEthegeb«B? T^% kann maa-wol gewifi mcht aneeh-
p, «^ 71^ .^ 0>, wo p die mittiffy ^nonjalie des Mqg?'
9i, T dA Abfland des Mondes tod der Sonne» und
die mittlere Anomalie der Sonne ausdrückt. Dieb
(ftgVtichheit kann nach meiner Refibannjg 9 :bit^ xo
Bonoden betragen; ■ Die zweite Gleichung bat jEum
l{§anient den V/inket 2 p «- 2^ -^ o. Ich halte fia
1^ kleiner als die erfte. Es iß überHüffig zit Tagen »
ib diefe Ung1eichhei!(eii dem Sinai dieter Wihka
roportional fipd. Indellen geschieht es nur mit der
ildierßen Vorßcbt. (extreme circotifpecClon )• da(^ ich
1^ zwey Uugleidiheiteo vortrage. Denn da icl\raei«
e Approximationen nar bis ai|f Glieier der vierten
Nrdnnng getrtebeii habe, fo ift es möglich« dafil die
jk^'fonften Ordnuo'g noch beträd^Kch'e Auderun-
iäi hervorbrlng^ä können. l5es^i^|^en eilhche ich
liirg^ diefe Coefficienten mit grpTjsi.f m Fleiis zu nn«
P|rf}ichen » und aus einer groben }^^figfi. j^on ^eob-
chuingen zn bedimmen. . ich laüieijiu auch bifken»
lie Ungleichheit in Betrachiung colaiehen» die srom
IVillkfl T H- <7 — p abhängt; es Xcheint mir eben-
»SB. Befremdend fcl^efnt ss mtr hber doeb, dafi wejef
- if der Autgkbe feiiUBt Tafeln , noch anderswo' meines
Willeni etwas bierflber getagt worde^i ift; die Sache 90^
ge nun wie immer befchiffen feyn» (o denke ioh in der
Folge gewift aaf dielen Gegenftand lorflckiukonsmen.
Die Freondrchaft > welohe L9 Plac9^ La Lande and
von Zach f Qr mich in haben fo gAtig find « ift die fchnaei-
^ehelhaftefte Aufforderung ffir mich, niehti unver facht su
lalTen» was eine, wenn auch nnir mOg^Ud^^ Antficht ei-
niger Verrollkommnung gewährt B r* g*
154 MtmM'CoffeSff. tgoh-AV^^ST.
hüb'f ab ob OJ^VAD^igerBedwtuogiejii kSnute^
' :«) Icll bin ^^MiA^tkMt beriAilftigct i m iuitarlilelMii «(
. ti . : di# B^b«eluiHSgbi:dMt CcwffieitotMi d^rftr ^#7 GUtdMM^
gen eiDfiD merkiicben Wanh farpttdieni ich bia tb«
aoch nicht weit genug gekonuneii^» jaoa mu, Qp^MAiq^
etwa« befiimiiateii . hierfiber fageo so kdonea. Am Am
Uebexblieko, welchen ich bis jeut lubei taöchtti ich b*
delTea gUaben. daft' dem CoefFicientisa von 2 p--- 2«»-^t
'**'' <fein wivklicher Werdi sükomnoe, der aber nicht Aber 4
Oders' geben darfte. Ich hoffe, den Lerem der M,C
^ 'in dem mcfafttti'Uefu /iee beftimmteM Necbri^ht huil^
'^k'.. Aber gebe» <ti ktenen. 'De et . einigeii • vieOeiokt immA
lantift. Hl wJjIen« in wi« fern« dieSlemeate» dteiok
«m Weinen mvfUthß Unter ruch^ngeaannehHie « .yo» f^f
fcfaon hekanntMi' Terfehieden find: Üb benuue ick di#6
Gelegenheit» An der Mlfiing so übergeben: ich lehniM-
cheltn Ribbiilier /'der Fehler in deir Länge werde btfitnttB
Beobaehtungcn unter 30'. der der Breit« unter zo* %•;
die Epoohen jeelcn lir den Ptrifa Meridiwi,
Lang^itied. C ' Anomal. C Soppi ft *
. , . i8Qt 3Si5' I' 83/3 cSi8»57'«7/» iiS !«• 4' o,H
Aequ. fec. -f- 11, 4 4- 45, 6 — g, 4
Motannuus 489* »3' 5."^ »S 18** 43' iPt'oS 19* 19' 43,'3I
{4- xi' 11,'^ Sin. anom. med. G -
— ' 6,''aShi^'8aiwtxked. 0 . •
,... * . — SSf^P. .Sliu ( a aift ([ a O H- f nom. O)
's r- *' i^'^.Sin. (« dift. ^ a Q — «nonu Q)
'4 4« 5?»"»' Sin. (« ditt. Ä a O 4- anöm. (£)
— i* flo' 49/5? Siiiv ( adift.<I a Q «r- anoiB. C>
-f* 3Si'4 SiD.a (sdift.([aO -^ anom. C) .
^.ö 4- a' 4»*6Si;i..(arg.5 -#- arfr 1)
^T..-H 47.*'6Sni.(»rß.'5 — arg.i) '
""8 -I- aPt'S Siiu ^Afiom. a — arg. i ) " '
. T -H ti/4 Sm.' (Öift. (Jap— ahom (()
*' I— Ä*<SÜi.ii (Dift. ^aO— anom. <[) .
10 — I' «,•<! Sin. (Suppl.ß •;♦- long.©)
it »- ii,''5 Sin, (dift. ^8 04* arg. x>
Ä ■ ■ ,.. -*tfn
. ■ 'XU. Theorie «fcf MdKdet-' ^35
Dib "BMSMtmg Irff^a 'eJfbÄr neÄlicheiit f£^t:äimg
A'^Wki» währe Ifroberimg ixr der Monds ^ Tbibfi&;
flltr'dudi'dle'&t&rtetiuig ihrer Goeffidentea'äiu kük
•ftTf«"!
^, - ,v:jä.^'"'^?-A^®>'^'-*'*^
S|iPt,f (4P- ?; ^ii»T •«p^^<i> • -/ 1^ "
sin- C« Älft. ([ « O - t diit ([ « ft ^+.* iJjiiJa. C>
* r^-f-sa' i7-'3'Sifuaiiom,0
'•^1 '— ' 'ii" Sin. i mviom, Q
^iffl u'>.||^itai;4 ftüottt. C
i^-ti
9: -H 1 . 0 . fiW «*«>^15 ««*o».. Hv
' — «f , •,*! Sin. dift. corr. C > O
' ' |b^V|i>^«irtn« ft 4ift. dwr. 'tu? Q
19L>
•*'■. Jf
. h * 4- »* ' •V4 Sin. ( a dift. corif. ^ a ^ — Arn. xp >
ff^. .Jtfi '^ft;»'«!!. t dlft. corr.t aß » '-- '
^ i IteiM 9Kfii%l>a.#rhalteo» Win |G(>IceBd« GUd^niie ^^
Maputo 5^ S' 45/9 SULdift.^rr. C t£2. Die fibij-
El 'OlmiBämi kttfa'qiaa tLu^Mi^er^u oder MafoiC% Ta«
ia«iiflUVi%«f^ g#bMik«ii<l»ittrttkfich6ii Unterrehiad;
«ift'bnfei gUidigaltig. ol( die IMeicIittiig äet Kaotent
«y fcäi.'ftitolig dt* «ft— öte.lMitMl gebniietic wird.
vJ><DfMB^at.jft di«;lMnAvtfLBrflte. bmA duoDfa fblgtad«
Brno GlM^bsag ta verbeIG»a : -^ 6/6 Sin« long. med. C*
Dm HdUmeCEiMr det Mondet fecit Maym^ s ^ der
Biwiadta|i^«A^aatoriiil-F«iyiII«je»} toil diälem ttifllTea
Miiiiwmg nMh :bVihi«;v>gQ« Weidta« um den
jia evhfciten \ (Umt dba vir wahifelMiBliolifteii
Wimiki dfK JPtaeilliz« habe ioh miehXohon oben erklärt«
yr^Hff^ ttlAu wvter blgsmdfeutib B^f«
l^$ ManaÜ. Cpfrr^f, igoi. AVGVST.
BeobadiHiiigen lälHt Jicb Ji\e Vj^rv^UkoipiqDimg d«f
iMonds- Tafeln erwinen. Ich hoSa, cUb Bm'g fich
diefie Mühe nicht wirdverdriebe& USß^ ^j^^anidl
fehe feine Arbeit als eine der uützlichfteo und wich»
tigften an« die man in der Aftropomie machen luna.
Sagen Sie ihm, mitWi^icfi^T Üügedal^ mc f<<^inj^^
liehe Arbeit erwartea». -Empfehled* SÜ Ihm at^ftnaai
die Beftimmung; derUnglieichheit der.^ire^ten-'Be^
gung, djieVom Sinna der ytainren Mp^e.dea li^näiBl
abhängt, und deHen Coefficfent die Ab^lattiniig te
Erde gibt; er fcheint mx -^r 5f*5 t.^S^V^*'
Diefe Ungleichheit mtf cht mir erUätbar^Mranifli
Bürg fowol aU Bpuvanl diö Nl9igtfri|-'-6er!Vl^pnd8-
Bahn auf die Ekliptik ^ bi« 7 Seinysipen kleipjnr als
Mafon gefunden haben "^^ Diefer MitEte ha^fi0h der
£raJ/^'fcheu Beob^cbt^ibgeh von j( 7)^0 >i.^ 1^740 be^
dient. Im Mittel diefea. Zeitraums «rardie Lingedes
Knotens feehs Zeichen ; in diefer Lafe trSgt dlefe Un-
gleichheit gerade dain bey., die Neigung der Bahn fun
7,*5 SU vermehren; Mafon mufste folglich diefe Nei-
gung zu grofs findet!, dagegen Sürg'nid Bouuärd Be-
obachtungen gebrauclit hahen , die ineineiii Zeiirkufli
gemacht waren« der logrob, oder grO.Iaeri ^aU^ine
t^eriode der KapteomBenf^ung war;, folglidi puls-
ten fiedie wahre Njiigung finden« Ee folgt Ann hier-
aus« dab» wenn die Xittnge dee Knotena mdl, oder
■ -^fa»
■ * ■ ■■ >..!.. ..-3
^'y Ich habs diafo Naigeng der Biha 5* S* ^fi^wm 9/9
kleinst sie Mafon gtftiadeii ; diefer hitta idleidiagsi eins
grdlsere Neigaeg def Hahn finden foltsB , da-sr- dieneae
Gieiehung fftr die Breite nicht kanntet sa fshetat «her
einei: sofiüligeu Coflipeulation xasnCshieibwi «u leyu,
dals SK der Wahdisia lo aahs kam. £ — f.
tatunil Iß;'ile Lange deiMondöslI; .1 ' W tV^ild:
Äcn /='od«ir yilt; IX utod X ^^ichtsn, 16 ^"iffen dia,
M&ya^Ycheb%tttten-'rafettf etnen Febter tbn 13 blf
if4* geb€tff^M^)i die übrigen Üogleidihriteo diefer
Tafeln betrift/ To fcbeinen fie ttiir alle fehrgtttbe-
Ainimt, and der Theone ganz gemärs zu feT«. Ich'
luAe Mübe zn glauben , dab die MalTe der Venni grSr
* tmtMl$ die (det £rde fej; die Secnlar- Abnahme der
ddüefe der Ekliptik ift nicht über 50' ; aber fie iftg^
^wifs grOfaer ala 35* *). Ich glaube daher. Bürg wird
Wohl
*3 Dieüi bikidic fich anf aliia Nachrioht. dia UhLdtPla-
« cv'a ebar dta Maflo der Veniii» nnä fifoardia Abothni»
dar SohiaCi dar EkUptik gegabea hatte, wisleha ProfaiTor
PVurm mA ^nmn Vocfahlaga, den sah fohoa lingft im,
dem Barli^afta. J. B. 1796 S. xS4 ga&ntmt, und lu dal«
fan AnafOhning .auch La Plme^ fdbft aoi^cfordare hat,
aua Soiwaii • Baobaobtangeo beftiinrat hat. Prot PPurm
,hat BitoÜalf^ fiatt die MalTa. dar Venua ala bakanot yoi^
aviäolataaB, täe ftechfiang atngekahrt, and üiitalft gu^
tar Graenwichar Soniiaa . Beobacktangen daa Maximum
, .ibaär fiiX^pnp -J^aichnng ^Af. di^ iBrda baraohaat^ nad
dai^a di^ f^^ dia(ea PLuiataa abgalattec Er 6ad jao«
, . im Qffiuel au# bajval^a 200 Beqbachtoagtn zi/ds diafa
git^ f)ar id^^Vaiy^a-M#Ia, wann dia Made , dar Sonna
a rgaCacat wird :== vn^n • odtr waan nmn dia ErdmaHa
•. -SS |-aai|hiinit»^ =z !;• 9^47 • webay daa VAhlhaüs dar Soa-
'■: naa^Maffa^ar; Brd«Mafla wia 3413^7 : 1 som Graad«: liagt«
i I>i#Saottlar-Abaahma dar Schiafo dar EkUptik fiadat f^^/ii
.. j»it<.dia(ar VivpiatMaib r; 54/14^ Du TnesMckfr ia
lülaar UataaTaabaae flbat ^a^pa. Gaganftaad (Jäpheni,
- Tiadp^ IM.A.488} bareduiai dier^Sacalar-Aba^ma
'. IKlfilv/dl^JuiNi*^^*.^ Bmggf.U Kopaaha^aa fand
5d«'9 edflB 54*'o CBarL aftr. J. B« »794 S. 1(h,>,; ;prel.
K 3 chaa
]»3$ MoniUt. JB$rriJSf..aouJVGV^
woU -dairan than,;^¥feDB «r in. leiiiM ^Tl^fafa iia.Sfi
^äx^QUickuof tüf imLMqnd jfo aiynipuitt. wif Bm
}n der |diriuei^,rAtt8£j9Ji;|e.y.ea La JtiiÄiif^ Aftropoinif
Aohty; ^fli9 er die füf die Aoonalie vitfinaU (bf rbl|
ala.d^ inittleren BMregqog» . vnd.die füi::.dea KfUi^
te» o.T^^yoQ der mittbr^ Bewegaog p^cht. .. ^
.' . ^)sidfm $ie Biirg^ «iriele ComplUiieiEite; Tageoi.fjjfj^
|i|j^,^^^kbeii lebhafieo.An^ icb an der Ifj^H^lr*
Inog feiiier Geraodbeit nehme » « ond wie rebr. e^ mÜk
ge|r|iut iiat, ^aTernebmen, dab er fich bcller bejin-
4$*^ leb (etae den gröfsten Werth auf feioe Arbeit,
und erwarte ihre Beendigang mit der böchften Unge*
duld|^ , QieriD li^gt der^wabfe,]^!!!!]» Qck^iifflU glolf^).
Seine .Arbeiten Tereinigen dep doppelten Nutxen ,
dab jUe daa .Gebiet der Ideen (hdmnainc de la pen-
fky-eniireiterut und der Menfcbbeit inütsen^ •
Dr. Burckhardt wird Ihnen ofatfe Zweifel feine
Berechnungen über Pjtavd*t neues G«(Ki4l mitgetheilt
haben. Diefer Aftronom hatte alle feine 'Beobachtung
flfiü La i^mien gefchi(^t» und fiwrcKh^dt hat dar*
aus
' * di6t eine siemlicha üebcranftinimattg dsvUetec Je^ooh
glitibt X.a PUlee noch immer nidit, daft dieb hnodOTt-
jahirige Abiiahme flbtr 50' ^ und folglich die MaIT« der
V0liiiil>r gröber lllf düe' der Erde b^n kÜAme; «e bheint»
dab die ArabibhÄli' Btobaohtangeu des'IKi Jmiii ilo in
dbbr iMfeineug uumfllatMus d^nn' nrirdiebii (jMbn. de
TIikfl.'n Vol. i. 43 findet er dieb-Gleiebeag ehMfalls
nicht grddier all 5Ö'. Die Schiefe der EUipük wardaim
J. 86g itt Damas von 'dem Sohne iUbat/Oli^ ^* J5*' bw)b*
achtec La Laado fiiäd«^ dieb AbnahWiBa^ d«ta ktstea
Bwibachmngen 3S'«, , Bi foheint demnäci-. dab diebe
Idiwierige^G^ja^Uid'äoäi wiedvhdlls OhttiMcblttgsn
eifordeff. vi ^S» * ^ .i ^ -
«■i «faie dliptilblie'Bilm btreelHMt'.'^^kreB Exoestn-
dtlt 36 taurendtheil, die Umlaofs • Zeit 4I Jahr, UDd
db Neigung «ngefähr ji* ift *). Allein bevor man
ober die Nator diefea Geftims urtheilen kann . mnle
■an fohiM» ob-ea udeder erToheiDtv weitn ea ana den
SoniJtaAiahlen komnien wird. Ea ift lehr verdriefa*
Udi« deb Pjoz» die AftroQomen nicht früher von
deOiNi Erffdmnnng l>eoachrichtiget hat; man hätte ea
ttogerbeobiditen können**). . • . • '
t
1^4 ... aiL
«^IVbdaemaataaaiiiaiieh im JnHiia- Hafte dar ilCC $«
' ' '^*^^ tliäbgiiaahta ilage haben mobreie Aftraeoman CahoB
**'' '^aikobüis hkUtFUaxi (tine Eatdeckmig fkab^ tngUMffi,
, '• «egii^vafe ar lälKitdiaikitig falaar BaobaehtnngeB liborä«
.X lic, Mid waeijßaff gahaineUiMll geWaftn; fo wiftfttve
viwIr.vialHpha ÜDlMa. woiaii erkmlHMbb zaihMhaC-
. IM Galline wiien« v.Z,
(t4& lBoiüdi~iÜmfjf. iget. ^V&PST.
I " I III— — i— miiiM^rf — '- '■ ■■■'• -fii
.-•.. ■••.. t./. •■ -• XIII-. . ■■■ • • ' ••
^obann.Ciarl Burckbarat, ■
; ;•; r X Fortff tzwig sfi Sw 38 dec i« Juli«« St «bgebfOcbeMft , • .. i
. ! .^ Wog"P*»' Ntchrichteo.) . . .>
• 4 • - . .. '~: 0
Volle zwey und zwanzig Monate, Tom Febr. 1796
bis Novbr. 1797« brachte an Ter Burekfiardt^ nutermü»
det mit dem geftirolffP^HIm^^^ befchäftigt, auf der
Seeberger Sternwarte zu. Er hatte fich mit der Theo«
rie eines jpden aftroDomirch^n Werkzeogea fo ge-
nau bekannt gemacht, dafBieres, bey einer natfirli«
eben Anläge nnd Gefchicke, in wenigen Wochen in
der mechauifchen Handhabung derfelben zu einer Fol-
eben Fertigkeit brachte, dats er nicht nur alle Gat-
tungen von Beobachtungen mit jedem Inftromente*
auf das genauefle anßellen konnte , fondern felbfl gar
bald auf eigene Kuußgriffe und Vortheile verfiel, wo*
durch er fichtheils die Operatioocu erleichterte, theiU
dadurch zu einer gröfsern Genauigkeit gelangte. Der
Herausgeber konnte ihn daher gar bald , nicht nar als
-einen fehr gefchicktfo',- fondern aach als einen fehr
geifsig^n jand.Uiäti£^n Gebülfen,, gebrauchen. Ao.al«
Teiü Öeobachtungen , die in diefem.2ei^nme afif der
Seeberger Sternwarte gemacht yKurd^n t hatt« Biftfik*
^JImt'^ gemein fe&aflÜcBen AntheiUies £«1 keine Fin«
[^Iternirs « fce^f^' i^^r^bf deckiing «: JjjtejjBe .GmjnojCtioD •
jpppofitibn odAT.^iIMlWfvr ^rgen4,eiiifw Planct^eitvort
jin ißSSmi Pmimll^inc ondfievcchkimig er aidir bej*
^tragett hStte. 'Er begleitete dM Refaiikrfgeber auf
nehrem geogTaphifchen Aeiren , uod beftimmte auch
ftiner 8ett8» mit 'betbödern Inßrumeiiten ; die geo» ,
grapfaifche Lage mehrerer OrtrchaFtenioSacäifen» Tbfi-
Hngen uiid Franken. Voraüglich war er dem Hei^
knagebet bej Verfertigung Teines groben Stern -Vef-
zeichniiTea in gerader Anffteigang Tehr behüIfUch ,
und uBiählig find die Beobächtnugen » die er «u die«
. fem Behelfe angeßellt hat ; er trieb feinen Eifier tin'd
tanermüdeteh Fleifs hierin (b weit, dab der Heraur-
geber, füt feine foDß nicht alizafefte Oefandheit be*
Torgt, demfelben oft mit Gewalt Einhalt than» die
faug anhaltenden Nachtwachen Terhindem, i|nd fdr
eine weniger angeftrengte Lebens weife Sorge tragen
mufste« Alle feine aftronomifche Arbeiten, Berech«
nougen , Beobachtungen eina^in anfznzählea , wäre
endlos; dem Aßronomen find fie bereits aus meh- .
rem Jahrgängen des Berliner allr. Jahrbuches (kttfam
bekannt.
Der Coadjutor von Mayhz , jetziger regiren-
der Ftirft - Bifchoff von Confianz , di^fet' grofse
Befeliütier und Kenner der WiOenfchaften , beehrt
die Seeberger Sternwarte Tehr oft mitttfineir alles he*
lebenden 'Gegenwart. Burckhardt hatte das Glück,
dierem;^'erhabenen Fürften und Gelehrten- Frenndi
nähet bekannt zu werden. Einem TiaSberg konnte
es nicht entgehen, welcher Oeift in didlelü jungen
Gelehtten' weht. Von feiner ungezwungenen Be-
fdheldeliliöit eingenommen» von feiner tfeftn Oelehif-
Ikmkeir idntch Uhtertedübgen Aii't Ihm flMrzeugf,
walfd- iatefet vortreffliche Fürft , der jeäiSs'Tälent vx
fcfaStiib-'iiäa uftumunterii weifsv bM(]f*l^in^nnte
K 5 Göü*
143 Xtmaüi Cm^p\t$ßh AVGVST.
GdDDer «94 BeSchCtaeiidBflWlh». Datt^fg-^TMificheiw
foDdeni l^ft ihiD dieb aof .flipe ihätjjy üadj^'O^P"*'
^ige iktf io^edeibcD. . Aoch gab cf ihm ^dadorob »
sen (cbmeifbelbafteD Be^^ reiner;Hal^, tUb-Miba
felbft bey.der cborfürftL MayuzircbeQ ^cadMiiedar
WiArnr^^iafte«! m VorrcMag brachte^ nod das Diplom
ala ftlitglied diefer GefeHfcbift in den aafinoiiteni^
ften Apf^rücken zafdiickte. Um bioem bobm.Göa*
»er fowolifeioe Dankbarkeit zn beweibn, ab auch
die •hrei)To]la Aafuabma biey der chorfürftL Acade-
nie za r^ c^tfertifan , . ücbrieb Burckhardt bey diebr
^'P^leg^beit eiiia AbhaodlaDi;: Ueber die brigonamö'
friJehfin.Um^n für Summen von fflnhelnmiptelfl cmn?
ikuUorifeher JMlytikf welche des Dracka würdig be«
ioodeoA ^^^ ^ ^^^ ^I* Baod der Acten diebr Acade« .
mie au^enofflinea worden Ut
, , Ibchdem Geh Burckhardt bejoahe xwey Jahre
lang ausfchlieblich mit theoretibber and pnctjbher
Stemknnde aof.der. Seeberger Sternwarte bebhiftigt»
.und lieh in alle Thieile diebr erhabenen Wilbnbha^
Jb einßttdirt hatt^» dab für ihn nnn nichts meht Hl
erreichen^ war 9 waa er nicht blbll dordb eigeanea
Fleib , mi4 Ai^ttrengnng erlangen konnte : b bhien
dem Ibraniigeber nach folcben vortreSlichen Vorbe-
jettang(Bn siir Ansbildnog 4ieba jnpgen talentvollen
Aftronomen nichts mehr übrig, als ihn in diejenigeii
Länder xn, bhicken » wo er durch neue Anfichten
apch neue Ueen wecken • und qiannich£|ltigeie Kennt-
n^e einlammebi könnte. Die Wahl war nicht bbwer;
für practifcheStemkittide war nur England, für theo-
.letiTdie ^inr .Frankreich .das J^uid % in wAlches B.
mit
IfUt NfiU|Qp .«pd GcmA^ dte-Wiibiit
P(nr' 1|er8oa^eber rdiri^ an Ciinen ünTd^ertir-
cbi»! Vreoiiid «äii GSoner r^eii dutTfürßL'^Ue^chen
6e&miä(t£ii GtäC^' ib.' Sriiikt nach London, ändcnB^
f btd'-drefi^' gtbrsen li^bliabfr ind Beförderet' dar
fternk^nda' f^jiie\i llan^m Deir Graf lieb fich
auch fogleldi geneigt fitj^den» £« be; fich in« Haaa
äTifznn^hiäen/\ind itimldip Anflicht Über feine Stern-
warte'in ' 'iiar^eld 'anzuvefthiiien: Et lag in dem
Plane dief Beförderer nn^ Ünteräützer von £• Reife»
ihn übet* Frankireich nach Enghind reifen zu lauen»
iim Vorerft In Paria' Männer » wie La Grange^ JLs
Tläce f TJ \%andet Atichain^ De Lanthre u, f. w. •
GelehrteV die ihres gleichen nicht in England haben»
perf&nlich kehnen zti lernen. Allein die damahligen
gefpannten Verhältniife legten diefem Reifephn jgto*
ht Stf&wif^gkelten in den Weg. Burckharät konnte
«od dlhrftd aM Frankreiich nicht nach England kom-
men» ithd der Grkf machte diefa znm nnumgSngti-
cheii Be£ngni&;
IndeiTen lUtte der Henroegeber auch an feinen
.Fretin.d Jbd'- Zände nach Paris gefcbrieben ; und nn^
Um Burekhardt zor giStigOQ Anlnafaaie einpfohlen.'
Der wwd^ Senior aller iKfbönomen» der" daa Un«
nOgUde zhr Wirklichkeit W bringen fndit, fobald
es die Bef&rdemng feiner Wiflenfchaft» oder die Un^
tarftützdng irgend eines ausgeteichneten lUetits be-
trifft, antworteteaiif dieznvorkomniendße Art, und
erklärte »dab, nachdem JB. fich fchon fo vortheilhafc
als AftronoiA get^t habe» et ihn mit dem gröfsten
Vergni^en iÄ'fcAn Haiis «nfnehmeni als ein Mitglied
' ^>^- -■ ■■ -■■■ - W*
t4« »»M*b,(Jwr<6iri»* ^fsr.
O^»^ WJ^.***^' ^^ ftMxx atfe Mittel. AM
t»*»«*fflfS ' ^ü^*^!^ >^f«riiwiTtfen ' zn Gebote
^^ * iy''^/^'^^^^^^ "^^^y-ti al?^« beytragen
»«» fr ^•j'^ '^^/^^ ^ Ausbildung dicfee jongeii
felbP C''^^'f^-''lL p Md ihn zim Ziele fuhren
V •^^
* ^''I^ Z«**^^'' • *^*^*'^'"^'J *^®y f**^ voTtheil-
^ ^^^^^^ ^''"^^ ^***^ ^" treffen , und Re ninCBCe
^/-z» ^'^rlegung gemacht werden. Die präch-
^^'^crliCchen luftromente hatte Ä frejUch fchon
figß^ ^berger Sternwarte kennen gelernt. PaJia-
^^^fftrataente^ Quadranteo, ganze Kreifs« paral-
t^'fM iflftramente, Hadley'fche Spiegel* Sextaoten,
' '^lUoatifcheRefractoren, HerrcherfcheReflectorent
Vj^f^meteTy Heliometer» Regulatoren, Chronome-
igr fl. t w. von den erden und beßen KOnßlem . ei-
^^a^ Bamsden^ JDollond^ Troughton^ Carry ^ Mudge^
^meryt Arnold xu Lw. verfertiget , waren die Werk-
zeuge 9 mit denen B, fchon innigft Tertrant war.
Schwerlich hätte er in Elugland mit bellern Werkzen*
gen beobachten können » wo ein liberaler Zutritt auf
den gröberen Sternwarten jedem Ausländer nnmög«
lieh wird und ohne Beyrpiel iß. Nur bey den ge«
fchickten EngUrchen Küußlern hätte er manches Te*
hen , und bey unterem humanen » liberalen und mit-
theilenden Landsmann Herfchel manches lernen kön*
neu. Allein die Lebren eines La Grange^ La Place
und La Lande mnfsten für B. bej weiten wichtiger
(eyn ; es wurde daher befchloJen, dafs erdergrofsmü-
thigen Einladung nach Faria.folgen » und feine Reife
nach England bis auf günßtgere Zeiten ansletzen folU
te;
^; WO^dcrgdafSge EuiAüb .pqjt^^rcbar i^qkjlifhten
apf die Wiffsntphafuu gau^.agfg^hört.lmb^o , ;e4^
ifmiger ieicknficbaftUch feyn wür^«» . . ; J / ^
. kn Octbr. j796eT^eU^ diff.VilfveT^täc.fiil«^
luirera JK^ di^ aca^ei^aifcho )KäBde aiaes Ppctorf dfNf
J||lf^tweMhQi^,;iind das darauf fplgeode Jalv: gi|1]( i)ua
^er f ^. tterzx>|[ von Sacl^rea - Cpborg • Meipiog^^^
l^haracter ab herzAgh l^egatioui -: Rath. Za £#^ (lo^
Yraib.deaelbeaJahreetrat er reime |leifeiiach1^fi« VI«
iipd langte den 15 Oecb. if^j-^hlbfi ao. LaLimiä
Imnerkt dieffa ia Teiner Getcl^clite der Aftiejypini^^
md er fällt übor feineD neoao. JfögUiig darin^^fpJIgpiii
4(li Urtbeil:-..: ■. . ;.:>.*; v*>
:^ Mr. h.P^* A^ C/uir{^ Bu^fikhardc ^^rrm4
\ß zß Dwhre* f T'^ur V^vaiäer avic nm4s , jW rvcouvt
ffltaiU J^OHS'tAJlrQttomU pouf^k^ jiaijfanc^ deßyekth
^aluii,.,.,!^ Baron Kr^grld» S^^rnbaeh^fnorH
m %n88% ^/^^ 4 ^'P^i utmßoTißißtionjHmif P^ßima^
mar doat.onß^JaU tappäqs^^ion, 4M. ßurcthanit €ä
fUßiu pßupaU, choipr,unJyJ9tf tpd wßitftiMdigve^
parfon i^pücation et Jon tmimt. *J . Uod aQ]eÜieib
indero Orte : * *) IJamiverfairif,dc, ia rmijfawe^ M jy^
^ jßrake M. Dr- J» C. Burckhardt 0rmw*4iHil
m» de Gotha r eet hahiU aßtanpme^ ni ä iMpiig Ia
$(^jhuilsjT3r.eft^ven& refijprqertßfiromime dt^FraneB^
ititfidßja jfß de. vor meüUurs Ajironomes^ er ptfur Iß
aUametpaurta^praäquB.
Den
•^ Cow. d. t An IX. 8. 28$.
**^ Gonn/d. t. AaX. 8. 3S4»
}44 MonaO. Correfp. iSm. AV&VST.
feinieV Fi^Milie betradbten'; demrelMo aWe-1(ittttel; dÜi
ihm alt Pirector mehrerer Stero warten** iiib. Geböte
fiäudeiit an die Hand geben , und dQr7:h.&DpfiBhhu»
g9D» (turch eigenen Raih und Tbac^ sijlfä^b^jtrafe^
"wonet was nnr immer die Ausbüdung diefeajnngeii
Aßronomen befördern j nnd ihn zimi Ziele fnhnn
könnte- . ,..
£8 war fchwer , zwilcbe^ a^wey fo Tortheil«
halten Anträgen eine^Wahl zu treSeo,^ nndfie mnbte
mit einiger Überlegung gemacht werde«. Die prfidh
tigßen Englifchen Inftrnmente harte fffir^jUdi fchoa
auf der Seebergf r Sternwarte kennen gelernt. PiEiila-
gen-Inßrumente* Quadranten, ganze^^reiCe , parak
lactifche lufiramente« HadlejTcbe Spic^eU Sextanteot
achromatifche Refractoren. Herfcbei'fdi^Reflectoren»
Mikrometer, Heliometer, Regulatoret>, Chronome-
ter u. r. w. von den erden ond beßen KOnftlem ^ A
liem Ramsden^ JDollond^ Troughton^ Carry ^^ Mudg§9
Emery, Arnold xu t w. verfertiget, waren die Werk-
zeuge , mit denen B. fchon inni^ft Tertrant wan
Schwerlich hätte er in England mit beljbrn , Werkzea*
gen beobachten können , wo ein liberaler Zntritt auf
den gröberen Sternwarten jedem Aasländer nnmfig«
lieh wird und ohne 9eyrpiel iß. Nur bej den ge-
fchickten Englifchen Küußiern hätte er mandied fe%
hen , ^und bey nnferem humanen , liberalen und mit-
theilenden Landsmann Herfchel manches lernen kön*
neu. Allein die Lehren eines La Grange. La IPlaee
und La Lande mufsten für B^ bej weiten wichtiger
(eyn ; es wurde daher befchloJen, dab erdergrobmü-»
Ihigen Einladung nach FaTiA^foIgen , und feine Reife
nach England bis auf günfiigere Zeiten aualetzen folN
te;
. Im Pctbn x7f96eT^eUi;f rdiff.yjlW«'^täc.fttJU^
njiGarai. j^^dif ^^tpdt^üxo jWmdeaiaet PpctcHrf -digp
l^fAtwe^hq^^raad da« darauf fplgeDde Ja)y; gi||| ^ua
^ f ^. .Eerxpi; von Sacl^reo - Cpbinrg • Mc'iniqgffA ^Vw
|3lut^«ir ab h«inM>gU jUgatioui r Rath. Za fi^Ae (<^
Yaiiib.dcIEDlbeii fahre« trat er (eiiae Reife iiacb1?if|« vi«
W^ langu daii 15 Decb. i'jgj-^^telbfi ao. La^Lauda
\mta€t[kt,.dimffB 411 feiner Getcl^cl&te der Aßiojypin^
imder Ctfk.iibeKieiiiepneaeorJUigUiig d^rin^ipigpm
ddi UrthAil:.: .. ..-. ' ..- .>s
\ß ZS ü^^^^p 7^^^*"' ir^Mäer. wtc noi4J, jot/f reuHlFi
qißahU 4«^ >tAfhwomi^ pa^ Jq f^aiffane^ de . iTycho^
tkafui^.,* ^X^Bftro^ Kr^grld^ S^ArnbanktmorH
me^ doiU.oi^iJhfait Vappliqt^^Mm 4 Af. ButckhaniH a
fan tm pomaU, ch^ipr,unßJ9tf tpd enfut jtbtdMgve^
fforfonapplicatian et fontalfiiU. ^J . Uod aQleibeib
Hidof 0 Orte : "^ *) i;anmverfair^J^ ia mßiffawc» M :t^
eko firake M Ihr. J. C Burckhardt arTwa*')öl^^
]90i de Gotha : tet habäe aßtonpme^ ni ä Leiptig la
^J»rili'jr}3r^fi.V^^ refijfroerfßfironomie d^Franem^
H^ßdßjajfß 4^i vos meiUmfrs Ajinmomes^ er ppur'lß
tUorUHpouria^praüqu^^
Oea
•^ Obw. a. t An IX. 8. 28$.
■ ■■■■■■ • ' ' ' ■ i
**') Goan/d. t. An X. 8. 3S4»
14^ IfbioA' Cbri^. tfOft AtT^ST.
MbinBt'ttDdiiodiJMänerilch t&fti\ ikitif^iäani'kw^
Fmoimklit !JI %ttQ^ititaieii wöideii.-'''^ 2la ^^iUmZ^
g^Wflifii iU inIbfiMrIMI fcTmb; daß W*ikarii>'^fi^
ttf^ Bncfeii an den Uä^oi^gdb^r ;iiieiiMeM';-iUiUtt«i.
•w^ifMi 'iVf?vÄ tietot. lü der That/.:B. ■^id%U!hit
mir delr ^blstHiDdige Hauägököfle iitid^^lf/eiitid £il
Xiiirri^l^tMdern em Wahres Mil^lieä diiflär ilOroMtaiL
fcben' Familie , ^ctti dlltil gleichgerchtttttuMI 'geJIiiAn
Von nan ah theiM ev'^alM GtldtHil^ -tttld"Atbtifi«»i
Ib'^ot d«8 Onclee » aü'diM Neffen Müfkil Ü' lF?ii>i^
A La Lande ^ mit welchem er in brüderKeii^n^ito^
Verfttadnifa l6bt, mid geteeinfühaftKoil mit i&ll alle
BMbacbtuogen auf der StemWat^6 der Ktli^CohUe
befolg. - Seine sahlreicfaen Beebaebttittj^ / ftia
AÄtheA an dem groEseii Verzeicfanilb V(m ^otanfeiüi
8ieMtt|i» feine vleleo Abhandlmigeii » Planeten,- X}q»^
nelhii ^ fMid Pertni%atSdna Rechnmigen^ find den aftro*
nonirdiMi Lerem d^ M. C in frirchM Andenkim«
da dietar^ttnermüd^te öelehrte nicht a«Fh6rt,dieft
Zeitichrift öiit Keinen üatereOanten , nbd wichtigen
▲ilffätzen BD bereichern, welche diet Jorirüal bu ei«
Hier Satnolnng der nfltBlichften und lehrreichfteo Ori«
gnial-Abliandlongen erhebt» die nidit i>lDfa eineA
ephemerifchen , rondern< für den KenMr vnd wahren
Gelehrten einen ewig bleibenden W^rth haben» ■
Burckhardt wafste Cch darch Teine KenntnilTe
und darch fein Betragen die gute Meinung nnd
Frenndfcliaft des erften Mathematikers diefea Jahr-
hunderts fo zu erwerben^ dab dieier ihm die Reri-
fion dte% Dracks feines groben Werkes, der Micanique
traute ^'uDÄd zugleidi ^«Da t>eiitfehe*&lMf#relztt«|Fl
/wShVend das Dracke» det FffanzOfifSIMi'CK^tkMir^
erlaobte.' Öiere Dentrcbe Aiitgabe iA'%uj^vkb »ift
der FnatOfirchen , nit vMeo eriftutMiidaii ^iimer^
kuigeo von B. begleitet, liimmsgeköWflifiati, '^»•dw^
er Dicht alieni eiDen Bew«M feiner ti^fei^iM<3nüi^
derböhern Analjfe gegeben, ToÄderu ficb aäch de^
Sank altir^derjefligeki erworben hat , vieicliea et
febwer gew Of den wlre/ dM Original obae disfo JBA
^ lAuMärttttged' z« veraefaeö. ' ^ . . -S . i
I . Bey dem ft/re<n# det LmtgUuiis in PMf find- vits
t Aftt'öfiDOMhi» und ebtoU 4» iriele AdjtincteO'*l«geIkUt;L
l Zwejrdfofer letzten StelTen iffareo noeb'nttbdfetit go<
I blieben; '• Bmkhardt'i foeAsde- ^üllfbbtan V ib» aiiL
idjttiict arfigeßellt zn feheol' Allein et gib-^iele ^ nndi
wht-iWenig begniilHgte-Mitwerber nntf'^didte: Stelleu
MiQgtuifiii Meid, nnd rofit^KijAch' Xi^t^tmäfsigktk^
fiele ewige Feindinii jedes auagezeiibBeten Talente »)
triebm auch hier ihr Spiel, ' Man bot alles anf , man)
letzte alle Triebfedern in Bewegung« diefti Wahl ei«:
nei Ausländers zd verhindern. - Man ging hierin Cor
weit, datS'Bian in öffoutlichen Blätterig JBefchwerdetf
führte , Erklärnugeti drucken nnd hlrfig vertheilea ,
lieb« worin^man von Verletzung der' Rechte» yeii)
Hintanfetznng » jafogar ron Ge&hren fprüch. £in>
gewüTes fehr beliebtes wiffenfchaftlicbes Journal weip
gerte fich^Xa Xa;i/l0*e- Gegenerklärung-^ welche ei
eb«D£alls' (^entlieh bekannt zu machah, für uöthig
befand, aufzunehmen. Er nahm daher feine Zuflacht
zu der Gerechtigkeit der berühmten Herausgeber des
Journal ^^Pavlsi diefe lieben fnne Veitheidigung;
fogleich
148, mQ^ß4,:!(ilf^ik'ün. AvaysT.
|!eMiAlMifa|:' Pour./r C^JBu^khardt:, j^h^fonim
pew'lm4§s iffifmiers.ji/hoaameSf qui eaäßent aetiuXLh
mmU; ^firßiiMh bonh^wr pour rums de Pavoir au im
naudis l4mgi*^*» a V:Jiißitut^ et ^ar totu^ aä Sm
Aer€fmrm l^^nie^ la fcienpe, laforce, et.le ccu^tgti
§U nt'fofanfi peut-^itre jamais jeucontris au n^me i^
gri, äJagedu C Bffrckhardt.
e AUeia JB. . bcidorfte mcbfi, £6 ffhr FrMmdeivnd
GSnner , .aU ^ereditigkeitaliebende , nnd- 901 .doi
FortgaBg der VVilTenrchaften wahrhaft b^ifi^scül^
aer« onddA^fefander in eipem La Grange^ LarJaee^
LaLafide^,I)e Lambre^ MeJlJßerß.t.w. Mao-orkUtoi
te, Stelk« b^ dem Bur^ßo, des Longkude^ y^^bm
hmaeSurpiimn^n^ keisefiugUrche Sim-Curmpluim
Ae D9niicheCanenicate{ man verlange und möladi
Arbeiter babeip » . Männer won Kenntniflen« an4 BUu^
fceicen. Perjeoige, wacher Rirckfmrdt^^emin Mm
dieCen Eigenlchaften übertreffen würde, wünU eoch
gewifs ohne Verzug zu diefer Stelle gewählt ^erdeut
an welcher iiicht Gnnß, fondern nur Übeneengoag
«od Anerkennung wahrer Verdleuße führen könne.
Die Wahl, ging nach den Gefetzen dea 7 Meflidorf im
3ten Jahr der Eepublik ordnungsmätsig vor £ch • und
den zo Dec^b^r 1799 wurde Burchhardt^ nachdem
er vorher um daa Franzöfifche Bürgerrecht nacfage-
fucht nnd ea erlangt hatte« einfiimmigzamAdjnncten
dea Bureau 4^ LongUudes gewählt, weidie Stelleer
noch zur pöbten Zufriedenheit aller Mitglieder die-
fes Bureau^a bekleidet.
Das National -Inftitnt in Paria hat ftir daa Jahr
1800 die Unterfnchung der fy merkwürdig g^worde*
aen
. ' ^i . XIII. §^ C/^ftüirtÄArÄ. ; f 149
«ii^he gemAcb^t welche die vo«rttahli^ak«.A;qaflcinie
dferiWilTeufchtften fchon im J. t794..aafgegebeu jutc^,
«ber .aabeaatwonet blieb. Da man die Aufföraag
diefer A a fgabe .TOn nicht geringer .5ch wißri^^it hielt :
fo'«chöhte 'das JNatioual- IntUtatiditfen Prei^ilm.ipoQ
Livret. t ..^
[ü:^ . U^ter illen. bisher faeobacihleten CofDQietL hat
flöcb keinnr den Aftrbnomen fo viel tu fchaJOTeo g%>
^Hacht^ als diBferComet von, -1770. Alle VerfuGhft
^nrf^Semdbi^gen waren vergebeoa»- di^^en Weltl^ör-
{»lnr:in einäv^|iaTabolifGhen Bahn datüiftellen« fres^
ÜchtwirddieTparabolifche Bahn nnr als eine tQ^^i^
ttdg , •OÜdt.ftdf ErieiGhteTnug der Berefihnang. ge-
. iMOOhlt, .' wejche lir einer eiliptiÜchen Bahja inehrerjä
6cliiyirr]gkeiten: und. Weitlfioftigkeiteu, unterworfen'
[ 4mIv^{ AÜeunlbis >etzt hat man diefe Anita her Oirignqcb
\ fenet? ziifeichend gefunden • lUnd man hat die.parar
Udiircbens*£iemente der Baho'fd.vie.ier Gom.eten bey
ikr^nr erfleu'jEvfcheinnng jederzeit hiullängüch genau
berechnen -können. Selbft der berühmte Com et von
'lf^9«^eiren Bahn doch gewifs Tehr eiiiptifch i(l, da
feine ümlaufszeit nur 7; Jahre, und feine mittler«
Eutferpung 18 mahl die der Erde von der Souneift,
Wich doch nicht fehr merklich von. einer parabolifchen
Bahn ab« und uijfi;eacbtet der langen Dauer feiner Ejr*
Icheinung konnte man dennoch alle Beobachtun^ea
bis auf ein Paar Miuiiten genau in diefer Hypothefe
darftelien. Der erfte Gomet vom J. 1770 (deun e$ er-
Ccbienen in diefem Jahre ewey .)- tfl: der einzij^e , wel-*
«her auf diefe allgemeine, und bisher ohne Ausnab-
si)e mit'Erfolg gebrauchte Becncluiaugsmethodo nicht
Man. Carr. IV- B, 2801. L »tt-
rgb MonäH.^Cmfifp. tgoi. AVG VST.
TtüYi'&kf^efiihxt und uÄt«r die GeCbtie einer {iatriiMfr
rchänBewe|[ang-(^|yetigt werden koonte; MannuKk
•te fo Viele HT^theretf «nd Voraoefetsangens
lifen, eis man widite, '*die ßeobacbxiingen «. die
Zweige der Bahn 'Giwü^e thateo» frabea Rir ttea ai^.
d^tb^ Tbeil derfdben gaxiz ubermäfiiige 'Ahweidma^
gen, .»». -IX
' Der Rnir. k,. --Afironom Lexeü^ welcher i Ach am
meiftea mit diefetn Cometen berdiäfilgte»' ioahflk^d»
lier ferüe Z^afluchf-^zar EUipfe. • Dieb Nothwendi^
keit bewies 'fcbofi., dafs die £ntferniu]|^ diefiaa VJUft^
hOrpers nicht ^G0hr grofs, und die Umhirfezeit nifitif
fd^r lang feyn fcono te. Aber wie Teiir ietatte tr lalbb
AftrOnOmen durch bin faeranagebrikdites üefultatf M
' Erfhianen ^ da er eine Umlanfszeit rön 5 undeinMI
hatbdU Jahre^ and eine Eofferonng dreymahl fagrob
ald die der Erde von d^r Sonne fandl* Nicht» ak.ttb
diebs unmöglich wilre , vielmehr daa GegenÜMäb
Einige Agronomen , dorch das bekannte anaiogiOilii
Gebt£ tiyifc&en den Planeten - Abfänden geleitest«
ventiatheten fp^ar, dafs diebr .Weitkörper wol def
ftwifchen der Jupiters • und Mars- Bahn vermibte PUf
het byn könnte. Allein was eigentlich die gröblt
Verwunderung erregen mufste, war die Frage» dii'
fich. jedermann von bibft aufdringen ainfste» waruai
diebr Cbmet nie 'vor dem Jahr 1770 gebhen und bch
öbaohtet worden? .und warum er feitdem nicht wiem
der erbhienen ift? - LexelL gab zur Urfache an, daft
die mächtige Störung des nngebenem Jupiter , bcj
welchem diebr Cooiet zweymabl bhr nahe vorb^
ging» bine Bahn gank und gar verändert haben köaar
te. Das erftemahl f . den 27 May 17^7 , war die £|iip
■■ . .^ WITf
XIII. S^- C. Burat^ionU.' 15I:
Wtrkang ^eq Jopiter »weyinahl fiärker^ als die ^et
Sonne« ond das andetemabU deo 03. Anguß 1779»/
übertraf fie tntb* ^Ip zweybundertmahl die Wirkung
4ff« $ODne» Diefe Erklärung war bar ein bloGier
jObätfchlag; Qiti fie.Ilreoge zu beweifen^ hätte man
tiDgeheare , und febr jDDührame Recbnnogeti jfi'ibreii
IMÜeö i^ maa . acJiteM d^er uUht (boderlich dar«
:;, «tm lahr 1789 '«ertadbte Dionys du $ejour abef^
ttiabl» fein <Glück mit parabolifcben Hypothefeo; aber
ISiteie yerfache U^urdeo durch keiuen belTern Erfolg
gekrönt Ungeachtet aller diefer vergeblichen Bemü-
Inlpgeiijft die auch jPingri und Frojpeiriri ßch mit die-
£eia,Coi9aten gegeben hatten« hatte das National -In*
JUtot doch nicht alle Hoffnung aufgegeben, einige
AnffchlöiTe über, diefen fonderbarea Weltkörper zu
ipbalt^p« welcher noct^ dieCe befondere und merk-
.tfürdige Eigenthümlichkeit hatte • dafs er onter allen
jltu neuem Cometen, welche mit einiger Zu verläf-
iigkett find beobachtet worden , gerade derjenige war«
Ifrelchei' fich der Erde am meiften genähert hatte*
jbiefei: Umftand machte, dafs er während einiger Zeit
eiue fejhr grofae geocentrifche Breite hatte ; daher did
tehr (beträchtlichen Fehler in der Länge auf der Eklip«
. tik ungleich geringer wurden , wenn man fie auf
den Parallel des Cometen bezog. Ein Fehler von
teehr als einem Grade , in der fcheiubaren geoceii'^
trifcben Bahn , reducirte lieh auf weniger als eine
Minnte ^uf der wahren heliocentrifchen Bahn. Dia
(eringfteu Fehler in den ^onnentafeln» 'Oder in dem
berechneten Ort der Erde hatten eii^n fahr grofsen
iinfittCs auf alle Elemente dieler . Cometen - Bahn«
- .« VT . n*.^ . -^ .
La t>i«
152 MtmattyOirrefp/'igei. ^VUVST. '
Di^ kleinen SieHit^ lAit wefthehinan den , COtnitevr
bey den Beobafclit&ö^^en rerglich^tt hatte, yaoa^ttiSfTit
}eiQer Zeit nicht geiadn genvj^befhmmt; man e9läii(>f
iictf'übcTHäai(>y T)ey Cometen -' BeHbachtnog^n kleifi^
NachläCßgkeiteii ' im Calcul , welche auch meißrai
ganz untedeüteiid find. Allein gerade hey 'dl^Usm
Corbeten' könnten di« allefgerkigft^rt Fehler <von 'de«
gtöfsten Bedeutung werden ; diefe Folgen kani»t#
irnan damahis noch nicht , nndte'an a'chtete däfh^bicht
Ib lehr auF eine ftreugeKeduction , und atif'ieine förgi
iföltige UnterfuchuRg und Answaül der zti dieCen &e^
TechnangenerfOrdcrlichen Eleinent'e. ■*•
Diefea hatte die vormahliger k. Parifer' Acad: det
Wiir. fchon erwogen, und diefs bewog auch dai*f;e*'
gcnw^Ttige National - Inßitut, auf die Erörteningdiel
Ter merkwürdigen ' Erfcheinniag im Welt - S j(lenie"ei^ ^
nen Preis xu fetzen, nnd dabey aufzugeben V ältt
Beobachtungen, deren man vondiefem GbmeMihaV.
haft werden könnte, von neuen zu unterfuchea, tA
reduciren und zu vorfiel cheii; zu verfiicheri , obfich
diefe Beobächt langen auf keine Weife in eine, nicht
in lieh kehrende Bahn darftellen liefsen, add weoh ^
diefs nicht anging, eine folche elliptifche Bahü za
bedimmen, welche allen Beobachtungen auf das ge»
nauefte Gefaüge leiftetp. . Es wäre in der That eine
der fchönfte'n und gröfsten Aufgaben der Mechanik ^
des Himmels, wenn man die Berechnung planetari- ■
'fcher Stöfiingen unternehmen wollte, wie man fie iir
noch nie beobachtet hat, und deren Wirkungen zwej- »
'inahl in fehr kurzer Zeit unerhörte Verändernngen .jq
in der BaÜn efacs Coitieten hervorgebracht haben.wiir- r -J
den. AUeiir^jlB wichtiger u)id mühfamer die Unter- ^
fuchunj;
; tSl^M^^' Burckbwrdi,,„,.r J.53
(c^pg einer blcheu Tcliucer^eQ Aafgal^e.Ui:, ja wenL.
|fr,.^ann maD,fic)La.^f ^eri^thevvt>hl mit ihrer Aaflö-
Iwg befcbäfti^p, hievor maü nicht alles auf das al-
IffUfetDaueße luitfNrfiicht,^ ond aUe Data zu einem fol-
fbf ^.^^l^^^f^g^^Crphle^^ mit dergröi^tejDuGewi&heit
srüctert hat. • Aach..diefo Betra^hf^umg, bewpg das Na«
ig^l-.InßitQti in (einem Programme ayf die.allerßf^-
vUreDhaftefte und forgfälügae.. ^^seiuaifiderfetziiiiif^
ind Berechnung allqr Beobdchtuugep j&u beßehen,
md dieb «ur vorzüglichen B^diuguiEB.diererPreisauf-
(idbe zu machen. - _ . . ^ ^ .
„ . NÄch devf für»4en Coocurs angeri^t|;ten und yer-
loQeneu Zeit£riA w$iren . bey cfem Nait^pnal - Iufl;itut
uir zwey PreisfclbirifteA «in^egaogen« ,.Qie '^^ ^
ktoinifcher Sprache,. mit der JD^fe ans dem Ma-
#iw: .;
Tf ■ Jta^at ire per ipfum' -.. ..
jtera et imnwnfo Jpatian^eni vivere coelo
, Si.guaquo^ et adverfos ftellarum nojcere curfuf.
Die ziveyte in Franzofifcher Sprache, mit dem Epi^
p*^he: '■ ' ' ' •
'■•.■. » » ' '*
Jam patet horrißcis tfuae fit via fleoca cpmetis
,•••••• Miramur harhati phaenonwna ojlrK
■ i ■; . . . . ■ ■ ■. , ,
;!. :.I]ie von ^em National - loftitur zar Vntec-
«c]iong diefer Preisfchriften er|iaja/|.te CpmmÜCi«»
•ien waren, La Grange, La Place ^ iDe Lambre,
kichain uni Lß Geiidre. Diefe erklärten die erße .
^ateinifche Preisfchrift anter aller -Critik ; der Ver-
alTer hatte die Aufgabe nicht einmahl richtig gefafst;
I läfüt fich in feiner Abhandlung fehr grobe und
IhOlerhafte Fehler zu Schulden Jkommen. Das Ur-*
154 M(mdtt Cartefp. tgoh A¥&i^ST
tüeil der Comthijfaifes vrvr daher , dafs der iiDbel:!ififN
*te VerfalTer diefer Goocurs-Sdinft sieht« aoterrvcli^
nichts ercirterir, oreh>8 be<viefö&i uiiA obneVergleiYJi
Veoig^T gelelflet' habe, als- wasltfqgft'Yor ihm fchof^
war verrucht worden » ood diej^Dlgeii fcboor Ireirlü^
gebracht hatten, dVe fich gleich bey der erAett EVrchel»
paug diefeai' Cometen damit' befchäftigtliatteir; d^^
llt^rp %brift g9Di^ VerwörFep warde, '
* Qknz anders fiel das ürtheil der Cörnmiffaires üb«
dir ivt^eyt^ , * ip Fraozöfifcher Sprache rfbgefafst» Pr^«
fchrift aus, Sie erklarten, dafs fie mit grofser Sb^^
ftU und vieler Sbchkeiinthifs'frasgearrbeitet, und aaf
eine folche Art nbgefofstTey, dafs ße den gerchicktö»
ften, geübtefteo und uoerintidetfleQ Aftrouomen Ver»
Vierbet Ve)cfaer ongeheare Galculs angeheilt , tim allb
Zweifel über die Beobachtongen zu löfen , und M
)inf eine folche Art erörtert habe-; dafs hierüber nichts
mehr zo wüofchen und zo ttian übrig Tey; dah^r fie
tiacb diefer Abhandlung eipftimmig den ganzen Pteia *)
«tie^rk^nnten« ^ ' -' - *
Bey Eröffnung des Terßpgelten Zettels fand ücht
dafs ihr VcrfalTer unfer Burckhardt yyar, Biefe Preis*
£r ke D n u D g. gefchßh i ro Palais national des Scitnees den
II Nivöfe des IX Jahrs der Franz. Bepublik (i Jan«
Vsd'O, triiti*aen lY Nivofe wurde fie in der 5SFentlU
Ai9t^ Sitztipj; dei National • Inftituts bekannt fgeitiftdhl.
!j.'\ .' . : (Die fortfetT^.folgt,^
^^^ Si« Kilogramms itfQAi^ nugeObr 909 EtUr« . '
Sy» . U^^ am ntwn H<fy,pfplaneten. 155
' Förtgefetzte Naclirichteri
Ungft'venmifcheten neuen Haupt- Planeten
• uoferes Sonmto-Sjfteias.
Jula Prof. Pifltiz fein nea' entdecktes Geßirn nnr
bis zum |i Febr. verfolgt y und die nbrigeo'AQrono-
'neDTOD detTeÄ'ErTcbeiiJung nicht früher beDachridi-
fieet hatte': ¥ö war hierüber nichts weiter, als feine
•ijEenen Beobachtungen zu erwarten. Aber auch in
lililtheiliing derfi>lben fcheinr er nicht fonderlich Vbe-
ral^gaweten j:xk \efn\ Er fchickte tuerft nur ein Paar,
Wd zwar i^lilerhafte Beobachtungen an Oriani und
'iBode^ 'wodarcti' diefe 'bey'den AftrononJen , fo wie
iuäi tixJOWers nod ich, (wie unfere Lefer fchon
'ans. dem vorigen Hefte erfahren haben ,^) mifsleitet
iipd ciothwendig auf etwas irrige Elemente geführt
Verden mäfst'eh. Seine ßmnitlichen Beobachtungen
^l^ickta er nachher an l.a L^nde nach Paris, jedoch
Wt' der Bedingung, fie nicht' öffentlich bekannten
.vadhen. £(r. Burcklmrdt berechnete daraus feine be-
"feits ^mitgetheilten *^) elUptlfchen Elemente einer
mhn\ hegt aber dennoch einige Zweifel über die
' Ikichtigkeit und Genauigkeit di^fer Beobachtungen.
-■" \* ■• L4- -So
>)J«Jlaa,8Hiak.9«df.
:^ *«) JoUns- Stock S.62.
So glaubt er z.B. aus (äeiTTDiferenzeirTerlaufÄiden
3eobachtaugeD fchüeCseip^uJiönDeD, dab die gerade
Anflleiguog dlefes GeßirDS afm 30 Januar um 2 Min»
30 See. vfff/wwzier^, iverden p)üirQ»,.,};Lpdr dafa Piazxt
IQ der Beobachtung diefes Tai^eß ßcli um 10 See. an
der Uhr verfehen, oder vcrfchrieben habe. Auch
ftimmen die Diffetenzen zwifchen ^den it. nn^'i^^
zwifchen den .14 und i/j Jan. nicht fonderlich gut.
Späterhin über fand te P. feine Beobachtungen mit
deufclbcn Bedingungen an Prof. Bode , und diefec
li^jtevidip Freuii4^^(t j uns folgende« früher zu b#-
whtcn.;. . j . . ■ . j ;
.'.-w *, . ''Als ich diefer Tagen vom Lp.nde zurück*
t^kqbrto, fand ich eia drittes Schreib^^ .vpn Pitvoi
»i^vom-i May datirt, up^ liehe da, epdlich die längft
-ifdri^a steten Beobachtungen feines, i^euen Sterns , zi
.«.ander Z«)hl , VQip i Jao« bi^ 11 Febr. Allem ^lit
:,, der ausdrücklichen Bitte , nichts vor ihpx öffentlich
•fibel^nut zu machen ;. .ich ^in feiner Freund fchaft
r,Afchuldig, mein gegebenes Verfprechen zp erfüllen ,
^,^»d.da ich hoffen darf , dafs Sie ßch gleichfalls da«
■tiSL^- verliehen \7erden ^ fo thoile ich Ihnen im Ver-
(flauen £oJgende Beobaphtuogeu mit.'* . . . , Ob*
£i(dicb wir von die^i Orten zno;lcich die PlazzVicYkeVL
Beobachtungen zugefcbickt erhalten haben , fogcfchaii
.jes doch überall mit der Bitte , fie nicht öffentlich be-
^uut zu machen; daher wir fie auch gegenwärtig^
.den LeTeru der ili. C .^icht miuheiien köunen. So
jviel können ,wir i^^^q^^zur Beruhigung derjenigen
^j^rfichern, welcheju diefe BeobacbtuDgen ebenfalls
zu liäuiien gekommen (lud, dafs uufere drey, von
fehr vüirwbiedenen Orten erhaU^iieh^Abfchrifteu der-
... ■ .,.:-2 -;*;.,.' laibeu
!2IV« :. Uiher dtn-fidvi^: IlauptptantUn. 1157
felHab» alle ^lekbi^uteikl ßnd.; hiß. ^of diefqn Um»
Aand, ^.tlaCiio L^ I^rul^!^. vouy Piazzi erhalteafio ^b-
(ichriTt.die Beobäthtmig_y9m: I Ifcbr. als zwe>fp|li^(
1)emerkt; iß; daher wahf (£be\iiUcb keiu Scbf eibfehler
dahejr, vorf^efibUMu , und miiii ße aip .b mehr «U rich-
.<i|i imd ecbt.TQraQsfetzeQ ^n|»,...da zwey ExQuiplare
diefer Ab(obtifteik aua Palennp ifelbß heirüh^eude Ori-
ginkle.ßod^^'. j ...r . ' i .;. .
- Auch RrbC JBoä<; bemerktß es rogleichj..,da(5 4i0
Abiveicbang .der er.ßeD ßoobachtuug uixp eMJ^u^h^-
ben Grad^'j^eriDger augegebeu^vKar» aU F,u^aim.iei'
nem vorigeu Briefe gefchriebeuf hatte ; dadut cb wäe^bß
abeic dieNeig^u^ der Bahn hi» hUtza iz"", ^q^ . f^Dief^
„bpy eioeiD" Planeten bisher uuerhörte . l^^eiguug»
«»(Xchreibt Bode) Tollte bald meinen Glauben aa TeL
. ^oe ExißeD^ä.wdukeud m^hep ;. ^\\em meiBeF. Hjpo-
«»there z<JL ^üte will ich mir yorrielieo , dafs g^radf
„die damtts folgende grofs« gecHcestrlfche I^f$it^^d.e(-
^relbexi^vuuddars er zawpileo ^ieGräuzendesThier-
MkreiCss^überfl^igt, m^ yrr^cbegewefeu , warum es
>,«(leu Aftr^Domen b^bher';ro lauge U^erborgco geblie-
.„beo, die iitiiuer x^ur ii):.der fiSahc der Ekliptik PU«
,)0eteii\4Dit Fixßerpon zu vergleichen .Gelegenheit
'„hatten .1: Fiazzi rcbreibtiu Ceinem Briefe : Jß fu^
f^ijfi ßiappd. dö l^appariliion äf cette CoiuiM^e^- nuißis
„il mc jeptUe dißiciliB ^ .qu^elle puiffe e^e uji^ F4anite.
f%d r^ißjfi^liüu Je^ übferwtUons f . vousfcrez peut*etvö
\4e man avis, Cepeitäant j$ vaus prie d0.nO publier
„vos refuUats avaiit moU Was fagen Sie dazu 2 Wie
„konnte. •iPifis;u fchon im- erßen Briefe vom 24 Jan..
„au Chri4iU., cieiJi -nöweij..^'^r9., für cii^e^ F^i^^tep cr-
„klären? Ich habe ihn deshalb befragt
158 ' Monatl Correfp. igdi. MUVST^
Allerdio^a hat Piazzi bfnea neaan Stero Tchoü
TOT dein -2 4- Jan. für eiuen liaöglichen Planeteo gsbalr
tbdi er nnterftötzt dierc MeittUDg fogar davcb-OrOa* '
läe» Wie; Atafere Lefdr fdhoti aii4 dem Jumos- Hefte der
Jl/. aS. 608 erfahred haben. Er fdfafrieb «uiiriicin
lieh an Oriaiii^ da b er die feoSt^etn zwaf -ayi/än^iicA
nurala einen Comek§k aBg^üodiget halye-^ äUeiik.di
er ihn beßändig ohne Lichtnebel^ and mit eioetf {bIh
^Idfigjämen^ Bewegung baobaditet habe^ forfey er mekt'
mahlen amf 'deq Gedanken und anf die yermathniig
gekommen»' es könäte^wol ein Plaoet'feynl Wdii^
fcfaeinlich mag Piazzi feine Meinung- 77A^M«r geän*
dert haben, und er ift wieder auf die Meia^oBg eioei
CcHneten zurückgekommen. Wie er aber^ane der Uo»
Csen Anficht der Beobachtungen ( ä Vinfpeetion da
ohfervacians) anf die Natur diefes Weltkörpera hat
fcfalieben können , äfl uns nicht wohl begreiflich ,
da felbft ein La Place v und zW2Lt nach der Berach*
nnng der>elUptiCchen Elemente des Dr. Burehhardt^
darüber nicht zu entfcheiden t^agt, und der Meinung
iß, dafs man noch fernere Beobachtungen aUwartca
müße'*'). IndelTen find doch gleich Orianii Bode^
OWers^ Burckhardt^ Profperin^ FufsznfdieStlhtVir- ]
inutfumg gekommen , dab diefes neue Geftim wol eio ;
Flauet fejn- könnte, nnd alle bisherige Beobachtun-
gen fügCO üchaoch in eine elliptifche Bahn,
Aqs einen) fpätern Schreiben des Senatort Ia
Place vom 19 Julius» welches wir fo eben beider *
Correetifr'des gegenwärtigen Bogens erhalten« er*
klärt fich diefer grdfse Geometer noch iießimmter
Über diefes Oeftirn, und Terßchert uns, dafs er nicht
■ • - • »bge-
' *TS. gegenw.He&S, t3jf.
1
XlV/' tUW dm neuen. Haiaptptänebnk 1 59
ttigäieigttey 9 «0 Air fin^^n Plaueten zuhalten» aacb
M» -BMWl^DdaDg einiger AßroiiomeD « weß,en der ia
|ifitfbM^eigttog der Baho , fcheiot ihm nur. ein ge«
Af|^r EftnwarF'Zu fejD. Da die Meinang dieses Ge<
ttMMa'Vm dem gröftteD Gewichte ift, To letzen wis
ttMI»^Stell»'ftiDe8 Briefes gauz hieher. M yims avet
Siekfiraififn ttäns -ee que vous rnierivet für Piazxi^ ü eß
tÜk fae9wü9Q^ ^il nait pas prevenü ä tems Us Aßro*
iMieJTt te^ <"> aura qu/tlque peine ä retroiwer eet aftre^
8eM Üittihaifan plusgtande cfue ceUe des autres pla*
MteS\'^^p9iU faire ime Ugere difflculte contre taphäan
i$'etu^9 qni en fönt une plaiiete ^ mais eile e/i eneore
moätJb^-^fue tioccentrieUide Mercure. Je ne fuis done
pltki'Haigni de croire que cet aßre eß wie planete , M
p^^HOdf^hgäge hien a /# chercker cajffitdt qtCellc jtra
t$gägi9 des rayons duJoleiL^'- Und weiterhin in dem*
HbiBO Briefe, wo der Senateur mir über den ram Druck
lettigeti lli'Band feines naQerbiichen Werltes M^cof*
alp^Äy^My?^ 'Nachricht gibt, erltlärt er fich bey diefer
(fcirifejifliihek Tiber diefes merkwürdige Geibrn nocii*
iMls'^tlft'r ** Le nmwel aßre obfervi par Plaza ^ na
4kt pM 9 vä fon Sxtreme petUeJfe , infkier fenßhlement
Jkh Ußt "thouiDemens planStaires , rnaiyfi c^eßune planete;
fifpi^e^ifue ^ici ä Vhyver" prochain ^.fon orhite fera
fkJfifflMMem eormüe,' 'pour que je puiffe doitner dans
91011 ^^ofH^ftr^ ^^ perUirbations quUl Sprouve.^^ Nur
Pr0& J&üg-W, wie uns Prof. Bode meldet» will nichts
vM ' diefem nenen Planeten wifleu ; feinet Gründe
Mttd^ne ttubekannt. Afugemaefu für einen Planeten
lAl'^IMt dfafes neue Pia^tiTche Geftim zor Zeit kein
IftHMk^Mv "«^oigftens nnfers WilTeos nichtt;. «lies»
fMWahdl^-liidirüber gelagt V verhandelt, und berech-
^a Mtmak Correfpj: igof. vAVG VST^'. \ : :
net worden, iftv' find Fiärrmt^fem^en einer MögUchh^i
oZ/rf ÜäfaQQ- JDUT wahrCcliefiiiliGhe'' ifypotheßn- dlarttb^V
gewagt» nsd Zweifel dagegen. zurückbehalteQ 4 :V^
waren den Meinung , dafs »aOifcrUereBeQbachtQii^l^
Bauch der Zutückkanft diefeto Gedims. VQU .d^r$0&p(|
abwarten onülTe^». und dare.-die Zeit' allein noM einef^^
wtffk Belehtling^ darüber werde -geben kdmeik. SoU^
te dem .Prof. Bode » wie vorinahls beym . Uranus y .dmt^
Glück begegnen t dafs er autohdiefes Geftira in -irgeiMl
eiiiem Stern verzeichoifli aa£&nde.: lo köqnten ^Ito
nnfereZweifeLbald gelöft, and ein grobes Licht übet
diq£en Gegenßand verhreiti^t. werden, W^cigdcns
Tchreibt er nne , dafe et fich deshalb Mühegebed wol-
le. . Auch . La Lande rerzwiüfelt nicht , wenn :)dieCev
neue Welikorper ander«^; ei» bleibend fichtbares (je^
(Hm iht» ihn in leinem uYigeheuren Verzeichnifs tcnh
50 taufend Sternen aufzuwinden. Soviel iftgewifii,
dab liazxi auf diefeÄ Gefiiin» wie wir in unierm er*
fien Aaffatze'.(Janias»St..Sb 6i2i) gans richtig verma-
thefc hatten,, bey Verfertigung feines Stesnverateicli«
nilFes, uiid bey Auffachnug und BeftimmaDg feb*
kleiner Sterne im Meridian 9 jgekoromeu ift. Ja» eia
Schreib - oder Oruckfchlev fogar fcheint diefe wich-
tige Elntdeckni)^ veranlabt.ztivh^bea. Denn Fiazzi
verfiel auf diefes neue Gefiirn». wie uns üriam mu$
Mailand vom 17 Jun. berichtetv indem er xiacb /^bZ-
laJion-$: Geimal'y. ^ßrohondcal • Caialoguo ( London
1789) den 87 ^iayer'fchen . Stern auffuchen wolke#
und diefen^ nicht in Mayer b Stern - Veizetchniffe f^nd;
Der Irrthnm kam von IVöllapm 1 der die S^flimmung
diefes Sterns. fülfcblich dem- Tob. Mayer ß^ttdem i^
GiilU-p demfitgebubrt» zu^efcbrieben battA».. PieC^r
^ : Stern
XIV/ SJMt. deM'jimtn Houp^Men. t6t
Stfm Bdtt Meh in De Xa. Ca»/ir*8- «oiUkal^Siteiftil»
tyyy S.4VU), ia Bode'B 'TolUläDdigeih StfemTei^ekh^
«yie sa Ceäier Aufgäbe de^ JFia7i7//ee^,:Hiiiiinab.:Alk&
fcftmdin, 1*^82 ;>.&- 18' fab-Nro.- 243 , find> viücbio^fBiDeA
■0iie4:rpräclUig6A.:Himmeli » JUnem ;^ Xit Biatt: ^ J»
dWJRr)tou.»^tt^ie(QnStflMi biobacbtoa^iviaiiltte( €r«f
ffh;MiC ätfCee tien« Xießlm, da« nur r^ Mkk^xvtße-
KdrV'.wid 16 Mix»; iikdiich: von diermi>&t«ro».>ltMd%
«ind'äiir 57 Zeitreconden vor <lenifti]iaii»daTCk'dift
Jferidian.giD^. .-. * .- ■ . * ..«
.!ir;.Dc. Airek?iardt'B «tliptifche Babn kÖBOit der KtrMi^
Im^ übx naheratrch ift er der Meiona^^'*') esliefmit
Athikeio^ andere Paralaeln als die fe«i|^ifjndeii«' die
den Beebacbtungen.entfpväcben* -Aybrnt^Säidneti j^
filriito' berechnete eine paiahcftifche Babn/ndereu. EIc^
■ttoQüe gaor fehr Von der furricAari^Üichen. abi^iobeii^
'welchA wir aber, onferni ' gegebenen rVerfprechen'Z«
folge, hier nicht miltbeilen dürfen. . NuriCovie)
iBftDnaalwic berichten v- daia Prof. Bä^zar allgemeip
ften'Ülierficht diefo xwey'to fehr verfcbiedenen Parar
icln^, .dann- die Kreisbaha ».und die. Burckhardt^ iche
Ellipfe entworfen habe • und alle ßellen mehrere Beobb>
achtnngen fehr gut dar. . . .^c
. . :Diet darf bey einem fo kleineo Bogen, den dief»
4er Wandelßern biaher durchlaufen hat, gar nicht be-
Jbemden* Als der Pianet Uraims eutdeckt ward , wur-
den anf dief^lbe Art verfchiedeae VerCache gemacht,
Boscovich zei^td in cäner kleinen Abbandluug, dafi
«• vier Parabeln gebe # welche dreymonatüchen Beob*
acbtnngea diefes Planeten Genüge thäten«. LexeU
bewiety
») Jol. Heft S,6o.
l6t .v-Jfonatf. Corrßfp.iSoi. AVQVST. \
'J^wiea,-, däfs es noch mehrere ParaMa .Tbii 14 U
^8 PerihjolrAhQaDd |;ebeii:könae> daich. welche imA
£ine lau^e Reihe von BeobacbtungeD von i^fihrfra
A^ODaien fehr ^eDau darftelleD könote. ' Man nslUi
nuch-'rhier fernere BeobachtangeD abwarten' »i'-bofOt
nuoetwaa^vtriflMüber die gayu^BahnerhaltaiijEnäib
'le; Theile derfeibeD lieben lieh in mehrera PataMi
.Torfielldn^ aber die nachfolgeurdeo Beoba^änsfret
jbbl<dIeD eine nach der. anderen aus , bie LetteltJöM
JK,reiibaliD ^. nod endlich .La Place die wafare-Ellipb
berechnete. Dr. Olbcrs bemerkt daher ganx richtig,
ilafo man wahrrcheinlich bis jetzt noch keime «üipti»
Mie. Bahn des P/Viz:&£Tchen Geftims mit gioEierZa^
TerlftGQ^keit wird berechnen können. «Diefer-gtixtid^
liehe AllroDom fchreibt ons daher unterm 4 ialinat'
^Dr.' Butckhardt hat oiFenbar an^nommeB» daftder j
««Planet gerade zur Zeit der erßen Beobaditnug i« 1
««Apbelinm war. £igentKck wird man verfchiedens \
9,Corabiiiationen , fede von 3 Beobachtungen dMchn
„muITeD , und' fehen , in wiefern diefe verfchtedunea |
y^Combinationen einerley Elemente für die-, ellipti» ;
^rche Bahn geben." Dr. Bwrckhardt erwartet Mbl
keine grobe Genauigkeit von feiner ElHpfe » utid et
ift weit davon entfernt, fie für die loahre auszugeben;
Er erinnert es. felbft *), dafs der darchlaufene Bogen
dazu zu geringe fcy, und fagt, dafs er blofs deeW»
gen die wenigen vorhandenen Beobachtungen in eiL
ner Ellipfe darzußelien bemüht war, weil er dadurch
doch mehr« als durch patabolifche Elemente die Auf*
fuchung diefes Geftirns , nach delTen Zurückkunft
von der Sonne ^ zu befördern und zu erleichtern
glaub«
*) Julini- Stück ß.^o.
Xnn ' UMr ' den urum; Mauptpiamttn. f 6$
Mubtei ^rilCebr kaoli- tann döcbiiicht leiden» -ab wtt
br BedianiiSire des Probleoif , and die wenigen Piasr
'Jcbcu BeobMbtflogen inblTeD. .
Mic diefem Vorbehalte; find alle Bemühnnista va4
vechnivigfUD derjenigeb AOroDoroeti , die Ticfa mif
tCsm rftihfeUiaften HimideUkörpeT bieher befcbHfci;
»tliaheu t! jaufern Leferioi der M, C. milgeibeilt wot«
mj Seii»6 firfcfadnung im Weltfyftem' ift zpiOiiHrk^
ftrdig« aU daf» mao »loh« alleo Scharffion cAdFleiGl
iCbieten IbUte, alle Möglichkeiten « alle WahrCcheim
Ehkfiiteti %Mi berechnen« . wodurch wir uni daa A«&
idoD dieGe» feltEamen Geftirui erleichtern fe5i)iieQ;
Ml»ift'iim>fo mehr nötbig, da man eaJEcbwerlkh
m einem zwejten ZvtiM erwarten' kann, ^Mifreiif
r.lubierft.klieinea, anfcheiubaret , fich darch';S:eine
enoMiK^^n auszeichnende« Geftim ,^ das ficfa in d0m
aendUcben Heere ähulichet Geltalten verliert; Hdb.
aCaren Blicken ohne alle Ii«eitnng - darbieten. foUtel'i
. FrejKcli ift es ewig Schade» und aliejAftroao*
ton ohne Aoanjahme beklagtet» dab Fiavci dieini
remdling^ nicht länger als bis lum ii Feh. beobacht
it habe. oWilr« er nicht krank ge worden, -od^rhit«
l.cs Ihm- gefallen, von feiner £ntdeckttug früher
fachrichtii^u: geben, 16 würden andere Aftronomea
ieiea Geftim noch im Feh«, März und April vet^
rfgt haben» und wenn una. auch die fe fortgefetzteo
feohachtungen noch keinen gäuzlichen Auffchinfa
her die Natur diefes Weltkörpers gegeben hätten«
I würden fie uns doch fo weit belehrt haben , dafa
fix ihn mit mehr Gewifsbeit wieder hätten auffin-^
en können; dagegen jetzt mehrere Aßronomen nicht:
hne Grund befürchten i dafa es Noth haben dürfte ,
diefcin
|Ö4 -vMonatf. Corire^.-iSvt. jIVGVSTJV:
divf^ Fremdling fo letcht \irieder.aii52uliUQieii4 Prof.
BaM Ubcjer IVIeinuiie, dab/ da diefes GdRira'£cbn«
ah eio Stern 8 Gröfse zei^t, esuur bdf foft vbHig«
jlbw«A»t»h<^it der Morsreadilmnierang , dnfr^ in- eioei
befrächtlicheu HQbe über dem •Horizanc-tfii fiAdea
feyu dnrfte. Deswegen elaobt er, dafs maÄ-^MirAn»
tlnf .S6ptemt>erii wenig Hoffnung hae'v'iihO'''za 'ent*
decktm , xt^tm fotiß alle übrige Umftüiiide-ivortheil»
bWFtfind.- Je iänfrer. demnach die £pdohe reines Aof'
finderta* znrtickgefctilt - werden innfa , 'je mehr kam
ili«\v*Hre Bewe^ung-diefes Geßirna von unfnUeBTOff-
laeßg berechneten Bahnen abweichei^y^und-'je Cchve«
rerwMrdf folglich d^ Attfßnden diefea uuanrehttlichcä
WaoMrersim Weltraum weiidenj •- ij *
rr Wir pClichteu^^anz der Meinung des Prof. Boi»
be^^iweuu vom inaffüchien diefes Getlfaruä^tM'ireysf
Hand die Rede iß. Allein -wir glaubeD4iacllw"da(« 0
dörsh iv^hlberichtigtd Aeqtioloriale oder 'parallact)'
fche« lufimraeme dennoch gelingen köntolH; diefem
Frew'dliDO' früher äuf^le Spur zu koittmeni wentf
aiUh' die im voraus ' berechneten Ort^ir einige Grads
tmficher feyn follten. Man dürfte nuf in'denii vermo-
theten Aanm, in einer Zone von mehrere A Graden ,
Differential Ren bacfh tunken in «gerader Aüftlciguog
aller kfeinerea .Sterrre^.mit'dem znnächft bekannten
vrohlbeilimmtcn Fixftern machen : r<i>»9tirdeh iichfehr
bald die frhon beitimmten Sterne von den -änbeftimm'
teu , durch die SteniverzeichniAe , nnd mittelft Wie»
derholun^derfflben Beobachtungen, voö einem Wan*
delHern untcrfcheiden li^llen , ohne dafs man vor def
Hand nüthi«: hätte , Differential - Beobachtungen in
der Abweichang za machen ^ oder eine vollkommen
dunkle
JCIV. (UfT den. neum Haitptflß^teietL i6s
iapkte Nacht tfbtiiwarien , um die refpecdTa Lag«
4er Gafiiroe nit einem Blicke zir überfehen. DeoQ
da äle tägliche BewegoDg des Gefiirss Tehr grofs , und
va Aiifaog Septembere b^ynahe x^ Minute in Zeit be^
tragen v^ird : To ift diefe Bewegung allein fchoo hib*
läpi^lich • die Waodelbarkeit diefeH GelUrna iu einer
S(avrde zn erkennep. Sie wird nämlich in dieGem Zeit«
nnme fchon zwifchen 3 oder 4 ZeitSecuuden betra*
. gen. Frejlicb kommt hierbey. alles apf die Gute de^
Ferurohra, und auf den Zußand der Atmorpbäre an.
Da diefe aber in unfern nördlichen Gegenden Deut fdi«
laoda gewöhnlich in dipfer Jahreszeit anhaltend
reioer zn feyp pflegt : fo muffen fich dicjeuigea
Aftronomen « die mit befleren parallactifchen Fern-
rohr en verfehen find , die Mühe nicht verdriefsea
lallen , fobald ala da die G,üte und das Vermögen
derfelben erlaubt, auf diefes Geßirn Jagd zu ma«
eben.
So wahrfcheinlich viele Aftronomen in dem PiaZf
zTCcheis' Geßirn einen plauetarifchen Weltkörper ha-
ben finden wollen, fo haben doch andere auch Zwei*
fei dagegen erregt. . Die hey Planeten bisher nn«
gewöhnlich grofse Neigung der Bahn fehlen dem
ProfelTor Bode einiges Mifstrauen einzuQöben. Man
hat fie bisher fchon auf n Grade berechnet, und
Soldner findet fie in feiner Parabel fogar x8 Grad«
Allein ans phyriTchen Gründen läfst fich dagegen
doch wol nichts einwenden, da überhaupt die Be-
ßimmung der Breite unfers Thierkreifes a poßerio»
ri 9 and aus einem blofsen £rfahrnngslatz iß ab-
geleitet worden. Profeifor Piazzi findet, wie una
Oriani bierichtet, darin einen Grv^ad, den Planeten
Corr. IV. B. 1801. M ZU
i66 MondtljCorrefp. tgöu A^GVST:
zn bezweifeln, weil ihm der Tönf iksn beobtdi'
tete' Bogen feinet' lltickganges in keintmi gehftngen
VerhältniCi mit feiner täglichen Bewegung su ftdien
fcheint. Allein fo viel wir aus Piazti^h Beobachtun-
gen erkennen, fo hat er nur einen fehr kleinen Theil
diefes Bogens beobachten können^ Denn den i Jao.,
am Entdeckungstage diefes Geftirstf . fand er es fchon
im Rückgang begriffen ; er hatte folglich die Retro*
gradation nur 9, höchßens 10 Tage beobachtet; al«
'lein die ganze Dauer deHelben müfste bey diefeiu Pla-
neten wenigftens von 100 Tagen Eejn, und der Bo-
gen felbß zwifchen 9 und 10 Grade betragen; allein
da man bisher weder das Aphelinm mit Zuverlüdig-
keit beftimmeu , noch die verfchiedenen Abßäude
des Geßirns von der Sonne nqd von der Erde , die
ungleichförmige Gefchwindigkeit der elliptifchen Be»
wegnng , die Neigung der Ebenen , genau voraus-
fetzen kann: fo hält e^ auch fchwer, diefen Bogen
der Retrogradation aus den Elementen zu beßimmen,
und der Irrthum' kann fehr grofs feyo. So hat Ld
LajiSe (Aßr. art. 1190) gezeigt, dafs, wenn man
z.B. bey dem Planeten Mars die Station in einet
Kreisbahn berechnet, unter gewiifen Umßänden ein
Fehler von 2^/Grad in dem Com mutations- Winkel
Statt haben kann. Dagegen findet Prof. Prosperin
ebenfalls , dafs die f/azz/Tchen Beobachtungen diefes
Geßirns ziemlich genau in eioeo Kreis ^ dai^ iß, in
eine in ßch zurückkehrende planetarifche Bahn paf-
fen, und dafs die beobachtete Station deilelben fich
fehr gut darein fü«;e. Hier iß , was uns diefer be-
Tühmte, mit ähnlichen Rechnungen fo innigß ver»
tränte Aßronom unterm 30 Junius aus Upfal ftbreibt:
«•1)1
\
- *<Da man Darzure^BeObachtnoMAi^r^uchcnni,.
ftio der VorauafeUnDg diner Kr^i^bidio., fhr^n HaJb;
jkk^ttmT and alle übrige ElemeDie^j^u jlxqtechum, nnd
filmte ans den BeobachtuogeD voni:tltHid;23 Ifuua^^'fJ^
ibekniiDt find: fo bleibt oichta übi^g,alf. zi; uuterfu-
^cben , ob der $tilißand ded PlanitfCitilt dieCer Kreis- •
,babn übereinkommt ( wo n^cht, Ip kaqn die(\sji.ireis*
,bahn nicht kreisförmig, oder 'be)rnahe kreisförmig
fisyn. Hier Ift das ganze VerfaUeb» Wie ich dabe^
,zu Werke gegangen t ♦ * '
,,E8 Tejrin S die Sonne , in T c^fe firde / in P
«der Planet auf die £bene der'Ekliplik reducirt,
„Tt, Pp zwey kleine Stücken ihret Bahnen , weicht
„in gleichen Zieiten berchrieben worden « ebenfalls
wiuf die Ekliptik redücirt. Die Winkel t S T , ^ S P
»,(oder die gleichzeitigen Bewegnl)genit]|der tätige)
itST, SP (diecuttirten Dißanzehj Tald^ahs deti' ge^
pP
t)
*^ Prof. Prosperin kannte dimahls nav die befreit S* ii^
dM Jun. Stückt angezeigten Beobachtüiigeik
^3 ^*^ siehe ans deria Fnticte S gerade Üniett Haich t, T, p> P^
. man Tel binde die Puneu t und p, T und P durch gernde
Linien, durch die Puocte t und T» j p. uad P ueh^man
kleine Bogen i fo i& die ganze Figur entWorfefti
■ ^' Mi
l69 \ MmiU,(MkJjf. neu AVßVST. r.
yyfcinden^ EleuMiiteD bekaii^t. Es lej £erner
„tSP : pSP :! rt 'j'^i findST.:' SP :: n : i, Wena
,',der Planet ßiUIMiefid ( Hatxotiariaa ) feyn ToU^.Iq^
,,mttb TP parallel '«It tp f©yn, öder
„und ta dem Dtf/eck S T P haben, wir :
SinSPT (=;CorpFr) - Sin STP (— Co'f tTP) :: ST : SP,
oder ^5£Pi-E = n woran» ich finde.
Cot STP :;= ;J - ondCof.SPT=: JL^-J^T
»v m* — I Km» J_ ;^
-•'.'•■,
^IgUch fia^d die Winkel STP,SPT bekannt, uttd
y^daherkuch der Winkel PST, oder der Commaca«
,,tioiia- Winkd « im Augenblick dea StillOandea ; die*
„Gep ßndet man darch (^ie relative Bewegung in der
„Länge ^ und der Commutation zu einer der g^ebe*
„nen Beobachtungen. In unCerem Falle habe ich aUf
;,den Beobachtungen gefunden : den Coramutationa.
„Winkeiden iJan. 32* 56' • den 23 Jan. 50' 57' zur
„Zeit d^r Beobachtungen. Die Commutation wächfl
„daher in 21 Tagen 23 Stunden um i8' i'. Nach
„oben angeführtem mnfs demnach die Commutation
„zur Zeit dea Siillßandes feyn r: 40" 22' oder f*
,#26' gröber ala am 1' Januar. Daher wird die Pro-
„portion feyn 18 • V : 7* 26' :: 21T 23^^ : ^t jSt;
„addirt man nun die p.T^ge 2 Stunden zu dem i Jan. .
„8^* 43 ' : fo ereignet fich der Stillftand am iq Januar.
,;Da diefea nun mit der Beabachtung des Prof. Piazu
tszulammentrifft: £0 ift diefefli WQ nicht ein Bewata»
»•doch
XIV. üAtr dM neuen Hmpifkmeten. 169
,,jiodk Wenii^firä« eine ßarka. Verumthiiog (J^&rt^ Jtirj»
•ijinnpjtion). ctab die Bahn dieGoi a^Men himmlircheÄ
.JL5rpen beynahe kreisförmig ttf\ wiewirTorhet
.^«günAmipen hattep. ,Oiebift, iclf geßehe es» nar
*^t^ angeAhrer nod grober Überfohlig, indem. iadk
.iidi0 Bew^opg in der Länge ab gleick* und kreiBfÖr-
.^ig voraasgeTetzt habe; allein die. bisherigen Beol^
^■,*rfitiipggn erlauben keine gröfsere Genauigkeit, io-
,/ond«rheity weil man TchWerlich. därch die BeöBb
.^chuing den Angenblick des StUlftandea wird beftim*
.^en können. Ihr ^ Bemerk angen über diefen neuen
•^WeltkSrper, fiber den Cometea<van 177a nnd ihr«
f^MinUchkeiten« verdienen wohl erwogen za wer*
' ijübt wiewol der Comet von 1770- Cehr grobe Stö-
.^pngten ediuen haben müfste, um ineineBahtf ^Wi«
-jjUe dM neiiei|<jeftims, umwandelt zU'Wef deü'V ; . ;
f- ' Derfelben Meinung iß auch der Hau: KaiferL
Aautanth lufol diefer berühmte Geometer TclXkÖkt
.viaii^kerm zgiim. aus St. Petersbulrg: ^'Mferakiris
:fMbl8 9 ^p*^ ^ famei/fe catnite de m'^o ne ßtt äutrm
.^fe qUtV^fif^ d€ Piazzi^ et Vune et Vautrelapla^
fnbe prefumie entre Mars et Jupker^ Dans taut et ^fue
■wo^s JUies pour abwer anx objectiens qu*on pourfait
.oppe4er ä ^fentimeut^ j^ß**^ entierementdevotreavis,
M muant aekjenüment que vous attrihiez ä Leon. £w
' ler (M. CL Ji^ p. 618 ) j» pw: eürtißer pofitimement
.mfil' a toujoatrs foutenu que rorbite de cätCe GomSte a
Jlkitre iotalement ckanigee par Vaeti&n de Jupiter^ mais
ib reflä, il vta eä aucwie part activp aux ealeuh de
,» Dafil di^ Bahn aes-Cometen von 1770 durch dia
'ScSrangeadM Jupiter fich gäuzUch geändert habe, ift
M 3 auch
«neb* ilff M^iboqpr irnftret gröbtra. Oaometm' La
Pbuik } ei war •Arkf^r^ms Irrtham ^fcheheo, dab wir
IbiiiirhiBitf«' Stück der fii. C. S 619 dem Dr. Bürekr
■hoKdf tiey^mi^Den häbeo. Diefer hat in Teiner'ge^
ftartiKiefa fieutUktift vielftiehT die Idee geHubert» imd
^«'iCchsiot ihm fmnier wehtrcheinlicher 2a wenieo»
4k& ebe&^ der üotutK Vöd i 770 der z wifchen Japicer
«94 :Marff TenDuthete Planet reyii könnte. Diefc«
JIDfOioili erklärt- (ich hierüber fol^endermaben: . ««
• i ; )JQeii .Vetrfif^h • tib^r die St&rliiJgäa;. welche Jq«
tf»pitftr'ettf den Cnmeten rom J. 1770 ausgeübt *fa%t«
elitticti^Kleii ich 'iboen -hier überfende, war rcboo im
^tElectniber dea tcMrigen Jahrs (1800) vollendet« Man
^rtotji' Hitsr 9 ihn alt Anhang «u meiner Preiafoktifi
^if^^aureiciien ; mir (cbieo es aber, däb- die Mit wer«
siiV^t fich* mit*'IVechl darüber hätten* %eblnvereD •k&a'*
Jißi^tki'^. da die • beiden Ideen ; worauf «diefer Verrncb
WMi^ündlt« dem La Place angehören, obicbfdMi
Y^dtefian Umftand so erwähnen nicht rergelTen hatte.
'^Ich wollte diefen Verfocb als befondere Abhandlang
«udee» National- Inftitnt vorlegen; aHein bey noch-
•»mabliger Prüfung fcbien mir di^fe Abhandlnog ans
.wmehrern Grundennicbt ganz für di^fe« höbe Tribe-
«i*nal ceeianc^t ^tk' hyn^ yorzüglicb weil der BerichitS'
^»»^ftatter ^enöthigt gewefen wär^, meine Refultate
fMraj»«ntltcb auf Treu*nnd Glauben anzonebmen , wo-
!^,fecn er nicht die ganze Rechnung b.^^^ wiederholen
ifiWoUen, ÜbrigeinB darf ich es nicht verfchweigen«
^^dab der grobe Geometer, deifen Meen ich ansge-
„fuhrt habe, nicht de? falben Meinung in Rückficht
Q^anf das Endreföltat w^r ; erglaabfn^rolich iihmer,
ii«daie4ia Babii 4e« Gomeievi vcs» 177& inl^J. 1767 aad.
d;j - ' : ^' „1779
XIV« ü^^ dm neueh Hauptplonelm' l'Jl
^779 darcb die. Störqpf^en Jupiters gänzlich geän-
ndfrt ivovdeiit. und dab dieb die beße J^rkUrang die^
Jtß fonderbareo Phaepomens fey,
.« . yJgIi würde diefeUoterfachaDg gar nicht bekannt
Mgemacht hahea^ weon ich nicht geglaubt häjte, dab
lAt Publicum f ;d^l^pn Aufmerkbinkeit j<|tzt anf Piazr
af9 Gettirn gerichtet iß, lie mit mehr Nachficht aa^
fjBfl|meii würde, ob ich gleich die Meinung nidu:
«viwg69 dab/beyde Geßirne einerley find,, da die £k-
ufabroag' » and . hoffentlich künftige Peobachtnngeo
«laUein hierüber entfcheiden können^
,:^ UJ3^ Biiftimmung der Störung, welche ein Co-
MOietwVCUi .einem Planeteo erfährt, ift im AUgemei-
4VifVi"l#br grofie^ Schwierigkeiten unterworfen j wel-
j^dwriiir diefen ;Goipeten fich noch fehr vermehren.,
«joreilicf fich dem Planeten Jupiter fo fehr geQähecC
•febal, dab feine fiörepde Kraft gar tebf die Kraft d^r '
Wfanpe übertraf, fo dafs ea nichts mehr erlaeibt ift.»
iiiio .Quadraten und b.dhern Potenzep der (lörenden
JttBttxn Temachlänigen, Ich h^tte ea. nicht gewagt,
i^kcb iBtt einer fo fchweren Angabe ^n befchäftigea;
.jyM&h&tte mich begnügt, zu auilgen, dab ich daran
.^gedacht, und den groben GeometeruinAath gefragt
•^fttte«. welcher durch fo viele glänzende Entd^ckun*
dges dUe phjMctie Aßrongmie bere>cher(hat. £rw4jr
MCojgefkjlig» üch mit dieCom Gegenßande zn befcbäf^
"kitigen,, und rieth mir, die Wirkung der anziehen*
^4lia Kraft Jupiters fo zu berechnen, dab ich denCq-
«i«ifttia..aia'einen Satelliten diefea Planeten betrachte«
f»t«»'- welche SIethode JJu Sejouri^ feinem Traüi
i^m^tiqfifi des mouvements eeUßesi entwickelt ha^
4Ar*ii^W> %ni^rden Haibmf I(ev d^a Wiikujfigs-
c-, M4 „krei-
17« .MonaliL C&hrefp. igoh JVGVST*
»'jkreiCes de« Jupitf^r zu vermiDdern , und ihn nur «jl^
fidea Abftaodes des CometeD ron der Sonn« gleich- z«
»»fetzea. Brancht man dann die Fonlieli:i der Aitfmi»
' iinujue- eeliße (Tome I p. 189) welche weit beqne*
-^»iDer-ailddieDtt5<7our'rchen find: fo findet man l^idltt»
„dafs die Umlauf «zeit dea Cometen vat 176796 Jatire
, »-Afö? ond nach dem Jahr 1779,5 Jahre -f^ war. Ich
f thilbe diefe Berechnung doppelt gemacht , und Fign*
j,ren gezeichnet« nm mich nicht in der ZnCamine»-
'•«fe^iing der Bewegung Jnpitera and dea Cometeil u
«»irren. Die anziehende Kraft Jopitera hat die Um*
jttaufszeit des Cometen nnr Tehr Wenig gelodert« .
\Mweil Teine abfolnte Bewegung beym Aottritt-aiis ;
;;dem ^Wirkungskreire der abfoluten Bewegung fopi» \
„tera« weniger der relativen Bewegung dM Comete«»
^»gleich 1(1. Hätte man die Sumise diefer ' Gröfaan ^
^ 9,ftatt ihres Unterfchiedea, fo würde die Gefchwindig> -
Y,keit des Cometen faft drejmahl gröfser Cejn » «iid ;.
t»reine Bahn würde in eine höchll ablange £lIipreoder |
^•gar in eine Hyperbel verwandelt worden fejn. Hat- ^
:„te diefe Wirkung Statt haben foUen , foiiätte der O \
^,met die Richtung feines relativen Laufes ändern bA&^ j
sfC^en» anftatt eine faft geradlinige Hjrperbel um Juf \
Jupiter zu befchreiben; er hätte daher einen weit grö<» r^
«»faern Bogen befchreiben mfilTen» oder die wahren ^
jiAnomalien v vom Eintritt in den Wirknogakreia \
9»bia zur Jupiters -Nähe (Perijove) gezählt, hätte nur \
9,wenig von zvrej rechten VVinkeln verfchieden- foya
„können. DieGsr Winkel y hängt vom "V^^kel • ab» ^
^.welchen der ans Jupiter zu dem Cometen gezogene ^
»»HalbmefFer mit der Richtung der relativen Dets» k
ffgvog dea letstett' macht, Sehr geri^;e JUKtemDga» '^
: >!
XIV. ÜAer den nmm HauptpkmiUn. 173
tfA den ellipcifchei) ElemeDten 3^r Qahn^efl Come-
»^oköfibteDden Wiukel • Cehr merklich äDderb; wo-
nduTCh der Winkel y, und die UmlaofiBzeit detCome*
„teu rehTTergröfsert worden wären. Die RechnnDg
y»bat dtefe Idee La Place^B beftätigt. Im .1, 1779 ^^F
i,der Winkel • gleich 17* und v =:: 88 j"*; feutmao
„6 — g*: fo wird v zz iioT; iß « ZZ 6\: fo ift
mV zz ito^j endlich wenu • ZZ 5"*: toHk v ZZ 126**'
uEs folgt hieraas, data der Winkel t kleifier aU 3-!^*
i^feyn' mufii, wenn, die Umlaufszeit fehr vergröIaeTt
„werden folli Man fieht femer. leicht, dafs man
,ideo-Cemeten näher bey leine Sonnenferne fetzen
,»mnbt *wenn man den Winkel • vermindern will^
WMan :B^ino daher an , dab der Comfit nm einen
HGrad* n^ier bey feiner Sonnenferne war, alaerim
^«lahr 1779 in den Wirkunf^skreia Jupiters trat; udd
iihiierxd darf man nur die Umlaubzeit um 9 Tage an-
^dernyjman wird dann den Wiukel s gleich il** und
^aof ^ntgegengefetzter Seite des H^lbmelTers linden ,
^b dab man eine VergröfMirang der Untlaufsaert von
»•9 Tagen, eioe Verminderung des Winkele « von
^18 (1 hexvorgebracht hat.
^Ob nun rchon eine Änderung von 6 Tagen der
HUmlauEszeit, welche ich aus den Beobachtungen ab-
Mgeleitet habe , hinreichend ift , dab die Bahn diebi
y,Cometen durch die Anziehungen Jupiters in eine
',,h5chft ablänge ElUpfe oder gar in eine Hyperbel hat
„verwandelt werden können : fo fcheint mir doch -
^diefe gäuitliche Aodernng der Bahn wenig wahr-
„fcheitilich, weil hierzu die Umlaufszeit des Come«
„teu zwifcheu Gräuzen fallen mübte , welche nur
hom 4 Tage von einander entfernt lind, Übrigeoa
M c „wäre
«74 UmdiL Correjp. tgöu AVGVST.r
,;w&r6 ironerooch zu erklüren, weram man den Cd«
;iiiii>Mn iiicht vor 1776 gefehen luft; denn eine Yer«
y^mehrilDg der UrolanFszeit würde- im Jahr 1767 den
MConMeii V6n Tehüer Soime weit eDtfernen. \
< \^f» Tehieibt daher« daCi die Idee, welche ich ia
;;meiher(|«kTÖnteo ) Abhandliing geäabert habe,
^iitiinier wahrfcheinlicher wird , nämlich» dab der
^,Comet von 177a zu imrerm Pijfneten -Syfieme ge*
»,hort; dab er die Lficke zwifdben Jopiter nnd Man
y^ausFoHit',' und dab die häsfigan Störungen*; wdcht
;,er vom Jupiter erfährt , und die (ehr beträchtlichea
y»Änderungeii Teines kleinßen Abßandea voii-<LerSon«
«,kie un^-' nur fetten erlauben; ihn zu beobochtJBB^.
Waa auch immer der Erfolg diefer getheilten Mtif
.nangen feyn mag , fo bleiben der Comet vom J; 1 770 m4
das neue Pmiczf fche Geftirn inbmerhin zwe7 dpr merl^
würdigüleo, noch anerforfchtenErfcheinungen im Wel&
fjfteme, welche die forgfältigOe Aufmerkfamkeit aller
Himmelsbeobachter auffordern , fie aocblapge befchäfr
tigeo , und vielleicht auf ganz neae Auffchiöffe-fdhrea
dürften» Da« Stadium des unerme blichen Weltalliill
rogrofs ond mannichfaltig^uls es die.Gegenfiändedi^
fer Erforfchungen feibft lind ; daher fchon Smeea bg»
le; eb^ poß milU faecida tion deerit occaßo aliipüd aJe
4uio adji^iendi* ■ ' ' ,
XV,
XV. liinfeabenthaier Vi Ott. A. Fifcher. 1^5
mmmmmm^mi^
. xv. ■:;..,. ,
R e i f e a b e n t h e ü e^/» '^ *
keiautgegeb«!!
. ▼©« . ■ .-.' . _. »
Chri/l. Au^. Fifehtp^ '•: . - r
tes fiändch^Q. Mit tltkexd Kapfet Dfeardeio hef
Heior. Geilach/ i8öi. 240S. kI.S." ' * '
> wenig dieCes Werkchen dem erften Aoblick-fiiok
'etne' Anzeige iu der M. C. Anfprae^' lAachen zu
lAenfcfaeint, fo verdient es dochTeineiti innera
;rlh nnd Gehalte nach den Freauden von Reiteb«-
rknn^en empfohlen zu werden. Det V^fiafler be-
tdäs Talent der angenehinfteo, gefdlligf^etiand'in-
eflabtellen Darftellang' der verfchiedenRen'diarac«
B und Situationen in eldefn fo höhen Grtfde ; wie
n nnr feiten bej einheimifchien und aofdliadi Gehen
ifebefchreibern findet; Seine Sprache Hl; edel nnd
Itaklos, gedankenreich' und' iha^lerifch; mr wenige
ilen , nnd man erblickt In ihnen das Bild'^to Ge-
ld, eines Hafens, einer Stadt, einer MeniCcheilclaf-
in ihren Hauptztigen. Wir rechnen dahin ibfon-
rheit die Schilderung eineir Hölländifchen Famitie,
»Befchreibung der'troj>ifcheh Meere, die Ghinraote-
iTung der Matrofen und der Lebensart auf einem
perfchifFe, die malerifche Darftellung eines Seege*
:hts, der Stfafsen in Madrid 1 eines Stietgefoöhts.
f I .,•
I : • .1 .»
■.." - . .- Vi^: ri.a Die
176 MonatL Cofrefp.igouJVGVST. / ,
Die KeiCe des VeirT. geht Voü Riga nach Lübedc
und Hamburg , und von da über Breioeo , Oiden»^
borg« GTÖningen und Zwoll nach Arnfterdam nnd Rot-
terdam • von wo^ er pach einem ikufeuthalt von
einigen Monaten, um fich für feine Beftimmang io
LU&bon gehörig zn bilden «üach Bordeaux anter Se-
gel ging- ^^^ Santa Uvh in Bißcaya ging der Verf.
über Bilbao nach der .CpriiQna ; am fich aaf einem
Schiffe* nach. Fortagal zu begeben; ein Zufall ändeip-
te diefen Fian » und die Reife yrnrde über Zamora
nach Madrid angetreten. Über ßadajoz nahm dann
der Verf. feinen Weg nach' Elvas und EOremoa in For*
tagal. '.:...;.
Der ^eigentlichen Reirebefchreibong find oMbreire ^
Abentbeoer, die dem Verf. zu Lafnde und ea Waffer
«ofHiefsen« eingewebt; die, ea mag nan d^bej viel
oder ^euig Wahrheit zum Grande liegep« lehr, an«
ziehend und intereffantfind, und dem Leünr eineang^e-
nehme Unterhaltung gewähren. Der Heranagebffr« def*
Ten Name durch die Reife nach Spanien *) and den
dritten Band der Dei^tfcheu Überfetzung ron, BouT'
'goiiig*B Reifen nach Spanien und andere Schriften
rähmlichft bekannt ift • verfpricht in einer Anmer«
knng ein GenuUde von Madrid^ das vielleicht noch
im Laafe diefec Jahrs bey Unger in Berlin erjcheinen
wird. Mit fehnlichem Verlangen fehen wir der bal«
digen Bekanntmachung deffelben entgegen, und freu«
en nns, ein Gegenßüpk z^ der n^t ebea'r9 viel Wahr«
hrit
a^ Raile von Amftordam absr-Midrid and C«4ia opehG«-
not. In den Jahren 1797 ^^^ 1798* Von Chr.A. FtfAsr»
Bttün bej Ung« 1799. 9^ A^G.E. IVB. 6.34a; 343.
I.
r
■ . XVI. fhograph. Ortsbeßimm. t^j
kdt *) als Leben gezeiduieten Anficht von Cadiz QA.
G« £. 111 B.S. 441-^461) za erhalten. ^
XVI.
Geograph! f che Beftimmung
▼ OB
Hildesheim und Höiligenftadt.
J[Jer O. A. Rath von Ende hat auf Teiner Reife von
Gelle vach Gotha die Polhöhe von Hildesheim und
Hetligenftadt belUmmt, und uns feine Refultate mit-
(StbeUt :
Am 15 JoU d. J. fand der O. A. Eath die Breite
vta Hildesheim
0 ans 7 nach Douwes*B Methode be-
rechneten Höhen • . • • • IZ 52* 9' 269*4
{rdÜBter Unterfchied der gefundenen
Breiten » .••.•••.«•• . o.'S
2) zehn
' * ^ Bo anheilt Telbft Don Jof. de Mendoza y R)os Aber
diefet fdiöoe Gemilds^ in eia«in Schraiben aus London
Tom 3 Deeenib«r igoo drflckt er fich hierflber alfo aat :
"Air, Fisher is one öf the mofl agreeabU writers I know,
ttOnd feenCs better informed of the actutU fiate of Spain ,
9,thaii, any öther jiuthor* After el'even years abjence I have
^^fettled here^ Q London ^ and therefore am become in more
^^than one fenje a ftranger to that country; butfor thefame
^^eafon Ms account has afförded me peculiar entertaine*
^tment^ aS prefenting to me a lively picture of the Jcenes
„ufhere I once Iwed, and lohUh can n^mr b0com§ mniaier*
9ifffting to my imagimuioiu** v^ Z,
ijS MonaO. Corrify. lioi. AVGVSt.
5) zehn andere, auf ebeü die Weire
berechnete « aöd mit einer zvi^ey-
ten Cirrhqi-Meridianhöiie Terban*
deiie Höhen gaben die Polhöhe — 52* 9' 36, *o
und ihr gröfster Unterfchied war • . . ±r ch'7
' das Mittel aus bey den ift ... ri 52* 9' jjt/i,
im BerlVaRr. Jahrb. 1785 wird die - '
Breite von Hildesheitb gefetzt . . ~ 52* 11'.
Am 18 Julius d.J. erhielt von £jnde die Breite too
Heiligenßadt
i) aus IG nach Doz/u^ej's Methode be«
rechneten Höhen , deren Rerultate >
unter ßch nur um 0/8 abweichen ~ 51*^ 23/ 10*
2) (echs Circam Meridianhöhen ga»
ben die Polhöhe ..... ~ 51* 23' lo/f
das Mittel aus beyden ift . .. . 51 • 23' lo.'j.'
Der O. A. Kath wird auf feiner Rückreife fowd'
Hildesheim als Heiligenßadt abermahls zu beßimnieii
fachen , befonders die Länge , die er wegen ^et die«
Ten Sommer fo unganßigen Witternng das erßemalil
nicht mit lii Alänglicher Sicherheit feßfetzen konnte.
XVI.
rXVII. Neuer Cofnet S79
xvii,
Entdeckung eines neuen Cometeri.
JJen 13 lulitis gegen 10 Uhr Abends entdeckten itej
Aftronomen zaglaich, Mejfler^ M^chain und Bouvard^
einen kleinen Cometen bejm Kopfe des groften Bären.
Seine gerade AnfReig. war nach Bouvard 1 1 1 ^ 15' und
Teine odrdL Ab.weichnug 69** 30' um n U 58' wahre
Zeic Erift-klein, rund, ohne Schweif , mit einem
kleinen Licbtnebei umgebeu , der etwas zugenommen
hatte. Michain Tab ihn um.io|Uhr, Meffier xxm 10 j
Uhr ; wenn, nicht das fchlechte Wetter fo lange ange-
halten hätte nnd der Himmel beßäudig bedeckt ge-
weGen wäre, würde man ihn wahrrcheiulich früjher
9Blde€kt haben« Mechain beobachtete ihn um 13 U
48' mifthZeit in 112' 17' ger. AufHeig. und 69 ** 14'
'kbrdL Abweichung. Man befürchtet, daCs die fort.
Amernide!' fchlechte Witterung kaum drey Beobach-
tungen deltelben zulalTen wird, um nur ungefähr die
Bahn diefes Cometen daraus berechnen zu können,
nn mr eilt der Sonne zu; feine Abweichung niitimt,
fo viel man aus feiner zweydündioen Bewegung .
lieben konnte) täglich ungefähr i]- Grad ab, und
wird mit Ende des Monats Julius im Stenibilde
*a Löwen ganz undchtbar werden. In der Nacht
im 18 zum 19 Jnl. ßand er bey dem Stern k im gro-
in. Bären
£8 iß ein fonderbarer Zufall ohne Beyfpielf dafs
•y Afironpmen zugleich einen und denfelben Co-
tten in derfelben Stunde aufgefunden haben. Et
ift
I
l8o MonaO. Camfp. liou AVGVST.
iß der zwauzigße, den Meßier , der zwölfte« den Ml-
chain^ und der vierte /'den Bouvard entdeckt habeo.
Der l^ourius Caigni^ bey welchem La Landet Prol
TOD loo Laubthalero niedergelegt war *) , frog bejfli
Bureau des Lofigit. an , au wen er den Preia aoszii«
«ablen habe ? £r erhielt zur Antwort , dab er die
liacbricbten erß abwarten mtiffe, ob dieler G>iiMl
nicht irgendwo fchon früher entdeckt worden ftj;
nnd ijQ der That, et fand iich, daU der B^ Paut
OßelJan (^Concierge) der Sternwarte der Marine ia
Mapfeilie, ihn in der vorhergehenden Nacht jchoa
entdeckt hatte*
^^ mC Juliot igoi 8b d?.
INHALT.
Ml
VIIL Oebor die Ueb«rbleibrel der Sttdt Eieitkmsbk na-
bait. C^^<chiafii so 8. 14^ 4
IX. AasmeiTangder Pyramide von Memphii ron NomeL f9
X Etienno Marchand*^ Reife um die Welt io den Jehieii
1790, 91 und 92.
XL üeber genaue ZeitbeAimnnng ans oorrefp. Sonven-
Diftansen n. X w. Ana einem Schreiben De Lamfn^i,
Mitgiiede dea Natioäl. InAitutt n. dea Bureau dee JLcw j
gitudef, / / ii'j
XIL lieber die Theorie des Mondes. Anizflge aua muh- J
rern Briefen dea Senatora La Place! |jj. ]
XIII. J. C. Burckhardt. CFortfets. sn 8. 33 der im Julioi- . ^
Stfick abgebroch, biogr. Nachr. ") ^o
XIV. Forigcfctste Nachr. ab. d. neuen Haupt-Planeten J5S 1
XV. Jleifeabenchener, heranagegeb. ▼. Chr.Jug, lycher i'ß
XVI. Geograph. Beßimm.T.Hilde8heimu«Hailig8Blfaidt tfl \
Xyil. .Entdeckung eiaea neuen Cometca, 19
MÖNATLicHE
G O R R E S P O N D E N Z
2iÜR BEFÖRDERUNG
DER ,
ERD- üNi> HIMMELS-KUNDE.
SEPTEMBER, 1801.
t i •\ \» mm .1* I — — »—
ttienhe Marchand^s Reife um die Welt
icL den J. 1790,, 91 und 92.
(Fortfetcung zu Seite 93*)
(jegen die Siue ncd den Odbranch aller Reifebe^
(AreibuDgen um die Welt führt der Herausgeber eh«
ee Umfchweife feine Lefer fogleich zur Sache felbß«
dasheifat, za Urtheilen und Befnerkun^en ^ welche
4ie£er Reife eigen find, nnd Gie von andern WelenU
Udi anterfcheiden, wie aua folgender £rzähiaog er-
htlk. Das Schiff ging den 14 Dec 1 7908^8 detnHafeU
von AfoT^iff/^. unter Seg^l. Schon am 15 Jan« des fot
gtnden Jahres nahm er auf Satitr Yagö » einer der In«
bin des Grünen Yorgebirgei ^in der Bay von la Präyä
Uom.Qon.Vi.KMSou N di«
i82 Monatl Correfp. iSoi. SEPTEB/IBEK.
die nöthigen ErrAtc'&tsE^liß^fn ; lOtTtödmix (binen
Lauf ungehindert und geradezu nach der Südfee, und
wo möglich ohne weiter einzulanfen, felbft bii an
den Ort feiner Beftimmung fortzufetzen. Den iFeb«
durchfchnitt das Scb^dteLioie«- /De» i April beEuid
es fich im Angeßcht von Staaten- Eilcaiä, Marekani
fand io der- Eeflimxnung def .I4nge dec iSaji SJk Jiud ^
eine Abweichung von Cookie Angabe, vop zi Mioot.
Er fegelto fodanu längs dem ößlichen^üFer , wandte
jQch von da nach dem Feiierlande^ und ^erreichte end»
lieh' den 6 April dae Cz/f fforn.^ Den apAp^^l beE|iid
fich das Schiff unterm 51'' 40' füdl..Bx4A..iija^ 93* 45'
der Länge in den GewälOCerndes grpfsni füdlichen
Oceans. Den 20 April ftellte fich der erfie Sturm ein,
mit welchem das Schiff 24 Stunden hindurch zu kam«
pfen hatte. Dies verdient ale ein fehr günlliger Vor-
fall um fo mehr bemerkt zu werden, d^ Marchaii^
das fo verfchrieeno Cap Horn^ ohne Stürme zu erlafi^
ren , zu einer Jahrszeit umfahren hattef» Welche, wie
AnforCs Beyfpiel beweifV, für Seefahrer nicht die gfin- =
ßigße zu feyn pflegt. Gegen die Mitte des May fing man «
an zu bemerken , däfs das* Trinkwalfer nngenielsfapt ;
wiirde. ' Diefer Vorfall böthigte denCjipitais, rfeiiMm
Entfchlufs, geradezu nach der Nord weft^Kflfie sttl»^]
gelo, fürdiesraahlzuentfaa;en; er beCchloCi zu diefeS
Ende« die unter 10 * füdl. Breite gelegenen Mar^pkfm
iM/<rZr*anfzuruchen« daColbrtWaJereixiKii&elimeD,. nnll
fodann .in feiner weiteriu Fahrt die Linie üntertn i^i^J
weftlieher Länge zu durchfchneiden. Dadurch halSd^
er, den- eine zu öfiliche Fahrt begieitettden WiAd
lein glücklich zu entgehen. Nach ein^r ■ unotiteilNn"
cheneu Fahrt von 73 Tages , feitdem er das Oatp A
^ •v
Jimn ittAngeficht hatte, erblidUSö ef^tidlidh dievon
Mviäanna eotdedcted and fo beinimten iDfeln Meer'
iptefas de Menäoza, £r wählte zn fettaem Landafi^»
plitEe die adf der iDfel Santa Chrifititä im J. 1774 von
CooA befutifate Bay.Z^i Madre de !Diös de MehdarincK''»^
Der Mendoza- bder wid Tie gevt^iOhDlich heiraeir,
^Mar^uefas ^ hijeln keaxit man gäg^ovrftrtig fünf*:
-&M Pedro ^- oder id der Lande8rpraOke-''t> 'MreSfdV
iimtm Cknßina oder PVahitaho , Dominica oder (?-//».
Mliki , welche eine Gi-opp^ bilden'^ ath« Meilen did^
tha itti Süden ein Viei^e) Süd Oft liegt. Smita Madiu
leMs 9 ifttd 'Hcbd' Island liegt in einher fintferuabg voft
fiteif Meilen von der öftiichen Spitze cl6r Inftfl ^»^äp
^Mniea. Sie wulrde zi)ti>tzt von' allen fibrigen durch
Ami - <Sii]^ltain Cook entdeckt.' - Qook ■ Veränderte 'JUe
^j^nikhe Benennung Puerto ide^ktmadrd de Dior^Bk.
iftiaettiMi^^» ndd^'^anäte die Baf Refolutions^-Baj^
iUx Yiirf.'«ifert bey diefer Gelegenheit mit Re^t ge-
jgbß^^BiSka «üiht «nbilligenden Einfall unfereT neaeri&
SfiAiMr. Anberdeil], dab im Grunde dem Natto^
MMAi doch' nur ein kleines nzi4 kindifches Opfer
Mimidit wird , fo entßehen ab Ende dadurch nichts
^Ir-IMc^itanginit Welche für den OeogvaipheD and
IfiafirtriW^Mch unangenehm find. Die Spanier and
Ibgllfiijtar find ea v^ottttglich , welche in diefer. üblen
; tiftä H '«inandiff -ta^örthün , obgleioh auch andere
^'Mii^MfliBnich^^anE davon f rey gefprochen werdea
ItJj^iMm^^ioi OMfidecwird dadcirxh, doch nichts b»
Ij^iik. Düfü da inan der Verwirrung* welche mit
SkMbiriigir grölMr wird , doch einmahl fteuem müb»
iflUJtMi.licii die Geographen nnd Gerchichtrchreibev
^Q^äiini Zeilba-tfit 4iUea ftecht/Bnc'cUe erfien^Be-
Mugen. N 2 Sio
Sie g9oz0jGmppe.der Manpufas füllt einen Brei-
ien* und aor.euajeo. .halben jUqgmgrad. Die geogri-
.phiCchQ JLafi» .^ef Puerto de lamadre de Dios wnrde
.yop iVaU^^ 4i;fD Aßropoipen dir üefolutimi, nsitk
ihrer füdL.*B|iqite zu .9"* 5;' 30", nnd die weßlicl^
,li^g0.,liacb.dfiQ Parifer Meridian zurechnen, za
'X^y' 28' 55.VbeftiiQnit« Uorere Reifendep fanden
AU^fß Ort8be4iiimiMi»g fehr genau. Die Infel la il2a*
,^eTiaiÜh^iX::C(>ekXowolii^ die > Franzöfifchen Sec^
.^rer nor aaa der Ferpp; aber M^^^danna antprfudip
.tß iße näheTr Figueroa gibt ihren Umkreis zn .10 Spa-
»iliclieii MjDJhkn -< i7i- auf den Aeq..Grad) ao^ . Dio
Spanier gingen «ber ni<dbt an das {japdj weil iie mit
KU viel Här^ . giegen die auf d^n Süd- Infelp fo g^
<9f^hnUche Dieberey verfuhren » und darüber mitde^
JEinwohnern in. einen blutigen Streit geriethen;* .V09
jto jaus wandten fie Geh nach. der Infe| San ^Fedro^ 4pf
4ren Umkreis die Spanifchen Gerchiobtfchr^itiQr ^uf
9 ^ia 4 Meilen fchätzen. Sie fcheint niqht be.\ipx)|iKit
«U'feyn. Dagegen zählt Sa?Ua Madälcna yUlLß .{Uo*
'Wohner »' welche grdfstentheils ein fehr fchöner Sddag
Menfcben find. Der Infel Domifüca gibt Fißu^roä
hinen Umkreis Von 15 Meilen, und kann ihr# Schön-
heit fowol jals ^rohe Bevölkerung picht genug ^r*
heben. Georg For/ier fand, ii^ .wei^ iintfr der.Spani-
£ohen Befchreibung. Überhaupt wichen über diefo
IixEeln die Berichte der Engländur und Spanier fo fehr
vofa eihandet ab,.daGi man beynabft.i^weifeln jmöchte»
ob beyde von einerlej Gegenltand fprechen. £s ift
möglich ,. dafs ■ der.Liiuf von mehr als zwey J^hrhim^
derten. das änfseiliche Anfeheo.. diefer Infelj^- datoh
gewiltfame pbjFÜfche jnpy(HintfQiictn< fahr v«i:fciUu»
mart habe. Forfier ^iüi davon nicht KweifetUaftdi
^nren ans der Ferne aaf«der ItiXtVI^rmniea etxt^'
deckt haben. Die- InM- Hoöäli^ zur Zeit, alr fm^
Ton Gc^A entdeckt warde« in einen Nebel gehüllt r"^
man 'weib alfo davon anfser ihtcttn Darein- nichtiv-'
denn auch Marckand wurde ße nur aus der Fenve^
gewabn "' ''
Die nmftändlichften Nachncbteoh haben >Vir übet'
Santa Chrißina von Spaniern utid Engländera fewol'
aU Franzofen erhalten, ans welchen^ ßeh fo ^iemHeh'^
auf den Geift der übrigen mindter bekaeateu InfüM*^'
Der Tphliäfsen läfst. Sie gewShrt'-eittett reizenden'An^
blick f und erhebt fich 4n einer änTebulichen H&he
aber das Meer, Cook Tdiätzt ihre Länge- auf dr9)'>
Meilen, deren zwanzig ßitf einen Grad gerechnet
werden. Die Thäler diebr Infel find mft Gocos - » Bi* '
Danas-« Brodfrucht- und den'Gsrfmrftia- BXnhienv^
aus deren hartem Holze die Einwohner ihre Waffen
verfertigen t befetzt. Auch nndet man hier eine Art
fehr hoher Tannen« Forßer beklagt fich, dafs ße
von den Einwohnern die Brodfr^tcht und G^Scosnüfle'
in fehr geringer Quantität erhalt<^n hätten^ und will'
daraus fchlielten , dafs die Inriilanei* felbft daran' ke!«-'
nen Überflufs haben« -Allein die Fräniofen fanden
daran keinem Mangel. Selbft mtfdh Farßtr^z' Geßliäd-'
nib foll die Brodfrucht diefer IkiTd an iößUcbent Ge^ -
fchmack die der übrigisn von ihm befuchten Süd^In»'
Fein übertreffen. Citronen und Orangen gibt es nicht« -
obfchon (Quitos und iü neuern lEeitenf Oook deren auf
der Jlerra außral del Espifitu- Santo fanden. Aber
dafii'hieT auch das Zuckerrohr zu finden fey« vrar we^
der von den Spaniern .noch EngUnderJoi bemerkt Wor-
N 3 den.
zfi6i mbmtUCmeff.- igoi: SEPIEMBEÜ
Sie Einwohper. macbeD abenr ansUnwilTeDheit dtvoa *
kainen Gebraach; Es wächft 6 bis 7 Schah hoch, nnd
h^ eioeip Zoll iid Qurchmeil^r; . Da' es wild in den
\yäldfira nod tmter dem dichten Schatten der Bädme
lyächft, Tq JäbtTicb leicht begreifen, dab es an Güte
jenem der Weftindifchen In fein nachßehe ; doch ift
fein Saft fehr füfs. Eine beffere Cultar and Wartung
würde ohne/Z«i^eiCel' diefes Pmdaa ungleich mehr
Tvredeln«. Nach den . Berichtet des Figueroa fäete
Mendannß't^xii, der .lufcü Santa Qhrifiina in der Gegen»
WAT^. der. Einiwohner Mais aus^ Die neuereu Seefah-
rer haben davon keine. weitere' Spur entdeckt; eben
lo, wenig fanden dieFranxobn die geringfte Spur Ton
den'.von Cf7o/»;im'Jf'X774 aüs^e:tbeilteQ EoropäiTcheä
Waaren.c Es fphimi fogarj,^als ob den Einwohnern
einßpiegel eineganx. n^e Etfdheiniing wSre. Selbß
Meiler wufsteii ße* (d w«iiig zu gebrauchen, d^ die
Franzofen, ohaf^yor^li^flr.gegaageneJBekanntrchaft der
luerher gemachten .Reifen , fehr leicht auf den Einfall
hätten gerathen können, als vveon diefe lufeln unb
«xft durch üeiw^rep .entdeckt worden* Aber den Na»
inen Cook Icannten fie pQch fahr wohl. £)ies war
aber auch alles,; deffw .lie ßch q^cb^voii ihren frü»
hern Befachen, aus Europa erinoern konnten. Dab.
.fiejSchder.Spaaictr .^jK:h mehr als zwey Jahrhander»
ien nicht ferner^ erinner^p., .Iäf8t.ßch fehr wohl be«i
greifqn; aber dafs ein kurzer Zwifchenraam von 17
Jahren fchon ^e.fgtcbß Vergeifepheit. Jier vorbringen,
k^nn , dies labt fleh Schwer erkiäre&L Was ift nun aas>
allen diefpn^ Spiegeln , Meilern , Beilen , Nägeln und
Glasperlen geworden ?^ Man. weib nicht, was raan>
d^bej^^denkAff f^ll;v:(31eichg\iltig]i;jBit . kapa doch .v^el
-1 nicht
Hiebt die UnGiclMfeyii, denniielSpLeate wagan ja Togar
ihr Cabeit:, nte.Ba etitweodesi r "was üe davoirliabhafiB
vwrden krauen ? Und wttm Ae «uch diefe Waai«a
aoihr6l>}a€iibbäro;übejrläireQi:iabQn.Collt6n, wiekomixit
ea^ dab l^fiiojbibEiges'Stück'-v^eker su fetien war?
oder foU.esr tlobkindUche Soiglofigkeit. and LeichN
Sah Heyn, Wöleher«- wi6 bejr^Küidern,. alles sarfiört,
VBd YOn.aui6m.Gegenftaodo.-zQ einem andero eilt^f
Dies fcheint beynahe das aatürlichße zu leyn; aber
4aCi fo frühzeitig: und fo allgemein alles verfch win-
det» dies fcheint doch noch einer weitern Aufklä^uDg
ziibedütfeo.
Von.vierf(ii]»igen Tbieren hat man anCBec demt
Schwein auf der In fei CJirißiiia keine gefunden» Man
mübte denn eine Art Aatte dakia rechnen , welche
lehr häufig find« und groben Schaden verurlachem
Die Schweine* find vonTo kleiner Art, dafs 92 Mann
nm Cook^s Reiregefellfchaf t. dpren 40 bis 50 zu einer
Mahlzeit nöthig hatten , ohae.fich davon zu überla«
den« Chanal fand aber doch;einige zu 108 bi^ r^t Pf.
Die InCsl hat Üherflub an Schweinen. Die Englän-
der worden damit reichlich ver{ehen ; aber gegen die
Franzobn handaleendie Einwohner in diefem Stücke
9it. gröberer ÖconoQiie. . 907nahe foUtp manglau**
bm^ fie hätten nach der Abrjeib dftr Engländer daran
eine- Zeit bng Mangel empfunden. Hühner find un«
l^ch bitner; man glaubt» deb fiennr um derHah«
nen • Federn wU(en hin and wieder gehalten wer«
den. .>Aber an Vügeln aller Art iß ein um fo grobe«
ler ÜberAub. Die Franzofen wurden aber ihrer nicht
habhaft, weil fie ^c^ ihres Feuergewehrs nicht be-
JUenen wollten» um die gutgefinnten und fo friedfer«
N 4 tigen
l88 Manaü. Coinfpiigoi. SEPTEMBEtL.
tigeo ElId wohner mAi zn erCchreckea aod va vtr«
fbboachen. Nicht meuigsf ergiebig ift der -Filclifiiiig.
Ungpachtet die Meerfcfaweioe fowol alt die Meer*
Wölfe dtefe Baf häuäjz befacbeD , fo ^flcn fich die
Infulaaer der Südree dadurch doch nicht iire machen.
Portloek Tah auf einmafal hundert nackt» Männer und
Weibaperfonen« und unter diefen fünf bia fecha der
grdfsten Requins oder Seehunde unter ihnen herudSh .
fchwimmen » welche gierig nach dem Köder Tchnapp«
ten, der^ ihnen vom Sclii£F ana zugeworfen wurde,
aber den Menfchen keinen Schaden thaten. Die In-
fulauer fchienen auch ihrer ^ar nicht zu achten und
ganz auf ihre Gewäodheit und Geschicklichkeit« im
Fall eines Angriffe, fich zu verlaffen.
Die Franzofen • lagen in diefer Bay eine zn kur-
ze Zeit, um von der Gefondheit des Climaa urtbeilen
zu können Nach dem Auafehen der Einwohner zu
nrtheilen « fcheint die Luft fehr gefnnd zu feyn. For*
ßer^ der fich in der Mitte ^es Herbftes hier befand,
klagt fehr über Hitze,- Die Frauzofen fanden ea im
Junios nicht übermäfsig heif< , pbwol das Thermo-
Bieter zuweilen 27*9 bey den Enc;lSnd^n aber nur
23 und einen halben zeigte. Die UrXiche liegt vieU
leicht darin, dafa die Franzofen aus dem füdlichen
Frankreich , die Eiogländer aber faiibmt Forßer und
Sparrmarm ans den nördlichen Gegenden kamen. Oiif-
füs kann die Temperatur diefer In fei nicht genug er«
heben. fVides fand die Abweichung der Magnetna«
del den 9 April In der Bay zu i* 28' N. O. Den 6
in gleicher Breite mit der Bay, und unter einem Me*
ridian , der nur einige Minuten von dem ihrigen
verfchieden war» 5** 35' 45*9 und den 12 April in
einer
/XVIltMtmfuMd^sRrißmn'dkW^ 189
b«yinhe (Eleichen Pofiüdn 4"" 22' 15'". FPales
Uhtk.htiX MibtraiieD in Cpine in der Bay angeßellta
Beobachtung. Marcfumd fand diefen Zweifel gegrüa-
det. Acht' voD ihm angeftelUe Beobachtungen de«
Awmnths gaben den^i8 Jan. im Mittel 3* 18' 30' De*
eliaatioD« ' 'Acht 'andere des; folgenden Tags gaben 3*
9' 45*; folglich das Mittel beyder Beobachtungen 3*
i4J''^ N. O» Diefe Beobachtungen wurden iju des
Bay ^felbft angeftelit. Zwey Tage darauf im o£Fenei»
Meer 13 AAeilen ron der Küfte O. N« O. von der Bay
Bind er die Declination 4** 32', «eldhea von. fValet
(einer Beobachtung aufser der Bay nur wenig ab-*
weicht.
Die Einwohner der Infel Santa Chrißina find
aocb faent zu «Tage gefittet« wiefievon Quiros und
Memdanna im J, 1595 geCehen und befchrieben wor^
den*. ' piiintij* befchrcibt &t äla ein fo gutmüthiget
Volk, wie noch kein belTeres entdeckt worden. Die
Einiwolmeri^hnd er nicht fo weib, als die von San--
te Madiäena. Im Übrigen aber gleichen fie einander
in Ülleni; iu: ihrer Sprache, in ihren Waffen , in ihn
m|.'f afarztfqgen. ' Cook und Forßer befchreiben Ge als:
diefcbönftb Jtfcnfchenrace auCder ganzen Sudfee p und
die Fmnaaln fanden dtefiR Schilderung nicht über-r
trieben; .TSie'fin^ ohne Ausnahme grob, Ilark und
bebende^' Ihrä Länge beträgt feiten unter 5 Schuh 4
Zoll. Die von 5 Schuh 8 Zoll ift ihre gewShnlich&
.Grobe. Sie haben breite Schultern, fleifchige und
»etvise Schenkel, gut gebaute Beine. Der Chi-
rargne Hoblet fah nur einen einzigen übelgewachfe-
W0II' Meafdum. Sie find wohlbeleibt, keiner ift ma-
ggr. Ibf« Stimme ift ßark und dabej wohUüiogend,
N 5 Ihre
190 Jfloaaa. Cdtvefp. ts»h SEPTEMnZKi\
Ihre Farbfiiß loehr oder weniger lidlbrann« Chamtl
faDd fie den Malayen ähnlich^ and maii kieianfieiiadil
ihre^ Farbe wenig Tcm-deiil genieincn Mann im füd-
Kchen Europa uutferfcHeidto. ihte Haare, find ihree
Farbe nach fo verlcfaieden , ^ wi^ ift Eurppa , Roth«r
Köpfe auBgenonunen;: Die.Sefichtsziige find j^figeiml^
fsi^, die Augen fchöD f grdfii un'd fchwarx^die Zäh-
ne find nicht minder. fchän. -Die Nafe -ift 2war gröGr
ffentheils platt, doch find auch ff ebogeine Nafeu ni^t^
tingew5hnHch. • Nach RohleVs Angabe haben diemei«
ften tchönerHabichtsnaren » und nur bey einigen fiind
fie plau. -Bey. einigen >ragen die Lippen etwas her-^
vor. Ihre ganze PhyücgDomie ift Frey und ofFen. Sie
fcheinen von eiofer Race niit den übrigen Bewohnern
\ der ' Süd Fee zu feyD/' - . Höhlet will dagegen nnter ih*
nen körperliche Kennzeichen einer: verfchiedenen.
Abfiammung entdeckt- haben. ' Es ifi auch feljT leicht
niös;Hch , dafs fie nach ihr%m leutfeli|2;ed Character
BDglückliche , dahin verfchkigene Fremde attfgenom^ ^
men , und ihrer Nation dinT^erleibt haben*- Siegehea
durchaus nackt; denn- ein aas Banravinde gewebtes
leugi welches ilm die Hüfte gefchluQgttr-aiX'^tieiit
fordern Theil der Schenkel 'herab bäagf^'kknn nidii^
wohl als eine 'Kleidcmgiaagerehen nvverrden; Ih». '
Schmuck befieht im Tatowl^en, weicht» -Tron eij^tten
darin' geübten Perfonen yeitichtet wird^. Die.dadmFch'
eingeprägteuFiguren gleichen Hicfroglyphen oder Chi?
»efifchen Zeichen, und find höchß regelmäfsig ver* '
theilt , daher das Ga«ze einen guten Eindruck ,
Hiächt. Kinder und Weibsper fönen find im Gefichl j
gar nicht tatowirt. Junge Leute nur wenig. Dieb ^
macht 9. dafs die Männer eine dunklere Farbe haben; j,
.' * dage- •
- XVni. Mlkchatid^s Bsife mm die WOt^' I91
daiee^eDidSe^Weibsperfonen nnd KiDdet'-uach Cook^^
niid def * Frabzofoo BericUte tAdtit wenige« weibCnd/
ab wie Earopäer. Rohlet will bemerkt babM , dafe
die gr&^^ere oder geringete» Menge Mdbek eiogc^vlg^
teoi Figareo , fich nach' dem- Alter v dem Math, dem
Stande ond der Geburt: der^fo bezeichiieteD''F0rfoiied
richte. . Chänal glaabt, daTs fidi d!araua«hla£a acif da»
Alter Ichlielieu lalTe, denn alte Lente find damit gdnzf
überdeckL : . • • ;
Diefeiben ReifeDden »- welche dieifchönen ]bör>j
perlicheu VerhältoüTe der- Männer bewinidenBV''luidi
aoch über-dle fchöne . Bildung der Weibernntet ein«'
afider einftimmig. FrejUch imd Seeleute « nach einer
langen Trennung von der Tchönen Hälfte jmferi Ge«
üchlechta^ 'geneigt « diejenigen voiz^üglich Jichön isitf
finden, die ßch ihrem Anblick zuerft wieder datQel^*
len , ond fie finden andhi wol Schönheiteh , • wo keine
find. . . -. .'........
JLa jnremiere PhUis 4uhBameatt d'alentour \., \
Eß la Sultane Favorite . ü..: * .•/ ■ ■
Et U mirach de Vamour. .^ ,» ,
Wie Greßtt^bgt. Aber die Zeugigiiffe tq-y^Ul^ Seefah-
rer von fo verfchiedenem OeCcbmadc und^fo vielen:
Nationen find lu übereinfiimmend and gleict^u^^!^^.:
JSgueroa äufsert fich fogarki folgenden Ä»fiArück^n:
Eccediendp mwchas en perjecion a iofi mos ?i^uiofas dö
Lima. Die Engländer Wurden^damit aus nof^ unbe-
kannt^ Urfachen am wenigß^n bekannt. 'G.Forßer
wurde defterften Tag nach ihrer AnkunftnuE eine ein-
zige gewahr, w^lch^Cchon xu altern Tchiray übrigena
aber Toner Äufi.eruog..za Fqlge von eine^ .7^*^^^/*
fchwerxu »aterfcheiden war. Rciiih, Forßer^hpj^ fah.
in
1.92 ll/bniiJia.^Corr0fp. licu JSEPTEMBES^'
ixi Cpok'B Begkitung deren «mehirer^. litt erfiieti Theile
TM C^i'« sw:^yter Reiib ift- ^snb detblbeö ab^ebil«
dft« weldieaber, oachdem Bilde za nrtbeileD» wabi^«
lich'fceine Vadiis za.Jeya rcbamt. Seit der Zeit bi$
aar ÄDkroftf-der FraozoIeD bbeint es« aU ob dif
Weibtptftfaoen'dieferlnlel minder fcheö« nnd mehr
als gefällig: geworden vräx^Bn. Denn die Coqneuerie
ifthierim höchfien Grade xn Haare. Sieverftebeq
alle Künfte , um fich geltend zu machen. Nichts
Jchmeiohelt ihrer Eigenliebe fo fehr als der Vortag,
den raan'jrhnen gibt; um fo empfindlicher kränkt fie
>ede ZuKÖckfetzung. Sie:überlaffeii£di ohne Unter^
ichied aa den-erßen befträ Fremden » deiidie nir'vor«;
hex) gefeben ; auch in, der Folge nie wieder fehen wer-
den. 'Eine Tucht die andere in zuvorkommenden
Ganftbezeiigüngen nnd AuEFordernng zu übertrefibn.
Bar Grund davon« folUe^man glanhen, läge in der
Erwartung der von ihnen To fehr gelchätzten Euro-
päifchen Waaren. Aber fie üb^nrlaflen fich auch ohne
vieles Widerftreben, nnd werden nicht erbittert/wenn
der Contrahent fein Wärt in der Folge nicht erfüllt.
Sp ^tej mätl In diefet ktrrzen Zeit erfahren konnte^
fcb^int nian hier zu Laäd^ von ehelichen Ver*
bioSungenf gar nichts ^ta Wiflen. lede Weibsperfoo
Icbeint vieloiehr die F^ati 'aller Männer und jede
l^lannsperfön ^ef Mann aller Weiber zu feyn.* Denn
jeder Mann mafst ficb das Recht an • jede Frau-
ensperfon ' den Freqiden anzubieten. Die S]^anier
wollten auch bemerkt haben « dafs fie in ihren
Hütten durch einander Itfgen , ohne Unterfchied des
Alters und der Blurtsir^rwündfchaft. Überhaupt
(cbeint nber doch dipfes- Adsbieten det Ftauen nnd
Töch.
.TSctker; mit welchen die Männer in det Südfe*
fo fireygebig find^ eine anfcbuldige Quelle zu ha- ,
ben. .VieUeicht mufs es als .eine Foli^e einer übei>-
trjebfliien GaftfreyheiJt aojgefehen werden. Vielleicht
Jwtrachtea •fie abch Fremde als höhere WeGen. VielK
ieicht g^"bff»> iie fich dadatch geehrt, wenn £e auf
diefem: Wege folche Wefen ihrer Nation einnkerleiben.
[ Hat dock jede Nation ihre Sitte. Wir £elbft in Euro«*
\ pa:tfiiniiern nns der Zeitei^ und der Länder, wo daa
[ drqft dej Seigneurs herrfchende Sitte war«
I . 'C0ok befchreibt die Einwohner voa Santa Ckri*
' ßtifBk a)a««0gdniachte Schweine , befonders in der Zu*
bflreiiUtiiK ihrer JNahrangsmitteh Cliaiml Tudit diefen
Vorwinrf abknlehnen; Er hat mehr denn exnmahl ih*
res Mahlzeiten beyge wohnt, und er kann die durch*
^bigige Hflinlichkeit bey Tifch fowol als im ganzei)
BaaÜB« nicht, genug, rühmen. Er. bemerkt anch^ dafo
£e ikk-fidir oft wafchen. Diefes Zeugnifs wird durch
IMlci^B Bemerkungen noch weiter nnt^rftützt« Et
hk Männer 6nd Weiber oft ganze Tage hindurch im
Wall0Cv;i0kne dab fie hierbey ermüdet worden , oder
ngenAäeio» UnbehagUchkeit empfanden. Auch hat
kiBin'lkeifebefchreiber bemerkt , dafs fie mit Haut*
knnkbeiftea befallen wären , welche doch unter der
heiraen Himmelszone, wo man /ich des Badens we*
nigpr bedient, fo häufig gefunden werden. Ungleich
Ulligar.: nrtheilt For/ler ^ welcher ihre Reinlichkeit
wielt fiher die der Taiter erhebt.
Dia Einwohner von Santa Chrifiina bedienen fich
bef ihren Mahlzeiten ohne Unterfchiacf des Flei-
läea, der Fifche und der Fruchte. Doch halten
Ab fich in ihrer Nahrung mehr an das Pflanzenreich.
Sie
J94 ^Äwi- Corfc^Ji). tioL SEPTEMBEEL
>£ie Eodi^D iBre Schweine nnd=Hüfab«r in; -Ö^n,
. -welch« ''in 'die Erde . gegraben 'wetden. Zuweilen
elTen fie ^nch FleiCoh iind^ Fifche roh , welches
jekelbaft/ rchein.t ; 'aber ' aoch wir thön- elu' • Gleiches
•nit unibm .Anftern, Mtrfbhelnl Schinken n, f. w.
%ie pveireD'»feri^er aus der (Docosnars ein Öl^ deffeh
£e fich wk^ibren Speifen bedienen , und womit fie
«nch den Leib reihten. ' Befondei« zeichnen ficb'darin
die Weibsleute aus ^ um damit ihre Haare fchön und
glänzend zu erhalten. Ihr gewöhnliches Geträdk iß
reines WaHer » und ohne 2weifcl auch die Milch der
Cöcosnnü. c,. Hoblet £iih ße logar, wie es fehlen; <riuie
weitere Folgen, MeerwaOer trinken. An FrakillJfi*
fchen Weinen, fanden üe wenig Gefchmack^ ^htff um
fo willkommBner waren ihnwftarke Getränke.' 'JPbryZfr
glaubte, darsri^felbß lieh £in beraufchendes Getrink
aus den Wurzeln der Pf e&rpflanze bereite. Chand
glaubt, .dafs fie fich zu diebr Abficht Tielmehr dei
Ingwers bedienen ; wenigdens i)enannten 'fie die' £u"
-ropäifchen ßarken Getränke^mit dem Natnen, mit
welchea»;fifr m ihrer Sprache den Ingwer bezeichnen.
So fehr fie »her auch Freunde Aarker Gecrinke za
feyn foheineie t fo entdeckt tnan doch anter' ihnen
nicht die geritigfieü Merkmable einer Beranfichnng.
£in Gebrauch^ defien die Engländer nicht erwäh-
nen, befieht darin, dab fie ihren Freunden die Spei"
fe kauen, und Todann darreicheu, um ihqen alle Jyfo-
he zu erfparen. So gut diefsi auch gemeint war, fo
waten doch ;die Franzofen viel zu befcheiden , als
dafs fie ihre* Gefälligkeit hätten mifsbranchen fol-
leu.
So
3CVin. miarchand's Reife am die WelL I95
" So lehr iaibet attch die Klnv/chtkmrA^^rMeiidazas* oder
Marquefas-Jhfelrt den Tsikern gleichen, ob hf- gleich
mit diefen vieUeichr einei^ley Urfpraiig habeavfo Far-
ben &e 66 dodi im Kanftäeifee nicht fo weit'gebraidit
als diefe. So^z. B. iß die Sciilffbaakaüft, fo ftii«fagen^
•aoch in der Kindheit. IhttVfäS^A find dftgd|g|6iiifflit
groGieni Fiäbnnd vielem Oefthmack geftiftÄitetr£*Sie
liifaren weder Bogeo noch Pfeil, wohl aber. eiBeneun
bis eilf Fab iange Xanze, eine A^t von Säitengie^
wdir , aebft einer knotigen Keule; Diefe WaffeoXiad
ftmmtlicb aneiQifuarinaholz zierlich 'gearbeitee. -Si^
machen attcfe ilebraach von der Schlendert ll(^ treffen
aber oicht gut» ob fie glcäth'gröCse Steiiid' a^ eihe
grobe Ferne lÜBaus werfen. Ans dem Bau nn\i der
Anlage ihrer 'Wohnungen kann man'verdintlm^i'-'dab
iio Überfchwemäinngen aua^efetttt find, wefche zu*«
weilen eine anfefanliche Höbe erreichen. Dii^HatfpJ»
befchaftigiitag diefes Volka befteht übtigeiSy'JHSberdedi
Arbeitett, wodurch fie die erftcn Bedarfiiiire"de8l.e«
bens befriedigen , im Singen , Tanzeü und iii zhdistm
ZiBitvertreilM». -Ihr Tanz Terrdientbidhli dafrinan def-
bn erwähnt. For/ter wiil zvM^ dafser dem' Tanz
Ton Taiti (ehr ähnlich fey. ' Soll diefe VerglieidSung
Grund habMy'fö^ mülTdn die £«nMrohner den Franzo-
bn «inen Theil ihrer Gefchicklichkeit verborgen ha*
beiiU So verliält es fich andh^mit der Mnfik. Die
Franzofen faheä nichts von Trommeln, deren For*
fler erwaffanl.- Ihre Leibesübungen beliehen Vorzug-
Kdi im Schwimmen , woran ^e groben O^fchmack
finden, und 'dicht feiten bringen fie ganze Tage im
Walfer zu. Übrigens hängen fie durchaus dem Ver-
gnfigen nach« Sie ermüden fich , indem fie im Grün-*
de
^^6 mmtk Corrafp. Hou SEPTE^B&L
^0 oiehts ' thilo f fkey tQh albn Sorgen, in fietreSF ihres
Untief halts • in einam Laxida « wo die Erde von Telbft 16
▼i^Ll^ervoTbriiigt , alr fie söthig haben« denkt hier kei«
nev^ d^n , dem Lande noch mehr ^bzug^ivinnen. Aü
4ck«rba« «rird unter:ihi«Hi folglich gar nicht-gedacht
]Sttr:fii|ib0ian.ctinige regelm^fsigef äapmugcn voA £a-
lüinffii ttfidSrodfrachrb&imieii. Füt das übrige mag die
liainr. C^vgen. So^rofs sVer auch ihr Hung anm Ver-
gnügen. i(V, fo fdieint es dochj als ob lie. zuweilen
)». Kriege« theils unter fich, theils mit ihren Nach^
biurn .y^rwickelt würden. Dieb bey^^ifea wenigfieas
}h;«.W^9* vtu^ die Narben, wei^ejMn an eini*
gen- ^9a Einwohner beioerkte. Einige, diefer Wun«
den fcbienen anf eine Art behandelt i||p^ geheilt , .daiif
ße eipim'M»VrX9P9^^t:chen Wundarzt £b/AbtiPg«D ^ür^
deo..:'fllß' Hoblet einen diefer Einwohner:,.; weichet
4wpch:^^^^ ZufsU durch ein FranaLÖfiCches Feuerge-
^ehr, verwandet worden , beforgte nnd Verhand » hat-
te er Gelegenheit zu bemerken« data 'fie fqgar Beinr
brijiph^, qud Quetfchungen zu behandeln verAehen.
FreyUch. reichen, Co. wenige Tage von tJmg^g
nicht wohl zu , um fpgleich über den Character nnd
die, Sitten eines gau^eu'Volks ein Endurtheil zu Tpre«
chen« Doch fcheint diefa bey Halbwilden « welche
den ganzen Tag im Freyen zubringen ^ und welche
die Neugierde in grofsen Haufen üni Fremde herairi
verfammelt , welche fich fo wenig verßellen # und
durchaus zeigen , wie und was. üe findj eine Aus-
nahme zu leiden. Nach ihrem Betraget^ g^gen^die
Franzofen zu urtheilen»' muls ma^r fie für das gut-
müthlgfte , roeofchlichße 9 gaftfreyeße und grofsraiit
thigße Volk unter allen Völkern dttc Sttdiee halten.
Die
|)i6 Bewegangeii. -Uuer Soele ßai fo fchaeU w^ie des
BUt3( ;- uBd gleidi einer Wetterfahoa Yeränderlicti^
Nicbu macht i^if£Qe,fiaeo dauerhaftea Eindruck;. Oe^
g^riDgßo, Zufall, .. welcher den .Ihrigen fowol alsFrem^
^ jpriderfahrt, rührt Ho auf das.lebhafteOe t ab^
fligl^ch» lyie.eiii neuer GegeB)ftand fich darbiet^t^,
tritt dJA Frende.an die Stelle dies, vorhe^geganygenei)
Sduneraea. fiio^rolchea Volk kann uiupögUd;tbö8aPf
^rSlator tejn. Allee be weift «ach» dab die Gott
ii^titlugkeit die jGrrundlage ihres Gharacters ifl. Sie
glleichen Affen o4er Kindern , . welche nadi allem Ter«
Ungea» wa^ fie (fhen^ und fo^wie fie es erhalten » to*
g^ekh wiede;c yerlaffen t um zu einem neuen Gcgen^
Ijtoda ihrer fiegi^rdetzn eilen. . Nicht ihre Überlegung
ift es» fondetn ihre Sinne, ihre Augen« welche.ih^
len WUl^ b(Bftiiumep. AnfäpgUcb wollten fie nichte
4aNägek Gc^n.JNägel ganz. allein vertaufchten fie
IhreLfbfBsmittctllf.- ohne davon den eigentlichen Ge«
)»rMch zu wil](ex)^., Denn fie trugen fie als Ohrgehän»
ge , oder als Zierrathen um denHals ; aber bald daran£
&fl ihre Neigung, auf d^e Spii^el » fodann auf Pfeif«
diep.^ endlich auf die kleinlieA Mefilsr, Heins diefec
Gelnfia dauertet.^gef elf ■ eine^ ,Tag, Ein Ban^ eii^
$tttck von rotl^em-Zeqg, jede^^^pielwerk war .ihpeo
pnglei4^ willkommner 9 als ei» .Beil ,1 .eine Säge,.od«c
> mder^e nützliche Werkzeuge ».; w^l^hd die tibpje«i
V<91ker. d«r Südfee zur fi^ö.cdf|Cttng und' £rleich$e^.
TOBg ihrer Handarbeiten Cd J^ikig verlangen« DiV
Weiber geben in der Verändealichkeit ^ ihres ße«
Icbmacks den. Mtoneva nichts -Mcfau . Sie wec^ifela
mit , ihrer Znneignotg wie mit ihren Ohrgehängen«
Ein Mann ift;für fie:iiiGbrvJdi beQm.els..eMi§piel*f
. CorrAY. B. i8ot. O werk.
Xtrttky Ans den Anneti ttefTen ; welchto Rt tn liebeif
fcbeinen, üKerlaffen fio fich' ohne Bedenken' dem W
ften , tier fie anfTnchf. ' Diefer Leithtfini^ , welthihr
bieyden GefchMchtem gemein iß, mag vielleicbt' deif
Griind ihres Han^s zu Diebei^jren Tejn ; fie beftaUenf
xWar Fremde , aber Re -bringen dAs Geßohlne fogleich
Wieder» ohne fich Iiiin|je darum bitten zu laflen; and
dies alles gefchteht im Lachen. Sie fcbeinen alle die^
fe Sadien als Spielwerke zn betrachten » anf welche
fie ' keinen Werth legeb« Sie trügen aiich kein Be^
derflcen» im Angfieficht der Franzoreh , welche fie b»»
fiohlen hatten,- mit ihrem JElaabe, als einer rechtmS-
fsigeh iBefitznng gefdunttckt za erCchdnen. Sie fchei«
iien die Handlonqj;, 'tlurch wek)r6' fie in Befitz der
Sache gekommen waren» ganz und 'girr Tergeflenzit
haben. Doch fcheint' es demah^eächtiBt; als ob fid
einige Begriffe ^on Eigenthtim und^ebßabl habend
Dies beweift der Diebftahl -von 'Mttrdhanet^ Flinte,
vnd die Art, wie fie zurück gebracht warde; nild
diefe That lache Urst fich Tchwer mit ihrer angebor«
nen Gatmfithigkeit and Gafffrieyheit^ri^einigen; Aber
es wäM ungerecht, von der liandittng einiger weni-
gen «am Nachtheil- einiss 'ganzen Volks zu fchlieben.
Wer wollte z.B.^isitaen in'eineihEardpaifohen Staat
begangenen Striilsenrattb der ganzen Natioi;! zor Lall
legen? £in gleidbes'giU auch hier. Indefien war dock
diefer Raub der iBinzigiB, welcher Anfchläge nnd eine
Verabredung zu -vsrrathen fchiön. Alle übrige Dia-
^bereyen glichen mehr einem kindifchen Muthwillenl
Um fo gewiffenhafter benahmen Ri fich dagegen bey
ihrem Taufchhandel. Keiner nahm ^twas davon zu-
rück, fie brachten Togar von blbft noch Wäareni her-
■XVni. Mankantts Reite 4ktäieWeks 199
bfty, Vielehe man in der Eile nbd Verv^ttttitsg Ikltd
liegen lalTed. Eben to wenig übervor Hielten ile dni
Under felbft. Jiedar unter ihnen ^htlt den der you
ilim gelieferten Waare; entfjirecheifdett Antheil^ 80%
^T bev geßoblnen Sachen enthielten Bm (ich aller Ei^
'^enmächtigkeit gegen die vernteitttlichen Rechte dei
Diebes. Die auf dem Schiffe ^^Aofalne Sache ^ng
fon einer Hand in die* andere« Der ThSter war da-^
"bey gelaflen und ruhig; denn ti \rufiile"Torhet, dab
fie am Ende doch wieder in feine Hände zurüdk keh«
ren würde. Unter fo vielen Töndetbaren Erfcheiifütf*
gen nnd Widerfpirudieu hält es fchwer ^ ein gegrün»
detea Unheil zu fMien. SoUte uns dies befremden'»
uns» di« wit mit jedetn Tage mehr einfehen folUen »
tirie weit wir in der Kenntnifs der Menfi^en üoclk
kurückßeheh ! Wo und die MenfGheti « wo die Völ«
ker» welche bey- -genauerer Ubferfüchung durohius
confequent handeln ?
So viel das Innere deir E^atbilien*£iutiditüngen
und VerhäUnilTe betrifft, fo konnte man WSgetldeV
Kürz« des Aufenthalts davon 'nur wenig erfaht^u,
C^A getraute fich nicht zu beftimmen V 'ob au f den Afisi*-
quejas'htfeln die Weibsperfofnen gegen die Gi^wöhn»
heit der Infülaner in der Sudfee tum Tifchdet Mäoy
ner^tugehifen würden« Dagegeb bh Chanäl't^^ht
Aenn einmahl die Männer tnit ihren Kinderti nnd Wel^
^ern aü einer Tafel fpeifen. Die» Mütter Öillten fibte
Ihider, utid bezeugten diefen ällö ftiSgliehe ttnMtlk*
leit nnd Sorgfalt. Selbft di« Mftukiei' drückten dib
Knder an ihre Brnft» und freueteti lieh ihret Nach-
kooDmenrchaft. Aber wie es fodami mit det Vatei^
Icfaift ansgefcben/iüAys, ^iea ift fW^Üch^ineff^^
'-"^' O j dl«
209 JI!tomÜ^\Cf^ SEPTEMBER,
4iofichleiGbt«r,99fiBverfenaUbea|it^yprteo labt. \Vel»
chen Eaiig>ii|)d,.^Clu(fl dleAVeib^r in derGe^elU£^ft
halmtf. l^an^jp^aa eben to wenig befiimmen. Man
labe Mannte ihre Weiber. , aber auch Weiber iilire
Männer jCchlagenr-wenn fie fich g^gen ibre^fLelti^
^nd AuiSE(>^eruugen kalt und gleichgültig. bezAigteii.
h^f^Sem tchien aUa;eine Gleichheit zwifchen beyden
Gefchlechtern S^tt za finden. . Oij^öb da die Natur
^Mijdefi keine. gleichen Kräfte verliehea» lo mag du
Recht des Starkem nach aller Vermathnng aach hier»
sprie aller Orten ,: 4^. geltende Recht feyn. Doch fchei-
nen fich die Aijäimfr nie t|m der, Weiber willen zu
zaid^q. Das IVeicbli detr erßeu Beriunehmung vixd
}iier fo lange geachtet , als der Beiit^nehmer iqriU
^00 d^r.Gewajtt der Väter über ^i^re Kinder tindde«
S9I1 Dauer /ift .'ft^^j^-wei^ig z^yieTläCßge^ bekannt
jSie .%:b^int iich aber j^icljit. weit. üb^r die erßc^ lajtirp
der Kindheit zu erftrecken.
Von ibr^r Ri^gierungsverfalTung labt fich nur
Jb viel behaupten , dab man hier« die auf einigen Süd-
Infj^ eingefjiibrtf; . Feudal verEafi^ung nicht kennt.
,CAma/glaubt;a^evx..^Ci ike einige Oberhäupter h^*
ben., welche fte O^öoi/it /nennen »^und fo nannten fie
4uch den FranzöfiXchep fiefehlshaber de^ SchiJSF^
Ka^ For/ler^B Erz'^hlung mufa fich. di^ Gewalt des
Oberhauptsnic^ v^t. erßrecken. . Qeun als Cook, ei'
4ien feiner M^trp(en prügelte, wunderten fich di^
Einwohner 9 dab der ßa-ka^^ait^ (fg viel als Obe^
l^aupi) feinen ^rujder g/efchlagen habe, ob fie.gleiA
wubten, das Oberhaupt, der Fremden habe.allen üb:^-
g^n zu befehleOf^ • Die FranzoC^ wurdet^ niemaid
gewahr,. 4er ^i^uu» Kqnigvorg^f^lf.bättef aber atch
e»en
XVIII. MdrdtimttsRei^^ iöt
%hen fo wenig «dtae^kteb fie SpuiMT micl Bereife %-'
Aet p^tnärthsLlitckffb VerhSTutlg. i^tir Tchiöieii ditf
fchftnftta » WöU^bildeftfteki , ßfir&fteä mia ftnfinnlicli-
ßeii die mtiRe Achtong tu erhalten üieiä am' liebßj^
angeliört zd werden. - /•
Eben fo webfg kdiinten die Franzdfen in Bkitti
ihret Religion einige änfTchiüfle « «rlnrlteti. Wffli
lend ihies AüfH^ntbalis wotdenftif «keine 'cinlci^
Hüdlung gewahr , ans weichet litiU atiF den Gläulr^il
Md die VerehraAg einer Getifhei^^«ili^egliSkidet€#
Sddafe faiächen lieCse. Das' Yergnngttl ulleitf tcheihl
fie Gottheit diefer-Inrel zu fejn. -Hier gibi ^^kV9
'^nen Äberglanben , k^inegtHtesdi^kiittichfen'GebräTtcHöl ^
keSn^ Priefier; keiüe Gaoklefr. '*MeHdahnd' virölWt
zwüTUi der B$j de la Madrt db X)i<)j^eih^' fiH-^jöl^
trädiiftiftlicben Vertichfnngefi beÜStninten' Ort ebc^
deckt kabexi, aber feitdem find ifaehr'dekin 200 ftlAih
verfiolTefl, üii^ es wOrde ohneBeyrpieHeyn-, Wenn
etil Vblk Ton feibein ehemaligen Gomsdieiftft gar keS;^
Bfe Sptlir beybebaften; ödet nicht ttit einem ändert,
yrerw^felt hätte. Die Spanier )iaben lieh daher ent£
weder an der Beßimmnng des Ortes ^Vtt, oder die
EitigrfK>men haben den Gegenftllnd iiiMVerehrung
naifr ^iäemi für jeden Fremden atiziigStt{|U'ibhenItlatz^
gebiradtt; " ' ' •' ..
- 8o;iflel die Bevilkernng diefer Inlel betrifiPt; Td
bemhte'alle Angaben auf anfichern und l^öchft fdiwaü^
Üeadeo 'Ortind^d. ' Däfs fich auf einer földito IvSA
um den -Landungsphit« viele Menfchen 'einfinden \
fcUünt mehr die ^^ngi^de i weiche fich bis in dük
Inne^ d6s Landes -mittbeil't, als eine große 'Bevbf-
kenfflg^ttt beweifeo. Mit dem Schi Jte'Verlieren ifb&
• O 5 die
f
909 JBmpiLCmefp. tSouSEPTEMBEff-
dip . mehrftea 4^0^^ Neagiecigen von dieCsr Stelle» i
welche I0 viele Menfcfbeii za enthalten fehlen. Eben
fq wenig beweibn zahlreiche P,fla9zuiigen an denKü«
fian tin^.grotsfi yolksmenge. - Denn alle diete in der
Südfee zwifchen den Wendezirkeln gelegene . InCeln
find im Inneni fehr gebirgig nnd keines Anbanes fä-
hig* . Diefa fnacht» dafs man nur an den Ruften oder
JA den.Thä!eniE%iwohnerfa(;ben nnderwartepktnn.
Von : den Mßr^efas läßt ficb die Menfchen - Meng^
noch nngleich' Xchwerer.beftinymen » da im Grande
ultrißUie einzige Infel» and felbft anf diefer nur ein«
fnntig^ ]ßay vqq Europäern nnterfucht worden. ,Deff
fen nngeacht^t- änbert; (?. Forßer eine MathmafiBunga <
im4 (chätzt die Bevölkerung der I^mmtlichen Infda
«nfongef^f.. 50000 Seelen, Unfer VerfalTer be|lrei>
tet-diefo Angabe aoe fehr guten Gründen. Er gUiubl
aUev xageQai;idu M haben, wenn. ^ der JnüA
fJhriflina 7Qo{> und den'fämmtlicbei^ Infelq 19000 zu«
gefteht, rad felbft diefe Angabe getränt er ficb fowe«
||ig zu verbürgen,: dafs er fr^jmüthig gefteht, daCi
man ße in det fol^ehey einer genauem Erkundignng
febr übertrieben fiiyden werde.
. Die Spraciie der Einwohner von Santa Ckri^Kna
hat mit (^r..d«r QttfellfohaftS''Infpln die gröfat» ÄW
üchkeit, oder genauer zu lagen : lie fchein^ ein und
diefdfoe Sprache zu feyn , welches auf einen gemein«
fchaftlichen Urfprung der beydurfeitigen BewoIuMf
fchUelsen lafst. Ein Eingeborner der G. Infeln.^t'wet
eher fich auf der Refolution eingefchifft hatte, konn*
te fich auch wirklich ,in der Baj dela Madr^ da ^tios
vollkommen verßändlich macl;en. AobUt nnd Ouk
nal haben ein Verzeichnis dpr jJJmen befcaallt:|;c|wo^
denen
idnea Worte beygefdtBt. , Dio; Worte müSSen nach
ItamOQfiohtr Anftlprache goleCa&.werdeo.. Das Alphat
fcndmrda^eii'Einwohher kait.fanf.Vocale, und nut
flfte Mid4iiltr.^ Die BuchOabon HZSX fehlen ganz;
.PntM.9:^lbtfLAnBffm^hß'üintn^ fchwer fällt, er-
SfffUa fie dbrch^ eine *Arpiratip»%4jiiit.. welcher ihre
Sp9^Ao>(l4iidnn>ui voliem Mäfse geflE^et id. Sß»
ft|iegto»,»wy;.inU.Hefiiigkeit,. dgflen, ungeachtet hat
lUe.ifaiftl^illcke. gar. Bichu anahgtaehmea, bebnder«
«dMi Mnnda d«nr Weibstente» , : . ... . , >
. -;:..: Ave dec;hi»hflir gegebenea Beldireihnng werdeia
MlftM:LeflHr..TQto.Ielba den SchluTa nachen, dafafswi-
fthtWi den BbiUrohaa» Yonlaki «nd dienen wmSaiUa
lilll^ljw.euie Anverkennbere lÄhnUchkeit fey« '.Du
.Ihl^^täfläealbüiea zwi£Ghe»beyden'kommen aof Rechi»
t^rita^ der Eiafemang luiddea Chnuu zu ßehen. Vielr
;JflKkt;.fliiiih.a«£Hechiiuiigdei.Bödene, wovon ficb auf
Sria^yChripmä piilr wenig aübanen läfst. Dean auf
dfefcr InUigibt es keine Co gioCm. und fchöce VÜMuk
rtaq^eafräa Mantbeerbäamezi, inreiche das Aug^Xo
'iBOi ergbtsea; auch fehlenhier die fchöoen £%ilien;
mit .wdGhen die Ufer von TaUL omgeben £nd: Da-
•f^on find die Meitdoza-Iiifeln von allen Seiten' mi<
.fiepaBemiffenrumgaben, welche einen foxeidien Vor*
< , jatki jvon .Mnfcheln enthalten , dafs £e a;nf diebArt
'. 4tmi Einwohnern den Mangel von Erdfrüchten er«
..JliaM»:/ Anf Santa Chri/lina^ findet man^ weder den
A'Beichthnm an» Lebensmitteln , noGh.>auch die(ch5nen
..Saii^»..dav£h «welche iich die^Uanptinfel der SudfeH
r.. JkrUiv aaaxeichhet. Anf Tiuti herrfcht dnrdgängig
<*iiiprflafl,> mnd'.die Einwohner üiefer Infel (läben in
..jim* Verfeinemnp Ibwol als den nätmlichen und an-
> iycl. \ O 4 geneh-
204 MmutkOmBjp.iaot. SEPTEXBEtL -
ygenehmen Ktänften gidrae FontTchritte geoiidit. Die
Einwohner der Mwnäaut:- J^fa ihäbat C» viel ab fie
ftdthigvhaben. Qi gleioiier Zeit int dl»^0taiüfit die^
fer Inralaner eine Stimniiog, Welche 'Bichte weitet
rerlangr. Unbekümmert ^ wae nioq{en gefchebea
könnte, genieben fie ganz j^en laufenden Tag. Gd>
Iheilt zwifchen dem Vergnügen nnddem Müftiggaif^
. ge (cbeinen iie gegen. alle Gähruagen ; welehie die
lBonarchirdi*feadalifche Ver&ffang TOtt TaM S^ <ift^
erfchüttern. hinlänglich gerdiützt. Mit einer bdheiti
Goltnr haben dieEinwohner von JkMihMnrfprüng-
liehe Frejheit Terlöreo. Denn ein Thett detfelbe«
lebt von dem Schweift des ander» ,' führt eia'Cdit
klrgliches liOben und empfindet . danron die Folget
in Krankheiten, wdcheßch auf ihre Kinder ▼erpflaiit
«es/ . Die Einwohner . der Mmdöza^Jnfän&vA^*
gegen noch nnverdo'rbteer, und dettLnatürUchetoZo^ .
fiande nfiher als jene» ^Ihre Gefondhei t iff ^ark. Jeder
lebt für fich und'nm£si|9|et willen; EinBuropäerwür^
de ohne Zweifel Taiti dem Aafemhafiife auf der Infel
St. Chrißina Torziäi9n t aber ein Mmdmumer würde
irrig handeln« wenn er das Schickbl der XnUm- Jbe«
neiden wollte. . : i
So viel von den Menäozß-jb^ebi, :Sie verdienen
die hier gegebene weitläoftigefieGchreibongandiane
der Urlache, weil fie in der Folge bedeutender wer«
den können« Denn ea labt fich vermuthen» dalsalle
Schiffe, welche nach der Nordweüküße von Ameri»
ka Cdgeln , den Aufenthalt auf ihnen dem> anf den
Freundfchaßs" oder Gefeüfehafis* btfebi vorziehen
und folglich hier eher ala dort ihre Erfrifehtingen
einnehmen werden. Diefe find zwar fruchtbarer»
aber
ihre Luge ift weniger günlKg. Sie liegen tibge*
fthr 30a Meilen von jenen unter dem Windei ^ Onl
Mifaüeh -El» kommeü, rnnfii ein ScIiSff eitf« We^
iNDli aföö Meilen^ dwrch ein fehrgefbbrlicheslnfelmeer
dwchhAfen » worin «inige; Icaam ans dem Wdfler
kerrorngen. Man kann dAher zar Nächteeft kmr
iMDjge.£egel aaffpannen » «nd- die Nachte fitfd.zwi'-
£dien den W^ndekreifen oline Dttmitfcnrnn^; «Wd'da^N
Usj lang. ' Dagegeti iß ^am "Cäp HoniM bis zu den
Ma^qiufds^Jiifelndie See intiituins trty 9 fodaßTman
hdf Macht «wie bey Tage alle 8egM gebfanchlstf :kaiiD;
vni.nock'tOkerdies 600 Mriien -lAi Zdc und Raäni ge^
trinnt.
Brin4i4 Jan. an denrfMIien fAge» au- Wt^hem
däa. Schiff In. der Baj ^ lä Ma^de Diö^ A^ltev ge^
worfea hattet bemerkte bmb deft- Abeüds^^Be^ Teht
kritarm Wetter in der Fern6 weft dbrd w^ieii^ ^eiii
dar üSsy. einen dunkeln feftftehenden -Fleiften fb- 6ev
GeO^lt eines erhabnen PicM. 'Den felgeddeli^A^A
um diefdbe I2eit warde ifa«tr «efiSlbd "EftfSbÜ^iM^
gewahTi utid man Tcblob daraus , dafs ISdiln d^^NV«
&e ein noch ttnentdecktel Land befinde, ^frii^i^^tlft^.
her zu utiterrnohen augenblicklich berchloireii:WuWMf.
Weder Mmianna noch Cook hatten > wie if^*Tcfa«1tit'^
davon einige Xenntnib ; deiin zwifchen d^ W^e^e-
kreilSta ift der Himmel Telteti fo hdter, daß matt lllei.
ne Länder iu'WoIken deutlith tititef fdieiden "kann;
Doch bemerkt Quirls ^ die' Einwohner von Mmhe äo
X>*oi hätten^ als fie auf dem Adfkiiralfcfaitf einen N'i^
gef ^ eiblickten , verfichert , füdwärts von ihrer InM
gebe et ihehtere Menfcheii vöä diefer Art, mit wel-
chen fid im Kriege begriffen wären. Niin hat man
O 5 frei-
^o6 JH^. Qmtefp. tSifi. SEPTEm^gi:
frnlich. bis zur Stande in füdlichert Richtung nodi
kfline Yjan Negern l>ewohate IoGbId entdeckt ».-doch
liegt Ewifchen dem Wege» wficheo Mendßnnm mit {
Cook^ia gleicher Hichtotig von OQen borgenommen^ i
«dd cwiFchen Biron\$ Reifs, -lyreldie im J. 1768' hofl-i
dert Meüen in füdlicboi: {UchtuQg dierQ^IqUaTOic
bey.g&ags noch eine ziemliche Strecke, welche top
keinem Seefahrer nnterfocht worden. Neger :mfillen
«her wol Tob wer da zu finden Cpyn. Soll, daher diefe
ganze Erzählung einigen Grand haben:», fo dürften i
vielleicht dort. jMenXiphen toben, deren .Gefithtifinrbi
«ngleich fchM^ärzer^j^,. alsdie der Eiai^okner von
Santa Chrißina.
f,, ' JPlep 2i».Jun. ging-Matehand ttu$^ das in der Fer«
jie gefbhene Land aujfzorvchea. . Er -fiond. anch wirk
lid) eine gröbere InUcp^^ welche den'<Naiien Jsk
i9iCiir<<{K>m2' erbiet, nnh& vmy kleinen). j . 'Eine M
tefd^ .letzteuoi, r wel^ ganz flach vTav , aanpte man
r JErlf^Pr^ol^^^dagegen. die, «nf welcher ei« ^JBerg in
Geßalt.elnes Znidteriiata hervorragte, h Pi^. benennt
wurde. D^ Inrel Marckand i& bewohnt, und mit
Brodfirachtrt Bananaa- nnd Cocosbättmen allenthal-
)ien bepflanzt. Es kamen aach einige Einwohner an
Bordi nnd fchicnen von den Nägeln» Meibm a. C W.
welche fie zum Oefch.epk erhidten, »och gar aächtf
zu kennen« Die Schweine und Hühner» welche fie
auf dem Schiffe gewahr wurden , benannten fie m\t
gleichen Namen, wie auf äer Intel Santa Chrifiwa.
.Unfere Reifenden verweilten aof der groben Infialzn
JcuTze Zeit, um mit den Sitten der Einwohner bin- .
länglich bekannt zu werden. Sie fcheinep aber durch-
auf mit den Einwohnern -der Mendoui» Jbtjebt ^eluß
gleiche
l^eidie Abknoft« nndiivchim übr^enijliirdi^iit'ib^
liehe Sitten zu babevi*. JSifit fc^eii;^n ejbeo £0 fried^^
tigittid.gi^ gefinnt; die Weibsleute fiad «lebt Wfnjlt
ger fchSOj ^md inlaertejp In aÜem mehr Sch^m un^
Siftfiiinkei t ; . doch febUe,e^,mc}it ^n dieqftft rtigenZa-
bri^eni^ ^wifBlcheo aber diefeUnCcbaldjjipBttnichjt ohne
WiderwUlen ^ ond ans einer Art yon Unterwarfigkeit
folglen^ . Der Capitain AUurckan^ nanpte die Baj> if^
wdcher ieiM Leute ans Land ^gingen , Bw du . bon ae^
omA au das Sfhiff die nördlichfte ^itze der Bajc
emfidif » Iah man ia. der Entfernung yop nenn Mei;
leacinejiiidere Ipfel, und xa einer nodi weitern ^|f
fevMmg i^rurde man abecnvdila neoes, Land gewahr«
Marchant. nahm der hecgebnchten Gewohnheit, ge; '
ip|^4ai^lVamen {eines.VaMclandea.fe7erUchcn Beüc^
Toa den Ton ihm entdeckten Infeln» und hin^erliel^
*^, ^f^Vi ^^ ^^ ^V ^9^ yerftJrfolTeqqn Bai^
teillen dref dahin abvimkende J^f^ weld^e
diey Perfonen von yerrchiedenem Alter zur forgTäl«
tigta Verwahrung zugetheilt wurden, lUurieu macht
bey dieler Gelegenheit folgende fehr paffende Bemer«
kung: Ne croiroit* uii pm *ft» hs -Franqcds ont voulu
faire eiUendre a tous les navigateurs, qui conquierenb
amß le monde en eourant , qu^wie prifi de pojfejfton du
genre des lewrs • a taute lafragiüte du verre , que doit
en mettre le titrd ä Pahri de Tinjure desßecleSm
Marehand^e Bemerkungen zu Folge liegen in der
Nähe der Manpiefas ' Jbifeln fowol ala der Isle Mar»
chänd noch viele unentdeckte Infeln. Marehand ent-
dedtte deren felbft noch mehrere, welche eine Gruppe
Torftellen, und iron ihm den Namen les Jsles de la
revolution erhielten. Zu dieCer Inlelgmppe gehören
die
2ö8 Mdfckä/^'tWr^if;' «^^^^^
SieitXillUm^Händ, Bathcl Lis äeux T)retei\ ' Mäjfti
iind Choriik. ' Ihr Haom beträgt Teiner Btfkhb sach.
ymin Griä 42 ÜIuiateD. Ihrö Länge '«rffirdcki fictf
Anf'44KliniiC6ti. In äet V^migdn^ Mt dm lilän'^
dozt^htfebi geftalten fie efneii Aircfaipel, öefbikVtÄxmr
2 Grad 4i>TWm., Fd wie föno/* Länge lOÄd -fy^-be-^
trä^t. Die Intel Marckaftd hat eine Lfii^* Vött ^
öder jj'V üttH eine Breite von 3 Meilen/^ ihr gtftrrep
UinFän^'in^g deren 10 bis n betragen. Sfö'^ilsgt un-
ter'90* it*''täd1.'Br. önd i4i*'i9' tt'etti; Länge. Det
Umfang de^ Mföl Saux mäg'ßeh anF 15 IVfeftei/^rdlM^
fen. Ihre äarsetße Spitze gegen N.W. iiiJgtUn gb*
4ii^' ftidlfereite; nnd fen f^z'^i* i^ftI.iaÄ'gJi;'l»M
diere Breite iS Air die bt9y%rn kleinen InMn ieff deaat
»irifj 8* 42'V'ftir die Inf« Afo^g* jr"i för *•*«.
Wem. Ende dö): Infel C^äh^ 7"* 54'. Die iMifeftU
ILääge ddt mtJefn 'beyden'foeti^gt: 142* ^}' , de^lnM
'JUaffe 142* jb V^ löfell Cfaxhat 14^* '35';
XIX.
^XIX. Bejthmiung. einer ComUefibq^, 209
■:-:----"^ ' XIX. • - --■• •
..... ..;.... . ■ kl.) '.. ■ . j,
; u..Tjrigoiiometiif<;h:e Methodf : /
geAähertbn BeftidiikiuDg "
der vEleinente einer Couieteobahiu
Von J. C. Burckhardt^
r..« JCJ^iü^^ Bnma'^ Longitiidlr Ü Pirii. '
JLJSjeGp Blodiode« welche ich kaum die meinice zb
nCT?n wi||p.» ift eigentlich die ixi4irecte9 aber dnrch
4^l|ai^iiiig^et lidiöDen O/itfrj'fchenLehrEitzcs, wel-
^Mr^W^*'^^'^ ^^' bejden AbfiäDde des Com&>
ten jpbt t weit leichter gemacht. Diefe Vereinfachung
würde aber nicht hlt/reichend^ gewefen reyn , nm fie
mit der fo leichten (Mers'icYneax Methode^ vergleichen
m kSobeD , wenn ich nicht eine lehr einfache For-
mel geranden hätte, zur Beftimmung der Zeit, in
welcher einComet elhen parabolifchen Sector durch-
läuft, von welchem Sector. maq die. bejden Radius
Vectors ond den eing^rchlQjIeQea Winkel Itennt,
Meine Fern^fl kürzt auch diq Neivton^l^he pder Eu^
firr*fche WqtlUldo. .zur genauem Beßimmung delr £le«
mente einer Cometenbahn fehr mteklich ab. Es
lejen alfo für zwej Beobachtungqn eines Cometen :
A und ;A^';^-dje . curtirten Abfiftnde desiCoikiete^ von
der SCüDM,
r tti4 x' die Radius Vectors des Cometen •
1 itfid r, feiiie hcliocentrifchen Längen^ ' . 1
^A und
i tö ifeiate ^£bfti5fr/ ÖÄ- SEPTEM6E1L
X und k* feine heUocentTirchen Breiten ,
« und a* feine geoc. UbgeaT 1 darch die BeolMcht»
p und p' Ceine geoc. Breiten J g^eben »
T nnd T*' dife V/inkrt w dMr Bfd«. gl^ich^den Ua-
terfcfaiedian der Länge 4eii. Sonne und des Cometea^
S nnd S* die Winkel ajo der Sonne»
A nnd A' dietieyden Längen der Sonne,
ä tmd M^ die beyden ciirtinen Abßände dee GcHBei^
ten von der Erde »
R undgll* dlebeydi^a AbftlpdA.der So9p#t tod der
' Erde.
i) Man beftimme zuerft yermittelft dee fchttnea
02£^r/fchen Lehtlatces dietSröUe V(, Wetto nt«iUch
p', a' Jk' die oben feßgefetzten Bedeutungen filr äi-
nedritte Beobachtung haben »welche fonahe aUniSg-
lich mitten zwifchen die bdjrden Beobachtungen &SUi
fo fev m zu 1 - ^* - dann ift ■
M=: /"in- 8^- (^' — *' ) -^ fing. A
y.Tang. p- — m Sin. ( A' — «') y
, aj Cpt S = — Cot. T H-
4) Cot S' = - Cot. T' H- „ „" „h.'~
R I
Sin-T e
_ R"
M.Sii>.T'
^^ ^ Sin, S' J ^
6) Man hat ferner 1 n i8^' ^ A rf= S
und 1 = i8o* -H A*d= S*
Die folgende Regel entfcheidetV ob man ddtfWiiH
kel S und S^ abzielten oder hinzttfetzeh niuCi: Hat
I
-.^SIS. Beßfmmmng einer. Cametenbakm:'' -21 i
^iMB «äisilich die geocentrifche LSoge dei Cometen
TOD der Läoge der Soope abgezogen , nm den Win^
koT in der firde zu erhalten , oder ift •
\ . .1£\^ Long. O — Long. geoc. ComeL
16 jll 1. r= i8o* -H Länge der Sonne -HS.
Im entgegengeretzten Falle, wo T z= long, geoc«
CMiier-— long. O iß 1 = iSq*" r^ Länge derSoane--^
. 7) LofrTang. x rz Log. Tang, p -Lög.f?!i?Ll^
83 I^- Tang. \' '— Log. ^VLTtaag- p») --
^^^if^bemerken hierbej, dafs die bejdenLogaritb»
IMB^ welche man in der 7 nnd 8 Formel abzieht »
U^ib der 3 und 5 Formel vorgekommen find.
o^ r zr — — — ttnd r • — tz
^' Cof. X Cof. r
"5rz:=T«.g.z,
* r
oder Log.Tai.g.Z= Log-^' - Log, r
■an nehme, wenn man den Winkel Z fucht, zaglei^
eher Zeit Cot Z.
V -, _Sio.J(l'— 1) ^ .
"^ **"• ^ - cSTKr^I) • fc^^.CoCA- 7
«) Cet y i:: Cof. x. Sin. 2 Z. Cot f (x* — x), '
P» der Winkel 7 gemeiniglich nicht grob ift, To
■mfs man alle 7 Decimalßellen bej Berechnung die*
Hb 'Cbfinna brauchen; bej den übrigen Formeln find
fllBcliftäki 6 Decimälftellen hinlänglich.
' ' 13)
913 ilÜMad. Cbrf^p. iioi> SEPTMMBB^
.I3^)l)ann ift die «wtl^BlMn des er^en iindl(»t^|M|
^eQl^apbt<iogTeraolI«a»Z«it, oder' < 7.
. ^ - '
wobey zu bemerken / da6 Lpg. JLL ZZus^zM^^i
jLog. i»5 -tI- = i * 7^1 79 ^* Der GebTanch. 4ie%
- 3^
Formel i|b leicht ; Madame La Lande , weichet die
Aßrouöniie fchon fo viel verdankt , hat jedoch eine
eigenv TafelKir^diere FottAel berechnet.' Es fe^ äana
N die Zahl, welche rlia^diefer Talfel dm .Winkel 7
«ntrpricht ; fo hat mah * -
Log. r — N 4- 3 [ i tdg. r — Log. CäC 'z }''
14) Man beßimmt q durch Verrache (o, da/j die
Zeit T mit der beobachteten Zwifoheuzeit überein«
ftimmt.
Beßlmmmg dev ubrigeu ElemaUe.
i5>IVbn findet v denUmerrchied» oder 3amme
der wahren Anomalien durch folgende Formel:
. :. Oot:g V = CoG f t P^f — X ) . Gof. X. -
16) Man fuche Tang, w = Tang^^z — 45") >
Tang^iv
dann find | v =i=w die beyden halben Anomalien; die
gröCsere Anomalie gehöre immer %a dem gjriWaer^ Ka*
d|ns.Vecfor. Sind nun ((> und ($>" die beyden Ano«
malien : fo bat jonau den kleinßen Ahficaß von . dgr^
'^orme ZZ r. Cot * 4 (j? — r\ Cpf.»^ ip*. Man thu(
wohI| den kleinfie& AbOand auf bejde^rW ?wu In-
chen»
1
.JXJX^'Bfßif^mufig einer C^^ f.1%
chen, um fidi $egßa Redmungsfehlec/rza ficheni.
Man fache dann d^o Logar. der inittl. tMgl. Bewegung
9tailiph 9*960128.3 — i Log. des kUiTijflmAbJlfin4ps^
man fache feruer in den Barker' [cl^u Tafeln 4.ii9 .I^o«
garithmen der (ägUchen Bewegung, \vrelche den Ano*
inalien <t) and^0* zägehören; ziehe djivpn den Lpca*
ifthmen der mittlem täglichen Bewqgnng ab, t^ietl
hält man die Anzahl der Tage, in welcher der Comet
die AoomaUeA (p.ond (p' darchläuft,- and hierdurch»
eide doppelte Beflimmong der Zeit des Darcbgab^
dorch die Sonnennlibe* Üiefe doppelte Beßlm^iung
iß fehr nützlich and dient der ganzen Aechnuiig ztif
Prüfung, ^ ^\■^h^'\
17) Man fache ferhet n nnd'it^v d^^ AMblwd#
äxSf Knotens 'Tt>m aafßeigendc^n Khotenr in detrlie^
^en Beobachtungen^, durch folgende Formel:- ' -^V-^^-
0ffliin ift die Länge des aötoeigenden Knotens
^■- "■ ' ' '■"rttlrfcü = r'rir ii^- '' ■ "'
i)lefe doppelte' äeftimmung fcheint mir eben fo jeic&t
sTs ^ie geuahereBeflimmungder Gättang dies Winkeln
a durch Betracb'tuüg der Zeichen rt des 2aliIer8"Qn4
Kenneira vpn Cot. u. Man iß dadurch zugleich ge-
Äsn RechnoDgsfehler gefiebert. IV^an erkennt dutdi
^o biö&en AnBlicK, ob man den aufßeigenden oder
nlederßeigenden Kpoten gefunden nat.
ich theile jedoch hier eine JatlgeWme Regel, mit.'
Älm berechne u dutch die FormeF ""
. M9$icorr.lY.B.i8ot. ? Cot.
ii4 ttMoÜ, Conefp. iSou iSEJPT^ÜfBEIL
(g^ ;•;— -Taiig:x' — CoX XI' ~ »)«^tog: x ,
, Mntin Äti Zähler Tang, x* — CoC O*— O «»4 8*
Nennör Tip^: i Sin. (1* — 1),
poCtiv pofitiv m X Viertelkreis, oder kiemer als 90^
liegativ pofitiv im 2 Viertelkrei^, oder kleiner als 180^
abe;rgröfeer aU 9^' ^
il^£ati^ negativ im 3 Viertelkreis, oder kleiner a^ 270'
aber gröber als 180!
poiitiv negativ im 4Viertelskr. oder gTörserals'27o''
Man zieht dann a immer von 1 ab , und erhält die
liä^ge des auffleigenden Knotens. • Bej rückgängigen
Cometen ift 1* 7- 1 negativ und alfo auch Sin. (X' -^d
'"^^^' r«' r^ j
,g) Taog,Neig. der Bahn = I*?£i = ^^"g- ^
Sin. a Si3riL tt^
i^^ C^U des Arguments der Breife :
tz CoC X, Cotu für die ^fte Beobachtung
ri: Cof.X* CoCu' für dl« zweyte Bepbachtiuig^
Hierdurch erhält man die Länge in der Bahn in
.^r erften und zwey ten Beobachtung , und hieraiu|
eine doppelte Befiimmung des Orts, der Sonneunlhe
«rmittelft der Anomalien (p und (p*.
. Um die Genauigkeit der gefundenen ICIemente
lu'prüfen, braucht man blols die geocentrifcbe Länge
und Breite für die Zeit der mittlem Beobaditung z«
fnchen , und mit den beobachteten zu veigleicbeo:
denn die gefundene Bahn thnt nothwendig der erftm
und letzten Beobachtung Genüge , da man gegen Recfir
•* I
HimgAfehler durch die von mir vorgefchlagened^ppdte
SerechauAg geiichert ift. ^
AnmerJ^ung und Zufat»
;.-.l.^. ' XU ■ ■ ■ • * ■'
oT>iger Burekhardt^Cclieh Ahhzndlung^
Diefer Beytrag zu Dr. Otbers fchöoer und belieb
t«T Methode, , die CometeD - Bahnen zu rbexechneog
fehlen mir in feiner Art fo vortrefflich« uöd fo vieler
AuFtDerkfarakeit weith zn feyn, dafs ich'^ihii fogleich
in der Haiiafchrift meineai Ftennde Ox. Olh'ers fnit»
theilte. Das Urtheil, welches diefer ccADpeteuto
Bichter darüber gefällt- hat , ift fo. lehrreich» Qbd de;*
ley eii^ fo fchc^es M ußer , wie lieh Mtn^pr von fo aus»
gezeichneten Verdieuften wechffireitig Gerechtigkeit
wiederfahren lalTen, dab ich es wöt tlich hier abdrucken
hffe , nnd damit den Dank aller aftronomirchen Lefet
der JXL C« zu verdieuen hoffe. ** Dr. Bnrckhardt^B
iiigooömetrifche Methode • fchreibt (M^rs^ ift eina
^nz vorzügliche kleine Abhandlang, die mir viel
' Vergnügen gemacht haf« .durchaas feiner würdig^
Surckhardt ift befonders gefchickt und glücklich»
trigODometriCchen Forttieln eine leichte , zar Hecl^«*
tiüiig bf^oeme Form zn geben^ Aeufoerft fcharffia«
iig ili die Art^9 wie er dnrch d^n Hülfswinkel 7 ei-
aen fo bequemen ', nttr von diefem, abhängenden^
Aasdtnck für die Zeit zu finden^ ondfo die loni-
kri^täio Votmi
V$ T —
3«V^3 .11. > ^■.' ■• ■ '■■ • •••
in die gefchmeidigc Form
T=:— Ci.sSin.5y-Sin.'|y) (^^-)
za bringeostrfäb.^ -'Eü kStete-rait'' wirklich eisige
Mühe, den Beweis dief^r^ Burekhardt' tchen Formel
zu finden, ob ich gleich fahe, dafft , r
,^.," ,n-r.A- ' ^ .ff • V" ■. ■-■■ '^
ra:.<i' 'i '-'i. .Vi-«; :.- '' !*(r-Hi*>. "^
t«:.-' ■ ^' J^>' •• ■•• •■'■ • 2 Vr''r* >;
.Hr.: ==1.^1 -^ Cof. f V. t'- _^i'. )
1^ ' Itid^^^liAltlman dießndeweiB, wenn t09D der
3ft«^Jtfr<;'fcbWFißÄ'iiiel födamk &e Farm gibt (Lamb.
* i) Burchtiardt hat durdi Anwendcmg des Werth^
TOn M, de)r'ge.wö]iuilichen indirgcten MejJiode eine
äurset^ordeptlicbe.. '^ufze ge^bjsn. ,. Ahcr doch hat^
. äteß^ Methode' et^^^ Vff^9,dle m^ü^
ft'^equepimaiJht. feey n^eij2erjt/«m nian nämlich alU
\ Coefficicnten TOn ^; der 3 quadratifcl^ GleiGhiuige%
für r', r'^', und'4:" 2;Ä% l)eÄchn^ , ehe man ei-
nen Werth für f zu verrnchen brauät ; hier mafs
man fiir jeden i^uen iV^erth^* denliman '^tür p 90«
nimmt 9 die gan:^ Rechwii^ vf iederfiolen »[^ da blof«
M ungeändert bleibt. Bwrckharät inuT« *bey jedem
Ferfuch 12 ^Formeln Qi'^ii)-hei^cXäiexki ;ic\i brau-
che nur 4 zu borechnpa« ^ovon InddlTe« freylich die
3 quadratifchen Gleichungen , w^l iX^itt-zeln anszn-
znziehen und, unerachtet der Anwenduijig der Logä*
rithmen , vielleicht fo mühfam find , al» 6>Burckhardt^'
Cche. Allein im Anfange, wenn n^an noch keine
Schärfe verlangt, und noch weit von der Wahrheit
entfernt iß» ziehen ßch di'ere Wurzel)» bis auf zwey
Decimalfiellen , (mehr braucht man .anfangs nicht)
ganz ohne Mühe und ohne Loganthmen lehr leicht
ans. Ich zweifle alfo noch fehr, dkb'yBurckhardt'$
Methode in der Anwendung ganz. die "Küirze darbiete,
die ich bey der meiuigen fo. of tge^unden bSibe.
2) Burchhardt hat fich deswegta fp vjel Mühe
gegeben, eine bequeme Formel für die Zeit, worin
der parabolifche Sectordnrchla offen wird » zu finden»
weil er die Berechnung dar Chorda ^vesneiden woll-
te, und .er für diefe wahrfcbbinlicK" kiS^nen beque-
men Ausdruck fai^^* Allein für dleJBetechnung die* *
fer Chorde lube ich ;6in€ föhr kürzet Formet gefun-
den , und dann gibt' die gewöhnlidie fjimbert^iche
Formel auff den^beyden radiis ve^^äius und der
Chorde die Zeit eben fo leicht» dli^ ^rcJdiardt fie
durch die fe£nige findet). Es fey diefe Chorde rr k*,
und die Zeit, wlirin der Sector befchri^ben w^ird ,.
V hlt" — 1\ ÄiäiJ Äalite ötixS di^1\echnuiö^ zu
Vr. 9 indttfive tiach ilurckhärätkeiSiiit, ITA rechneV^
aift Mmt^em^. mt., SEFTEMSESL
»4
11
■s-
u
M
s
^
CD
11
§?
4M \3 CO
f ^ i' + ^'
r I rn
I
II
K^
e< Ä
I OB«,
ri •
: ■*■,?-■
1 **
9
p
II
f
II
9r
??
r. I
r
B
s
1^
I
s
I
4
Hier Ift dodi. vrol off0ptÄr di^ RtduiuDg mit dei
(l^orde ;jin^ mcl^lf» .läDger od«r bequemar , aU dii
H^diamg dtirch dU Bur^l^d^tche FormeU
XIX: Beßimmmg einer CmiäiiwbäU:: 219
- 3) Was <3i& ''BeftiinmnDg Att übt igen Elemente
betrifft, fo find die Formeln fftr v, und wie yermit»
telfi C0 • anä v die beyden wahren Anomalien gehin*
den werden # Jekän.und/ehr bequem^ auch meinem
Verfahren vorxmiehau . Idi werde diefe kurzen For-
meln künftig bey meiner Methode auch gebrauchen«
Die übrigen Formeln ftimmen mit meiner datchana
überein. Die Abßände des Cometen vom Knoten,
die BtsrcUkardli n nennt, fucht er nach derfelbenFor-
fllel« die ich in meiner Abhandlung $ 42 gegeben
Cot u = '^^^g'^'^ ■ -.Cot.(l'— I)
. Tang.A,Sin. (l*.— 1)
Sutt dieTer bediene ich mich feit einiger Zeit fei-
, 4lie yM .bequemer ift :
Tang./»+iCA -0) - S|o-a]-t^ , Xang.? G'-O
Aach finden fich« wenn i die Indinatiön der
Bahn bedeutet , die heyden Argumente der Breite»
nenn man fie bejde facht, etwaa bequemer durch
fie Formel
Tang. Arg. d. Breite = Z^frJ?
>^ Cot i
' SieielienindeBen ani allem, dab^ar^AAorif^aAb-
kgdlnog fobald wie möglich in Ihrer Mi C. abge-
hodct werden mufs;' dab fie derfelben Ehre machen
«Mt und dab Ihre Lefer eben fo Tiel Vergnügen ale
MdmiDg daraoa fchöpfen werden. Dem D. Burck*
iardt bitte ich noch befondera mein Compliment da*
über %u machen, und ihn meiner groben Hochach-
0 nu xa Terfiichem.*^
V 4 XX.
j
XX:;
'-•r
Vorläufige .kurze Anse^a
-v. *...,.. ..... . — ^^^.■
]3e€^aQhjtungQn,..Übßr den ipiapeten Mercor.
:-. ' '. • ■ ■.■ Vom i .
' ' ' 'Ober- Amtmann Schröter in Lilientlua. '
kl
Ia je dieRoutionsperiodie eines FlaQK^teQ berpndcTi U
{lücUich entdeckt, fofort beftinint, und in der Fol- |i
|fe> mit befonderer 'anfc hau li eher- Ueberzmiguag
gleich gjlücklich bertäti|;et worden , ib ift es gewib ä$
des Mercur^ / . - ^
Mach langer trüber und ungünßiger Wittenmg
beqbachtete Hqrding den Mercur^den 25; Aprü d. I.
I Ta^e vor der gröbten weftlichen^Pigf^eflion mi(d^
^ufserordentlich vortrefflichen parallactifchen 10 für
fsigen DoUoud wieder im Meridian. Wir l^den bey-
de das füdliche Hbxn nicht , wie hey der erßen Ent-
deckung vom -26 März bis zum i April und den 16
und 17 Sept. iSCfo abgerundet , Coodern beyderUör-
ner gleich .fp^taijg^ i^nddiePhafe dui[Gb das-abEdlep-
(• de Licht au d^ I^cbtgränze weitfichel£5rmiger^ ,ahi
^e es- nach dem Yf r^iältniCB der Lage de» Planeten h|Lt-
te fejn follei^tf Y^pi 27 Mär» jSoo Abends 7U -25' ,
da die Abründnng des /füdlichen Horos am gröfsten
erfcbien, bis den 16 Sept. Morgens 11 U 8' • ^^ et
wieder eben fo ftark abgerundet t>eobachtet wurde«
waren 172 Taga45^St».43' «erJäolTen» wodurch die
/' ^ ^. Rota-
^joAiliopi^PexiodQ genauer XU 24St. $' 30T te&immt
l^nrde. Vom 16 ^Sept. Morg. 1 x U 8 ' ^bingeg^n. bi« äß%
35 April 180 1-, Morg. löU .24' w.areD 22i;Tagewei](i*
ger 44': zz fgiogijßo" Terftridb^nt welche; mit ^
Rotatioxipperiode za S6700* dm(Ui:t, 4213^41. IVotatiOf
seil geMin, (a dab wir jetzt die damahl» abgefaehttf
Halbkugel beobachteten;
Den 26 ^nd 27 April Mnttden nnCerei-Befnülinnr
gen dnirck danßif^ Witterung vereitelt. |>ef^ a6 April
hingegen, zur Z^eit'der gröbteo-mhoßlichen DigreflloB»
beobachtete ich den Mercor Tchon Morg. 8 U 2^5 ' , und
bnd wiederholt bejde Rörner -wieder fpitzig-.; allein
daa fttdliche. hatte weit weniger Lichte aU das
liördliche» .nnd war nur bey reinem Bilde deutlich-su
erkennen. . Sobald der Planet'durch Dfinfte.rahwiiCT
ttüdtrUhießi'iK:erfcbwand das füdliche iMo^-m
ganz 9 indem, das nä^dliche immer fichthmr. bUeb.tytmA
der Elanet.erfchienTüdlich kiixzfir in. einten: undeutU*
dien BiUfbßumpf abgefchnittefL 1* •:- • ?::
.DieTe. merkwürdige Beobachtung , da • das fudli-
che Hom ein ganz un^eich matteres Lidit battes;, i )qm«
hielt einen einlenchteoden Beweis der Ichon TOrhin
gefolgerten Stärke.uad Dichtigkeit der Mercura-Atmif«
phftre, war abemmr ein Vorbote von weit: metkwufr
digem und wichtigern fieobacbtnngen. .
JDm j8 May entdedu»^ iträhriend ich Gericht hielt,
Hardmgt . was* man; nicht «einmahl ahnen konnte, in
dieCer vorhin von mir in. Ib mattem Lichte beobach*
teten Halbfcngel ^ «inen- vxrm öfilichen Hände
his gröfstHntheiis ,tiiit *Rrheüchtii4igj grunze
füdL fchrägie diireHgf heuderi dunhsbh Streik
fenf :den cc.aI^; dcciASättcacusilg wc^en» blob zur
' V s Zeit
22^ ManaU. Omrefjf. iiOT. SEFTESBSESL
Zeit der GtilmiDatioa biolMlcbtett ,' «od -inimdeiil
Shnlden; sieht weiter Terfolgfen «konnte.' - -
" Aid er mir diefe,'ib ihrer Art h^ohflrmerkw^rdi-
' ge, Entdeckiiii^ meldete, i^ar. es inir ta Sione, ab
¥Kirdd aiiv^€an Mfthrchen er^ähltv indeflea- fordened
Wir eimmder aof , dierw Streifen hdohQ'feTpßdtig«
%u prüfeot and in Hückficbt der entdecktes! Rota^
tionaperlode zu verfblgen , xaaid den JelgendeB Mor-
gen v den 19 May 9 d» Hardmg den Slaneiiefl^^ UbK
ine Feld- 'erhielt, wanle ich: unter 82 ,' i26'fmd t^i
mehliger Vergröfaerong «in onTerWerfiicher Zenge
diefiir fittnen Merkwürdifikeit. ... .1. ür .1
Neues Beobachtungsfeuer darchftfftfmte'^etiEt bef
dleCer Mir to fchätxbaii«n - J^zr^i^'fchen Sstdeckong
meini^ganaiö- Seele (-'die jetzige Kurse einer vorUafi*
gen- Anzeige verbietet «nir aber r aUe^öbrigeStokwüiv
digkeiten der Pharodgeflalten , Meffnägen und fbnfti«
gen Unißändeeinernun folgenden volUländigen Bei*
he der glücklichften Beobachtungen mit iteeö fehr
vielen Zeichnungen darzuftellen» nndich befchiänke
riMchbUofs auf das WefentlichAe.
«An jeiiem Morgen beobachteten wir dtebn dniT'-
kete Streifen von 9 Uhr bis n U 2'. Sein dftlichee
Sfide'ftand ungefähr ^ feiner Chordenm 9 Uhr vom
ößiichen Hände ab; nach beyder Beobachter Ermeflen
rtickte er angenftheinUch nach und nadi.von.Qßen
tis^ch Wellen 9 oder hermocencriich von Wellen nach
Often fort, fo dafs fsin öftltches Ende* um riU 2'
fchon nahe an der Mitte fiand; weitere Beöbachtiin«
gen verhinderte aber die Witternng/ .Nach bejden
fo genau als möglich um' 19U und' um iiU z\ von
mir entworfenen ^Zetchnnogeov piojicirte idi in der
Folge
Boffm« um dm fein öftlicIiMEod« In die-
9 Zsit fortjEerückt Wir , auf deo Routiooakreii« und
M» B^icmgmig'fthnnUe mit der Motationspmade Ufn-
• ^Dett. 10 aod 21 May war die Witreniog wettern
Pfünchtttsgen no^nuftig.
jriOen 21 hiofeegeo, da die Laft fehrganftfgfdiien»
keivarf ich friMizcitig deo Plaot den Mercer Tchotf
idkr 4 Stunde vor der Colmination an beobachten«
lk»hrichtete den Aequatorial - Dollond fnr Mercnre
bweicKung aaf 7U 44' : der Pbnet kam fofort ine
akl « nnd dieb wnrde eine de» lehrreichtteii nnd
iiahtigOen Beobachtungen.
i^niAbaeh'ihn mit 84 mahliger Vefgröraenuig eri^
lllklei -feJden nördlieh m einer irregulär eingreifenden
\ßktdar Lichtgränze ein ganzes Stück der Phafe jufeh^
U^idtimpmi es aus der Idehtgräiae herausgeriffenwäre ^
fcll6 '*uuMiger und bald nachher 2t)l mahliger Ver^
^smweg'vber^ die der DoUond bbr gut vertmgw
iqiilMkte ich in der Folge um 7U 50' den Grnndl
ieÜBr-TloCchung« S^ dem 19 May war Jiämliehnärd"
}ile ^ der Lieht gräme ein grofser verwafche»
ler dunkler Flecken entftanden. Da diebr Flo-^
kitf Idesh der Routionsperiode in wenig Stunden
^mUttmmdKB mnbte » fo lieb ich Harding Ibfbrt
IMiric^fat davon geben ^ nnd To beobachteten wir ihn
hnnt dem fitreiCan gemeinCchaftlich ydllig gleich bie
1% Ye-IUw;*^ Ar wnrde immer Tchmäler; um 10 Uhv
Iptaiiei^ wir nur noch etwaa weniges davon unter-
UaMesi, ttod im 11 U 20' , da, ich die Beobachtung
kutitziei'wnx er verichwunden*
Dee
^$4 Mpnalii,£m(rf^.aoLjiE^TEMBER.
.'I \ P9»54iinto}A fudl&ohen: Streifens E^taH^
{«age, Moigeoa nm ig Uhr. wijsder tö ,wie aoL i9.Wirt
iH^tß.&ibi Ju;! .iDMum iPQiFklich dunklem und auch biei*
tern Terwafcbenen Flecken ver wedelt ^ der £o T>e*
\^A.T99 ■W'^a .^W MavsTfitr^e» beobaditeftea Fle*
i^ken yöllig ähnlich war. Ancb diefer xiickteder Bek
tatioMp9>Ji^^ gemäb von Qfien nach Wellen» nach
' i^n yon Zeit zu Zeitf davon^ aufgenomtnenen Zeich»
nungen, augenfällig fort, iuid von iiU 20' bis 12 U
4Q.: » <^:iGh,^er Hitze wegen fchlieCBen mabte» fiand -
er fcbon.e« der weAUcben Lit^btgränze. -
[rKr. QWi J2;J rM^y^ MQrg*i7 ü 38 fand ich den Strei«
tetk mit feinem dunklern öftlicheQ Endflecked wie-
der iA.e^ait devU^Ma Lage« wie 24 Stuadmn TOtfaeor;
^er nördUcbe Flecken an der Lichtgränze Jiingegecf
hatte jich in diefer Zeibjchon gröfstentheih ivkderaufm
gelofet. Überhaupt war das immer matter zbfidlen«
de Liebt im dei: Erleuchtungsgränze bey weiteiLaicht
:Daü|ir fo mett, -als 24 Stunden vorher , and an der
Stelle des dunkeln nördlichen Eleckens war nur noch
etwas .matter abfallendes Licht übrig gebliehen, wdt
cbes^. alles .fiSfr^ä?^ um 8 .Uhr. eben io bis -am 9 Uhr
fiind. •-.. :. :.
I ,In der erften Morgeibilunde, da die X^nft nodi
.ruhig und rein war ,■ beobachtete ich zum «Tbeitaiit
342 mahliger« Vergröüsernng^ und (etzte die Beobach*
tungen über die Eotation des .fibr^^in^Tchen Streifens
Yoa Zeix .zu Zeit» von 7U 38' bis Nachmittags nm
%\i 3^' , ßebeu Stunden laiig fort. Um r2 U 25' waj(
des- «Streifens dunklerer öftlicher Endßecken f eisen- bis
au die weßliche Lic^tgränze fortgerückt, upd « U 25'.
bis 2 U 35' fand ich die Phafe ohne allen kenutbaren
Flecken völlig helle. Den
f 'I3m si4 May beobacfütboi ich ddr Mnent Vom
^ 6V 4i' bis 7 IHir ; . lUft Bild war aber^ luidlMtliGh;
hk der Folge hatce.Hn'ilfyt^lef beir0refi*£4iftil)tob«dii
l«t, AHit QevtritAeU abtt löekdm S^eifm.'fydmh'hlofi
weßlkh «D der Lkhfg««ii2» in Taiver Läge eine Dua^ •
lcelbeirgefdi][den,tind.«bibtbe fand ich >9*U:^^^^^ •
Den^iStg JUSay hisgegen ßotäen wir gV 43' ^^
Streifen nnd feinen 'OftlirfhettOrfikizfleckeli mit 206
«nd ^9n' imahliger Vergi^öberting wieder in feiner vöi-
l^en ToriierigenExtenßön nach Ofien hiny tuidzwto
hi dMb am 10 U 5 ' die Mitte dee Endfl^ckens Icanni
f der Choirde dee Streifens nfidKliCht tei^t vöHigVoti».
. tauchen Rande abßand. Uih mich aber 'wiederholt
ta fib^wiigcn • fettte ich tim xaU i^' dte^Beobach-
«nng fort; «nd fimd mh 20& Md 291 ütf ahliger Vet-'
grdberong wiederholt» dafs der Streifetf 'fot^gerö^kt
war, Yteddaftfein metklididanklerer ößllcherGränB^
ledmi'nnr noch gat oder reichKch bis in dtb Mittel'
r der Cäorde Ton der Lichtgtanze- ab reicht^: Attch'
dMei BogenOück , nm welches der Streifttfändettedft^
a Stiofäm jö^ von Often' dacttWeften fon^rückt wkr/
t projicirte icb auf den RotaHonikr^is ; ndd fänd> 'dafs
I es gerade' ^ deflelben', uiad folglich , «da dre Rma-
1^ tionsperlode 1445 -berrligt^ r3rS4 oder 2 Shlhdenii''
aostrug; fo'dafr aueh diefe BeoBaehtung mit der j/f.
MonMie vorher entdeckten RötatiönsperiodJt fo' gilt als
Hur immer moglieh iibereirifiitnmte^ : ■ ^ ■ '■
/NübhM^tags vetdtelten fortdsaernde' Gewitter
und Regen alle weitete BeobfNJitiingen, ' '
' Dr« 26 May Motg. nach 8 Uhr heiterte lieh der
\ Himxael in getb^ilten Wolkeiof anf , und- ibh fahe den
: Streifefr teit 206 nnd 29z niahliger - Tergröbehing
i dnrcfa
{•
if26 MimaiL Comfp: ifou SEPTEttBEIL ^
durch ToHtBetarömende leichtji*» dta Irradiatioo idäm«
pfiottd^W^lkendüDAe daptlidi. .wieder. . Er erftreckte
fich eiU rfeiBieni öftlicben dnoUeniEndBeckM um gU
$4*^ TOD der Liditgränzebie reichUch auf i. feinor ^
ChQrde oach Oßen, fa dab auch dieb Beobachtoog
die Routkm aofchanlidi befUtigte, wenn fie «ach,
gleich wegen tiachherif er ttJDgiuiQiger Wittenmg tiicht
weiter fortgefetzt werden Konnte. ;
Noch augenfälliger aber beßStlgte fich die {löta-
Iioniperio4o den 29 May, da ich den Mer^r Morg.
€V i'-, 51 Stunde vor der, Cukniitation fofort jm f^
de hatt». Der Rotationaperiode gemäb Hand ron
617 iV bia 15' des -Stfeifena dunklerer öftUcber
GrtozOecken nnter 206 und 291 mabliger-Vergrdlae*
rang fioch .nahe am dfljUchen Rande » fb dab feine
Mitte von dieremnor etwa \ der Chorde' entfernt i^r.
sU 2s' war er fchon njierklieh nach Weftenfertge-
vückt, 'fo dab fich der Streifen damit von der •Litht^
gränme ab^^^ nur. noch | der Chorde nach OQen hin ea^.
flreckte., , und 10 U 20' erftreckte er fich ir9l|ig ge»- '
^ib fior np<ib jeicbUch bi«. ip die Mitte « um 12'U
36' nnd nm 2 Uhr aber^ da ich die Beobachtung fort--
fetzen wollte» vereitel^n Danfte und Wolken meine
Bemühung. Nach den f ortgefeta t davon • aufgenom- .
menen. Zeichnungen projicirte ich daa Bogenftückt-
nm welchea fich dea Streifens, öftliches Ende von 6.
Uhr 15' bis loU 20' t in 4 Stunden 5' fortbewegt
hatte, and' auch diefea ftimmte mit der Rotatioifape»
xiode verhältnibmftbig fehr gut»
Den 30 Maj , etwa 4. Ta,ge vot der obem OMt-
junetton^ hatte ich fchon für 5U $8' den Dolk>nd~
auf den Mercar gerlchfet , und ich erhlickie thn 5 U
56'
I-
/ •'• ; 3CK., Tßtraiirs' Beobachim^eß: 227
f ;({'-, fnfl 6 Stunim vor der' Cuhnination m Feldenk
.Det. Streif«D8 öftliches danktero« Endeftand, wie es
die RoutioD mit ücb Inrachte, wieder faß dichte am
Sftüdieo. Aaode mit einem kleinen hellen ZWifchen«
raiuiu Vdn $U 2$^ bis ^' hingegen erflyecktQ.e«
ficb.TOii der weßlichen LichtgrMnse abir nur noidi-ge»
gen 1^ reiner Chorde, und fiel» wie JHaniing richtig
bemerkiieY * dunkler, als am vorigen Tage »- ina Qe^
ficht.. «loU* ti'' erCchien er.. in einem vortrefflichen
16 deatUcbeb Bilde» daU ich. den Streifen fogar durch
leichtes Gewölk mit der rchwächften 82 mahiigeii^
YergTÖfierpng, und zwar vOn Weßen ab« nur noch
his reichlich m die Mitte üeinelr Chorde erkannte, und
dieTes beftäljgte fich auch loU 14' 17' und 19' mit
206 nuhUgeir Vergröbening völlig gewib. Der Str^i*
£ßn erfohien. äu&erft fchön und lehr dunkel, reichte
In leiner plUichen Exteufion nur noch ein H&rcbea
über die SSitte der Chorde, und Mercur Jbatte an die-
lem Tage gegen ro«ft ftärkeres Licht, ob er gleich la
nahe bejr dmc SonujB ftand , und durch fehr leichteii
Gewölk . beobachtet wufde. . z; Uhr, d» id;i weitet-
beobacbtea wollte^ war. der. Himmel mit Wolken be-
ded^t« ni|4 blieb es auch in der folge. c
Den 3.x Mty war ich fchon nach 4 Uhr in Bereit-
Ichaft; der ilimmel wurde, aber ganz bedeckt.
, Wegi^ bedeckten ELimmeU'Undanhaltcnd Tchlech*
ter Witterung konnte /Mercur erft wieder den 25 Jnn*
bej noch .nnruhiger duMfiager und wolkiger Witte-
rung beoba^tet werden. Ich erhielt ihn 7 U. 36 \
! 5 Stunden s4Min. vor der Culmination» ine Feld;
I der Stri9iCBii war noch vorhanden^ und etf frappirte
mich üktp 44l V ^4^ i^en, ^ÜHoIwi^ £ndi um
I ^ 7 Uhr
1^28 Mtmalk Qxntfp: igou SEPTESmETL
9 Ühx 54' 'fchon bis f oft in die^. Mitte der CXbrd^ gv-
fäde'jo Weit vorgerückt iuörv loU- ich ihn ddm* ßo ikiay.
jr/Jtiiti'xiir Uhr-x^Min. .gcfumdgn hsatta ; • inctefTeli be«
fiäti{;te^lith dieCes mit trerfchiedenen VergröbmaDbi
1^; "luid ab ich dorch ein andereci Gerchäfte unter*
brechen wurde 9 hatte^ et . lüaterdeireo Mardiag eben
Ib 4Mfob4chtet. . »Ich &nd feine Zeichntnif auf .deoi^
Tifche^ dieunit der; ineinigen irenau überelnftiknnite.
Um io' Uhr ? Min. fand ich den Streifen dergefiala
MCh Wefieu fortgerüclbfet daie er nnr noch- Ijukm: and
Hiebt Völlig f ddr Chorde deckte, und diefee befift^
tigte Ach auch in derFol^ 10 Uhr ao' «' -i»' and
25'« . Um 12 Uhr war der Himmel bedeckt; iimiU.
6' aber, da ich die Beobachtung fortbin taV^konnie
ich tiberall nichts mehr «voip Streifen entdeddeja« ...
Deni4 «Ä/w. Morg, 7 U ^9' , 5^ Stunde Vor der
CulminatiOD, fand ich- den Strafen wieder. Um 7!^
41 ' - bin 46' war er fo wie 24 Stunden vorher «nit fen
nem ' folgenden öftlichen Ende bis farft an din Mittei
fortgetdckii Um 8 U 56 war diefes £nde dergeßalc
weiter taaich 'Weßen gerückt , dab der Streifen nur'
noch giitrf' der Chorde deckte/ Der Witterung weigeift
konnte ich die Beobachtung erft Nachmittags *veh 5 U
5^ bis* its* fortfetzen' V aber fchiechterdingii nichts
mehr vom Streifen entdecken. Weitere Beobachten-'
gen wärien bey anhaltender fchlechter UVit^ifMdg vor«
^ßgänz-unthnnlich. "' ' '
Bey dieäfT fehr kunsen vorlänfi^^en Atiteige habe
ich alle nähere Umßäflde der Beobachtungen gans'
übergehen miliTen , welche' die verrdiiedene Licht«--
ftärke des Mercur, die fehr verrchiedenett-Modifica-
tionen fekids matter abSrilendenlJchtes an der Licht-
gränze
iam TfanI irrtt^uttceB « femar blir ^«ebirgig^ Cbüi^
HMm anfgrueffimta PlhaGBi]k;i..die Mettungän^bHiA
TkmctmeKfXBrjdAml^agiß del BtrejiEefw ODd di<»Wht^
robeiblicke Iui|re ^tearAcquakois «od dei^leidietilfti^ltir
Iwirrefoi; - Moi ^aufa» ft|fo;|i..iikbtv'dafii dMe Aa^
s^H» «iD^ti vailAttfigrt Avatfv||fdf«Gi«B«ti ttuh^tit
kUn viBufB dieTaihttdift iiilndcwardi|te>^eobidMa«(9il
rai^ : demoMift' in: Uirer Vollftätidigkeit ^1 nli ilin^
«ieleii you' Stbi]&tefti-4a Stuädco ■■ atf%iiom«m»a
SBicbkiai^geB^ttMd^BtrachnimJBlni'lefm «: p4^f«ti/«1^||iid
dm^BeobAcfatUfgenrniit: eiotudif- vef^^^ich^i; -dättM
Ubfia newib #ii£e den dabrvAiidi Aäii', . w«Mte^«fi«':iif
■yeiMu.bd^lDqBraphiCclim ifklj^lieA^W |)j9(Mj||^^
mid/zbgteiiiiiWtlm dvkifjMe 8l^^''(icfa^U)94hi:4«(
aib<iK6fMi^lrrSgiAerfteid«li «I^^allrliiiild6i<ll^p «ÖM
MbiW mSehtteS ^te« el)<H|fHlW4D4ieet der ^^M)
einen blob vorläaBgen Wink ^i^beii' InB^V'^itf^
ihr echter Gehalt defto grQndlicher beartheilt werden
möge.
Hier zeige Ich oach richtigen Vergleichungan »
Beredinangen und Gründen not noch im Ailgemei*
neo an, dab der Streifen den 22 und 23 May die vo»
rigea Jahr aas ganz andern Erfcheinungra gefolgerte
Hotationaperiode gewib eben fo ToUkomnieii gnt be-
ll^ Con. IV. B. m8oi. 9 folS*
fotgMr^^M je-faegrldeiillittttera ^'* uad^ Maart ^ necken
^trTaUvsgewarendfbJ ^bCi er.biagiBgfaaiivöiii is'iuif
d0P'^4A9«7 10 i^ß g;älizUGher.A'üflfifan|ttepi£SBa:WBri
^(C'i^iber i?ob: :i4fatfF den zj^äia^'xieveXoaCaeiut
^hi«lt#>iiod DOJQ tom rpbis zmip^ «iad «genthnni«
]icJbe'AliBQii»känfGb^)B9wiiignii|;.:Y0nO^ oack^Wo^
ft9ai(idfiri»rnöi:fa?lrjir(A^TKHiWeßM cb«
£» mi^ÜMiiv \1lrie;i(6b]0t üirXefac.sidttmFäUen bey .d«i
Inpilferlif. l9«roil(}J^A;«iMnr/denMaTft-^i«Bifttn('Wahi|pi
' VMMMIA luttß,:. uod::aQhr'.ü» JUiMiidiT, ZwifchototU
]ifib.^f91llb0W<^C^/ daIii..M.abrtr:iaaBirj9u]itid ^ ftiaqjrs«
iipd».b»8 jHmiVB .ilMll.<i4ifofaab,« i7 aiFoi^^S :iAil:^r«i)dU
fii^Jiq)M«rs«-.Md. M^^ befolgt
]i9i:i4p»itidara:ßfikdfR StünCttn, whM^gfa^j^c^^as^
4m»i 4M9. 13 laiaiM..TanrdMr. ifHaftlä^hHf. tidifgiintt
f^b^^ffi^oq MdKewi 7.Ubl^:54/ «iiitfl#Q^ib mir aaab
Oämt ex^Midir^ff «i I wAb ^^ ^W-.yoAffijrv^ im^igo IC
-; / Ml, T:^ ■ - :.! V ■ ' ' •vrH i'i^ bi..:- .•'. u »n
j"k>''»'/ s i jiii: fl.i :i;t.-. *t>-^<|^v>i.S «n . .:■■ -. V.^'^^rtfi -f«.!
^ , der ... f .
4abftQfitft«%;Ii^a«irten.v»asd<ex Scb^r^i^
mabk (o glücklichen Landes Erholimg a(fi f^f^n^
Ichaaplatx merkwürdig. , ßi^ ^K^n» de|^l»jen ,dijj
jfiflfiwä^ .mMl^AQUe . tmd in ^dm jrerCchiedcmtten
0ch ditrchkreazeDdeD Ricbtuugeu uuteTuoiQmepe
Fij(«rei^^D und Piu militärifcbea Äi*^C gebep dcio Ver*
^JJeT, dieCfir I\ece|4(ion *^) Jet ü bt jgei>3 auf keine^ Axt
ya^ matheroaufctier Gelthrfn^keit Aufpruch cDac^e^
■ kmftV ^^^ ^^^*^^^V ^^? djeft't ßeunheiluiig eiii Wort
mit atttoTec heil! W^un diiefer Verfuch beüern Ä'l^ei''
b^iieü '«ifl* fo wird dei Yetl^e^ binlänglict für 10-
S3d MonaH^^Omtfik iBou^SiBPTWIKBER.
teo der Schweiz aas Lich|t«ei|retep ; faß alle lind durch
Schönheit des Stichs ana laabere AnsarbeituDg Tor-
züglicher, als all^^gpi^f prt^hifDtne. Aber keine
derrelbeD bat den Werth ein^r varzfiglicbenGenaoif-
keit. Die GTÜnde, waram diefe Genauigkeit nicht
den darf, find.hanptftf.hlirh fnlgendp^
t) Die Heraasgeber diefer Kai teo konnten kfnf«
^il^*e a'ftrÖ^otri^idÄiW^ if^'t'giiogtaphi.
^aB6M\ ikö ;.•<.••. tiriljl «^vx.«! isritüA/jis.i i ■.'r'.;rn
''' ' ^y biejeDigeti^ (^nl^tt'eo find Angaben , ''^v^ltJHlB
'§^'M^'W>ii^^aäx^ai:'xr^i^, find gröüi^
fetrielbR^afae^ehlerhaft. ^'"''■' '^ -l
^arßeÜÜDg HetVetieas nach feinen aeue'u ^oUütäim
*V«r1] ättf) men '' uiJä"EfiDtbeiiaDgea '^ 'äas -|äaaptatfg«k
"merk; we^chimSHe ui«^ Ve'^rtii-d't^äbgeä 'wtliSäi
^m^liaÄe'aiÄ rö'^rWe Regierung des ^^düll»
Hern» du reo jpräujnternpgeq upd /\uFuaaa aCmjPM-
*feflflr'^Trafci' *) ilie^Mu^lichkeit vörbereitjpc'; 'Atife
W-ltelOrerte Karte 4e V Scti vy eiz Eitrdi ^gei^äaä MäDttil-
gen za ^ tau de^ li ^ r 1 u g e d ; w otil ha 1 1 e' ' Tralli^ * ifnti^tii
Auswahl ;geubteirMitar^eiterIic^^ ka^rifiQlInng der
itSi ^^^ gerichteten ErwartungeA^aniiÄiJp^äcV vud^ fA*
AaMtlHig ^r hagMeün Imt^ mi^^takb'&baäA^
ImiBM dar «AL Schwe»iBilL«tel«ibGenaQigluik ver^
ndbn faattdoi AUWn aariFawUfifdn Eiajbg in idMb*
Schweiz imd ftiM fWeca ii|ist«ibipchäK!. dm . 64tog
dMMr UntsenidinuWfEaiii n ajfe «üa^ H«l«plir(oli0^IWr>
giinritBf ^ dll6irnhM(:iMKiqQdlteapmiK&nibflriAibr»
faiMi fich io dltti-^lkiMrli .IbferttüntavnwAlniv^rgOrr
läimt , und gänclidi siii<fiiii>iiie|ril»{<larth GMdbciftr
til|»-and KoBeMüfvfand: Jjl>«taaiciv iiBimMlteBij
dteolmidieSi 4nidi (UiiAvTc^llMihfifiiMdlü^
JkmtmSt errdiM^rt worden wären. .tv*r
I- "IHdles^VNad i^on darier HaagWiMig nadLBiA ge>
bndt >t^'^), <e» dort gdmtfinlbhartlKkitf t G«li]iifle«Mir
df^er M«tione»ujdeiy£mEü^«^f*llgenieiii0rGffHiA»
Bfne fibdr Ifaft nndr.GflwicbunKitfbeiteii. .\Etimät^
bald aldyredamtaiid dhneZwbifiBlIwefden dieFrüabi
\ß dtefee Aiilfen«H«ltfsfa0:^:roiäbr frdtem oder %«t«nC
Böckknnft eie helcbägev Gioetüiti/Iav {dito ßAw^am
vMtan ***>. i DiefeiiAa>r(n9dite9iRiaberrackb^y0a]Mr
4m feiDBige^ iPvat<iv)oii. Seifte derüicfaratifclien JlegM^
Hing iiir die ttatlitaittatUcliea. WUEInfiBb^ gedtem
V9i[dL . tfafsifir.f^ «OD Ann h«t swär die Bearbeiton^
einer neuen Karte , banptßlchlich anf PrivatTeran-.
UTongen hin anternonini«^ ; er hat zn dem Ende
<?^ ver-
^) Ifättt QwiQjgL iMbf. Coburg/ kdaiiiigifcktcBA^arpäo^^
'''"tdr*. ji.G.£. i]iB!'fe.35o l; ' "; ■■•••■- ■;
*^yji. G. JE. tl E. f' istff 3if.^552.
***'y Traües ift wirklich feit dem May igoo tob Paria sa-
^•'tük? fcitf akctbiM «Mgr..AdUte Mch^Uab Witdtr
-clMKft«* .ih"!- /- • :; 1^* -M? .i\t: :-xi. •....■; aisft
itO ^. G. £ I & 8. 245«
gmignii^4r ^^üßm nicMAur^ikre'PtMten gmiäukerMäi
fandern aaldk^dia veif9ä»diimau.Be€t^?il!tmigmnäa Uni
Methodenf^jfkhkn, ingeli gdekheiijed» B^timnuätg iß
gwmaaht worden ; fuizu^toürdigan ipifierii vmr^danmä
gatfjdätAadeUriZmifäriäßigbeii imd ibr. Viktrmunk
ßMiefutt MU.Köiut$n ,'i ludches er jeder^ ddrf^JImi truttn
ader*Malge^xuf^henknükat.^^'[u. I. f. ' Daifsiialft Sla
MotLflirfBOi'IGrrnddräfcseiKTArfidftrtti» dUwi.liabM SM
uttWt JUddirn aosh iMQF.lhracJ&acta vw^iMifumf) ga»
niglrjriKiiABm Si» dM)lifitaiicani(ahM fiMUchfiubgeft
«HoikAbilwdni,. W6ldii.bMb*feMir Gq^od^^lUHB^
iiieäbfiBdMiniil'tfelr^iliataQQMnJtoiel^^ nad
den Werth einer jeden genau anterruchthabeQ;:r]2ifl|
iätst'dudh troffen v-ää Ihnen den Mann gefunden xa
haben, delTen nähere Bekann tfchaft ich mir lAngft
gewunrcht habe, 'iül URIV Raber vm Verzeihung ,
dab
*") DiefeKme ift in aUtn BaobhandliuigMi tnoh cisstlofdr
i •'' l Gcofchea Sicht an haban. A
¥tei4i&'4i1BktXiih Met 6 iA*y if'^&'dt Vr^äL' '' ■ *
.kwo. Ungeadbitft* dltati iiitheDfifeUeA MtteriaBA ;''' ails
deseD £0 l^vftlflAetig^tragiBii fty^a Ibli;* fdieint ft
doeh tey gMailererPnifbligMtedir'eitiev ^r^ der
neaeu U&th^iitfg' Häv«d«Bk pbbttcitte /* 6e1q^-
iMitsibirte, iilB^^iee «ichtigeFedarÜdlnbg der' Stb'Wt
%a fejo^ ^ 'Weil E» ittdeflmMf dielb' lettte Ügßattibm
fblMrol dem Titcft « ab »ncli deifr PiUf^ nüeh Alül^rtt^
ttücht: fo loU-'Ai 'aadiäotfdtolein'6efidiü]^of U^
ttrtlreilt werden. Sie ift fehi^'&ubiBTgefto^heni fiMg-
täMiülammirel] taid foU Tidlneki daittit dibn Mtou
fiet ab innelrii Werth trerdeckeDr *'
Ük^'nentf^'Eintheiliiiig dM'LaäiMflr/' l^reldie' nMc
«b vten äadpfgegenOand und« Zweck der^KäHe'IMi»
^ai:hten , ift mcbt^gatiz genatt «diejibbeii. Bündtm^
^b es fchoft dtttch ein förmikbea Dela«t mtlHr lUtti
Rainen ilAe/itfii'"a»in 19 CftntongJBrdkalpim' worden-;
Ift laicht imr Hel^etifchexi lU^iMik -gt^iogeov' Veiw
tenthlich war die Karte vorher geaeaGlinet ; öder Vi<Ä-
kicht glaubte' der Zeichner, daCi etd Beeret alleiü
•faicfat viel zvL bCfideäten habe. IHe allgemeide-Lao-
deügrSoze des Htlvetircheu Staäu^ d« wo iM'niche
durch FltilTe bezeichnet ift , ift ÜtMhaupr Mftr ibtth-
läfttg angegeben.'' 'Die GrfliiB^ v^iiSäM dekn-Ointöli
Sem und dem Bt^U die ^Vifdien dte Gaiitoneii
^Bääten und AfgitU ^Mktr^ nlidf -den^-^i^MrA/Arid -«UBe»-
feini,- und mdli<& die xwirc&en de»'Gio0ii-''it%diib
und deYn Maüäiidifiheu fifid'liXndieh Mich. FÄr die
«rfie hätte die jjälate; VoD'äeih*8iiaer Maglft^at b6<
kannt gemäohM' • Gir^tf £& la Bämtili^ ie^Bimm^^ijyj^
"ftr dib vwerfi# eitf knrzerSMiAitigMfiblM/ naifär
. .. / Q 4 die
Iierau9|^i;^Biie:plsQ^tffi,iJpl»e.Karjte .4flr. I^iQdvogteyA
^V'¥«ft!W ^ie igröb^ (gebier sp. .itiriiraieili *: -..xvfi
ite«^iiÄf'?*^'^-'M>«4i^^ diit woem, groben Ge^
fRftP^^Ql^Hlbi&i;«^^ Mm ; .ClMOA L Urt^lfurg^ . siebt
JVRi^lfL /Die ^^¥«i»'*l^vi4feim|,d9li.Ciautoiien Sota»
-mmg^iM^^ii «^»iMitmit den» Qbfr^nde. deffc;||
Hauptort fie ift, pirgeii4a a(ubiiiiQ9iiV ß44| DoTf.^jn^
^>^'«VM^^i^cvv:eiir;j;b«i|i4& fiicb« bloCt'tiil^Cantoii Bero,
.^4frxr.^e9.ift 4ef^^.J^u|itprt von ^sflm^Pfftrict Obev»
*iirf?»em fiie; J3Käö»e« «wifcben J3«^ ; anfl lÄtcr«
«Sd imahvom «oder« ted: fWs4«f;(rf0li vad Glaabe^i.
fiff39fteii;.dl#iwi65he© den OmoMOvJSME^n und Zi|.
pmi ap.'jKia(i|<iA(d)iarr€e gehören ««UQ^C^aton« I-^^II)«
:< i wrjDJt HAU9fl3erg);;^j«i^^Qd:dÄ^-|p9>QM» FlüfT^^fiod
«ocli e» «r^rägUcUTtw dargeOellu Oiag^gen find die
«Ull^irQi:99d-i|i^{itW9 (ktur^e aoddie JUchtungep der
4Iä|^k ipC d^o. ;g|i:Jb«ira Gegenden vmf^ arbürnUdi
jHwiMiaiidelti eine Meage oft wiiditiiig^.Pr.tri;ba^!l/m
^g9M falfebf SjeUea fefetjLt» und AmiCaea o}uie AiMh
jvalMi aQg9d#Qtet:Qc)ft¥,V!fMelail4^ , -
., .Pia Hoben. «dA TbAler de«: C^iM» Thurgfi^
jnki AttWÜ^m^ detYQü, der Thardiiri;Wte5mteii Haupl«
4
Jfti^AKk Jft/ehftB C^ jirbfiTfOinfviA^ en^eljt. Hieff
eio Paar Be^rpieleL Der äuberft kenntbare, faft aooo
Fab,ühfirie3rS^n2idia:iBprlMbeM'f zweyS^imdiMiflaug
in ^iftMv.JElft. rchi}iirg9ra4«ii.:Miarf nbgefcbiiiueaei^
IMkim.xa» {iageufpeig iM# JQ«4^ fortlanfende , nnd
VMl0 Smodw. W^t fixtet. ii;.4gfVffcr^.'feUt ^iSri:>
U€h. -AD.Ifiiier Stelle IHviD« dnfömlUhe.Sdmffi^
rnugt fMi .^tr vuiii opidit wt^lbt waa fie .T.orßelleii
falL f Die abf der Höhe dfla JBer|;ea liegende« .dieganr
«eGfjfiMd weit «nhcr beherrT(QbeodaStadtiifg:aii/^rg
)m*^I AJif der .liarte io eineanUefea Thal, . imd dagegep
aeoit mao'^ die in einer Sb»^ liegenden Ört^r Dat^
lUkm nnd OtrißngwtefHk-wM oberU aaf eifern Berg«;»
• i Dte B*grüQkens«plfcheii'der Thor nndderTöra«
dei^ ileil fich! att» demIVhem «hebt, :.n«rd in abwedw
felnder Höhe bis ins.Tbuagau hinein Mpft» iß hier
iD swC^y'grQft«, fiftTttAde Höhen mit Stonden wei-
tarn Raefcta, getrennt. Einct.dierer erdiphteten £ff;
höhnngen nkttmt gerada die Stelle der grp&fvn Jthoo
bey Winperjtbnr ein , aaf und an welcher die DörCef
OberwinteriJuir 9 Setaaeh^ Stadel , fVifendßiigmu i^
^i, Smu «od die Sudt ff^mttrthur liegen» r AnOak^
dieCar Erhöhnngen foUi;p l^ararm^i «»i^ii^w: feif
^^t%\smMiämet fayn» der »wifchen 4er-7ölf fl^
Mr-, nnd dan Dörfern Beiig, Flachdorf 4ind: Heap
brt aader SeiU, fOdöIUidi U^Moflunft^tifoprida ficb
aordöftlidi biegt , and überr, niedrige .IVäfiliM»deii
J^xtmfk.ßÜgprknt J^iihart%udGachtU¥t^yß%A\KiB
jrmitfif^U 'fortgehet,, hier lieb fadUch bifgt . der
Murgg ««ob-hinaaflaiift, . i«^o.er.ßdi in. malfreire aiu-
aalnft Helle.: Hügel nad..tiefd:daawUchMJ iiiAgend^
Schlnditta^^ftiiaöbt, mtd ^w^h, di«C8 ItfUlM T/W der
Qs bey
93^ inbna^LC^i^. ij»iri8£PTOCB£R. ^
bey Tai^tilhirl hiiidiäteigmchni Kette dtfhVorgMhgv
getrennt bleibt - ^^ - ' • • i-* -^ ' *
«i ' ITi^F«^ l^zte Kettelflf^krin fo zieiälkh kebntticli
jhrgeftellt ;i "i^uflgiööiÜnMV' d«(]|- iiiider^iQ^I^M^^
ff^üld eine r<^hr ftorkev im «iMisdirn^^eii'iiMlftteUfi
tfracli/t-¥Dd ▼et^utblichMffßi fpftteir in «die'Kiif te hin*
tf ng^fafcbt^ woirden'ifb ' ' '^'fiehet elibr «tefeitf Ple^
dcen ShDlidh, and iftldiirehto^fiillcb. VIelleiiebtwtf
der Zeiebneir' durcb das' Blitt Nu. ^dev '/l^5^*feheA
Kartei' v^föbrt , • titfid tollte* diefe Doch ^tib^rbiefeni
Eben Tö iß ^ia vowOrnAingenrf^egenZJfieri'&tithm'
imbie^&6i Hnt^ifm Mricer ' rchraffiert V iä^^dM^Al-
«ts;^«Sirf6M ^ü ii>4iefotf 0«geikd(fai''nfdiä ak'gans
tbderr^ebifdeVB Hügel find; deren faöchfie^ 250 Fulf
über dem G^tifihfiü efeibablfb itt.^^ • ^ii«/. •
Von Stanthehn bis Ce^/fm^län^s cTeilV Rhein ^äuft
'dann wieder eine ununterbrochene, faft diMrciigängig
gleich hdhe'3ergkette , -li^kbe aber 4er KartMiäa«
über beliebt bat^ an drey Orten, bej Mfihifmi'Sti^
hörn uüi ^gerweilert 6virch Tbälor za darchrchliei-
den, die *qt in reiner Ein bildiingilkraftinriftjreii: Di»-
ft Bey^jiMe ittögen gendgeor, um «a^MigM^-^bdcir
Zdichiier SF&tetk in diereiEi;^be7deb CiMatowiti: befler ga-
tfaan liltte,' wenn er alle Bergrchraffierinig 'gMz. Weg'-
gelaffien'i'df ÜBineRättftfr' durch To gvfifc foMterbaft«
Barfteirifrig^oMerGegittnftfliideirre zdfiütreÄi *MaUei^^
liariW^'fonittelmäGiigieift, iftdarin dochxEälni'dlidk
VelTer, illcid wo find deon die aüthentircbeii Materialien,
diedfer ZtidikniAr bendtct liat; 'felbft die «lepden.$«ll^'
f^*r<dmi Ksttta zn 15 Kreuzer da« Stack^>aelle0'deii
'GantotfUrtch befliß: vor, g}$.. er • hie«^^Jiigebildtt M.
^ '■ Für
F«r dMTbuiiiaii flui! Wt»9UV gli liBlUi giileSab-
lidia dffPDtlich hekauDt. rr.ry
So fehlerhaft die äerfe 6nd, Ib oacblftlBg find
anch die Ö'ter eiugetfagaw 'J Nicht einiiiahl die an
^™ %«ipU«y^dßr^r^fo^l^pdf^:^d-^ j^i^dea
eotferitterri oder abiseIee;eaeD jBDd^in dep ganzen Öui-
tooen Thnrgao'an'd 7ifn2hmäit 12'an ihrer rechten
rieh: Tigerimien 'iß ^Mtff'linlk^'^n 'difr Strabe ab
auf einer Höhe; LijrperfthwBÜr )^ fiift zu oberft aa£
deitt ▼ü^^HtAt>biflr''tiber Rreazlingen hiuanf hufen-
deb "BerfsHUea ; lyf» ilirgeB^ihart fla..aor'^biir;
/i^^/«fipdÄi^m^ia wisit hnl^ der Stmbr« anfingt
vechu^ »Sj^ift wieder vgapz im dem gMcbnamigM
Fhira^ii.^&tRi '-''Weon' wir hieV von der 'Sn^b^ ah
und iMge Jer Tob hinauFi^he^;^ toSoükim. Kybwrg
z^ oberft atiT- dem Berge ftebe»; . WtifoUngeü in ^*
aemitiefiBB Xh^ ; ' fPildherg 2Lnt einem zweiten ^
StemeMvi^ a«f einem Tehr hoben -Berge;'.>dledÜTcha»
die bdcbftgipl^gene im Cantonv iH 1800 Fofii über dar
SeafUclie larbabeii ; . diefor Ort liegt iaft i^&mAda
liidlicher ;al#>kiie Kartdlagt* «-(£ Noekiift ». eha
Wir dan jQmtoo Thmgaa^-rnffariTah»* za(hiMnaiten.r
dftb b&f^^Hiotmkshanif anflattidar groben ^niär.htiem
HalUnfelt nnreine gam UaUa , atwA^aa^J^bb in
lad Sai'kmaM'Janfoldb.fllwijpG» Landanng4fdihan-
' dan* ifl« *''' ■'*-^'* ' ■ .ü ii. •-..;. :; . .'-i ;* r::;W/ . : :,
■ ',■ .. ^.-.: ii..; ; . ; ■,*.*. '.f. '. . ' \; j ^r. ■':.
«At<
i
I
feronn«; de« Mondes von einem Fixßni(e«S6^lfMfli(to^
«r«i6kl»>AAt^o«V<%AUrt«rft'*WV:n«illiiMtftPe^'^
VlitMf^MSlI^thBmtnitmi dB rdiP^R»i4clitt|^, JHeLiifc
>gB'iW9t» Mt'freOffAnMtff.'^iÄ^lMdlAr'^'lidltViii^
•JW^WMfttü^'zitil-Äle ^eü^tenTWd-'ttlaiiVStt-dchü
*V<>^?iB<tfqr«»fittDhi¥H»peitlBfträta«ttrt» ■iti'*<Mr i¥A
•lb'Ri*nib»'4«ferttgleV'lltMili >VoA=lfi4z^"Vr Wrll»&
lM»»MMaf V d*r<' ,di«»>fEdgmbiien' K^iTRIÄr AhrdäÄ
-f«rtig<4i'''WürdeM ^> '5Ailf>''nntt . i^«i* flite«''W(Ärielir:
i«tf/BeMiMiltiiitgM! d4JiH%tfffetMiii*'idi'>HiHIH»r «tfti
.«ioMiMiAitfefllüBi'^lM'^M» Sr«Aell8äe>MBdity> <M-
iftbOD-iMMdMkr gltaa^V'^ 'iM»r'^IW(UieiMfi«'iVH«k
JWhl-lutoiihitlifr^ 'iA4lifatf'1febäklSä!iVi'aBilii'Wif '•).
■fn Krtifen wird Iimu sa Ta^ mit Recht al» «ioe der
'*'*'* '^ehtigRen and fehöallaD Erßadaogeo und Bereiehenm«
gen der aftronomifchen Meehanik betrachtet, wodurch
I ii»^e»ttotiiai»i'MfcilWfciii/ to'j ^ftihfenaktf^aei^ h5-
• pebngittV'iiiD 'ttiigMiihlidhnr 6niÜ >ritt(€nik^i^u «r.
:. *uia»^dbleA]üim.v^9ba'^lh>^W
. iB'j!l7fioin deri^^lärtli'^Oabtee&iirten il^^VCd^ngec
. , OnrAOch. aer Wiff. dilgegAlie.-liiid fetil''beMl«i^ yio-
'-- . 4Bluilott.idlnem^«li«^&Msf;^'&tt J.lfj^ «M'EtogHfchen
. ;. Ad«uiaHtlli'.QdU«g|at»''iln^efchii:kt/- «{^iteraV.' Brief.
;i . IZb^AaTi'^ 'BUK JÜbildilig 'iiBd'iäi«'liitÜifta>fehi
xei-
ij^isi c^l;; I «U III rrlJiob ywl^iwi <^bun«»
a
Srfne^onäatäbellMi wbicd die'HanptEidihv.iind voä
:derw T«A»ögUclim; 66te..vr«r..er üfaettougL^i •Noa
wiioCptBe,«r» dabi dach idkmnCdet.SdoBcobecfatttXb
gen über die Läoge anflelkli'iiiögte. nn.^rcivdliN
len W^M pr£dtfM•4:J0b.deIlIlÄd6rgle>cbeA^Bedbach•
4eBgMvwirkUcbrlDit fa-ipftifiifa'SchM^ierigkditte ve^
^fipft. yvirpp. Wioil es «nOöt^iiDgeii as /eioem-filftak-
^qD^.CelUtto um danut difi £QtFerDang^efl Moadei
.▼ax^c&oieai Faxüeri^e satOiejSen .-to koonte rfcii mioli
JreyUcb'im^ (einer AaFficb» keine folchoBisiibaGlir
.IPDge» ! i|i«^e|:K.laaf n. :;Aber .dat Jiielt ensiilder Mano^
dei^ iiie rmnodüobea Uiiiteirithtio der Afir^tiooue ge-
;|ubt Mt9v:.(Md^xi »Itefti i««»ft^ war» Airdfeigeotn
.f leib gflivvpiideft iiar^. zaisieintr .Vprbeneiunigitonft-
jaugy.wfiil dHnH Dur^tiHieletfArdeft werdk^ffiribad-
(tp-ffllcbi^ta^H.der.AftrMOwio bekumer.^ :iiiiiiWel-
<jto«Wfe<faMticfc«Wi,bil dabin xuobl bej^ümmeft
/«OgliUiiBakiBdk rmbcHÜCtt tÄii|jeft iv'diOkm'iJTitkuiik-
mehr gebraucht wo^*^. ^, .^^^,>i(ler. a^^ 4^^^pifJ)^
""''*" " ' * I die
I et
lofT.
«'Beti{;;'deb d^ gefchidite'SBgUrehe Kftnffleir Traughtori»
MiBtecdtr Leitang «iB«if9l4MM»p dielWWfffkaedge naeli
eiincf.yierb«^E9riee.£uridlit^^ häufige Ti»far£igflB « tmÜ
ihi^obraach fich bald mehr recbttitaB waicle* 9* Z»
^44 iiM4tf.--C^nMj^.^^
tetti<« 'und 'Kät« mich «ädi «ini^ BMbiM&itiitogc»%(0^
•tchneil:» «n «lieh in-^and snf r(Mx^n>?.;DMAid\eai mav
gegBbemn Sühemn ümUkitk itaeiDa «igeiiltti ^BMlMdir-
f«n itt0lDtlrniii«fttevwtiilliidib, wekUliltdi skifna^t-
fletüUeifelmiiichte, t« Ai'ielK«» farunCshicMdi hielt,
aräiMi^Ick'aiBiD Haüd^Mt ittie«^ nidit «dtUfchte ; Ib
lieb idi ; mohiAafleitu^^nfeideir LaUräri , ^%tt teiiStf.
-obacliiCiiDgeiEi.d^rl.ftDge^«oV8#e, inhoiSäoA'^vf^nBird
•JfiiiJ^iddifr'6ec«Dd«a^T<tfM^ ^0M|.
idM tejfdet^Atücdte !Reb?4nir»behBddiiftiuifc^Vdr dem
-ÜDUittt JMtMr ^ grdhitf ' Rüife- x« K^jiMtAg«!! «rhiel t
•SvAoobaditiiDgea ntf \]||tti-fefteii UMJ^towaiH^
iwvimd^mi IdTea; -Md ftdciitomitt- rfg<iii»'<lii'Aaeiii>
fl^tiieilr. Anch verfcha£Fte ich mir eine gate Peudüle
von Karufie» Aber die fchickte ich fchon von Coa-
'äahtidbi>f*i %iitüt£V , äfeif "lilli däi^en Ö^SISt^üA «fif ei-
.di^ £tttffq.4^ie«Ae IffiÖsnf vdifiiib diivPiijaaCder See
4(ehftbtJblktU^^I4och»))Mi0 tcikain 4ftroiiMi;|i(che9 Fero-
«l«^voit.ia F«b(Wa4Bt*4>ptkM'#<fei<i^^ Xa/Z-
'ner*B ^mhmgiry, iV«ItBei^Wer icUedit; 'ittd bejm
GebA^cH höchft nifbi^tiei|i isir- ' ' " ' '; *
Ijph w^t alb auch mit IfnftrumanteD Wu ti(M)jbach-
J«ogPÄ 3?' Läni^cp YSEMjwi^f/ttRd ifj^.qiy^.^^^r ge-
ftcheif, ,d4(f xqMiaf) Seipit^gii^mg^o der Jup^tfra- Tra-
r))aotea vcm fehrjgerifigeiftiWtnhefind. Itodära glaa-
ha idi«il»eSrablerey f^^n in köiiden^ dafa meine
.^ .u .*«i:?7 ..: ■ ..'i«r iii-.*. i '■ ^'^^Hkeobach-
teblMditetefi DiAtaittl d«^ Mood^ Vöa fixftera^a die
^ktfanirlitämkeit'dtt wahren Geographen vet^i^
ifceo'. - 'Si^ bab^o dieb Riethode vetfchiMeotlich ab
aiüdi'ifcif Lande anwcmdbar empfohl««. Die ßeobach^
ttefjMl'; welche' tclT a^f meinem Reiile , ' litad alfo- nbia
tskan tor -30 'bia ''40 Jahren , geihiacbt habe « könnea
li<beweifeiii data die Methode allerdings Fehr uütz^
IfcfcUt ♦) Sim
• .;• ■ .. ^ « .
'^ 80 aaganelmi die TTtbertafebtrii^'^Wat ^^feft toiHM
^^yiäMim Verborgenen gele^eoen tfe<ybcühiniigeii su eriüdi
'^''laii« (b grob war 'neiie VerwüiideNilig^ bey 'oiherer [7ii-
;ij|iirfa«luiag derfelbeft • • fie Von- eieee ioMa« GAca ; qf4
-ifc;|5!idMll« » fiadea, welche (e^b& haRt«»« T^g«« bej ^euf
^^.,(9 fahr- ▼arbeflerten Zuftande lufffer JtiJ;jrui|ipeQie.»^deii|
. MfibtaAea^ Beobachter . sar gröftten Ehre ^ gereichen wür«
. lao. Um hier ober die su Tehr T^iiachürßgte Metilio'da
^^ ümc tiiogmWiUmmang diirbk Möinift ÄbiUiiA6- ädf' iMii
^ XWdV aat #^ ueffei^dei' BeyrplcA VäacifÜhMk ; ' fo hat
"^«'litiMftrdiirA atne Reihe roo 9 Moilda>OMUaaeB..wab
.i:aheef lo 5 Tagen va jileocandrien in Aegypten. beobaah«
7'i;^iiKiJbatia» die Llnga diefeeOn» im Jahr : 17^1, auf di^
jfjjfpaa^ada fo gefanden, wie R^ dieFrantofen 2g Jaiirenach*
uvi'lfF.« "*^ denai^yerläffigftenBeQba^htliafiaccen. n&nplich
...--^1^^ Chroaomf^ nnd 8tenDbadecfcQiU[;ej|:|»efaiideii.hat-
«V taa. - Da« Beweb. welcher hier (owql.fQr die iVtethodo
;. Jar,X49gaBbaftiinmnng,ala euch Mr die6e((;hickj|ichkeit
.. .,iaa Beoh|Mhtert ani Tage liegt, folltaw vafer« Slrfol^tena
pantiht Pcaatiker. welche heat in Tage mis TialyoU«
(omiDBeaB Werkieogea Tcrfehen ftad» mit wahrer Be«
' 'MiiiiiiiB{g Cfkennan.' Dem' J. R. Ntebtihr gehabt bn«
l|v4(ig TOir allen Aftronomcn, Geographen und Seefiih-
^'^fifB'*ilia 40 Jahre lang anbehannt gebliebena Ehre, der
^ . Süße gawefen sn Teyn, welcher die Tortreffliche Methode.
'-'■ igg Monde- Abftlnda auf dam Man taada>iabr mu *a
lai, iCarr. UTA xfia/. ^ Lin-
^6 ,m(iMmC9fi0fl^ iS<n^ S^PTm^B;^
^/ Si»v^ekn<9h^ZvfeiMAfm,baf^9 waramidi
dton bisher t^ejee -rOeobaGfaftmig^u über die Läu^eii
l)ekaDtit gtjoMfiht Jbabe. Für Tolche Geographen , welr
4Bhe iiiitfter«''tie.iitftfefteo: I*N[achcicbteii eine» Reifebe«
Cchreibera rfür. 4Se/f.ttvefläßigftei> 2a halten pBegen,
jwürdej daa . ff/tvMi haben geCch^hen .können. Weil fei«
bige die Beo|ltwtftit:iii(igw nichr rtlbft.Wterfuchen kö«i*
«leii« fo findfie fchon mit dem angegebenen iVefultat
zufrieden %), Ich wollte aber den wahren. Geographen
Yfegep ineiper |be,pbvh<<hktMC)ggfi*iDicbt in Ung^wifsh^it
IftQen» .und WiM!Jcht(e, daher ^ 4^b eii» Konner CelGige
vor ihrcir Bc^kihifHbnacbuQg nntorlucbte. Diefe Ui»ter-
fechnng wtimietamr 'Frey lieh auöh noch haben gefiche-
hfeh können j' Ni^etetr''ieh die Beobachtungen felbfthät-
{e drucken liiSimJSb Heb es liiir aber auch fejn wird«
wenn ein' Wir(ilic1ier'''Anron6i|i mir Fehler in einer
^eqbachtOD^Pdjer^l^ecbqung zeigt , ja eine fehlerhafte
Jfeo^iyichtuüg'gfi;)^ fff^wi^h, Co empfiudlicb würde es
iftlr feyn, .iwep:u)^fein anderer, i^^r vQp aftronomtfchen
Btebachtungeo* vielleicht nichtmehj verßeht als ich.
Und ittit- dtfn «MOnds - Berechnnngen vielleicht weniger
. ' bekannt
' Längenbeftmänongeii Äige^t^ndt, fdüdere aach wirilieh
'- ' fö ^ebraöcHf "su'lulynf/; i!^ febr gedjhitoLfta*
Igdik bef&n&mt Wt.' ' Um fo tngt&httiet iä iTie ^tlicht fdr
^^3^AUo fchon .dtmahlf luinnt^ Niehufir den GeÜ luiferer
. Pw^^ben Geographen, und er behielt .den Schau fainer
.. .Beotjachtungep.40 Jabi;e jang xtuact^ ! Weyljeti" hatte
,. I)eu;fchlan4 temen .I)flnj;Ü/«^ keinen RenneÜ ^ keinen
Dahyn^le\ ,e«'Wte.>üir e^i'iVR. aber leider bu früh fäc
^ jy« WiutiUebiJ&ui ▼erftorbenen ToK i^%«r^ «. ^.
hümnhtifi, ab ich »I dic«i[9blAMlifii,.fiKihllH^4)f^aer
AFbeit«bea;die FreybeiifoUteoüebmen wolVeq«; , ;r
Hätte bey m^öil^r Zurüo|^i|)i|t nach Eurojja/iieiiu
Lehlrer noch gelebt « fo Miürdft det^:K0wilj..i9icb( .go*t
JBluiiiet haben i. alle ttieiae aftronomlfche jBeobach«.
^Migtmztx UDierracheSQ uiid,%njivürdigeii^:\4i>^'' dp'/
lirar sa mei/ieint groben L^id^t^eu ^'iht^ui^meiuex .
VMCß gefiocbeo. Uuterdeb b^t dieCer grobe. Ma,na^
B0ch den Beweis davon gefeben, dafa /eineJMpedipdetv
difr Läoge vor.' See. durch beotept|tet«^ ^f^<19eg5n.
des Mondes, voa^iüem Eix(teiJi»^zQ,b0A(»ai9SPK,^l%
lerdiiigs brtecbbav fey. Sieitie' Witwe hat.^iJI ff^-;,
Hähki er hätte sDeiueJBeobsfihtfiiigein übe« 4|ie^n^,.
imlch^ ich avtf'der See^geilDacbi.upd von Msii£eii}fi,w,
ihn gefandt !hit(» , auf ieüifiÄKraiiJ^ubette efb4l^,;
Bild wdredfmit fo ztifrLjed)sit^|»6w^rf^.D9 dab er ,il)r,be«t
fohlen hätte 9 folche nach feinem Tode pa^b ^og^^t^
lu üchicken, welches auch gefcbehen wäre*)«
• ' '•■ ■■: *' ■ i.i.i"-*- ■ ■.^. i.«)4. :, ;. .. ..;,-;Aher
- *^ Dieb Beobaebtangen. fied. von Jl/iayer^^ Witwe im Jakt
1766» uiglekh fliiiir.' einer -.ftwejLC/^. Aib(c^iift d«r veibeC-
( fcrtee MondstiCela , an. dis BoßliT^tie Comntiffion der
.^ Meereateage-naebl^odon gfBfobieJIii worden, «ad man
findet fi^ in; der EnKÜiobeir.obtHrwAbnten Ausgabe der
'- MtryörHchvi Mondatafeln Seite GXXVl «bgedrucku .Wenn
' 'iiitn dlefis! M0&tti&rTchen^;l4naenb«fiirtiri^ungeQ, in U den
" g<g«n willigen ^ - niin geoader -'beikannten vetglf ipht;» fd
-' *«.folgt.dira«s.deaf«haalift.ii»ekkvvUvdi^e SoMaJAi.*: . ^aff diä
'. 'AMUi9hU.im J:.it!6ivati Nielrühr dn<cb MondVr. Al^ftlnda
.^gefandvSen LSogeo hrlToc bettimmt. nnd der .'Watf heit
:L'.i«illier ffeaKdi:« ab diejanigein i^^clifl' oin«t.jflci;^J|',o*^770
^ iir dt •' bcfb« udd suTeikffifiAeftilitll. Die ;k^i«^j<Är^ '
- '»tdleaJL&j|Mt T»nii^mA>niiihh;fta»fjdsc 3Bflft^tfh*»B. CoftH
'^ ftVhfiMblwtf Aftfötioafeii iürit ieh es wol nadi:
^ '^Ittttig zu uDteifffc^iBn ? Dm ift^wahrlkfi. keine
Uiänfe'XAcit/'Wiir VoiB'«faiein AftroDonieo ood Oao^
gVaphen Wie* Sie , der einen fo groben £ifer fbrdiei
t^flebtibhafttt kat ^ kann ^ch bofftn , 4eb er felbife'
liicht gttihi Teil der Habd weiCen werde; Maye^9
Tt)n mir befolgte Methede ift Ibuen .bekannt« und
ich rwMfle 'nicht , Sie werden wegen diefea würdi-
geüOiMtfien'elnige' Arbeiten nicht tchenen ; denn
witon'ttlAile Beobachtungen nützlich befunden wer«
den bSten« Te geb&hvtdie £hr^ davon meinem Leh-
rer; idi habe blob nadl deflen Anleiteng gehandelt»
m:id Celbige vidleicht nicht allezeit befolgt. Vielleicht
haben Sie auch jenge Leute, oder Sie ynnen .Dile^.
«Uiten t welche Ihnen bej den Berechn^uigen behülf*
Mch bjn können. . .« Ich:
leillloii d«r Mttetoilisge dureh diejaiiigee g«prllft, w«U
cIm if Rohertfon** Tafeln btser Eiements of nevigation
b^ndlioh (nd. Niurliader fich aber im J. tgot daft dia
.NMelkr'feliaa LlaigaB - Baftimmongan ' IfamnUich belbr
end gaaaoar baftimmt waren» ab dia Aofier^^'bhan
blbft, -waleha Uwan anm Problarftain dienen CoUtea.
2, B. l!Mhiki*% LiaganbaftiniminBg Tom Cap St, -Fmc^nt
widl damfhlt tob dar Hoiait/bit^blian gegen 32 Minntan
ab; jetsi» da diaba Gap genaner beftimmtift« waiolit
' diab naaera Beftimmang luam 6 Minuten fen dar Nw»
Mb*'foh«nab; GünraUar wich is Minntan ronim.Ro»
hert/on*tehen Angabe ab» jatst von der nenam und baC^
'bm Beftinunnng nur 6 Min.; Niäbmhr^§ I^age Ton JMbr-
' fe&U ftinunc bis a| Min« mit dar anvarliCfig bekannten:
die» betragt lo Saenndan in Zaic So grobe. Abweiafana-
1^ find^ blbftbaf Staenbadealumgan» bif ÄomM-nad
lftmi!tHHi^f^¥%i nodr^Sittt; »• Z»
jam^jP7#iM^j^Lj^^ 249
' . Ichi balunt.- mäs die Fv^y^t^ »«r ProlM^Beob-
^chtuogen über die Breite nod Lä'ige von AUocan-
drien und Kdhira hierbey anzulegen; zweyer Städte,
deren "Lsj^nr iia«fihehr g'et^'MciiiQriit itH. 'W€tla IbI«
i>]ge Bfey&irkfbäl^^^^ Ihnen «ncfif wel-
che aqa G^eü'den ichic|ceüV ^.wdiier Sie noch jkeine
3eobachtnQgen dicker An efjba^ Iwb^jfirfr^.'*')
t .v.l.". f.j . .,'# jl-i/i,^ • .' ♦'•e
*^ Hilii; dem grbfston Vergnegiifi habe ich iUe ftmBiilidiMi
l^^ÜitXrYcheii AeöbaehtungeB in Rechnoiig guiommaB«
' Der K: j^rörtbriunnifche Ob«-Ap^«Utt. Rath v.' '£n<2«
" ' anrCelle, und Prof. BiV-grViit WImi, wtlehe «bte »um
-Befoehabeymir fin^, lubfB (dia'Gflte gehabt,. diilaAs-
bait mit'iüir tu' theilea. Uiifereüabenafchang waieban
TogTob, alt die clabey gehabte lAi&a uns im Vollaian
Mafia dadurch Vergolten wurde » Aib wk die Fraode
ha'ttto sä finden» daft diefeBeobäehtiingäii nicht nvatwom
«in'er gan's'ronfttfgllcEen Gifti» nnd Öenatdgkeit; Amdem
' aneh die Von Niehuhr felbft «tigeilelhen Bereehtttingan
mit To Tieler Scharfe und Kenntnifa angeftallt lind» dab
•• nnt in du jgröftto ErAannan fetsen mobta Um Co
anffallendac war ans diefe Erfehainnng, da in dar gt-
1* lehrten W#lt» und wir geftehan effanhenig» andh nnt
p lalbft , di«re Torsflglichen Vefdienile dea J. IL Ntebmhr
\ ' nidit in dem Grade bekannt' waten» wie wir fia jaiit in
darThat , und durch onlto tigana dabenaugoiig gafon*
den habetf^
Das Urthail , weichet drey Aftronoman , die fifah mifi
dar^Untarftichting tind der fahr fchayfen Beiaeimnng die-
fer Beobaehtnngan bafehifdgat haben» hier öl^ntliÄ dar
Wahrheit aar Staner nnterfchraiban » ift , dafs et damahla,
alt N: feine Reift Unternahm • anÜMr dem Tab, Mäytr in
gans Beutfthland fehwarlleh'diiian^Jbonomeii gegeben
' habt', dar (oMm afaonomifcha BaobiflhMigas mit mehr
A3 Sdhis;
f
v4^ .«fiA<f.'<itM^;-^r<i5Ei>!f««BBXr
/
'C *'ii^Jhk''6ÜitiAtü^^tik'^^ wird
■■'.•^"-■il:,. i"r-:v : ;■ «iJ h-.»!i *^- ^ -^ "^^ '^«m
> beobachtiineen in unferer ZeitJfclirift .mitiheilen ; fedec
IK^nner prflfe fi^ felbft / und er wird mit denfe]ib«n £m-
^ ^ 'pMicingJrf'äe/ H^f^ftii^n^ Qi^f^feW^dlsYaäg; dfif ifbr
"f-U arfahr'n haben, «rroUe werden. Nocl^ Kur Stunde ift «
pft der Gc^enftand unferer Unten*ednn^en, wie ^iehuhf
'... u.tRff..^:fP ^^Pt^r^l^l^^y^ ^ a^conomifcJ^cWL golenh ^ «md
.. ..*;iPHI. !^^'' rifbM^aJ^iexOC^^t^p. und j^a^p^j^ denfe^n fo
': gfnaa b«luflntXQ7,nJtQWtQ« da A%9apnQJ^ fftr ihadock
.;.; .^(**p^«0. (uid BMe9^n^qgpn,eTbeUft,,j^da{p^«i; «(le ^heilt
j.^,., 4flf; S'eTiiki«»4'}#«ft,^1. vollkoTOflienß^jy^n« bab««., mit
... :/. 1^09 pfMififten jon^c^rjffffQ^n dieffx W}^(chtth ^Uff ier*^
. *^ .traue fflyn • ,.wd «UV9,,pi4CtiCcbe.^QerFhiQklich](,eit -ohni
i; .^..Gifipben btfCitMn mi^>,^ Pi|?j)ie(oji .ürfbql.mH.fiQem '
«r/.JBfweiro«! belegen^ f((^,fAhr^n ff i» untfr den vielen Bey-
„,^,.Jpiel90 pn^ Qeleßqn^ dfo w» bi» raf^«n,i(0ifptei7. am
^\.\ ifeificnd? wi; ^, .
f : :.. J , Wf^'fÄr bereph;».e)C^f^, 7 in AUxtfpdrUr^ \n Aegyptea
►jv .l^'^l^^ji^-^^^^o^fnböfcten die Breite diefea ßrJU.Ji** i^' %'\
.ich. f^'^d xtiit den penaften Stern- Qeflinmiuogefi» nach
^ febr fcharf^ef.iJKjteF Reejkn.uwg » diafe Pojhöbe 3if ^2^' IS'.
^ Pn iU.£>terCpbied , ^vie Kenner yeiifteben., ift aaU, . Dil
. : ?P!bäb^YOq^A/r^ berechnet iVw6ttÄr>^qJ 3* <?*; v^Enk
fand am 8 Sternhöhen den 2oNovb. 1761 3o'^- 4V nnd
. /i|f 5%ernbftb!B.w »iiv ^Dec 30" '^'. o".? da Miiitl 30' S* -
j% fiioe fplcb<| IJebeceinßimipunjj; bat ^ev yitUn'Euto* ;
.pl^fcben Stei%iW4l^«ii picht Statt gehabt | . .
^ K Aucb.di^^eitbeiliininungeo Ni^uhr\9i «lu «in^elae«
ß,(ernb6ben fiirpifi^q «meiften« mit <|P «inen A«cb|inii|;ea ..
«a| d«! ftll^rgeo^uefte; (^M(«<^.cip^4Y. Pi^«r(cbi«d «b«j
. J'T
d«a rmzöfifcliea Gelelntexi un heftM bekannt Ipy&
• •• [ wiab Seeana«. Pro!«£for ddrgr' beVedAiMtf dii LteffW Totf
- '■4'««:aiK2ri0R ans eiii9rMoiid«DißaB»'iiacbdtrilf/iiX4''Cph«m
• Ar^tiipdff CTnb, mot. 0 et C p^ il[)' 'WeUihn'rlfic'httlir.^
y üfiiplgt wjr, nnd ^ach feinen 'eig0nei^.'^(iiidrchriftlidiM||
. ^ Mondi-T«ff*In , und das ReCultat ^Kioh von ifiebUhr'^ Bi-
rechnung nur lo" ab. Diefer lüntortcliiea kann io de^
''\ Vflrheflerton BUrg*[chen Moiiditafetn' lie^ea, "tfa Niibahri
'^' 'fi^r'^ahrfefaeiulibb- Hfcr iltehi '?ilti^r*tiifteii ' {jeaient ÜM.^
""f Wirklich bri.ngt auch das Biirgich^ (Verultat die Läng«
•.V .voll Al^oiantÜ'Un.jim'idieCB jo? *if/k' YV«far^t»l<«MKff%o' Be-
tcaclit«! man tecptii',., dütM diofe .|Wet1ioc|#.jd«V^ QiI(>odt-
• DÜlaii|ea. in;den Zfiitoa^ alt J^>&iri«H^bK«|i<dl|jD» gaiis
r BraV '^HckiihrciBtteofeüonglXrfw XiR^.^WJCTPn^!J«^«»€^»••
'' : '^ vig war , w«U .fltf tnaUtt alli» die AhkafMMig«!» • ? TAbäleo»
> Schiffär Kalander ntobiK nicht e^ftii««» j^ t^ ,wp49r9h dem
Swifahnr diefe (Uchoutig fa fehlr. ^kUbfarf •.im4. j^eat
- sa Tae« to anfaholicb#bgekfint«ird.( er v^H^P-^ <¥)*!! .t:!^^^
^. «ui den /kTiptytfrfqhep MoadiuMA.tfif.W^'» Ä(fpiidt-
' Abfinde,- die »an jtltt in dem Kalender findjat,^ edk.filbft
. beC4cbneiip und nUh einer langet i^igan. . ^tbbd»i^ 4in
: Reduciioni-Reabnnng' der (pbeiojMiei||.,]i>4ftf#s. 4iaß«^
r wahre fahren muGfte: Co tpuHi a^m, biU^ f 'S^^H^^ai^*
•in bloff er Liebbabey Und DileKMit ; d«? 9ifrr WßP^kf^^^^
r 2ei« Ma)r0r:t Sohtt)*.^!^»» alle 4M»^q(««oi(«Itfl«i ]^eh-
.. . adagan. maeb»n«..n«d..A]la iH«iHai^HifelM{9l>'f#U|B .iM)ter*
.l^ifcbeiden' kontOe. N»r vr« daa'.AaWy, if« jifpfaq^ttnde
;' Tarfahten gansr kennt ^ wi« v^ieMtr jl#i*^U* JW<I Rech-
;• . AuilgeA CAbr«l .imnfitt»^ . J(aite, bfgprfifW *. r4^ maji^ine
^ . (aldia Arbeit r nnfc einem . voIMdaMi» Aftconpro^ in-
ii^tnnna dar£. . AUinariiangaaillr .MMdA^Ubc^'^nic diefe
i ifiiDiliode in EngllMtf .pfttQ»ii woUta.^ iitiufttMi dint Ton
< 1 dem gerohioktciniSßhilEi><Capitaiif r. atAhjg^gfW yitfs.-^d-
( - mml Gni|l2Mtf^teobMhtttan Mwti^JkbSümh vm^^m
Stmichamplr^rmislh'fiith iptib.i» Bagdad liBit!IS!titk^
Mik.AlDD ihm erhalten haben«
Ich erinnere mich nicht , dafs ich die Franzöfifchen
]UniB]E^# zU> Halfib ,vpn diefmt ihren LandMnanaiha»
iNli^d»!^ ÜövflD^; Dit dafig«!n Engländer fpracbenmit
äiii^'^'öated'ncUtbug von feinem: Eifer für die Wif*
ii\ifciiä{thn* 'Vdn''dtefeu horte ich, die Academie^dfr.
Wifleulchahen zu^^aris* hätte ihn. nach dem OVienC
gerandt,.Bnd mit.vortrefiFlichen Inßrumeaten ausgerü«
ftar, ..jS«i;)^)r,iSffi^iM(t« $^&if £cb zu Jldieb über:|die
:-...' .! -.;. ... ^...^! . .1".. :• . . ., rZn-.
"-'^ btt#tiait«i4dmgl. Aftrönomflti Dr. BrmäUy lelbft bflradi*
-^ »tt W«rd#» <; May^ Tab. lAot.. 0 «t (f p. CXVJ >. .
■ D» bef 40a CimmtlicbMi .ASv/'ii&r*(ofaeii Beraehnnn«
. "' ^|Wi Her MMidi*Abftivde ;if«^#r*v Alc«f « liloiidft.Tt£ihtsnm
*'' 'Or«aa« lii|pMl /lOia folgliob Hira fehler «uf diojbnot
" Ixei^lfiteCaa JlBji^.BiDllari^ luben: Co beärechaet :ProL
^' ^ <bäy^'ß«^^rt9^g tiU die(0 Abftiadä aochinfthltüiiKh' fiBi-
' teen oeddii nfn^edruckten Mondt-Tafeln, welchen dte P«-
- rifer N«äoilar IdEirut den Preis zaeiktnnt hat. Befiode
"fi(^ UBglatklieherweire in der" Greta withec SanamL.Toa
"'''Benbachtuiilinkkieht eine Lücke in deajahiea 1751 1^62«
^^^Ibfrttrdb nindii wahren Monds-Oeitecgains hiernach iia-
^''''brä i^beffm* «können. Allein die ncaen fi/ir^7chon
'"'IHöüdi'TAlbltt'erfflllMn diefen Abging hiaUnglich, da der
"VinrttiätliltoKö' Fehler diefer Tefaln demjenigen , wekhen
'^ 'der Bdobeehiec be^ Beobaehtang* der. Monde > Diftenaea
' begeheo kelHi / «leteUeh da«'Glei<digewiohc halten wird. 1
- Welche hertlioh*'Göldgnibe ^öffnet üch hier liieht
^■■'' iplAtiiidi JNlr üefo Mrflige OnenttUrdie Brdknnda. nnd
»it welcher Sehafneht mufii aicbt jeder Kenacr and
fichltierd« wehten äeographia den Terrpröctnoearle»-
«erea BtabicIUiiagea det JoÄia-Aadit N. eatgegcki bhen I
Olficklich CoMieen wir ans. diali Aaabeate darehnaref«
jj' ZikGohrlft ▼änaUftt sa habc«4J.äo<h glpckliohertf fie
diaMbt rarhrtitc^ wm hcUea* r. Z« v. £. B^g.
ZadTinj[[lic]ikett'' der AiBge» j«oga» FwinaSf. Kunflea«
tes beC^wert, die ihn |^ in dar guten Meinung« ihta
Cnnep Anfenthalt in dieler Stadt an^nehm za machen,
biy reinen Acbeiten.Eiii Tiel geftörtc bettln.
Zn Diarbekr wohnte Simon bej den Kapocinem
fiA3WlW.li J*wn Pingtpg ilm^mL^M^
gBr geiallen ranbte , als der der FranzöfiCchen Kauf-
laute zn /LUsb. Er gerieth mit (eibigen in einen to
ha^kl^i^iAi ; a^fa ^ in der Wiith äi^Jdefai'Kibaer
in die Haupt- Moake Kef » und ein Mohamedäner za
weiden Terlangte. Die Käptfdner fprachen nicht vor-
OeilliaftVonihm. .
Nwrwit er mit dearEnTopäem ganz anGier aller
YerbiDdni%>''find ging nach ^ag'ii^yiworelbft er ala
Arzt lebte.,-. '^ndfich lim die dafigen- Fffmiöfirchan
Mfinche gar* nicht bekümmerte. Indelä glaubten
diele, d^ er > auch jak Mohamedäner; den WiC-
iBofchaft^ immer treu geblieben wäre. So hatten
einmal P^^rche SoÜateif ihp auf einer Ifainer gewöhn-
Ihheli WM&niXcben Excnrlionen anfge)ioben, i|nd zn
Stnm Mtfr l^rank liegenden Khan gef iijirl. Der aber
btb^lMd nachher, ;in4 der^rme 4rzt ward loa Ge*
fhigttift geworfen. IndeCi blieb er hier, nur einekur-
tojZeit^ J)m Ceipa des verdorbenen Khans ward von
deflto O^B^er zerftreiit,..iuid der SiegfSf » welcher et
eiMir«- daft« .u^d warum der Europmrdie Arzt ina
CnPlegTiift Bnrnrfm ttit j lieb ihn rufen, nndmach-
t^jüm-^am Hakhn Bafcbi. .
.Wie.lwg^ &man dierenPoflen bekleidet hat, das
war za der Zeit, ala ich zn Bagdad war, den dafigen
Eietfffilchin'Möncben nicht bekannt.
Ä 5 xxui.
nS eo'b 'Vc bilran'geiLiA
^ -
in A^gyptte. ^
Correotion' oder Colfiniitiont • Fehler def ^ ^
Quadranten — 2' 56*"^ J^ J-". / .*:* .li.
idUm
a T^uri.,..,,),.
y Oriöhit
c Ocioni07 '-'
PoläHi
^chi'iieipiinct ,
n&'J
41* 49
12 'S^J 50
*'\'^.'>k*);.'*r
3i*^ri"4r
25 7 40 T — ti 5w '
^3
— . 12. Ift I ..
— 12, 24,,
- 12 '*•
.<§■'
- 54 • ; 20
'5<J 51 10
Von- detf beöbachfeten S'ternen war: Folaiis m
3eT I^oYbrerte des Schehefphbgcs r ün«!* ^effed Beob«
üchtuiQg ikiit d^M dier 'abrigÄi^ VergUohe« , fteigtalfo
den Fehlef aesf Inlhhijäi^tä r ifäioKcb ^t^ Aridaut
— 2 ' 4t' , «iif f Taüfi''^ 2 ' 54'', nA «.'tTÄuri
— 2' j8'. n*Ü vOriöiil^-*^^' yi ^-'«^t* Oirio-
öie — j'-t* äöd inltytofloHJir - y 4*'; 'da^wb ift
dafs Mittel, nämlich —''2^ 56^^ ^Id dife C04|il9c«iiM Ae#
Quadrauteo aogeoomraeo « • tiq'd ' das M^^^^^^uv den
7 Beobachtübgea gibt difc' PollfQhe Vbii 'JiieieaiAlrien
±: 31' t2' 8'. • '* "" ^•'*- ■ •' '"^ •-■ ■
Ich nahm in tiefer Stadt^ach^dia'MhtagfhlA«
der Sonne am i, a, 4t yiaMid^ Qct. 1761. Aber
■' *' diefe
■IMe BeobaQirtmigdQlftitt^tig^fim'& deoei^ idefrSferne
dab iBeM'iiiI&«n>fitjTag[tiiitakl^Jnc!n;\auf (dar freyeik
.l^rrafl« cnEintfr Wofaoni^ ^ftnden blähe; p'nd rifg
AiTch die Stfnnenwänne^reiMGVeräQderta^ CMrlitteti
•beben «nMe. • Die Dach; den .beoJiachmieftSieiüieieko^
ihnmateGorrecUoade8lIiiftriMM»i»l|iicopiii<leUit.|iiid^ .
-IteoimchMten Soiiiieohöiieo nicb^-g0bfll«ldlftlVeId0A
-< . . I'
mf'^Fwm
T-
Beobachtlingen rar Beftinmung deit^i'oih^e
Ton ebecdqipreLlben. ,
'*TS ' '■■■'■ .'■ ."" ? •»' •■?»'" ' "•' '; «T*^^ m.ili a£
.JLI% diefe Stadt, eineo gTjQbeaVmhpßh^it^^fo^MtJf'
bemerkcD, dafs die Beobachtungeo io def^ti^^Lfse ge-
macht lind , welche die Earopäer bewohoteiit S.
meine ReirebefchteibADg I B; 'TaU XII«
1761 deu ao.JJdVjeniDer.
-.''• » ?'•
0>n«QmiK| oder. GoIUiqa^«igf eld^ M' QW"
Beobachteta
Sterne
Fttmelhaat
a Peeafi
a Andtomedae
« PeilWi B
SehFeivbin^Stiti
ferntuig rom •
Scheif^puACt
60- 57' ^'«'i
16 -10 -16 •
2 ao ao
49 33 "
58 ' t) 42
X« 59 '37»'f
AUebMan 14. 5 3o . I — , 3 I ' : >
Berechnete Pol»
"■.::: Vi. _■■
;: .• .^;:Dfinf/! "'■' ^ ^^ffTf"*'» ■ » -■. '^''■.•'
C-J.;.. r ■■■■;:i ;,-*j > , ■ ■.inf^iuüi's.'f •..'• -f>*r\ .'\'
in Aegyptte. ^
Correotion oder Coifiniitiont < Fehler d^ j .^
Quadranten — 2' 56*^ '* '•'' •'-^' -'
Jj?fi&ri
iMnolinnMS' Pol^'
^chiiielpiinct t-^
V Öriönii 25 7 40 ' 1 — U W^ '
c Ofioni^*? ■■• S31: 57 •*-<>.'*.. — 13. 1^ '1 ..
Ä OtiQpif; , ^3 54.';20 . — 12. 24,, .
PolärSi 's6 ll 10—12 *if • '
Von- deÜ beObachteften Sterben war Pdaiif n
3eT I^oYtirerte des Schehe^ub<;c8 , ünd'^efferi Beob^
üchtuiQg itert itiä der tibrlgÄt' VergKohea , fteigt«lfo
den Fehlet Aetf InOrtttäietitB i- ifäEoUch 'Mt^ flridaiii
— 2' 46* . mit 9 Tiiifi''^ 2' 54", nOt «. ITAurl
— 2 ' $8' . rtU 7 Oriöiii» — ^ i "^ ^i * ,' ^«at ♦ On<H
nie — j'-t* äüd TnltV^ffoHlir - y 4'»';.'daÄ»tt ift
dars Mittel, nämlich >-'i< 5^^ ^1« dl^ CiV^iilsct««» Anf
Quadranten angenommen , -' nvi& das M^ttlff ü^^uh ^jeft
7 Beobachtttb^eit -gibt d[fc PolbQhe Vbii 'Jiieicaiärien .
±: 31' tz' 8'. • * ''*' '•• • •"• ^- ■
Ich nahm in diefer Stadtnaach dia'Adhtagfhtti
4er Sonne am i, a^ <y yad-g Oct. 1761. Aber .
> *^ diefe
00fe Beofaftdbtiiiigaaißidititafi mit deneo dec Sierne
lufihc .Ia4(iU'tttbqii»en^l8.die leuteo«u»terifich,^,wift
baner'dies «T«ltartM werden , wann ich ibü^o £ige«
dab inaaiiiiffrwBeiit-Tagp^Diid Nkcbt auf der freyea
.T^ralTe meintfr Wofannii^ ^^eftanden habe« pnd alfp
dsTch die Sonnenwänne - eiBeTTVeräsderaog erlitten
laben «nliire. < Die nach den beobachÜMA SieHseiekot
4nBiiiteGannectioade8lnßroHieuleAfcopiiMaKe,^iiidAi
-IboifaichMCen SoiiiieohöiieD iMcbt«gebta««h|i werdet/.
:;■-. • ■ ;,:::. 'XKiy.,;;:,.,.:
Beobachtungen zur Befiämmung der^Poltohe
.- ^ •-- -'•• von' festet^; '
▼ ön ebecdeip reiben.
15
31 I
iS
Ja diefe Stadt. einfo srobea Umfang bat».£Q|Jß zu
bemerken, dafs die Beobachtungen in dey St.ii^JTs^ ge-
macht find 9 welche die Europäer bewoiinfen, S.
neioe HeifeberchreiboDg I B. Tab. XII«
' ^ 1761 den 20 JJövember.
! CpnßQ^tm oder GoIUii|4io«^eh)fv ^' Qapi-
drantea .— : 3'.2S''.
Li
Bflobachteta
Sterne
Sobeiebäi^'Eht;
fernnagrom ■
Scheiteipiinct ■
Berechnete Pol»
höhe : -
1".
Fam«ibaat
«Pegafi
o( Andcomeoae
«PeilWi B
AUel^M-en
gäj^elkB
60- 57'"«' '
16 10 -16
2 ao 'lo
49 23 12
58 0 42
18 59 37^ :.
14 5 30
J 15 43 57
30* a'w-'
- -3 ^9'
- 3 4,
- a-^59''
- S 3
«5^ abMe(.*CbffFirf)K iltr. SEPTEStBEBL
" Fnaorelhant, mfrdcon» Fobrfieni-TerglicIieB« gllft
di^^Ccrn^ofoii dei loftrjftitaenis -^ 9.' sa'i, ikUebanm
titid<}apelU ,^ 3 ' ^^S'^ / (»im ViallRTc^ attd; «
fei'zä 4^^3^*I26^ iKiaMittalaaKilInrHlatbachcnn^eb
gibt htfo die Correcdoä^definfbailitottZZ^--^^^^ 2^"^
nHi,t 3|ii 4o(ang« dBifD^cmohem < hMte* »die Nöngierd^
«MiageifHttMa«^ -haliiflichv.iniF ''diaoirflarralb netiier
hen , voD welchem (eine Landsleate ihm erzählt hat»
ten; Er ruchtiTnocS* SS iRSi feffiÄ Tägä «ine Gele-
genheit , um mir fein Uf ihml darüber zu Tagen , wo-
bej er dann bemerkte ^ däA'erin dem FernglafeSpin*
iiikMte-gef^dMi,:diB.iR«rei^ blat-
te mir dadurch eineip|./irt^;frhlecbten Dienft erwiefen«
der aber aaf keiiu| .andere Art wieder gut gemacht
werden konnte^» ihakh ich fubhtci, «iie KrenzBiden
in dem, Femglafe wieder herzniftellen. Nachdem dif •
t(eb'^fcheh^Sirär;'inacbte ich noch folgende Beob»
achtiid^en: '
. tj6i den 4 Decembeir.
Correction od«r Colliinationt*Fehl«r des Qotf-
dMnt<n •— 37*
Biobtehtm^
Sterne
L\ -- -
a Pegdß
y Pegafi
«r'iPeifM B
AUabaran
Opella B
Sbheitobare Ent*
feraane vom'
Sohtitefpona
t6^ 7*' 28*
itf II 42
Ig q6 56
H 3 45
15 40 58
Berechnete Pol-
höbe
30* 2* 55'
- 2 59
- 2 57
- a 5
^36
Vo^ .dieren Beobachtungen gibt y PegaG ond «
Perfei die Ckirrectiop des Infirnraents — 38*f und
AldebariB mit Capella — 37'. Das , Mittel fLus allen
Beob-
SeobachtuDgaii gibt die Polhöhe det Qu«? d#rf der Eih '
'y ■■ r (l^ie FortfeU. ün Idmfiigm Ihfu.)
/ xxv; ••;• . :\ ■•;"■
... . . I ■■,-*...■. X
über die Mars-Störungen.
; » • . . ■ . , . . y . . . ;
Aus einem Scl^Lr^iben des ,CoUegieo*IVatlu ,
F. T. Schubert. , . . ,^ , ..j
«Sie. Petersburg» 20 Jul, ißou
. i j .ofehab^ in Ihrer iKf/CIalins St. löoo' S. 43
eine Vergleicbaog aDgefiellt zwifchen den von Oriajii,
JBurtkhardtf ppitnn Und mir berechneten Störui^gen
ie$jMars*y.m Der Uhterfchied, der fichzwifchen
diefen
^"^ Ls Franfttis La Ijonäe^ Oriani nod TrUsuecJier , h^hm
lUch dltreii St^mngt'FoTiDalii ii«ao Mart-Tafehi li^eclv*
aet» AUfliii ich habe gofandfn, dabfehrforgfiltigjiBeob-
aehtiuDgeii noch 40' nnd mtkt dayon abweichen köxu
neu« wie ich mich.diTonfelbft dntchineiii^ eignen Qeob«
mchtasgen in der letsten Oppofition diefet Planeten im No*
▼fmber ij^oo ttbenengt hatte. Dies war wahHipheinlich
die UrCiehe, wamm Trwm^ckgr feine neuen Jtfait^Tafela
daroh den Druck gar nicht biduuint gemacht htt. Da
nun obige vier AAronomen in ihren StörcMigi/-GVliefaan-
, gen h potU Unterlcbiede« einige gans neue Glider hat-
ten« die bey andern laicht ▼orkamen« fo iuftert» ich
hitrfiber neine Zweifel dem Senator Xm Place ^ nod be*
frig^ iha nm inmß Meiniips. .Olifiis hstisdk^ate»
/ mir
^..r.-i.^.;^,; ,. ^. - *fW^C $,= : . ; ...... ■
" — s/iaifin <a cJ — S — Aph. 5 )-hä,»5i Sin (3 <f — » $ - Apii.cf ) ,
ÖleicÄung der Länge des ^ ^ ^durch dU Wir*
' \ " hmg der '? — ,
(A)-i»-ö/MSta. (J— <r.). ♦ > • . . ^ .,
CB) — i,*o7Sin.(«cr — $— Aph.'^)--o,«'iaSin(a(J^-- j—Aph/j),
(C) ^rJa••^34Cof.(aC^•^ ?) -♦-^•75^11 (3<f-$>.
Gleichung der L4nge des cTt <2ur^A die fflr^ ^
hung des ? H^ : • ^
— i/i» Sin 3 C^ — cf ) — o,*i7 Sin4 ( ^ — cT )
(B) -r5,''49Sin(^— Aph.<f)-*-5."^Sin(^-Aph.y)
-f-at^STSin Ca</«— ^ — Aph.cf )-Ho,''9oS!u {id — If — Aph. ^^
-f- a3/54Süi(aJf — cT — Aph.cr)— a/SPSinC» 'tf — cf — Aph. ^ >
— i/«5Sin(3 dT-a ^ — Aph.cf )-a.>Sm(3^ — »<f — Aph,^)
4-3."57Sin(S4^~acf— Aph. ^).
Ich habe denmächft jede 1 Gleicbungea» derea
Argamente denrelben veränderlicheuTheil« d. |. die.
leiben mittlerea Längen enthalten, in eine gebracht,
iind ftau dt^r l^iänge der 5 die der O gebraucht ««wo-
durch die Glelchangen folgende Gefialt erhalten: ..;
• Gleichung der Länge dSs <fi durch die WUr*
hing der 8 r: *^ ^'**
<A)^6,^99Sln (cT— 0) -♦-c,''^Si'n«(<f T^O) ' " ' '
CS) — o,"7oSin (t7*s6'50*'-hO) "H iSt^siSib (44*47' 4o"-#-t dT^— G)
— 7/05 Sin (33»4' io"^3 cf -»©) -^o,6»'SinC»7*a*' ^ö^'-H^U^G^
C C) — 5f*45 Sin («• 3' 3o' •^ 4 cf — «G).
■/
Gleichung der Länge des d^, durch die Pf^r- '
hmig des % ZZ ^"'•' '' ^ ' '•
CA)4-M,"4iSii^^-<^;-i8#»59Srin>f-:^-<;)«-:i;»i8Sifl3(^~cf)
CB) -t^*^,^<»5f^ t96*4*:y*"*'¥ ^ -r3.'<33Sm<a<» f«" loff -h » (f ^ V )
— ai,"äü[ Sin (31? 5P' 30"-+- 2 ;^ — ^ H-i,"?»Än C«f .3^' 5a"-t-»3rf ^2^ >>
•-^V3äsJö(5i*i' 4^4a -'3 ?). ■- ^ ■ y
* ' «AÜ^-ül^tt' i^ (jieicfeungen C C^y^otftel^, vtrojb^^
der Reaction des'ij^, eine Ohickung derJLän^e der t
oder der Q — '^' '
-H. 4;*i3 «t» ^<6^ 3^ V -H 4'd^ -^»a &)•''•
nnd ein^ GMicfvin^^deri^nge^der.^ ßir?- ri- ^ :.!3V,'
" ' ' — 4r'83 Sin (51* 40' 30" -♦- 3 cf — 9 ). .•. /^v
Die Perioden diefer 2 GleichuQfen , fo wie def
damit veTbiindeoen Gleichunisibti äinf '^'(ti) Hud-voo
beyuahe 8 JahuiXIoodT^^) :I;(hre»< / <-
r : ^diichr baba icb «ocb noch dia b#titlClitUoh߀^
GieichÄi^^ll dip^lIWIäiiia Vector^ nach '#beD der Me^>
t})pdbB;l>^nF^chü6t/ wobey xov ErCpacolig des Raonis«'
derH^jllHiiQirQrderGii'dbfihi» ZZtooöo^o 'angetiomtte*^
ift. : . ■ .
Gleichmg der Eittfernung des 'xf ^an der © ^
^«,a -H 18,8 Cor (0— cf )4'^aCofa(0- d'') •*-!,» Cöfj (Q— ' tf "j
+ a,3 Cof (az'aö 5o"-t-G) 4- ic,8Cof (40"^' -f-© — 4<f ) *
+ ai^Cof (sa^Sö' fc-'-l-aG-ac/) -i-S.tGöf (a7^36'50'-*-30-^4cf }
+ .a,»eof,(,9 -T cf > -*-4,^.Cf)i;CatV3«'59".H-axr-?5 ^ ;'r>
"t^ jgoX i.d-lf) .- ^7,9:<;of 2 ( cf - ¥ ) -^«9 Cof 3 ( <f - ^ ) . V/
-!j,ii;of4;,cf -¥)-Ä.6Cpf(4*'*a.'-h:y)-H**Cof<>3*s^^' icf-H»<f -^^71
" -r^Jfi^Cof (32^«7' ao"^!^:^^ -.cir)-6.4Cof (af 3«^' 50«'-^3 C^ -^ V).- '
JuCof. C53*H 40"-+-^ cf-3 y)-l*3Cöf (Si'iö' So^^-^JcT *-4y >•
2}^ HoMit. jBpriKfi'.i^^^
I>to;«y^lficbuo{( diebu R^chnmig »U jlerjyon
Oriani\ Burckhardt aod 0^urf(i^\h% folgeude Rerultate :
Die öleichuDgen (A) fiodimeh^Ueu 4,,cUeoiia^
licheD. Unter den OleickuDg^n (B) findeii lieh b«-
trächtUpbe.Abvsr«»Vhttng*o- . - - »
i) Die Glieder
.N — o,«!D«»nC^''-t-0)-4-o.'^SlB(«4*'4-tc/'— $) -•
— Vp3 Sin («5' -^a«^— y )-Hu"»Sifi (n» -H 3cr — « y )
' die faft genaa mit fVumCi AecKimngübereiDßimin^,
I find von Burckhardt nnd Oriani ganz übefgai^^en»
Vfiewoi fie Qber 6' betragen können. ■ ^ ■^'■■,
2) Üie Glieder * .
weichen am x' hU z* Ton Or. noch mehr aber von
Äab.
3) In dip Gleichung
-f- «/ja Sin (51* 4- «cT.T^a ^ ),
d«* ToUkommeii mit TVwrm übereinkömmt, nnd die
Oriani übergangen hat^ mub fich bey B. der ßatt
dejQTen -HZt'zp SinCacT-^s ^ — 49*) hat» ein Hech-
i^ingi- oder .Druckfehler eingefchlidien haben.
4) Die kleine Gleichung
, ^ ©'.««to Sin (»?• -4-4^—30)
ift von allen dreien übergangen.
5) Die Gleichung
-+- a,"ö8 Cof (cf — Aphel. 5 ode* cf ).
die B. allein hat, Tcheint mir ein Irrtbura xu Tejm:
wenigftena fehe ich nicht, wie eine Gleichung diefer
Form In der Theorie gegründet feyn könnte. Alle
Gleichungen der Länge werden durch Sintia und
.•■ >'■: u^ -.• . nicht"
titdit ^arclr eofimriftßgMrüäm''* Sben fo itreuig
kann ihi^ Argament die Läoge des ^eßörteü Piäoeteii
mlleio, ohne die des ßö n/todeu. ta thal tea » da die all-
.gemeine Form i^<f — cf ',)-i-kcf iß. wq i. alle ganz«
Zahlen, tiuTiiitht'^cf, Wemea kiaaii.
Die voD der-swey^en Difnenfioa-^er £)^ceDtrici«
tat uhd voQ der -WitkuDg der 6 abhtiogend« >Glei-
cbaog (G) iß nach Oriam\ der fie allein berechnet
hatte — — 3/28 Sin. (69*" -H 4 c/" — 2(3). Det
Uhterfchied iß noch beträchtlicher bejr ' dar vi^A
der $ bewirltten Gleichnog (G)V die nach. :Qr£^
in -*- 7/63 Sin. (64* -H 3 cf- — $ ) 'nach ßufckJiardi^
S: ^ 6* Sin. (65*^ 3cf*- ?} ift*;i: Iph^hrtetü^
n^-H 15/72 Sini.( 5a* -4- 3.cf— 9) ^gefandien;» 4ui4,
da ich diefe Rechnung dreymahl wtaderlHdt« Dih} il9H
»er daffelbe gefunden habe, fo glaub« ich 4»mU 4ifrf
auf verlaiTen £a dürfen« Pa i^^deb der Untep:Cchie4{
fo Cehr beträthtlicb iß, fowönfchte icbi.dabes OnVjH!^
itfid ßurekhardt gefällig feyn iD<!(cbi^, ihre Ben)^
iMteg diefer Gleichung nochmabU 4AirehziigehtD».'i,^q
iaik^
y- .' r.i
. : .:
: v.u:
1 "
■ '!-♦.!''♦ ,
•f •
■■ '>r.;f
; ■ ..
:i :'. ::i
• 1 ■- 1
... .^^ifT
X
• , \ '-.^'^
Ss XXVI.
Johann .Carl: Burckharat^ ,
o
.:';.. :^( lefcUttff der Im ^tigoft 5tQck Seite 194 «^8;ebrocheiieii
' , , b^graph. Nachjicbten.)
I^e Pici^cttrift unferet J^xr^^Äari^ erfüllte nidif
Ä^t %6Ufcoiiiinefi alle BedingnilTe der Aufgabe » foau
dern fl'e glbg^ fegar iiber die gemachten Forderusgeir
^#ieitiifia(fk;^ ErHiegpügte rich-tticbtitiii den vovkaa«:
dlbtito:ge^rttOftt(|ii Beobachtnng'en;« londem er r«6liis
filSb ^öa d^ttf AftniDomen « welche diefen' Coni^ta»
bMWWüVt kaieeab; 'dte Origiualpaj^iere Celbft -xu veiN
fehätMn,' tiln "dieli {ämindicheD Beobachtafigen* näcb
den AeoeOeli'EfeÄitbten und n»ch einerleT' Methodd
Wilff t^dndte«*^ kötineia. Cr war in diefen Nadl^
forrdtftogiti^rtflMteM^Hdet ttn4 fo^Odclick, d^ifew
noch unbenutzte, durch den Druck nie bekannt ge*
wordene Beobachtungen aufiPand und fammelte , und
auf diefe Art die Summe^ der Data vermehren , und
durch ihre PrüFung und Vergleichung die zweifelhaf-
ten Beobachtungen belTer erkennen , erörtern und
TerbelTern konnte. So erhielt er von dem Herausge^
ber diefer Zeitfchrift eine Reihe noch ungedruckter
Beobachtungen, welche der fei. Infpector Köhler in
Dresden angebellt, aber nie bekannt gemacht hatte.
loa Lande thejlte ihm eine andere Reihe ungedrack-
ter Beobachtungen diefea Cometen mit, welche er in
dto hinterlaileuen Papieren de« au Macon verftorbe*
.TVirX nea
XXVL 0. C Burckfy^dL 265
(Ben Joraiten ' ond Tormahligeii Mailänder Aßroo^
jMo.P. Ij^ Orange TOrfind. Alle dieCs Beobaduaii-
i;en redacirte od Ter B. auf daa Iprgfaltigße « mdi
rdan neaeOen Stern -Befiimmnngeo; er vemachläf-
.%te dabtfj keine Verbeflernng » nndbfaqhte b^aUep
die Abirrung dss Uahts, die SchivankuHg der JßrJa^^
Jie Parallaxe oad die iva/iren Strahleuhtechmgen an.
J)iadarcli 5gerchj4i . f^. , . daCs (eine ^Beßimm lu^gen d%r
Coqusten- Orter öfter mn eiiie^ auch anderthalb A3i-
.l^filw ffpnde^exi. abwichen 9 welche mm hn I.ij'io
^^rec^e^., und^ a,u(:h fo zur Bjaftiammiig der Baku
.^j/Bfw/WeUkörpen gehrauchtrb^tte, ,
\. .. 4i)vnit x^och- nicht zufrieden; ;!Dniiidlen Einwür«
J|en;MrbejqgO^> ^^ ^1^> auch die Keringften Zwoi*
.fei xn zerßreu^ • fuchte B?/rrAAarJ^ feibft am Hi4i-
fnc^l alle die kieixiern Sterne auf, lydcher C^ die
.verCduedenep: Beobachter bey Vergleichong deifeiboa
- mit dem Oimet;en bedient hatten; eK:P«terrochte', ob
dabey keine Verwechfelong nahe bßy einander ftehen-
de^ Sterne Sutt gefonden hätte:, ar beftimmte viele
lelb^ aufii neue, und erörterte aaf foiche Art die
IdeDÜtät.eines )>den Sterna, mit, welchem der Com^t
. Tergllichen worden war, und br^qt^le dadurch eii|e
^«ngemekie Übereinftimmnng .aller , Beobachtungen
^ifffBBLVLB^ welche.^ genau in eine regelmäbig^Hviiqi-
.me Linie fügten.'. - n .
' DieerMnuten Commiflariett act..N4tienal- JiOft-
fiatB Ueb en ^i^h diefi^yP «rften. The^l 4«t fireiaCchrif t
^Üe Gerei^tig]f39ito wiederfibr« • \ Mkxameftk diefa
.4rb<eit fiir dfin YreCentlichßen %\if^^ 4er Abhandlung,
n^dfilrfovpimändig {ivmjüüe) mU tßP»i^^^. \iri^^
kHyfep die alfo reductrten Längen und Breiten de
S } r ^ > •' * Comf
ri66 JHona«li^Cbfv«/pri5^i.\l9£lri^K97B^R.
GdäS/eo ' fiiV Vüe" WArhäfteü f^nd inirerwerfliäiBli
'WUfiA^iiPrc^l6iti9^^'ra wel<^e^maii das VoUkommeü-
^ftf^'Vertt^oie^DÄirziiu könne.
'^''^'^^DkB^NaüooäP^InftltDt hatte in feinem Programm
P8ii-Vtii^^b¥^9tiifieSoTdert , ^it Wirkangfcn zu an-
«t^r^iehete*, \reltbef die kleinen UnvoIlkomtoeDheiten
•^f€^#r- Sonnet»- Tafeln aaf die nieocentrifche i a^
^ßfeMOjmt^ '^Vorbringen kötotft^n. Auch diefo
'^ii^le von Iritham hat nnfer B: za vermeiden ge-
c|Ü^K ' Et%^iethti€te 60 auf der' Oree^wicber Stern-
^^r<me4m^ J. t^^ beobachtete Örter der ScinM, tind
' fand, da(s man vd^tfef miHlerte'£9nge nnferar nen-
^>tl«li'-idnäWtitb Tafeln uDg^fllIir'4" abtieben muffe,
'iäm^£#'mis;dM Ntmmel übereiÄfiiraitt'etä zn nolitchen,
-|i;v4ii0ter fachte abei^ laicht, welche WIriiiug ein klei-
(»iier- fehler ib dem'üisJiiu* vtfetor der Etde'aüf den ^'o-
U£0^tHft;heo ^Öri dea Cometen herVorbHngen könne.
'•Allein die Wtrkang hiervon kaiin nur fehr gering,
<t|tiähÖGha«na «nur in^ jenen Tagen ml^rkliicH werden',
'"Wo der Comiet^dt^t Erde am oächften war, das ift, vom
-•iB Jnnius bis z%Mii 3 lolins. In 'diefem Zeitranihe ift
-d«$ Ver^ltnlis '^r'^</atftf>im/rÄ<?i^Fe^jle^ zn den he*
^tM^eikrißhen irnßlüglich wie 30 tn 1 ; es nimmt aber
«*BiV RJHn*U zaj-^tfd wird wie ?}4 in i. Die unter
-folcheidi I^AäodM'totageftdlteii: ll^baditnngen köA«
Pen folglich nie za einer fehr bediintenden Einwen«
'4aiig'gegeQ ilti^tmi von Elem^i^teti dienen.
*!- » In ^ettVfiytm Abtheilnng' der gekrönten Preis-
.fcbrift «ssftimmte «6f Verfaffer erfflkh üie^enähert^
. paräbolifch'e Bahn diefetf Cometen , nach einer Metho*
-^d^ welche ihm i;l^vfj|Iermä(sen. eigen ift ♦). DieEle*
:"'■" •- Ji ^:-^: ' -•.'•i r. meme,
'i> .«3 8. gegsnwirtigss |Iift S. 209 ft
jüäto;* #ddbe-er findet; yfnUbmnwt fehfr wenig
IfhU'dBüfinA^ SeFrofpennxtudFingrSfjtfunAmxhMh
Uü' iMTieder andere Beobachtöngä , nach der Lm
nate^UUn Methode lierechnet ( weü die Torerwihtt>
IV 'liflj kleinen, oder wenig Terlnderlichen Breiten
Üidifc riieUr anwendbar ill) gaben ihm ein Rerultat»
im-vmitdmltBt den Terrcfaiedenen Frofperiiftdken F^
-iiliefe daa Mittel häk. Es gelang ihA aber durehk
inanidlt«' diefe Elemente durch entfernte Beobadl*
zn verbelTem , obgleich er folche nach 16 ver-
Ben Hjpotfae&n berechnet hätte» Um diele
lien Verfnche nicht ins Unendliche xn TOf^
1 ,16 erdachte fidi Burckkarät folgendes , viel
rtJnallmUfwigeres Verfiihren :
.'. i'Eiribefiimmte den Augenblick des Gegenfcheine
-ite Gotaiettn. In diefer Zeit wnrde er hSnfiger nnd
-fiKgßUtigeT beobachtet. Die paraboUfcheo Hypothih
-A» ^ben ihm für diefen Augenblick einen Radbü
-Meittir , ' der fehr wenig von dem , von Leoceü In einer
^Hiptitchen HTpothefe berechneten Terrchieden war;
ieail konnte ihn atro für beinahe genau beOimmt an-
Mit feinen Elementen, und mit dem swi-
! dem Qegenrchein nnd irgeod einer andern Be»
eltoclitiing verfloirenen Zwirchenraum berechnete er
[ feiner die Ferihel -Dißans für die Zeit diefer an^
Beobachtung. Wenn nun diefe auf diefe Art»
▼erfchiedenen Beobachtungen berechneten Per»»
hel-DiOanzen unter iicb genau ßimmen : fo wird
'Oie Parabel, welche dielen Perihel*Abftand hat, auch
«Ben übrigen Beobachtungen Genfige leiftep ; wo nicht,
'fa folgt der Schluß, dafs verfchiedene Theile der
'Behn verfchiedene Parabeln erfordern.
S4 Um
^r byp<0i:bnl>r<]^.Bdip bereGj^oetj ffidixdi halMVfi
jf^:\yker ß\\ip^tfjb^^.Hypot]kßkn.mS eine JUjlipre je*
j^))rt, . w«<chf9 Y^o der Lexeir^chm , fehr lymig veD>
/c^ied^xi, wfMT,;. yn^ aoch hier ficl^^a verficben^, o(i
Jlftfne aod^e Hj'pertielA oder SllipCui i^gli^ ßfjti^
4N^.er eüQ'^hiQMphet Verfahr«;Q« wie obeu begr dar Fi«
n*el ♦ beful^^ tiÄ»4 die Rec|iiiu^ceQ beßätigten Äbw-
eU (pin erßgjßAindeues Hefulu^: i . ;.... r
,: :> N4cbclet|i^. auf diefe Ar^.g^a^eigt btat, .dj^ba|if0
£lUp(e ^ou:.^4^firhre in der Thal der eipzigf^f^^
A^oitt i(l, dfT all^o BeobacbttiQgM Genüge ibnfi^ifi
fchreitet er zu einer u^l^eru B^iAimaDg diefef(^|4|t<
4f^t3JX Eiemepte, Za diefem Ende wählte er dieje-
filmen Beobadutopgeu , we)ch0 wdx den^ 9 Augqßai^
.§eftelU vvurdep, um diidprcb' dem Zeitraum aiu«ih
-weichen f io welchem die Störuqgep des . Come teil,
4j».der Nähe der Erde, fehr msrj&Iich und ver^der-
^\üi Teyn kopptep, Er gelangt hierauf auf verbelTeTl^
J^emeiite,, derep Fehler in diefem Zweige der.el)ip4-
ibbep B^hp^iiiv ^weymahl auf 40" , und einmahl auf
4a" geht, Eip.e. fewej^te Annäherung verbeiTert diere
BeAimolttpgfflpck« der Bahp pecbmehr, allein. d^r
fehler von 6S'' ftpdert ßcb dadurch wenig« pnd ea i0
^ller Aufcheip Totbapden» däb eip groCser Thei} dia-
^ Fehlers der- Beobachtung zp. Schulden gelegt« Hftd
diefelbe liebei; ganai verworfen werden mufs,
V Burckhardb berechnet hierauf aus der Theorie die
Veränderungen» welche diegrofee Nähe der Erde auf
fle» Gometep bervorbringeu miilTe » und um wie vltX
dadorch die Glemrato der Bahp umge^dert werdeji
li. . dürf»
: ; XXV{. '^. Ci BnrckluwdtL.rC:. ^69
dArfteui Er fand faiemacb'dierelben fieOiinmaagaß^»
cfcff wie für den Mooat Juniai , / und die grötsteu
.Felder in diefeui andern Zweige <i6i';^^lu^, gingen ai|f
■r^ öt" -H. 56" und Tf- 39", welcb«t aber. ganz und
jiar iiunerklich werden.« wenn man ßp auf die Son-
n^b^fieht^ In den Tagen, wo der Comet^er Erde
*•» oftjchften war, gebei^ sv^ar die geoi^ex^tcifdien Feh-
ler auf mehrere Minuten.» und eine dfcuoter belauft
Jchiogar auf 96.MU^^t;e9, «^Üeiu keiipe \ibe|fteigt 33%
.WffB^ ßf» auf.die Sonne raducirt wird, und.dat ilt |J-
4eeY rW^ man nur. erwarten uqd wüpCchen kann«.
Burckhardt nnterfucht fejver, ^b es unter 40f]i:'Vtelep
altera Oo^ieten nicbtejiwa einen geben könnte, dc^-
Jen EUmente den gegen}ir^rtigex]^ gleicjben.^, und.^uf
die -Vermuthung einer Identität mit demfeiben fiib*
ren könnten, findet aber keinen, weticbec ZtU diefer
,Erwfprtu|ig- betechtigte. . Bej diefer Gelegenheit be-
rid^tiget er die Elemente de;«. Cometen yon 1702. . .
" Alfo ungeachtet aller an«;e wandten JVI^^ihe und
Arbeit , ungeachtet der, durch die Corg^tigtle Re*
duction veränderten Beobachtungen die^s Conieten,
und vielleicht auch nngjeachtet des heimlichen Wun-
Iches des Verfallers der Prei8fchrift,,eiq/^^ganz neij^e
Bahn,' und dadurch. änderte Auf (cj^üffezu; finden|,
wird er. unwiderbringlich auf -die alte kurze. EUipfp
von einer. fo kleinen Periode zufuck geführt;, Frei-
lich wäre es dem Verfaller erwünfchter gewefen,
wenn er eine etwas mehr, verlängerte Ellipfe halte
finden können; er hätte dadurch die ähero Ein wen-
düngen, wenn nicht ganz vernichten, ^ocb Sehr be-
trSchtlich Tchwächen können , und das Problem wür-
d9 in diefem Falle ))eyn^he voUkpügyqpiiQii J^löd wor-
S 5 den
^2jh Mtmaii^ C&rrefp. ifüt/\SEP1^EMBEIL
'dt!n-T&jf1ii'9hkatt'AiTB'Ve^ jetzigm Hffdter»
'wenn gleibhÄc^VerFalTer aüF di^ Ton dem 'National*
Inftitnt vorgelebte Frage '▼dUkotiimen'BeRfh>ä&i#>
^theilti- «n(l-dief''&u^be aür^er allen ZweÜfel gdfeczt
hat: fö'gibt Ris do(;Ii tU Hner viel rchwerehr^Mtfrige,
'ab dio erftevoVgegebeue war, Anlafs: /^^2tritm*>K&fff-
*Uch ditpA- OoHiet nicht oftmals eUnniM'' erfMemn
'und'bedbaihtet w&rden fey^"* ^
Obgleich 'dieCe Frage in '^\6ai)Pt ogrnmm jiifk Vi*
'donal- Inftituts nicht mitbegriSen war , fo fSilta
']Burekhärdtioch die Verwandirchäft ond Wich'tigkeh
'ff6rtelbWiln'£Ar^ ^Is dafirer es nicht verrocht hätte,
«nch hierauf zu antworten / obrchon begreilKcA hier
-'fli'e gdömetrifche Oewifsheit nicht Statt luibeto; und
'viele« nnr anf Vermntbangen dnd WahrrcheihlifchKei-
'^ten hinansläuft.
So wirft Bitrchhardt z. B. den Gedanken hin, ob
sieht vielleicht der Comet , welcher fo nahe htj dem
'Planeten Jupiter vorbey ging , die Zahl feiner Tra-
'banten vermiEihrt haben köonte? Die Entfernung,
'in welcher dieCfer Comet im J. 1770 nnferen bewäfihe«
ten Aag<^n verfchwand, und welche viermahl gerin-
^ger, ab -dör Abßand des Jupiter von der Erde war,
Geweift hinlänglich , dab diefer nene Satellite an«
SQch )etzt g^nz unfichtbar bleiben mofs, Wennanch
diefer Znfall möglich , nnd die Idee ganz währ -wäre:
'fo würde fie uns doch wenig nutzen, und uaferer
Wifsbegierde gar keine fiefricdignng gewähren , da
*u^r keine Mittel hätten , und nie im Stande fejn wür-
den , dies Ereignifs zn erforfchen , oder zu erfahren.
Vbrigens ift es rigoros bewiefen, dafs kein Comet zu
einem SaieUiten irgend einea Weltkdrpera' werden
' kano.
nii/* Atoch dieren, jetBt UjfielegenhtfitaML^Mii*
'ß^eo G^ftirnt in fo vmrme Anre|^Dg gikomväeuekk
»dai&«D ffliirc. B. an : ob 'diefpr CometTmcfat^jetv«»
ir «von* einigen Aßvönomen •Termathete • .z^lTckea
nr Ailav%l niid Jupkere - Balm:hingewierenAi. nei|e
lauet fejn köunte? Wie J?. diere Idee weiterienti^
ilirt her, iliaheo nnlere Lefer' bereiu «nsdaiii Tbrher-
rhendin« Aagoft -Stück der >Af. C. S, 170 gcfehei.
i feiner Preisrchrift hingegen wirft er felbft.diie Fr»-
rauFs tilid -begegnet ihr zngleieh , waram diefeiipla«
»Mriibhe Weltkörpei floh nnferu Blicken nkfat dfter
id wiederholt gezeigt hatte.
' Um diefen Einwarf Irecht sn felTen, ro1>erechnet
. erftlich förmliche Sphemeriden für die Wieder-
shr des Comete« nach dem I. 1770. Allein 'da die
örnn-gen den Durchgang dee Cometea dfirtiM Peri-
•libiü tiht MerUich haben veriinider» können : fb
niate' er diefe Berechnangeü txnter verfehibdeneb
Dxaiiefbtzuilgen anftellen. Hbr^Aar^t^ 'berechnet di-
sr 14 verfchiedene H3^j30fthefei3 , nnd bej }ed6r be-
MväM' ^r diegeocentrifchen Orte des Coniiete«, fei-
» En tPernungen , Phafen ' aüd alle Ünifilinde , wcAcbe
iiie Beobachtung begüoftigen oder Terhindeni kdn-
sn. Er zieht dibrant den^Schlnra, dab eaii^der nn-
öglich, noch fehr nnv^aUrTüheinlich' Hl«' 4iÜ 6ii
ometvon 1770 mehr als ^nmahl i^orficligeMAift I^,
bnedäb er ^htehtn nnd beobachtet i/r6rd'en -Itonnte.
ie Berechnung der Störungen , die diefer Weltköf*
sr feit 30' Iahten erlitten tlat; find nngeheiter nn^
1 abrchredkend. Das Pi^o^mm -der TreieanPgabe
itte diefs nicht zur Bedinghifs gehiacht; a\ich ti^ür-
8 zu einer folchen groben Arbeit ille anagelMtMeZeit
viel
^7^ Manatl. Cohrefp:. ig^h SEPTEMBER.
'ViAt»luiTz geweCen^üyii:; Indien nfadUl fich«tt-
fer A idttiboch anheirdiigir dkGs rGhweraf.Btfitnhniiiig
%n atiteniehniea}, wediiADer:flUirercBrfgAira«a.CrfiMlft-
ter die Fovmeln bierx« lie£aro wollte»: nuidiAniegt-
' frandaürHoffaiiDg^ eoms- glftcUichta Erfolgs '«OrluiQ.
-dün wÄra,- ■■ -i.. ; . ^ ' '; r- ': t., :
indAilbn hat BwvkAandt^^ PreisCobrift^dtBE rorg^
.hegten Ajrfgabe , oafdb dar i^inftimttiigeA Entaei^iiiug
der «rnannien ComaiUIarien « yoUkoouDeii . Gwügs
•giethai»;<«r bat» fo wie ea datPrograma i^evlmigtba|i
■die BMtwchltuigea. mit; eioem Flaib «od «lit eiaai
Genanigkeit hergeftellt. dafabierüberntchtt aiebr «n
Lwühfchi^li übrig bleibt ; er hat darch aa^rmeraliche
•Calcnla alle Farabeliift -Hyp^belD and':£UiprietB« a^*
Xier jedet vou 5^ fahre, ausgefchloIEBn ; «r hat die
einxig: wahre ElUpre bQftitoiHt , welfhe^ l^-gefuraab
gDogUch alteD Beobacbtaogeo genug th^t. dEr bat folg-
lieh alle BedingDiITe der Aufgabe auf da< al^i^naii(B-
- ße. erfüllt; , daher ihm auch der Freie einfiiaiBiig ud
lyogetheilt zuerkannt wurde«
XHp Frage« welche über 4iefeo fonderbarea .We|t^
körper noch aufzulören übrig bleibt , ift vieHeicbt
Uiibeßkmntt vielleicbrauclii ganz unauflösb^. AUrifl
:Aur€h^ur4:khffrdt'B Bearbeitung ift de wenigOens anfii
Bein^ gebracht, und wer (ie wternehmep, wU)» kei^ic
.•anq\el^ die fiebern Data^ an welche.^ri&Ghxa. hal-
ten hat. Vor der Burckltflrdt*khtu Unterruchn^gh^«
te kein Aßronom eine folche Arbeit wagetv k-önntn
und düifen ; wer ea jetzt lUut, Beruf, nnd Kräfte d^-
zu fühlt, weifa nunmehr, -dafs allea Qur von der
Kunft, dem Scharffino« uud der Gewandheit einer
höheieo.AnaljfeabhäageA wird«
Unbre
•" TTnfefb -tteler haben anii änn vorigen'Heffeu nn»
brar ZekCcbrift gefehca, dalb mcthrere GeotteM^-ond-
AftroDonieD kiicht abgenieigtjfind , zu verniuthen« 4si£ß^,
dfet ncne von Piavu in f aleritao entdeclct« Gefikn-
wol diaTerCoinet» und anph:noigdk:ekrt, d«r Comet,
TOD i77o,dieredneaeG«ftirov itieUeicht beyde derbl-
fae Weltkörper, undamEpde.der zwi(cban.:Jupiter
und Mut« Termuthete Flaaet Cija könnte. DaTa dielk
aUae nur gewagte Vermuihupgan find« wilTea die Le-
ier nnüarer fortgefetzten Oefciiichte diefea neuen Go-
Anrna; aar künftige Beobachtungen und Auffimdimg
dieCse feblamen Himmelakörpera können uns hierüber
beldhien^ Unbre Zeitfchrift wird den Erfolg davoa
MI' faiai0T Zeit bekannt machen»
Wir belchlielaen hiear diefe. biographiCchen Nacbi*
lichten unferea Burckhardt mit der Anzeige^ dab die»*
Cnr geüchickte und unermüdete Aftronom. gegenwär«
tig mit der gänzlichen Umarbeitung und Berechnung
dar St^runga- Formeln für die beiden Planeten JupU
ter und Saturn befchäftiget ift. Aßronomen iß be«'
kannt, data die npneften De Lanthre^lchen Tafeln
dieför Planeten, weiche aach des l*a Flace'Ichen^
Theorie ausgearbeitet word|^a find,, noch eine halbe ;
Uioate ron den Beobachttingen abweich/an. JNun iü
in erwarten, dab nach. vollendeter Burckhardc* (cheü .
Arbeit diefe Tafeln bia auf fahr wenige Secnnden- mit
dam Himmel übereinftimmen werden. Um fo ver«.
dieaftlich^r wird diefe Bemühung feyn^ - weil man fich
Inder Folge* diefer Planeten mit Siicherheit.zu L^ixi»
gen- jundrBreiten^BelUmmungen zur See wird bedie-)
ner können; dies ift nicht nur eine Vermehrung der
Hülfamittelzu diefem Zwecke , fondern zugleich auch
^ ei-
^74^ MbnafL .Qmrefp. itot2 SEPTEMBEH
eine Venrollkommoii'ng Dtmi bey dem gnAeh Glan*
ie «dfer Planeten laflen Och ihre AbOänd«: vom Mon^
debef der grD&ten DÜmmenuig genau beobachteDi.
^o-et tnr See noch mögiich ifl, den Meerea-^orUonC
deatlidi cu erkennen, und folglich die Bbhen dierer-
Planeten nnd des Mondes mit grofser Scharfe zn neb*
tfien , welches zur Nachtzelt bey Mondes - Abftändea
iron Stcfrnen i>icht immer der Fall ift Der Heraus*
geber hat fich hierüber fchon ehemahls .in feinen
A, G. E. HIB. S. 574 omßändlich erkllrt« und der
fiänifchen Commiffion der Meeres - Länge in Kopenha*
gen diefen Vorfchlag vorgelegt, welche ihn anchge^
ikehmiget, nnd diefe Planeten* Abßände in^ihrenktinf«
tigen Scbifferkalender aufnehmen vritd^ Bun^harif%
Tafeln diefer Planeten, nnd der DSnifche Schiffer-
Kalender i^erden' demnach eine nene Wohfthat fiir
die SchiCiahrt feyn; die höhere Analyfe und die höbe'
te Sternkunde haben hier abermahls das Ihrige zum
Beßen der Menfchheit nnd der bargerlichen Oefelt^
fchaft geleiflet
. Thatbcheu^nichtLobfprüche haben Wir hiervon
getragen. Did Verdienße nnGetes BurckhAtdt find da-
Her von den berühmteften Gelehrten in ganz Entops
anerkannt worden. Das Bitreaudts L&Hgitnikt iütz*
tiB , die Raff, kaifetl. Academie det Wiflenfchaften itt*
St. Petersburg) die königl Oefelirchaft disr Wiff. in
GSttingen , die Chnrnlainzifche in Erfurt , habta ihni'
diefe Gerechtigkeit auf die ehrenvolleße Art widerEsh*'
ren hffen, indem fie durch ihn die Zahl und den
Glanz ihrer würdigen Mitglieder vermehrt habtn.
XXVII.
^^'\:\ KXyjf^^ Ma*4stkt<friti.^ .-i...;.^/. »75;
-'.^■'•^ .- ■ •XXVD. ;•
■; IJber die Theorie des ;Mo.n.des»;;
'.."■'--• ' ' \6n J. T. Bürg, ■
Ajfmet dit l. k. StMniiWaciB ili Wi^ Und' MttjgU^A a«f
Ruff. SaifoL Ica^Bimii^dair WilEenCbkafiap^
, . . ' . iib Sti, .PetMihiirg, .
X)l6*Lefer itr M. C. erfaininm fich ohoe Zweifel äüB
iünge» im Aagoft^ Hefte bekannt geiütkÜitän Brie-
ftn*) von, La Place 9 daC^ dieCer grorse Theoretiker^
die Unterfuchiiiig eiofget benen Oleicfauügen für die
Lftiige des Moodes dnrdh BeobacbtUDgeo empfohlen
hat; ohne daaDafeyn derfelben Alk- gahz etwiefen an*-
MiCeben; ocfer den Coefficiemen derfelben eideü be-
fi&nmien Werthfta geben, seigte er an« dab "feine Rech«'
iMiigen,^.fo weit er die AnnShetang getrieben hätte«
denlelben wirklich einen merklichen Werth zueignen«
Ea könne.aber allerdings gefchehen « dab. dieijenigen *
QUedev, Wdche er vemachtäffiget hätte , beträchtli^'
che Aendernagen in den vorläufig gefundenen Refal* '
tatfcn herV'Oi4)rächten« Da ich diefe Vetgleichnng mit
den Becdmchtungen beendiget habe, (o benutze ich
üeta Geleg^heit» mein gethanee Verfpreohen zu er^
fiUlpn '^^) vnd die Refuitate bekannt zu machen,
obCcbön fie meinem Wonfche und meinen anßlngli-
clita Hoffnungen nicht entfprechen« ' Die Gleichun-
gen, deren Beftimmung aus Beobachtuttgen tüFlacä'
gewünfcht hat, hängen n^n den Wildceln
.,.'.. ^\ . . -. ■ .. ; ap.
*D 8. 113.
2p — 2T — <T, 2p — 2x-4-<r, x — p-t-(T
ab; die erße und letzteldi^bir Ungleichheiten hielt er
für betr|thtli<^er, als die zwejte^ womit aoch die
BeoBircläftitfgeä'tibereihlti^ÜVii kBin^GoäSdteJt iB
aber grafs genug, « uia^ei^ iDeddicbe VerbelTerang
4f ^ ll^felordasron erwarten au-köimea; Joh'biAifvfit
davon entfM^^ die W^ibe,^ Welche ich gefunden
habe , für vollkommen gMan xtf halten ; aber ich
glaube doch aanneiuen btffherfgen Erfahrungen fchlie-
t^en EU duvfejQ» dab keiner 4?rrelbeu aui,drfr]r<$Qci|9i<»
den, j;e^en; könne; die Qloiciiiiiigen Celb^i^^ M^>
gpa^-. . ■ :.L ,-•.. .... ^. ■
»4-.I/2 Sin.Qzf.-rr.Z^-T^). . :.' . ,
. — Of*.4 Sin (2p — 2X7H0:)
-*- 1/2 Sin C'^R— ^). , ..>,..
Die xweyt6 diefer Uifgliekhheitdli hatte. CdiM
Claipaut angezeigt», end den .Coefficienteü/ anf^ n".
g/eCout;. überhaiipt fcheint die Beftiramiuig. mehrefit
kleinen GjQicbimgeu für die längendes Mci>iideed«rcii>
die Analyfe ganz befondern Schwierigkeheia- oDter«
\irorfea zttj fjpjr» , denn .man erhält die Werthe am
den Beobachtungen gewöhulicb um vMes kieiiier«
a|8 fiediirch die Theorie gegeben werden ^ die UrCi«
cke liegt ohf^e ^\yeifel darin «.d4fa dieReihdo, Wel.*
che man.zo ibrei: Beßimmeng gebrannt ij^at ^« nicht
rqhueil. genug contergireit •: fon den ftuL^of» de««
nachfolgenden Glieder, welche^, inai» veruachhiäigeii'
zu k5i)ii#|i: glaubte^ unmerklich zu maehee*« .Mefap>
rare Gleichuingen aua Mayer's Fannel, welche ick,
leitdem uetff|rtli.agfr,vnibMfiu;ti| habe«..tvfitea eioanf*
fallendes Bej^fpiel diefer Art dar; fo fand ich:
■' • -4- 4/< Sie. (2ir— lO*
i|fa^ l^bt' dMso GleichuQgeti in TeUiar Theorl« Fol-^
1]... . . H^m/j S»«» (2*r-?p)
£,,.. f-h $^7 Sin (2r-l-p-H<r)
•i!.. rr ^'S Sin (ax — Jtf).
Bm^ ander« OteidmngeQ t di^ in Metxcr*9^ FormdL
tattachtlidh findi •*4- ii«'7 Sin fp+<r>un<l o
^ tm'i Sin (2ir««-3dH-t7) halMiichgsnz mierlieb»
lldi gsfioMh»; nteUch -4-1 o, * 1 Sin Cp-^-i^) nn*
•Si» o»'4Sin (i»^>»-*id-4-^(r). . Bef alliMi diefen Aaa^
diPieknn ift * 3 dißant. ([ a 0. p üT Anom. mad« Iv
#32 Anirai. fliad. O d = dißant. € m Sl* , -' i
a<i« leb fttrdus aller ding«, eed&rfte gewagt Cclibinen^
ieoten, die kanm twey Secouden betragen»
lefttafbtnnE« FrftftitTfrn xa wollen« Ob man an-
MittagsCernrohre den kleinen 2eittheil jieiDee«
IltakSnnei welcher diefen Grörsen entfpricht» dar«
kAante ich doch nur meine Meinnng Tagen»
[iriine etwaa dadurch ta entfcbeiden; es tty mir aber
die Erfahrung anfahren xu dürfen • welche
an fremden Beobachtungen gemacht habe » die
litt jedermannt Händen befinden« Wenn man die
b4 der Fehler von dreifsig oder vierzig Beob-
litttogen nimmt« bey welchen der gröftte Werth
V Oleichungen (2*-— jp) (2x-4-p-H<r) (2»— 2<r)
Itiv ift: tb iftdiefe Summe immer kleiner, als die
■er gleichen Anxahl Beobachtungen , bey welchen
e Makunum negativ ift. Da diefea in der Aeihe der
UMt. n. B. iQoi. T Green.
3^9i Monaü. CitxtSff^yfSpif SE^F^MBER.
Greenwicher Beob^^htoogeu^ vj^ \f^ Jlis 1793 be-
fiäodig Statt hat.:.ii)^laiüue ick JCciiUel« dürfen,
dafs e> sieht dnrchZlufall gefc^e)ie. J^n anderer
Grund, der mich in meiner «Meix^ui^hefiärkte . i&
folgender : der vierte Coemcient der mittelpu^ts^lei»
«Äwig: beträgt nur 1/9, der dritte der Farüition'^! ij^i
jener der zwölfiefi-^GUichking ^/'g'i ttAdT^'&er endlich
der drejzehnten }u*V. Alle diefeilSin^if Gröfsea find
ans Beobachtungen befiimpit f litid nur m Kleinigkei-
ifatt;tro2 denen verfehiccien, v^AdbtiHfäfmt^knB tboA
ileil€e«'ganz't andrer Qeobachtungeifersabgdlfiitet hatj
Jn dielen BetracUtoikgen gl&nbe 4€h. bieber. o^ei^.
Omnd za fu^det»; die.angefuhrtcti GleiditiBgibn; tat.
Aufiiahme in dib Teftln vorzurchlagen;}ich bin abec
Ja* weh . Ton. aller Vorliebe für Öiefe Metntuig . e»tn
femt» dafs ich iie Cehr gerbe aufgeböi werde » .w?nu
i^ieb« Ghiichnngen 'mit-Sicharheit dttrch diei Theorie
tfiBtgfil^tzt werden fofllten, oder Wead mßo die Tafialli
zafmofi äadqre 'Art belTer mit den .BeobachtimgQii.
▼eieinigdn kanä, ur -- ■.r:..:.-
*
.. j
■ ■'.; . .
\. ;
■-..': .
■ l '■ }
' ■
i'i
, . .1
.1 . ■-;/ . .
' <-r*'t
. ■ .1
. ...
!
■ :■ •
-; .
/
f.
•>
,! .
■-
. . . ■
i ■ ■ 1 r' ■
■ : •: :•..
I. ^l,.l
A .VI .Tmj}k
tS}f1&^*VSbirdMtiiua^mi^aptiiH^ 2'j^
•IS -■-' -
Fori^efetite Nachrichten
tU»j[ft.yen»i^ete peij^ Haupt- Planeten
.t. I ' . < ,-4... ■> .^ • ■ j .....
- I ■ ■ rr ■■ r- 1 > - " ■ ■» n »■
jJi^i' _:;... _ . :■..-. .- :...- ■
i£fa^IiiJ^^ wir. imrete* tiefer init den fo lango
^borgen bnd gehäm gehiUenen Beobachtuogen des
^siW f JEatuTcbeD GieltitD» bekanfi» macben. Nach-
f^'Piazzifliebrere irrige Abfchriften initgetheilthat-
lif-.ME^cl^QA.^E^^J Aa^fage nach, aas einer feblerbaf-
^.Redactionider gefaden Aafft^igiuagen von feinen
f^lKJ&lfen. eqtftanden waren : fo ift endlicb gegenwäc*
4g0 T^bürgte. Abfcbrift, welche wir bier getreu nnd
Uur'correct mittbeilen, entftäq(!en. Nur die zweite
Vnd vierte Colamne, nämlicb die gerade AuJ/leigrmg
A^ 'Geßims in Zeit , und die nördliche Abweichung
fili4 yön Palermo eingefcbickt » alle übrige Rubriken
^d Ton^ mir ))ere(^net worden.., fiej Berecbnnngder
gpQcentidfcbfsir: langen nnd Breii;jen habe icb mickder
Sdaefe äei Ekliptik 23!* 28' r^". und bej Berech-
]^g der mittleren Sonnen - Zeiten , der Sonnen -Ör--
^^ondDißanten, n&einer verbefferten Sonnen -Ta-
fiäa bedient;
o* ' T 2 Beobadi-
'I* •"
1.4 io Cn M M »^ O oe ^±J±S^ Vlf^'^^ * Q ^ w IJ m
0\ OS Ol O^ O^ Ä O* 0^1-4
<n o^ Cu (^ Cn w CA ^H»' l^j ^ Mn
»Hf ^ Ol M 0 Q y; 90>^ O^ Qn Q^Cn
c?) ^ *vi g M hl t-i Ci^i ^ ^ ij. M ^
|k>4 «e 90 «p « go « i^j ^
" 2 *
1.^ i^ gi ^ Fo c>j hsoa
C^^bJ» 04 ÜJ 4*^ Ui du* Cki v-
yi c/i ^ Of c^ 0\ 0\*^ ,
r p * ¥^ « if r 1
*U'Qnrtri Ln U Wt Öl öi
OS 2
N U M M
W (A W 9t
M 1^ U U M kl M IJ .
^ ^ ^ t- C^J t^J t*j t-J
^ »« IHI U Vi P
^o --a *o CJ1 eil ••< »^ xa
tu tu -0 <t<> liQW ü
'-«Ai ^ ^ ^ M M M CM 4^ -fii^ «;/■ .
Oj CA M Ol U tm» ,»
^ JJ tn üu <.
8 9 0 O
,^ C#J ou I
t ^ tf -
O 3 S 8 öS OV5 *
H P« »4 , ' M
tJ IN O 6»^ «J f^^ *
UM U M W 14 M'M ' '
^ W^ ^ lo H# O >o *
^ DO p^p y'?? ^ *
(hl p^m^
^ ^ *p ^p <;^ « Np
OJ Cu (jJ tju bhji Oj Cdij U-t '
'^0UiOLiJQO4^ O^
Q QtM ©\4* QOOj O '
b o
gi &i
V3 Q
C^i Ol Ui fk
.^ - -^ - " -N,
Cm t>j Oa t»J tu ""
*^'tn O^Oj tti
CT*«
* Q
1§
U W U tu C*uii»
u tn cii
^^^«Vä ^
tiu ly »4
««
£/* ^ o^ o^^e
yj ^ '^i 1« ^
|J W U IvJ w
•^ O^ 9i OV OS
Ov*' t^ t*J i-
4^ •-• M M 4n
I
3
B
.9.
r
i
5» -
i
i,
O
f
Bit
Bi« >0tat (s6 Aog.) luben Mreder die UnOätide^
«Mk didi Witteiimg die AufEachaog diefes Geßiras
higatiBgeii woOen ; edch liaben wir noch üichu tod
■lartB gtückltchfea Erfolge ans ande» Gegenden ge-
kBvr; viellc&fiht bringt der koknioende Monat diefe
fchnKchflgewänCchte und gelieffteEntdeckmig. Noch
heleB "Mr Mec ein Unheil eines grofsea nofdiTdMQ
AfltoAnOflNtt über diebs feltlame GeBim nach. '
OW'befttadige Secretair der k. Schwed. Acad. der
l&bmtümhm, Jütter Mehmidrhielm, erklärt (ich über
dWenrGegetiAatid in einem Schreiben ans Stockholm
»eeft n» /dl- folgendermaGsen : ''Auch mir kommt ea
ifwahnMUßnlicher vor , dafs das neue Piozzf (che Ge*
I^Kim .«in swifdien Mars nnd Jupiter gehöriger Pia«
i^aet-» ala ^iirs ea der ZjexeWkhe Comet vom 1. 2770
iifajf. Idissid JjtxeUf der meto Freond, und im Jahr
HtTfi) 4tteuh huEid ProfpeM^ Schüler in Upfal ^ar f
idS— tefrl>Dd»iteo damahls fehr viel über die Natur
JMm Cometen, und ob er wol ein Planet byn
iMmit^ - Atlein ana den bisherigen Berechuungen
fiMA El^i^enien glaabe ich doch den SchiaCs wabr-
dafs der Pia:^'(cbe Stern eher der
Planet fejn könnte. Ob es gleich für
iriM JlttMtione- nnd die Kepler'lclk^n Gefetr^. gleich-
jgilfijl ift, AB welcher Entfernung von der Sonne
eflauFIfmeten fich bewegen , weil diefe Gefetae des-
^fl^ «tt^dialben doch Sutt haben können : fo ift
^tti ImwMonifehe Progrefüon diefer Planeten • Entfer,
^Miinngen. lisben andern Gründen . ein Gewicht mehr,
fluifie Sxiftena diefes Planeten ku glauben; ichbe«
jEflimn ^aufrichtig » dafs dies wenigfiene bey mir der
i^flU UL Ich JBnde noch überdies » in der Kleinheit
T 3 die-
I
aSz mbnaO. Correfp.i§ou SEPTEMBEXiZ
„dlafies neuen Flaireten^ 'e&i^*.ge^ifl]B^,Öe0iv>mI& det
j;NattiT\ wenn ich iMuShto aüa()rflcketlidifr6-^>Dieret
^'^li^l^iije Ißlatiet niinnit iBilt JMier^v der^ebeiifiille zik
j'rdenlttAtaen MaDeteAgehftKtv '|eßi(kf dü.Mi|tel nn*
l!X6^s^lAü€t^ri[chen' Sonnen «Softem« eis» ^^«r :trinl
iltatiA kann daher keiae<^oben St&raogeQ, iii' diefem
;,9fßiJ^'verarfaGjieD. 'Übrigena ift es {nfflieb/fchwer»
,aua ded' lrl»rba|ideneo Satis einfengewifim Sdblula
yytiii^ 'Auierprucli über diefen* aefaeoHiiämelilkörper
^',zti ^a^en, man mufe fernere BaobachtnogenabUrai^
„ten.'' Aöch möchte ich nicht entfchaiden^i ob dct
i,£««rfPfche Coraet üicht der vermeinte -Planet feytt
;;k8nnte.' Die DISeteoT- zWifchen ein Paar Efementen
;|d^'Batin ift, "wie Sie ganz xecht bemetken, nicht
;,hinreiChfeAd» 'Om daraäa mit GewÜsheit uoey ver^
i;fchitßäen^*VfelikbT^^T zu -mabhen; Ch könnten auch
'(.Hvol eik'Wid^ derfeibe K'drper fejn, und die* Störant
^ygeiii^les Jupiter könnten grofs genn^ gewefen feyn»
^,diä iSine folche Differenz und Veränderung hevvor*
j;zMring^n. Auch die Veränderung der Geftaltdie-
„fes'Wcltkxirpera, feine Sichtbarkeit, und feine Un.
,,ßchtbarkeit , können hier nichts entfcb^den; denn
j,wir kennen, wie Sie recht gut bemerken, nochznwe»
„nig die phyfifchen Conßitutiouen der HimmelskSri
„per, uYn darauf Gründe bauen zu könrnen. - In eine
y,nördliche Ecke der Welt rerbannt , iß ea unfec
„Loos nidit, die Mirabilia Coeli zu entdecken ; Hnch
„wird uns fchwerlich das Glück zu Theil werden.,
„diefes Geftirn wieder aufzuEnden*
„Unfer Nicander iß von fehr fchwacher Gefand«
9,heit und kränklich; unfere anderen beiden Aßro«
„nomen ^ Svariberg und Osverbonif find jetzt In Läpp«
Irland
283
der Gradmeffttng ; atuch habe ich dli
n Inftraineote ünferer Sternwarte (
^^efchickt.
^«hiid hey der Gradmeffttng ; atuch habe ich die vor-
y,ztiglichüen Inftraineote ünrerer Stern\Varte dahin
INHALT.
XVIIT. Etienne Marchaiu^% Reife mn die Welt in den J.
1790. 91 nndpi. (FortX. 1. S. 93) ig»
XQL Trigonometrifcbe Methode sor gen&herten Beftim-
xnan^ der Elemente einer Cometenbahn. Von 7. C
Btirckhardtf ' Adjanct des Bureau des Longitudea in
Paris. 309
XX* Vorläufige kurse Anzeige neuerer Beobachtungen
Aber den Planeten Mercur. Vom Oberamtm. Schröter
id Lilien thaL 220 .
"XXh Revifion der neueften Karten Ton d. Schweiz» 231
XXIL Ueber Langen- Beobaphtungen im Orient n. f w.
Ans e. Schreiben d. kön. Dan. geh* Jufiizratht C. Nie^
huhr^ Meldorf 9 Jul. igoi. 240
XXin. Beobachtungen zur Befiimmung d. Polhöhe von
AUxandrien in Aegypten. Von C Niehuhr angeftellc
u. berechnet« 254
XXIV- Beobachtungen zur Beftimm. der Folhöhe Ton
Kdhirai Ton ebendemfelben. 255
XXV* Ueber die Matt -Störungen. Aus e. Schreiben det
ColL-Eathf F. T. Schubert» St. Petersburg 20 Jul.
igoi. 25?
XXVI. Qefchlufs der biograph. literar. Nachr. Von J. C.
Burckhurdt, Adj. des Bureau des Longit. in Paris. 264
XXVII. üebet die Theorie d. Mondes.. Von/ T. Barg,
Adj. der k. k. Stemw. inM^ien» und Mirgl. d. RniC
k. Acad. d. W. in St. Petersburg. 2^5
XXVIII* Fortgefeute Nachr. ab. d. neuen Hauptplaneten. 279
I '-
'- ,1.1
^9"
MONATLICHE
)RRESPONDENZ
ZUR BEFÖRDERUNG
DER
ID- UND HIMMELS-KUNDE.
OCTOBER, 1801.
XXIX.
ntre Marehand's Reife um die Wölk
in den J. 1790, 91 und 92.
(Berchiufi zu S. 19s.)
24 Jun. ferli^r« eodlich da« Schiff die RevoJu^
Infpln,. um, feiDem Auftrage geinüfs, die nord*
che Küfie vcm Amerika za erreicheo. Ein atti
aufchnlichen £ütfenHjog bemerktes gröfaerea
mufdte wefTf^D Kürze der- 'noch äbrig gebliebe*
ieit nubefncht vorbey ge^^angen « uud feiue £at-
mg küuhigeü Seefalii'eYii überlaflen werdet^
27 Juu. paMirte Marckand die Liuie im 143*«
eu 7 Aog. bekuro er naeh einer utiunterhroche*
ahrt von 48 Tagea die Amerikauirche Küfte.la
awr. IV. B. iQoj. V düt
- T
MONATLICHE
CORRESPONDENZ
ZUR' BEFÖRDERUNG
DER
' ERD- UND HIMMELS. KUNDE.
i
OCTOBER, 1801.
« . .
XXIX.
f|»M Marehand's Reife um die Welk
in den J. 1790» 91 und 92.
(Befchluff zu S. 29«.)
■^<iii 24 Ion. Terlief« eodlich da« Schiff die Revola^
Mnfibt i^nm, feiDem Auftrage gemüf«, die nord*
MeUiche Kutte von Amerika za erreichen« Ein atti
auXehnlichen £ütfenHJog bemerktes gröfaeret
mu&te we^eo Kürze der noch übrig gebliebe*
Zeit uubefucht vorbey ge^^angen , und feiue £at-
aog kfluftigeo Seefahtetn überlaflpn werden«
27 JifD.piallirte AJarckand die Liuie im 143*«
den 7 Aug.- bekam pt nach einer auunterhroche*
Ka Fahrt TOii 48 Tagen die Amerikauirche Käfte.ia
lllii^ Corr. IV. A. lOoj. V der
286 MonatL Cwrefp. iSou OCTOBER.
der Gegana iröWfJäp ^gf^g»g'/mfflr!etnirarfteütnafal za
Gcficht. IVIan entdeckte. hohe, mit Schuee bedeckte
BergCpitzen. Erß den 12 Auguß Morgens warf diis
Schiff in der ßay von Guadalupa Geine Anker, aas.
Die ganze Schiffaaiasiirc^aft .befaiid^^ch nach einer
Seercife von 242 Tagen, welche nnr durch einen
iSittifgiggii At^^en^alt 10 den JBajea/^ Prayia nt:^
la Madre de Dios, unterbrochen \^4)rden , in dem he-
ften GefundheitsTiiflaude. Ein einziger Mann war-
^ de nur leicht vom Scorbüt' ergriffen.
'Z^frft ward der ;2if(^d der K^fie nod )die Jj^y
onterfucht. . ^ an fand guten Ankergraud.. £inBach,
welcher fich in diefiay ergo ff , .konnte das Schiff mit
dem.nöthigen Waller von der beßen Befchaffeuheit
irerfehen.' Sclbß die Landung war leicht und bequem;
aber dagegen fchien di^Ge ganz^ Gegend menfchenleer
iipd unbewohnt zu feyn. Unter diefen Umßändea
zeigten frch fdir den Pelzhandel fchlechte An'siichteii^
und fchon War man bedacht , einen füdlithern Lan-
dungsplatz aufzufuchen^ als eben eine Pirogue mit
Einwohnern er fehlen 9 welche Pelzwerke zum Kauf
anboten, und deren noch mehrere fierbeyzufchaffen
v^rfpx2iched. Unter dielen Ausfichl:ea waid bekkioi:
fen., hier zu verweilen. Die Buchte an, welciier dai
. Schiff Anker warf* liegt an der (»diu^^^f^n, Kä(^e def
Infel Pipt^ welche ,vou JD^ordweß her die grobe B^y
Wßp^ : ßuadalupa bildet» . Dixan ^ab ihr den: Ndmeff
JübrfoUi'JBay^ Ihr erßör nrrprüriglicher Name, in d§n
%iach« der Eliuisebor^eH , heiCst Tchinki^ie,, ,Kiiod|
:^igte fich dfsr Tag.» fo erfchienen 15 mit 13b bis i^
Amerikanern bemannte^Firoguon , • wt Iche iiogend t^eib
bey. kamen» u4id;iiA Aiickßgh.t ^hrer jUbQxlegenbeit;^«
3tXlX. Marchaifd^s Reife mtjdüffdt.. 287
Varfidht uothwendig^ machten , diiGi oiemi^Qd «nsill»
rem Mittel an Biird gelalTen wurde. Der • Handel wur^
d»-auf. ausgefetzteu Böteo zu Staode gebracht Die
£ii»wt)hiier wüufchten keine iander« V/aaii^ fo fehv
eiAi^iitaqrchen , als Kldduogsftücke. Sie hatten den
Werth deifelben darch frühere Seefahrer kennen ge*
lernt, und einige ant«r ihnen trugen Wpßen vonTuch^
Beinkleider und Hemden, Was fiQ von Kieidanga*^
fi^cken hauen, fchieu Eu^lifcbe Arbeil zu yerrath^ii«
oder aus den vereinigten Provinzen von Nor^mexi^
ka hersuTÜhren. DieCe Leute find nichts weniger al«
Neulinge im Handel, • Pelzwerk von d^r erden Gat*-
teng konnte nicht theuer genug bezahlt werden; fia
beriefen üch dabey- immer auf die Grofsmuth uqd
Freigebigkeit derer »v IpU welchen fie vordem gehen* .
delt hatten. Sie unterfuchten alles fehr genau. Keia^
Fehler entging il^re.r Aufmerkramkeit, . der nicht fleif^
Isig. gerügt wurde» Sie > feiblb verftanden die Kunft»
ihre Waareu für das!».^ege zuzurichten «..in. einem hor*..
heo (jrade. Sie verfpra eben den airid'c^Tu Morgen wiei4.
der. zu kommen. iDiefen iVlorgep wurden zweykun«)
derfc,3tiicKe« giäCstentheils Seeotterfeüe und Bären«:
häute, xCingehandeltf aber darunter befanden iichnutr
wenige. von det erfteu Güte« AJarchaftdiiiad.Chanal
gingen des ^I ach mittags mi-i einigen von ihrem Ge^
folge ap9 Land; zur VQriirht war die Begleitung ba^ ;
waffnet. . .Da fich aber die Einwohner fehr friedlich^
I und fogar- dienftfertig ^jSzieigten:.,fD iwar diele Vor«
[ ficht ^betüüCfig. : Sie henutzten die; kurze Zeit ihree
Anfentbalts , am fowbl über die Befchaffenheit de«
Landes« als die Gemü^hoart der «Ein wohnet« fo wie
Mwh YQU ihrec VecfaÜung und Lebenaiut einige Nach«
V 2 xidyi
j?8» MbmtX.- Omefp. iSoUOCTOm^^^
rkhtM zu faditnehi» welche nnferetefer hier im Ana*
zoige CThahen.' • .*.'/. j. •
• Die Bay von TchinkitdnS^ilk v0d allen Seiten mit
iM^l^en" Betgeii andfchioiren, IlMCe Gipfel find* «Ht
Schnee beäeckt , welcher nach aller Vermuthnng nie
▼Ergeht« Denn Marchaftd hefand fich während der
Hundstage in diefen Gegenden « wo noch üherdi'eb
- ftaTke::Kegiengti(re fielen', und doch- vetfchwänd der
Sohdee nie ganz von den hohen spitzen d6r Berge.
Siwfr läfst andi verninthen, däb die Winter hier za
. Itftnde: anhaltend und (iren^ 'find; IndelTen ift doch
d^r Anblick der umliegenden Ge'gend weniger ranh,
« sda man unter diefem 0rade der Brleite erwarten foU»
te. Der Böden , wenn er gebaut würde, würde die
Bemühangen der Arbeiter hinlänglich vergehe^n. Ge«
' genwärtig ift alles ringsumher mit ungeheuren und
nndnrishdringlichen Waldern bedeckt. Doch hat^ebditf
Einwohner gewnfst , fich einige za ihren Streife-
nden nnd Jagden nöthige Wege zu bahnen. A n vieti»
fäbigen wilden Thieren und V5geln hat diefes liand
keinen ÜberfiaCs. Der Hund von der Art des Schi*
fierhundea ifi da« einzige lebende vierfüfsige ThieY,
welches den Franzofen zu Geficht, kam.
; Die Einwohner von, T^AZ/t/if^^^ zeichnen fich
nicht durch ihre Grörse'aus, welche nie über 5 Sehn«
he vier Zoll beträgt. . Ihr Leib ift fiark, die Gliedma-
laen in gu^em VerhältoilTe, das Geficht rund nnd
breit, die Nafe breit und gegen nntenzu dick. Die
Angen, welche tief liegen, fitid klein und triefen^
Ihre Gefichtsfarbe lärst fich theils wegen ihres natura
Beben Schmutzes,- theils auch wegen des Gemifchet
▼OB Säften .niid^Fett , womit« Cte iich das 6eficht:»n«
auf-
XXIX: BSar/kancFs Heife um OieMtt 289
anfhdtlich befchmiereD , Cchwer beftimmeiK '^[chevßf
im Groude roth odetf hellbraao TcVs. hytk.i Dte Züge^
womit fie ihrie Geliebter bemableo (fimd piicht ^pm
tinerley Art; aber ße dieoeo ohne' Attsoaboie dain^
ibre.'Dätürliche Häblichkeit za DrermehFen.- Diefe
wirdr'DOch mehr erhöht darch die Uiifanberkeit ibr^r
Barken und dichtea Haare. Nur Mänuev vo» einem
gewilTen Alter iiaben einen Bart. ^ Jnnge l/euie rei- .
ÜBu fich alle Haare forgfälti^ ao«. Der Grund, üu$
.welchem man adsden Amerikanern, eiiie eigene Me4r
-fdienrace machen woijite, wird öadovcb" adfa neue
widerlegt; deoh es ift nunmehr, fo li^mUch erwie-
ÜBQ, vdafs die Amerikaner ni(;ht öho^B^rt fiüd« Hit
ßibRglt tler Eiowohner von TchinkUä;fie ivürd» wenir
ger hifalich'reyn» weoh fie fich, weniger jpntztelt m4
fcbminkten.' DieCB T)emerkt man an: Kindern uiidfutl-
gen.Kiiaben, deien Gefichtszüge aog^oehm und fer
gac nicht ohne Interefle find. Das TaDowieren ift hiep
m ]*ande nicht fehr im Gebrauch. Niar» einige Maniye^
perfbiiien führen Toicbe Zeichen an den Händen , nn4
oberhalb der Knie , fo wie aaf ähnlich« Art beinah?
alle WeibsperTonen/' Noch härslioher ab die Männer
lind ihre Weiber. ' Siei find weitser^ oder beiTer it
bgea , Weniger Tchwarz. Ihi* Kopf ift dick undplunqn
daii '.Aufsicht "kreieförmig,. die NäTe- in ihrer Mtfifti'
em|;edTÜckt, die Aageki* klein und ohi>e Fettet • -diu
Bacikenknochen' hervorüeheiid ', ihre« Sichtoa rauben
Saare £nd am Hlnterthelle des Kopfeä .in der Geftatt
eines- Zopfs (Cadog^cn) mit ledernen Riemen an^el
banden. Ihre Scholiern find ftark*iind breit De^
BofcH ift bef Mädchen i welche Doch- uitht (bchzehn
Iähr#^erieiGh< kttben^ #and «kd wofalgehaltenu * Weil
V 3 b«K
59« ■']l!fol*l/CbrfeJp;7fä^
hWi ^ihi^läMngBt^ngt, haben ilagegeo welke ättd
tmgeBäe Briifte; Ihre Tailleüft kflni ond diqk. Dit
itivie' ' lind ' heiuB 'find einwärts gebogen \ fo dafs iie
iRninb 'har 6«heii bindertich werden. Bey dlerem aK
Seiii zeidmen fie (ich durch einen * hohen Grad vom
Bdhmiitz nnd -Unratiberkeit -aos. * Welcher Abftand
^'öti'den fcbönen weiblichen GeflahenTon Taiti^ den
'jüendaza" upd^andem Infehi>der SüdPee ! Mit.ihror
!batürlichei) Häßlichkeit nichr zufrieden , erhbh'en Iie
iKe Weibtperfonen noch Anroh Ktinft, in der Abfi'chf,
Ihte Reitzeztr^etnehren. Ungefähr fechs Linien tiefer
Uta die Unti^tiippe \vhd der Län^e nach in gleicher Rieh-
%llÄg Äit^^tft'Mntide^in Eiufchnitt gemacht, :^urcfc
^l^«kEi abfä'ngtich ein Stück Holz oder Ei Ten geßedLr<
^Dod fo wie /leäh^' werden, fo lange an'Gewieht nn4
'tfmfang ^erJEdehirt wird , bis endlich die Vnterlippe
i^sKliln berührt, nnd eine Reihe gelber und fchniatr
%iger-2ähne «eigtj Die Ö£Fdang beträgt bey einigen
Weibs}»e*rfonen:giegen 3 Zolle, und wird da» Holz
iod^r ^Ifen herati^gerogen , fo fcbeitit es, ah ob- diefe
Schönen einen doppelten Mund häiilen. .' Junge. Mäd»
^^n ßbd weiiigievhäTslichy aber keine -Serfelben kann
tfärtairbg oderfohön gelten. - Beyde .Giefchlechter , . Alt
WKi Juilgr' ABd-mitUngfeziefer beddckt: folcbc^ di^At;
fhlnei} ßatt dier '*LeckeTbiiren,r;iind es wird fleiEng^
fär jaefnTgt, ^amiCea ja nicht anidem nö^higen Voa^
iwth fehle, Sälbibdie Pelzwerke^ wiE^lcbcf fie znnbVetE'
Ifaiif bringen, find' damit fo angefüllt, -da fs keineSoiS'
fiüt uireich£,'rura'7fie'.^ uz davon zn teinigett... «JEji^
prüiant une äargaifvri^des fourrut.tss^ 011 prtnd ima can-
ig^ijon des pöupci \on Ätu. Vf »wüftÄngen der. Kjttdeiw
blä£rerajji^bd%imfi^e /Bieifend0i)im(^ Uer zu I^4e
XXEL MMkanXi, IRjoiffi nm die WM. Oxft
«n. dta G«ficht«To euiigor Emwcdtaelr nickt uoAiifll«
^e SpaneoeQtdftdct; .: i • . . - -,^r\
Dia VolI^ilDeoge der Ehiwolrne^ dierer Bay ift
IchiK8ch.r Mao^jLiiun annefauMD^dab aober den AI*
t#» «Md. Kra«]wa«.-.fich beynaht alle- Eiaweliii^ff-kl
4«rNäbe dea StbifEa rärrammeh.habaii;' Man kDDoroi
d^AliD. iisigeacfatatrv mit.Einreldttb' der AVeibarviM
Kinder k nie über zu^eyhaodert Köpfe zählen; da?abet
die 4fi»ibl 4Qr. Manne» diederWeibaperfonen-fdit
iiiiiertrifft; (o täfs^ fich doch ^rnuithen^ däraeinigi
▼an.. jenen zcupückgeblteben waren» um die Haaaga^
(chlifte za beforg^n« Dixo?i will. alles zufamnMn g*-
nominen nie über- 176- Einwohner zu gleicher Zeit
ben^f^rkt haben4 . Dei; Red^teur «feines Journals rech*
aet nilt £lof«hl4iCi der Kranken , Alten ; fo wie der«H
welche mit der: Jagd , Fifchen^jund änf andere Att
llffctidfngt .Ciid.,.;die i^nzahl aller Bewohner^iifrl^
Bay höchßeiis auf« 490 Seel^m Ein Land, welches
durchaus : mit 4o dichten nnd. vngehearen Wäiderii
bedeckt iß» geftaittet auch wegen Mangel des Ulatlsv^
baUa keine ßärkere, Bevölkerung. -^
. Die i^orzügUchfle Nahrong der Eingebornen be^
ftekt-aoa Fifcihen nnd dem Fleifch der von ihnen' ^
t^dtetem Thiere» , Sie bereiten ihre Speifen mit WM*
fitfchfett • die ßo theil» frifch • theils geräuchert efßdti
St^ke:Qe^ränkie. find ihnen unbekannt« Sie fändedt
auch keinen Gefchmack daran , als ihnen wdche dar«»
gereicht wurden* r- Schon die erßen Seefahrer , wel-
diefe Küften he(u<it haben.» fanden den Gebrauch
des* Eifena feit langer Zait in diefer Gegefnd einge^
führt. Nach aHer Vermuthnng haben fie die verfehle^
denen WerJuf ftgoivoii JUllon Termittflift deä Vetkehve
y 4 fflit
45^ JHbtaO: Corr^.igöi. O&TABER. C
MÜtt^knea äen Eovöpitm znviöha fetef^enenSiiifl^
snea erhalten. So z. B. find iie mir if Zoll iaogea^
ftüd .itwey bis dfef^ükM' breiten fpttsigeD and %we]r-
fthoeidigen Dolcbeo hemiSnet. F&r diefet Weffcii^
firübe trageii diefe £inwohaer eine rörüglich« Sor«
g0L / ^e-erhalreo* es befiäüdig glftoiend ond rein ; ilkiA
{Öhren es za diefem Ende an einen Gebangt in eliaer
iedecjien Scheide. - Aach ihre Spiefs« find ge^enwäf«^
ttg mit einer eilernen Spitze verfehön. Auberdem
fiäbren fie noch PieÜ. und Bogen; £s Tcfheifit, als
wenn iie von den* Engländern auch Penergewehrer^
lialtwm. iiätten. Man fend eins d^Celben bey einem
dei^ Eingebornen. - Er fcfaien aber damit unzufriedeoi
^eil feine Flinte- Imoier Crick nnd nie Puhu macha
pifCs lafst Termuthen« dab die EngUli>der kldg g^uilg
yirarea, ein Gefcheuk^ das indeii H;^nded der Wit
4^n Co- gefährlich werden konnte y- nicht mit demvö«
thigeu PuJver und Bley zu begleiten.
^^:. 'Die Einwohner diefer Gegend find tbfttig , arbeit*
diu ttnd gerchickt; ßechten fehr artig von Weiden;
fpinnen und weben daraus Mäntel , -Welche cam
Xhoil mit Stucken von Seeotterfellen befetzt find,
liod.g^en die* Kälte febr ^ut fchützen; gerben snd
)]^reiteo die Eell^, und find logair in der Bildhauer-
I^finft and Malerey nicht ganz aaerfohren« ' Diee al«
ks verräth, dab fie mit den nützliche Künften , and
fogar mit denen des Vergnügens einige Bekanntfchaft
b^ben. Alles ohne Ausnahme , ihr« Piroguen> Ate
Rafien und anderes Hausgeräth ift mit einer Art voil
hierogljphirchen Figuren geziert. '. Öiefe find freilich
»^eder regelraäbrg noch fch^iv in &uropäifchem Sin-'
i^; aber bejr -dem alten febh w nicht an einer Are
-:.:: . ' .- VÖO
XXIX. Marchanä's Rt^e mm du J¥dt. iq^
I Zierlichkeit, welche man' hier nicht erwarten foll»
M Woher diefer lo allgemeine 6e ich mäclca«!- Zier«
Mthen Bod SohnitswerkeD ?' Sollte vielleicht die Mo»
lie.ihvet langen Winters das SedOrfuib einer äholiehen^
BefichiJFtigy^ erzeugen? oder li#gt der Grund davon
ia^einem altern Zuftaude der gefellCchiiftlkihen Verbr*
long? Ihr Fieifs fowol als ihr Oeuie MFaerti Geh'
voraüglich in dem Baä ihrer Pirogaen. 'Kfbl||t^>d]tfr-\
falben find ftir den Gebrauch einer einii^n Pamili«
von bdif'oder fieben Perfoirtti.heftirtimr. "^Die'LäDgtt
derfathen betragt 15 bU 16 tlud die Breite ^ bis'^'
Schuht ^ Budeie find vou'^einenf gtOb#r» Unrftög«
Bi^da find Von gleicher Geftalt und aae einem «^sl^am.
»f Heriimta^t Sie Tchiffen ohne Segel ; aber fie fchei-
Denden^Werth derfelben von d«n Earöpäern gelernt
in haben, und da fie mit dem Weben nicht unbei
kannt find, fö lärst fich vorausfehen, dab fib^A der
Folg<B fich auch der Segel bedienen werden. ' £9- läßt
fick Gchwer beftimmen, warum fich die Einwohner
von 7^/7i^»^^iAi^ nicht des- Beils zu ihren Arbeiten be-
dienen, da doch diefes Werkzeug fchon l^ngefn-ibi
ven Händen ift. Statt die Bäume zu ftlien* teditHien
fier fich noch zur Stunde ihries alten VerftAren^; den
Stamm an der Wurzel durch Feuer aozng^fad , and
deflelben Mittele bedienen fie fich ebenfalls , um den
Stamm auszuhöhlen. Nur ein Grund-diefes Verfoh*
f tes läfst fich denken. ' Eine lauge Erfahrung mag
fie belehrt haben , wie TehY da« Holz durch das Feuer
abgehärtet wird* und dadurch dem Eindringen 'des
Waflef'i nachdrücklicher widerfteht.
Math dem Äufeern der an der KMe erbauten
Hüttesi stt urtheilen > haben ^es die EiiTwohner von
V 5 Tchiih
^94 llMatf. Conejfi J8^h OCTOBEH' : :
Ji;hiiildtäni : in dem Bäa. ihrer Hänfot- DldhU Jq *t
gebtadNt*. ala in dem Sau ibtec Schiffe. ikb«f^;ihre0
Aiisrag#>^n Folge fioft ihre Wohntm^en ^itairflnoim
dea Laiideaigefäanii^ef:^ gei»^tli|icbfir(:iii|^..bedEer gd4
baojt«; uod.fie felbft find keine NooMd^v^'^ Slftvtetf
Isdf^sk jhfe.Hiinutb ä»ar in dem Falte.vTWtoiireofcwa^
4)qr die jidgdl»' oder der Fjircb£ang« od/sr. der üivdd
mifodßn fitropftera 6e da£«,aa£FoTdern«t. HaHa man
ihren Etiühtnngen trancsn,- Ip gleichen ihr#>:WolinAii^
gen imjIiineBB 4^nei» /am I^tkßfSun^.^ ,w^lAeim
yerg^icl^jwit. den elenden Hütten diefer .Gebend ab
Fi^lUite M^nfebco werden müden. In eiußm OinU*;
Vp irährend der HuodRtligf • fich der li^V^raneii Medta
{^Ulg.aiiiT^ge nicht über 12 Grade erbebt .«.(cheint
ea auch gbn^bbaft» da£i eii^ beilere Bauart kein über»
flübiges Bedüxfnira ff y. '. . ^ r. ...^ . . .
^ hält, fcb wer» während einea. Toi kurzen Aofr
enthajta • fich von der Religion , der Regiemng»
den Sitten und Gebräuchen einea Volkea genau und
iio^rtajkllic^ zQ upterrichten. Nor ein langer and an*
haltendec JJqigang » welcher die Menfchen iu allen
GeßaUen nnd Sito^tioDen darllellt, k^nn diefea be-
wirjien« ^ Unfere Lefer nmHen fich .daher über dieff
Gegendände anr^nit einzelnen Brucbßück^nt nnd un-
Tollkommenen Nachriqbtfn begnügen. So t. B. konn*
ten AQfere Bellenden während ihrea Hierfeyna über
die religio fen Begriffe der hiefigen Einwohner keiiie
befriedigende AuffchlüIIe. erhalten. Ob man hier za
Lande einen Gott glaubt , worin der Dienft deJOfel*
ben beßebt, ob fich die Einwohner von einer Fort*
dauer nach dem Tode überzeagt halten; diefa allea
find Fragen 9 welche £ch aua Mangel v.on bewei&a*
den
yCKIR/XdychliniFs' 'Reife wit^d^ . 495
deil ' Thatbchen upmiiglieb- beantworten laffeii. ^ la
Dhoßffh R^ife 'findet raait eioe Stelle, wplcbe vermu«
tlum li&t, daff maa in dieTep Ge^eodep die Sopn«
v^i:ebrt . jSJbexiih Wfutg^ab est eine ^G^l9geBbeit «
ikr« iMcheo^ebräuche zu baobacbteo. Aiwdn* ebea
aDg«tfii)irttti ReiCB erhellt, dafb ße ßch nach ihr^
SiQfleu' bemüheu , die Aubeßätte. ihrer verftorbeoea
Freiwild« ,«a; aieren , und ViOrzä^fich dea ed$»i(leii Theil
der(Ubei|xl^v^Ver/;ähg(i^hkf»it so eDtreirse^k. .^^n^r»
einjei;iVpn:jS)/9C£>/z'a Ojficiereii , fand in der Hi^hle eipet
Bei:9a..eUieo febrzierliöh. gearbeiteten, und mit Mo»
fabeln •verkierten Kaften, in welchem derfLofif einee
Menfchdo aufbewahrt Ururäi^. Er Tchien erß ror we«
^ig^ü T9gen an dieCa Stelle gebracht worden zu
) .0^ «lle während -deaiilaFentbalti der franzoliea
am Ufer verfammelte Einwohner zu eineln eipzigea
Stacbitf gdiöVen , ündT ahne^ Ausnahme, einem' Anfüh-
rer und Oberhaupt gehorchen» kann ^bereben fa
wenig: mit .Gewifsbettt.beftimmt werden. Den erßen
Tag ihrer Landung erjchi^n zwar ein etwaa beJOfer ge-
kleid€tf ^ Mann , delTen; Mine.deu übrigem zu- gebie*
tpD rchien, aber feiu^ iBe^leit^er fchienen. delbn nicbt
fonderlich za achten^ i)4n.'folg9ddeii^Tag .entdeckte
man fcgar eben diefen Manu, ohne feine unterfchei«^
d^od^lLleidoüg, in der Miue der übrigen. ^Pie. Art»
wie fich diefe Amerikaiiiei! bej: ihrem Taufchhandel be«
nehmewf« ze^ugt von ÜbeflegUng and Mi&traoen, Sie
liehen nie da« Angenebäie dem Nützlicbeu ror. Was
^1 ihren Adgen keinen tveellen Nutzen h^t/wl^d voa
ihnen, nur als Gefchenk angekommen«- Man kommt
im Handel 9üt ihnen nicibt lo fdinett )iiijSt»4e* Sie
unter*
29« Mmuat: Chnefp. igoi. 0CT0BEK:7.
mttxfäAfki'iSTtieB, u^av'ihiorea enni Tfltiroli:^r|;eboS
theiH witd>'H»tigaünd^Da|i.. Det/kleiuM Kffsoi^
tetj^ht 'ihD«tfTelbf^' beyrir«rften«ADbltdi' niditi umI
TerUr(fl<bt^ dlift lie ent^fede« dke ÜDterbüidlilAf ab^
iM-aihmf odier den WeytJi hirM&t^eOi SiSifUlM» Mfi
%rC<te AtiiSdei tnit eider bewundern swtinK^eö'Btd^
sang zvL W^rke. In der Ördonog, wi0 üirr Ntchw
äogekottnsen fad f tiäb«vi ^cbl^tfuier oach>d«lD •uMternr
obne ^na^er zu hinderir; ' Sie ßod v/&dir itiStdldogr
Uch nochtäridendi 'foÜkld dar Handel gefcblifSinrift/
triederhok der Uatevh^ndler Ifobaell hiintef etHeatfer
dreymäbl däs'^Wort IQ/Aei*, und fcheint dinil-'deii
übrigäd m^Bie^üdignug tieft* <l<elch»ft8 aiittiilB6ddigen.
Die ühyfgM rntkn fodafi^ '^ofti ( Fraofe. ^]hio&; fiiigL
fVhoah) nnd zwar bald fiärker bald fch wacher »';)a
iiacbdeä> 'fid ibie^fidin Handel mehr öder weniginr sa«
frieden fiii*>* • ' • - ; : .. .: - :
Ihr^ Cebensart ift fehr re^ernäffiig; fie Vertiefaeo
insiner das 'FraBzönfche Schi£F Tehr frühzeitig, um
noch vOrrlVIittag am Lande zn fe^n. \3m diefe Zeit
geAiebeti fi^ ihre erfte Mahlzeit, die zweyie ein we-
nig vor- dem Anfang der fiS^chc, nnd dfefe Ordnung
wird vota ihnen an\'<eräoderUcb beobachtel,» >'Die
Männer 'fcbeiiien ihre Waibor mit ScboDänl;' nodf
NächßcEit 'gegen ihre Schwäche zn behandeln; '• Die
berchwerliohern Arbeiten-, die Jagd, der FiCokfang,»
die Zubereltnng des Pleifchea and der Fifch^iiod denf
M^Doern vorbehalten. -Die Weiber reinigeti ^idHäa-^
te von dem noch übrigen Fette , nfthen lie* zufam*
meu , und verfertigen dafvon die Kleidntirgafiücka.
Sie find ßätrk beleibt , nnd g^en mit Mühe einher;
welchda eiAe'fiiseode- Lebenterl verräth> Zuweilen
XXIX. MarchamesBjsifemmdicWdL 297
Iah üan fie aodi mdem « aber Darin Fällen, wo &b
entweder in ihren Nacheu allein, oder die Man*
ner nicht in ^höriget Aozahl waren. Sie fcheinen
«war ihren Männern vuterwiirß^ zu feyn, aber def*
fisdr vngeachtet werden iie von diefen mit aller Ach«
t«A|c'behandelt. Selten rchUefsen die Männer einen
Sanf , ohue vorher den Rath ihrer Weiber einzuho»
len. Sie elTen gemeinfchaftlich mit dem Vater an4
den^ Kindern , gegen den Gebrauch aller Völker,
welidie die lufeln der Müdfee bewohnen. Sie find
airtliche Mutter, aber Iie halten ihre Kinder Tehr un^
velnlich. Dazu trägt das unbequeme ihrer aus Wei«
den gieflochtenen Korbe oder Wiegen bey, in welche
ihre Kinder eingepackt werden. Aus dierem Grunde
find all^ Säuglinge, der guten Muttermilch ungeacb«
tet, mager nud fchwacb. Ihre körperliche Kraft entr
wickelt fich aber fclisdl, fobald diefen Kindern ihre
bisherigen Feflielu abgenommen und. der freye Ge:
hiaitch ihrer Kräfte zngeßandeu wird. Von diefef
Zeit anift fodann die übrige Erziehung um fo freyer«
Die Knaben theilen die Arbeiten der Ja|;d und des
TifchEuiga mit ihren Vätern , fällen das Holz für die
Feuerung und Küche, und fchöpfen das zum Ge-
•hrandi der Familie nöthige Waifer. . Die Mädchen
folgen der fitzenden Lebensart der Mütter, treiben
> ihre GeCchäfte , und beforgen zu gleicher Zeit die
noch vorhandenen kleinen Kinder.
Von den Heiratbsgebräuchen der Einwohner voa
TchmküäiiS hat man nichts erfahren können. Doch
rdieint die Einigkeit. unter den Eheleuten, und die
grobe Sorg« für die gemein fchaftlichen Kinder ^u he«
wei£Bu»-daIa hier, zun Laude die^Ehan auf Lebenszeit
. . , gefchlof-
298 MxmaO, Correfp. ig^i. : OCTOBMH j^-
gafchloITon wdrden.. Das Betragen der Weiber b&IiI
Gegeuwärt .dor JVIäiiber fahr eufgesogen «odzanLcb
. haltend; kaum erlanbeD fie ficfa bejn^ Stillen -der-Kiiif
der denBvifeiß vor Fremdeo zrt antblöb^;: DäaMfo«
ner halten' fich weniger an den Woblftaod grbusdett
tiDd erlauben fich iii (jegen wart ihrer Weibef Fq^woI
als der Fremden alles oiine Unter rchied« . Seibft vor
ihren Töchtern entblöfa^n fie ßch ganz nnd befriedig
geh ohne Schea ihre natürlichften Bedürfiaiile. Aber
Vielleicht ifbdie Eingezogenheit »nd Schamhafti^keit
der Weiber nur eine Folge der Furcht vorder EiCsrr
facht der Männer, welche an Tollheit gränzt. £ia
Einwohner diefer Gegend zeigte auf feine Frau, wd«
che ihr Kind ftillte, upd gab durch Geberden «nd
Zeichen'-deutlich zu verftehen, dafa im Falle einer
Untreue ec die Mutter eritoorden , uud das Kind auf«
zehren würde; felbH: die'Weilver brüften ücb täit der
Treue gegen ihre Männer / auf eine Art , welche den
Verdacht vom Gegen theil erweckt. Eine Frau riCi.
einem Fraozofen , welcher, fie befragte , ob ihr Kind
von diefem Manu wäre , im Wahn , als ob er fie ei*
ner Untreue befchnldigen wollte, fein Seitengewehr
von der Seite, uud machte Miue, auf ihn loszogo*
hen. IndeUCJi bewiefen doch dte verftohlnen ßlickd
diefer Spröden mehr als zu viel, dafs fie ungleich
nachgiebiger nnd gefälliger feyn. würden , tblräild fiel
ihrer Wächter und Auffeher entledigt wären. ^ Man
erfuhr fogar»- dafs fie fich fogleichfaaftig herbey niach*
ten, wenn -fie von ungefähr einzeln mit eioem £b»
ropäer znfammen trafen^ Ihr Vorheriges -ernfihaftes
und wildes Wefeu verfchwandvfodaun aufeikiiuaU«
und eine freimdttch» Mine mit einer savorkomment
- .:. den
XXJX. MarchafuFs Rtife um die WdL 299
OanGeFkHigkeit trat ao ihre Stelle. Et fcheint duhat
Bülii« dabHäblichkmt eine zoTerläflige Schals wehre
der KeoGshheit ley^- fo- wie Tielleicht anch mancher
Franzoe dnrch Jeln Beyrpiel mag bewiefen haben»
^eiU ließ ^as toujowrs lui tUre ä iyrtmoer un re»
Die Fhyfiogoomie der TcJMdtäner hat etwaa fin»
Oerea. Man würde et für. Wildheit hallen» wenn
|U9chc vielmehr der Grand davon in den dunklen Far^
beu läj^e, mit welchen fie ihr Angeficht befchmierea
lind eu^ißellen. Sie üud keine Frenude der Munter-
keit, aber man muft auch gefiehen» dab fie ihnen
nicht natürlich id. In ihrem ganzen Characler liegt
viele Znruckiiahnng und Verkeilung. Zuweilen ent-
£ihren ihnen Züge von Lebhaftigkeit und Maihwil-
leut welche einiget Vertrauen erwecken, hey an^
dem Gelegenheiten verriethen fie heftige Leidenfchaf-
ten; aber da üe Meißer über fich Teibfi find» Co wit
Eni lie, b^fondert in Gegeu wart der Fremden , ihre
Letdenfchaften zu bezähmen. Ihre Gebebrden find
volli Autdruck, und verrathen Verllaud uudÜberie*
gung. Schon in den erften Tagen gaben fie dorch
Zeichen s^uf eine unverkennbare Art zu verflehen,
welche Waaren fie vor andern verlangten« Nor die
Sprache fehlen ihnen zu fehlen« Der Capt. Chaual
verfichert, daU et ihm gelungen fey • fie mit verfehle*
denen abftracten und moralifcheu Ideen bekannt zu
jnactien. Hoblet hat einen ähnlichau Verfuch- von glet*
chea Erfolg gemacht. Seiner Verficherung zu Folge
find fie im Stande« jeden Vortrag zu begreifen. Die
TchinkUdner können daher nicht alt vuUkommene
Wilde angefchen weidpn«; Der VerlUnd «wd die
Schlau-
300 MimatL Coirrefp. igoi. OCTOBER.
Scblanheit. mit welcher fiebay ihrem Tinfchhamiel
xa Werke liehen, beweifäo dentlich, dab. Ce inder
Cultar fchuelie Fortfchritte machen würden. Sieha^
ten vor dar Aukunft der Fraozofen ktbchDane <tnj^
mahl mit Earopäern gehandelt. Sie müiTeu fol|(Ud
ihre Gewandheit im Handel durdr einen hiufi|(eni^
Verkfthvtiill Innern des Laudet erworben haben. Diei
beweift auch der (rebrauch der Metall waaren, wd*
eher aber allen Verkehr mit £oropäeni;hina«freidit
Ihr Miffitranen gegen Fremde gehet fehr weit El
lebeint a ach ^ als ob fief einander eben fo wenig trauen.
Denn diejenigen imter ihnen , welche Im Namen
der Übrigen den Kaaf fcfaloITen, wurden forgfilti^
tielaafcht und beobachtet Ihr Betragen gegen die
Franzofen war ehrlich, aber nicht freandrchaftiicii.
Die leich tun n igen , zudringlichen nnd diebifcben Ein«
wobner der Alendoza • Lijcln erweckten mit allen )h*
ren Fehlern ein ungleich lebhafteres IntereiTe, ala dei^
ernllhafte und zurückhaltende Eingeborne von Tchim
hitätti.
Zum Befchlufs noch einige Bemerkungen In Be*
treff ihrer Sprache. Diefe ift, wie ausiden der Ri^«
fe bejliegenden Pioben erhellt, ganz verfchiedenveii
der, welche mau in dem Nootka- Sund oder in deii
noch näher gelegenen Charlotten • Infeln fpricht. Sie
klingt äufserft raoh nnd wild; vorzüvlicfa werden dal
Ü und G fo fehr durch die Kehle ausgefprochen , dafil
es den Eur-opäern nicht wenig Mühe koflet, den wah-
ren Ton zu treffen. Dagegen finden die Einwohner
diefer Gegend nicht weniger ßefchwerlichkeit , uuU
N nnd X) gleich auezofprechen. Mit uiiferm Fnni
^ ;^ kommen fie noch weniger xa Stande. OaaiC Tcheiot
^ . ihr
XftK. Mafchanfs Rnfe i«i ditMM. 301
Sir Liebliiigtbiicli(hbe zo tejn. Vide^. ihrer Wort«
bogeo damit ao , aod io einigeD derCdben kommt er
melirmahl ror , vod wird immer Jlark durch die Keh*
1« aaigefprochen. Die Sprache falbß ift nicht arm an«
Worten. Sie bezeichnen denkleinften Theil des Kör»
pera mit einem eigenen Aasdrack ; auch f Ar alle Eu«
ropäifche Waaren fiodet mau in ihrer Sprache entfpre-
chende Töne. £• bleibt aber noch zweifelhaft, ob
diefe Ansdrücke neu erfnoden , oder von andern 6e*
genlUoden erborgt und übertragen find.
Charlotten ' Injcln^
Die fb nahe gelegnen » von La Piroufe im J,
1786 znerß eotdeckten, nnd von Dixon fo genannten
Charlotten ' Jtifeln find von den Engländern wenig,
von den Franzofen aber uro fo auaführiicher befchrie-
ben worden. Marchand giug den 2} Anguß in der
Ooak' Bay nnter 54' 10' N. B. nnd iss' 58' W. L.
iror Anker. Das Land iß niedrig und mit Tannen-
blumen befetzt. Die Bäume ßehen hier nicht fo dichte
wieaaf dem feften Lande, und die Waider haben ia
dner gewilTen Entfernung das Aufehen regeluiSfbiger
Pflanzungen. Die Anzahl der hier wohnenden Mea»
fdien läfst fich fchwer beßimmeu. Nie erfchienea
davon zu gleicher Zeit von jedem Gefchlecht oder AU
ter über zweihundert. Sie fcheiueu zu einem ein«
zigen Stamm zu gehören, der aus mehrern FamiUeo
beßeht, deren jede ihr eigcues Oberhaupt hat. Ihre
Leibesgeßalt weicht wenig von der der Europäer ab.
Sie find regelmäfsiger geßaltet, als ihre Nachbarn au£
dem feßen Lande, und man entdeckt in ihrem l\lick
auf keine Art das wUJe und fiuiiere Wefen der IcßUnm
. Corr. IV. ß. m8oi. X f^Uihier.
302 llMiefe* Conefp.i8ii. OCTOBEBL :
' kitäsner, Ilire Pa^be TcheiDt bratm xn fejn; fie war«
d»D aber 'imt äea EnropiäerD vielleicht^ eine gleidnf
Farbe babeä, wenn ihre Haot vom Schnmti nehc
gereiDigt, und den IVirknogeD der Laft weniger tat«
gefetxt würde. Ihre Haare (iod Tchwarc uod rchön»
und Dicht gleich den Tchiukitänern mit Öl^er be*
fchtniert. Ihre An^eo find lebhaft und gröra. Sie
bemalen fich, daa Geficht weder mit rother noch mit
Tcbwarzer Farbe. Vpn Un/^exiefer find fie nicht gam
befreyt, and. dabey im hohen Grade tinfauber; Aeh
beweifen die vielen Gefchwüre und Hautkraukfaeiteo,
welche man an Alt und lu»g, and an Weibern wie
aVi Männern bemerkte. Auch anter ihnen find^mao,
wie aaf dem bejiacbbarten feßen Lande, unverkenn^
bare Sparen von den Verwüftongen der Pocken. Sie
haben Teit der Anwerenheit der En^^länder ihre ehe-
idahUgenPeUaiäntel gegen Earopiirche Kleidongeq
verwechfelt. Einige tragen Hüte« Sttümpfo and Schu-
he» andere find gant nach Earopäircher Art gekleidet»
und man würde in anfern Städten Mühe haben, fie
von Europäern zu uoterrcheiden. Die Weiber find
weniger bäfslich als die in derBay von Ikhmkitänd; fie
find darom aber ureder artig noch fchön. Sie find wei*
faer als jene, und ihre Geficbtszü^e find 'weniger wi*
dri^ nnd aurückftofaend ; aber der gröbere Theil derrel*
ben ift im höchßeo Grade anfauber. Auch hier findet
man unter ihnen den häblicheu und entftellenden Ein«
Schnitt in der Unterlippe. Sie würden nicht ganzohne
alle Aeitae feyn, wenn nicht ihreUnOiuberkeit fowol,
als ihr häfalicher , Tchon von ferne ahrchreckeoder Ge«
nach jede Annäherung erfchwerten. Ihr Umgang mit
Europäern hat fchoa gegenwärtig in ihrer, Kleidosg
fowol
XZEC ArdkMriKfifrw&VUL 503
l ab in ihna übri|»eD GchrSodMo nerididie Ver*
henrorgebncht. Seit dieTer Zeit kjmoMn
wmd vaGdicQ fie fich fleibig« and feie tben dieferZetc
crGAeiol auch einige Röthe aof ikien WangeD. Dio
FnuiBoreD Bogeo an, fie ertriglich, nnd am Ende fo»
pu artig an finden. Minner und alte Weiber kanea
hecbef ff ibre jungen Mädcben an Terbaodelnp nndl
ii^ ¥«rgaif«en nicbt an bemerken» dala die Unterlippe
Jahr Midchen aus der Urlacbe, weil dies den Euro*
-pleni an mibEdien fchicn » nicht wie gewöhnlich
eiivefchnitten war*
Den Bewohnern der ChartoUen* itjeln fehlt ea
nicht an Verfiand. Die« beweift fchon die Daner»
hifkigkeit nnd Einrichtung ihrer Wohnungen* fo wi#
der Bau ndd die Feftigkeit ihrer knnftreich gearbet«
teten Fahraeuge. Diefe werden forgfiUtlg ans Land
nnd unter Dach gebracht, Tobald fie fich ihrer nicht
bedienen. Sie tragen eine ähnliche Sorge fflr die £r^
. haltnng ihres lagd- undFirchereygerflthes* Siehabea
, auch fchon gelerot, fich der Segel an bedienen* Ihra
Geaüthsart ift geßillig and ihre Sitten lanft. Sie find
fiej von allem Mibtraneo; fie aeigten fich nie mit
ihren Waffen, obwol fie die Gewalt des Feuergn»
wehrs Tehr wohl kannten. Diefe Ruhe und Sicher»
hdt^ Tcheinen zu beweibn , dab fie bey den frühem
Bernchen der Europäer nie eine widrige Erfahrung
gemacht, und von diefen edel und freundfchaftlich
behandelt worden find« Im Handel And fie vorBclu
'tig; fie prüfen nnd uoterfuchen vorher» nnd fchUe»
Isen kein Gefchäft, ohne vorhergehende reife Über«
legung. Dixon'B Tkgebnch lafst vermuthen ^ dnb
fie durch das Betragen der EngUodec ftii dieCshr Vor-
Xa a«^
|04 MmiliiCkm^p. ifänOGTQBEKi:
Btfikt gereizt wavden And« DepB'GBkmti Zeogoiib\fto^
Fol^e ü))eHiefertex^ fie Doch zu fiejuBerZcit ihre Pelc-
w«tke den Ei^^ndhro UDgezählT»'« «nd überliefMl
es dem;.Edelm&th.det Käufers« d^ Uerth relbftzii
beßiibiD^n* Da dies, bey Auu^fenheit der FrAuwoteä
akfat fernier gefcbaht b läfst ficb iijit eioigettAih
Icheiu anf eine^iolt aotergelaafene. Über vor thc^tang
fcblieCsen/ Diefes Mibtraneo erftreckt ficii alie^ »icU
aof die VorFällfe im ^wöhulrchea Verkehr^ / auf scr
deol Hapdelsgefchäften; . Ihre Manieren find luiget'
zwungeu upd gefällig; ihr Betragen bat nichts üfril^
"des /'und fie feh^ ficb febr- vor ^ -damit [ie ja kdiuen
Fremde beleidigen. Sie find ' zutraulich , ohne zu»
drÜBglicb zu feyn; ße find auch dienßfertig, «Huie
Rückficbt auf 'einigen Vortheil, und insmer bereit«
jfeden Dieoft, der ihren Kräften angemefleTi ift,. nii«
eotgehüch zdhezeigen. Hoblet befand. ficb oft allein
in der Mitte von fünfzehn dieferinfalaner, ohnedab
&e da» geringfte Feindfelige gegen ihn verfucht oder
aoch nur den Gedanken dazu gehabt hätten. Eine
Einzige kleine Klocke und aufserdem nichu wurde
entwendet; nicht aus der Ui fache» als wenn fie gar
keine Neigung zur Dieberej hätte», fenderii viel-
mehr weil fie ihr loterelTe fehr genau vor Äugen ha-
ben» und es mtt Fremden» welche ihnen' von einer
andern Seite nützlich feyn können , auf keine Art
▼jerderben wollen. Auch die Weiber waren eben fo
zuvorkommend als die Männer» ohne die Eifer f echt
derfelben zu erwecken. Die Weiber müITen hier tn
Lande aufserordentlich fruchtbar feyi^ , denn jede
Wohnung hatte eine Menge Kinder.
Den bisher angefahrten Thatfachen zn Folge mufs
* ■ ■ -• ■ ef
«• allordiiif^t beCrtibdeD, \9mmi%ja:^lxim*a, Tttgthmh
dmJS»myrohn€x der \Gioak' iBayiaat-drr 'Urfache. wtH
£a'die'£rjglIodflPr aitfgefordert,-«n daf'Juaod zuJmm«-.
fli^Q,! den MenCcbeufrelleradifTgezähh w«rdeo, .3hir
Seliiageo gegeni;die Fran^fletD beWfljfdC hioUbgUdk
dei^ JUiigrnud 'dwCpt Bolbhialdigniig; G^/o/ uud »M^
bkäwMgtdaaQY^'ohmfßtiRa^ iuiÜTeilkdfer, fi«TW-
lobtemmebrerd Ta^eiak Schorse^lribr J^annllitfo; ile'M-
Abdel) lieb jM^t >P'ibrar Göwah^-bnd'wnidfii kiift
aUeo, lleu'eifm eiuer JixvttrkomiMnden 6aftfretiä^
Ccfaaft anfgeiioniinen und behandelt. Die BewctfM»^
iwt ttjLoaksr.Bay^ -£6 .uaeälle ühnge-Stimtoie, welÄ»
du» Sfordvfeß-Kütle ^on Amerika bewohnen, venrith
then^ffchon hej ibrec .erfieo. fekandtfchaft^mit EiMp4-
pttern einen Grad^der-Gultar^^'WeloiJen'amer einem
fii^ifa»lieQ.««nd' anfreuDdlicheBfiininielsfhrich Vüetp
leicht nieitumd erwartet häfttj^ ^Sw^'ketttieD die melr
Oeo Gem^chlichkeireii und feine» Bedürfniffe; Sih
«rioliMn 10 HäuIeraVon xwe]r'St»ck«rerken, deiMi
l*^g*'- 50 il Ce-wiv^ihre Titfe^:)«}' Schuhe beträgt,
Diefd.fiud ^wäv •iMM'von Holz,> aberdabej auf eühe
fo Celle and dauerhafte Art -gebaoty.^ddrb man dkUrf
deAi Miingel.uu£oref:Bauinatei^aUeta tMtits ungern-Tei^
milatfc Seibit auf kleiaenJnfebi-^'WO^'iBa&'kejl^'B^
wAhner'Vermuthen.'würde', -ift4ler Ein||ang v&a-ye&A
Wohnnng,.'. die..|(aiMe Vorderreite'^lfiniinf , a^h^SI^
uMte Smtaebiübd andern Schoirewerkea'V^riteiln
Ifaiii ^&ndet läm ^Teinpei otfd 'De4km9hlerr* litllk
daa Andenken 4eT' Verftorbeb^n ^Vu - ^Ver^virijgMA
man findet Togar lauf ibenn Sehdh ITng'etf "Ü^tti^m
Tafeln. Zeichnungen, welche ia tndäcHbfley ^Farben
die TOrfchiedeadn^iTfaeita dea «hMcMnäBn Yi^€i^
X 3 .dar-
306 XDfMtf. CWreJf. ig9U OCTOBERi
iBarSeUen » and dofdi das VerldCchm «fanaloer Züge
«in hohes Alter .irerratheo. Aliet Hansgerlthe derfiio»
^vohner ift oül Schsitswerk nnd HieroglTphen äbef^
ledeo 9 welche fiicht ohne Knnll (tearbatet find, fl»
lA.iUeidQiiKBftiicfce find Ib üonderbar ab mannichEdi
4igt dach Verrchiedeoheit ihrer Sj^iele, FeOe, Cmt^
nonien und GefecHte. Selbft innAbilirche iDBriunen*
Sß^ und unter diete die Harfe, find ihnen nicht un-
bekannt Die Baakanß, Malerey, Mefik nnd Biltk
haoerkooft find alfo hier zn Lande einheimirch , nnd
•#ben dieb ift es, was dem Bedactenr dieCer Heile dis
fl^ranlaiTiing gibt« einige Vermnthiingen über die e^
Ae^ Bevölkerung diebr Gegenden, fo wie über die
AbO^mmong der. heutigen Bewohner zu äufsem.
• ^ Die erfte -Bevölkerung des nordufeflUehen Anml^
JM .fcbeint von ^a» ans bewirkt worden siTiIejni
jpiaoigero. in Csiner Oefchichte van JUbcim, beraft
$eb auf eine alte &ge der MexieantA^ Dieter xü Fok
Se bewohnten die heutigen fiinwnhoer von Meaäeo
▼or der Errichtung, des Mexicanifchen Staatee:. eia
jegen Norden, fem toui Güifocnifchen Meerbuba
^legenes Land.. Sie so^eo Ibdann gegen Mittag,
Jetaten über den Jtiö Colorado und Qila. Aar dem
.Ort des Überpngs über diefen Fluß ; welcher ein Arm
^%.JUo Colorado. ifk,t bemerkt man noch beuten T»
ge einige Üben^fte einer ehemabligen Anfiedelung.
Den von FUmri^u angefahrten Gründen xn Folge
fcheint es nicht nnwahrrcheinlicb, dab fich nach der,
^ttfcb CorUzM Stande gebrachten Eroberung des
llflexicanifchen Staats #in Theil v«n den Einwohnern
delTelben wieder nach Norden zurückgezogen ,: nnd
in den dafigen. W|Udem aerfttfent habe. . Denn es
löUte
XXIX. BbürchanSs Rrifi mm du Wdt. 307
Mite aoberdeiii fchwar halten, Um pnverkeonbireii
Übprr^Qe «iDer frübero Cahar zu torklArao. Didb
' beweirea so deatlich, dab die DordvreftUcben Anch
iikiviilchen Stämme io frahera Zeiten Theile eii^qr
frofiMUft civilifirteD Nation |>eweren.; und ei foUteMii-
ht kofien, anCier der MeHicanifchen j»jine andeienacDk»
Wt so machen. Die Verrchiedent^il der Sprach/»
im. QOrdweftlichen* Amerika » derep pben Erwähnung
lerchehen , beweift nichts gegen diefe Hypothefe.
JkheB in dem groben AieodeamJdhBn Staate herfchte
•in« grofae Verfchiedenheit der Spfachfit, iind nach
€i09^gBr&% Zeognib foll man in diebm Aeicbe fünf
-m4 drfidHg gans verrchiedene Sprachen gefpFOcheo
haben« Auf eine ähnliche » nicht weniger gründli-
ffke Avt» begegnet der Suatarath Hnifrmi auch andern
JUp würfen. Wir bhen ouaaber genöthigt, nm def
JR^nmü willen , nnferq Lefer auf daa Werk Celbft ^a
jrfKweibn , und überlaüen ea ihrer Eioficht , den
W«rdi diebr Hjpothebn näher su prüfen.
h ; Auf feiner weitem Aeife nach China beröhrtf
Jl/aitehßnd die Sandwich - Jnfeltk Fleurieu be weiß aus
4dnr -eiiileiichtenden Gründen, dab die Ehre der ex*
jRrn Entdeckung diefer Infelgrnppe (1568) dem Sps-
jAifchen Seefahfer Msndarma gebühre« Die Spanier
nm^t^n dieH«nplinfel, O- ff^ybe^, laMefa, und dlf
.ÜKba übrigen Las Alon^ (die Mönche) *). .DerNsr
4tte'fa;iM»/a» welchen die Spanier jedem Berge, der-
lei oberfter Theil platt ift, ertheilen, kann som Be-
weis dienen, dsb O- fVyJuü und la Mefa eins und
• . X 4 . die-
*3 Mit diebr Benrnnrasg wwden aof Sptsibbrn Rirtaii
klaisa IsMs, die «iae Qiqfpt hildts, beimh-
'5o8 .MoiaUi Ofnejp. tSoi. OCTOßElL 1.
ai^relM Intel ift ; dtno der faftcbfi» Berg too O- iF^&e,
-Jtbä'genflilbtw' lUt' votlköihiiieD dicG» Geftall^ D«r
Berg aaF der InteW* ff^hec, Moitma-Bom^ gehOtt
«u deü köchftMDi 0er Welt. Man entdeckt ihb feliOD
ans einer FerWvbAj^ Fr» Meilen. Fleurieu berede
ttet daraus reicte^itfüthmafslicbe Höhe anf 2598 Toi«
fbn. Er würde*fl)Aglich den Piehincha and MentMane
übertrefiPen » und aulser dem Chimbota^o Iceinem an«
derh nachftehe«. . <
Das dntcl^ Anfon^B Seereife fö berflhmt geworde-
»is üntffp HfltMnätl böfcliriebf ne TVri/dn mnfs ficb feit
^der Anwc/lfeBherb dil&fes Seefabrere aalÜBerotdeDtlich
^Terrtbliinm^t -haben. Schon Byrofti hatte im f. 176;
ItUe Mflhe, nach ^ercheheoer Laädting fidi durch die
tieynahe nnduVcJhdribglichen GebüGdhe ond \%ttlder
litndiirchzudrän^en , um , wie er 'hoffte , die -Ton Jn^
Jon fo ^rühmten rcbörieii Landfclxafttenzu finden. Aber
Wefe Wälder warte fö dl^bt nnd irerwacbCrti » ' dab
er fammt feinen Begleitern kauhi zehn Schuhe Vor
%ch feheu konnte. Um fich nicht zu verirren und
zU zerdre.uen, (ahen ße fich geii5tbi'gt, einander un-
aufhörlich zuzurufen. Als lie endlich '^ mit eerilire-
nen Kleidern ^n die Mufserfte GrSnze des Waldes ka«
inen, fö entdeckten fie zu ihrem Erftannen mit Dor-
nen und Strauchwerk bf'warchfene iFmden\ ndd ttath-
dem'^fie auf die befchwcilicbfle-Art ^iMn Weg ren
drej bis vi«!" Meilen zurück^ele^At hatten-» ftiefaen fie
endlich*, ftatt defron W/z/or/aofte führten loooo wei-
ssen Ochfeu , auf kneu" eiuzi>;en Slier ,• ^welcher fo-
gleich erlegt wurde; aber den weiten und befchwer-
Jichen Weg zurück uniii^^lichans.SchiS gebracht wer-
den konnte^ £apkuia //^//fj ^..welcher. Timan im
. ; Jahr
Utfiij6*f Mfiicface, ntafihtldftyaa k^ioe ^ftigere Beb
fobreibn^';:. 'Erfand tm BÖrdkkhften Tlto^^^ar InW
«dDif|«0r8diUcht^ieh^j«fa«r>(lriD0' Be||;leitar:waira vdlr
SuBf^dhag ^bba fo w«ikig< im':Statide gethiMa» atüt
Bord Elf ^Gthaffen. Mim .gab Ach daher- smU «inoMlB
ÜMtMiäR^llvt zu fehieGifaii.': ; Dieb gilt* auch ivoiutl^
hto ^tMn* Sisefahreni.,. welche i Union beCacht h)fr
beb. Alle ohoe AnsDahme^ iQit Eintchluls von Mar^
cfmndii fanden jdiefe infel urviooeiii JvervriUerteB Zu«
Aaode.' - • Aa Bewohtx6r Aonole jpao öhttebio iiicbt
•denkan ^indfem Tinian fckoo-vor Jnfon^ä Zeiten fainb
jehanahUgeiv 30000 Einwohner durch eine epidemt«
Jriie KrAnkheit^onddnrxteAaawandeTnng. verloren hat«
3Iarckand faud bey feioer Ankanft in Macao deu
g»<iw Zweck leiner BeiTe «^eitelt. Alle Einfuhr von
FaBsii^rkkr'.nnd namentlich: von Seeotterfellen, wer
knrz-vdrher in den füdlichen Häfen dee Reichs aof
dn fireHgfte verboten worden* Die Uffach« da^o/fei
ift aBvreifeihaft. Einige beibrächten dieres Verbot alt
eine! Folge eines zwifchf n Cliina und Rufstand tt
Gnnft diefeti Staats errichteten Handels -Tfactats; so*
dere, welche belTer zu (eben vorgeben, rächenden
echten Grund deiTelben'^ln'deni-Geits nnd der Habr
•fnditder Mandarinen;:' Aber aach antser diefeiil Vef>
bot wfltde diefer Handel , wegen der zu» groben Coif^
currenz-der Verkäufer, in der Folge dicht inehr 3id
grofeen Vortheile abwerfen , welche man ^Wartet,
Marchand wandte fidi unter diefen Umftänden nadi
CarUon^n die Agenten des Hairfes Brnm^xim zu er-
fahren, ob es fich der Mühe lohne, mit (einer La*
dnng nach Canton zu kommen. Sobald er aber ver*
nahm « dab fein Schiff eio^ Taxe voa «ooo Pisfter
* X 5 « würde
310 Jßiu&' a»mJ^;:ii|M.^ OCTOBEtLA
würde efflB|9ni ipfilfta« Tmd.doch übanlltb diirdfÜ
bi» CoirefpuwtepteD am' Cimtmi beiiAcbri€hd|9rwQfde*,
darsivveTfloffHoeb Jahre «Kr.befieDSaeotidrfeltonicfal
Übmr &5PiafterT«Tkaaft*wonlav4 fi» faittto (av'fbglaitii
Hm Siichbl«ri., ntfch Eampa BiiihickziikdiffeBs ÜM^
f ena kla^t -Marehand fehr über dUi ErpfgJfpBgür ml
Creltet^eo dar Chiuafervui Mmcaa^ olinaidai«di Toi
dar ganaen^ NaüoD uniftüoRig aii nrtheilaii.' -' '
• £r v€dM%'Maeao de& 6 D#c i79i^'*iMBd emaich*
.ta dao i8i^I^l 1792 Ir^ A ^ance-^ öbe6 data feina
CchifiEf aiinufehaft anf diefar tmtan und* langen ^Reib
«n ihrer <7e(uiidheit alnigeii^ Nacbtheil gaütteii hatta
Der 14 Angoß war andlicb.der Tag leinerlAnkamSt ia
Frankreich «^ ■'*
Wir bedanetD am. ScfalalTe dleCeai Aoaanga. Mit den
geißreicben Heransgeber diefer Reife«, dafa ilie fiiiar-
incht der Europäer der 'Abkürzung einer '.RmCaaia
die Welt atagleich, mäcbtigere Hindern ifle::aDt|regaD»
Bellt» aU die Natur undLige dea diefem Vorthedlea^
gegenftehendeu feßen Landes. Schon ioi ii 1791 hatte
.ein Franaoa, Martin de la Baßide ^ in einer eigeoea
Abhandlung ^) die Möglichkeit bewiefen, onit mälin«
gen Rotten daa AtUntilcbe Meer mit der Sadfee, rei^
JDittelß de« FloHea San Juan und dea Nkaragua^Se^
an verbkiden. Diebr Vorfchlag Cand, wie man fick
▼orausfagen konnte, in Madrid wenig Gehör. Det
ÜBn ungeachtet glaubt der Verfafler diefea Menoires,
Spanien werde in der Folge diebm Vorhaben 'fich
nicht Ittoger. widerretzen können , wentt einmahl al-
le See -Mächte auf ^e Auaführung diefea Werks mit
▼erei-
*> M»Biafrai/br wi tiom^M Pmff^e d» ü JMkrdb Ihrdit
im Mtr du Sud^ Faris tbei Didot. 17^1« JL
VorAaUmigftB driogen vtetitm; ' It^ttriek
Mliiiliit »mit £»lgaid«r fohr* palEenden Bei&erkaog:
Jje€0ptoaS'tn taugure; nuäs n^iUUndons pas paur fai^
rtt fa JiAd'^fiiijfiami», ^fu§ k ffrojei ak Mexicuti^ naus
pmnimsiire ^andamnisi am h faire jamäU.
• ■; -''i ,!■•'■■■
XXX.
. ■ ■ . . ... • ' ■ I. ■ • «
B e y i fi 0 n
'■ '■ ■' der
nejieiten Karten von der Schweiz.
,.;, . (FortTeta. tu Seite 239.)
XJey dem CaDton Stntis ift leider eben fo viel sm
Uagm. Bey dem ehmaUigen Rheinthal ift keine Spar
▼orhandea» Aeie Feer*^ ▼ortre£Fliche Karte*) dieres
taiidei feenntzt worden f ey : ift ea oiclit anrerant*
wörtlich» Karten mit Anpreirang grober Geaiäigkeit
heranaangeben > nnd nicht einmahl dergleichen HüU»
mittel mu Rathe mn ziehen f Diefisr auch ia der nenc^
ften KriegageCchichte merkwürdige Landftrich hat
durch JFeer'a VermelTnngen eine ganz andeM Gefialt
erhalten* ila ihm hier nnd in altem Karten gegeben
wird.
Die beyden Flecken Ooffau und Herifau find nm'
-dae fiaike Stande xn weit gegen Süden gerückt.
.0 Gojfau
*') A.O.E.m. B. 8. 350 — 359« 462 — 472 Über dietri^
gonoflk nad ■ftroiKNB. Vaintfliuig d^ Rfadwihalt nndiUe
. ea S. 350 gakttag« Kmai
3ia IttofutL |tWi^|7,^ijiflK..l}CT0AEIL
iQoffau li^9fe)!wgeßlbrc(:iiliOf»u|.d»:bi^e idniMä&&^
het, 1 |3Uii meifiefi Dttrf etcflUs unterm ^g^mbrni^ IM
eb9fli&U«:i!^jIchQbeiu>^i Oi%\\% i ,....^ uj-i^vi/ii^.io*...
der voTi4«4..^^iociiniSfl!».«iv9.-^IiLaM vbdrai'Xh§f§i^
turg ficb io <»inQ weite Ejtoae jegoo den Rh^tn en-
det, "^lETrinä' jcnci ^Setracl^tl^e'Thal fichliiDter
Wildhaus gto^licb (ch|)ejift5ibod diirch einen rauhen
befchwerlicheo Bergweg mit Gambs und Sax Geniein-
Tchaft bat. Die ftafk^HAUe /dbei(i welche dieferBerg^
weg hingleitet , fieigt eifi^Cpita gegep den • hohen
SejQtia und.^ndererreits gegen den .^alifriai ^ hinan,
^nd CfÜdg? äte lieydeh Bergltetten/ ^fe ^d^ Hu^
einfchliersen» aueiuaudeit — -^ '
Mit Verwundernnglii^ht man -"weiterhin die Ör«
ter Sargans\ MeU nuARagah% mit Pfeffers^ f^olfQf
waOijL AVedki^ijLtt einer mid .elMi 'ideBfieJiben>lgrp(ke&
Ebne liegen • während £di ^das Klaßer Bpffwi auf
einem ^bbhea Berge ^ das Bad aher-finhd «üb. beiden
geoannien D5rfer in dem faß nnsugängÜMAei^fiergo
licbliyndender Tamine beßnden, der be]iiftag«tz'£wi-
{dben hiinKaelbobenFeirea ins Thal t]iini|na -endet
Das Erftaimen -vermehrt ücb.^ wenn manibier dnircb
diefe Schlachte eine ^oCseXfandftrarfe iibcn^deia 1^-
Aie/^nacbAeicbepjuigefiibrtfiebet« während iedernunm
den yberggng der Fran^orep und Qftreicber ttber dm
Kunhels im Sommer 1799 ^^^ unter die Wagftficfce
«ghrt^i dib dem Ende d^ lalabrh^nder^'v:otbehal•
ten waren, iiiid/die jedeamahl nuiiidieiiB^}i»kktj(ebr
bebQinichen Krieger daß Leben kodeten Mit eben
fo vieler Freigebigkeit hat das Hauptthal Aet Linth^
und djM ibgeaapnte UeiM Qdcv ^prenJ[ulH^l$ «nftatt
Mt^^tSiMAtwBrdttB'V^am «tuer^ierteUlunae, faft
gar zw«y Stttttden^Bt^lt»? mtd ■ di« Geßalt Aiiiar gro-
bea Ebfa«'ei4altta. - HiW'lkmdeD wir- wieder^zwej
Lknidfttaliieff ,"e!a« tib^ Aeu Brägel und die aoderd
ülverdie Oärfils« i* d#iif IßlttirödWaldftad^
Bat. ' W^on ; dieCe 'be^Üaii ' Wege wirklich in diefer
Oioeratkarte Aig^deotertterideu foUtea': fo lütteman
fie dod^vOD den grofsenr Heerßraben doatlich iiateitf
üdieidMv mid »Ar mit 'ein«m Strich bezeichheft
IbUen. •, . - ''■^' ^ i ■' ■ '• • ■■ ,
Der alte Canton G/aruj mit dett Kidttutigeii fei»
ner GefjiirgsketteQ iß gaai aus- dem Blatt I^r. 7 dar
Wyfs'tAitk Karte copirt \ dnd daher ziemlich ga^
treu, weil' behrere 'Detailfehler bey die fem kleioera.
Mabftabe TettchwiDdeD'» tiTid die in* jeäeih Blatte-
fehr dentUch ausgedrückten HaoptmalTeii ziemlich:
gnt iiaff;efafel ßud ; ntft ift bhet Nlifels eiA iall^Tier«^
eckigaa BaßiD, ganz TOki Bafgeo eingerchlölTen vor;*
geftell^t , welches nicht e^cißirt.
Ans dem nämlichen Pf^yfs*khen Blatte ift auch
der gr&btä Theil des Cantons Pf^aldftädten entlehnt,
und daher ßud auch in diefen Gegenden die Haupt«.
malTen des Hochgebirges göt'dargeftellt. Diefi^rge»
welche 'die hiintern Theile des Muttenthah umgrän*
zeb, find. indelTen viel zu fchwach fchraffif r , und
fcbaineo im Vergleich mit dem nahen Iberger Ga-
birge, das nicht fo hoch ift, nur niedrige Hügel zn-
fejn i dagegen lind die vom Haken und der Myten
nordwärts gehenden Ketten zu ftark. Mit den Vor-
zügen der PVyfs'k\ken Karte (lud auch alle ihre Feh«
1er in diiefe hinüber gefchlichto. Hier To wie dort
fehteibt mnix'-DttttenwylVidLlt Dahweil^ Geis^jyl ßatt^
314 üomäA. CMT^tfH^ (XrOVStL
vod den Urmrboden ioidw CiOton Linth». t w. O«
fÜdlicheV fich an den GoulMintt hioanflUkomdeTheil
. der Waldftädte ift dann« waU daa Meyer^fOrnlOM
über dieGa^egend noch niAt^tfrcUenaniftt inlaeift
elend gerathen. Hier ift daa Hodigebirget fcinft nn-
Areitig der befteTheil diefer Karte» gans tdrfeUt
Vergebena würde man hier die detCcber- Gawpagne
des Generals LecpurH in ihreoiHaoptaügen ▼erfolgen
wollen. Nicht blofs ift die Geftalr des Maäermtcr nnd
die Attsdehming uod Biegung dea MejerUhiOs . Ion-
d<lrn togBti die Biegnng des Hanpttliala da* ü^ vom
Steg bis Urferen » det durch dalTelbe hinanfBteldieii«
den groben Ootthardtsfirafst gans verfehlt; und die
meifteti Diftanaen swifchen den angegebenen Öir^em
nnrichtig. So iß K.B. Hospkal im Ur&ren Thal hier
gleidi Mreic von An der Malt nnd von demHorpitima
auf dem tjötthardt entfernt» während ea vom orften
keine halbe , vom letzten awey Standen antlegeh ift»
' Die Gaotone BeUimxma und Lugano find dnrch*
aus fchlecht. Sie find freilich bisher noch anf kei-
ner einzigen Generalkarte der Schweiz erträglich 1
aber doch aach Cchon auf etnigra nicht gans fo fchlecht
als hier vorgeßellt worden» Ich habe fchoo oben
eine Specialkarte von Lugimo und Mminßo aoge*
zeigt» die gar nicht benutzt ift» Eine andere auch
von Sckintz herausgegebene kleine Karte dea üi^
mrtJuds^ awar an Werth weit unter dererfien» wärt
auch brauchbar geweren» Endlidi hätten bgar aas
Mallei mehrere grobe. Fehler der gegen ^rtigon Kar-
te verbelTert werden können* Im FaUnzerthal fehlt
der Hauptort iMigfUk Am ZHAunrntnOoIi dieCss
Thals
r.ZXC. JSaf-taiv.A &&»>«&... :.r 313
ThdMMt AiütlAwm^ fkblf dar grobe Or^ Tokggioi
i^gegm ift hier nit grober Schrift ein Flbckeo» üiVm«
TW geMpm» dA wo Pehggio Tejm Tollte, hingeOellti
. > MMera ift kein Ort ; es ift der Name de» Tbab«:
welchee TOD Poleggio gegen Bellinzona herunter lauf t
und ehenahle eine den drey Ständen Uri^ Schweiz
nnd ühterwakUn gehörige Lindvogtej waur. Pitt
Entfernong von Poleggio bie Bellinzona^ßL um tfo^
Pair Bonden zu kurz, äuOati Maggia Toll der Haupt*
ort IIB Meynthai Gcvio heiben. Jenes ift wieder der
Name des Thals, Fal Maggia (DentTch Meynüud)^
Solche Fehler Terrathen eine gänzliche Unknnde ia
der Geographie Teines Vaterlandes, ,die doch die erfltt
WüTenfehaEt eines Kartenmachers Ceyn follte«
Die Namen der fämmtlichen, in den ehemahlir
gen Vogteyen Loeamo und Vdimaggia gelegenen t
oft 16 Stonden langen Thälem fehlen i^zlich. Dia
ebkm Theile von Falmaggia nnd P^alverzifsca^ das^
zwiCchen den lulienirchen Cantonen und Wallis hin»
aofftreichend fehr lauge Formaxiathal^ und die weft*
liehe, hier au Wallis anßobende Hälfte, des Uviner^
thals fiod^nzlich verzeichnet, und offenbar aus ^em
Kcpfe auf gut Glück hingemalt« Es ift nicht mög«
lieh« durch BeCchreibungen , fondern einzig durch
richtigere Zeichnungen die Mibßaltong diefer Gegend
deutlich ins Licht zu Tetzen. Der nümliche Vorwurf
trifft den Landftrich zwifchen dem See von Lugano
und dem Langenjee ; die Geftalt diefes letzten, die
Landesgränze und die LBgp nnd Namen der Orter,
alles iß £iirch. Der Lmäferfee ift dem Anfchein nach
in einer völligen Ebne. Es ift aber in der That bef«.
Cnr , dab hiev gar hinne fiergbbnffitungea ftehen »
als
als weinTctteEiBbildaD^knft einig» Ii^bUrhafte lüo»
geworfötf hätte. Zwitdben: lÄig^in tiad Morcote^ in
der vom Siie gebildeten HalbioiTel , liegt elfter -der
hbchßen' Berge denLonbardeyt 'der DtonteSan^ Sal*
i>ädcft. An därSfidbite des Seei find iron^*PiijrlMLe'l»t
gegen Baltnia. noch hohe nnd wilde Gebirge • die
fieb dann theils Heil gegen däa Thal yon Mendrißo
hembrenken« theiU fanfc hinter Como dqrob Ach in
die' Ebbe verlieren. Auch Aiva fteht «m f alk^be«
träcbtltcber fierge » über decen höchflen . Aückcii' die
Gränteu xwiEcben Helvetien und Mailand hinlanfiBO.
Endlich Ift noch die LaQd{ira£d0..Ton Itigmio fibn
den Monte Oßtiere lo fehlerhaft aU alleaäbrige. Die
Italienifche .Schweiz i(i auch hier eben 'fo:]befiBtitter-
lieh behandelt, wie fie oft von ihren Sonverains» den
eydgeno(B{jpheij Ständen , 'b^hadäbh ward;Mind wenn
fie nicht mifcFarben illuminirt wären, fo- möchte mao
glauben» der Zeichner hätte fie fchon für verloren
gefcbät£t.
Dev'Cänton PVallis iO; belTer, als die vorherge-
benden. Die /^y/rTcben Blätter find ziemlich forg-
f<ig benutzt » und diefe Karte liefert ohneAnenabfDe
die belle bisher, vorhanden gewefene. Zeichnung vom
Wallia. £s liefaen bch /war auch hier viele Sachen
erinnern, aber doch find keinefo wichtige «nd we*
fentliche "Fehler als bisher zu rügen«
£a wäre zu wünfchen, dafs vom Cahton Oher*
land das nämliche gefagt werden könnte ; allein die-
fer ift wieder nachläßl^ genug. In dem ganzen nörd-
lichen öülichen Thetle des HafsUlandeiS wird nnfer
Autor von feinem gewöhnlichen Führer verlaiüen,
und gibt, uns daher wieder einige Berge nnd Thäler
von
XXX. \Karien von'^der Schweiz. ^irf
von . reiner eigerien-SrßndoDg» die zieinlich älkfl nte
d«n- aaSoEseiideii (Jrnerbergen^tt&airaenpaireii. 'Ebea
fo dürftig iiod die Nordkfißea des Brientzsr» und
Thunerfees. In diefe beyden Seen fallen hohe und
nitihe BergmaflTen fteil in die Tiefe hinab , und lalTen
den Wanderer vergebens die Ebenen fachen , weicht
unfereKane ihnen verrpricht, und der Landfiralak
nachfpüren , die hier von Thun auf ünterfeen. und
Brientz angelegt Ift. Die Thäler der Kander noddet
'LiäfeßuTten find fehr nachläflig abgebildet.
'' "Mit der ßeiirtheilung diefes Cantons verlaflea
«vir nun das Hochfjebirge ond kommen wieder in dl^
ebnere Schwele hie anter. Wir mülTen überhaupt bei
nerken, dafs di^ Gebirgsrückett gut herausgehoben »
einige davon wirklich niedlich, und alle fiiuber ge^
arbeitet find; nur ift immer die eine und zwat
ineiftens die Oft - nnd Südfeite als SchatcenCeite b#i
handelt, und weit ftärker ausgedrückt^ als der gi^en^
überftehende als Lichtfeite behandelte Abhang. Diefii
dedi Auge angenehme Methode ift hingegen der Ge-
nauigkeit in Angabe der Höhe und des Abfalls dJsv
Gebirge änfserft nachtheilig, und könnte bey Mili^
tairkarten nicht angehen.
Der Canton Liman fcheintaus dervortrefflichett
Specialkarte des Pays de Vaaä von MalUt ins Kleiotf
gebracht 2u feyn; ich fchliebe diefes wenigftens aut
der vorzüglicheren Genauigkeit, mit welcher die La*
ge, die Entfernungen und Namen der Orter bemerkt
find; dicht aber aus d6r oberflächlichen Behandlung
der Berge und Höhen. Der Jurat öder Ueine Jurtetu
der iiinter Laufanne und QvXif weg, von GoUonay*'
bis Chexbres fich auadehntf und nSchft dem JuralTai
JMbfi. Gbrr. I V: B. iQou Y dei
3l9 MimaO. Corrifp. igoi. OCTOäER.
derliAGhße Ber^ in der Wadt. ift^ Milt» ^Die Berge
mm Maidon und-Oron find andi nkht^zu evkenneo,
und die Vorberge dei Moiejfon auf der Seite von Ve-
iray nud Blonay find gar nicht angedeutet.
.Der Gantoh Erey^urg ift tm^efäür aof die nftni*
litbe Art wie der vorige behandelt; es itegt in der
DarfteHnng diefet Gautöna, fo wiefieiß, etwas meia
VerdieiWl, weiß keine fo gutei^uellen ala wie xnm
Gai]ftonLenian.irQrhanden waren. . . Mit Autnahme dei
hohen Moleffon Und auch keine Gcfbirge heraaageho-
betn. 'Die £bne von Balle^ die von A£Pry bis Vaams
gcb#ir&«eckt nnd ßift eine Stande breit ift, findet fidi
OiCblr.angedeotet. Die Örter find nberbaapt ans dem
angefahrten Mangel an guten benntsten Qaellen Cehf
fehlerhaft placirt« . Die Strafse von Freyburg nach
Qniy.hfTp |;eht durch Efiuviüerts ;\ Eanfagnier hieibt
lehr Weit rechts liegen. ZwiTchen Fiarvaguier und
Jiffrj' (nicht .4t7ry.) ift ein fehr hohes ßärk mar^joir«
les Gebirge«
Der Canton Bem ift wiederum ganzausnehmeud
Ichleqht. Schon* oben find feine fehlerhaften Gräo«
zpüi bemerkt wordlsn*: Pie Zeichnungen der Berge
find es nicht minder , und haben nur an ein Paar Stel«
|sn« z. B. gaua in der Nähe von Bern einigen Vor«
xug vor.deneu im Gantöu Zürich und Thnrgao. Be-
fonders ift das ehemahlige' Landgericht Seftigeti ganz
T^rzeiphnet. Kein Dorf ift hier an feiner rechten
^telle. Gerzenftt gehört eine Stunde weiter gegen
Thun hinauf; Turnen faft eben fo viel weiter gegen
Bern hinunter u. f. f. Ein Paar upbedeotende» wie
X.. B. PFangm^ das gar mit groben' Buchftabeu ge-
schrieben lAf fteben .iß-^^t K^r^^-j d^g^en fehlen die
fiflnptd&rfer S^lpnnd ff^tlemdeih :' MiMereh tcitl
fPuhUren heifseii.^ Hi«r iß zuinerftenitiflhldasTfef-
ßen bby Nenenegg voi» 5 März 1798^ angedeutet. Wi-
ra Dicht Ichon laoge vorher durch ' di« niedvigftm
Jlüaße Mifstrauen' %nd Zwietracht in ganz Helv^tjea
•«iigtffacht oild verbreitet worden ; wären alle Schwai^;
zer von dem Geiße d^r 2000 OberläDdeV'beC^ert g^
vrefen» die an* dtefem merkwürdigen Tage nach ei*
sem t2 ßündigen Gefecht die ganze, ins Wadtlalid
eingedrungene Divifion der Italietiifchen; Armee laft v
^Wegnahme ton |t»'Kat»ODen aus deto BetdefchUigenc
fo würde Frankreichs* ganze Macht dieCes Land nis
ibezwungeu haben« ' Dir jQr t Neuein^gg iß^ Jedoch aädht
nicjit ganz an der rechtien Stelle.- Die Kirche iftf^
was mehr füdößlich näher an der StraTsevnnd :.da«
Dorf felbß za beyded Seiten der LandAraCae von Berih
nach Freyburg» Das Gbfetht war auf der Höbe zwi-
Tchen Neüenegg und Niederxbmtgow Die Gegep dz wi*
leben der Jar und dem Bleltrfee 'iVt nicht ganz ebenx
eine hohe Hügelkette läuft von Murt&n .bis Arherg-.^
und eine andere minder hohe aber fehr waldige von
St.JohannldiUgi^ dem Bielerfe6 bis g^n Goft/tMäthiB^,
ab* Zwifcben beyden in der*Mitte ift duB gnßfse MoatJ
Die Stadt Burgdorf und die dort herumliegende Ob^.
■gend iß" ebenfalls ganz' verfehlt* Burgdorf und Oberm
hurg liegen an der Rmmeti^ nicht an einem befondem
Flütsohen , und faß 2 ' weiter Oß - Süd - Oß •. • C L
Auch das Oher*Emmenthal ift nicht beflet* Die.Stvi^
be von Bern ins Entlibuch gehet üh^z^QröfsUöchfiU^
ten nnASigitaunvLiAi Langiiau^ Alle diefe dreygrobeiii
Pfatrdötfer haben- eisie ganz an dbr^ gegen fei tigel Lage»
and die dortigen Bergd ganz anddrefieft^tw* Sih
Y j wai
^Is bflTer Ht das. Oher» Aargam^^in • weichein Keine ft
■gar auffalleode<F^hler za fiud^n* find; unr ift dii^ ^n-
' •^cf/'Gjsgeod Terijinickt, and dtJter ^e Örter allxam^
jte» iäCmlmeogedtänf^C 'Der jedBi^e'CaD ton «^«rtt ge-
ilet del* JLar^ach hinunter biai äo ^AieWigger; Co1|(lidi
^bört das DorfBrittiiau und eiu.Landftrich rdn an-
-de^t^aVbSttioQeci nicht zum Aargau. '
'! Über dehijCdnton Luzerti i& etvfM weniger 2«
Ida^an.« Einige Theile defleiben «find ^ar ordentlich;
jk^t.and^n .bin^eB i und nameotlich bejtn* £n^tt-
]buch; fiehef '4» deßo rchlimmer aua. Hier darf naA
«wieder mit Rdcht fragen , warum Sehneiäet^^ ^i>g&*
fijch. getreue .Karte, nicht zn.Hathe gezogen wordee
JiBgr; 'dftUn wurde doch wenigßens JEntUbueh und 01h
mmlde nicht durch eine weite £bene mit einander ae«
4laiiiinenhäiigenV da wodiennwegfamfieuFeirenfchina-
4e und fdiroffe Granitrpitzenfaft jede Gemein fehaft
unmöglich madien; und würde wen igftens der Lauf
der zwey Hauptthäler der Emmen und llfis auch eft*
was beftimmter augegeben feyn. Im Gau zwifcheu
AVillifan und Luzem fehlt der Ort Bufsweil^ der Sitt
«eines Diftricts und Mittelpunct von bedeutenden im
J. 1799 ausgebfoäienen Unruhen eines der erften Or-
«^imCanton.
^■' ' ' Der Canton ^aden hat dem Zeichner nicht viel
jAIübe gekoftet. Berge und Thäier, Hüj^el and £b-
üen find baut durch einander geworfen; der Lauf
Hier Limmat und Reufs unrichtig angefreben » und die
-Siadt Badeü tt^fk viel zu weitge^n Norden gefcho-
ten.
« Hingegen :änd- die Thäler and Höhen des Can«
tetis ^ar^oboieift nichtig nndj^eittlich, und mit Aus-
*&v/ . _ nähme
tfULTieHeiclit der hefte in der ^^«iiittif Jlarte.^' :/. 7/
. : -Der.-Cantoo AB/^:#'.dfrdem Heralisgdbcr zanäddl
«uteit «den AageA lä«;';' ift vieUeicbk^^äddi^daram'eüt
wae genaaer alemaocbier audere; jedocb weit vonieB
Morrgaos richtigen DtxflßUung entCeiilQU. 1 ov
. iji . AIleiD Solotkum gehört jtoch gailz.nlitet die -teA
ftfnrchtbu (jegeixleii. • Ich darf mich: bah lo weai|t«9t
key.idiereii kleioeo Gantona and. hey^etsiyon-SrAtf^
ibar//^IaliHi«iUpa« lYvdJ. dce biil^i^tigeiDk Bcyfpiele hii»
yetdien , di>d Werth: 6der Utiw^rth'^ey beertheilteä
Kellte. bi*(iiMnieffi;ZAbkihaijeD. Eaffcbeintnichtblorae»^
l99twjM&lC;zn reyiA'-.dafa ßeiobb^neioisa «atheinatfr
fche Vorausfetz uo^en gemacht worden ; fondem ':A
^\rofav^, wahr f€\ieia| ich:» flafa nicht einmahl eine Pro»
^ectioos- Methode dab^^y gebraucht worden.
Von allen zu Componirang von guten Schwel«
zer Karten vorhapdeD^n und allgemein bekannten
Hfilfsmitetn ßudet fich bey näherer Prüfung, dabder
Zeichner b^ofd allein dieherausgekommeuen wenigen
Blätter der /^y/^v'ifch Afey<?r'fcbea und die MalW*-
fche Karte der Wadt beuutzt, und die übrigen alle
nicht gebraucht, vielleicht nicht einmahl gekannt
hat. Hätte er fie wirklich vor fich gehabt ; fo ntüGi»
te man feine grofae Ungefchicklickkeit im Cöpieren
bewundem. Wäre diefe Karte blobala eine neue Kar«
te der Scfuveiz nach ihrer dermahligen Eintheilung
ana Licht getreten , und um einen mäfsigen Preis ver-
kauft worden ; fo hätte fie den JVnlim einer fehrfchS*
nen» ja fogar öiner vorzüglichen Gelegenheitakarte
verdient und erlangt. Sie kann gewöhnlichen Rei«>
landen und Leuten, welche die Qeographie lernen»
. '-A Y } ohne
dhA in jBa|bl1yol«hiiindirhi^o ,« deUr *fanilidliSt«\ 'dbA
wegen ihtlv.deiitiictieD nndCa^iiberii Stichi: iWirkUch
Ubi'.taigooehBBihyiii att^chtek fiil die eineta "Wiie die
Ctodern iTre>fiihten' wird. '•■ (Allein Cobald dieCe Katte !]
KbliBJknfpTficha macht ;"aud für eine verbelTevte:^ aile j
Vorhergelieud£i.1ib8nreGfende,' ndd initBenotxaogder ■
beftsa:.' Quellen ^entworfene DarfieUang de» Landet
gelten nnd fich. dafür bezahlen .laffen will: fo'mttfil "
^n Be,' xarr^Woranng^für lernbegierige Lieblubw ^
«nd -prüfendb Gefchäftsmäanto,. für eine Arbeit ei^
Jilären , did ihiAückficht auf Trebe und Genaoil^eil
«eit mitßr dem ' Mihelmärsigen ' asniück ' bleibt ,*j «ad
fiiKem blendenden ' Titel auf keina« Weiter Oebftger lei^
«Bl;.:;:.... '■ : .irr.yv : .,. .. ,:, .. .. .> ;// :- i .
-..»^ I I :.' . .* ) : V ' (Dh' Jparifttiunff ßdgfi^^»'
•r^7.';l
.r'
• ■■Mir
a.
• V -1
.;■ -i.;;Ü ii * 1
.• vi//.
ii-^^ :
-'
••-. *'\*
•*r ::;-';
r-i^
i:?L .:)
-•' ;
'■ . ):! ;v
SL .:
ii*»: 1
.-. ..
1
. ■ «.ii.i'.
.'./.V.
■■
•• r
'«
' ■.
-•:.•
i*'
1
■.1 1 . ;
:. .,.
. . . ;:
-■ '
J^ !«:.
■ _,
' ■
■»
*.. .:
:: ;, , ;.'..
"i
->i.' f
1
-.
■■. :: .^
c; ]
.r '
, ■ .
,
• ■ ■ J ■,
1 .". <i ,,
. .
? *tiy-
,^1*?''^ , •■ ■; .'*.'■ ■ • • . -. . i 'i.»J3i^. ». -'. * f.i.-iiü*
Oi («•'.«
XXXI.
ICXXSi Glitte' vm.B^^ GärieU. 323
.^i l.V.l.r. ' .■»■■■ VV\ ^i-¥W*^y^if ■ , .. '.1^: ,..
-> ! ^i-' ■ •■'' • ■ •■ •? r .. •. • . ; ! ■.;
.. -^ _ , .' j;- I AAAl«'* ■ , i
Karte des Gdbletes ; äei Reichs - und Hknfe -Stäkt
Mrmetfy wie aucfi'äprjenigpn Dörfer, flerehljan-
deshoheit im Jahre 1741 unter Vcyb^haltverfcb|j^
deaer Gerechtfame an Chur.-.Br^unrcbweig.abge-;
treten worden. Nach trigonometrifchen Verme£»
^^' fungen entworfen von C. jrf. Heineekm
'XJle voTÜegPude Kartend' in fnihcni Heften dlcfÄ
ZWtfelirift *-) tnehrttiahU'TähteHdh- Erwähnt fmdda-
her d<*n Lefern nicht unbekauut. Wir nahmeD de
mU gröfser Erwaftnng in die'Hibdei ubd wir fan«
den uns nicht getäirfchr. • Eitre Vifa^dßellte fehr'ftreÄ^
ge Prüfung üf^erzengte' uns von den unTeikeriubarm
Vorzügen di6fcr Karte. Mit wahrer Freude b*ß&tip
gen wii das vorhin gefällte günftige ürlheil, und wi*
kötinrent ohne dit; Gerechtigkeit 211 verletzen, der*
reiben' unferen vQilkoinmenen Beifall nicht verbgen.
Üie Karte dient zuioiUchern Beweife', was man bef
Vcrmeffungen änstarichten vennag, wenn fich Saclu
keantnirs , Eifer und Fleifsvipr^inigen. Je feltoet
inan diefe , einem Kartenzeichner uneutbebi liehe Ei«
iienfchaften' anttifift, um fo gröfsernDank vei dient
der Bürgermeifter Heineckeji für das dem Publicum
gemachte Gefchenk, welches eine Frucht Teiuer eben
Y4 fo
*^ ^. G. £. IV B. 8« 35|« TU a in B. S. 583»
g24 jMbfM^ Gmwfi. Uoh QCTOBEtL
fo edel^aU i&ütXUcli atisgeRUlmi NHbraftiilidöA Stt.
Der TleiG» und die Tbätigkeit des Bürgermeiftera be>
fchämen fehr viele föginanMe Kuoftveißändige, die
ji^igßlexüet ^UL. hj^beo glauben«, wen fienit elmi^
den Werkzeugen vpd nacb noc^ elendern Methoden
gaiize" Länder aufnebmen » und höcbß fehlerhafte
Hnbn' liefern. UnwilTenheit und Eigendünkel fehlt*
dert ihnen ihr Verfahren als das nonplus ukrafjt^
dätiffcber Operationen^ . Mathematifche richtigeTheo^
rie iß ^|^eii frem^« uijd fo wie nachdem alten Sprich-
wort Unverfiändige die, Kunß am meißcn haffetf, fo
blicken ße mit Verachtung auf eioentiiche Wiflen-
fchaft herab» und legen fich ddshätb'den Namen von
Ifractffchen Mebkünßlern bey , ^glpch 4* wenn ge-
f<:bidue Ausübung fphnq gründlicho. Theorie beftehoa
könnte.
'C... M^Q glaube Qicht» daCsi man die Sach6 übertrei*'
hfi^ iEs iß leide^r^! i|ur zu wahr, U4d noch kürzlich
ift» uns. vorgekommen« dafs ein Mann, delTen Stand,
Qeruf und nicht unberühmter Name ein gefünderes
llriheil erwartc^ifilleff «To wenig mit den nenern Werk-
aeiig^n bekannt war» dafs er nicht nur die Genauig*
fceit und Richtigkeit der Spiegel • Sp^i^taQten in Zweifel
zog«, {(andern den .Scepticismos fogar (o weit triebt
•inem^ Untergebnen die Erforfchi^ig unter der Hand
aufzutragen» .ob es wirklich Sextaptien gebe und^au
damit mcffen könne. ^ « • Ein anderer erfindet einen
n0^n MeCsitilbh . will damit über Berg und Thal meflen,
alle Quadranten, Sextanten, Kreife und Theodoliten
entbehrlich mai;hen^ und Tacht deshalb um obrig"
hatlicIiG Patente an. • •. • •
, ZSXL JBiartervom Bfemtr ^bitL''. ^^^
Es?vrJUr« Tergobedtfi« ilergbichen Ziiveifl«v.|iodEr"C
durch JGiiiude belfebr^a-zu ¥roUeM»{i:4M'biebo'
libbei» OhreD' predige»!. Abei; ^ffeiit^re..^^fi<dli9i;i
feüteta. ibben. doch eodlicb^u JUchtiaufflecJbtat.aQd
des Nebel der UowiiTeuhea zerftreaeM; „../..
^ <'Bi"!kann' überall Dipht mehr die -Fnni^ ^nvflbefi
ÜBjn,. ob.ilie Spiegel* Sexta&teozA terreftr.kfdmMer-
AuigeA.laagaD, nachdeoi ^. Zackk^ Gc(iha.^.AiAi/«»i
i«r^er aikl Ammarm in Schwaben« u r09(ki|r io.iSQd«
pmCteB nud^t;. i> Coq in WeßpiMUeo.ihr^ AAWemduug
gBseigti haben.» Bedarf t«" iddefleo eine:4iMgfi9echte
Wjihrheit noah eine« ne«eii Beweiifeak Jbr jf«ÜTi(4 thi^
die TOrliegende Karte liefersu. Sh grünAe%6pb näm^
lidi aa£eiu trigonometrifcbea Netz vpn.mehr a)i leo
FttDCten,- weiches der Senator Qildfmeßfierrmr^'SßiL''^
tanteo AnfgeuommeQ, uodjdadMrch eioe^VertHtidiuig
mit den Oldeuburgifchen. DM^eckan. ua;$t4|Hl^ ge^
fancht'hat '^ )• . Dab dif^lei VeKfahroo' eii^ei ;felge Ge-
sMtigknt gewähre, beweift'.die.Erfabrang; .f;f, wäre.
mn wün£chen« dafa man et b^-. allen KaKtjiii ||e|(^lgte^
Dieficher befiimmten Paoctc; dienen dom,]Kto(|^ünftf
1er. si^m< Leitfaden und Vrobierßein Ceiiifc Av^eit,
wenn er lieh mit dem Aufnehmen ^ea-Det^la be- .
Cchäftigt •: tind er JiLann daflclbr ohne; Mühe in. da»
Netz eintragen.» und unvermeidliche kieinArFehlev
rerbederp. .. u ;
Wie genau übrigens dei; Sieioator GUdemcißer bey
der: Aafnabme des trigonomiMnlcheip Netzet ^n^Wer«»
ko gegangen ift, davon haben dip Leier CcfiW ia den
wrigen .Heftep Beweife erhalten *. * }• Die 4ort vor-
Y 5 kom«
*) M. C. III B. 9. 584^
»♦);iZ C. mB.8.591.
3|28 JlfQMdL-iGom/f4 itw. OCTOBEBl
\ Wkrih^.^ Längemftrade in Miträs wtdllhm-
,*. \ .».J/iitJ!: ländifehm' Frtfitk. *:'-' j^
•49;
52
'53'
54
55
56
Meu^
DiE
«in
140!?
p6 '*^^
07097
63955
6
■4.896^428'
1430
14.64
1465
1^40
156 1
\T t
I58I
I60I
Log. ^i^t Loe|UMiii<
4»8888532j
4> 88ogg79
4.^63^8'
4> 8646302
4„85524P4
►^ Ti.il
4»:844o645l
4» 8365583
4> 8267031
•5. 3^964:91
5 i 39^9595
5^53994?
;5:'375746l
,5,3671365
5.358*346?
5.i49i7,n
513^96646
5 . 3298094
Füll
H^S$l t o I
33^SJ f I
2)3445 1»]^
llgiSo? » 3
213702 > 4
261730-, 6
^03697 , 7
I9B5961O
Diff«-
44^f S
44*3**
:s-4554<S
4771^»
4S04>ß
#t^4
5»32.9
4.8164799 5.3t958ft^
4*8058745 5^>3o89808
4> 794Stl43'Tr» 2979706
Mit.deq nMmlichen Elementen hat mäb fÜT den
miulern Grad des AeqnaQors in Kheinländirchen Scha-
ben ausgedrucl^t den Log. rr 59 5495176 nod daher
dea beftändigeq Log. Q r: 8,0067883.
Hiermit; die Rechnntig für Fcr den. "wieäetholt,
bat man- .
• log. Q> &9P<>7«a log, g ./a,oo6788.^
log. P «t747573*=559.t i<»ß- "» ^«.965a»40 = 913."»
lofe, cof.Y»,78o>r4a ,
log. 4 3*^850998 = «53».*4
d = W' 3i.''4
L = a6« 96' 4«*
'p — S* 9' »9/a
B . 53 q 50 •
7 5^55' 30,*a
log. cor. m 9,999993^
log, fin. y 9,9ci92cq ^z: 26*52' 13/4 LH nge von fVrifi»
' ' ' Teobacht. Lange a6* 5a' 15" Unterfcbied i.'^
loR. fin» V 9i9oi^i^ =z 5a*» 55' 28" -Breite von Verätn^
Sie wurde beobachtet sa^ 55' 46*^ Unterfchiod ^= i^"
♦) MC. HIB, 8.^.: :.-.. i,. ....
JBSSCR Id^e^^em Bfemi^GiMmsiifi 1^2 f
r. fCBgä"*^) ge^ebaen Vergleich«DgB.]jogtf^thflleh xwi-
fcheo dem Mdtre und Kbieinl^diroheu Schob. Dia^
CcTf T;6jgänthtnus ift' aber diiVchaus Fairph'/' uptd der
Werdi des RbeinläDdirchY^n Fufiies in Nletr^rin^'Sfircben
jMa/iiii^ir'<?>* nidht "ür 313.18536 y/^ie ihn ' Fega gibt,
foüdelro zr ^ 18, 474* uud, de« yergleichi^jwgt- ^^*
nthiDu^ i;; ^, 5<?3Jiq$5'.n^»ö man uämlidi^den |^.
finUif' MStre 'ZI 443.296 Lin, uod dBa Abeiol. Fah
n i30;iS35 Liri, fetzt, ', i '*-' , -
^ *> Mit j^efen .veibeiTerteo Elemeotiekl ^ Ueliprn Mir
folgejqde z^rey Tafclp.fiir die Brei tau - ^Qd.Xäc^en-
iprade vom 4^1319 56 Gi'ade^der Brerto, : piV ^(Qxfle Co-
lonipe «athS^lt den Werth dn Grades in M^'tr^s isach
iS^r^ys Aö^alie* "*");' die zWejte den ihi|i jeetfof ecbeo-
^epu^X^gtrithmus; die djritte den Lo($atrithmu8 • d(^s
W^riba in Rh<>iuläudifchen Scbuhen. upd^'itfe' viecte
aftfe Gröfeefelbft, ^ ^ -; _ \*'"; - T- : _
lättdifrjten Fujstii, , ' . ? •
45
JL
I ■ '
48
49
50
51
52
53
.J^^^tXflA
biff.
Ullis
111136
111153
Uli?!
IIII8S
ZII205
18
17
54
55
65
XI1222
111256
II 1273
Log,^M4tMf. Log.Kheia,
Fufie
Ahttiairch;
.Schuhe
5 . 0457844 5., 6488907 r3«i^>?-> ^
5,0458548 . 5, 54$96U .333965.'«
5,o45ft2i2 "5,549027^ 354019 »S
5*0459915 5,5490978
5,0460580^ S.549164J
5,0461244
17
17
17
1/1290 . ^^
in 306 I
3,046.^907
5,04625711
5,0463235.
5 , 549230?
tJnter-
CQl?i*^
r
57.4
5,549297?
3 , 5493634
5 , 5494298
354077 »^3t
3S4I3I ' 3
354183 »5
334239 »<S.
354293.7
35434*?. 9
57.4»
54.1»
54*3"
5 , 0463898 5 , 5494961 [ 354402 . o
5.0464561 5.5495624 334456,1
5 . 04651 87 1 5 » 5496250I 304507 ' ^
fVerthct
^^^.aB.L8.47<>.
**} Conndiff. des tems annie XL S« Jffp,^ '
54.1
54.1
34*2
54;. I
54.1
54. a
039 jttmfl. Gb^#. rclai/iOCTOBEB:
jseAen BllUt^n vermißhüen Juhaks • ftf- toiF aiefeii
VkDftaod ftöckticfat g0iiORinieä';üda es* ani^abcr^biilier
mviZditfluid MafM goBohU htt;,t)ene Riecbouiigen za
l^ntferfv >inid' su- wiede? holtn r fe müiTen. wir darnber
'.•Drtr:.UKt]ieU fufpendii^eiKT .. -
.'i'. i<i«l»ii£! die irrige^ Mittagflinie affictn nicfatliiitT
alle mit dtelelbeo angiß^hene Winkel, fom&rn dt
ftiich feiM^dib- Abßänd« von ^em Gompafs-Meridiin
uregeii häoEiger Rechiiubga - .tmd Druckfehler tim^
Uch «bricbUgzÜDd : fo Mafen fich hi«r ^itie Mtoge
f|[Uia^ ;IrrtkiRner , .. uud auGsern ^einen -wöCeo4licheA
Einflnfs auf die aus nn^ichtig^n £lecnenteD hiemele?-
ittßu L'impn .^oä Breiten^ i/:W» begnügea nbs mit
«inein Be}ifpi«l ton z^ef Örtern. Folgendes itliB
die iriclitigen Abßäode- vom wahren Okteabnif^kea
Meridian und defen Peipendikel in Rheinifchen
Scbuken«
J^cm Meridian t^om Pierpendikel
t^etmmhorß 8^841 30455
ftüchtin^ " X124B04 59870,15
In deki vptoi O. L. z\ 2ach gebrauchten Slätttm
^ertnilchten Inhalts ift
Delmcuhorjfi ZZ 886?t . . J0898
HuchUng .r,. k % . 112650 30682
f Braucht man die verbelTerten Angaben, fo ifi diift
Breite von 3Jtelmejthorß aus d«n BTemifchen-Drey*
ecken C: 53*" 5' 8* « aus den OldenboTgifchen 53*
3' %>"% .Von Mc/uing aas. beyden ebenfalls glmh
grofs, nämlich ZZ 5j' 3' 12/5.
Die Lauge Von Dhimenhorß ^ird uäfch den Bre*
mifdiea .VeDOieirangen :=: 26*" 16' 17/9» ani den
. ^',.x Oldea.
JäÜÜU» Karte mm BrMtr "GebiA 33.I
•OidenKoirigiCcbeii 35"* -f^' >t7»^B i tmd hey Huehtmg
^ebearsdie fiittmilcheo Drejeoke. die Läage- ZS: it6c
Y2' *57«'5>f-die Qldtobatgircfatti'z:: 26** 22' 57**4*
"^ BishoT habea wir tms. blob mit dem. matliMM tili
liehen Theile der Karte», tuad deiii bej ihrer rSnjtwew
dFong zam Griinde: gelegtes trigoiiometKifcbea«:Netx
bcTcfaä&igt. Es ill ZeiL» vdaCi iwit.wn 4er>JKjHlB6 felbft
«nd ihrem Detail ^reden; nnd ea itt una^eikle^MnAnt
Freude, .dafs wir aach hierbey das nämlicbe^günAigt
Urtbeil wie vorhin fällen kooiieD. ;■
-!'• f Man wörde fehr irren* iwenn maa daföcJuielte»
dala die fiebere Feßretznng ^ewiller Fuucti^ oder Läor
geii*.ond Breiten - Beßiramungen aüei» über-^ Verf
dienft Qtt)eC"K0rte eutfcbiedeii; . Dem KAmeralißeii^
dem Soldaten «.dem Geographen« detn StatifiiKi^jE jiad
ielbft dem Reifenden id mit einem trocknet» :Gcripp9
von trigonpmetrirch beßimmien VuncteA- wenig ger
dieht. ^ $ie.j verlangen » und -ftwar mit Recht. »* ei ue,
treue DarßeUung der Gegepd, eine g^^a^uetopogKat
phifche, Zeichnung « om dar^adi ihr Urtheil über Oper
Nationen aller Art einrichten zu können. Dae.Metar
ift nur Mittel, die. lebendige Darllellung felbft aber
Zweck:, nnd- wenn beyde nicht Hand in>H^nd,wanr
dein, nicht die mathematifqben. Operationen .'mit der
geodätifch -toppgraphifchen Aufnahme vereint find:
(o kann anmöglich eine KaT,t^ auf Yollkommmheit
und Brauchbarkeit Anfpnruch machen. Wi? kc^ineo
daher ^nfiiögUch denjf^igef^ Mathematikern, unfern
Steyfall g^j^en,. i|ie alle. Kartenzeichuungen fwd das
;Situationa« Detail als Nebenwerk betrachten,, ea ver«.
iuiphlaf%Bp t,9i^r :WoK g?? . w^ werfend darüber mr-v
theileu» Daa Detail iH. uaA bleibt immfr-^es'fle»
wefent-
332 Mönaä. Cornfp. tgou OCTOBER.
nvefeoilichften fieftandtheile der Karteo, oncFei'gd^'
^iun 4ahd ricbtif; in zeichnen, ei ib zn fttichnen, dib
der Kenner fogleich beym erften Anblick in^derabge»
Hbildeten Gegend xu Hkufeift, erfordert eine eigene
OefchickHchkeit. Diefi^ zu erreichen ^ ift oidlt jedeii
gegeben V und man würde, f^r irren ,- 'wearn man fi6
jedeinlTelifanefler beylegen wollte. Das ironiBiaeni mm-
ficfatsVollen , mii» matheioatifcher Theorie vdrtlraatea
Manne aufgenoMimekie , und mit militairifchem^Ange
gezeichnete topographikhe Detail ift; wenn wir ona
dea Anadiracka bedienen dürfen , ein Portrait Ton ei-
nem van Dyck oder Holhein gemalt, das der*&eonä|
hochachtet, and ihm einen vorzüglichen Rang iadav
Galerie ««nipSlumt, indeflen die Zeichnhngeä der g0^
Vröhnlich'eii FeldmelTer den WirthshaiisrchiUtom glel.
(eben, aef denen man die abgebildeten Berfotten niit
durch den darunter gefetzten Namen erkennt;»
Dafs der hixtgexmeihet Heinecken %VL'i[et tfrfleil
ClalTe gehört, wird dem Kenner gleich bej dem er»
ften flüchtigen Anblick der Karte einlenchten. MiC
welcher Trene lind nicht die kleinßen Gegtfnftänd^
dargeßellt! Man fühlt fich in die Gegend felbß Y€i^
fetzt, Oberfchaat ihre Eigenheiten, AbWechfelangefli
tind gabze Lage. Dies ift ftrenge Wahrheit, nnd det ,
Referent , der durch eine grofse Sammlung von Pia«
iDen kein Fremdling in« dem Bremifchen Gebiet iß,
nnd es noch körtlich mit der Heijieeken^khnn Karte
in dep Hand beieifet hat« kann fein Urtüeil verbür*
gen. Und doch ift das, was die Karte liefert, nor
ein kleiner Theil von dem , was der Bürgermeifter I£
geleiftet hat. Der größere Theil foinea Vordienftet
bleibt dem Pabiicam verborgte.
'' Mit
.XXXI- Kßrie vom Bremer GAieL 333
Mit einer ei^en Gefckickliehkeit aDd-feltneii
ednld und Geoaiiigkeic Aahin der Bürgermeifler Hi
it der Meiifel qach eihem feht gr ofsen Mafbfiab die ein*
dnen Gegenden auf, brachte hernach mehrere Blät*
r nach einem verjüngten MaCsßab aaf ein einziges^
Qd 'zeichnete ehdlich aus diefen Blättern die Vorlia^
nide.lUrte. . : :
Die Sauberkeit,. Genaaigkeit nnd Schönheit der
rouÜlons -oDd- gföfsern Karten haben wir bey dem
Gelegenheit gehabt,
hat airo derfelbe
sC Tonderh, fu wie überhaupt echter, und da-
ir leider reltnef^atriotisnius ihn anfeuerte, dieMüK*
laueiteu niqjit, zu achten, To hat vorzüglich feiuie
Aterßaüt einen ' Scfiatz von wahren Cameral- und
Lurkairten bekommen , die zur Abwendung mancher
treitigkeiten,' und. xur insfühfung mancher nützU-
leä ' Pro jecte in 'der Fotge dienen, und dem wurdi-
en BürsermcißQt Heiuecken den Dank feiner fpäte*
Qn Mitbürger^ ervrerben werden. Willkommen muf«
iilem Liebhaber' das fehr elegante Gewand feyn ,
rorin diefe inuRerhafte Karte erfcheint Stich nncl
lloraination lind deis iunern Gebalts würdig» ttndinti-
heii demi Deutfehen knnfiileifs £hte; ' '
mUmmiäii
Hon, Corr. Vf. B. idoii i -P^?^
^^'^ Män^ Correfp. tSol. OtTÖSCR.
:;■'■ xxxn. .:;■
' ' ' B e f c hr e i b u n g
*t.::, eines neuen Winjcelwieffefrs,
von dem Schwedifchen Ingenieur Jon Osverht^
• ': ' Mit einer Küpfer.illatte,^'. . .,.
^pcbon in firuhero Heften machten yfir die ijttetii
JklonatL Correfpondenz auf einen öeü erfundenen m
kelmelFer des Schwedifdien Ingeni.rars psverbötn'%%
Inerktam, and verfprachen,*) dl« nns Von deioi^
ÄändUen Secretair der königl. Acad. der WilT. Wik
Mßlandcrhielm überlandte .Zeichnung dleleJs I|w
nieats tnitzntheilen. -Manche HinderniiTe find D
fache f dab wir erß jet^t nnler Verl^echen erfuM
können. \ "1
Die ganzen Kreife nach ^or^^lcher Einrichtnu
4>woI mit Spiegeln, als mit zwey Fernrohren , bi
'iitzeo bckauiatlich d6u Vorzag «data man damit dl
^iidkel vcri'ielfältigen , und die Mefinng Cehr fchu
voroehmen kann. Dlefer ihn^n eigne Vorthc^il ifil
einleuchteud, dafs fich ihr öehraucfa immer' melitySS
breiten wird, unerachtet fie hey trigODOmetrifch^
Meffungen auf der Erde, lo wie überhaupt die Refll
xi6iis-Inftrumente folgende Unbequemlichkeit habci
Bey trigonometrifchen Aufnahmen, und bey Zeich
nnng d<sr Karten braucht man nur die anf den Hoti
zont reducirten Winkel, ßey Gegenßänden, dienichl
in einer und der falben Horizontalebene liegen, gebett
335
Ondirii
Lieh die
*^ .ihreir
M.
%
> UD£t
womit
In Wieb
!t7/ auf
(iftt die
jd niAg
durch
i WiQp
ibh ein
tigiiiig
tril ttil
J«r Ii»*
zu ge*
gen«
Jftättcli
Mehm
fache
köun
I
vorfll
^mJei
breite
XJtXiL .Ösverbom^s Winkelmffefs 535
ÜSK ijsnetujftrumebte oicht den Horizootal«« fondfr^
ea fchiefeu Winkel ao» Man imifs daher ^uch'dl^
[öhep- uod Tiefen wipkel meJTQf» « aud mit.ihrer
[0lfe die Hotizootal wiukel berecbneo. Bey Anfciah-
leo weitläuftiger Bezirke verurfacht>dl«t08* Verfahr
BO fehr viele Mühe. Man katm-.-fie. errparen » wena
aa Ipftrument die Hovtzonulwiiikel'ttixiiiittalbaranr
kbt.' . *
Eine hierzu dienende fiinrichtnng haben dieEof;
lAder den fogenaBnten TheocloUten gegeben , nait
ler ber&hmie GeoiheofiolU des G;enemls Hoy^ womit
ir.. die 'Verbindung der Sternwarten sn Green wick
md zu Paria beiverkftelligte « war von Ramsden auf
liefe Weife verfeiftige.t. Das Fernrohr ruht nimlich
if zvrey Zapfei;^;. tcinß Axe. dreht ßch« und^hat die
iHa^liche Bewegung » wie bey. dem bekannten Faflkii
goginftrument« Der -Geotlieodolkt ^i^iA tolihxn untaM^»
talbar- deo Horizontalwinkel an « der Gegenßaud miig
IQ-d^m Horizont I oder über» oder unter demCrihcia
fich beßnden*
, ;*. . Allein indem di^ EngUfchen Theodoliten durch
diefe Einrichtung der UnbeqaeroUchkoit der Borda\
[eben Kreife abhelfen » anddie Re^uctioü der Win*
1^1 auf den Horizont erfptE7«S|l||4p|^||elit zugleich ein
!|refentlicher Vorzug « nämliCl^^^''«^Kf ', ^tfältigong
der Winkel ♦ verloreo* ^•^'*^«3! ß'Ji
' So viel wir wilTefu ♦ getieth OW. wA ^l^rft auf
4tD glücklichen Gedanken » die Vors2|^e b^eyder In«
ftratnente in einem eintigdn Werksengq zu VQreini*
(an« Imd AemMbßu eine folehe-Eionchtungzu ga-
^n« dabman nicht nur damit die Horizontalwiukdt
jeder über.odei tnttr ^em HodMnt Uegendea 6#»
% t gen«
i*
53$ MiSM:.'toirefpyiSoh ÖCTO^
ff^9!l0it!äe tndtiHtt^lbair melIeD ,^ fond^rti '6e auch' ttadi
Öfefrilfett vön^ieifämg^Jö kann. ^ ■ '
i9^^ iÖ»5*rt)fc|]fgfefüg«r'^ Abbildung Ä^gt'aen von Oitw*
Abw^erfütotfenett^Winkelineirei*. ^- Not ' klagt ci' über
d»Ö-Wfatfg€ft'>Bi«e^ g^fchickteo Ate^b^nlkerfl bey-dör
AfwföhriÄJ|r:i -IEi^'Wt geü&Aigr,- • Wy feinem ^flrt
MttdelV« felMl-JHätid ati2cil6^tt ,' ut^d m«hr^e TUile
aus Holz zu verfenigen, die eigentlich aus Metall
beäflheii fofh^Q. &ey der Zeichdulbg hafmiitt fich
tlArer muige1c}eine Abweichubgen vo& dem'Origint
Cfrlanbt. Sie (letU da«^ löftraVtieDt in feinet* vollköiüm^
Äem-i&efUb dar j 'diii Of«^r2^0m:4hai -zu geben gedacht
*tfi^ aber, weit es ihm an der Hiilf^«iBel» gefchicktett
X?äii(Hers fuhhe^^ntcbt geben kotimef^
0*:: *Die erfto Figur itellt den Otündi^Ci» der ^eTitottiu
idimtf Theil^v Fig; 2 -den Seitenaufrife ' des f^Rrämentf,
^Md Fig. '3 ^H Dttrchfchnitt^'dee Gentralzapfens üM
^T daran befelHgten Theile daV. ßey alletti drey Ff-
tpvrtn bezeidmen die nätnlicheu Biiohftaben i^^gleU
eben Theile des Inßruraents. -i ^j
/ A B' find- itwey: gani^ ,' d^kh 16 kleine !Pfeiler
^ c r, wie die' Trbughtcm' tchen* Sextanten ^ verbnn«
-dene Krclfe. Der obere Kreis ift efo blofser getheil-
9€t ^Ring, der untere- B hitigög5»ö Wird durch zehÄ
Hj^^lchen^halteit. - ' In ihrem ge^ieinfohaftlichen Mit:
telpunct ift «die ftählerne Axe D feft^efßhranbt. - ' "''j
- iDife Axe'ift dö'ppelt, und bdteht aus zWeyäbge-
•kififzten Kegeln V deren Gnandflä'chen anf einaib^eT'ft^
iktB und ztihtttwen Vereinige üqrI''' : Der obeteKegel
81 kürzer ; ^der^itftere l^gero'^^hdigt fich hi eitnp
JBtebraube, und ti^^b time^ ^eKfalban iwey^Kfeuzifch
ttnkev ttQ4^it2<)liA^io« aPiVi^tißJdatiflete StfahiutA^. ^
• 3 ^ '^ Diefer
XKXJI. 0$verb(m"s Wif^tttf^^ffffi 33 j
" . Diefer untere Tbeilder Axe gel^t darcJbi zwej^ilf
ebiauder liegepde MeEfmgplattep JF^ G un4 dprch 4^
bdlzeiDe.FufsgeßoU i/. Ad demrelb^a^wlrd er dmrpil^
4lie rupten befindlich^ liappenfciiiau^e / feil gc^
fcivaobt, . / . , .^:|
:• Auf der Axe ßecken ^tWj^y'qaniCc^.^eCclilLfi^f
Hülfen von G locken fpjeife K L. 4P. ^^^^. l^^^fj^i
wärts die bejden .Qa^4^auten M i^pd iV^,,' und n^tw
die AU^idaden O an4 P. aogerchraubt, pie Bpgen Af
N verbinden die Albidad^n mit dem. obern TheiledBJr
Hüire, und üchern ße. vor alleip Verbiegen. Bejip
AUud^den tragen ^wey, aus zwej Siüc;|ifD zajammeii
gefcbr^obte Lager p und ü* E[ier^n drehen ßcb die
Axen S T der Fernröhre J7 /^miit^ft.cwifcJ^prD
pelzapfen». Diefe Bewegung gefcbieht mit (anfterlV^
bungy und <>bne aUen Spielraum ,. und, 4^^ Sc];iraiibea
fi a 9 T' & dienen, wenn ße angezogen ^ werden» den
Spielraum gänzlich aufzuheben« . . ..{
Man kann die bejden Hülfen K undi L mit ihrej(i
Alhidaden und Fernröhren auf beyden K-rei(en bei;!*
umdrehen , und auf diefe Weife ihnen mit blo&er
Hand eine fchnelle und gröbere Bewegung geben,
Die.fanfte Bewegung gefchieht mittel(icfl^ Schraube^
fV X^ nachdem zuvor die I(lemmfchraul;>ep JT <?, apr
g^ogen worden, \ ^ .: . i. . \
AuH^er diefen beyden ]ß6we)gunj|^ .fipdjst noch
eine dritte Statt, wodurch die^A^^e^ ,yj|^ mit ihr dj^
ganze InftruraentheruoigedVeht wird« . ,
' Die Schraube phne Ende c greift n^mlicl^ in das
,J|jiprizpntale Fnüsrad F ein % worii^ vc(rmittelft eine$
4Qbteckigen Zapfens d[e Axe, Z) feßftei:jkt.> . Die unte-
re Fufsplatte G ift etwas gröfser als das Kad » ,und h^
. ! ; Z s " drey
Arej T&tfpriAgeDAe Stücke, durch welche drcy StdU
Tchi^nbto <r tf IT Jüchen, tti^ da^ lufirument vetti<^l,
tand die Krelfe horizontal za ftell^D. AoF dJerer oiw
terfien Platte ift die Schraube ohne Ende c fo befefti
get, dafa man ße auslöfen, und^aladann dem Inftru-
teent die gröbere nnd fchnelle Bewegung geben kann«
Xtfat man fit aber wieder eingreiCisn» fo ethäit man
0ti[tdb fie die laufte und feinere Bewegung.
Bejde 'FuEspiatten Fund G weiden durdi die
'Matter g zufammengehälten , und die beyden , auf
den Speichen der untern Scheibe angebrachten Ni*
'rea^x Kl (Flg. i ) dienen zur hqrizontäleu Stellung,
'-' Der h^Hierne Teiler /f kann fäle oder auch be*
^giiclie FüffTe haben, nur muffen lie fo befchaffeu
üjn i däfs fle dem In Ar amen te einen feßen Stand ge*
. 'Wahren, und es gegen alles Schwanken lichern.
^ ' Das obere oder Winkelfemrohr ü nebft feiner
Hülfe K wird durch fein eigenes Gewicht feft auf die
Äxe aagedrückr, Bey dem untern oder dem Veriiche-
tun^afernrohr L wird dif^fes durch die Stahlfeder h
bewirkt, die es an die Axe drückt.
'Die Alhidade des oberü Fernrohrs Z7 hat einen
durchbrochenen Veraier i, und trägt ein Mikroskop*
trelches iudelTen hier nicht abgebildet ift, um die
Zeichnung nicht zu überladen.
Um die geWieürenen Horizontalwinkel zu verviel-
faltigen ; be'olbachtet vüslu folgendes Verfahren ;
Das lulhrument wird mittelft der Stellfchranbro
€ c c horizontal gerichtet, das obere Fernrohr anf o'
gefetzt, und das untere Fernrohr damit VoUkommea
parallel geftellt , und durch feine Klemmfcbraubeo
befeftigt.
Durch
l^Xh^th UtndrelMiHijg de« gai^isan hküx^mm\§'i^chi
tet wan beyda Fernrohre aaf den erftexi Gegeiifta^»i
^fßjlen .Winkel gemelTen werde^r Colt , nnd: macht ee '
ffß.,. .^ ...'. . ^. .
.. {Jon löfet^BO^ das obere Fernrohr nnd bringt an «
anf den zweytc^ Gegenitand 9 indelTen das untere aa£
ijas erfte Object.^ointirt ift. Der airp .gefundene. find '
vom Vernier angegebene Winkel iR der einfache«
A. , Um ihn dreifach zu I^ben • wird das feßge*
Ichraubte obere Fernrrobr, duorch Umdrehung des
ipnzen Inftruments» auf denerAenGegenßand wieder
zurückgeführt. Nachdem d^s Inftrnment befefilgt
worden, Idfet man das untere Fernrohr, bringt es auf
den zWeyten Gegenßand , und befefiigt es mittelft der
Klemmfchraube am Limbus.
Nun wird es durch Umdrehung des ganzen In*
firuments auf das erße Object zurückgebracht , flas
Winkelfernrohr gelöfet, und damit nach dem zwey-
ten Gegen (lande vilirt.
Der auf diefe Weife gefundene Winkel ift der
dreyfache. Unter Fortfetzung delFelben Verfahrens
kann man den 5,7, pfachein Winkel u. f. w.meffen,
und erft beym SchluiTe der Operation die Zahl able-
fen , und darch Diviiion den verlangten Winkel mit
grober Schärfe finden.
Der Erfinder glaubte fein Werkzeug auch zu H5-
henmeiOTongen brauchen zu können 9 wenn man di« -
Äxe horizontal und die Kreife fenkrecht ßellte ; al-
lein es fcheint, daC^ fich diefer Zweck nicht erreichen
läüst 9 ohne das Stativ fehr complicirt zu machen«
IVathfamer wäre es , an dem Winkelf ernrobr einen
Gradbogen und ein mit der Axe des Fernrohrs paral-
Z4 / w
344 'mMii-'^^fC iioi. Öt'^WR^
^cb dkd loßminiBi^t' itticb'zum> {9ir<^Uh'eii'gebraticfae^^^
^- Freilich ift m Völi^ OsjHfrhom ^yfübdfeniB^ihkelii
m^lTer zubipmepgefetzter , Ivie die ßorda'^cheu Krel^
fi^i^f JfWej FiBniTöRT<in V und erfäiOeft eiDe'Mfon-
dc»#e -Sorgfalt bey det VerfertigUbg', -datoit nicht das
V0rfii£|#rQilg8Arph>Iir durch Teiu eignes G^vri^cht di<
Alhidade biegt '
JndeiTen gbfibteii wir , dlefeo V/iDkelmefTer zar
WüTeofchaft 4^ pa(>lkufns bringen zn müITeii, nnd
vielleicht gelingt es einem gefchicktto Küüßler, ihni
i^anche VerbefferaDgei^ ?ti geben. '
XXXIII.
XXHin. RmneWiDefmpfidefIfidoß. ^41
• I -f »
t)e[cx\p&on hiftorique et g^ögraphique de 17«-
«lo^aiiy.par ^ames Rennelt , Ingenieur generaldans
le Bengale : traduite de i'Anglais par ^. i?. Bouche^
fnchcy für la feptieme et derniere f ditten, i la-
^uelle on a Joint des Melanges d'hiftoire et de ftai
tiftique für Pinde, traduits par J.Caßira. Ornee
Be bnze' Cartes. A Paris de Pimprim. de Poignee.
An Viri ( 1 800 ) 3 Theile in 8 von XXXVIU und
302, 410 und 362 S. und I Band in 4, der 40
S* Text und den Atlas , revidirt von Buache^ ^
Mitglied des Nation. Inftituts,
enthält.
dLennelTs Karten von Lidoßan und der Commentar
darüber find feit ihrer erÄen Erfcheioung im jähre
1783 mit £6 Qogetheiitem BeyfaU und einen^ faallge-
meioeD InterelTe in England und Indien aufgenom-
iiiep worden , dafs in'bejden Ländern der lebbaftefte
Wetteifer rege ivarde , den Verfaffer mit einem uncr-
meblichen Schatz authentifchet , aq Ort und Stelle
gelamnielt^r Nachrichten , Berichtigqngep und Bej-
träge, und noch unbenutzter handfcl^riftlicber Karten
pnd Marfchrouten zu unterßützen. Er lalie fich da*
4tti;cli in den Stande gefetzt , feinen Coioiiiromr und
•• . " — Z 5 ..... 4i«
34»" .^nmaÜ.' Correjp.'mh .OCJOBÄ|f,,;<
die dazir gohövigcn- Kftf UMi * )" xw wiederhol iBiinab«
len gänzlich umzuarbeiten « zu berichtigen und zu
erweitern, und ibnei^ dadurch einen Grad von Zii*
verläQigkeit, Genauigkeit und Voliftändigkeit zu ge-
bend diis Bewunderung^ und Hochacht^D^ ffif^^ ^^
nnermüäeten Fleifs und den groben critifchen Scharf-
finn des 'Verf. erwecken. So entftand ein wahrhaft
claHifchea Werk , dem wit kein ähnliches von irgeod
einem and^K» Lande der Welt entgegen cu .Hellen ha«
ben *^). Die Franzölifcben Herausgeber haben Heb
daher
*') Btr grofimüthigen Denkart und savorkommeiid«
Freandrcbafc des VerfalTert» der die Gate gehabt hat«
mir ein prichtigea Exemplar feine» Herodot und von fei«
JI94 lammtirchea Karten befondere AbdröcKe an rereb*
reo« beaelge ich hier 6£FentUoU meine innigfte Hochach-
tung und Dankbarkeit, und fchitse mich wegen dea Bey«
falla^ wdmit diefer rortreffliche critircfae Geograph nnfexQ
Zeitfchrift beehi^t^ befondert glflcklicb/ v, Z,
*^') Selbft England darf ßch keiner folchen See- undKfiHen.
karten rahmen , ala wir gegenw&rtig von den Kfiflen
Bongalens befit^en. Indem Rennell die auigeceichnetea
Verdienfte der Ofiindifchen Compagrie um die Geo • und
Hydrographie von Indien rühmt , drflekt er fich in fei-
ner» den 23 Nov. 1791 nnterseichneten Vorrede» mit eben
fo i^rofaer Fieymflthigkeit alt Wahrheitaliebe, nach der
Fnnsößfebeo Ueberletsung folgeudermaffen ana : , Qutlquß
furprenoi^t quö cela daive ■parattre ^ il nen pft moins vrai
que la premier^ nation maritima du nipnda iCa puß de honnes
cartes propres ä diriger fes flottes für fes propres cdtes ; ni
mtme un guide affure-, ä Vaide duquel U pubtiQpuiffe juger
du mirite d^aucune production hydrographique» CrohraU- on
qiCuu moment oh feeris nons rCavons pas nne tari» pa/fdhU'
' men*- >dbiiH6 duvtnud St. Geürge, et que nous^€Oiuudßgmi
mieux Us mouiUagps det. eöüs du Bengale? Q9U
XXXm: Ref^Ws Defafipf. ge tlnüfi. 345^
d«h«T etn wahres 'Verdieoft- ditrch'Ül>Br{ettong der"
neumüeußeMiUn kuägahtf ^^[mW^rks um- dte Freund
de der Geographie ihres Vaterlaodes« in wi^lchem es
bisher s er wenig belurnnt war, genadit;, 4ind da(*/
ditvcb zugleich für eine gröbere 'Verbreitang ailch ia
andern Undern geforgt. ' >
' Dä/MennälPs Karte» and ihr erlldteriider Cott^
mentaar aach den erßen Ausgabeii, 'du^ch> Nachfticli
und Überietzang, in Deutfcblaod längft'Bekannt unä
mit dem äosgezeichnetßen Beyfail angenommen Bndi
to haiteilrwir es für den Zweck nufererZeiircbrift für
hinlänglich« diejenigen Qiifcrer' Lefer^ die nicht im
BeCtz der neoeften £ugUfchen ÄAisgabev^ oder mit der
Spradie des Origiuals nicht vertraut find, auf diefemit
Kenntnifa und Fleifs bearbeitete Franzöfifche ^a5ga«
be aufmerkfam zu machen. Sie verdient fogar felbft
vor der Originalausgabe em'^ßTohlen zu werden, ds^ Cie
mehrere interelTaute hiftorifche und flatiltifche Bey«
träge zur genauem Kenntnifs von hidoßan und eini«
gen benachbarten , noch wenig bekannten Reichen
enthält, die /. Cafiera aus den Afiatick Rejearches '
über fetzt und entlehnt hat: nätolich i) Reeherehes für
les Indiens 9 von dem grofsen Gefchichtsforfcher Sir
TVm, Jones ^ ehemahligem Präfidenteo der Gefellfchaft
der WilTenfchaften in Calcutta ; z ) Du royaume de Ne*
paul^ aus den Nachrichten des P, Giufeppe^ Praefec«
ten der IVfiffion in diefem Lande» rediglrt' Von Tohn
Share, Mitglied der Gefellfchaft d^rWUTenrchafteo
in Qilcutta; 3) De la riligiony des lols et des moeurs
de4 Qfcis, ou fmbilums .des moiUagn^s dfi^ PRjf^> ▼on
'J.IUm>lm4l.A^) lUJ€ripiWHd'AfiM;pmnMaJ^^mm ^
C^t^m i.'^anr deoi P^fifdmr üUiifelil^rvte Menry
344: :i9b^ii^'Cotri^^^^
-P^anßUßtti .5) BMatitm 3'un& EntretnufmteeU jeitnb
iiom^'t äi^ emem'Sdtfoitleodet Lieutan^ Sami{ßl lUmen
9U deo GeoeialgaaTeTiieat ^oir Bengsl^ory « JohntMae^
Vh^rfam^ (l«ticr;Pt«n9 den 2;Mäi% 1784; &)':Fhyägtau "
yiiibs^i.fyib\pm:.U GoffioEfn Poiirunget^n'^ ia eisern
Bericht des Lient. <S. Turner an den Geueralg* ^ M/us
/y*^rj&7f»b6riatttaL- dßti 6 f^ebr. 4789 *). Wir* tthlie.
fteil biehmtidiitffe Anzeige »^ und verfpreciheiry in den
folgenden! jHftfteni der Af. C. einige noch .wenig be* .
JcanEnte Länder ,: z. B. iCafchmnir^ wovon HennsU in
der diAlten Seaion handelt, und Nepal mud ^f^rrt
nach den JBbrichteii YOm''Bf Giujeppe und MokamaneJL
'ijasikn^ g»j)beff Jim bepi •. •
♦5 ^. r«»:'*^'*'* Account 0>fan Emhajfy to thß Court of th§
. Jeshpo J-duna in Tihet^i^ ift feitilem in {.qh^oq C.1800)
^rfcbienen und in der /^ C, igoo II B. S. 277 — ^283»
435 ^ 4<i6 pnd 365 *-^ 586 in einem gedringten Autzage
l>eki|iptgeinach|; worden. Obige vorläiifige Berichte und
|lriicl)(lQ(he^ia^ dah^r muixnefar tob gtringem Interefle
lOr 4il^lMtma 4k yoUAliiasgqi S9f€hr«ibeng diofisr Gf
yntaSiV^ l^Ahnmäig-von 2SkiimdKM$. ^
TT
_' ^f' •' ■
Be oh skch t.n n g e n ; . j , _[,
if't ^'
l) Alexandrien^i'-den to-Oct^jr^S^
»fiBftCmniDgen des hellen fVflndetc^aiilfaAdtf
.von 0: Sagitiarii.
•derühr
— 7' la*
Obfervirtc
Zeit
7ü 09' 35'
7 3a o
37 3i
41 20
WaÄreZeil
7u ai' aj'
7 a4 48
I-
ObfCTvirt«
undwabre
Entfernunff
590 Ho'
59" a?
Zu der Cotrectioii ÖW Ulif i
30 o
31 40
orrect.
des
iftrnm.
- 3' o"
Beob9cht.
Zenith-Dift.
voa«V
■öS »7-50
Wahre 2«^
niih-Dift.
von OL .V^ '
05* 57' ?o'
65 a? -o;
ObfeTVrrtQ
Zeit
7U 57' 41"
8- o *
.7
\Yahre 5?eit
7U 50' ao"
CoHrertto'ii
..j^er.ühr-
— .7..*#
Das Mittel aus obigeii vier Beobachtungen gibt
e Entfernung des helleu'-Kändes des.Afliöadei von
Saeittarii59° 28' 55- itP der wabiv Zeit 7:üi zy/'jjsV
• ^^ AlexanäyreirräbW'iö Oct. rr6r: -'''■ »^ * •
Entfernung des heller^ Kändes des'MWdW *.
. von a Arietis.
Obferyirte ^ . .-,
Wahr* Zeit una-waftW t :.-l
KntfernutiR
-Oorrection.
der Uhr ^
'^f*
Obfcrvirtßi
Zeit
17 40
19 40
H «4 50
[I u la' o* 11 u 4' 4S'
II* 15 16 : II 8 4
10 28
la 2»
17 38 56 «
-so 10 ' 56 ' K
r
«7 3».
i<J- i»
16. .0. .
o
Zur
Correct.
des Inftru-
ments
— s'»©*
ßeöbacht.
2<»iiith Oifh
von u y
" "Zdr "tSöiWöflöBTTWif ' übt;
•Wah.,
von »
::r?'i^'
Si" 5*' ^'
5» t- 45
5« 3«
Wahre 2eit
nu 40'
41
46
Correctioti
der Uhr
II u 33' la'
'» 3Ö 41
II 39 la
-7'
-- 7
7
Nach diefi^n Beobäd^üBgte wÄ«= «i^
xa Alexandrien die wahre £DtferpoDg des hellen Rao*
des dflis^ftjflj^^, V^»i,*^rieti8 5«' ,1 j/ .4J.Vf au der
wahreu Zeit ~ 11.Ü 12^^x6!.. J^
StitfMiuai^^deft wafilichAotlVtndtti idwMatidas
.1rott2OLS0»ittarxi.
:«^S^7?
^n,
^7t 0»
Obfertirte.
Zeit '
o;
58 45
3 2^1
W^hre Zeil
lind wahrä
E)ttfrrtnitig
5'
56
5.1
Beoba^btuD||«D zut Gorrectioa der Uhr»
fieebacbti.
Ümtb-Dilti.
von tt V
s» .4 10 :
•1 «7 »
Wahre Ze-
vohÄ V
$1. f6 . ao 10 56 as
Zeit der
Uhf
S a6 44.
Wahre 2eit
8u IT* 27'
8 /'9 .43.
10. 49 a6
Correct,
der Uhr
211
— 6 59
Entfer*,
nuna voln
Meridian
00« 54 10"
66 20 10
65** Sö^ä?
-1 Da# Mittel aus diefen B^bachtuogeo gibt am
ilOdt; 1^61 KU Alexandtie», die. wahre £otfernaog
des hellen Randeades Mondes vpn o-Sagitt^ü ti: 72*
sj' i*oV »«> 4?t wahren Z^ijtiz: 7 U 5ä>V $^,
4) Aleocanitien^^en rr Oi?i5:. I75A
Eiitfierliiidg des weftlichen Randes des MTokif^s
von p Capricorni>
) Wahre l4nt-
Wahre Zeit fernung
^y^ 54 so"
Corn^ction
der Uhr
.--/^o*
Öbfervirte
Z<
8U 11' 16
'» 15 30
S IS 40
8 0 4' »6"
8; 6 4V
Zi 40
''» SS j?
>« 56 50
51 57 «o
Alfo
\ .1
'*^ Alfo am lY. Oüt. ij&i th Alexaiidrito'' -ffib^wab»
te EDtferaang des hellefir Randes des -Moädoi^' töft
^ :g rr 5^* .55/ »55 'j^ 1^4® '^. wahren Zeit ßiJ 7' 49\
Entfernung de# lAäWai'^mjildes des Mondes
• Arietis.
•—Cofreetiott
^ der Ühr
— r
OWenrirte
Zeit ■"
J6 35. -t3
10 3? ?iJ
3S>. >Ä.
41 o
- ,WÄhfeßnt-
Vifaht« Zchl fernuug
([und*
W u ttö' o"
. . «8 15 . .
" .30.38
ü-^^
10'' so''
. 9 o
. 8 o
:V'
** ' 'ttiere^eo6achtungen'|^1^J9b'^^^
die wahre Elntfernung de^häteh Randes' äi^ V/l6]i9ifs
von « Asi^tis ir '44** 4^^ 28*» Wdar. W^tiren Zeit
6; JÜidähdrteri, äerki^'dä: i^6u
EntfeihÄung (des we(iJicteü;:Ra!nd!es* dei!^Mondes
von -füÄi el haut«
Coyrbction
der übr
.Cbfcrtirte'
Zeit
V^ahreZeit;
■ %
Öbfervirtc'
und wahre
Bijk^erflpuf
12 u 8' 55*
, . . II. 30
Itu. 0' 47"
51*» n' 20"
. .12 10
- S' a4V
.... 13 56
. . '. lö 30;
:::J?«
. . '3 50
. . 15 30 ,
... 18 3Ö
... 10 12
. . lö 40
Beotsächtuiigeti tut Correctiön der Uhr d^if bli(]fdeb
' vörnergeheüden Beobacht« a, 'iTailr]« ':^
Beoliacht.
^enith-Drft.
41** 37'
. . 7
40 4t
Wahre Ze-
nltli^ Dift.
4x 34' 50*
4 50
40 44 50
Zeit der
Uht
liU 23' 34'
»5 53
»7
Wahre Zeit
la u 15' t
♦ . 17 a^
19 5
Correction
derU^r
-t- 8' 27«
— 8 Äi
Entfcr-
[ig> Vor.
londe
nuhr Vom
Mc
4a® 36' 20*
. . o 40
41 36 40
Die vorher bemerkten Beobachtungen geben am
i3l Oct« i^öx die wahre ^tfemtitig des \MLea Randes
- des
^0 ]fyii!UL,OHr^ QCTQ^^X
4te»,;Mppd^ Ton Fniii.el hant IT 5X* »'c5**. »
/^iT MrabreitZeit 12 Ü.5;. jj;. , - ji::nu;.
Correction
der Uhr
•^ 8' M"
ypAiAMebaraii»;,
WaÄirfe'Zeit
Zeit der
■Uhr^-
I 4<>i
. . . 50 Ol
' . * 53 io
«F -SP d».
x»_: 58 3*
Okfervhte
und wahre
Entfernung
bntffrnimg
45*. Ü'',»^
37 ?o
Nach diefeii Beobachtüagen wat der ößUcheRanJ.
^l,M994<y Toa Ald^f^r ijj;c48v:?f den*
fintferniiug des hellen Randes des Mondev. von Aeiä
. . . ^ weftl...Ra^de der Sonoe^^
-Correction.
■ •■ berühr ■
*:«' 95*
Oljferyijrte
Zeit' *
Wirlire ielt
u u 44' 4»"
... 53 <?
11 u 31' 7"
40 a
i» 55 0
... 59 41
... 41 2.S
. . . 46 Ö
12 I 25
I« 3 Ä
... 47 50
. . 49 3«
la 4 -50
u 7: • 0
. - . 5» »5
... 53 aö
Entfernung
70-
6' 20"
a Ol
^9 5« ao
57 45
10 30
55 «4
^tt^rpP^^^'^'^^^^^^^^ .4.^^.^^^^" Randes clerSoDüd
2ur. Correctioii dcir tlliir hey den* vCffhkirge*
heuden ä^otiachtuugen.
Vormittags
Zeit der
Uhr
I pu 17' aa*
9 19 20
.9
9
U'J'
21 i
«3 15
Obere Rand
der Sonne
V. Scheitelp.
59» 36' -36"
59 16 ■ 2%,
5« 59 4C
5» 37 10
Nachmitt.
Zeit der Uhr
i ü 9'- ^''
3' 7 ^
5 50
3 37
Zeit der Uhr
zu Mittag
la u 13' Ä5"
' . '3 «5
«3
.13
«5
»5
Nach
XXXIV;" ' Beßimmung vtm'AiuandriM. ' ^sf^.
*" Nach diefefö Beobächtnngfen' wat fifc xvahfe'EÄI^
FernnDg des hellen RranBes des Mbndes von deii^*weft-*
licheD Rande der Sonne rz 69° 59' 44* zu derwah-"
ren' Zeit am ;2r Oct. -2311 45' 5". . . .
9) Ale%Q.iiärien^ den 23 Q^t^ X'föi.
Lotfernung des btileäRapdes desMoudes i^ou dem.
welU. Jlaade der Sonne.:. • ' >-.
Correction
der Uhr-,
übfervirte
• Zeit • •
WÄhre Zeit
Obfervirte
Entfernung
,
\^&ii* 30"
uu 9' 6"
11 5
57*» 7' 25"
. . . 6 0
... 4 20
^ 13' 94"^
... 29 0
... 15 ^6
. * . 18 4t
... 4 10
. ..., 3 19
• . • a 45
. • . 33.-50.
•■■••tf
* . . 36 46
, ♦ . 2a 26
.. . 21 21
'. ". . ci-ai
... 23 a»
... I 20
• . . 2 lO
... 0 (ß
57, 00
CorrefpondirendeHöKfeh des oberh Randes der Sonn^»,
-'''': ' ttxr Corfefciefon der Uhr be/den VörHer. ^
H .... gehen'äen\BeobaGht^n]getti' ''■■'.
Vorttjittag»^
Zeit
der Uhr
10 ü 23 27"
... 25 4?
. . 3^ 40
Bjftfcrnang
.vom" Schei-
tolpuHct.
45>° 59' 40"
■..■.■42 ^5
... 6 39
Nachnwttti^r(j&e i t'Äef Uhr
'' " zu Mittag
Zeit
.der Uhr
■ >■ '' •
o 40
I 5.5 49
1 ü 3'>^ O" J^2_U T3' 14"
>3 .14
' • ' Öa^der Mond öÜfet gleichförtnig gisht, fo dürfte
e^ wöl belTer hyii\^jffeäsh'dik(e zeht^ Beobachtungen
ife -di?eyOfder wenigOeiis twey %'ertheilt würden , ,nfad"
däian ijusjeä^ helbnders die Längef za berechnend
Tcfi habe das Mittel aur allen genommek] , und finde
die. Entfernung des hellen Mondraüdes von dem
W<!ftlichen Sonneürande rr 57° 3' 13* zu d^ wah-
ren Zeit den 22 Oqtcrber um 23 U 17' 12". Die vor-
herbemerkten Beobathtungen geben nach meiner Be-
r^chnong di<^ Länget rorx^/ilexartäritn '
Moa. Carr. lY. B. jßox. Aa jj6t
350 JMbnetft. Omrefp. iSoi. OCT(XB¥JEU -^
x.7(S;pOct.io .darch Cund.tfH . ^ . lüjo'-jt
. . * . . • * . <t/ . k. a V 4 * .., I ^i 41
X7]S^l Oct. n durch d . ■. «7 H • , * i 50 47
. . ; . k . . 5"« ' i^ ^ •. * \ ^ 5«>^ 4»
^ C . . a V • . . I 51 3(S
176^ Öct. t3 durcli '(L~ . . Füm elhaat i ji 31
./Ti .- V . '. k € . . AldebviAa - i 50 38
1761 Oct. 22 durch ([...© \ » w i 52 51
1761 Oct.; 23 k k C . . 0 » • V i . ;i. s?
Mittel 1U51' 21/2
fjDie Fortfetz. fbt^t.J
mM»
XKXV.
• ■ 'i
Memörtäs da .jJcaJemia Real das fcienciM dt Lssbody
tomo L desde i^jt^o ati tySS. ...j^sboa.. Na ttjpo^
ßraphia 4ßjl<:iSkiemia lypji Co» Ugenqa de^
5i Mc^eftade^ 4to J ff Seiten '
und 2 K. ' \
■ii.i I ■ ■ II- i) 1
XJie köfiigl. Academie za Li'Habpha hatÄch entfchlof-
fen , ihre AbhandloDgen i» di^ HanptdaOen zu fhei-,
l^n, nämlich Mathematik undPlyifik; 2 ) ^Ö^oaomit.
g) fchöne WüTeofchaftes ; die bejden letztei) find iä
Octavfqrmat. . Bey einem in Dentfchland reltenen
\yerke wird.eamaLrernLefern nicht onaiigenefaiii feyii,
dieÜberfchriftendei' fämmtlichonAbhandlaogeQ, wel-
che diefer Band enthält, zn haben.
I ) Aligemeine Aufiöfung von Kepler^ Aufgabe
über daa Vifiren der Fipen und , Tonnen ; ypp /•
K . ^ ,...•. Monte*
XXXVi. benkfchtißen der LiJfab&n.Acaäemie. $^t '
Märüeirö daRocha^y. 2) Domimci f^andelli flotaeet
fawiae Ijufitaniae fpecimeiu 3) Idem de Fideaiio Oli^
ßponnenß et Montis^ ErmiiüL Die Spniren diefes Älo-
fchenen Vdlk^ns fangen beym nördl. finde der Stadt
St. jöao de Bern Cazados und Alcantarä an ; fie wer»
3eü aber von Kalkfleinhiigeln nntorbrochen, und voa
welfsen Kalklieiuen, welche mit verßeinerten Fflan^ ^
zen angefüllt find ; hierauf JFolgen Kalkdeinhügei;
welche von valkaoirchen Schlacken bedeckt werden;
^atauf folgen vnlkanirche Hügel Kft bis Pfico Je
Jrcos'zn den Ufiem des Tajp; der^Verfaffer hat 17
imlkaiürche Prodncte gefundlsa. 4) Über die Kraft
des Magnets von /. A. JDaUa Bella. Er findet';- da&
die anziehende Kraft zwifchen zwey Magneten im
Verkehrten V^rhältnifs des Quadrats des Ablland^s'ük
Die Kraft beobachtet dalTelbeGer^i!, wenif matiblöfc
dbiim Magnet und Eiren braucht: 5 ) Über die wah^
fen Gründe der Differ^nzialrechnung von F. d. S. 0i
'Stockler; ift auch befondets abgedruckt. 6) Zufatis
^'ttr R^el Füfitäine'et nm die Pk'oUeme durch N4-
iieMng aofxulöfen, Vielehe lieh aüFQuadraturenbrin«^
^en laflen , von /. Monteiro da Bocha; fchnelleveCeii^
^ergtat der Reihe dadurch , dafs man ftatt x andere
töttfoche Fujictionen-dierer GröCsd^ fubfUttürt. 7) Bo^;
bbächtuiagen vonlnpiters-Satellitenverfiußeriingen find
k&nigl. Celleginm von Mafra im J. i785,von Ä J;
de A. Velho {mgefiellt. 8) Über die Gerchichte dec
Gereti>i
' ^^ Der Vatüader befehaftigt fich vönilglich mit dem liU
t JMt nicht voller Fftller, mid hat feiaeL.Annähertuigi r F.or-
Hielii.niit.iiiehierii Yexfuchen vergiicLea«
Aas,
55^ :. Monatl. Correfp. iSou OßXOÄERi \
GeTetzgebung uod der Cebräache P-ortugaW von ä.
.C. do AniaraL 9) Vd^fchiedene Bemerkungea über
.Cl^emi« und Natnrgerdiich ta von D, FandeUi. i o ) Be-
X^etk^nügen über, ein Pflanzen -Hygrometer von BaJH'
J\ofa (der Verfalliqr hat. Geraniwn mofchatum und Map
y^oi^j gebraucht). u^Phylifcfae Beiperkangen bejr
Gelegenheit der fecbs Blitzßrahlen , welche in ver«
jQphiedenen Jahren auf das kbnigl. Gebäude nahe bey
der Stadt Mafra gefallen find. , Mafra ift nach baro-
inetrifcher Beobachtung 68 1 Fnlk über dem Meeres-
^prizont erha^n^ i^) Über Läi^geund Breite der
Stadt Liffabon von Q &. 4^ Fillashoa,$i durch HeW%
Methode; Breite desCoUegiums ^ox^&r<?j 38'' ^z'
.^B's 1 Länge 49-^$ ". i^3)AftronDniirc;heBeo})achtttn-
gWr-i^ Fort dM* ^i^tiRio de Jar^ärp^ zn^-Bertimmung
4ex Länge und Breite, von B. 6. Por|/»',angeßeUt mit
einem SilTonTchen Quadranten von i Fufs im Halb^
jnelTer und achromar. Fernrohr von 3 •§ Fub. FoUuli'»
lie von liio Janeiro 22° 54' 13* füdlich und 45** 37'
5d* weftlich von Paris; die Hafenzeit 2|U und mittl^
xeFlutbhöbe 6. Palmen 3 Zoll z^Awen. 14.) M^i^
«ologiCche Beobachtungen zu liio Janeiro von DoKta»
ty) Über die UnCcherh^it in Rückficht auf d^ Ui;^
S^cang des M^rrhei?i-:Harze6 von J. de Loureiro. ■ i6)
iSbox. die buko.lil!che Di^tkunftder Portugiefen voi)
/. de Foyos. 17) Über die Natur und den wahren
Ujprpryng des Moe^Si{^pao de /Igiälo} von Loureiro^
1.8 ) AQronomirche Beobachtungen in der königlichen
Buchdruckerey des Collegiaras dos Nühres von Fr.
Ant, Cierazvk^t^f^\x (vom J. 1770 bis 1783). 19) Mc-
teorologifche BeobBchtnngen zu Mafra im J. 17^3^ von
/^WÄo angeüellh 20^ iJber Fojitaiiie'B Nähernngi^roe*
r. L^ :. metho>
XX5tVI. tienkfchrißen rf. Liffabm/Academie. 353
tbode , von de Maia. 21) BeotttchtfiDgeD der Sonneti-
Bofternira von 1781» 17 Octbr. sn Cartageiia, von
On/fi. Breite 37* 36' 36"; tptaleEmerfion sU 26' i6'
wahre Zelt. 22) Beobachtungen tu liio Janeiro im
Jihr S782 TOn Barbofn angeftellr. Jopiterstrabanten-^
and MondfinOemifle. 23) Hiftorifd» Ixibrede anf
DaUmbert vom "Stockleri ....
■• -xxxvi. • .
JUemorias de Mathematica et Phtjfica da Academia IL.
das fciencias de Lisboa, Tomo IL tjpg, $zo S.
und 44 S, Anhang in ^.
r) jy^etvton's Satz über die Potenzen der Wurzeln ei-
ner^Ieichung, bewiefen von ^tockler^ 2 ) Über ein
verfteinertesThier von de Loitreiro. 3 ) Phyfifche und
bidorifche Unterfachung, ob es verfcfaiedene Gatmn«'
genMenfchen gibt and gelben haf , von de Loureiro,'
4) Botanifche Befchreibung der-' Ctihehas Medicinaes
Vtm di^feiben. 5 ) Phjfirche und botanifche B^träch«'
tiing dir Pflanze AerMes, welche in der Luft entßehf
thWtfidiin der LnftnSbrt, von'demrelben. 6) No-*
tfz%ber verCchiedene Arten von Bienen, welche J^ä-'
yi//<7z Mgenthümlich und in Earoj^a nnbekafnnt find«'
7) Meteorologifche Beöbaicht. zti Mäfra im J. 178J
und '86 von Felho angeßeUt. 8) Über Spiegel- In«
ßmtiietite von /. M. Dantas Pereira (faß ein Aaszug
aus Borda's Werk.) 9) Succeflive Sanonrirung ver-'
fchiedener Aeihen , von Pereira, jo) Befchreibung
kusl A a 3 eines
354, ihntOl.QurreSp. igoh QCTOBBR. ' '
eiiMS meDrehlicheRMoulfarttma, vop Darta^ 1 1 ) .ASxor.
IKitoircheBeobftCht xu StJ Paulo apgt&eUt, von X>or-»
^ a . ( mit I fufeifi|#o &ffoD. Quadrin^en ). Polhöhe 23*.
33- 10*. Viele /upit^iittabanteii-FkiAeniiiliDgeli«»
2 U 30 ' o • voi^'LiilalK)». 12) Über die pediogang^i.
glf^chfifi|;en deicPÄfferenzialfaDCtiofiea, Wienn fie voll-
fiändig^Differenziale find, voi^ StockUr^ x3)BefcbTei^
baog eines monfirnöfen men£ch]idieD foetus^ von Fr*
Tafarez» 14) Tjyxodrömm äki viia humana gu Memo^
via em que fe irtoßra quäl Je ja a^arreira da noßra eß
jjecie jjehs ejpa^os da noßra prefente exißencia por Soa-
res de:,BarTOS^\ 15) Memoria fobrdo^IieJlablecimeiUo
*da qumta ordern de 3Jarchci alterada por kaver alarga»
do o vento por Maiioel do Mspirito ßvito Limpo, betrifft
!(lie Marine. 16) Aßtonomilcbe and meteorologifche
Beobacht. zu Hiö Janeiro im Jalir'^ 1784 nnä 85 von
JPpr/r/z angeßellt; <r-T Viele Trabanten» Verfiniteraiigeo.
3^784 20 Febr. 5U 51' 14" w. Z. .. M&og ^«r Son-
xfienfiofternirs; allein fehr wenig genaip; wegen der Nä-
l^e des Horizonts. JDorta JTah 17S4 am 8 Januar 9 U
einen Cometen mi^ blofsen Aogen zwifciien y. des
Ffau und « des Tpucan in gleichem Abftand yon
Ijieydei]^ Sternen^ er lab ihn bii-xiiiii 2 f Jaguar; feill.
Schweif ^ingefähr.6r% Dorta befand üch 12 Meilen
yon der Stadt ohne Infirumeifitef: fo dab er i)fxk p.va^
den 22» 25^ 24» 35 Januar beobachtete » und mit p
des Wallfifches vergleichen l^>nnte. Zo lUo Janeiro
, hat man ihn fchon am i Jauui^rgerehen. Dorta wird
Jppine Beobachtungei^ bej einer andern Gelegenheit
mittheilen. Derfeibe Comet ward zu Paris an^ 24 Ißjx.;
eindeckt , laj^ bis zum 25 Maj verfolgt.
Ans
■ ' XXXVI. ßenkfeftr, derLifJubon. Acfademie. 35$
Aus 17 Inpiterstrabanten-VerfinrieraiigeD hat Ciera
gefundeo deo MetridiaBünteTfchied zwifchen Liüabon
nnd Rio Janeiro 2^- 16' i^^'z... 17) iSeftimm. der Co-
jiiet«nbaIuieD von Monteirä da Roclia, Diefe Abhand-
lung vfard ir ; Jabr 1782 der Academitf vorgelegf. Er
hat feine Methode mit Erfolg auf die (Dometen von
17^59. and 1780 angewandt; allein man hat jetzt kür-
zere Methoden. Der VerfalTer handelt ^m Ende von
der Beftimmang der elliptifchen Bahnen. 18) Über
W^gfi Eigeutchaften der BinomiaLGoefEicienten, von
lackier. 19) Zwej MondfinHermiTe im J. 1783 nnd
1^787 zaMaß-a^ von JP^elho beobachtet. 2o)3eobacht;
im. Jahr 1^90 voa Comesde yiüasloas.^
^6 ]an.Emerfion Kdjes ^ 7U a' 2" etwas zweifelhaft;^
n^^Y — — ß ^ 7 22 48 ebenf. . ^ , .
die tieyden MondfinfiemilTe finden fich hier.
Im Anhang findet man AbhandlungjBj» der. CorreC»
foodenten:
m) Verfnch über die Brachyjlochronenroa TraVaß
tos. z') Drey mediziniiche Abhandlungen. 3) Be*
^hachtete FinliernilTe nnd Bedeckungen zu Fekin
fcit 1753^ bis 1795 von Andreas Jiodrigues (luerbejr
^^pDenfinßerniCs vom Jahr 173p. von Kegler^. 4) Ca^
UaidrdK^ Beobacht. der MondfinRernirs vom I. 1787
^n JElom. 5,) Aftronomifcbe Beobachtungen zu St.
Paulo von Barhofa ^uge&eUt. Coiiies de Villas-Boas
findet Meridianunterfchied zwifchen LiHabon und St^
PaiflQ 2U 30' 19,"; aus X)<7r^a*s Beobacht. (Mauf. «ij
zV 3p' 0% folgUimMitteUU ^o' lo'' Z^: 37' 3^'^
Aa4 ^ XXXVII,
556 . MfnaO,, Comfp'. iSou ßeTOBER.
■ • ■' *
. fünften Potenzen der Excehtii^itäten
auf die grof80
'Störung' Sa tu rns und Jupiters.
von /. C, JSurckharät.
TUa Place hsLt in den Mem. de Vacaä, des fciences i'j^i
S. 263 bemerkt/ däfs der EinFlnb diefer GröGsen bU
^tif eine halbe Minute gehen könne. Mir fchien es ,
dafs diefer EinäoCi Vielleicht noch 1)eträchtiicher tejtk
könne,» wegen der Gröfse der Zahlen* Coefficienten,
linü ich ivagtei es' daher, die fehr muhfamen Rech-
nungen,*) welcfte die Beftimmnng diefer Gröfsen er-
Torderte» tu unternehmen. Ich habe hierbey diefei-
})e Methode befolgt, welche La Place in feinen frü*
bem Memoires (^Mem. 1785) gegeben hat, und alle
Theile der Rischnung doppelt gemacht, fo da£s ich
lllanbe , für ihre Richtigkeit bürgen zu können. Es ift
jedoch möglich, felbftzweyMahl den felben Fehler bege-
hen zu können : ich werde daher nach Verflurs einiger
Zeit die ganze Kechunng zum drittenmahl vornehmen.
Ich bediene mich der von La Place gebraachten Buch*
fiaben und Zeichen ; der Werth von H fey alfo ;
'^^ Allerdings ifl cliere Kechnung höchjft mührain und lang.
Zwisy Formeln, deren jede zwey Foliöreiten «inntmnic,
find da ku vergleichen und zu combtniren. Die ^eioe
Formel hat einen al)g;emeinen Bnchßaben , "v^relchem 6
verfchiedene Werthe tokommen-lKkinen. Burckharth hat'
te daher mehr als faundentanfend Glieder zu unterfncbea,
ohne die Vorbeteitungs - Rechnungen , um.diefe beydeo
. . Fanneln su finden. ,}j^ JL,
I
XXXVUv'f/e&or 4emEi^flHfs d. fünften PoOitten. 357
+ + f
OS
? + +
• t
^. V,'
NO
NO
4^
0\"
o
f» CO
^ CO
+ +
ö-ri
00
00
o
4>^
0\
I«:
Her
+ .
00
I
00
-■ o
00
er
s.
I. 11
•^^ -^ /-N ^.,
'^ Ui ^
^ ^ V-
» C» ft
GO
^4
0\
o
OS
•00
00
o\
00
I
NO
00 j . ^ #^ •^
I 1 KTv^ ^
+ o\ Z
o ' I I
0-
Aa 5
NO Kl
er.
l
I
Kl
-1^
= + 1
0\
o
er ? I 4.
C ST L
o • **»
". k I --^
M I ■ ^^
B. I I
I
CO
a'M
356 .-Xm^ ^BÜtU'^
0\
o
o
p
QO
o
o
OL
S
+
o
o
i0b
'LI er
p-i
04
4^
wobej
f
wobey.icl|^:aiiir der Bequemlichkeit des Drnckee wil«
kn überall b ftatt °4 gefetzt habe.
"Dieüld Wcfrth von H fehlen noch die xm der
Neigung der Bahn abhängigen Glieder; nnd ein Glied »
velcheil Ita M(0 hinzu gefetzt werden mnb • wo-
Ton ich Ihnen nächßens zu fchreiben die Ehre haben
werde. • »
Der blofse Anblick diefer Formeln z^t , dafs de«
Emflnb der Glieder der 5 Ordnung fehr beträchtlich
ift« wofem lie lieh nicht dnrch Zufall gegeqfeitig auf-
heben;- denn iiiehrere diefer Glieder betragen den 3
Theil der entfprechenden Glieder von der drittea
Ordnung. -
XXXVIII.
;r über
eine Aufgabe der practifchen Geomeh-ie,
von J. C Burckharät.
JLIer Gebrauch der practifchen Geometrie znr Ver«
beflerung der Geographie würde von Liebhabern wol
öfters verfacht werden, wenn, nicht die Schwierig-
keiten und der Kortecanfwahd , welche das Mcffea
' einer Siandlinie erfordern , von dlefem Untcrnehmea
abfchreckten. Die Aufgabe, einen Punct dadurch za
beftimmen, dafs man die zwey Winkel mifet» welche
drey bekannte Gegenftände, aus diefem Panct geCe-
hen, bilden, ift daher fchon öfters und vorzügüA
ronLoiiiltrt iBeyträ^e 1 Tluü JAhh^S »<^> •»«*•*
358 MemÄ*. Cw^.'i^«. OCi'ÖÖJÖ^^
cor
II
^ J
^ OS H
I
Kl '
! I
NO
H2
ON
o
3^-:
09'
o
NO
4
l
K» «
o
a -
s f.
T it
^•: ONJM
CO' CO I
NO
O
o .
0\ -
o .
CO
o
O
OS
A«
^
VI
oo
oo
oo
or -7^
^ I
I
o.
% ^
»
5! *
L^*
•
1- »
er
p-
%
» er
o\
o\
M
I
vo
Kl
o
o
o
o .
^ .
s»
«t
s
^
£
<*N
iT
Ov
8
i
'*^
r"~i
'm^-n
•4
vo
<>
o
. O
4».
4»
.*^
er
4 ♦
4»-
•f
O
O
^
(T
QN
t
O Ö»,
er
•4^
o
oo
ov
o
o
6u
0b
v«/
wobej
y^XKYIUÜ^^ienEinflufsd^fik^ 355^
wob«y icj^yaia der BeqaenUichkeit des Drnc^ wil«^
len überall b ftatt 4 gefetzt habe.
^Mm Wdr^h voii n feilte Hoch die >ofi det
Kejgmig 4er Bahn abhängigen Glieder '; und ein Glied »
weTclielS Ita ]Vf(<) hinzu gefetzt werden' «mnfs', wo-
von ich Ihneo n^hßens za fchreiben dfe Ehre IiabeA
werde. ' * • '
Der blöfse Anblick diefer-Formeln zdgt, dafs de«
Einflafe ider- Glieder der 5 Ordnung fehr höträchtlich
iß« wofern fie lieh nicht dnrch Zufall gegeqfeitig au&
hiben;* denn' iiiebrere dibfer Cflieder betragen den S
Theil der entfprechenden Glieder von der drittea
Ordnung. ^ -
XXXVIII,
■.'■ -' " ■ über ... :^
eine Aufgabe der practifchen Geometrie,
von 7. C- Burckhardtf.
JLIer Gebrauch der practifchen Geometrie znr Vexr
beifernng d^er Geographie würde von Liebhabern woi ^
öfters verfucht werden, wenu nicht die Schwierigr
keiten und der Koftenanfwand , welche daa Meflea
einer Standlinie erfordern »von diefem Unternehmen,
abfchreckten. Die Aufgabe, einen Funct dadurch zu
befilramen;' dafs man die zwey Winkel mifst, welche
drey bekannte Gegenftönde, aus diefem Psnct getei»
hea, bilden, ift daher fchon öfters nnd vorzüglich
you Lofitten ( Bey träge, i Theil JAhh^% ie^> mltern
flicht Mforden/ Eine kteine Abkürtnog der. fchSiien'
Auflöfong diefes gro&en Gepmetera^verdiciu daher
wo) ekMsa;Etatx ip eüiei^ ätmtox^guie dfc Oepjgra-
phie gewidmeten Zeitfchrift, ^
. £tfe)mi:.A, B, C die drej bekaQQtea Pfmete;
man bezeichne iip Dreyeck, welches fie bilden * die
Seiten durch a , b , c fo dab a dem Winkel Ay
b dem Winkel B und c dem-. Winkel C gegen über«
fteht, pdßr % zz BC imd b= CA; dar vierte zu
bef^mmende-Panct fey D , ans reichem man die
Winkel B D C : and CDA gemelTen hat ; man bezeich-
ne den erßefi darch »i weil er der Seite a gegen-
überßeht; den zwejten darch ß, weil er der Seile b
gegen übjer fteht. Man fache nun
b. An a j
tang y und . .
a. fin ß .
tang^|(C-4-«-t-^)-»-S Jrrtang | (C-»-«-#.ß) . cot C45-}-y)
woraus man f8 Bndet, welches der Winkel an der
Spitte B im - Drejeck B C D ift. Man findet dann
den Abßand des Puxicts D vom Punct C nämlich:
a. fm g\ ftrner derAbfland des Puncts D vom Punct i
fin ft
.ft _cfin (S-B).^
fin («-^p)
B e y J'p i el^
Lefranqais und ich haben mit Borda*$ Kreis aaC .
dem College de Fmn^r«? gefunden den Winkel zwifchen
der Pyramide von Montmartre und dem Dome de^
JnvaMffS; 6§'* ^iz' u/q — «; den Wixikel zwifchen
. , - derfel»
ImrCelbieai Pyramide fXfdA.iiexoi::E0i^Uon.r.fl0 rM^Jte^
Dame 36* .16^.45" .:^*P^ «rö.beyde Wiiifctl.«ttf,<le»
lAonz^ni^ reducirt )ihh^»( fißdr N4111 ift dte&age 4#K
inj ' «c^ebwcp f unae . «cgen .die: MUtfigilmier ^dex
^ome^s-ltwalider . . -. .^ -^bif Jttweft.
Tyramide de Mout Martre o , i öfil.
Tourätönde Notre Damf ^71.» z^ftj.
, ^,.. Toif. Toif.
folgl. )L\intchJ^yramidtJtliijp^GJDame 471 , o u. 1976, o
und xwifch. Pyramid. nnd Invalides ^p/^^-^z u. 1 864 , 5
Ferner : ' ' '" und ' '
ebeirfo: ' ^Ünd' ' - J *
^5ll = tang. 25° 5»' as" ■ - ' ■.; r'g^^lC.?-. ^J^ ; log c =3.316389-
1864,3 ^ cof. 25° g?.' 25"
die Summe der beyden hier gefundenen Winkel gibt
C n 39** 16' 50" und
\ (C ^ot ^'p) rr 7o--:2ai'.:53.;5.;/. -'./fj ::• -.;: ^
Forner log a -h log fin f^ ~^ ., .u jioßa^oöo?
log b-H log.fin « zi'i ; . V, ^ . '. .'. $i\6^yjj7*
ihr üntetfch..gibt; log tang y;z: • ..- . . »^^ 0.1772717
oder yzZ' 56° i«' 54;"4
log tang i(C-4-.at^ß) . . . ^a^.'zz'js^.^s = -H- 04480047^
logcot45*'VHy. . . • . lor Z2 54, 4 zz — 9-3038532
ihreiSn^rae gibt ; '. ■'• » .
logtang[J(C-4-«H-ß)H-S] ...•—— 9-7518579*
odefr I (C-h-aM-.p)-H ö :z::=i5o* 32' 39/5
folglich J5 IX 80^* 9' 46".
Man.datf ntirnacb ünSS fuchen \ mn fog^eiicfa diei
Biftanz C D zu finden-, wfiU main a und Da. « fchöi»
562 MonaiLtof^ifp, mt. 0C70SEtL
So den vorhergehaädea Reämiinged' gebrattdit hatil
iBtMi fifidft fo 2 248,86 Toif. für den Abfijmd dar CoU
Uge'dfifrmcd von der VyiüroAA» ztt Mmhmtmrm^ Die«
l#Btf»bftcbtiingen geben den Breitenamerrcftded iwi-
fchen der National* Stemwaite -and deifrjG)lUS«^.i2i»
France glfiph 44/62 J u^ch Femiquet"^ grofsemPlan
von Jitm (ui 72* Blättern) ift dieler ÜAÜrfchied
gleict^^44,''8* .
"""'■■ ■'.■' • -.•• XXXIX, ;- ••r, .•...■.
*' B*ortgefetzfe- fTäclMcfefetf'^."' " '
Aber den
längfi: vermutheteh fleuen Happt-P/aneteii
unferes Sonnen-Syftem«.
( Zum Sept. Heft S. 283» )
Oegen Ende Angnßbia zur Mitte de^ Septenibef
liabeil wir viele and ^ancherlej Verfache gemacht ^^
denib fehnlich^ erwarteteb netten AnktStumling 'vd-
den Morgenduoden-aufzärachen. Dieallgetneiiiherr-
fchende Tchlechte Witterang begünftigte ans nicht
fonderlich bey dierem GseCchäfte. Zuerft machte das
za helle Morgenroth , nachher der- Mondenfcheinv
endlich Regenwetter, Nebel und Dünfie^ alle Aa&
fuchung unmöglich.
Unfere (ämmtlidien auswärtigen alhronomifcheii'
treunde und Correspondenten , unfere berühmte&en'
Franzöfirchen nnd Deutfchen Cometen* Späher» die
M^ßier^ Miehain und Bouvardi üüJIeifikeli Olbers/^
' Sode
XXXIX. UebM den ntu^ Baüptplaneim: ^6^
'Jßpßc^v^ä Scliröter^ Yntti^u m üireii NftdiOeUilkigen
IpicJit glücklicher gewef^o« Alle ocfexe^ bUher ein«
gegangene NacbiichteD fUmcpen dani# iiberfliD' , dab
•Ue axigeßeUte Vcrfuche wegeo, der MgemAin herrr
fcheoden rcblechten WitteruDg oh«Qie Erfolg gebiiebea^
find. ;.:• ;•. ^ '
Indeffeii erhält Heb bey deti neifien A&roooma»
glicht i^nr immeifori die. wohlgegTüudetd Aleiomng,
dafs dleles neu, entdeckie Geßirn darcbaus ^Umeten.^
arciger Natar fey, foD^ci*^ die ferneren. BfiKcchnon«
gen und Unterfuchungenbeftätijrtandiefo Verilmtbang
immer mehr upd mehr.
So hat Dr. Olbers z%B. v6r facht, ob man drey.
toUfiändigeo Beobaohtiit>gea durch parabölifche Ele-
mente würde genug, tbnu können?* Da8 Kefultat fei«
ner Rechnungen fiel verneinind aus. Er war nicht
im Stande 9 mehr aU drey Lßngen VLndL"tnfey Breiten,
oder TAvey Längen und drey Breiten durch eine Fara^«
bei von den drey stum Griuide der Bechn|ing geleg»
ten Beobachtungen darzudellen^ - Er. hat feine Rech-*
nun^en vervielfältiget* und damit nnfereLeferJeh^n,
wie weilig ßin6 Par.ajfelpafst ^ fo. ibtztsn wir hier aur
Probe ein Refultat feines Calculs her. - :«
Parabolifche Elemente für das Piatzi'fcke öeßiiii,
von Dr. Olbers berechnet.
Alisa Länp,en AusiLSncen
■ uiiüir'^l^iLw PtidaBreit.
Länge des Knotens Ji . » 2 Z19** 50' ♦ . . 2Z2i* 7'
Neigung der Bahn ...... 10 58 • < • ^ • 9 4g .
^ Länge der Sonnennähe . j 2^ 24 • ; . 4 10 6
Zeitd. 0Nähei8oiJnn.8. 16U16' 1801100.25.71138^'
Ab&and der Sonnennähe 2153510 • • • • 2^x3268
Die-
I
364 ''BkmtM: Correfp. tgoi.OCtOBEtC ^
' ' - Diefe'P&Täbeln Dähern fich auch derjenigen« wel«
A% Btwekharät bereits berechnet hat, üdd die wir
im IV,Baiide"der M,G. S. '60 mitgetheilt haben. Dr.
Burekhöpäl Ve9^chwX!6^^2LmM9 fchou, und wieder«
holt bey Gelegenheit der Söldner^ icheii Bahn^ *) diefe
Verficherung nochniahls , dafs er fchwerlich glaube;
dab ea eine andere Parabel , als die feinige geben
]k^nne» weiche den Beobachtungen nSher Gnüge lei«
fien wühfe. Hieraus folgt im Gänsen der -ziemlich
AchereSchlufa, dafsßeh die Piaz-zVfchen Beobaeh-
timgen durvAaus durch keine Parabel erträglich dar^
ßelleji lajjen 9 und dafs iJu ich folglich nur eine plmtetO'
rifche oder eüipUfche Bewegung zukernmen lidnne;
. Dr. Oibens war demnaeh" wirklith itti Begri£Fe»
an» der vbllfiändigen , obgen^innten verbefferten'Reiht
der FiazuKtxen Beobachtungen eine neue elliptifche
Bahn diefe» plane tarifchen HinüraehkÖrpefrs zu berech-
nen, da er ein fehrgrofses Zutrauen zu der grofsen
Genauigkeit der Beobachtungen hegte , wozu ihn
nicht blofs die Angabe in Dedmalen und Hnudert*
theilen von iSecunden , fondern FiazzVa Name, feine
fonftervTielenegrofse Genauigkeit, und feine bekannt-
lich fo vortrefflichen luftrumente veranlafsten. Allein
fehr bald fah Dr. Olbers eiu^ dafs die, angegebenen
geraden AufßeiguugemhiQx und da beträchtliche Fehler
haben muLsten; zumTheil fand er ans den laufenden
Differenzen diefelben Irrthümer, welche wir fchoo
im IV Bande der M. C. S. 156 gerügt und angezeigt
haben; und im Februar vermuthet er fogar Fehler von
beynahe 20 Zeitfecundeu, welche fich nicht wohl durch
irgend eine wahifcheinliche Coujectur verbeflern laf«
♦) MC IVB. 8. 161.
XXXIX. üebn den neumHaiiiptptametm. 365
JFär eine eben To aDdankbare als fiberflürfige Arbeit»
bafonders da anfer Burchjiardt hierin fchod all6a ge-
leiftet hat, was man leißeh konnte. Er begnügte fich
daher zu verruchen ^ in wie ferne diefe neuen Piozzi*-
fclien Beobachtungen von einer Kreis- Hypothefe ab wl*
chen; £r fuchte aifo ^uerft ans den Beobachtungea
vom i Jan. und n Febr. einen Kreis; und nachdem
wirihin unfere im vorigen Hefte S. 280 berechnete
Tafbi der Pia:^'ichen Beobachtungen in der Hand-
fchriftmitgetheilt; hatten ^^) Verbeflerie er diefe Kireis^
Elemente folgendermafsen:
HalbmelTerdeskreifes ;;..;;..,;;.. 2,730185
Länge des auffteigenden ß ...... 2Z 20* 23' 45*
Neigung der Bahn ...••.•• 11 3 36
Heliocentrifche EntfernuDg vom ß 1 ä •
inderBahni indererßenBeobatht. J • * *' ^ ^^'^
tJmlanfszeit . . 4 ; . . ; i647f 75 Tag4
l*ägUche heliocentrifche Bewegung .... 13 ' 8/528
Mit diefen 'Kreis- Eiemisuten ftimmcn nun diezwi^
fchen liegenden Beobachtungen auf folgende Art:
Berechnete
• • LUnge
berechnete
Breite
Fehler
1801
1
d^r Lauge
der Breite
»9
8>
i Z «3** 12' 24«"3
I »3 aS 16, 2
I a4 40 5, 4
a° 10' 28,"s
I 53 11. 3
i 10* 36. 4
-i- 1' 46, "7
-H a 17, 0
-^ X 5«. X
— 0' ao,*^
— 0 a6, 9
— 0 IS."«
Am
*3 Bey diefer Gelegenbeit theilte unt Dr. Olhers in deü
5. 2go des vorigen Ileftos abgedruckten P/azzrCchen Beob«
«ciitiingen folgenden Drackfehler mic, welchen wir hiec
sdr VerbeflTeruiig'niltthdilen. Die'Sotinea- Länge den i§
Jan. ift um eine Minute zu grofs, und mafi pZ 29* 1$'
53/8 gelefen Vrerdeiu
iMoft« Corr. IV B. ißoi. B b
:^66 MMiAi CQftefp. iSoh OCTOBER .
.Ans dieren geringen Uoterfchieden ton 'der KreiS'Hy-
pothere zieht" Dr. Olbers folgende SchlüfTe:
1 ) Das PiazzPtche GeAirn iß den Beobachtungen
tn Folge wirklick ein Pianet , und bewegt ficb in et-
iler nicht fehr excdnttifchen EUlipfe. /
2) Es ift wahrrchelnlich » dafs diefer Planet wäh«
rind den Beobachtungen nickt weit von der Apfiden-
linie, das ift, entweder dem PeriheliaRi» ocWr dem
Apheliam nahe war.
3^) Elrfcheint kaum möglich , aus fo wenig von der
Kreis-Hypothete abweichenden , unter (ich fo nahen
Beobachtungen irgend etwas ficheres über die Ahmet
fangen der wirklichen Ellipfe fedzufetEen. Und wenn
auch« xvi^ ^ivrrAAarJ^ gefunden hat« and wje alle pa-
Tabolifche l£lemente beftätigen , der Planet während
den Beobathtungen feine heliocentrifche Gefchwin-
digkeit etwas vermehrt, und feinen Abfiand von der
Sonne etwas vermindert hat: fo wird es doch fehr
tchwer feyn « für einen fo kleinen Bogen (die Kreis-
Hjpothefe gibt ihn 8° 57' ) und eine fo wenig excan*
trifche Ellipfe mit Gewifsheit auszumachen, ob das
Piazzi'fche Geßirn kurz vor dem i Januar durch fsiu
Aphelium, oder nicht lange nach dem n Febr. durch
feinPerihelium gegangen id. Dr. Olbers gibt zu« dats
£urchkardt eine fehr gut mit den Beobachtungen har-
monierende Ellipfe gefunden habe, bey der das Aphe-
lium auf den i Januar fällt; allein es fcheint ihm,
man mülle eine nicht viel fchlechter ßimmende Ellip- ,
fe finden können« wenn man das Perihelhim einige
Tage nach dem 11 Februar oder vor den n Februar
fetzt.
* .
4)Dto
' 4>Die Utigewiraheit, oh n^^WxAi Fiaztt iein Ge*
fiirn in der Nähe des ApheHaiAs oder Perihdiams
iieobachtet hat, hat auf die künf^igCfQ zarAuFTuchuBg
def Geftirns im voraus aogegebeueb Örter Einflnb*
War der neue Plandt vor dem i Januar durch fein
Apheli^um gegangen, fo' vermehrt (ich feine hei locen«
trifche GefcWindigkeit immer, und auch feine ged'>
tentrifchen Längen mtilTen im Augull und Septem-j
ber "gröfser feyn , als nach- der Kreis-Hypothefe. Ift et
«ber im Februar durch fein Perihelium gegangen ^ fo
liat fich nachmahls die heliocen trifche Gefchwin->
4igi(Leit vermindert, und feine gebcentrifchen Län^
gen mülfen im Augult und September kleiner feyn»
nk nach der Kreis- Hypothefe. Weil man nun nichC
willen kann, welcher von beyden Fällen eintritt, ta
i& es zur künftigen Auffuchung desGeßirns ficherer»
die aus der Kreis »Hypothefe gefolgerten Orter zum
Grande zu legen, die von den wahren nicht fe&r ab-«
weichen können ) and die unter beyden möglichea
Fällen das Mittel halten. n
Von den Burckhürdt*tchidn Weichen diefa
Örter in der Lauge nicht übet ^zwey Grade, ^ in dot
'Breite nur um ein Paar Minuten ab. Man wird alfo
den neuen Planeten am ficherften wieder finden , wena
man von diefen durch die Kreis Hypothefebeftimmtea
pibers'^chen Puncten ausgeht ^ uud ein Paar Gradd
vorwärts und rückwärts diefelben Breiten parallel
dnrclifucht , und fich alle darauf befindliche kleine
Sterne bemerkt; *
Über den von einigen Aßronomen gemachten Ein*
'Warf« dab die gefundene ftarke Neigung der Baha
dee JPiäxxPkheu Gellirna einen gegründeten Zweifel
•< ß b a ' gegptt
gegea den PlaBeiismas diefes Geftirns geben könne,
jerkläTt'Tich Dr, QUersfAlo: '<Die für einen Plaoeteii
^[q. .ungewöhnlich gro£se Inclination» die die ellipt»-
t;k(dien Elemente fiem Pi4:;:zt^fcheu Geßirn geben t
lyrcheint mir kein Grund zu feyn, am delTen Willen
Kliman es nicht mehr glaablich finden follte, daCs dief
«iGeßirn ein Planet fey. Wir wilTen ja darchaua kei-
y^nen phyüfchen Grnnd aq^^geben , waram die Plane-
,,ten eben eine fo kleine Inclinatiön haben müflen.
^,SeJibft die Hypothefi^.des grorsen La Place ^ dars die
yyPlaneten aus der üch na(th und nach zuCammenzie-
b^henden Sonnen-Atmo^phäre abgefetzt wären ^ iß nicht
p^allein Wenig ^ahrfcheinlich , fondern ich glaube fo-
^^ar fagen zu können « offenbar falfch» weil die Be-
^ywegnngen, nSmlich die Wurfgefchwindigkeiten der
^yPlaneten^ nicht damit übereinßimmen » und dies ift
^,doph, fo viel ich weifs, £e/^(??2'f Träilmerey ausge-
»^noromen^ die einstige Hypotbefe, wodurch man von
^den geringen luclinationen der Planetenbahnen eine
„phyfifche Urfache anzugeben gefucht hat. Newton
4,fand bekanntlich eben in diefeu geringen tnclinatio-
'9»nen einen überzeugenden Beweis der willkührli-
^,chen Anordnung eines allmächtigen Schöpfers^ ^ 'Im*
^,mer iß es alfo gar nicht bewiefen , dafs nicht ein Fla«
««i^et eine Neigung von n bis 12 Graden haben
«»könne'* •
Unfere Lefer haben fchon aus dem Au^uQ- Hefte
5. 159 gefehen, dafs felbß La Place dielen Einwurf
geringe uenot. Aber mehr, und mit gröfserm hech*
ce find die Meinungen über die Vermuthung getheilt,
dafs das Piazzi^che Geftirn einerley mit dem Come-.
len von 1770 feyn könnte, Dr.. £W£rj finden .es durchr
. .. attt
XKXrS'^f^Aer den neuen HauptptafiHen. 369
äü nicht wabrfcheinlicb. Er fclireibt uns hierüber T
,;Äti Tich kann ,wol der mit einer To oDgeheuren At-
,,mofphäre umgebene Comet von 1770 fi^h nie aUein
9;dtl5rn 8 Gröfse ohne aUen Nebel zeigen. Aber die'
,,Bahu des Coraieten von 1770 mag auch darch denJa^'
,ipHer verrückt feyn , wie lie will, fo muft fie noch'
^pmmer iti einem Functe der Bahn des Jupiters fehr
f^inahe feyn , folglich kann fie durchaus keine DImen*'
»jffiocen annehmen» die mit denen, aus den Piazzr^
,;Tcheu Beobachtungen gefolgerten ftimmen". Der-
ftlben Meimmg^lft auch Prof. Bode; auch diefer Aftro-
notn drückt üä's feine Zweifel dagegen mit folgenden
€riründen aus ; ^' Sollte eine fo ungeheure Umformung
,,der Geßalt und Lage der Bahn eines Cometen durch
„die Anziehung des Jupiter möglich Jeyn? Den Go-'
„meten von 1770 fah ich in Hamburg am i Julius in
„der Leyer mit feinem ihn umgebenden Nebeln ia
y^der Tch6inbären Gröfse faß des Vollmondes , und
/«vollkommen rund« ' Sollte diefer Comet dreymahl
„weiter entfernt, als die Sonne, ohne allen Nebel *
..crfcheinen können ? Der Comet von 1729, der über
„viermahl weiter als die Sonne beobachtet wurde,
,^erfchien durch ein 16 füTsiges Fernrohr mit TeinenL
y;NebeI Co grofs als Jupiter, durch das nämliche Fernp
,(f6hr g^fehen. Lieber wollte ich anuehm'en, derCo-
„met von 1770 zei^e fich nur bey einer folchen Än-
.(iiSherung ge^en die Erde, als damahls in einer fo
„flark leuchtenden Nebelhülle ; er war nach Lam-
iJbett'^ Berechnung am i Jul. nur fiebenmahl weiter
fi'iids der Mond von uns'*. ......
Wie dem auch fey, fo werden künftige Beobach*^
lÄDLDgen bald und ficfaer üher das PiaxjxSk)iß (jeßirn
B b 5 ' ent«
ontfcheiden ; aber was den Gameten vop 1770 bi*;
trifft, fo durfte allem AoCehen riachübe» diefeutr^i^'
felbaften WeUkc^rper noch lauge ein uDdurcbdringU-
cjhes Dunkel Tchweben » bis uos etwa e^n glucKlld^es
Ungefähr , durch Zeit und Um(^ände herbeigeführt,
diefeß Geftirn wieder :^a Gefichte bringt. Prof. Wurm
j^r^gt daher; " W^s foll am Ende aus diefem Gellirn
„werden? KinPlaiieto-Comet ^ oder ein Mittelding
„xwifchen beyden"? Vergebens YerUeren wir uni
in Conjecturen diefer Art ; allein ^flicht eines Ge-
fchichtrchreibera ift > alle Meinungen nnd Stimmen
KU fammeln t tind getreu zu referirea; da wir nun
einmahl diefe Pflicht übernommen haben , fo wollen
y^ir 4erfelbeii auch gewülenbaft nachkommen«
Kurz vor dem Abdruck diefes letzten Bogeas
V^nrde uns noch den zi Septbr. ein febr heitrer Mor-
gen zu Theil. Ich hatte das Vergnügen» diefe Nacht
in Gcfellfchaft des königl. Aftronomeü und Vorfte«
Iiers der Prager Sternwarte Caoonicus David, und
des VroLBürgf diejenige Himmelsgegend, in deren
Nachbarfchaft der vermuthete Planet lieh g^enwär-
,tig aufhält 9 mit einem parallactifchen Inßrumente,
i einem 3|ful6igen DoUond, nnd einem guten Come«
tedfucher bis zum Anbruch der Morgendämmerung »
einige Grade oft - nnd weltwärts um den zu erwar«
f enden Ort herum , zu durcbfuchen. Allein bis jetzt
haben wir keine Veränderung in der Stellang eines
eipzelnen Sterns gegen benachbarte bemerken kön»
sen, und Qben fo wenig irgend einen jefjipden » der fich
durch
XXXIX« ÜJib^ den neuen tläiiiiptpUmeUn. ^^i
doTch etwas planeteuäbnlichet auszeichnete. - Ich be»
forge, dafs> uns die Auffuchung diefes .Geftirns noch
viel zu fcha£Fen machen, und manche fchlaflofe Nacht
koßea dürfte , denn folgende Betrachtung fcheiol^
uns aUe Hoffnung zu rauben , diefen nnanfehnlichenf
Ank^ömmling früher» als bis zur gänzlichen Abwefen*r
hteit ailes Tages* oder Monclenlichts aufzufinden; ^'
. Wir haben unfern Lefern weiter oben heue £le«
mente einer Kreisbahn mitgetheilt, welche der üner-
Qiüdete Aftronom Dr. Olbers aus der ganzen Reih0
der if/azzi'fcHen Beobachtungen berechnet hat. So
ungewifs diefelben auch , der Natur der Sache n^ch^'
ip einigen ihrer Beßimmungetheile fejn mögen: for
folgt doch fo viel tnit Gewifsfaeit daraus, dafs dieCei^»
neue Wanderer jetzt im September ävfsezft klein «r-f
fcheinen mufs. Den i Jenner 1801 am Tage feiner
Entdeckung glich er nach Pi^zzPs Schätzung einem
Stern der achten oder neunten Gröfse.*) Sein Ab-
fiand von der Erde wardamahls 1,968.' Nun ift die-
fer Abftand den 19 Aug. nach Olbers's Elementen, 3*645
und den 7 Sept. 3,536* das ift, beynahenocheiomahl
^ fo grofs, als zur Zeit feiner Entdeckung; und da be-
kanntlich das Licht, oder vielmehr, die gefehene Hei*
ligkeit {Ciaritas vijä) noch mehr, als im umgekehr-
ten quadratifchen Verhältnifs der Entfernung , ab-
vimnit: fo' läfst fich leicht hieraus berechnen, von
welchem Glänze, oder beller zu reden , von welcher
Unfichtharkeit diefer Planet gegenwärtig feyn muffe.
Diefe Betrachtung ift uns fchbn bey der erften
Ankündigung diefea neuen Gefiirns'*'*) nicht entgan-
B b 4 gen«
^n M. C. IIIBtnd, S. 604.
572 ttouaä. Conejf. tgoh OCTOBEK,
geoy.imd icfaon damahls ^afse^teo wir diefelbe 'i$*'
torgnifs , dafa-, wenn diefer vermothete planetaritclie
Weltkörper fich in feiner Erdnälie ala einen teleft-
kopifchet)' Stern zeigt, er wol in feiner grörseni
Eotfetnang vbn der Erde uns ganz verfckwifideii,
und unfern ftärkfiten Fernrohren entrückt werden
dürfte« Di^ gegenwärtige Olbers'tche Befechnnng
fechtfertige^ nnnniehr diefe gehegte Vermathnng.
' Wir glauben demnach^ dafs die Auffachung die«
tu GeftirnyerA dann mit einigem Erfolg wird gefche-
Jieii kj5nnen«= wenndelTen Culmination dureh gute
Mittagsfernröhre zu beobachten möglich fejn Wird,
W^Bl^hea auch mit der allerfchwächften Beieuchtnug
4er Fäden « nnd nicht leicht vor dem Monat Decem^
1^ geCcheben dürfte.
!:.
•*■ ..<■•-. - ■
.Vji.»V t, ^ .1»:. y. '. ^ ' »»**
XL. Schreiben eines l>ieyhiMäHäaifA 37 J
Briefeines NeuhoUändifciien Wilden Bänfiolong-
oäet Bennittong von Botamjbay, (den Cap. Hunter
mit nach London gebracht und deflen Bild in Cot'
lins\s Account S. 439 fteht) nach feiner Rück- .
kehr in feine. Heimath. *)
To Mr. Phillips f SCewar^ tQ Lord Siäaey, .-
Sidney New South PPales ,
Jugufi 29 27p^.
Sir
1 am very well. I hope you are very ui^ey.' I ilive
at the GoverDour's, I have dinner there every day*
I have not my wife. Another black raaa ,^ook I^er
away. We have had mnzty doings. tie fpeard me
in the back» but I better uow. Hi^' ttaniis is now
Garroway. All my fritods alive and ürfelf. Not me
go to EoglaDd DO more. I am ät home now. Ihope
Sir you fend rae any thiog you pleafe'Sir. Hope
B b 5 all
. . . . . (•'■.■■•
*^ Diebn io jeder RückBcbt p(y^ologiliab:n}exkwardig«i
Bpef erhielten wir duroh die freund rckafdiche Gfl^t^ ii^
Hofr. fi/umtf/i&acA in Göttingen. £• find die .«rften Schri^^
te der Aus wandenin^^ Europäifcher CuUar su unfein As?
tipoden, und wir theilen ihn unfern Lefern, als einen
kleinen Beytrag sur Völkerkunde mit.' Dies fchreibc ein
wahrer 'Naturmenfch ; wer findet hier aicht Sparen des
^ Homerifchen Ideengangef^Midldfr CicerattkUf^itn Epifie^
.kxform? V.Z.
374 Sbmad. Correjp. tgoh OCTOBEIL
ull are-welT m Ebgland. I höpe Mrs. Phillips ve^
ry well. Yoa Durfe me Madam wheo I fick. Yoa
Terj good Madam. I thaok jpn Madam , aod hopa
70U remarober me Madam. Not forget. ) ktiow
yoa verj weil Madam. Ma^an^. I want ftockiugs.
Thank jou Madam. Send me two pair of ftockingi»
Yöu my good Madam. Thank you Madam, Sir
yoa girc my duty to LotdSidoey. Thank yoa very
good ray Loid, very good. Hope very well allFa*
mily, very well. Sir fend me you pleafe fome band«
kerchiefs for pocket. ^Tou pleafe Sir fend me foma
Ihoes. Two pair yoa pleaC»,
jBarmolong.
Eine.'^et^eue und wörtliche Ueherfettimg lautet
7ii Deutfeh alfo:
Mein Herr !
Ich liin recht 'Wohl. Ich ho£Fe Sie Tind auch recht
wohl. Ich.yfphxxehey dem Gouverneur im Haufe.
Ich habe da alle Tage mein MittagelTeo. Ich habe
nicht meilt y/eib. Ein anderer Ich warzer Maqn hat
iie weggenommen, . Wir haben viel zu fchaffeu ge*
habt. £r hat mich mit einem Spehr in den Hückea
Terwood^»' ich' aber jetzt belTkr. Sein Name iß jezt
Carroway, Alle meine Freunde am Leben und wohl.
Ich nicht mehr nach England gehn. Ich bin jetzt zu
Haufe. Ich hoffe, mein Herr » Sie fchicken mir etwas»
Was Ihnen gefällig ifi, mein Herr. Ich hoffe, alle
find wohl in England. Ich hoffe Frau JPfulUps irecht
wohl, Siiß pflegen auch Madam , wenn ich krank.
Sie
XLI. Aegypt. Thierkreis. 3175
Sie eine gute Madam. Ich danke Ihnen Madam, und
hoffe, Sie gedenken meiner /Madam. Vergeflen Sie
nicht. .Ich kenne Sie recht wohl , Madam. Madam»
ich bfanche Strümpfe. Ich 4auke Ihnen Madam.
Schicken Sie mir zwey Paar Strümpfe. Sie meine
gttte Madam. Ich danke Ihnen Madam. Mein Herr,
machen. Sie meine Empfehlung an Lord Sidney. Ich
danke Ihnen mein fehr guter Mjlord. Hoffe, diegan*
ze Familie recht wohl , fehr wohl/ Mein Herr , fehl-
oken Sie mir, wenn es Ihnen gefällig iH, einige Sack*
tücher. Wenn es Ihnen gefällig ift, mein Herr, fehl-
Cken Sie mir einige Schuhe, Zwey Paar, wenn es
Ihnen gefällig iß. Bannolong.
XLI.
Einige Bemerkungen über einen handfchriftllch uns
mitgetlieiiten Auffatz : Das Alter der in den zer-
. ßörten Aegyptijchen Tempeln entdeckten
Thierkreife betreffend.
(Siehe M.Cr.IIBand S.493 f.)
ö.
Per ungenannte Verfaffer diefes Auffatset fchlieCit
damit , dab er erkennt, dafa man alle Neben«mftän«
de wüTen muCs , ehe man über das Alter der Aegypti«
fchen Tempel entfcheiden kann. Hätte er alfo nicht
fieiTer gethan , diefe nähern Nachrichten abzuwarten ?
Pas Fran^öCfche National-Inßitut hat wenigfieng die«
. Je Hegel der ' Vorficht beobachtet ; denn als JPrany des
Ingenieurs C^raboeuf Bixei.dßK exEten GaAe TOjrlas,
fo
37^ Monatt. Cbrr0. fgot. ÜCTQEER.
lor erhob T^ fogleich moleblKifter, a>er fdir kurzer
Widerfpriich, weil tBad die Bemerkirog machte, dab
ipan di^fen Gefitetifiand Dur dann wöMe gründlich
unterfachen können , wenn maQ die tiittftäDdlichen
Nachrichteo , voriüglich die mit georfietrifcker
(jfgnäüigkeit und uiCh» nach blofseni Äxsgeumab
geiiommeneu Abzeicbiiungen- dtefer Gfegenftände er-
halten hgb'en würde. .Öcr Zeitraum von 36525 Jahreii'
ift nicht, wie der -anotfyt*« Verfaffer fagt, das Pro-
dttct atift den banden grofsen Cjkelp der Sonne und
des^Mond^r fondern. bloß des Sonnencykels, oä'mr
lieh 365t 5 Aegyptifche Jahre (xu 365 Tagen) find gleich
3 6 500 Julian] fchen Jahren. Diefs ii\ üicht der einzige
Fall, wo der Verfaffer a^u prkennen giebt-, dafs Aßro-.
^omie nicht fein Hauptfach ift; lo z. B, fpricht er von'
^er Schwierigkeit der Eintheilung der Ekliptik in 12
gleiche, und in ebcp fo viele Bilder/! . Die Cklipti]^
aim Himmel ift ja nicht wie ein Inftruraeut, fonderp
nur in Gedanked eingetheilt, und die Gleichheit die«
fer Thcfiiungen hat gar keine Schvyierigkeit. Der Verf.
tadelt, dafs die y^^o^y^i/cr den Hcliakal Auf- und Un*
tergang der Sterne auTser der Ekliptik zur ßezeich«^
nung der Tage und Jahreszeiten gewählt hätten, und
findet darin ein l^ennzeichen , dafs die Aegyptier fil^
Vottheiltf der Ekliptik zu gleichem Zweck picfet kann.
te«>9 'Allein ohne In(lraniente,'nm die Sonnenhöhe
^unehtpen, kann man ja nicht finden, in welchen^
Fnnct der Ekliptik die Soiine ift. Der Heliakal Auf-
lind Untergang der Sterne ift das einfachfte Mittel,
welches der blofse Anblick des Himmels (oh*
|ie Beobachtung mit Inftrumenten) darbietet, um die
^^rfchifdfnen Jahrcezeiten zu erkennen , nnd die
fchoiin
icböoSeB .Sterne find hierza die zw^ckmäßigften ; die
Sterne dar Ekliptik haben gar keinen Vortheii aber
die übrigen.
ihifmis ^ der berühmte Verf. des, Origine de toiis
ies CuUes hat in feinem . gr9£sen Werke den Tbiefw
kreis, welchen man auf einer der Thür«u der^atho-
'<äralkir'che Notre Dame ztf P,ari8 findet, in Knpf^er
Sechen lalTen; die Anordnung der Zeichen dief es Thier*
Jireifes iß voUkoniinen identijch mit einem der beyden in
jiegypttn gefundenen Thi'erflreife.
Welche fonderbare Ubereinßimmnng zweyer in
, Üb verfehiedenen Zeiten and in fo groCseu Entfern na-
gen erbauter Denkmäler ! Wir ho£Pen alfo, dafs der
ungenannte VerfalFer fein heaucoup de bruit et jjcü
de fruit zurücknehmen wird.
XLIl.
Aftronomifche Beobachtungen
aus Nord -Amerika.
Jjaltimore in Maryland. Beobachtete Austritte des
I Jupiters Trabanten. Mit achromat. Fernrohr und
(omabiiger VergTöfserting. ' '
1788 2 Januar gU 6' 23" mittl.Zeit 1
9 — 10 o 14. —
18 — 6 23 57 —
25 — "8 18 54 —
Georgtoivn. Diftr. Columbia. Breite 38* 55'.
Ringförmige Sonnenfiiifternifs den 2 April 179 fi An-
fang unter dem Horizont;
37.6 ]llbma.,Cörrefp. iSot. OCTÖiEtU/
Der Ring^ift vollkommen gebildet igU ^g' . {»"^as^^iiltL^Zeil
der King wird gebrochen . . , i% . 43 1$, 25
ISode dec Finfternift » » . . 19 55 3?* ^"^5
fVushington.' Breite 58* 52' 40'. B^deckoiig
4m Aldebarao vom Monde : ' <
i*f9ä iijta. JEiiitt. 7Ü 55' 49/5- Auiir. 9O as* al/5w.Z»
Neae Breiten • BeftimmatigeD.
Stadt ^ie^ am See Etie » • • » 42* V 14' N*
Natckez «•.•..••••« 31 33 48^. *•
XLIH.
Verbeir^rung *
aum Auguft-Heft der jW. C. S. 134
iS
In der Note Zeile 22 fiatt mor. annttu« 4S 9
5/94 murs feyn 4S 9** 23' 4, "86.
Zu den Epochen, wie fie S. 134 der ^. C. ange*
geben find» mullen die darunter Gehenden Secular*
deichangen noch ihren Zeichen addirt odet vxm ih*
Den fubtrahirt werden ; die Sunim& oder Different
gibt die mittlere.LäDge/ wie ße aus den Beobachtun-
gen folgt, und mub immer dielelbe bleiben; wollte
man andere Secular- Gleichungen brauchen, romüfs''
ten auch die mittleren Längen geändert werden , da*
juit nach iVnwendung der Secular- Gleichungen die
HämUchen Summen zum Vorfchein kämen»
III nihil II II ' -
XLIV.
^W.'jtfiron, Beöbacht aus Portt^aL 57a
XLIV.
Aftronohiirdie Beobachtungen,
asgeßellt anf der k. Sternwarte der Mariue zu Lif.
Jabob voö Manoel do Espirito Santo Umpo , Fregat*
•ton-Capitain und Director der Sternwarte.
^ * *
•^ Ol ^CA ^
00 ' C
«'
2"* •
2,* •
IL IL 5 * !5 ^riTJ
-^-q O 00
.S5-:
rr
O
s
er.
II
C#J 00 M
•^ »st 00 O Ol 0\U» U» C^ Cm Cm
-a W Ol ^ Ol 4^ K> cn CM i-i 00
»4>Ol C;t ls>^K>M4k
OooOi OOQQOO O
W K) CM
CM OV« -ffc.
•?:
5 p-
Ol^O 4^ O K* Ol
Cm t«j M Cm CtU O«
(M 4^ Ivl l-l M l>»
^•»» O O 04>>
0«^0\5j
I M OJ K> Oj
00 u Ca 4k
! O. O D Cm
1>
% 'S ST
s^^s
** " £
1^"
5^
?-
&
im
0
2
r
ß-
0
fl^
w
C/J
9
9
M
J3»
^
&
|{
^
F
I
I
2.8.
5»s
1
1
9
}
0
IN HALT:
XKIX» EtietiM Marchand^t Keife um die Welt in den J.
-■' . i'jpo^'^innd ^2, C Befehl, z. S. 208) ' 2%S
"XXX. -Aevifioa <Ser neueftita Kasten von der Schweiz» ' (fottr .
fetz. SU S. 239 D 3*1
XXXI. Kalte des Gebietet der Reicht - und Hanfe-Stadt
- Bremen u. f. w. Nach trigonora. VermefTungen enc-
woffen voif C, A, Heinecken 1798 323
XXXII Befchreibung einet neuen WinkelmelTert , iron detn
Schwedifcheii Ingenieur J. Osverhom. Q Hierzu ge|iÖrc
dat tili Ende des He^tt befindl. Kupfer. ^ , . 334
XXXIir. Defcription hiftorique'et^eogr. de Pindoßan. par
/. ^enhetl , Ine;enieur general* dant le Bengale : ' tra*
dnSte de l'Atiglait par J,B, Bouchefeiche cet. 3 Theile
in 8 und 1 B. in 4, ~ , 341
KXXIV. Beobachtungen ziir Beßimmunß der Länge von
Alexnhdrien in Aegypten. Von C Niehuhr angeheilt
und berechnet. " ' . • . < 345
^XXV. Metnoriat da Aoademia Real dat fcienciat de Lit-
bo*. T. I. Lisboa 1797 .350
XXXVI. Mektioriat de Matbematica et Phjfica da Acadd-
iiiiA b. dat fcienciat de Lisboa T. II 1799 353
XXXyil. Ueber den Einfluftder fünften Potenzen der Ex«
centrxpitäten auf die grofte Störung Saturns und Jupi-
..tert. Von J. C. Burckharät, 356
XXXVIIIi Ueber eine Aufgabe der practifchen Geometrie»
.von J. C. Burckhärdt» , , 359
XXXIX. Fortgefetzte Nachrichten über den Ungft vermu*
theten neuen Hauptplaneten unferet Sonnen. Syftemt.
. CZumBeptenib. St. S. I83;) 352'
XL. Brief eioet Neühollandifchen Wilden von ftStany-
^ Äi^ti nach [einer Rückkehr in feine Heimath. 373
. XLI. Einige Benlerkungen über einen handfchriftlichüiit-
! getbeiuen Auffatz : V i)ät Alter der \t^ den zerftötten
Aegy^tifchen Teihpeln entdeckten Thierkreife beüref-
. fenjd. > . . i' 375
XLII. AftronomifcheBeobachtahgen in Nord-Amerik< 377
XLfll« Verbefleruhg zum Auguft. Heft der M, C, S. 134; 837
XLlV. Aftronom. Beobachtungen, angeftellt auf der kön.
Sternwarte der IVIarine zti LilTiibon , von IfTanoel do
Bspirito Santo JLimpo , Fregatten. Capit. Und Directof
der Stern w^. 379'
fii^tiidf ^iA Kupfer zu S. 334 f.
MONATLICHE
CORRESPONDENZ
ZUR BEFÖRDERUNO
DER
ERD-UND HIMMELS. KUNDEi
NOVEMBER, 1801.
I
XLV.
Befchreibung von Kafchemir;
Von
D. JöÄ* Friedn Hennickt in Gotha«
lo der letzten Häirte des 27 Jahrhundetts erhidU
man die erften «nverläffigen Nachrichten über die
'Lage und fiefchaffiDnheit von Kafchemir. JBemiert
4«ir «anterrichtetfte unter den Indifchen Reifenden «
iMiriit caerft unter den Earopäern im Jahr 1664 diefeft
merkwürdige Alpenland , im Gefolge des Kaifers AU'
rmtg-Zeh^ als Leibarat des Nabab oder Omrah 27a-
neck Mertd Kam oder JDanish Mitfid Khan. Der nach«
Ae Europäer nach ihm , der diefes Land durchreift
vnd befchrieben hat» ift Oeorg Forßer^ welcher von
Motu Corr. 17 fi. 100/.. C c Ben-
482 MonaiU Correfp. igoi. NOI^EMBER.
Bengalen aus im 'fsiar^TjSi 'dahin *kam. ' Der erß«
Band feiner merkwürdigen Reife, welche von Co^
cutta über Benares, Allahahad, l.uchiow, Ferrucka*
had, Ramponr, Moradahad, LalUZ)o7ig, Bellaspour^
.Nourpour, Jumho bis Dnrroo,, der erften Stadt in Ka*
fckernir, ^eht, er fehlen 1790 zuCalcutta, der zweite»
vrelclier die Befchreibijjag der Keile von. Kafckemk
ZVL8 üheT Eazaar , Paiskawur , Cahul^ Ghizni^ Canda^
har. Her at n^ch Bai f ms h und Meschidfirum Csispi^chea
Meere, von hier aus zu SdiifTe nach Mirachan ^ und
von jisLiih^r JlLoskmimich Si\ Petersburg enilfkLit^ ^98
in London. Sie ill durch eine forgfältlg gearbeitete»
mit erläuternden und berichtigendem Anmerkungen
begleitete Überfettung des Hofraths C Meiners in
Götting^n, wovon der erlle Band 1796, der zweyte
1800 zu Zürich bey Orell« Gefsner, Füfsli u. Comp,
erfchienen ift, unter uns bekannt geworden.
Diefes find die Hauptquellen , ans denen wir m>
fereKenntnifä von der natürlichen BefchafiPenheit von
Kafchemir fchöpfen. Die genauere geographifche Be»
ßimmung der Lage diefes Landes verdanken wir aber
dem grofsen critifchen Geographen J. RennelL Von
Forßer'a Reife kennte Reniiell bey der fiebenten Auf-
gabe feiner Befchreibuug von Indoßqn^ wovon wir
im October • Heft der M, C. S. 34t — 345 eine
Franzöfifche Überfetzung augezeigt haben, nur den
erüen Band benutzen« £r war aber fp glücklich,
durch den Capitain fT7Uiam Kirkpatrick nicht nur
eine Überfetzung verfchiedener Reifen nach Kafchs-
mir, die entweder von MongolifchejiKaitern felbß,
oder auf ihren Befehl und auf ihre Veranftaltung na;
ternommen worden 9 fondern auch eineB erläutern-
den
: 3tLV* SefchreibUfig voH Käfchmlr. 483
den Ck>nini6atar über dlefelbett zu erhalteo, wodarch
HemteU vot vielen Irrthümern bewahrt worden ift ,
in die er Ibnft nnvermeidlich , wie er felbftgefteht,
gefallen teyn würde« * Es wäre fehr za wünfchen»
62SB Kirkpatrick die Cohätzbate Sammlung feiner , für
die Gerdiichte and Geographie von IndUn ititerellan-
ten Materialien in einer Europäirchen Sprache be^
kannt machen möchte.
UameUf.Lage^ Gröjse und Gränzert,'
Kafchemlr (^Cachemire ^ Cashmere^ Cashmeer) hat
gegenwärtig mit d^r Hauptßadt einen', und denfelbea
Spanien* Die Ferfer nennen es wegen biner Schöne
hcitße^^azeer^ das nn vergleichliche Land; in Kirk»
}ßatrick*B handfchriFt). Nachr. von den Staataeiukünf'^
ten delTcIben wird es mit dem Namen Jötme^r Nuzeer^,
dasheif&t, die paradiesähnllcae Soubabie , bezeichnet«.
Es liegt im 34 u« 35 " nördl, Br. und im 74' n. 75 *
Olll.L. von Grcenwich, nordwärts von Lahore^ wo-
von es durch hoheGebirgsreihen getreont ift, und zieht
ßchvon Südod nach Nordw. « nach Forßet^Bkngahe^ ia
einer Länge von 90 Eugl» Meilen (69; auf einen Ae«
qoatorsgrad) oder 194 Deqtfche Meilen hin» Voa
Durrao an erweitert e» lieh allmählich gegen Jslaa^
vuibüd^ wo es eine Breite von 4oEngl. oder Sl^Deut-
fche Meilen hat. Diefe Breite erhält fich mit geria*
gen Veränderungen bis an die Stadt Sampjre^ etwa
25 Epglirche Meilen von derHauptftadt entferi^t, von
WO aus die Gebirge durch eine regelmäfsigefeugung
gegen VVeften zu lammen ftofsen, und Kajchemir voa
dem Gebiete von Muzznjfcrahad treuueo^ Hennell
fch^tzt die giö&te Länge des Thals nur auf 74 bis 75»
Co a dage^
484 ManatL Cofrefp/igoi. NOFEMßEIL
^gegen aber die Breite von Heerapour bis Lar auf
50 Engl. Meilen. Nach einer Marfchroute des Kaifers '
Jekan Guire (iai J. i6i9)f deren Dißänzen femeflan
find, beträgt die Länge van Kafchemir ^6 ^ und die
Breite 27 CoC» des Kaifers j^ebdr (.29 | auf einen Ae-
qnatorsgrad) , oder S4 und 60 Bjsgl. Meilen. Hier ift
aber von den politifchen Gränsen des Landes an gs«
rechnet , wo Bamiaul oder Baithäl der füdößlichße,
nnd Bholbas der füdWeftlicfafte Gränzort ift ; beyde
Orte liegen nämlich anberhalb der Gränzgebirge in '
Seitenthälern.
' Nach Forßer's Angabe ift Kafckemir gegen Ner^
deA tind Nordofien von den lihetanifchen Gebirgeo,
gegen Südoft nnd Süden von Kiskteiuar^ gegen Süd«
weften nnd Weften von Prounce , Muzaffferahad oml
einigen andern nnabhängigen Ländchen Afganifcber
Fürften umgeben, Kstch ^bid^FazU^ dem VerEififer
des ^yin-Acbaree^ der in der Gränzbeßimmnog fehr
gi^nau ift 9 wird Kafchemir ge«;en Weften von dem
Diftricte von Puckholi, gegen Südweften von- dem Ge-
biete der Gkickers, gegen Sädoft von dem Gebiete'
renJummoo, nnd gegen Often vom FluEe CkunmA
» begränzt; gegen Nordoß liegt Groß-tihet^ und gegen
Nordweften Klein ' Tibet. Der' anfcheinebde Wider*
fpruch zwifchen einigen diefer beiden Angaben ver«
fchwindet , wenn wir bemerken, dafs dortNamen U«^
nerer Diftricte angeführt find , die einen Theil der.
hier genannten Länder ausmachen; der Chmäub abetr
virelchet in den Gränzgebirgen von Kafchemir , lUftt
. tfnd Kisktewar entfpringt, ift ftatt Kisktewar, wel-
ches Land er von Nordoft nach Südwieften darck-
flromt» Als 9ßli<^be Gränze geMimt«
Ein-
XLV. Bijchfeibmg von Ktfehmir. 485
/
Eintkeilung»
Im Jyin Acharee iß Kafchemir in ivfrey Theile :
Mtraje xuid' Kamraje, ödlich und weftlich , getheilt;
YeDer begrieift die öftlicheD » füdöftlichen aud oord«
öftlicfaeo ; diefer die nordvveftlichen und rüdwefiU«
chen Difincte,
Gebirge , Flüjffe und Seeti^
Dia Gebirge, die das Thal von Kafchemir auf al*
len Seiten nrngthen, ragen mit ihten fteilen und felfi-
gen Gipfeln über die Region der Wolken und Nebel
hoch empor, und lind einen gro&en Theil des Jahrs,
Esibft bis tief in den Sommer » mie>Schnee und EU
bedeckt. Der Weg , welcher an der nördlichen Seite
Att Bannaul Gebirges 9 welches l^r/br paCGrte » hin»
abfilhrty iß ungefähr anderthalb Slnglifche Meilen
kürzer • als an der füdlichen Seite. Diefer Unter»
Giiiied entfpringt nicht allein ans der Terfchiedenen
Erhabehheit der Thäler an dem nördlichen und füd»
liehen Fnfs der Gränzgebirge , fondern auch ans dem
fimfiern Abßdl des füdlichen Abhanges. Es leuchtet
Cdion SOS dem föhneilen Laufe der FlülTe in diefen
Oefendeu ein » dafs das Thal von Kafehemir beträchtK
lieh höher liegt, als die Panjah^ Ebenen. Diefe ho»
lie Lag# , noch mehr aber die hohen , mit Schnee be«
deckten' .Gebirge machen die Luft diefes Landes fo
kalt oder küU, wie fie fonß nach den Graden def
Breite» unter welchen es liegt, nicht' feyn wfirde.
Von allen diefen Bergen fiillen uncfthllge Bäche
nndFlälTein malerifdien Wafferfiülen hetab, welche
die Bewohner auf ihre fieisf eider, und durch grofiie
Erddamine ielbll auf IhieHägrt leiten« Diefe Bädie
•ii;. Cc 3 und
486 AmofC eeifrejjp. igoh UOVEWBEEL
imd FIüITe^ Tereioiii^D lieh TOn allen Seiten in. einen
einzigen StroqL'von der Gröfse der Sehte ^ welcher
{pinz laugCani das Thal von Südoßen nach Nordwefies
dnrcbnier&t^ darch die Hauptftadt geht» undaafdei
'Wcüleiie bey Baranioule zwifchen fieilen Teilen hiß-
darchdringt , und in einer füdlichen Richtong nadl
Zuhöre oder Panjah hinab fliefst , und , mit dem
CÄ//7za7/^ vereinigt , unterhalb Moidtan in den Jnius
üch ergiebt. JDIcbr grxiiaeFlurs heirtt^if^^ oder/o-
htm; es ih iSier, Hyddspes der Alten ^ über weldien,
fetwa loo Engl/ Meilen unterhalb Teinet Anstrictesau
dpn Gebirgen von Kafchemir , Alexander mit feiner
Armee ging; .Die Tanfende-tvon WalTerfällen haben
durch diiB £rd^« welche fieane den Gebirgen raitlidi
herabf ühnen ii daB.-Thal von^Kafchemir gebildet. Sie
machten Jahrhunderte lang nur. einen einzigen gro-
fsen LandCefe. aua, welcher das ganse Bergthal über«
deckte, bis er lieh endlich einen 'Ausweg diirchdie
hoben und bteiteir Gebirge von ^aramozi/e machte,
nnd diefes fruchtbare Thal der Thätigkeit and dem
f leifse eüler. glücklichen MenCchenclalFe überlieft.
Erdbeben , denen diere Gegenden hänßg tmtexworfen
iCttd» habenixu diefer, wohlthätigen Umbildung mit-
gewivkt, I^ach einer Tradition der EingebOTnen,liat
«in Hejii;(eif«i Salome genannt, durch ein Wunder,
werk die F^elteü. von Baramoule gefpalten » «ind dem
grof0eä Landfcüs einen Ausweg gebahnt.
Die. vorn den höchtten Grtazgebirgen nach der
£bene'himb}a««f enden: aad fie zonSchft umgebenden
fiei^e find von jnlttlerisr. Höhe nnd mit fchönen Wäl«
^rn und gta^^^^n^d.blnmiml'eichen Alpen oderVieh«
aRTieiden btfdeckL i^Dae^TblliBlbft. ift: iliii: nnsäbligen
Lu •. u j fracht-
' XJJV. Befchreibung ypfi Kafcfamr^ 487
frachtbftrea .{lügeln und aiedrigeo Bergen/ über«
läet. "
Der Capit. ,J^m.Kirkpatrick befchreibt drcy Mar fch-
roates « die vcm halipre nach Kafchcmir führen ; G.
Farßer hat'eiue vierte angegeben. Die erfte und ge«
radefte derXelben fiihrt von I^ahore über die hohen
nnd Heilen Gebirge von Bemher , und über drey , nä*
)ier um Kafchenur herum laiU^ende Bergketten, üi/^*
tun • Fimclud „ . Feer Fintckal und N^iri - Birari , nach
JSeerapow^ weiches am innem Ausgange in das Thal
von Kajchemir,\\egt., *
Dia zweyte macht ckieu weiten Umweg über
JIiißaniAhdalXIIuffun'Ahflah) und FuckhoU längs
dem- /ü/z/üu« Flu fs nach liaramoule^
Die dritte geht bey T/tmi^h ( Ihwia) amFafs des
Qcbirges RiUtwi^FtiudifU *yQfk dem erften Wege ab
AQrdweQ wärts : n^.ch^ Pz^»c7AcA , u^ von^ da über die
fiebirge wdHyv^rts von Peer- Piinclial^ nach J^z^<
dabad^ :J\4ydefahad, Ouri und ßaramoule^
f Die viQi ^, jVIarfiihroata i(l diejenige , auf weichet
iForßer -':TQii liall' JDoug ßus über Jmnbo (^Jummoo^p
XkauhcLulaht' J^agrolah^ iMUeree^ Chiniianec^ JDumo*
3Hunjee(I}iimonienJ€e)^ ]}fausrna?ij Hulweiggiimvid BaiZ"
naul odet, ßanhai nsLchDurroo in Kafchemirgelgp^t ül.
f^, Der oben angeführte Hauptflub bricht im Füdöll-
■liehen Winkel ron Kafchemir , in der Nähe von U^air,
^fp'etr oder f^eere Naug , mit grofser Gewalt ans der
Seiteeines Bergea hervor, und bildet fogl^ch einen
beträchtlichen Strom , der mehrere Namen bat : zu-
jiächft bey feinem Urfprunge heiHst er fVair^ JVeeri
'JBekutf Behßdf yheit , und ha der Shanscrita Sprache
\yetvfLahi y(m lilaamaiad a^n , Chelunif, Jalum, Jhy
- :. Cc 4 tum
488 BToMtf. Coni^ igöL I^OVESIB&L
tum. '■ Von der Stadt J^ldarhafmd sn » wo er 240 Fnb
breit i(i, hat er wegen der faufteo Neigung des Bo*
dens eiDea ruhi^eo , Milien Laaf. Bej der Haapt*
ftadt Kajchernir ifi er durch eineD Gatial mit eiseni
pahe gelegenea See vef eimget , Si^lcher in der Lai^
desfprache Dali {Dhul^ Tal) genannt wird, und
wegen feiner malerifchen Lage and wc^en der Ver-
gnüo;in]seQ , die er den Einwohnern gewährt, weit
und breit berühmt ift. Diefer See'dcbBt fich von
denr nordöftlichen Ende der Stadt in'^^einer ovalen
Geftalt ans , und hat fünf bis fechs iCngl. Meilen im
Umfange. Ungefähr 8 Meilen weftl. von derHaopt«
ftadt nimmt Aex.Jattim eineÄ kleinen Fiofs auf, Chote
oder kleiner Scind genannt «d^ * wie Forßer von ei«
nem Kafcbemirifchen Pnndit hörte-, in d«n- Gebirgen
von Übet entfpring^/nnd der einzige Flafs ift, wet
eher nicht innerhalb der Gränzen vim Kafiehemir US^
nen Urfpmng hat. Etwa 10 Meilen «rooi-'der Haupte
ftadt bildet der Jabtm^ nebft einigen kteinera nörd*>
lichep Flüflen , durch die Senkung de»^ Timls einen
See, der, nach Forßer*$ Angabe, 7 bis 8 Meilen im
Umfange , und einen lauften Strom ( Behut oder Ja-
tum) gegen Süden hat Nach RemteU Uli fein Umo
fang wenigftens 53, und feine gröfste Breite 16 bis
^7 Meilen betragen, und fich bis an die Gr^nzgebirge
von Klein-, Tibet hinziehen. Sein Name iß; OulUHr
oder Kuller, Nachdem der Jalum aus dieCem See
wieder heraus getreten ift, nimmt er feinen Lftuf füd>
weftlich MxsLchBaramojilef nahe bey diefer Stadt bricht
er durch die Gebirge und erhält hier' wegen- der ftaiw
ken Abhängigkeit des Bodens einen fchnellem Fall;
Während feinei Durchgänge« dorcb diefes breite and
hohe
. \x
ITLV. ^Eefchreiimg vm Kajcbemir. ^ 489
liöhe Gebirge zertheiU er fich in verrchiedanie- Ab»
fiüTce, nnd wird darch eine Menge kleiner FlüSe,
die von beyden Seiten herabfklüony aDfeiinlicIi ver-i
ßärkt.
Ander den beyden oben- angeffihrten Landfeeir
{[ibt es, nocb einige andere kleinere mitfcbönen, zvun
Theil fcbwimmendeu, Inleln. ^mi^ befuchteaoch
eToen groftfen See im Gebirge, in welchem das £10.
den Sommer über fich erhält DieWinde reifsenHan«
fen delTeiben nieder, bringen fie wieder zufanunea
und vereinigen fie von neuen zu gröfsern MaJFen;
wie in einem kleinen Eismeere.
Ueberhaupt labt lieh nichts fcböneres nnd m.aleri<
fbberes denken , als das romantirche Thal von Kajche*
mir nnd das himmelhohe Wallgebirge, von weldMU»
man es überfchaut. Die leichrt verzeihliche Snpecfti«
tion fdinAr Bewohner , die VO0 der ganzen übrigen
Welt gewiflermafsen getrennt leben, hat dieKüiligeu«.
der Verehrung des Mahadeo^ ätt'BiJlieii nnABn^m»
geweibeten Örter fehr vervielfältigt. . Das galiztf
Thal ift ihnen ein heiliges Land , nnd ülle QuAUftl
find Wnnderbrnnnen. Beniier^ der nach allen SetteoT
hin das Thal durchwandert hst , befnchte niehrena
diefer heiligen Quellen , und Tucht die aufserofdeititi»
Itdien Erfcheinungen derfelben aus natürlichen Gtös*
den zu erklären. Wir begnügen uns« nur einen die*
hi Wnnderbrunnen als Beyfpiel anzuführen. Er
fliefst wähHfind des May -Monats, wenn der Schnee
vMlig fchmilzt, -und hält drejmahl des Tagts. reget
nfirsig inne : nämlich 'mit Aufgang der Sonnb» za
Mittage« und beym Untergange der Sonne; er fliefst
4^ Viertel Stunden ordentlich^; und iß Aarfcfdnng.»
• \. C c 5 ein
490 MamM. Cohrafp. tgou KOVEVIWSSL
•in Tiet^ckiges Behaltnirs von lo bis 12 Fufii^Brebe
nnd eben fo vielTiefl^ zn füUcD, Diefes danen vier«
zehn T9ge , worauf lein Lauf unordentlicher and
fchwächer wird, and gegen das £ude dea Monats gar
aufhört ; worauf er dann das ganze Jahr fich nicht
wieder zei^t, aaber bej einem groben und lauge ao-^
haltenden Regen , wo er. ohne Unterlafa und ohne
' Regel, wie andere Quellen , zu laufen anfängt.^ Der
Name diefer Quelle ift Send Brary -f^exrf Gaffer d§s
Brary^ einet Heiligen ..welchem am Ufer ein kleiner
Tempel erbaut ift ;. von allen Orten kommen Leat««
um fich in einem ^ValTer^zu baden, das fie ihrer Meir
BilB^aiach heili^etLL i
•' ' Fünf bis fbche Tage befirebtejch Bender ^ eine
tusjhrfcheiDlichere Erklärung , aU. die Kafchemirier
}Mii.]g|EÜ)en:« von der vwitoderbaren Erfcheinung aufi^
Inideni : Er betr<iQbtoteLdie L;\ge des Bergea fehr ge*
XKi«4i!:fiiiEüg mit viej^ Mühe auf deifeu Gipfel, nnd
^chtöißi' feine AaPmerkfamkeit nach -allen Seiten«
St bemerkte, daCs Tich derfelbe deri Länge nach von
IAMa^ nach Sü I^ützi^ht , von den andern- nahen
Be^jew abgefondert ift, zwey abhängige Seiten hat»
ditf^fieh- oben in einer Schärfe zufammen fchliefsen;
däf^der fehr lange Gipfel nicht mehr als 100 Schritte
in der'grftfsten Breite .hat; dafs eine feiner Seitep».
die .nuv:n9it Gras und Kräutern bedeckt ift, der aol^
gehenden Sonne .ausgefetzt fteht, andere entgegen*
fteheode Berge aber /ihre Stralen nur gegen 8 Uhr des
Morgens darauf. &Uen.'laffeQ; und «ndUch, dafs die
Abeudfeitevou Bänmen und Gebüfchen dicht belchat-;
«et wird.' Nach formal tiger Betrachtung aller dU^
Umfiämle nrtheilte ßemier : die» >V^rine;der Sonne,
.♦ verlir*
' XIiV. Befcfireiinmg vcm Kafihimiri^ 49J.
irerurfache Bcy der befondcim L?g6 ütidF iunern Ein«
richtniig des Berges diefes fogeoaBiKe! Wimder. Diä
Morgeoroane fällt nämlich auf dia'ihr autgefetiM
Seite, erhitzt und fchmelzt ein^n Theil des gefrof^
tieD Waflers » das d^n Winter über unter dem Schn^A
in diedBrde gedrungen i(l. Diefes WaOidr dringt nach .
«od nach bis an gewifle Fei fen • Schichten hinab, did
es aufhalten und nach dem Brunnen führen , wo* '
dardi der Mi ttagsfluis-har vorgebracht wird. Indem
lieh aber die Sonne zu Mittage erhebt , und diele Sei»
4e verlftfst , die ßch nun abkühlt , der Gipfel abec
üenkvecht. er wärmt wird: fo fchmilzt wieder gefror^
nasWalTeT, das fich nach und nach ebenfalls bis au
jene Felfeh-Schichten hÜDabfenkt, ^i^orsfus der Abend»
flafs entüeht. < Endlich .erwäriiqt • diec^Satine yanch die
itbendfeite, wirkt «fo wie vorher ,' und verurfacht
den dritten Flufs des Morgens früh/ '.Erift langfamei^
flls.die beyden andern; entweder well .-dve Abend feite
vom der Mqrgen reite!, wo fich der Quell befindet;
entfernt ift; oder treil fie 'fich wegen de^' Waldes, wo-
mit Ce bedeckt ift, nicht To fchnell-trhiutv vietteiclfl
auch wegen der Nachtkälte, « ♦
. .. i ;■. i'l ' ;■■■ ;■ ■■' ■.: J 'I ■ i.
' \ . Clirna.
, D98 hochgelegene Thal von.Käßhendr gleicht:^
joxß mit ^bul Fazil zu redet» , eioeip anmuthigen Gar^
gfijaif "Wjoxm ein ewiger Frühling herrfcht i;; ^un4 ffefr«
^r lagt: . kei^ Ifandlija der Welt hat in einem fo Jdeit
,lji^:Pill(Ange fp.vii^l.S^anheiten, a\s JKafchemir. E$
yuffdjj^t^,i:f»tzvexikm^ifl 4lle die^Gebirge'iltt-beherf•
/aheB,:>^ip es n^mgdben, bis an^.die Tb^tfr^^fundgan«
fadgfi^ W^ 4^ IvMS^iw* . ZUfl Maofokn pwx
I neu-
492 MämOL amjp. igoL NOVEMBEIL
iMD es das trdirche Paradies von Indien. Kailer ^cttr
(diefer groGie Kaibr regierte vom Jahr 1^5^ bis 160$
Über das von feioem Grobvater Baber in Indoflan
gfßiftete MoDgolifche Reich) wandte we^en reinst
allgemein gepriefenen Schönheit fo viele Mähe an»
diefes Land Ceineu eingebornen Königen an entrei*
Xseu. Jetum Guire (fein Sühn nnd Nachfolger, re-
gierte von 160$ bis 1628) fand an diefem Lande üs
viel Gefallen., dab er nicht. ans demfidben koasnen
konnte« undaft verücherte, der Verloft feiner Krone
, würde ihm nicht fo empfindüch fejn, als der Vciw
Inft von Kafehenur. Als wir in dem Thale angelangt
waren, bgt Beriüer^ fo b^Ilrebtfn fich alle witaige
Köpfe nnter.denAfoff^o^, die Hettae deffelben dnrdi
Jchöne Gedichte an preifen « die fie dem Kaifer Au'f
r^Tigr-^'^^^ überreichten, welcher lie dafür grofsmäf
^hig belohnte. Als Bernier über die Gebirge, welche *
Kajchemlr von JLakore fcheiden , in das Thal von K»
Jehemir hinabgefttegen war : fo glaubte er fich ans
dem heifseften Indien ^ wo er durch die verfengendea
Spnnenftralen fein Leben einzubüben fürchtete, aof
einmahl in die raildeften Gegenden Europa*% verfetxt^
' fo frifch und erquickend waren die kühlenden Lüfte,
die ihm entgegen wehtlsn : und fo ähnlich die Pflan*
zen , Bünme nnd Gewächle Kafchemir^a denen , wel«
che das fruchtbare nnd malerifche Aiwerpie hervor^
bringt. Die Natur umgab Kafchemir auf allen Seiten
mit den höchüen, Staunen undfintfetcen erregenden
Schneegc^irgen , welche nicht nnr ein uüerfchtittefw
liebes Bollwerk gegen die Flathen periodtfcher Re*
f en bilden , welche Jndim überftrömen ; nnd gegen
die erftidbonde Hiiae von Lkhare, fonderAtadig^
gen
" XLV. iefehreihung tm Ktfchmir. 41^3
I iie erftärreodeD Kord winde, welche Tibet nntei;
gleichen , und felbd rüdliebern Breitengraden einen
fproCien Theil des Jahrs unter Schnee und Eis begra«
bea. Zur Zeit der periodifchen Regen fallen nur
leichtere Regen/i^riire; fie find aber dennoch reichlich
genug, um dem Thale Fruchtbarkeit, und 'taufen dea
von Bächen, die Ach von allen Seiten der Gebirgie
in maleTifcben WalTeifätlen hinahftürzen , hinläng-
lich WelFer zu geben.
Fruchtbarkeit und Producte»
Der Boden iß der reichße, den man fich nur den«
ken kaun , und feine Producte die der gemäfsigteii
Zonen. Städte, Flecken und Dörfer liegen in grober
AnKahl, von fchönen Bäumen und fruchtbaren Gäcw
ten uihgeben , durch das Thal zerftreut. Wieren and
Felder, mit Reis, der gewöhnlichen Nahrung der
£iowohner , n»it Weizen , Gerfte und andern Getrei«
dearten, mit Häuf und Safihran von vorzüglicher Gü«
ter und mit mancherlei Hülfenfrüchtenbeflellt, wech*
f^in mit einander ab, und. eine Menge Canäie win»
den fich nach allen Richtungen durch diefelben hin«
Ein Europäer erkennt da überall untere PfianzeUt
Blomennnd Bäume, Äpfel •, Birn-, Kirrcheu- und
pfbumenbäume , Aprikofen • Pfirßch - und Maul*
beerbänme, Nnfsbänme und Weinßöcke, die einen
Tortrefflichen Wein geben , mit ihren Früchten reich«-
Uch beladen. Die Gärten find voll von Melonen».
Zackerwnrzeln , fchönen Rüben, den meißen Küchen-
krftutern nnferer Gärten, und einigen andern, die in
Europa mangeln. Beniier fand zwar da nicht fo viel
Terftbiedene Früchte, wie bey une, auch nicht fo
gut;
^
^94 JttonaO.. Carrefp. iSf^t. NOVEUBEIL
got ; er fchreibt diere9aber Dicbt dem Erdreiche ztt«. Teil-
^rn bedaaert, dab die BeAtzer keine befl!ere Gärtner
h^ben. Forfler fand im April auf dem Wege von
f^etre Naug u^ch. Iflaamabad alle Bäume in ihrer gan*
Eeo FrühUiigspracht mit mannichfaltjgen Blüten mehr
Jielaftet als überftreut. Gebüfche von rothen und >vei*
faen Rofen ^ womit jene autcrmifcht waren » nebft
einer naräglicben Mecge von andern bluhendea Ge-
Ihäuchen verfchafFteu dem Auge einen fo frohen und
bantgemifchten Anblick , dafs keine fehr warme Phan-
tafie dazu erfordert würde» um ßch in ein Feen- Land
verrctzt in fehen. -^, Au&er dem Maulbeerl)attm
fcheint Kafchemir keine audere Früchte von Indpflmii
«nd nnv wenige Gartengewächfe deilelben hecvor za
btingen. Der morgenländifche Platacus ill.io iui«
fchemir fehr häufig, und Coli in dieCcm L^gade eine
gröfsere Vollkommenheit als irgendwo erreichen»
BiefcrBaam, der in den meiden Gegenden vonAfieü
y Chinaur genannt wird , wäch(t bis zut GröFse einer
Eiche. Sein Stamm ift fchuurgerade, die Binde fil«
*i berfarbig, imd fein Blatt, das mit einer flachen Hand
eine gewiHe Ähnlichkeit hat, blafsgrün. Wenn det
Baom fein volles Laub hat ^ fo gewährt er ein berr«
liebes Anfetieu» und gibt in hcifsem Wetter einen
kühlen Schatten» Den Preis unter allen Gewächfea
der Erde, in Kafckemir verdient aber die Bofe, die
W^en des Glanzes ihret Farbe und wegen ihres Wohl*
\ geruchs im ganzen Orient berühmt ift. Das Bofenöl
y oder ÜUar^ was man aus der Bofe von Kafchemir et*
V lifOt, wird allgemein gefchätzt« Die Zeit, wo die
l Rofen zu blühen anfangen, wird von den KafchemU
. liern als ein Feß gefeiert. Sie befachen aUdann hau*
i / fen»
. SLyM/Befchnibung von Küfchemir: ^ 49§
fejaweife die beoachbarten Gärteb und überbflcu ßch
^Uerley Artcu von FiöUUchkcit , die audern Aliati-
fchtn Natloueo fremd ilud. Hier legt mau die den
meiften 3ilahomeJajie7'?i eigeoeErüßhaftigkeit ab; uuA
felbft die Türken i Jraher ued Per fei' überlalTen fich
ihren ßegierdeo y als wenn fic des feierlichen ßetra*
geos ihre^ Nationen auf eiumahl überdi üfölg gewor«
den wären.
In den Seen wächftdie Tf'affeniufs o^er Singerahf
welche einen groCsen Thell der Nahrang der gering
gern VolksclaHen ausmacht , in grofser Menge. Das
IVIonopol , diefelbe zu verkaufen , bringt jährlich
))eynahe 12000 Pf. Sterl. ein.
Die Plüile und Seen lind voll Fifche, befonders
Aale, und mit wilden Gäufen». Enten und andern
Waflervögeln bedeckt. DieFlfcbe, machen daher eind
Hauptnahrung des Volks aus. Auf den Viehweiden
fieht' man allerley Vieh, als Kühe, Schafe, von de^
nen eine Art, Hmidoo genannt, fo wie die in Peru,
als Laftthiere gebraucht werden; Ziegen und Pferde;
Bienen find in ^rofscr Menge, bey dem grofsenRcich'»
thum von Blumen aller Art, vorhanden. Unter ver-
fchiedenen Arten von Wjldpret, als liebhÜDern /Ha*
fön und Gazellen, finden Hch auch folche Thiere, die
Mofchus haben ; aber, was iü Indiejt fehr feiten ift,
fo findet man in dein Umfange von Kafchcmir weder
Schlangen noch Tiegcr , Löwen und Bären. Bernler
Tagt daher, man konnte die Berge von Kafckemir
die unfchuldigen Berge, auf denen Milch und Honig
fliefst, nennen. In denfelben findet man auch treff-
liches Ei fenerz, woraus &\t Kafchtinirier viele Waa-
ren-vetf^'rtigen.
Fht.
496 MonaH. Correfp. iSou NOVEMBER.
Einwohner^
Die Kafchemirier fiod ein ßarkes und wohlgebfl-
detefl Volk , von heller Farbe , in Rütkficht aoF die
Lage ihres Landes (anter dem 34 a. 3 5 Qrade nördi, fir.]«
fo dafs ihre Weiber im fädl. Frankreich und Spanien
für Brünetten gelten würden. Meißens find die Kia»
fcheinirier fo wohl gebildet , als die Europäer , ofani
etwas von der Tatarifchen GefichtsbiJdQiig and der
gequetfchtenNafe und den kleinen Seh weiasangeD za
haben 9 die man in Kafchgar nnd Tibet findet. In
Aüjckficht der Schönheit der Kafchenwierkmen ßiniint
l^orßer mit Bemier nicht überein ; diefer verdient
aber mehr Glauben • als jener , weil er Gelegenheit
hatte, viel mehr .Kafchemirifche Schönen zu lehen,
als For/Ier. Das Fraaenzimmer in Kafchemir^ lagt
Bernier. iß Teincr Schönheit wegen fo berühmt » däb
äie meiden Fremden , die in Ihdoßan anlangen » fidt
Kafchemirierinnen zu verfchafiFen fachen. ** Wegen der
hohen Begriffe, fagt dagegen For^Z^r , die ich von ih«
ren Reitzen mitgebracht hatte , wurde ich in meinen
Erwartungen fehr betrogen , ungeachtet ich einige
von den Tänzerinnen fah, welche wegen. ihrer Schön*
heit und der Macht ihrer Reitze fehr berühmt Wa-
ren. Sie haben etwas plumpes fowol in ihrer Figari
als in ihren Zügen ; und ihre Beine vfind meiftens et^
was zu- dick. Die Kajchemirierinnen werden unOrei^
tig in Rückficht auf feine Bildung und Anmuth der
Züge von den Bewohnerinnen mehrerer weftl. Pro*
vinzen von Indoftan übertroffen.'* Indefs aufsert Cch
Forßer bald nachher, Indem er von der veiminder^ea
Anzahl der Curtifaneo der Hauptftadt redet, weniger
ungün*
XLV* Befchreibung v(Ai Kafchmtr. 49^
iingünßig: , wenD er fagt : die wenigen , welche ich
ÜEih, machten mir dorch ihren reitzenden Tanz and
äire meiodifchen Stimmen viel Vergnügen. An ei-
nem'andern Orte heiGst es : Kafchemirhsktie 9 nnd hai
vielleicht auch jetzt noch einen Überflufs an fchöned
Weibern ; allein man nimmt nur wenige derfelben
tinter den CuTtirauen wahr.
Die Kafchemirier find ein fröhliches nnd leb«
haftes Volk, das einen Harken Hang znm Vergnܫ
gen befitzt. Kein Volk in Afien ift gewinofüchti»
ger, keins erfinderifcher in den Mitteln. Reichthom
za erwerben und die erworbenen Reichthümer zd
allen Arten von Vergnügungen anzuwenden. Wenn
ein Kafchemirier von der niedrigften Clafie nur 2 bi^
3 Tbaler befitzt, fo macht er gleich eine Partie za
Wäiier (auf einem See) und ergötzt fich fo lange, bie
fler letzte Heller verzehrt ifb. Selbß der Defpotismni
der Af gürten^ die Bedrückungen und Graufamkeiten,
\i^elche die Statthalter ausüben , können die Neigung
der Kafchemirier zum Vergnügen nicht ausrotten».
iVTan will aber doch bemerkt haben , dafs Teit der
Trennung des Landes vom Mougolijchen Reiche die
Sitten und Lebensart der Einwohner *eine gröFsd
Veränderung erlitten haben. Unter dem milden
Scepter der MongpUfchen Kaifer überlieben fie £idk
ihrem Genius. Sie ßolzierten in prftchtigen Klei*
dern » bauten koßbare Gebäude nnd genoITen befon*
ders die Freuden der Tafel. Die Härte der Jfgih
iien^ ihrer Jetzigen Beherrfcber, hat einen groben
Einflufs auf die Gemüths- und Lebensart AexKafche^
mirier gehabt. Si^ fcheuen fich 9 nur das geringßd
Zeidien von WohlSand blicken zu lalTen , ans Furcht^
Man. Corr. IV. B. m8oi. J> d Ge*
498 Mqnatk Corr^p. 1801. NOf^EÄBER.
Gewaltthäti^^eiten uad ErpreHuDgeo üch aosge&tzt
^u fehen*
Ein Kaufmann aus Georgien, der lange in Kafchendt
gewohut hatte« gab Jbr^^r'n diegenaotfteDNachridi'
ten über diefas Land. Bey feiner erften Reife » die er da*
hingemacht hatte, fand er das Volkmnnter» felbft ans»
fchweifecd und verfchwenderifch. Seit dem letzten
J^tatthalter aber , einem wilden und räoberifchen jf
'ga«e;z ,. wären die Kafchcniirler rautblos, ihre Art 20'
leben arinfeli«;, ihre Kleidung fchlecht und plump
geworden, S<jlblt ihre Geictiwätzigkeit habe ßch io
pinc ängftlicheVerfchwiegenhcit verwandelt.
Jfö/y/V hatte während feines Aufenthalts in Kajchi'
fnir Gelegenheit , mancherley ßeweifeder verdorbenea
Gemüthsart der Einwohner zu fehen» fo dafs er oat
wenig Theil an. ihrem Unglück nahm, und in kunef
iSeit verfchwand auch diefer geringe Autheil fo fehr»
dafs er ^e fogar ihres Elendes werth hielt. Der Clia*
racter eines, Kafchcmlrlers zeigt fich am deutlichßeDi
Wenn er mit Macht und Anfehen bekleidet iß.. Als-
dann bietet er alle Kräfte fciues Geiftes auf, die Vor*
theile feiner Stelle und Lage für' lieh zu nutzen. Er
greift nach jedem Mittel, um üch noch weiter empor
zu heben. Er ift Tlijidu oder , Maliomeäaner , mid
würde felbli ein Qliriß Werden , wenn es fein Inter*
^^e mit üch brächte. Er wird räuberifch und ftolii
und beweiÄ in allen feinen Handlungen Trug, Arg«
iiß und die raffinirte Graulamkeit, die feigen Meo*
fchen eigen zu feyn pflegt. Die Kajchemivier gehen
leiten in den KVieg, vor welchem fie einen natürli*
chen Abtcheu zu haben fcheinen. Man behauptet ^
dafs der Kafchemirier ein eben fo unbelländig«^
" . , » Freund»
:*' XL Vi' ISeJltireibtmg Von Kaßhemit* 49a
Fteund , als uaverrobnlicher Feind fey. Sie find
auf eine (o fei t fameAtt. neugierig « däb, wenn man
«iae Frage an fie richtet, fie (ich mit einer ganzeu
Reihe vöii Gegen fragen eiuftellen» ehe iie einem, den
gewtinfcfaten Befcheid geben, Krämer Tagen leiten»
gbCiB eine Waare haben, bis fie erforfcht haben « wie
Tiel man davon verlange.
Wenn man über die Lage dicfes Volks nach-^
denkt , fo kann man Tielleicht eine der gröftera
Qoellen entdecken , aus welcher ihr Sittenver»
derbnib gefloITen iß. Die eigenthümliche Lago
-des Landes, feine reichlichen und IrefFlichen Erzeug«
sSHTe und das glückliche Clima erwecken einen ßar«
ken Hacig znm ßtinlichen Vergnügen. Um diefen Ur*
Aiäietk entgegen zu wirken, müfate ein Sjlleitl voik
ifcdigion und Sittenlehre vorhandeii feyn , das det ,
Xtigeud beyderlej Gefchlechts früh gute Geßnnun*
^b tkndGruudfätze einfiöfßte. Leider enthalten aber
die Lehren der Religion und Moral der heutigen Ata-^
Homedauef nicht die geringfte Anleitung zur Tugend
lind Menfchenliebe. Im Gegentheil flöfst ihnen det
Unterricht, den Cie empfangen, Abfcheu ündHaTs go*
gen di6 tugendhafteßeü Meufchen ein, wenn ße nicht
der Religion ihres Propheten anhängen. Da nun did
Kafchenüricr gleichraiü an der Quelle irdifcher Freu»
dm tind Güter und« and weder durch Lehren noch
Beyfpiele der Tugend zurückgehalten werden : fo id
M nicht zu verwundern 4 dafs ße ihren Lüßen und
Bie^ierden augehindert den Zug^l fcbie&en lalTen^
Diö Fruchtbarkeit der Kajichemirierinnen ift aufser-*
OlrdentUch grofs. Die Regierung mag fo drückend«
das Scbickfal fo ungüuftig feyn , als es will 1 fo be*
D d 3 inerkti
5ÖO Monaa. Canefp. iSoh WVElttffER.
merkt man Aärom keine nachtheiUge Wirküogen in
der FortpflanxaDg des Gejclilechu , die ianoer mit
gleichem Eifer betriebea wird. Virileicht liegt die
^yßfcbe Ur lache davon im Genale der Firche, die
eine Ntauptnahrnng des Volks ansmadien , indem»
Wie man behauptet , der Genufs von Firdien einen
Reitz zur Fortpflanzung des Gefchlechts erzeugt« -
Spr ache.
Die Kafchemirier haben eine eigene Sprache , die
älter als die Shanscrita - Sprache fft. Nach Forfief^%
Bemerkung ift jene ein Zweig von diefer. Sie hft in
Anfehung des Tons die meifte Ähnlichkeit mit der
Sprache der Maratten^ wiewol'lie härter alsdiefe ilL
Der letzte Umßand ift wahrrcheinlich Ur fache, 4aGi
die Kafchemirier^ welche für die'geiftreichften und
witzigßen Indianer gehalten werden, und zur Dichl-
kunft und den'Wjflenfchaften fo viel Neigung, als
die Perfer, haben , ihre Gefänge in der Perßfehen
Sprache dichten , oder die Gefänge der Perßfehen
Dichter annehmen. Des unangenehmen Tods der
Spradie ungeachtet, wird vielleicht keiner in Kafche»
mir' gefunden , weder Alt noch Jung , der nicht Ge*
fchmack|an der Muilk hätte.
Religion.
KvizhAie Religion der Kafchemirier fcheint ihnen
eigenthümlichy und von der der Hindus verfchied^n
zu feyn. Die Reyfhees^ fagt ^bul Fazil, find das .
achtungswürdigfte Volk diefes Landes. Ob iie gleich
an keine Traditionen glauben und dadurch fich fef-
feln laHen : fo find fie doch ohne Widerrede wahre
Gottesverehrer.
Klei-
.. "KLY* Befckreibung von Kafchmir» 501
' .-' Kleidung.
Die Kleidung dar Kafchemirier beßebt ana etDem
grobeu Turban » einer langen wollenen Wefie, oiet
vielinehT Rock» mit weiten Ermein» und einem weif^'
ten Mantel , der in mancheriej Falten um den Leib
gefdilagen wird. Unter dem untern Rock tragen die
Reichen ein Pirahun oder Hemd , und Beinkleider^
Die A6rmern haben dergleichen nicht, und denken
nicht einmahl daran» ihre Lenden zu gürten. Da
Forßer die Kafchemirier zuerft in ihrem Lände. fah>
Co glaubte er nach ihrer Tracht , ihren langen und
emfthaften Gelichtern » und dem Schnitt ihrer Härter
iiab er unter eine Nation von Juden verfetzt fey. Ben>
niir kam auf denrelben Gedanken » und fucht mehr
dofch Dcheinbäre, als triftige Gründe darzuthun , data
die Kafchemirier von den in die Bahylonifche Gefan»
geaC^iaft fortgeführten Jüdifc^en Stämmen entlpron-
g«i feyea. Viele Europäer hatten fchon diefe Ver*
mathnng gehabt » und auf Thevenot*B Anfuchen üelltt
Semier viele Nachforfchungen an» um zu entdecken^'
ob ßch in dem Inner den der Berge keine Juden ht^
fänden. Ihm fchienen \xeyxxi Eintritt in Kajchendt
alle Eii^wohner in den erßen Flecken» ihrem Anfe*
hen und Betragen nach» Juden zu fejn. Er be*
merkte , data unter den Kafchemiriem » ob ße
gltkch. Mahomedaner find, der Name Moufa oder Mo»
Jis bhr gewöhnlich iß ; fie geben auch vor» Salomt>
fejr in ihr Land gekommen^ und habe den Berg.
Baramoulay oder Baramoule getrennt» um dem See
Sutty-Sirr, der daa ganze Thal vt>n Kafchemir be*
deckte» einen Ausweg zu verfchaffen. Moufa
foU auch nadi ihrer Angabe zu Kafchemir geßorben
D d 5 • und
5oa mtpnatU Correfp. rgoi. ,NOVMMBER.
und eine Meile vod dlefer Stadt begraben feyD , wo
fie fem Orabmaht zeigen. Sie verßcbeiin aachl das
fahr alte Gebäude , das man von der Stadt Kajchonär:
iraa auf einem hohen Berge fidit / fey vom JLönige
Sälomo erbaut; iie u/ennen es daher Salomons TJurcn; '
Die Tracht der Weiber' ifl nicht .weniger fonito»
bar, aU die der Männer, nnd dient gar nicht daz«v
ihre natürlichen Reitze zu entfalten. ,Das äulaerd
und oft einzige Gewand ifl aus einem baomwoilenen
Zenge gemacht und gleicht einem langen weiten Hemc
de. Über das Haar, welches in eine einzige Flechte
^ufamroeu gebunden ift, tragen fie eine enge Mutzet
Itteißena von rothem Tuche. An dem Hintertheil
der JVIütze iÜ ein dreyeckiget Stuck von demfelben
Tuche, befefrigt» welches auf den Rücken fällt und
einen groUen Theil des Haupthaars bedeckt. Um
den iintern Rand der Mütze oder Kappe iß ein fidum«
1er Tarbau hergewickelt, der hinten dnrch eine knr-
%e Schleife zufamraen gezogen iß. Dies iß aber nur
die Tiatht der geriugern Weiber, welche öffentlich
erfcheiLteu ; die Weiber der hohem ClalTen kommen
weder jemahls zum Vorfchein , noch erlauben es ö»
Mahomcdauifchen Sitten , von den wetblidien Mit»
gliedern einer Familie nur zu reden*
J}ie ^tmeMxen Küjchemiritr tragen im Winter mei^
fiens ein Volzetue» renerhcckcn^ welches amDickbein
hingt» und der Stelle, welche es berührt, ein ge-
fchundenes Jinfehen gibt. Hieran erkennt man einen
f^jijchen*:: Ur , wenn er etwa unerkannt Militair*
dien de nehmen will. Denn bej der j^jzctnjchefi Re*
^ereng iß es eine hergebrachte Regel, k^nen £0»
J^vuri&r iin(er ihre Treppen sn&nneluoen. die us
drey-
XLV- iBefcfifeibung van Kafchimir. 503
dreytanfend Mann zn Fufs und za Pferde, meif^ns
jßfganen , beftehen. Die Schleuder, welche fie got zu
brauchen willen , fcheint ihre LiebliilgswafiFe »u feyn,
nfcid £etzt fie in Stand , einen Feind in beträchtlicher
Entfernung und von fiebern Stellen ans abzahalten.
Sie fuhren auch Streitäxte, und find nicht ganz anbe-
kannt mit dem Feuergewohr.
KunßfertigkcU , Mawifactiu'ivaaren
, -^' und IlaiidcL
-Die Kafchemirier find ein gefchickte«, fieibiges
«od arbeitCamed Volk. Sie verfertigen Palekis , hölr
z^me Betten, Cabinetter, Schreibzeuge, Kältchen»
LöEel und verfchiedene Arten kleiner Arbeiten , di»
Ütrar Schönheit wegen durch ganz Indien gefacht wer«
jbui« Sie tragen einen Firnifs darauf,, der ihnen ei-
godi ift. Befonders bewundert man ihre Gefchicklich*^
^it, eines gewilTen Holzes fehr-fchöne Adern zu
verfolgen und nachzuahmen , und £e niit Goldfäden
auszulegen. Ihr Papier wird für das befte im Orient
f ehalten; .es machte ebemahls, fo wie die lackirten
und EiCenwaaren , und die verfchiedenen: Zackerwaa*'
Xttkp wozu der rohe Zucker aus Pdtrjab eingefuhrt*
ifirdy einen wichtigen. Handelsartikel aus^ Sie ma-*^.
ehcsi 6inen Wein , der mit dem Mädera-Wdin Aehn««
Uchk^it hat, und gewifs eine vorzügliche Güte erhal-
ten würde., wenn man ihn geCchickt behai^delte»
Man' bereitet aus den Trauben auch noch eine Art
iiranntwein\ der, fo wie der Wein', von allen Volks»
äalTen ohne Scheu getrunken wird«. Den gröfsten
Iriieil, feines Ruhms und feines Wohlßandes hatte.aberN
iafchpmir von j^her den MaunfagtAreu .von Schaals
'^ ■ D d 3 zn
gpi^ Mofiatk CorreSf. iSoi. NOVEMBEtL '
' q^n danken ^ die npch jetzt unerreicht , und heTnalta,
kann xnania^en, ohne Nebenbuhlerinnen find,« und
^oinit Ue felblt ihren Kindern Arbeit verfchafiPeD« £•
find Stücke von anderthalb dien in d^ Länge nnd
eine £lle breit, und an bcjden Enden bordirt. Bejda
Qercblechter , fowol unter den Mongolen aU Hindus i,
tragen lie im Winter aaF dem Kopfe und lalTen fie wie.
einen Mäntel, über d^e linke Schulter herabhängen.
Man macht zwejerley Arten : eine ans ihländifcher
Wolle, die feiner und zarter, uls dieSpanifcheift; die
«ndera aus einer Wolle , oder vielmehr aus Haaren,
Xouz genannt , die man von der Bruft wUdler Ziegen
ifi Groß' Tibet nimmt. Diefe find viel theurer, als
jtne. JKein Biberhaar ift fofain und weich, als die
Haar Tibetanifcher Ziegen. Aber wenn man diefe
Schaals aus Ziegenbaaren nicht befiändig lüftet tfnd
in Acht nimmt, fo kommen leicht Motten hinein«
> Die Omrahs tragen folche , die hundert and fünfzig
Kupien koßen. Die fchönften aus inländifcher Wolle
kommen nie über fünfzig Rupien. Die Arbeiter in
JPatna , ^gra und Lahore können ihnen nie fo viel
Schönheit und Zarte geben, als die in Kafchemir,
welchen Unterfchied man dem Wafler znfchreibt.
Sie Wolle, woraus die Schaals gewebt werden, ift
iirfprünglich donkelgrau , *) und wird durch eine
Zube-
- '^^ Öie Farbe diefer Ziegen, wovon et groCie Hecrdea auf
den Bergen von Tibet gibt« ift verfchieden ; Qs £nd
fchwtr», weifi, bläulicht» und fchattiren su weilen io
die Farbe der Hirrchkilber« Sie haben gerade Hörnar«
und find nicht fo grofs , alt die kleinften Schafe 'in Eng-
liftd. Du so den Sohaala gehriachlteiM Miterisl ift tos
> . ..' siser
•'/XLV. Befchreibung v(mKafchemif.:\ ^ 505
Zobfsreituog ans Reiamehl gebleicht , und äu Garn
auf mancherley Art gefärbt. . Der Rand oder Saum » '
der meißens allerley Figuren oder wenigßens. Farben
enthält , wird an die fertigen Schaals angefetzt, aber
£0 fein, dafs man die Stelle» wo diefea gefchehen ift,
nicht erkennen kann. Der Preis ein^s Schaals von
gewöhnlicher Güte iß vom Weberßuble weg acht
Rupien. £r ßeigt mit zunehmender Güte der Waa»
re zu 15^ 20 bis 40 Rupien-; die Verzierungen dei
Sauma .erhöhen den Preis bis zu 100 Rc^pien und dar-
über. Die Schaals find gewöhnlich vp|i drey Sorten^
Zwej derfelbefi, die langen und die (chmalen vier«
eckigen, werden am häufigßen in Jndoßan getragen;
die langen undfehr Cchmalen , die eine ßarke Mifchung
von fchwarzer Farbe haben , dienen den nördlichen
jißaten als Gürtel. Ein Theil der Einkünfte von
Dd5 Ka^
einer leichten, feinen Textur« und fitzt inni^ft auf dei .
Haut. Ueber demfelben wichft eine grobe Bedeekang
Toii langen Haaren-, 'Vielehe die Sanftheit der untern Wol-
le erfallt. Das Gerchöpf fcheint die Wärme und Sanftheit
feines Fells dem Clima des Landes an danken ^ weleh^ .
, daflelbe bewohnt. Bringt man 2l9 in die heifse Atmoi« '
phire von Bengalen: fo Texliei-en fie fchleunigftihrefchö«
. ne Wolle ^ und eine Hautgetphwnlft Mrftört bejnalie ihr
ganies FelL Auch mifsla^gen alle Verfoche S, Turner^
diefe Ziegen nach England zu bringen. Sie konnten
^weder das Clima von Bengalen ausdäuern , noch die
8ee ectragen. Denn ungeachtet einige wenige -derfclbea
. Xo lange lebten , dafs fie noch in England gelandet wui»
ddi; fomraren fie doch in einem fo Icbwachea Znftande«
dafii fie bald darauf iUrben. 6. Tarne r't Gtftmd^fchafts*
r^fd im dentiof dßs Toikaa -Ltfpw, S. 399« 406 de* Deutfch«
U«berfetf. Hamburg bey 6. G. Hoffmann xgoi.
5o6~ MoMiU Correfp. igou N0VEMB)SEL
Kafchemir wird in Schaäl^Waaren nach der HauptRide
'des Af|e;a!tien-Reicb8 Übermacht.
Die Güte der Kafchemiiifchen Waarcn beweiß,
dars, w*nn die Einwt)hiier von einfichtsvoUen imd
f reygebigen Fürften regiert würden , fie fich gewiti in
jeder Art voü nützlichen Küuften hervorthun wü^
den. Allein der fchwere Druck der Regierung und
die Raubfuctt der Nachbaren , welche fremde Kauf-
leute ohne Schonung überfallen, und oft ganze La*
düngen plündern, haben den Handel and die Gewer-
be vop Kafchemir fehr tief herabgebracht. Unter der
Regierung der Timuriden ( von Achar an , der JTo^
fcheniir i^S6 eroberte, bis Mahomcd Shah\ welcher
1747 ftafb) welche 160 Jahre dauerte, waren vierzig
taufend Webörftühle für Schaals vorhanden; gegen*
wärtig ßnd -kaum fecbszehn taufend mehr übrig, Ei«
nen Theil diefer Vermihderung kann man auch dem
Verfall und der Verarmung des Perßfchen und In*
äofiamfcheii Reichs zaTchreiben.
In ^ajchendr halten fich indefs noch heut zu Ta-
ge Kaufieute und Agenten von Kaufleuten aus den
YO^uehmßen Städten des nördlichen Inäoßans^ der
Tatar c^^ de« Ferfifchen und Türkifchen Reiche auf.
Münzen,
Rupien (zu 15 Gr. nach dem 20 Gulden Fufs)
ßnd die gewöhnliche Silbermünze in Kafchemir;
man hat halbe, viertel und achtel^ Die in Mora*
^ahad * ) geprägten werden am meiflen gefchätzt.
\ . Dia
^^ Moriiddbad (^Meiraudabad naoh Rennell^ am Flufi üoin-
gunga ,. oft wärM YOi:n Ganges , 10 Cofs Yoa Rampoar,
und ai Cob von Chandpottr^ ehemahli euMiSudt von B«-
XLV. 'ßefofireibung vpn Kafchmir. ^^ 507
Die Kafdlieniirifchen Rupien verliereu betr^htUcÜ
vregen ihres fehl echten- Gebalts. Kleine Kupfernüd« '
%mn , die den Wetth von Half pennys haben , uijdCow-
jeys, oder die in Afien weit drcolireuden kleinen
Gneeimirclieln > q^^^^^" ^^^ übrigen curfirenden Mtini^
(orten in Kofchemir au9, :
JBsinkiniJ-te.
XJfitpr der Regierung 'des Kai fer« Aureng f^h^
yf'Q die Einkünfte aller Provinzen feines Reichs grö-
^r ^aren^.als fie gegenwärtig find, fliegen die Ab«
gaben v<>Q Kafcbemir nur auf viertehalb Lacks Ru-
pien, (LackR. — 1 0000 Pfund Sterling). In dfen
jetzigen :Z^ten aber ^^eht der Afgaiiifche Slaltliaher
nicht )yeniger als zo bis 3o.Lac}cA aus dj^pn verarm«
ten Lande. Von dlefcn kommen nur fieben in den
Schatz von Timur Shah.
Der jetzige Subakdar oder Statthalter, ein gebbrner
jifgan\ beiföt Azad Khan. Ungeachtet iich die*Xa»
tchemirier mit Bitterkeit über die Stattbalterfchaft des
Madj{ IQireem Dad , feine^ Vaters , beklagen » r.nd
ihm vorwerfen , dafs (ein Geiz unerfchöpflich, und
feine Graufamkeit unmenfchlich gewefen-rey; dafs er
oft um kleiner Vergehungen willen die Einwohnes-
liabe zufammen binden und in den Flub werfen laf-
fisn; dals er ihr Vermögen geraubt, und Weiber aua
gileo Claflen gefchändet habe: fo übertrifft ihn doch
fein
deutaog. Allein nur wenig «ndere Oerter in Indoft^n
ßnd fo tief gefallen , als diefer. Ehemakls war hiec eine be*
~ , trichtliche Mfinte, worin viele Rupien gepägt' wurden,
ditt'noch jetzt einen aüsgobr^iteten Cours tub^«' Cr, For*
ßetHK. xB.S.318, 9.
5o8 MoimO. Correjp^ifoL NOVEnBEK.
ibin^Soho Ib fehr, daTs fie ihn mitcdDem PerfifdiAü
Ansdxni^.ZauUm Khan ^ einen birnlofcfn Tjtaimen«
nennen. In einem Alter von achtxehn Jahren ( FoT'
Jier war 1783 in Kajehemk) hatte er wenig oder gar
keine Fehler der Jugend« £r war we^er den Vergnö*
gangen des Harems « noch dem Wein ergeben. Et
raachte nicht eiumahl feinen Hookah. Allein feioa
Graaramkeiten überßeigen ' allen Glaaben , und ver-
rätben eine fo' wilde Gemüthsart, wie man fie nnr
felttn bey einem Menfchen antrifft. Schon in den
erften drey Monaten brachte ^odfXAaTi einen IblicheB
Schrecken^ nnter den Kajehemiriem hervor, däb felhS
6ine züfälligiB ErCi^ähnong feines Namens einen on-^
willkührlichen Schauder , und eine aageB&lickliche
Anrufubg det Hülfe des Propheten veranlabte.
lopographie.
Wir kommen endlich zur Befchreibnng der Städte
nnd der kleinern Orter in Kafchemir, Die Haupt*
ßadt , welche im j^yin Acharee Siringnaghur oder SU
rinagur genannt wird , jetzt aber den Namen des Lau^
des hat, liegt, n2Lc\i RemieWs Angabe unter 34'' 20'
)o" nördl.Br. und73*' 44' öftl. L. von Greenwich,
6 ' weßL von Lahore , und breitet lieh drey Engl. Mei-
len an beyden Ufern des JBe?uit oder Jalum ans , über
welchen vier bis fünf hölzerne Brücken gehen. Die
Breite der Stadt iß ungleich , beträgt aber doch au ei*
»igen Stellen zwey Engl. Meilen. Die meiflen Häu-
fer lind von Holz, Ziegelfteinen und Mörtel aufge-
führt , aber wohl gebaut ; manche z wey bis drey Stock-
werke hoch. Die hölzernen Dächer werden mit ei-
ner Schichte von feiner Erde bedeckt, welche die
Gebäa-
XLV. Befckreibufig von KaJchemirJ ' . 509'
Gebäude gegen den häufigen Schnee im Winter fchüt*
seil. Diefe Erdlage verfchafft im Winter eben fo viel
^ärme, als erquickende Kühlung im Sommer, wo die
Dttcher mit mancherley Blnmen bepflanzt werden , ^
and in einiger Entfernung da« Anfehen von Blumen*
beeten haben. Die Häufer am FluITe haben meiflens
•inen kleinen Garten längs dem Ufer. Dieles Geht
Cshr fchön aus / beConders in der angenehmen Jahrs-
seit , wo man auf dem Fluffe fplatzieren zu fahren
pflegt. Auch die, welche nicht Co angenehm Hegen«
haben doch ihren Oarten, und verfchiedene einen
kleinen Canal , der aus dem See bey der Stadt abge.
leitet iß, und ein kleines Fahrzeug zum Spazieren*
fiihren. Die Strafsen find fchmal und mit dem Schmutz
der Einwohner angefüllt, deren Unreinlichkeit zum
Sprichwort geworden iß. Die Stadt enthält gar kei*
ne merkwürdige Gebäude, wiewol die^ Kajckemirier
£ch viel auf eine hölzerne Mofchee, Jumah MuJJid
genannt, ( fo heifst vorzugsweife der vornehmße Bet*
platz in Mahomedanifchen Städten ) zu Gute thnn.
Der Subakdar oder Statthalter von Kafchemir
wohnt in einer Feßung, Shere Gkur genannt« wel«
che im füdößiichen Theile der Stadt liegt , und zu-
gleich die meißen Truppen undOfficiere dee Statthal-
ter» in fich fchliefst.
Die Vortheile , welche die Stadt durch eine igDil-
de nnd gefnnde Luft , durch einen in ihrer Mitte
diiTcbßrömeiDden Flufs, und durch manche geräumi-
ge and bequeme Gebäude geniebt, werden durch das
enge Zurammenhegen der Häufer , und durch die
ÜcbreckHche Uufauberkeit der Einwohner fehr ver-
fljiindext. Die bedeckten fckwijnmenden Bider, wel-
che
^ 5 lo MonatL CoVrefp. igpi. NOF£iff ffiBR*
che at» beyden Ufero des FlulTes < liefen , Bnd faß AiM
' einzige auiFalleude Merkmahl von Ordnung und Be*
queiDÜchl^eit«
Die Schönheit des « oben S. 488 angeführten. Seed
Dali wird durch eioe Menge kleiner luTeln vermehrt«
die allezeit grtioeu'de Gärten bikien , ind^nü üe voll
Oblthäume und mit grorsblätterigen Aspen eibgefabt
find; von diefen kann man die dickften noch uitlklaf'«
fern i aber alle haben eine erOaunUche Hohe und nar
, ^inen. B^fch Äfte am Gipfel, wie die Palmen Über
4em See erblickt man/ an den Abhängen der Berga
nicht« als Lufthäufer und Gärten. 'Diefe Gärten fiiid
voll Quellen und Bäche. Die Luft ift dafelbft alle
Zeit reiU) und man hat nach allen Seiten hin die Aus*
lacht auf den See, dielnfeln und die Stadt. DerfchöQ''
fie diefer Gärten ift der Chalimar oder SkaUmar^ odet
der königliche; von Shah Jehah^ dem Vater jiureng
jZeh's, augelegt. Man gelangt in den fei ben vermit«
telß: eines groföen mit Rafen eingefafsten Canals , det
fich fünfhundert Schritte weit zwifchen zvt^ey fchö*
nen Alleen von Pappeln hinzieht. £r führt an deü
Fufs eines grofsen Pavillons oder Gabinetts , das fich
in der IVXiite des Gavtena befindet » und da fängt ein
anderer .viel prächtigerer Ganalan, der mit grobea
ßruchßeineu gepfladert ifb. Seine Ufer find mit eben
folchea Steinen eingefäfst und erheben fich fchief»
In der Mitte fieht man, von, fünfzehn zu funfzebü
Schritten , eine lange Reihe von WalTerkünften ^ oh-
, ne vielfe andere mitzurechnen , die hier und da in irui^\
den Wafierbehältnillen » mit denen er eingefaP^t ift^
rpringen. Diefer Canal endigt am Fufse eines audetn,
jenem (ei^ ähAUchea BaviUnaa« fiojrdeJPavillons ro-
hen
XLV» Beßhreibung von Kafclmnirk- 5il%
heu aiif Bogen über dem Canal, zwifchendeobeyden
grofsen Pappel -Alleeo ; fie haben eine Galerie, die
rliigsheram gehty und vier einander gegen über ße«
hende Thüren. Zwej derfelben führen über Brücken
in die Alleen ; die beyden andern auf die Canäle. Jen-
aer Pavillon' befieht aus einem grofsen Saale, in der
Mitte Von vier Seitengemächern , welche die vier
Ecken ausfüllen, und den Hofleuten und SclaveU|
welche den Scherbet , Kaifee öder Hookah bereiten »
tum Aufenthalt dienten. Alles ift inwendig gemalt
und vergoldet, und mit Sprüchen geziert, die mit
groisen Perßfchen Bucbilabeu gemalt ßnd. Die Pfo^
ilen der vier Haupt thüren ßnd fehr koßbar, und be*
ftehen ans ' grofsen Stücken eines fchwarzen gelbgo» ,
ftreiften Steins, der ein feineres Korn, und eine leb»
haftere Politur bat, als Marmor und Porphyr. Man
nahm Tie, wie esheifst , aus einem lodiCchen Tempel»
den K. Shah *Jeha7i zcrRüren liefs , und legt ihnen ei«
nen grofsen Werlh bcy. Der ClialimariH unter den
Anlagen der Tlmwiden die einzige, welche gut unter-
haltea und 'von den Statthaltern, im Gefolge ihrer
Ofhctere und der vornehmüen Einwohner, befucht
^vird*
üntet' den übrigen Gärten am Sea verdienen
twey , die der Kegierung gehören , wegen ihrer GrÖ-
fise und Anitiuth, noch eine befondere Erwähnung;
djor Baugh- Mujfecm i der dem Chalimar gegen Nord»
weäen» und der Baiigh Nlshat^ der demselben ge«
ge^ Nofdoßen liegt.
Andern örtlichan Anfange des See lie^t ein ein^
telnter tlügel , Tuchb Sulimaun genannt, worauf fich
eint . Motchee mit ihrem Garten» und ein fehraltef
• Gebätt-
*5i2 Monatl Correfp. igoi. NOVEMBEtL
Gebäude befindet, welches wol ein Götzeotempei g0-
wcCen i£l; die Einwohner halten es für einen dem Sa-
lomö geheiligten Tempel , und nennen es Sdlomons'
THron ( Bernier und Forßer^. Diefem Hügel gegen
über liegt ein anderer , niedrigerer , der von allen
andern abgefondert iß, und Tehr angenehm anafieht,
weil am Abhänge delTelben Gärten mit fchönen Häit-
. fem liegen , und auf dem Gipfel eine Mofchee and
Einfiedeley, von vielen prächtigen Bänmen nipgebefi«
befindlich iß. Er heifst Haryperhet (Ä) oder JBmej
Purret 9 d. h. grüner Hügel. Die Mofchee ift dem
Muckdoom Sahcb^ einem der vornehmfien Heiligen
in Kafchtmir , geweihet , um deflen Beyftaod die
Mahomedaner hey jeder Sache von einiger fiedeutmig
-bitten.
Gegen Morgen nnd Abend find die nmliegei^den
Gegenden der Stadt mit Gärten der Privatperfonen
angefüllt » in welche entweder aus dem See oder ans
dem Jalum Canäle geleitet , und dadurch liebliche
Erqoickungsplätze für die ßefitzer bereitet find.
Die zweyte beträchtliche Stadt, Islaiiiahad oder
Sslaamabad ^ liegt am rechten Ufer ^t^ Jalum ^ wel-
cher hier aus den Bergen von Soliman hervorbricht,
öder die Berge in geringen Öffnungen durchdringt ,
eine hölzerne Brücke hat, ungefähr 240 Fufs breit
Ift, und wegen der fanften Neigung des Bodens ei*
Den ßillen Lauf hat. Sie ift 5 bis 6 £ugl. Meilen von
fVair oder TVeer entfernt, wo der Jalum entfpringt.
Zhirroo oder Surroo (^Lurroo) ein kleines, aber
volkreiches Städtchen , fieben Cofs von Islamabad
und eben fo weit von Bannaul entfernt, von wo aus
ein labyrinthifcher, fechs Engl. Meilen langer Foii«
ßeig
Mmg'ühet flu ibdkJt ^üdöOltche Griittasgebirge nach
Xhitroa, fährt • : J . .1 .
Auf dem Wegie von. Islamabad nach der Haopl«
•f^t'Kpßshemif^ liegt. 9 Cafii von jeper Stadt encfernt
-Asa^iknrC J3A}«»0>^twt3» an nötdlichen Ufer dea J^
tum, Forfter ^oiaQbt« von- Islamabad, ana die Reifis
"iifitarrsti Wv^Earrtimb iTibUclUfi.gtofiBa Dörfer über ein
if^reitbe« Thal zerfireut. In der NachbarkhaFt i;»öh
'^ShjfiiMpour liageni .^liia Überbleibfei eines IiuUftbtn
fp^äiifAsi ' der bey^ ^en Zeidhen .der Verheeranf »
welche die Zeit,, juadnochmehr die zerfiöreodetiabd
i^'MahoMtdaugr augiiiiclitet hftbMi , fehr kenntliche
"B^i&rd» von gutem Gefichmack and'ftrter^Sculptur an
4eh 'tragt; ••Kafchemlr war eins dcurieirften Länder»
•«Ml^6 id diii>U&Qde .der Mahomedatut^&eienf als Oe
-tHiV Aiifch in Jndofhän errichteten« £s fühlte dabsr
•iMielKdcte- ^ttthenden; Religionseifer der £robiever in
.ftitfet^^atixen Kraft i durch welchen alleJi/roaunflieiUo
-Ji6b>6e(chniack8 lind des alten Oötzendtenftet zertrum*
-iMrtpder deei Bilden gleich geinacbt wurden«
<^fi^'lM\iAMx *lUaihtihad und der Hai]tpt(bidt Sithm^
*«^ ^r Käßkemiriiegen'dle iM^den Städte PunJj^
-fii^V^ ^6er FUhjdaf!eeaIi^ lind J^in^iw oderFoi*«
ipatir-^ welche fiebeiie Coft «nw dervIfauptOadt ent«
^A^rtttifi.
-^s-i'ii^Sämjfre <^0f Sofhpre Ift eine Totkteidie Stadt^äm
tUl^Vfer des fahtin'^ tii^vin CoU von Kafchemir nord«
^»t^eft^r t9. Z^u Cofs von Sompre -^n tf ernt liegt das
4Aeioe t^rt Marköre, uAd drejr Eiigl. Meilen v>^
dVr t^eftlicbefiKjVSfize ein kleinea l^ori Hourree
^2?ilnb. ' -'' ^ '-
j»«- ' » I ■ ^.1- ■ ■ ' . .
xr>.i-«. .1. i -^ • '■*** ■■ t* •
\moa. Corr, IV B. i8ox. E e Nt-
;5i4 MütMkCiMjp. iSt>u NOfnEOSER.
i* *• IQahe berf dim Atilgsnge dM jbüum i«f KafcheMt^
Bordweßlich voD der Haaptftadtt liegt dit fitadt /^ota-
'imulah^ Barehmookh odkt Baranumliy.' ^'-
: ..' Heet^f^iir^' tfEjig\itche:Meü,M Ridlidi von ddr
•Hauptftadr/liegt'atä'fiUigAngerflBraeUrgfr, ttbuwtf-
nibedev Wegnacii Btniher'fikhtti'%ti^>') ■ \
I i vL^r liegt. noiidößliili-;>TC»d«Tii8drptßadt 2^1!^
rKfche- Meilen' entfernt , in der Nähe des Geblir^^
:,Kantel^^ der gemeinrchaftiiaheaGränsovonKaCf^iefflir
.«ndGroGs Tibet, .welches von 29«/!dirrl' bef<diTM>en
iifi^is den Lettres.Mdif. V. 15 8^*90^ - . .
t 1 Geyehamoön am nord weQLUfec dmSecM fP^Uef.,,
i)i> .Noch wisd.T.eii Armier eiDevStodt, NameiMi <?4ft*
,eM»» firwftbmmg.'^getfaaa, die rm*^ Meilen. - von jÄot
c2iMptft«cltt<uit£Br&t.iA^nÄdd4rob Urdcbetdie Ouflai«-
iMtf ans JKafckgar und ^£Zsm « - Jcfait^JkaAieD. . ' Aiif 4i9|-
kff^i/'a Karte -der LädOEder. «^iCchsenJQtfiAi nnd ,C0MUh
ttbmt die nach dah Materialieu deslCapttains fffin^
^iKirkpatricktüt^Yror^n^nod wonüBIua/fikemir abgebü«
det iß, litgt. jGueobdi' anfserbalb :ifar;iniaera Gjr^^«
•gj^fge diäfea>'Läudda,'j[iordw^aUck van der.;Haupt*
-ifladt deüelben:^^ :dein Wpgtviwi^f naqh -JS^H^
.fühtt. H'Siemag.^bet au ßemml^ '^fiit^n t^k K^clß'
.mir gehöre :hfil)QO* jH»d dei^ ^ä«b^e Gt&nxort g^gea
Klein Tibet gewefea feyn : eben fo wie noch jheat %fL
t!KsL^ da%.Th9i>ft»H Bfi^ihixl od«r Vamtaul zwar aafser«
-^Ib der füijli?ftUi<5jän*gebirg# yim^KafeJtfimic ^fff^^
' cMbcx denooc^h ^ayon abhäo^i^. ift. /ladefs lalTen d^
lÄtjitthalter vop ^^ßj/f <^//«i\ü dipf^vftlicbtb^e , ,zcta
b^^ zwölf Eqoi.^ftile» ia«gߣ>T,!Brfaü«ang^attr, da-
mit die beuachbarten Hiudu-Fürüen darin wed$r
Schutz noch Lebensmittel finden, und ihnen dadurch I
•^'''^ "* ^i . .-: c- .^ /' .-^ > .; dir
XLVt. i^en v. d. Schwjz. 515
f^Jii^gmgin dieumerfteD PälTe nach Kafchemir eiv
Ifl^^wert werde» Auf gleijche Weife wird auch BhoL
hos ^xi} Äö/cAtfa?iV .gp|f«I?^ßU daa i8| CoCb »des K*
^c>fir fin^erhalb BärxmouLe in dM ei^en Thaleliegtj^
Ci'Cf .T ■*.'•' ' tr;irl« :; ... ' ... ., .. .;. ..«
i'/'^^eäliöfteh' Kjirten Von der "SchweiÄ»- " -
OaH:ä)gMraie.du thdatrc d6 lä gnerr:ä en Italien : PM^
B*dt*lkr d^Albe, i^hu: lÜJraifoUXln fo Weit fie eiM*
;'j ::, rDarOellailgder Schweift iqiitjiiillt.} ; y
• ( Fottffetz. inm Octcber H. S'eitef gäa; ) : ; ' m»
r>Bt>fiMB deb ^erfchiedenen Xiettän^'. der Schbeit MMi
If ln^ebeud ge widoieteii ^ Karten findet lieh diefes Land'
^ U^Ph» nach einem tehr grofsenMarefiabe 9 auf dem iii
jQj^lättetn von Bacier ^^^^i/^^'hetattsgbbenen Kriegs««' *
th^ter abgel]^ldet4 Jbiefes Werk * irieHeicht das fchbO'Ä'
He and yollftandigße unter allen geographifchen Ar-
l]|jßiten:i. die ihr Dafeyn dem jettigen Kriege tu ver«
4iink;^n haben ^ haf auch in KücklTchf auf tnehr^rä'
Theiie der Schweiz ganz befondere Verdienfie»
Ich wetde mir nicht anmafsen» hier eine voll^
Händige Anzeige utid Benrtheilung diefes Tortteffli««
* '• E e 1 chea
chen Werks xit liefern *); Toüctetn^cfi werjenircli'
Einzig auf die ächoeiz befchräftlcM: It aDerkannt^
fein Werthift» iindl^je ansgedehWter tfnd umfafTender''
das Studiani^'iMfd Vn6'Benatzcrng^'deBi>ibeii w^fdenf-
wird; je mehr verdient es die dngefltengtefte BeK^A^*
tuDg. Eine fcharfe and ganz ins Detail gebende Cri*
tik einer folchen ÄrT)3t iff^def %1I9B*(!^diä vonDank*
barkeit nnd Hocbacbtung geg^B ihren Urhjsber. Die
Natur und die Geringfi%i|iJtfeit der Gegenftända» auf
welche der Tadel fällt , erbebt die Tadcllofigkeit der- *
jenigeo» die die Critik nicbt bettihrt^-und das Lob,
welches man folchen Werkenitfrbeilen kann, ift dar-
um nicht mehr ^ie Wirkung f^iupßt übeviraCcbopden
Anßaunens, fondern das Uefdltat'^einer'lulten und
glsfcbärften Pftifüng,' und der Ailsdniok de^. WlU^
m't. die )>det' vi^tnklkbe Künfttex fu^ht, und JedeiT
Wiflenfchaft lieheHdd Mann zaRndeniberechtigt üL
Die Schweiz M auf den Blättern Nro. 2, 6, 7t
und ganz kleine Ecken derfelben auf Nro. n nnd iz
abgebildet)^' I>er Werth der drey Haoptblätter iß fehr
ungleich. Nro 2 ift vielleicht das geringfte unter aU
len 30 Blättern. Nro. 6. ift better'und Nro. 7 ißbe-
fonders in Bückficht auf die Jläliejiifche SeJiwejz nnd
einige Theile des Ilochgebirgs 9äs, beute» was nocli
über dfefe Gegei^deu e^rfchienen lÜ. 'Ip dbm n^rdlt*
dien Theile des Cäntons JValBJlääißh bis übet' AN
tprf hinauf in den Cantouen jC^z/^em und OBeHmii'
ift der VerfalTer dieles Blatts, fo zu lägen, Schfiftfür
Schritt
«*) Die erfteLicfarang diefe&AtUs ift ia den A. G. E. IV R
fl. 135 — 138; die «weyta iq.der ^C.IB. 8, 507 — 529
cmifchgeprafr und fowol die grofsen Vorsage eis Mlngel
derleibea mit Uopaiteyliohkeit aogegebcn wordeil. H,
fllckvitt AtaWjfs-^ M^er' £ch»n BÜittero gefolgt, und
but Heb die Voi^üge und Fehler derfelbeu tugo«
tigofit* und nothwfk PsLär^ veixe Fthiet hiuzvkgpCeiztf
)a Bütidt^p don Itay^mfehen Canbouen^ deo Dißric«'
yn^4^4^r Matjtinud\ältorf hingegen 9 wo er keiuea
für filafQfchgehalteDe^ Vorgänger liatte» wo vermuth- ,
)icl|i die meißeu Zeichnungea Früchte von Localbe»
^cbtigoBgenFräukifcberOfficiere« und vielleicht von
OMUtairifchen Aufnahmen waren , iß die Darßellung
y^ekt genaner und frejer von Irrthümern*
Qie blaugeipalten Gletfcher » die roth ausgezo-
genen Gränzen von Helvetien • pod die fiarke kraft*
yjQlle und .ganz militairifche characterißifche Schatti*\
y^U)g der Berge geben diefem Blatte ein lebhaftes und
fi^fi^llendes AnCehen. £s wäre zvx wüofchen, daCs.
die Landfeen, um ßch belTer herauszuheben , entwe-
der* weifs gelalTenoder auch mit Farbe bezeichnet wor-
(^n wären; man findet lie nicht leicht» wenn man
die Karte in einiger^ Entfernung bettachtet.
, Pas Blatt fängt ganz oben in der Ecke linker Hand
bey dem Schlofs Lmidslutt an der Emmen im Canton
j^niao, ;D4S ErmtieiiUial^ bisher jaoch nie derSchau-
pUU irgend einer, militairifcben Operation, iß nicht
gfinsF jepau abgebildet; es ßimmt auch nicht mit dem
efft-.KjirzlUh erfchjiienenefi 6 Afcyer'fchen Blatte über^
esjD 9 1 und n^fig .vielleicht aus den Handzeichnnngen ^
TO» ff^yfi» o4^x aus luidern handfcbriftlichen HülfB«
^icifllli i^enommen f^jD. Die. vielep. verzeichneten
Dorffchaften be weifen • dafs keine frühere Karten co-
fin^^ wosden iiad| ^wfeil keine von allen das Enimeii'
^hal Co vjpDß|i«dig«iForftelU.
■ ■' : 4: • -i ». -vJ • - •*.! # 1 *» t ...
, . ^ E e 1 Ober»
5l8 XomA €»re)p. igoh NOKÜtfeEIL
• - Oberhirg Ifl: gaiix 'nahe aofder EcmnÄi: 'tdioS
ßak , Bäjersweil und Lauperswtii -find nicht auf &Sk
köbm, fondem im Thal, welclM'ih«ift etwli^ib«i>
ge ift; die BergmalTe zwifehen der EmmennM A^m
Omton l2ttmrn ift cftwat entdeUt. Df's J!iiz^ Wd Mr
JNapft mwej hohe gekuppelte Ber^lpitzen, an Avelclvo
Bch alle gegen die Emmen herabfeDkebdeBergrückeii
anlehnen, find nicht ganz im Canton Bern; Tondem
Aie Gränze zwifehen diefem und ^[«uzern länft zwk
fcben dem J^pf uvd dem Ertzi durch'. Die meiffea
I9ebenthäler d^s Emmenthals find alb wei^ länger
und greifen tiefer in das Gebirge hiheib. Schupptuk
iß an der Brüdte zwifehen iJin^naa ÄndSignan, nicht
}m Beirge oberhalb Signa u i vom letzten Ort biegt-Bch
4er Strafae nach ein Thal gegen Gr&fshöchßt^ten «ml
flümgen hinunter.
Viele Namen find ganz entflellt: z. B. unter vie«
len andern fiatt Peterjehingen , lefeman Bötterkhiden;
flatt GnoJßiigeH^ Kmolßngen; fbttt FrymiUmg^ Fnf^
Wattigen; Rsiit Bwgenßein , BUrgißein; R^tt lUejidorf^
UUendorJn
Canton Lvxjem^ Die Berge zwifehen IstuumvsA
S^mpach find viel zu Aark fchraffirt. Ee find alles
^nur hohe Hügel von 4 bis 500 FubHöhe über dem
See; der böchfie Ponct ift vm\{c\i»tk Ntuevüdreh^ wet'
chea fchon wieder in der Ebene liegt, und dein-Jl^
$heffiurger Tohel. Die Gegend smfchen Luzi^muBd
dem Pilams ift , fo wie in der Meyer^ttlxtaa Harte >
fclfcb.
Ungeachtet die W^iTerrcheidaiagliHnie der bejden
^Mmmm bey p-fchlismatt dnrdi^eher.; tind 'man alfo
Iticht eio fortlaufende« rbeydoWaifoirbekea Tcheiden-
^ des
. '^ .XnVK\SMtten von dffn ßühweiss^^ .' ^t^
decfGAIrgo voraMfefteb dirE^.iaiflrdochui devNa-*'
tar die Stralae von ^Schupfen nach Efchäsmatt faft-
fiäMB?>akea. Sie fUigt unmerklich ein .«vetiig *yon
Schüpjen hinan » «nd fällt faiift durch MfckUsmdttm'
daa« Gebiet d^ i^. hinunter. .. J^iefer D^rchrchnitt
io der Gebirgaftette ift faß eiiie halbe Stunde breit »>
vid in den neiAeu Karten deutlich angegeben. Der.
▼o«i,,der BeucklAu ausgehende,,. das Dorf \£^Ai/j?fi^^
tragende Rücken fällt a^fo gan« a^^s.
.: .Canton fVtdd/iädten. Der ganze nördl. Tfaeil^»':
(es Cantoua, nndderhier ficbtbareTheil des Cantone
liituh .theilen Ruhm undTadel mit iVfr^fr's Blatt No.-'Tr
d#a febr getreu nach feiner zwejtten Auflage copirtift;'
Vom Slegn ift die Karte felbOftändig. Die hinterflen
Theile des Mai^raner (nicht Mageraner) Thais und die
Lage des Rupplenntheils ßnd nicht ganz richtig; Jni^
Jchllngen foll M^fehlingtn^ und yalliugcni Coli fVat^
^i/fgr^/z heifsen« Das £/r/;«r/i9^/t hätte wolpuchangedeu^
tet werden könne». Urfertn und ^1/ der Matt find nicht
zwey Örter, fondern der Haiiptprt des tlrferenthala
beiffit An d^r Matt; die liodoiUer Brücke fehlt.
Canton /^iii^;r.:Diefer ifi hier wol am vollßän*
di^^n; fogar noch etwas reicher an Ortfchaft^ als
auf den ü/^y^rTchen Blättern ^rgefteUt. Es iß nicht
zu ^yr^ifeln » ^afs das Hauptthal uqd verfchicdene füd»
liche.l^ebenthälerjcum Behuf diefer Karte aufgenom^
ven worden find, weil mir keine Vorgänger bekannt
find j die der VerfaHer hätte bemutzen können* Sind
gleich nodi viele kleine Irrthümer; fo ißdochdiefe
Abbildung weit die befte unter allen bisherigen. Es
wäre unbillig» hier Fehler aufzuffichen, und unmög-
lich , ^ La^d ;ganz richtig za ))enr.theilen , in wel«
\.^ Ee4 ehern.
|2a MonaiL Curr^. tgou NaFfUTBER.
, ch^fn, meinef. VVUTeiif:, noch iMioC'.eiozige aftcAno^'i
ifiirche OrtsbeftioMbaog f^enuicht wordvD ift. ' ^-i
€antoD Betihaona: Der lMtde§ (TeffiMs mtkd^m
Eicfatuug des Liüemrthals (Val LeveMio«) etfclMi»
aftaftierio einer ' ganz oeaeoGdIfailu AiiF allen 'bit*-
herigen Karten (ünr aliein die iran' Mottet autgeiMniiP'
neu ) lief dieret fchööe fmchtbar« Bergtbal gerade Voa
Norden nach Süden : hier läuft et voUkommeu in ei-
ner füftönilichen fchooTgeraden RicUang von Aetp^
fiBiUhlhiM FMeggio hinunter» Wenn Tcbon daa frühe»
xe Syileai'4 welchem von Scheuchzer an Me Karteir-
ipach^r .ununterfncht folgten, ga&z'ttbftreitig friiler«
l^aft ift : fo ift hingegen aach die VerbelTerung der ne n*
•ru allzußark. Die Richtting des Thafe ift nicht ge«
»de; Ton AequaJpUal bis JirolO ift fieSüd-Oft gen
ÖUen ; von Airolo bis an den Monte Piotino Süd - SQd
Oft; ron Monte Piotino bis FaiüoSM gen Often , nod"
endlich von Faido bis Foleggio Süd* Oft gen Snden.
Die HauptgflbirtfsmalTen iind vortrefflieb ausgedruckt;
aber den Nebenthälern fehlt BeftiAinitbeit. Die bey*
den wichtigen Päffe am Flatijer (^Monte Piotino) , ei*
nem der engften fahrbaren Beij^fdiliinde, und am J^
tiijferflalden {Gioniico) find nicht deutlich geling an»
gegeben. Der Weg ans dem Pol^ftaerthal ( Jf^al Bieg*
no') nach Santa Maria in Bündten ift im Verbältnib
mit der .Öo^^ÄßrJ^j-nnd Splügenßrajse atteu berg[ig
^eteichnet. Schon länge hielt man diefen Wegfür
einen der allerbeqnemften AlpenpSffe, i^nd nur du
InterelTe der ^hemahligen Stände^ Uri und Schweix
hinderte, dafs diefcr Weg nicht die grofte Comroe^
zialftrafse nach Irrflen ward, Bellinzoha Mbft bitte
iicht' wie ein öfffeäer Ort, fondem -wl» cino -wkWi*
che
.^ XÜ7L 'Xkitten vön<*4iirSdtwäztiilfi 52 ^
dbenStvar-gczeithnet wMl^iJbHeii: ILtj'AiSwwr hU
eina Eolch» klein^i aber.felDe'ii«iiKTliclie' Cage». feiim
Qbrohoii«iich«Tiei bedeateodeodreyOifteUe lieben diel
fiem One^ Mnen Raog dater den faftcn Drtera der
Schlei» ^'uad: gewähren deiti''Aoge eine JMrtfiedehiite
und iinpdnieteude'Aoficbf. Die Stadt füilt dieicanze
Breite des Thals aus, nDdihfe Werke fliebcfD^iefbey^
den Seitengegen die fteilhlnab&Bkeudea*<7efairg€ «hin-
an. '■. ..-^ . . V .^ ::.::. ';... : • '
In deii Bergen -am-Pallitmind verhähnibdiärsig
-weit weniger Qrter bIw ttßP Uvenerthal Tewifirlinet,'^
'Das ThaL gegen Gravedana, deilen Name in der Karte
fehtt,.heif8t f'^al ßlarobia^xntd der dafiolb^Ton bin^v
ten fchlieCsende Berg M(77/f# Sm G/c^ri. - !>•« .■ -.
Canton Dtgano. BelFer als anderswo ift hier daa
obere Ende des Latigenjees abgebildet. Dif^Ebene vt)»
Magadino iß zu fchmal ; Tonftift die Küfte Cshr detxtlicb«
Die Tfaäler CetitovaUe , Onfemone (nicht OfftmoH ) und
das grofse FalMaggia find dagegen xiemlictt dufftig;i
nur in ihren Hauptforinen and mit fehr wenigeta Ort«i
Cchaften angegeben. Aach die Gränzen zti^iftheti d^nlh
Lavixzanie und dem Piomonteß Cohen J^rmazzathal
find nicht richtig. Zwar Iregr die Oemeindis B^fiot
fchon feit undenklicher Zeit init ein Paar angränzelic
den Gemeinden über das Eigen thunsrecht betrftchtli««
eher Jkipen in Streit, welche /je nachdem diefe Zwi«
fiigkeit entfchieden würde , auch die allgemeiner Lan^
desgr^nae' beftimmen würde.' ' Gefetzt aber,' daß dte
Anfprüche von Fußo im ansgtedehntefteil' Sinn ge-^
gründet wfiren: fo wnrden-dendoch <liie i^er und
Jolgtich die-Helvetirchen Oratitetf uiemarhls^^o tief»
wiü hier -ib .4er Kotie, iW'l^<^'iMicz^A^^o<4ü dae'
i - ' E e 5 Fluft-
5Z3 llbllaAi^Ofn^^tagfih-^K^
bingegett. -die» fl i ÜMWlf '^iWi ^langenfee bU an die Tre«;
/a^ ' mir 4n^*l)^<>i^/^Ui^'-^*oz'^^eio^*^Intbfiifa^;.
vnd eben'Cr)£deiidicl»iinidifCiicbhalti^tft>4iei!;Diftrict'
▼OB '£iif|9iEnHL ' 'Diefer.On ift offenv^ittoin' obBe.Aiu<
safanse oder, 'ft^ bte « vtilkretcbQtt .Und. -gebiidetfte Ort
Sil der itidio^ircheb SAweifci i.i-
. iD«r Bsh idifife Btuttbeiliidg ledigUd(f aiiEdie Hei«
vetiTche Republik befchränkt: fo bllteD eigeotlich.
^•' üiiri^Bä' iB^defai-Yodii^MdenrBhjtte äb^biUeten
OopebdeniDit.Stillfdiwirigm überpojgibnsfieodeii« Sie*
find aber' sih jßenaäünit den ^ehureiiArgräfiiEW verbon^
deo»'abdafil:eioekiirxef Attz^ig^ derfelben dem Haapu
gegenftatide diefea Anflatzea gxnz fremd wäre.
c ' V6h noten drängt -jich daaf^/rA^/us/ tief zwifcben
die.GaniQM JU/^aiiottüd /IPW/ii bis nahe ^n xien 6o^M
A<?rH^.huiaaFj Dii»* v^rfchied^neD Bergwege ios Z^^*.
fii^ ,r^lbft. die», welche nur. ia den SommermonateDer-.
fteiglich.. And« finden ßchmic vieler Genauigkeit an*i
gedeutet* Das Formazzatkal iß hier zäm-erftenmabli
xicbtig, nnd die Strafae über den Simplon mit ihren
HaUptkrQmitiungen deotlich angegeben. , Ganz unge-
zweifel^: liegen diefer. Darfiellang neue Aufnahmen'
xom Grande. Der Landftricb von Luvino bis S. Abow
dio hinaaf ift nicht bergig genug; die Felfen fallen
oft, ndd beCoadera nördlich youMucagno fieii inden
See hinab.
Die ganze öftHche Seite des Blatts iß durch daa
JDmitfchB und JtalUfii/c^ ßimdten bedeckt. Das erße
gehört )iwar theoretilcb.za Ueivetien ; allein es hat
^ochnie eii;ien Mfirli^^beii jintegrirenden Theil dörren
vointipairtea Republik auiigisjmdit.. U^ß JtaUenifcho
I : Hl ; ward
ward iin frießm vöiTC^Stßo'fofm^
nifchen Republik verein^'^ ^^Ifi in dem Feldzuge von
,J799 nicht wieder 2in Biindten f^f gehen \ foDderD voa
'deu Öllreichern wie ein erbbei^es Land behandelt.
Iql 4i^(<er %2Lt%e bei&eii j^it 3 C4)»d^;: G^pemta ,
Faltelina nnd^ Bprmio daß Ilepartemept, der * ^i<ia
und des Ogliö^ vereint mit' dem ThACamonica'nnCL
einem Th'^il der votmaltU|:^nt3rafrchaft Comi)^ ^ '
I In Bwidten'Cini die^ kränzen zwifchen den drex
BtindeiL'gaQx nnrichtig;;aafihl fehlen 'die 'Naaion fier .
drey Abtheflängen» nogeaqkM;t:die Grlmdioien fekif
fcharf ansgezogen find, ßhnir und die Vieif Dörfer ge«<
köran zum Gottoshaushund v hingegen Mciai^rj », Miu.
Ux umdiChürwalden zum Geri^htabund» Eimgü wenU
ge Namen im Graumbund iipd unrichtig :gefchtiebenl
yied Mßzoneimi heiCst gewöhnlich Fal Jkbfylqiaai^JMU .
faxeftihal}, '..".«
,. .. : Diefes ganze Blatt ißt zur GtrdMchie^er'Feldzdge
Ton X799 adentbehrlicfa npd ganz 'rorzügliith branclu
bar, -... .. ■ • :■'■*}. \
. ; . ( Die Fortfettf fplgt.)
-i. "i^^r |]r>rrr /i>fj
524 JbdWtf. CorrtfrtüJgfii^.NOVEa^R.
■•-■ -•■;*'•; xiiv«»-.---^:
• grographifidie Uüng^ von Flcn-enz.
Vpo Fr. Je P. Triesneckery
Vorfi^n d«r, L.k.Sc^fnWarfe in Wiaiu
WäkimiH däfs ick mich nie BtCBnunan^ geognphi^
Scher Längieo berchäftigte» »od bereits faSerOber bef-
sähe allis Beobachtnngea irou ZUiverläffigkeit bennnt
hatte f Wttrde ich von dem Herausgeber der ManadU
ehen Obrrefpotidcnz aufgefordert * ) , die Länge veh
JPIorenz zi» ^loiiterruchen « uod fie aufs «leoe xu be-
Hminanv cwenn mir fithere Beobachtttogen xw^-HSik
deu kommen follteu. Bisher war die von Ximauk
beflimiDte fällige der grofsheraogUcheD ReüdeDaßadt,
' iA* 54" ^ ZeirTOD Paris, im rnhij^en Befiue; uod
hatte (ich ein Cd grobes Zutrauen , ohne Zweifel doieb
den Kamen des Verfafrers", erworben, dafs diefe Lau-
ge beynahe in alle aftronomifche Ephemeriden aufge-
nommen wurde.
VeranlalTung, an diefer Beftimmung des Ximenes
zu zweifeln , gab die neuefte Karte Italiens von Ba*
der d^AWe **), welcher Florenz beynahe um dsn
vierten Theil eines ganzen Grades ößlicher fetzt, als
daflelbe nach Xiinenes zu liegen kommen foUte. Er
gibt felbft in einer Note Rechen fchaft von diefer vor-
genommenen Änderung. Ximenes ^ fagtert hat die
Läuae
OM.a IB. S.514.
**>jm:g IB. 8.613.
■'ißLVII. <feogr/ tongÄ von FtatMÜ 425
T^topS^Viin JRoi'wfe ist 29* 43'' 30* fcßgfffotlit. t)er
Heransgf^ber cHeCer Kart« gkiabt fie«ttf 28' $7' 30'
tefeti'M'l^ niülfeb, ab welche er für wek ^geoaner
•bftlt ,, tind -Welche die bfefteir; Gengraphen asgenonü
inen habeä/ DieAftrMttoeBoVto Mailand baben die-
fen wichtigen Pnlict unterrucht , nnd die Verglca^hnng
mit Bologfia and Pijä\ wo xw^ Sternwarten find:»
lüit bewfereii , dab Ximenei^B JBeobachtiug fehlerhaft
%ar. ^ • ■ ■ -'*• ■ - '^ ■ '■ ■ " - '■
Da e$ fieh b($y d«i' Berichtigung diefinr geographt
Kh^D^fM^^e nni' eidd gnuxe Zeitminute , wiei man
ieitht 'eitiiebi^n kann , handelt: fo CoUtenian d^
'fcen, daß es eben kiichr viele Mühe koften würde»
-M e*^.äaMMen , auf w^l^^be^Stite fich der.Aaarchlag
letiken Ürefd«. Hlet;!?« wirdtrajrlich mehiTnidhVe«^
IbrdeM; 'als 'dfffs- man fidtf^a: fieobaobtungenr an dar
Hand; habe, nnd fioh d»i 4tfühe ikicfat :tM»rlelMin^
lalTe ; afi" die Berechnung) flerlelben: Hand ' anJmlifliifcL
Ift wandte mich alfo ih diefir Abficht an dett AOro-
Itomen'itfPi/a; fo wie aätib^n den zx^'Fädua^^ mit
der äitfe^ Wenn ihneO' Beobachtungen , 'weidah-äl
fhrenz geinacht worden , bekannt wären, mir die-
lelben gütigil mitzutheilen,^iudpnif ich fiqfaer vmtavL*
then konnte, dab p wenn fc^on^keiqe ordnpfiiche
Sternwarte zn FlQrefiz.eTjriqhtet w^i .dfi^j^od^ man*
che Sotmenfinfternib da relbft beobachtet worden feyn
möchte. Von dem erftta erhielt ich -nocb keine Ant^
wort 5 wov^oü ohne Zweifel dreUrfache in-deiadamah«
ligeii ktiegerircheu Auftritten in Italien za fochen ift.
Der zweyte (chrieb fogleich zurück, ihm wSren Iwar
keine «u Florenz gemachten Beobachtongen bekannt,
«über
^28 miimA-XkneSf^Uot^NüVEnn
^duTcti'die^MittagsltniftBapciifeü pflegtcui .Au däh
4m «cxheUat».. wQlcbte)Srfd>d€r Zuverlüffi|^idit4j«Be
41fto^ vo^>jFilkirÄi2 vaiilt^iifi^--^« -XwftrlM.aiia .dnt
■Baat«giitmig'J?<giigMBti'g y fdJofle i. [>
c*f: ':.'Allaifl£ JCw^n^ Asd :iint0r denvJBLefilUaketi. am
4te dr^y.bugeführtfttiBeöbidaaDgeoJbiwcnigdLJhar.
i&nftiniinBiig^^ dabcir'JlGk'bflch^aiuierii.imizttfcdk&niik
;^ibig efiMiliUia Undvhicurzli wjlUt^ tf dei» Vorn«
-barganig :de»' Mercuf »> wakhq^CT s«.>i^ibihffiz 175:3 den
4Si-9Ma7!btebachtet JMtrfi » - niid VyelGbea er^m AinCBliiiiig
jder LäidigaiiheftiitiiKiniig füte weit zaTer£iGl%e#^ hielt
£r (Mite dre^eirlej Verglmümngtn an ,• zuarlL mit V^•
JU6:r'd4Uiir'iiiit. Boiogiia«i4io4fe W
^rhiek jenflalReruUat.« ^welcüdr^ficli bn «iif ded lieiiti-
tgenrXag'4fflirtüiige^fit(it«^B)-halteii hat. .Die Beob-
«tifatang(i(D'i.f.welGhe\.er Bioftäber aiifiilKt;:.Juul U-
gendtt.tV. I.V. ......' .:iJ..; - ■/ » .
., . ,.:,r: -. ^:- /r53>i#^ jS^iiifly., . ,..,,, .,, . . :
JP«rwCHoJ5.4(RlugiKO ipi^e^»^?^^ • .^ *: xoÜA%' 411
' " " latseta .' '. .' . . . . ^ if ag
• .... ' ' J.^. -..' Mimlyunol •«...» *-p -20 4)
Ebenda/clhji. innere BerOhrung » 10. . i S 45
■■'' ' Wsere ~ 21 35
- » . . . ; f 1 : i */i r> . . 'MitCti^ttnct. > ..* » . . > t— ■ ao iot
Mittelpunet xu Flovens 10 ' 54 53I
•vjl • .; ^eflVh Ung^voa Pari» -^■'34 46I
. ; . - > ^ . Vflrbei]p^, dorsh die Parallaxe — . 34 52!
'ffologna Xnnm iexül^Ttin^ • \ • . .' •' . 10 54 41
— :• ,! 'A '.-.^ M,- «liiifie^fc"! i" , \ • .■^•'.* — 'OT 23
.. . . Mitulpnnct ^.o» ^ • ..h». r- 54^ 2
'E^Tfiaye/^/l idknere BerflüriiDg • . » r '•' • 10 54 4^
-...1 '■.-!■■> j- :. *'^ aiifiero' '^.-'^ .»i •-■ %■ • jw -^-'»57 gf
.^. :., .. c. : WttotPWay..t !N.f ,> y.,>,.:r.s6:, 8
Mittel .auf bevdou'Mittelpunctea Iq 56 5
^ lin^HMliieifali,^ ■witaÜMtM Ptor^Rs u. .Sid0^ — ::.,i 1 1|
Die-
'XtVn^ Gßogt. Lange vtm^Ftorenai^ §2^
'Dieter LäägtratLnterkYded ^ ieizt Ximeneshin^n^
beftätigt ineine Meinung« dab Florenz von^ Bologna .
weit weßiichet liege, als Bianckini Sich vorftellt, und
nmük die fer Beobachtung können wir den Unterfcfaijftd ,
'Mmikhen bejden Meridianen auf i' iiy fefifetzen«
. .>Dar9 Bianchini die Länge von iTore?/^ ölllicher luf
hän wollte » bezeuget Manfredi in der Vorrede zu deC-
fen Beobachtungen aus einem im Jabr 1726 gefchriebe-
nen Zettel , worin es heifst , dals Florenz vom Meri«
diaa von Bologna 3 1 Zeitfecunden nach Wellen enU
.* (jcirnt fey.
' ^Ximeties bemüht fich zwar, den oben geFuüdi^*
fen Länf^en-Unterfchied zwifchen Bologna und F/o^
rem a^ der von Maire und Bofcovich unternomme*
' iieii GradmelTung in dem Kiiichenßaate zu beßätigen.
JDiefer zu' Folge , (agt er , findet fich der Läogen - Un*
U^rfcbied zw^fchea Rom und Bologna 4' 29 |:* ia
iZek, und er kann nicht über eine Zeitfecunde voa
der Wahrheit abweichen. Unten aus dem Vorüber*
gange des Mercur findet fich Längen - Untertlhied
zwifchen Rom und Florenz 5' 36". Der Unterfchled
zwischen beyden gibt i' 6J* zwiichen Florenz und
Bologna ^ nur um 5^" von der vorigen Befiiramung
"revfchieden. Ja, fetzt Ximenes hinzu, wenn' maa
die erfte Beobachtung zu Bologna allein gelten I^lTea
•wollte, fo wüvde fich Meridian* Unlerfchied zwifchea
Florenz und Bologna 1' Sj" ergeben, von der Grad*
melTung nur um 27" verfchieden. Allein wenn maa
die Sache im Grunde betrachtet, fo lieht man wohl ^
daCs diefs keine Befiätigung der Länge von Florerc^
fey, wol aber, daCs fich Gradmeffung und beobach-
teter Vorübergang zu Rom und Bologna gegenfeitig
Mbif. Corr. IV. B. ißou ^ t f feh«
^<S MonatL'Correfip. igoi. NOVEHBEK.
fehr nahe beßätigen. Man kann fich davon nicht baf-
fer überzeugen , als wenn man die Beobachtting tu
florenz ändert. Man wird zwar eineki andern LId«>
^en«- Unter fcbied deflelben Towol Ton Rom als von
Bologna erhalten ; allein der Gradmefljong in Anfe*
Kting des Längen • Unterfchiedee zwifchen üomnnd
Bologna wird man genaa eben fo nahe kommen , alt
vorhin.
SeohaehteUr Forühergang des g zu Rom X753.
AoaXxiudotMittelp. P.P. /««Seur ef/^ac^ttiffr • , liÜ o' 35^{
P, Audifredi alla Minervft . . • ♦ . • 25 J
P. Maire im Irläad; OoUeg. ./..•' 35 |
*^' oder belTet • • \ • • » 31 f
*■ P. Bcscovich im ROmifclu Colltg. . . , . i| f
Miuel .•••,» II o 27
ßu Fidreng . ^ ^ . > le 54 53 §
Florens van Rom • • . • • 5 33 {
verbeflert darch die Parallaxo • 5 ^6
m Hi^rani folgt nun Längen an terfchied xwi*
.. eben Faris und Florenz verglicben mit Paris » ^' 34 52, 5
\ mit Bologna • » • » 34 5o
mit Rom . > ... 34 54
Mittel k 34 53*3
Diefd ftlmmt bis auf 2" mit jenem, welcher in
den Parifer Ephemeriden vorkommt.
Was ich hier am meiden bedauere« ift, dab Jü-
ments von feiner Beobachtung blofs den Aastritt des
Mittelpanctes anführet. £r beziehet fich zwar auf ein
FoglioJtaTnpato in Fircnze , e indtolato : TraitfUns Met*
ciirii per disciim Solis; wo vielleicht befondera die in»
nere und äufscre Berührung angegeben feyn mag»
Allein dieCes fliegende BUtt ift mir nicht zu GefichM
gekojo-
' XLVIL Geogr. Lange von TtorefizJ 531
|^(mifiieQ. Wenn er deu Mittelpaact aas beydeo
Berührtuigei] gefchloiTea hat» foifi doch nicht zuver*
aotheo « dafs jene Zeitinomente um eine ganze Zeit**
mioiK« Irrig beobachtet fejn Tollten ; es roülÜBte niur
felbft in der ZeUbeftimmung die ganze Unrichtigkeit
Uegen« Jedoch genug von der Unterfuchung» wel-
che Xlmenes über dl« geographifche Länge von JElo»
rem angedeilt hat.
1^, : Nun haben fich noch folgende 3eobachtungea
vorgefunden 9 weiche zur Beftimmnng diefer Lang«
berechnet werden könnten , wenn iich gleichzeitige
auffinden laflen foUten. j^ *) Eine Bedeckung des Mars
1756 den jo iul.» wovon zn Florenz Eintritt und Aus-
tritt beobachtet wurde. 2) In ebeudeinfelben Jahre
4eo '7 Novbr. der Vorübergang des Metcur vorder
Soane. 3) Der Vorübergang der Venus vor der Soa*
ne ifSt den 6 Jun. 4) Endlich abertnahl Vorüber«
gang des $ 1789 den 5 Novbr. von Slop dem älterü
ftu ^reitz beobachtet. Ungeachtet Vorübergänge für
.Läpgenbeßimmungen nicht allezeit befriedigende Kei*
fultate zu geben pflegen : fo habe ich mich dennoch
entrchlolTen « die zwey letzten zu berechnen» wie
man unten fehen wird. Der entrciieidendeAusFpruch
überjdie Länge ton FZör^^Ki wird ohne Zweifei künf-
tigen Beobachtungen vorbehalten werden müITen.
Die Bedeckung des Mars 1756» welche vielleichc
über diefen Punct den richtigßen Auslchlag gebea '
könnte, woferne es mit der angegebenen Beobach«
tuug, und vorzüglich mit der Zeitbeftimmung feine
Aichtigkeit hat, konnte nicht in die Rechnung ge*
BOmmen werden^ weil (ich nirgends eine gleichzci«
tige Beobachtung flnd^ iäfst« Der beobachtete Vor«:
F f 3 übet-
532 Mama. Correfp. tgou NOVEMkEtL
Übergang aber des Mercar 1756 (innere Berühriiiig
'7U 58' 53*; »üfsere 8U i' 4") trägt offenbar dal
Gepräge der Unrichtigkeit an der Stirn ; denn dieft
innere Berührang, mit Rom verglicifen » wQfde i&t
den Längen Unterfchied zwiHchen beyden Städten nmr
30* geben : .und die Parallaxe kann ^iefe (Bröfse nklit
über, 4*^ ändern. Dafs aber die Röfnifche Beobäch^
tnng zaverläffig fey, beweift der Längen unter fchied
zwifchen Rom und Pekiji , >Velcheti ich ans andern
Beobachtungen feftgefetzt habe.
BeobachteUr Vorübergang der Fenus l'jöl
den 5 Jun^ . .
Innere Berühr«
Innerer Berühr.
Bcheinb^Zofai»
Eintritt
Aottutt
nienkanft
ü . . ^
ü . .
U . •
Pkrit
20 26 4f m.Z.
17 48 l4;3ili.a
Peteriburg
l6 24 a6,3m..Z.
23 17 7
19 40 27,9
Florens
— — —
12 2 37
18 23 37.<J
Bologna
Ingolftadt
SchWätzing.
— . — —
21 2 43 '
18 23 4gs9
— — —
21 3 81
18.2450,7
— — —
20 51 44 ,
18 13 28,0
Tyrnau
— — —
21 27 18
18 48 59.3
Stockholm
.^ .^ —
21 28 I8§
18 51 29,0
Laubach
— — ^
21 16 24
18 37 52,5
Hieraus Länge von Florenz:
mit Paris . 35' 23»"3
— Peteriburg 35 i, 7
— Bologna 35 5o, 3
— Ingolfiadt 35 8. o
— Schwetzingen .... 35 5» 6
— Tyrnau 35 37» 3
— Stockholm * • • . • 35 o. 3'
Mittel . . 35 18. 1
Da gegenwärtige IVefnltate keine groFse Überein*
ftimmung gewähren, fo ift onftreitig zu (chltersen^
dab
, ' XtVD[rvGf^ogr. Lange i)Q» Florenz* 533
^nfs der Grand davon in jepep Beobachtangen. lie^e,
mit welchen die Vergieichüng ift vorgenommen wor-
tton. ' Mit eben diiefem Rechte aber labt ßch von der
3eobaGhtang von Florenz behaupten l dafs auch tie
KBit .irgend einer Unrichtigkeit behaftet feyn könne»
die fich hier nicht entdecken läfst. Übrigens däucht
mich^ dafs Vorübergäoge der Venus zu Längenbellim«
mungen vreit weniger geeignet ßnd , als Vorüber-
gänge des Mercur: wiewol auch diefeden Sonnenfin*
fiernilTen und Sternbedeckungen hierin nachfiehen
mülTen.
J^oriibergang des Mercur I']89 cien J Novhr.
Diefer Vorübergang, tm Florenz beobachtet, findet
fich in der Sammlung der Beobachtungen lu Fifa von
1786 bis 1790, welche Slop ^der jüngere 1795 heraus-
gegeben hat. Nachdem er bedauert hatte , dafs ihm
der ^ nngünßige Himmel diefe Beobachtung zu Pipi
verfaget habe , fagt er : Mein Vater , welcher fich, da« *'
mahls auf feiner Rückreife von Tfient zii Florenz auf-
hielt, wiewol auch die Sonne wechfelsweife in Wol-
ken gehüllet war, hatte dennoch zur Zeit des Ein- ^
trittes, da fich die Wolken zerfireuten , beyde Berüh-
rungen der Ränder weit glücklicher , als ich beobach-
tet; worauf fich aber der Himmel abermalil trübte,
und nicht geßattete, die Beobachtung diefes Vorüber*
gangee weiter fortzufetzen. Die äufsere Berührung
der Ränder gefchah um i U 36' 38" mittlere Zeit zn
Florenz; die innere um i U 38' 28*. Die Breite der
Sternwarte an dem phyficalifchen Mfifeam viix\ 43*
46' 30*9 und die Länge derfelben z' 46" gegen Öften,
ytou der 3te^ii^arte %u Fifa angegeben.
F f 3 Dicfo
$34 Vlmak eoff0 tsoh JSüPEXVtOL
Biete Breite ift ebeo diejenifre ; welche iiotJ^ B^
dnehmi^B Beßimmangen TorkömiDt. 'Der^aogefBiline
Xiftiigenuntetfehied zwirchen Fifa tisd Ftorerm fehätaüt
'ficb aal' die Floreotinirche («änge de^ Ximmüfs »H gvifaal-
deo. Die Berechnnng dieres VorübergaD^ee ipübtSoik
giende Beraltate; . ' : . • ; ■
Parit
Wien
Ofen
MarreilU
Florena
Iaa«r«BeTAh*
1 3 53.1 ;
t 58 56.1
2 9 32.5
I 14 57.1
I 38 28»o
Sotuiflhaire-
ZnCimniaBk. '
3 l<? 39.1
4 12 5oa
4 23 2&<
3 2g 48,9
3 S3 22,3
Bieraas ergibt ficb Läoge von HorewLi
mii ^arit »35' il'%
-r Wien • » • 35 4^ ;i
— Qfea • •/ . . , , . ... J5 43. 7
,— Marfeill« • » • > . > * 35 43, 4
Mittel 35 43» t
,' Diefe Längenbeßimmung von Florenz 'kommt ixx
jBaoler d^/4lbe £chen noch am nächßen ; und ße dürf*
ie allenfalls aus allen Refultnfpn, die wir bbher gefe-
iien haben, den gröfsteu Glauben verdienen. Jedoch
/die vollkommene Eotfcheidan^ darüber, wieieh obeia
^efagthabe, können vv«ir nnr folchea Beobachtungen
4iberlaireu, welche ihrer Natur nach zu L&Dgeobe*
jßimmungen mehr geeignet und« Und' diefo tnüffm
wir von der Zukunft erwarten.
Da ich diefen Auffat/ bereits gefchlolTen hatte»
erhielt ich von f^ieentius C/e/mi;^//o aus'Padna vom
31 Dec. igoo ein zwi^ytef Schreiben , w^rin- er isiiff
NatUicht ertheilet , dab er Cd» km Moaat- AuguA an
. .^ XLVH;, 'Geogr. Länge wn Florenz. 535
^ktgnoü nacb Modena gewendet habe /um v(m ihm
die Ao2ei|;e eüier SonnenfiofterDirs xn erhalten, wor-
jine er einft die Läqge von Florenz berechnet ha;:-
hetk ibU. Die Antwort kam erft mit Anfange des De«
cember zurück, w^che mich , fchreibt ChimmeUoi
muf 4ie Mdmoires de Paris 1782 S. 652 verwies, wo-
rin ein Auffatz von MeJJier enthalten iß, in welchem
er mehrere LäDgenbeItimii;iaDgen aus den Sonnenfin-
flernifs 1781 den 16 Octbr. von Cagnoli berechnet »
aufgenommen hatte, Dafelbft findet man, dafs Xime»
fies zu MezLomonte unter der Breite von 43* 42' 53"»
und unter dem Meridian von Florenz das Ende die-
fer Finßei^ils um 21 U 15' 45' beobachtet habe:
woraus CÄ^7Zö/i Längenunter fchied von Paris 35' 54*
lierleitet ^). Es ift aber zu bemerken, dafs von die*
fcr Sonncnfinfternifs zweyerley Parifer Beobachtup«
gen bekannt find , die eine von Meffier im Colleginm
Ijudwig*s XIV, 2' öftlicher von der königl« Sternwar-
te, und diefe hat Cagnoli bey feinen Berechnungea
xum Grunde gelegt; die andere von MSchain unter
der Breite von 48* 51' 46* , und 6Y in Zeit oftlich
•von der Parifer Sternwarte (aftron. Jahrb. 1785 Seite
229)9 nnd nach diefer hatte einft ich diefe Finftemib
berechnet (^Eph. Findoh. 1801 S. 356). Bey de Pari*
fer Beobachtungen , wenn man fie auch auf einerley
Meridian bringt, find noch um 8 Zeitfecunden ver-
/chieden. Ich glaubte, die von Mechain auch hier
b^ behalten au mölFen ; theils weil fie belTer fowol
mit; Greenwich , als mit Mailand ftimmt; theils wbll
^ «D8 Mejjßer^s Beobachtung an diefem Tage einen Son-
F f 4 nen-
»)jw;c.n.B.Si^
536 JUbfuitf; CofteSf. iSou UOVEWStJEU
Dendarchmeller lidf er t « welcher mit deio jenigen , wd»
dien wir heat ia Tage kenj^eo » fcetoetwegs zaCun«
neußimmt : wodurch aoch feiue gemelTeoeo PhaÜBii»
äiJb Cagnoli io die Rechnuug geoomroeiii einenge»
irliTen Orad der Za^eriäffi^keit verlieren.
^,, ' Hier folgen die Beobacbtangen , and die darasi
gefolgerten Aefuhate ;
Sonnenfinßernjfs , den i6( OcL Pj8^*
Anfang
Ende
Zuramnnen*
kunfc
1f>aris(/lf<r/i.)
Greetiwich
Mailand
Mezzomonte
— n
ü . „
ao 33 1,0 w. Z.
20 ao 53,0 —
31 4 57»o —
si 15 45.0 —
u . „ ^
ai 4 6^1 m. Z
20 54 40,« —
i* 39 -iO»» —
L5neen-Ün*
terfchied
von Paris
9 '^0,0
»7 «4.7
35 41,»
Hierdarch wird die Länge von Hörern. , die wir
oben aus dem Vorübergange des Mercnr 1789 gefun-
den haben, beftätiget, wofern es* ausgemacht ift, dafs
M^zzomonte und Florenz unter einem und demfelben
IMerjdian liegen. Und da diefe Beobachtung von Xi*
Plenen iil, fo fcheint er dadurch feine eigene Länge
7U widerlegen • die er oben aus dem Vorübergauge
des Mercur 1753 von Florenz angegeben hat, *Da&
Cagnoli aus der gegenwärtigen Sonnenfinfternifs eine
etwas giöfsere Länge von Mezzornonte finde, fcheint
daher zu rühren • theils weil er feine IVechnungen
^vii MefjUr'^ Beobachtung» wie ich oben bemerkte»
gebaut bat; theils weil ich in manchen Elementen»
welche der parallactifchen Rechnung ^VLX Grundlage
dienen » von Cagnoli abweiche.
Endlich erhielt ich im Monat Junins iSotVom
FTe/heiru v. Zach aus Gotha eine beobachtete Stern-
bedeckung SU Florcm^ die kb defto begieriger in die
JVecb^
/XLIKIL Geogr. I4ng9 iMnf^Fhrmii^ 537
llechnttog. nahto , f« Tehnlidlier ich der Erwattang
entgegen faha-, auf welche Seite fich der Aosfchlag
deTiWagfcbale hiDneigen dürfte. Den 30 März d,
^, wnrdedie Kornähre in der Jungfrau bedeckt, und
in Florenz von Ciccolini^ zu Paris von mehrem Aftro«
»omen, und tm Mailand von Oriam beobachtet, wie
j|U8 folgendem zu erfehen iß.
Bedeckung des a tV den 30 März. iSoi*
Fari», (Nat. Sternwarte)
Mailand
Florenz
Eintritt
>4 la 19,9 m. Z,
14 5* 19.« —
15 5 42,1 —
Austritt
15 «t 33»o ra. Z.
16 I 4a,i —
i6 14 50,0 —
Zufammen-
kunft
14 45 5i,a m.Z.
15 äi 34.1 —
Hieraus ergibt lieh Längennnterfchied zwifchen
JFlorejiz und Paris
aüi der Beobachtang von Paria 35' 42/9
-r — ..— vo« Mailand 35 42, 5
Mittel — ' 35 42» 7
Ich mufs aber bemerken, dafs ich fowol zu Pa^
TIS • als zu Florenz aus dem Eintritte die Znfam*
menkunfts - Zeit um 22' bis 23* fpäter erhielt , als
aus dem Austritte : indefs bey Oriani diefe Zufam«
menkunfts Zeiten aus beyden Zeitraomenten bis auf
oY llimmten. Ich glaubte hier die Zufammenkunfts-
Zeiten aus dem Austritte herfetzen zu müITen, weil
Yi\eT Paris undAfa/Za/z^zuEammenftimmen , undBrei-
tenäuderung hier gar keinen Einflub hat. lodeflea
^tirde man eben die Länge von Florenz durch die Pa«
Tifer Beobachtungen erhalten , wenn man beydetfeite
Eintritt mit Eintritt, und Austritt mit Austritt ver«
gleichen wollte. Bey diefer Beobachtung maft man
4en Umßaud nicht uube^ierkt lalTen« ^^Is Tages zu«
^ox dex Vollmond eingetreten ifr, . ; , •
J? f 5 ./Hieiza
538 Itbmaä. Correfp. igai. NOVEBUBEtL
Hterzu kommt noch eine andere Bedeckang
des et ttjf beobachtet den 24 May iSoi von Ciecolim^
Mailand
Wien
F|oreriz
Eintritt
9 44 15,0 t^.Z,
9 57; 7.1 —
Austritt
<o ST 49t3 «»• ^
11 II ai,i —
Zurammen.
kunft
xo 30 13,6 m.Z*
10 58 59»4 —
10 38 a9»8 —
Hieraus abermahl Längenanterfcbied zwifchea
Florenz und Paris
aus der Beobachtung von Mailand ... 35' 4.i»*2
— — — von Wien 35 4.0, 4
; T\!ittel — 35 46, 8
Wir haben nun aus nenern Beobachtungen vis*
xerley Refultaie *) über die Länge von Florenz, die
ungemein gut zufammeußimmen :
ans demVorabergangdeB $ 1789 35' 43/1
ans der Sonnenfinfternifs den i60ct, i7St • • . 35 41* 2
aus der Bedeckang dei an)» den 30 März Ige i"^"^^ . 35 42,7
— — — — 24 May — . . 35 40i 8
Das Mittel 35' 42/0 • folglich geographifche Län-
ge vom erßen Meridian 28** 55' 30", fcbeint dem-
nach der Wahrheit fehr nahe zu kommen , woran
Avir uns fo lange halten werden , bis man uns eine
zuvcrläfiigere Längeubeftimmung von Florenz mit aU
len ihren Be weifen vor Aug^n legen wird.
XLVIIL
*") Nimmt man biersa noch ein fflnftet Refultat, virelche«
Mechain aui der Bedeckung des Mdeharan im Novb. 1773
ber^}inet» und 34' 48" gefunden hat (^M. Gl II. B. S,
90 ') fo ergibt fich die Länge von Florenz im Mittel 35'
43," i5» welche lieh nicht mehr als 7" von der Bacler'"
Ichen Interpolation entfernt, v. Z» '
«**) Diefelbe Bp^eckung haben auch La Lande und Henry in
Paris berechnet; jener fUidec die Länge 35 '40*» dieferas*'
. 4af'5» V. Z. > 1
JKVnSL
5;
XLVIII.
Beobachtungen
zur Beilinuniuig der Länge der Stadt Kdhi
in Aegypten.
Yon Carfien Niahnhr angeftelit und benduif t»
Ij Kahira^ den loDec, jr6u
Entferausgen des wefU. Randes des Mondes
von a U.
Correc^lon
der Uhr
Obfervirte
Zeit
Wahre Zeit
Rntfernunir
C; von OL n
— a6' ip"
II ü 14' S«"
II 16 34
11 «I 10
lOU 48' 33"
10 50 5
«o 53 9
»0 54 5«
41** 55' y^"
4.J 54 0
41 5,1 1«
43 5* «
JBeobaphtungen des Regulas zur Correctiou der U
Correction des Quadranten — 16*.
Correcfion
der Uhr
— 16' aa*
— 36 IH
— 36 19
Obfervirte
Zeit
t» 33 4
** 35 I
Walire Zcir
>a S 4^
OhffTvIrtr
Kiilfriii. V.
StihriiÄlj».^
M M "
«4 M •»
Wnhr^Knt.
In«, vom
jlii-hi ttrl|>.
S4 fttf »•
Das Mittel aiis den vier nfiolmc;hlii"R"*^ tS^^^
Wftbre Entfernung des wrlUlcilinii I\snd«i At% M
des von « Gemiu. i;: 4J* n' 4ü' *U do» ^•'^
' Zeit zu xoU 51' 4o\
•)
54P MimtO. CofV9@9i itfoi;^ Nar£2BHBK.
SjTKdhira '. äifi'io'^Jiecemb.'VfSt.
EatfernuDg des welllichen Randes des Mondes
von ^AH Zwillinge.
Correction
der Uhr
II u «3* »2*
•- a6' 19" |,ii 34 37
Obfervirte
Zeit
I Obfervirte
und wahre
Entfernung
10 u 56' 5^*
10 59 57
46» 04' 10»
46 si 45
40 39 o
Hiernach war die, wahre Entfernung des weDK-
chen Randes des Mondes von ß Gemin. 46* 22' 58'»
XU der ^vähren Zeit rr ioü 5B' 23".
3) Kdhira^ den 10 December I'j6i^
Entfernung des weftlichen Randes des Mondes
von «• V
CorrecHon
der Uhr
•— 26' 19"
Obfervirte
Zeit
Wahre Zeit
ti ü 43' »8"
... 45 .5
... 47 0.
... 48 33
1 1 V 17' 9"
. . . 18 46
... «0 41
... 23 II
Entfernung
([ von a V
50' 3»' o^
' .39 xo
. . 40 10
. . 40 40
Das Mittel aus diefen vier Beobachtungen gibt
dte wahre Eutferoung df^s. weftlichen Randes des
'Moodes von « Arietis ~ 30* 39* 30% zu der wah-
ren Zeit m .11 U 19' 42".
4^ Kdhira, den 11 Decemb, 1^61.
EntfernuDg des weßi« Randes des Mondes
von « V
Correction
der Uhr
— a6' 18"
Obfervirte
Zeit
la ü 15' 21'
. . . lg s6
• . « 22 31
Wahre Zeit
ii u 49' 9'
. . 6» 14
.. 5Ö 19
Obfervirte
und wahre '
Entferimnff
4.')* a' 50"
. . • 5 SO.
. . .7 Q
Beob-
Beobachtüligeh d«8 Aegülu's znr'CorreGtlaii der Uhr.
' '• Gotrection des QiiadriDtenV— 36*; '-'
Correction Obfervirfce
der^hr/ - Zeit ^ Wahre Zeit
— ä6 ^
xau
12
4' 17'
4 26
iiu 3ü' 6*
ii HO 13
Obfervirtc
Entfern ung
v.Sdheitelp.
lo'* 39' 6'
70 i> 55
Wahre Ent-
fernung V«
Scheitelp;
Tc" 41' lü"
70 14 3
Nach 4^Q vorher beiüerlcten BeobacbtüDgen war
im ii'Dec- 1761 zu X^^^ra die EmfernuDg* dea'wefl-
lichöölRandBfidcsMondeft' von « Arietia — 45:- vS' ;j?
ra der wahren Zeit ZZ iiU 52' 34\ - , -. ..
^Jj^dhira, den 12 ~ Januar Xj62i
Entfi^riHipg des- ödiichen Randes^ des Mordes
von
Correction
der Uhr
— 4' 34"
Obfefvirte
. Zeit ,
141/ 9' o"
..." 45
... 13 ^5
. ... 15 35
Wahte 2;«^
14 \i' *^4; "äfi"'
Obfervirl?
Entferijuug
I» 30
13 ö
Wahre Ertf^
^ f^mung
g4''-io' acT' B4* ^tf^~i?
\ 13
. »3
o
30
AtctntTis an derOßTeite des Meridians. =
' Correction des Quadr. — 36".
WfthfeEnti ^
Correction
dcrUh?
— 4 •■3a'
*— 4 30
Obfervirte
. Zeit
. Wahre Z^it ,
■15Ü «7' la"
15 »9 6
\^V flfct' 40"
£5 «4 3Ö
Obfervirfe
Entfernung
V. Sch'^l^p;
41 > 4^ 36
ferpung v,
5öH§ite1p.
A'i^tt- i»»,i8»-
41 46 54
P^ocjon an der WeHfeite des Meridians»
.-^4 34
15U 33' ftt;' li^u a8" 44" 157" »»' o* 15?' 13' o"
15 • 3*i »4 • 15 30 38 57 3? ^ 57 37 o
13 3Ö 50 »5 3» ,16.157 56 40 '57 57 30
Nach den vorhergehenden Beobachtungen war
in Kdhira am 12 Jannär 1762 die Entfernung des 5A-
liehen Aandes des Mondes von Aldebarän 84"" 12^ 22'f
voL dtft waEreh iZeit zz 14 U* 7' 55^ * ' * '
54« Ufetiaitv C^ffp., «fp«. rNOVJ^mSEL
6^ Kdhira% den 12 J&nuOr Jrf&k. ^
Emferuuiig de« j^U^Q I\a4kd«i des Mopdet
voD ß n. .
CorrecHott Obrervlrte \ ObfervirteJ Wahr^* Ent-
der Uhr Zeit Wahre Zeit Entfernung • , fernung.
..--4' 34"
•4 U S6' I-'
',4 . 37 55
»4 39" 35
14 u
31'
4t"
U
33.
21.
4
35
t
40» nj' piof
40
»5 y ,
10.^301'
¥" ^' ■vJ'
dp ir; Q
Es war alfo zo Kdhira am izlanaatr 17^» dleEnt«
ferDiin^ des beileu Randes des' Mondes iton:f.in den
Zwillinß;cn ~. 40* 16' 7" , iu. der^wabren Zeit
= 14U 33' 2^\ '
7 ) Kdhira , iitfTi Tfi Tättaat Xj6s.
Eotfernuug des Ößlicbeu JVaDd'es des 'Mondes
von Spida Plrginis,
WäHec Eh«.
fernung
CotrtctitJtt
der ÜhT
Obfervirte
Zeit
Wahre 2ett
Obfetvirtfe
Entrerming
- 4' 34*
istj 0' 8'
15 a 35
15 4 a«
15 5 50
14 u 35' 34"
•4 58 I
14 5^ 54
15 1 16
50» aa 3fc*
50 21 ■ 0
50 ao 2o*
5d i^ 90-
50* «4' o"
50 33 3a
50' ai 50
50 so ao
Hiernach war die wahre Entfernung des hetlen
Kandes des Mondes von SfHca f^rgirds m 50* 22' 25*,
itii der wahren Zeit r!: 14 U 58' 4i*v
Nach mehiei' Berecfanubg geben die a&geFührten
Beobaohtungen die Länge der Stdidt KtUdra von Fa*
Tis: ^
176t Jen töDeib. die finlfem. 5 von aö . . . .'ittSS* So*
• ^ * V * k k • V 5> t-On^il . v>v i 54 48
.**•*••. fc i 3 rön « V . * • . I 155 20
w \ J von« V . . w f 55 J
> . ^ .voaAldebarän k 55 U
» •, ^ yonpn '. > » . t 54 57
* • 3 von SpicA . , • I 55 8
den iiDee. »
k7^2 d«n lajtnmt
XLIX
V ■ .-V . • II— «-i— 1— — ;:
XLIX.
Geograph ifche
Beftimmungeri am Nieder-Rhein*
Aiu einem Schreiben ded k. Prears. Oberßen nnd
General-Qaartiermeifters v. Lecoq.
Potsdam i den ^J Sffpt, iSot^
l • . Jr ruber, als ich es geglaubt hatte, bin ich voa.
meiner nördifchen Reife turückgekommen , und ich
eile, Ihnen beiliegende Tabelle zur Einrückung in
die M. C. mitzütheilen. Es find die Längen und
firehen einiger Puncte am Nieder - Rhein ^ wie fich
folche lowol aus der Franzör. VermelTong auf den Me-
ridian von Paris, als aus meiner VermelTung nach
dem Meridian von Oldenburg ergeben. Die -gerin-
gen Unterfchiede der Breiten zeigen unwiderfprech-
•lieh die Genauigkeit Ahx Arbeit auf bejden Sdten.
'Bey Emmerich i wo der Unterfcfaied "48* am gtöfs-
ten iß,, getraue ich mir die meinige als die richtigere
Beßimmung angeben zu können , indem' fic fich eben
fowol auf die aßronomifchen Beßimmungen von OU
denhurg9 als auf die von Ilees und /J/i^^A gründet ,
.die ich felbß mit aller Sorgfalt gefunden, und £772«
yinerich aas beyden letzten Puncten durch ein einzi«
jges Dreyeck berechnet iß. Bcj den übrigen fieben
Pancten iß der Unterfchied nur von, 5 bis auf 19".
«Beyden Längen findet fich ein Unterfchied von i'
16' bis i\ 54*. Diefe Unterfchiede liegen melir an
den aßronomifchen als an den trigonom.etrifchen Ar-
bei-
544 Ä^Äfl^t Correfp. tgoi.NOVt:MBEi&
heUen, Nehme ich aus den acht Puocten das Mittelt
fo ergibt ficl^ ein Unterfchied von i' 39* io Gradea
oder beyuahe 7* in 2^it, um wie viel die aftronomi'*
fche Länge von Oldenburg {ehlerhtLh wärei etwas koon-»
te davoö anf die unvermeidlichen Fehlender tri^o-
siometr« VermelTangea und auf die Formel, nach
ivclcher aus trigonoroetrirchen Linien die Längen be-
rechnet werden» zu ziehen [eyn*). Ich mufs hier-
bey l^emcrken, dafs » ob ich gleich meinen Meridian
durch Oldenburg gezogen habe^ bey der. angenom*
tnenen Lage von Oldenburg die aßronomifchen Be^
ftimmuDgen von Bremen zum Grunde liegen. Das
Ganze wird Sie » denke ich , von dem was ich eben
Jagte überzeugen » dafs nämlich beyde trigonömetii«
fche VermelTnngen Vertrauen verdienen*
■ Zä.
*3 Allerdiogi kommt viel darauf an, welcher Befisehnaiigi«
«rt fich die gegenfeitigen Geographen aur Befiimroang
diefer Längen und Breiten bedient haben » bb fie diefel«
, ben nach der Kugelgeftalt, oder in einer fphäroidircheA
Abgeplatteten Erdgellalt geführt haben. Da die Entfer«
nnng vom Parifer Meridian fiemlich grofi iftt fo dArfen
die FranTößfchen Geographen ihrer Seiti die elliptifchi
Crdgeftalt nicht vernachlafGgen. Die FehÜBr, oder vieW
tnehr die Differenzen nach beyden MelTungen find inde^
Jen «iemlieh eonftanc, und dürften au» einer gemein fcbafl*
liehen Ur fache ihr^- Urfprüng nehmen ä uni^ch d^hst
jQOch heben lafTem' £• käme darauf an zu vriiTens wei*
che aftronomifcbe Beftimmaog von Oldejzl^rg. der Ober«
\ fte t^, Leco^ zum Grunde gelegt hat, ob die in der JVL C^
III. B. S. 222 angezeigte k mit Rfickficht auf die Veibeife«
tungen , M, C. IV. B. S. 327 und 329. Denn wir btbett
«m a. O. gezeigt f wie die ff'eJfeVtche Längen beftimmaog
Yon der nnfrigen um a' 20* abweicht« v,Z, .
XLiX. Öyisbefiimfn. am Nie<i^-^et^ 54$
Zu den züreriärngen Fra&zönfcheu Beftiminaii»
gen, die ich Ihnen hier mittheile, bin ich durch di6
6üte ttnd Bemühung des Brigadechefa Durocgekom'»,
tuen» den ich in Petersburg darum erfuchte« und det
mit di^feiben ans dem Bureau de la guerre s^us Paris
verrchaffte.* £s find die Refultate der letzten Verlan*
gerubg det Cafjßnrtclien Dreyecke bis zum Rhein »/
welche vor einigen Jahren auf Befehl des Gb uverne*
ttients durch Geographen ausgeführt worden« lichhö^
re eben^ dafs Delambre mit einigen Gehülfen voa
kieneki damit befchäftigt ift *) , und dafs diefe Ar-,
beiten ans eine gute Karte von^ Lande ^wifcfaen det
Maab nnd dem Rhein in der Folge verfchaffen wer«
den.
Meine trigonometrifchen Arbeiten lind datch die
Hülfie eines gefchickten Mannes während meiner Ab«
wefekiheit fo weit vorgerückt, dafs ich Ihnen baM die ,
Längen und Breiten faß alier trigonometrifchen Fanc«;.
te werdfT überfchicken können»
Tafel
*]) Üntetti tieuefien Naohriohten stt Folge hat Delaxrii>re Ait^
fen Auftrag abgelehnt , da er noch mit der VoUekidaiig
'der Berechnqng der Franzöfifchen GradxneflTung , und mit
dem Drucke dei darüber erfcheinenden Werkes befchftC'*
■ tigt ift. Man bat indeffen Tranchot dahin gefchickt , Wel«
eher fchon bey mehreren ähnlichen {VlelTungen» z.B. ia
Corjica (^A. G. £. I. B. S. 468) und auch bey der lets^
ten Gradmeltang als Gehülfe Mechain'B Q ebendar. S. 226)
gearbeitet hat. Nachdem Vorfchlage des Kriegt -Mini«^
ftert» und auf Befehl des Ober-Gonfuls Bonaparte foU
' die grofse CaffinVic\xt Karte fortgeführt werden » und au-
fter den vier vereinigten Dentfchen Departements gan«
MothCorr.lY.^. ibou Gg Hol^
54^ AEsmKf. Gm^f, ijw. NOVEMBEJL
\tK
■>!
P-
y^ ,
^
•>
"I
^
, O
ra
P
H
rsi
^■^
O
a
D
-1
&
3
3.
S'
9
1 1
£;
V
T
%
^
3*
"*
||?
SS?
P3P:^
py
p^
073
p~
1
1=
1^
m
M U
vJ M
■t^ &
4- J-
^ *■
4^ 4d 4- 4^
■P^
■t'^
*-*v
^-^
Ji-7
♦ ^ «3
0 ^
4^ C^
m\,^^
r*
?/
tM'JTi
x>
E. :jj
Vft
t*\n
»
5=-*
M3 ™
^ «
p^ p J J?'^
=Ji_*
p-.**
f"'^
■^1 H
o^C
'«Q O
J>« iC-l
4i. u
PC "
-J% M'
1
f 1
1
1
1
l 1
1
^ '1
0-S
Uli
*Jll ±m
4>
?^":?
&■
w-1
M
^
;. p"
G Ul
*4
m£,
<;^
.^-
^r
CÖ
^jC t^
-r
Inoi
■^;:;
'^ ij*
sn'u*
J«.^
^.U> U*^
Jf-^r
Sg^
S.tS
v ^
'-4'^
r^
^5
ijr«Ui
L«J H
Ln Jb
tu
Ul.{K
'•DJ^
■Ji o.
;«0
06 vö^
p-l —
^^M'
>3 W
N-^
J!>| O.
M 3a
--P Lw -? 4^
ÜT M
■f
i
i
+
+.
+ +
f
r?9
1^
"4
tn
CA
"O
0« (^
&
ü '^
*fj
*
*N
b*
ij
^1
. 1 I
e^r
o
I
« s
t3 r^ a
g
|i
8*1
s
fche ^ die Schweiz und Italien swifiihtn dem Adige und
der Adda begreifen» i/, Z»
t. Übrt
L% ÜiAiir dir Lemheirger SterHwärUi ^M
.... .^.^ — kl— a——i— aT-- — T- •- -
übet
die Sternwarte in Lt'r^he^g.
Aas eineni Schreiben aus Lemberg in Gaiizietl> >
den 16 Septbr. i8oik
> . . •• Zic
la einer Zeit, Wo die Sternkunde in allen tia«
dern Deue Bercbützer und warme Beförderer erhält^
ift es zu bedauern, wenn fchon bedehende Anwälten ^
Vielehe diele WUrenfchaft befördern können ^ gans
sn Grunde gehen i^oder vernachläniget werden« AI«
iJer Jeruitei*- Orden noch exißirte, war mit demXßTn-
. %er^er Collegium eine Sternwarte verbünden , v^elchd
jBUt verfchiedenen aßronomifchenlnßruibenten ziemw
lieh gut verfehen war. Hey der attronomifch-trigo«
kiometrircben Landes -VermelTung von Galizien^ nu^
ter der Aufficht des Pater JLiesgänig^ Wurden alld
i)reyecke^ weiche der Karte zum Netze dienten» au£
den Meridian diefer Sternwarte und auf deffen ter-
(»etidikel reducitt. Späterhin wurde diefer aßröno^
mifche Thurm gänzlich demolirt, To dafs keine Sfut
davon mehr übrig ift. Man fieht nur auf der öiOPent^i
lici^en Bibliothek einen grofsen Verfchlag, weichet
einien achtfüCsigen Mau^r- Quadranten enthält. Nie^
isjand konnte mir aber eine Auskunft geben , woheTj^
«ind von welchem Meifter verfertiget diefes Werkzeug
fej. Seit vielen Jahren ift diefer Verfchlag nicht ge-
OfEnet worden« Man fieht auch auf der Bibliothek
6g 2 eineii
548 MtmaO. Canefp.tgvu NOrJ?ÄBEIL
einen dreyfüfsigen und einen zweyfürsigen bewegfl*
Ghen Quadranten fiehen; allein feit undenklichen Zei.
ten find keine Beobachtungen damit angeOellt wor«
den. WahrfcheinUch wird a^er P. Liesganig die geo»
graphiCche Lage der Stadt Lefnberg damit beßimmt
haben » ob mir gleich niemand diefelbe anzugeben
vrufste. Auch fehlt es nicht an aßpqomifcEen Pen-
del-Uhren, worunter eine fchdneEnglifcfae iroaGra«
ham\ allein ihr Gang wird nicht beobachtet » und fio
dienen zu gar keinem aßronomifchen Gebraocbe. Die*
Te Uhren find unter die Terfchiedenen FrofeiTorea
zerßreuet » nnd dienen nur zur Zierde ihrer Zim'
' tner. ,
Der fei. P. Liesganig^ welchem die hiefigb Bau-
iDirection anvertraut war» iß mit fo vielen Schreibe-
Teyen überhäuft gewefen, dafs er, feit Beendigung
der Galizifcken Karte, welche fein letztes Werk war,
keine Zeit auf die practifche Sternkunde verwenden
konnte. Sein Nachfolger, Palet Gzj/^an, ebenfalls
ein lefuit , delTen Gefchicklichkeit und weitläufig^
Kenntniflie biDlänglich bekannt fiod , und welcher
auch Mitarbeiter bey der Gälizirchen VermelTang war,
iß gleichfalls wegen feiner vielfältigen A.mt6gefchäft(i
ganz für die Aftronomie verloren.
Da alfo noch fo viele gute aßronomifche Inßrtt«
mente und Uhren vorhanden find : fo iß es Jammer^
fchade, dafs diefe fo ungebraucht und unbenutzt in
Kißen und Kafteu verrofien , und von Grünfpan
aufgezehrt werden , zumahl da fowol bey der Uui-
verlität und bey der Bibliothek, als auch bey dem
ehemahligen Jefuiter- Kloßer und gegenwärtigen Di»
caßerial-Hwife noch fehr foUde Thürme exißiren,
welche
L* Ueber die Lemberger Sternwarte 549
welche mit einem fehr geriDgen koften ^ Aufwand^
für diefe Werkzeuge , und überhaupt für practirche
SterokuDde fehr zweckmäfsig eingerichtet v^erden
iLOUDteo.«
.,; Köontei) Sie iMcht durch Ihre weit verbreitete Zeit*
lichrift^ welche auch hier geleren wird, dieAufmerk«
^ lamkeit auf diefen Gegenftand lenken und erwecke^«
und der hießgen Stadt und Univerfität zu ihrer ehe-
mahligen Sternwarte ^ wieder verhelfen? Könnten Sie
diefe Wirkung hervorbringen: fo würden fich hier
fchon Liebhaber finden, welche zur Herftellung der
Sternwarte mit vielem Vergnügen beitragen , und fich
ein Verdieuft daraus machen würden.
. Da die Öllerrekhifche Monarchie durch die Ein-
verleibung von Venedig vielleicht einmahl in die
Reihe der See«Mächte kommen kann ; fo wäre es,
iehr nützlich, wenn dergleichen Anßalcen, befonders
da üe mit fo geringem Kofien- Aufwände gefchehen
können , auch hier angelegt würden , welche zur Bit«
düng junger Leute für die Schiffahrt , Erdkunde und
practifche Sternkunde bejtragen kömnten. Dies wür«
de auch zur Verbreitung gemeinnütziger KenutnüTe
unter die Ingenieure, Landmeifer, Baumeißer u.f. w«
dienen. Diefs wäre bej der hießgen Univerßtät de*
fto nutzlicher , da hier die ßudierende Jugend eigent-
lich niiir in zwej Clalfen getheilt werden kann ; näm-
lich in folche, welche fich der Rechts geUhrfamkeit^
"und in folche, welche fich der Heilkunde widmen;
weil nfir diefe bejden Willenfchäften Brod geben i'
und ein reichliches Auskommen verfchaSen. Demi
hier zu Lande übertreffen die Mediciner und Advo-
cateikjfUe übrige Stände an Vermögen und Wphl-
^^ Ggl ßand
1|50 Xmatl Corrtfp. tgoh NOFJBABER,
fbndjT Mathematik aber, wekhe dem Stadierendeo
iceine fonderltch anloökende Aasficht darbietet« wird
daher nar pro forma gelehrt und Freqöentirt. Sollte
für diefe Studien nicht bald etwas in uuferera Vs^tßTn
lande gefcheheu : fo dürften auch die beyden Stern*
|>i]der übeir dem Schätzen am geßimten Himmel 991
l^nfBreQ Sternkarten bald aueg^richen werden«
Zußtze des Herausgebers,
Ühet 4ie Lemberger Sternwarte» über die Irigoao«
metirifche Aufnahme von GaLii,ien xm^^L-odomerien
und die darauf gegründete Karte idiefer Länder j^
und über die geograpb, BefUmomog
von Lemherg.
Diefe mir wohl bekannte, nun abgetragene Lern'
l^tfrg-er Sternwarte, auf welcher ich vor 25 Jahren felbft
einige Beobachtungen angeftellt habe, bedand ans ei-
nem, über einem Tborwege erbauten kleinen acht^
fckigen Thnrme, welcher mit dem lefuiter • CoUe«
^inoi vermittelt einer kleinen Wendeltreppe unmit«
telbar in Verbindung ßand. Das Ganze beßand aus
einem geräumigen Salon mit hohen FeHftern nach aV
|en Weltgegenden , und aus einem flachen Dache,
von welchem man eine ziemlich frey« Ansficht hat-
te, Diefe Sternwarte beftand lange fchon vor den
Ößerreicbifchen Befitznehmungvon Galizien undLo*
4oiqerien im'J. 1772, ob man gleich nicht mehr als
eicfe einzige aftronomifche Beobachtung einer Son«
Dm^Filia«rm£i l^eont, weli^he 1764 den 1 Agp da-
felbft
L. Ueher die Lemberger Siernwairiei '■ ' g^%
felbft von dem lefuiter- Pater Lyfogorykj ift beoback
tet niid bekannt gemacht xwor den, wie man aus deä
Witner aftr. Ephemerlden 1765 S. 356. und aus de»
Parifer Memoire '1766 3.^6 o erleben kann, wofelbft
JPingre diefe Beobachtung in Rechnung genotnmen
hat. P. Lyfogorskj War ein Schüler des P. Hell auf
det k, k. UniverfitSts- Sternwarte (£ph. aßr. Vienn.
J761 S. 17). Auch bey P. Liesgauig auf der Stern*
vrarte des Jefuiter - Collegiums hielten ßch im 1. 1769
xwcy Jefuiten ans der Polnischen Provinz, P. Hes*
zouski und P. Juszernhovski auf, um ßch in der prac-
tifchen Sternkunde zu üben. Es fehlt der Pblnl«
leben Nation gar nicht an lehr gefchickten ond auck
berührat«u Aßronomen , un.d wer kennt Bicht ans
den Annaisn der Sternkunde die Namen eines Poc^
zohub ^ Sbrzecki, Bysztrizkij Zehrowki^^ NafwoysZf
Rogalinski^ Sioneß^ Roßan irnd Sräadeekt. Diefev
ktzte ift ein vorzüglich guter Mathematiker uail «in
fehr genauer Beobachter. Er hat in Göttingen und
Leyden ßudiert, iß in den höhern Galculs ein Schü»
ler des berühmten Coufin in Paris, hat Frankreich
und England bereiß, und ift gegenwärtig ProfejTor
)der Aüronomie auf der Univcriität tvl Kraliou^ wo»
er unermüdet fortfährt, die Sternkunde mit feinen
, TOTtre£Elichen Beobachtungen, zu bereichern , wovont
xnebrere in nnferer MonabU Correfp. ' vorkommen«.
Ala P. Uesganig im J. 1772 von der Regierung deo
Auftrag erhielt, eine Karte der neuacquirirten K&«
nigreiche Galizien und Lodomcrien zu verfertigen f,
Uef^ er mehrere aftronomifche Inßrumente von der
ebemahligen Sternwarte des Wiener Jefuiter- CoUer
giuma nacb jMimberg fchaffen ». wo er eine neue Stern*
G g 4 warte
5 §2 MofMl. Canefp.^ iSoh NOVEMBER.
«rarte eiDzurichten Willeos war. Mao fiodet iriod
Aozei|;e äavou io Bemouüis J^ouvelies UtUraires if
divers pays. Berlin 1776. / Cahier S. J9, wofebll'cf
keifst : Mr» t Abbe Lies ganig qui avqit fon obfervaUm
4ßu College des Jefüites ä Fiemie^ a transporte fes JbiT
firumenBs ä Lemberg^ ou il compte de s*etahUr et dt
faire conftruire Un nouvel obfervatoire. Die vorztigt
lichdeo Werkzeuge , welche Lies ganig 02 ch Lemberg
bringen liefs« waren: ein zehofüfaiger Zenith-Sec-
tor, ein Quadrant von 2^ Fufd, und eine Graham*^
fcbe Pendeluhr; diefelben Werkzeuge» mit welchen
er fefne Oeßerreichifche und Hungarijche Gradmef«
long in den Jahren 1762 -^ 1769 vollbracht, nndio
V (einem Werke; JDimejifio Gradtmm Meridiard flerh
nerifis et Hungarici^ Vindobonae i'j^o S.^7 und 163
nmßäodlich befchrieben hat. Es fcheint demnach ein
Irrthum zu feyn, wenn unferm Correfpoudenten b&.
flehtet worden, dafa in einem der Verfchläge auf der
Bibliothek ein achtfüfeiger Mauerquadrant befindlich
fey, Liesganig hatte zwar auf feiner Sternwarte in
Wien zwej Mauerquadranten, einen füdlichen und
•inen nördlichen , nach Mariimonißher Art , ^ wel«
che aber unferes WiHens noch dafelbß exißireoi
vnd nicht von der Art find, dafs Re io leicht trans«
portin werden können. Der grofse Verfchlag auf
der Lemberger Bibliothek , von welchem oben die He*
de iß, enthält alfo wahr fchein lieh den zehnfübigen
^ Zenith-Sector, welcher mehrere Jahre vor der Grad«
meilnng fchon im J. 1757, auf Antrieb des P. Bose(h
vichf in dem Jefuiter-Klofter felbfl, von den Künlb
lern des CoUeginms, und vorzuglich von einem Fra^
Ur^ Jof^MatnspQe^kjf (dergleichen Gc^ülfen im Orden
^ - . Ckutd-
, h» üeber die Lewherger Stemwaßrt§^ 5 53
Coadjutores tempotqhts genaDDt ^u werden pflegten.]}
Terfer^gt worden» wiewirdiefes aus den vonP./L/w«
ganig auf diefer Sternwarte gehalteneu aftronomifchea
Tagebüchern, welche fämmtlich in uufere Hände gei»
koramen lind , erfehen haben. Diefer Sector iH: ia
doppelter Ruckficht ein merkwürdiges, und der Auf-
bewahrung werthes Inßrument, weil es nicht nuc
bey der GradmeiTnng inr Befiimmung des Himmels«
Bogens gebraucht , fondern weil es auch das einzige
Werkzeug iß , womit bisher mit Zuverläfßgkeit die
wahre Polhöhe von fVien im J. 1*758 beftimmt worden
ifty in welchem Jahre Liesganig mit diefem loftru-
tnente correspoudirende Beobachtungen mit La CailU
im ColUge Mazarin zu Paris angeßellt , und die Polhöhe
der Sternwarte des Jefniter»Colleg. m 48' iz' 34"^
beftimmt hatte. Caßuii de Thury fand fie im I. 1761
nach eigenen Beobachtungen 48 "^ 13' 30" (^Rela^,
Syn, voyage en Allemagne, Paris 1775 S, 10). Diefa
und die Maririnoni^ [che find die einzigen wirklich beoh*
achteten Polhöhen in ff^en; jene der k. k. Univerfi-
täte -Sternwarte iß nur übertragen, nie dafelbß beob-
achtet worden. Und da die k. k, Sternwarte 21 Wie«
uer Klafter nördlicher , als die vormahlige Jefuiter«
Sternwarte liegt : fo wurde daraus die Polhöhe diefer
erfleuattf43'' 12' 36'' hergeleitet. Es dürfte mit der
Zeit wichtig feyn , den Bogen des Liesganig'ichexk,
Sectors aufs neue zu uuterfuchen. Bekanntlich bat.
man in dem Im Caille' tchen Sector ein«n Fehler von
ao bis <2 Secunden vermuthet. (La Lande Aßrono-.
miei. IIIEdit. art. 2180. 2385. Gönn, des Monv. celeß,
1765 S« 196 ) • Die Auf hänge-Puncte des Loths an bey«
den Sect oren waren Nadeln ; eine nacUier febr fchlecht
' G g 5 befua-
354 iäbfWÄ. Cotrrefp. iSot. N0VEMBE1L
beFaudenc Eiorlchtung, bey welcher La Lande glanhU
daFs man Och 'eines Fehlers von lo bis 12* nicht ret"
Bchern köunC. Auch föll der Uesganig' (che Seetor
den Fehler haben« dafs der Grad- Bogen, od'erTieU
läiehr die Tangenten - Scala « von fehr dünnem MeC
fing, und daher beym Umwenden leicht der Gefahr
einer Beugung ausgefetzt fejn könne. In JLernherg
ift diefer Sector nie auFgeßellt worden, da es das Lo-
cale der Stei'n warte nicht erlaubte. Von den ober«
U'ähnten beyden Quadranten war der eine fchon ans
Tormahligen Zeiten vorhanden , und wenn ich nicht
irre, ein FranzöOfches Fabrikat , von Canivet oder
Langlols, Andere leichter fortzubringende Werk-
zeuge, Fernrohre und Uhren, follen die ^olnifchen
Jefuiten vor ihrer Aufhebung bereits weggefchafftha«
ben. Von' Uhren brachte Liesganig mehrere aas
Wien mit, eine Grakarnkhe ^' an welche er einen
roflFörraigen CompenPations-Irendel hatte anbringen
lalTen; eine von Platter ^ und noch andere in dem
Wiener Jeruiter*Collegium verfertigte. Wenn mich
mein Gedächtuifs nicht trügt, fo war bey dem phyli*
kalifchen Cabinette auch eine Le Paute^khe, welche
die Secunde durch einen Glockenfchlag anzeigte.
Die Aufnahme von Galizien gefchah unter Lies^
l^ani^^s Leitung, (nicht ohne Widerfpruch von eini«
gen vornehmen Ignoranten und FeldmelTern) nach
der bekannten, einzig wahren aftronomifch- trigono«
metrifchen Methode. An drey weit Von einander ent-
legenen Orten wurden mit gehöriger Sorgfalt drey
fehV lange Standlinien mit hölzernen MeCsßangen ge<
melTeu. Das ganze , ungefähr 1400 Quadratmeilea
faxende Land wo^de naobher Äiittelft fieben kleine
vor»
t. üebev'dU Lemher^^r Sternwarte^ 5155
rortreffUcher aßroDomircher Quadrantcben yon iz
\m 7 Zoll Halbineirer, mit mikrorkopifchen ^ursern
(ifikfotneterii verfehen , welche einen Winkel bis auf
^r angaben« in eiii Net:^ von Dreyecken gebracht,
welphe vermittelft drey, an verfcbiedenen Orten, zn
I^cmherg 9xii der Sternwarte» anf dem Krakusherge
Iftj Krakaut nnd zu Bzeszow auf dem Thiirm des
fÜirdl. Lohomirs^kykhen Palais , beobachteter Son<t
pen-ABimutlie gehörig orientirt, und auf den Meri-
^n und Perpendikel der Lemberger Sternwarte re^
docirt wurden. Das topographifcbe Detail ^urde von
mehrerep dabey angeßellten Civil- und Militair-In-^
^nieqrs ,1 mitteUi des Mefstifches oder des Hän^^Com*
paiTes, pacli einem MafsHabe von 4 Wiener Duodeci-
mal-Zoll auf eine geographifche Meile, die Meile' zu
4000 Wiener Klafter gerechnet , aufgenommen, und
in das beßimmte Netz eingetragen. Diefe ganze Auf-
nahme wurde nachher zum zweytenroahle nacU . der«
felben trigonometrifchen Methode von dem k. k.,Ge*
peralquartiermeifter- Stabe, unter der Direction des
Oberßen «S^ß^^r, wiederholt, und das Sit uations- De-
tail railitairifch aufgenommen, Diefe Karten eyCAU
Ten wahrfcheinlich im Ärcl^iv dea k, k* Hofkriegs-»
Katha in Wien,
Im J. 1786 wurde die grofse Liesganig'kYit 9 aua
c4BUttern (jedes zFufs lang i^nd i^Fufs breit) be^
(l^heQde Karte, auf Befehl der JVegierung, von dem
Ingenieur Joh> v, JJLchtenfiern , in ein kleineres Fpr*
inat redacirt, und die Meile zu einem Wiener Zoll
dabejr angenommen» wodurch diefe Karte |6mahl klei-
per wiirde. Gottfried Frioaier hat fie in Wien in
Rnpf^r geftocbeDi wpiTelbß düefe K^rte oua «a hab^n
' ' feyn
556^ UwiatL Cortejp. tga. mVBSUßXIL
fcynfoll; aödewi NachHchtcn xn Folge, foll dieto
Karte nicht mehr käuflrch feyn ; Mfir befltten ein
Exemplar davon. Der daran- angehängte piftrict def
Bukowina ift aber nicht Tön Lies ganig ^^ fondcrn voa
den k. k. Hauptmann des Deutfch-Blinnatircheta GrSnx-
Regiments Uora von Otzellowitz^ jedoch nicht nadi
frigonometrifcher, fondem blofs nach gewöhnlicher
FeldmelTer-Methode aufgenommen worden.
Was die geographifche Beftimmang von Lemberg
betrifft, fo hat Xiej^am^ die Breite aaf 49* 51' 42*
die Länge auf 41"* 42' 30* gefetzt. Beobachtungen
aber, woraus diefe Bedimmang hergeleitet >yorden,
werden nirgends angegeben. Nur beiläufig erfährt
m^n aus einer 1788 xii Wien von P. Franz Güsmann
herausgegebenen kleiiieh Schrift: Nadhrichc von der
Vorrichtung bey Fernrohren z^r Bewirkung ungemeiner
Vergröfserungen S. 99 dafs Liesganing zu Lemberg
Jupiters Trabanten - Verfinflerungen beobachtet habe.
Allein man weifs heut zu Tage, dafs eine auf folcbe
Art gefundene Länge , wenn die Beobachtungen
nicht in fehr grofser Anzahl find , höchßens nur für *
eine Näherung , keineswegs aber für eine genaue
Längenbeftlmmung gelten könne.
Fiugre, der im J. 1765 die Lyfogörshftche Beob-
achtung der Sonnen- Finßernifs in Rechnung nahm,
fetzte dabey die Breite nach Vosgien^s Dictionnaire de
Geographie zu 49' 52' voraus: alfo der Wahrheit
ganz nahe. In der dreyzehnten Auflage dieres Diction-
nairs, welches 1792 herauskam, finden wir die Brei* ^
te 49'' 51' 40', die Länge 41* 42' 30* angegeben.
Der Juftizräth Niehuhr kam auf feiner Rückieife aus
' " dem
L» ütber die Lemberger Slemwarh. gg^
de« Orient durch Roth-Reursen; er beobachtete 4id
Breite von Leniherg, und fand fie 49* Ji' '(Berlin*
ttOr. I. B. 17^1 S. 171).
Die Länge von Lemherg fcheint nicht {o genau
befiimmrz« fejn. - Fingri berechnete fie aus der Zy»
fjgorskftcYkcti Beobachtung (a. a. O.) 41* 48' 45 *;
X>u Sijour 42* 22' 15" {Recueil des Tables aßr. d6
Berlin. i*j'j6 Vol. 1 S. 66) Die erfte iß-beynahe um ei-
nen .ganzen Grad zn klein , die zwey te um einen hal^
ben Grad zu frprs , ge|;en die Liesganig'khe Beßini*
muDg» In den Wiener aßronom. Ephemeriden wird
feit 1788 die Länge von Lemherg auf 41"* 48' 45*
angefettt, und fo durch alle folgende Jahrgänge fort*
geführt; diefe weicht 6' 15' von Z.zej«^öw/^'8 ßeßim*
mung ab. Wir wilTen nicht, wodurch diefe verän*
derte Angabe begründet wird. Denn in den , aas
fiebzehn Bänden beßehenden, und in unfern Befit£
gekommenen aßronomifchen Tagebüchern des P^ Li^s»^
ganig ^ find blofs die auf der Jefuiter- Sternwarte ia
Wien vom Jahre 1755 bis 1-74 durch 19 Jahre ange*
Hellten Beobachtungen verzeichnet » worunter auch
Beobachtungen von MaftaUer , Mitterpacher , Hoff^
ßätter t Rain^ Melzhurg^ GiiMnarm^ Taucher u. äi
aber keine Lemberger vorkommen.
Wir werden von diefcn Beobachtungen bey ei*
ner 'ändern Gelegenheit Gebrauch machen:
Wir fchliefsen hier mit dem fehnlichßen Wutt*'
fcbe, dafs die patriotifchen und wohlgemeinten Vot^^
fchläge unfetes Correfpondenten am rechten Orte die
gehoiFte Wirkung hervorbringen idögen» Das Sobi*
eszki*£che Schild , und der Poniatowskrtche Stier kön-
nen aus Karten wol » aber nie iina dem geßirntea
Hirn-
558 ,11/hmtL Cahrefp. tgt>h NOVEMBIXL
Himmel ,. und kuB dem Hetttik VemühEüger imddaDlCi^
. barer W^feu vertilgt werden , fo lange ts folche und
eine Gefchichte aaf diefer £rde geben witd^ Das An-
denken aa grofse Männer^ welche ihre Maeht» iht
Aufehen uii^ ihre Kräfte mur Verbreitniig: der wäh«
ten Vernunft und nützlicher KenutnijQTe angewradet
Und üch folglich um die Menfchheit vetdieat gemacht
haben, kann nie untergehen; ihr Name fteht in an^
üusl^fchlichen Feuerzüa;en am Himmel gefchrieben»
u
^orlgefetzte Nadir ichtetl
über ^n
teiigß: vermutheten neuen Hadpt^Plaaet^
' tinferes Sonnen-SyRema.
( Zum October - Heft S. 37a. )
JDen t^ Octbr« erhielt ich über Wien ein Schtl&ibeil
auB Parermö> von dem Director der k. Sicilianircheii
Sternwarte ^ D. Giufeppe Piaüzi^ vom i Septbr. d. J;
\voriD diefer berühmte Aftronoiti mir feine kleine Ab-
handlung über das von ihm entdeckte neue Geßirü
£u überfeuden die Gewogenheit hattev Wit wüfeu
tiie VVifsbegierde unferer aßronomitchen , und did
Neugierde unferer iiicht-afironomifchen Lefet nicht
beHter tind zweckmäbiger lu befriedigen^ als wenii
Wit ihnen hier einen kürten und kernhaften Anazug
ttti dieter kleinen Italienifchea Druckfchrift initthei^
lebf
LI. Veber den neuen Haupiptainetenk 55^
leo , welche wnhrfcheiolich nicht fo leicht und oichf
fo batd iu den Deutrchen Buchhandel kommen dürfte»
piefe zwey Bogen ßarke Abhandlung führt den
Titel : Rifuhati delle. Ojfervazioni della iiitcva Stella
fcoperta ildi^ i Gewiajo alC Ojfervatorio Reale di Pa^
lermo. Da Giufeppe Piazzi Ch. Reg^*") JDirettor6
del medeßmo^ Frefeiitati alla fuprema generale Di^
putazmte degli Studj. In Falemio lSoi% NeUa Rea*
le Stamperia^
. Seit neun Jahren befcbäftigt fich Piazzi mit einet
Berichtigung unferer vornehmften Stern • Verzeich*
niSß ^*). Den i Januar d. J. , als er des Abends ge-
gen 9 Uhr, nach feiner Gewohnheit » unter andern
Sternen auch den 87 Stern des Stiers nach dem Z.a
Czi/ieTchen VerzeichnilTe an feinem Mittags-Femroht
beobachten wollte ***), erblickte er einen andern
kleinen Stern » der diefem vorl^erging^ £r beobach*
teteihn daher , wie er zu thnn pflegte » um fo mehr^
alt diefer kleine Stern feine eigentliche Torgefetztö
Hanptbeobachtung nicht hinderte f)^ Das Licht die*
fes kleinen GeQirus war fchwach; es fehlen ihm von
einer Farbe wie Jupiter zu fejn , doch kam er ihm
wie ein gewöhnlicher Siern der 8 Grobe Tor» fodab.
*) Ciiiericd rtgotafi^
'•'♦) M. C Ili. B. 8. 6lU
*»*)M, C. IV. B. S. i(to.
t3 Diefer La Cäül^khe Steril gttig hiilr 6t tAlUtnüitm
vor dieiti Flaneten dnreh ien M^ridiab, und Wäi^ id' 19^
nördlicher als er. ßeioa fcheiDbare genido Aufdeigüihgf
war SU diefer Zeit zz sz"* ^* i" i fohieiabar# aöidliobe
Abweichung 15* 53' j%
56o Monatl. Cahrefp. tgoL NOVEMBEti
er gar keiDen Argwohn Tch'Öpftey und nicht« von bt*
Der Eigenheit vermathete.
Als er den fo](;cnden. Tag diefelbe Beobachtung
wiederholte, fand er, dafs weder die Zeit der Cnlmi*
üation, noch die Abweichung dieres Sterns, mitdet
des Abends vorher gemachten Beobachtung überein*
fiimtnte. Sein erder Verdacht fiel daher auf Teihe er*
fte Beobachtung, in welcher ßch irgend ein Fehlet
eingefchlichen haben könnte. Indeflen wandelte 1ha
doch eine kleine Ahnung an » dab diefer Stern wdl
tin fremder Gaß fejn könnte. Den dritten Abend
i^erwandelle fich feine Veriuuthnng in Gewi&heitt
indem er fich verfichert hielt, dafs diefea kleine 6e»
ftirn kein Fixftem fey. Ehe er aber davon fprach»
Wartete er zu mehrerer Sicherheit den vierten Abend
fb, an welchem er das Vergnügen hatte z« erfahren,
dafs diefes Geftirn fich nach den reiben Oefetzen» wie
die Tage zuvor, fortbewegt hatte.
Vom 4 bis zum 9 Jan. war der Himmel bedeckt;
Den 10 Abends zeigte fich das Geftirn bej der Cttimi-
iiation zugleich mit vier andern Sterben , nngefahf
Von derfelben GröFse, im Felde des Mittags - Fern»
rohrs. üngewifs, welcher von ihnen der neneWan-
derer fey , beobachtete er de alle , und nachdem et
lie mit denfelben Beobachtungen des folgenden Abends
verglichen hatte» war es ihm leicht, fein neues Qe^
fiirn aus der eigenen Bewegung wieder zu erkennen»
Nun wurde auch der Wunfeh in ihm rege, die*
fea befondere Geftirn aufser dem Mittagskireife mit
ttiehrMufse berehen nud unter fuchen zu können» Mit
foinem ganzen Kreife wollte er es nicht verfolgen»
weil er diefes Werkzeng nicht aus det Mittagt ^Flä«
che
LI. üßher den ni^n ^m^tplanefeH. gj^i
che bringen , und feide aDgefaogetien Meridiao-Beob*
iachtuDgeu, io welchen er begriffen vrar, anterbre.
chen wollte. Allein , aller möglichft angewandtea
Mfihe nngeachtet, konnte weder er, -noch fein G9*
hixlie p. 'Niecola Cacgiatore^ noch D. Niecola Cartch
itT, Beneficial an der k. Kapelle^ obgleich be'yde ein
fefar fcharFes Geficht haben , und im Sternhinitti^
ziemlich bewandert find, weder mit einem Cometen^
facher noch mit einem Achromat ron 4 Zoll Öffnün'g
diefen neuen Ankömmling aqffi^den » und von dea
übrigen » mit welchen er umgebtsn war , unterfchei*
den. £r muHste fich demnach blofs mit der Anficht
begnügen ) die ihm feine Meridian •luftramente wSh«
ydSnd des kurzen Zeitraums von 2' erlaubten, welcho
dMOeAirn zubrachte» um das Feld diefer Fernrohre za
durchlaufen, "^enes am Kreis vergröGsert 50 mahl, mit
3 Zoll Öffnung, das Mittags -Fernrohr 80 mahl; mit
diefein letzten fchätzte D. Carioti das neue Geßirit
als ^inen Stern zwifchen 7 und 8 Gröfse« Um voa
dte Beobachtungen defto licherer zu feyn , beobaclit^
tete JPiazxi das Geßirn an feinem ganzen Kreife/
liiittlerwcile D. Carioti die Culmination am Mittags«
Fernrohr nahm. Auf diefe Art fetzten £ie ihre Beob-^
achtnngen bis zum 11 Febr. fort, nach welcher Zelt
'diefes Geßirn fich fo fehr der Sonne genähert hatte;
dafs es nitht mehr möglich war, es iiu Mittagskreifo
zu fefaen. Piazzi hatte fich zwar vorgenommen , die«
Ten' treuen Stern aufserhalb der Mittagsfläche vermit^^
telft der Azimuthe zu verfolgen ; allein eine fchwerd
Krankheit 9 welche ihn den 13 Febr. überfief , hin»
derte ihn , diefes Vorhaben auszufahren , und fo
konnte ör keine fernete Beobachtungen mehr anftel«.
mn.CorrAY.B.i9ox, Hb len*
562 MmoO. Corvefp. xSou NOVEJI/lBEtL
len. IndelTen iß er der Meinang, dafs die vorliaOf'
deDen Beobachumgeo hinreichend wären » um über
die Eigenfchaft diefea Geßirns mit einiger Sicherheit
0in Urtheil fällen zu können » wie er in dem Verfolg
feiner Abhandlung dargethan zu haben glaubt.
Da Piazzi fein neaes Geßirn, wie natürlich, fät
einen Cometen hielt: fo verfuchte er zuerß die Be^
xechnnng einer parabolifchen Bahn, bey weicherer
die Beobachtung vom i und 19 Jan. und n Februar
%nm Grunde legte. Da er aber £and,* dab dief« £ie^
inente den übrigen Beobachtungen keineswegs Genti^
ge leißeten : fo verfuchte er mit andern Beobachtanr
gen eine zwey te Parabel » mit welcher er nicht glück»
*licher war ; er fand immer diefelbe Schwierigkeit» £#
mit den übrigen Beobachtungnn in Übefeinftimmung
xu bringen. Bey näherer Betrachtung fah er baU
ein , dafs fich alle Beobachtungen durchaus in keine
f arabel fügen , und folglich das befchriebene Stück
^er Bahn diefes Geßirns ßch durch keinen paraboH;
Ichen Bogen» welchen die Cometen zanächßbefchrei*
ben f auf eine befriedigende Art darßellen lieb. Voi^
der parabolifchen Vorausfetzung fchritt er zur krei^
förmigen« Er fand zwej Halbmeßer eines Kreifes;
den einen 2 » 7067» den andern 2 , 6S62 » welche beyde
ungleich beßer, als jede aqdere Parabel fämmtlicbe
Beobachtungen darßellten.
Eine Kreisbahn mufste natürlich auf eine elliptl«
fche » folglich diele auf eine planetarifche Bahn fiii^
Iren. Allein Piazzi zog vor der Hand die Kreisbalm
vor, weil der bis jetzt beobachtete Bogen viel ztt
klein iß, als dafs man daraus fehr ßchere elliptifche
Elemente foUte erwarten dürfen; wenjgßen« glaubt
ei^^ dafs fie sieht viel ßcherer ab jetiefind» wellte
man in einer Kreisbahn BndeH Würde.
Den 10 Jan. warde das Geftirn» welchies bishet
Tückgängig war» recbtlänfrg/ Aas der Beobachlang
diefes «Images berechnete Fiazzi die Zeit Teinea Still»
ftandes» und dataaa die Elopgation 4 Zeichen 4^»
woraus er ferner den mittleren HaibmelTer eineib
Kreisbahn iri 2*9352 fand. Der Unter fchied twt*
fch^n diiefem und jenem HalbmelTer « der aua deii,
läaobacfatnngen vom i Jan. bis 11 Febr. folgt» wür^
de eine fehr grofse Excentricität der elliptirchenBafaa.
voraasfctzen ; im Gegentheil fcheinen ihm dieBeob-^
Hiphtangen felbft nur eine fehr kleine anzazeigien»
Allein bekanntlich kann diefer HalbmelTer nie mit:
groÜser Schärfe» befonders im gegenwärtigen Falle»
ätis der E)ong^tion eines Planeten tut Zeit fein6a
Stillftandes berechnet werden » wie wir diefes bereite
im IV. B. der M, C. S. 166 bemerkt habeü^
Nach gehörig angebrachten VerbelTerungen fand
jpiazzi zuletzt zum Endrefultat folgende BeRimmnnga*
tiiücke einer Kreisbahn t
iHalbmeiTer der4tr^isbabii - * k > • . • ^ . • 2,6Stii.
Bewegungauf der Bahn vom ijfao. bis iiFebn g"* 2' 29,*';^
%oche i8ot . i . i i . . i . . i aZ 8* 4<J' 23/d
BiBWegaog in icx> Tagen ••./•••• ö 22 (S 33« 1^
Länge des aafßeigendeh Knötenl • • i ' • 2 20 46 4S> O
Neigting der Bahn ..;...;•• ^ lö 51 i2> O
Mittlere Entfernang aüt der Zeit des Stillßandes . • 2,p352
tTropifcbe Revolution aus obiger tnittl. Entfernung 1
nach dem Kepler^tchtn Gefetiee abgeleitet J
Siderifdie Revolution der Beweg, auf der Bahn i62$,%7 ^^g^
S4dieinbareiDur€hmeirerinderniittl.£ntfernutigl ,
4er*£rd9 von d«tSonn9 ••••«•• j
ä h I W*i
J\
564 Vbmad. Corrsfy, tgotl NOVEMBEtL
Körperlicher Inhalt (VoIanMn) . ••••'• ifder&ds
Gegenfcbein 1802 gegen Anfing dee Ifirs.
Den Darchmefler des Geftiros fand Plazzi aaf
folgende Art: in den erßen Beobachtnngen' brachte
er das Geßirn auf den Horizontal -Faden feines Fern-
rohrs , und es wüirde beynahe ganz davon gedeckt«
Da diefer Faden dem Auge unter einem Winkel ron
6' erfcheint : fo fchätzte er den DnrchraeiTer des 6e-
Airns etwas gröfser, nämlicH 7'. In den letzten Be-
obachtnngen konnte er wegen des ftets neblichteu
Zuftandes des Dunftkreifes gar^kein Urtheil über fei«
oen Durchmeller fällen.
Die folgende Tafel enthält feine fämmtlichen
rerbellerteu Beobachtungen, wie wir fie fchon zum
Theil im IV. B. unferer M. C. S. 280'niitgetheilt ha»
ben. Sie erfcheinen aber hier nochmahlsrevidirt, von
dem • Verf. felbft berechnet, und mit feiner obigen
Kreisbahn verglichen. Die Unterfchiede der Längen
und Breiten, mit ihren Zeichen an die beobachteten
geocentrifchen Längen und Breiten angebracht, geben
die aus den Elementen berechneten. Die mit zwey
Puncten (:) bezeichneten Beobachtungen lind etwas
zweifelhaft; die mit vier Puncten (::) bezeichneten
find fehr nngewifs. Statt diis Beoblichtdngs-Zeit in
Decimalen des Tages au zu fetzen, wiejPw^z/ gethau
bat, haben wir lie in Stunden , Minnteonnd Secun«
den angegeben»
Beob«
i
I
LL' üebir dm neuen Haiiptplanetin. ^6^
IT
ä
g'^g;^^
Ca) gacncn
^ f* r P V' .
ui o tn Ui ,
PC 00*9
3 »1 n^ - w
IC p ^r "-'Zi cc 4a
N 3 rt
ttXjn'.j%^iKjMM
7j\'in'(j%\j\ -««tn ui wi c« u« in u» en vi ^
5^^ O yi
?^r
11 +
Q O O
++I
b ^> M i;»^^
> CO
cw ff
< C-. o
+++++■++++•
^ OCOOOC^
»» »t* yö «*J *
Hill- IUI
•vi M o^oe«^
p p » »a
O O O O ö . 00 Ono
» w « oo**
M U ** >0 •
» »3 » « *
O 0>cn QvV«
«O^^'O* >0*00^^
lisf-
M oc cn >o Ok<o ■& oc
q^o«v| Ä tn w oetn
ta
• CR J»
t~*^ 2.
3 " S
n> *1 er
1 1 1 1 1 1 1 1
o MU»o o»» O'itj
DO
« p ;r
I r !++-!•+
»b b * Mvb^b>oo I
n> —.er
^n o-T
MW
13 p M M t»CA}CA30a
w b Ol Ol *"> "*»i Xj "Vt
o
«. f
Hbi
'S;
t9
Di*
|66 Menaa. Gwrßjf. liohNÖVEMBESL
Die Übereinltiminaog'der in einer Kreisbahn be-
f^chneteQ mit den beobachteten Längen diefes Geßims ;
dieBewegapg delTelben im Thierkreife» von welchem
•sfichQQrin feinen gröFsten Breitem etwas mehr e|it«
jfernt ; feine Lage z wifcben der Jopiters ^ o, Mars-Bahn;
^llesdiefafchien D. Pißzzi anzuzeigen« dafs diefes Ge-
Uirn ein wahrer Planet , und zwar derfelbe fej , deo
fchon mehrere Aftronoipen vermuthet, und Prof. Bade
in feinen Schriften feit 1772 angezeigt hatte. Aach
JPiazzi fchrelbt es der aufsei^Qrdentlich fcheinharen
Jileinheit diefes Qcßirns, und feiner grofsen Breite
9u, dafs es jenen Aftronometi entgangen iß, welche
iBcb mit Beobachtungen der Zodiacal- Sterne' hefchäf-*
tiget haben. £r findet es nicht unwahrfcheinlich«
.^a(a fich dalTelhe Geftirn irgend in den zu Paris oder
,Q5ttingen aufbewahrten Original- Beobachtungen La
K^aiüe^ oder Tob. Mayer*» vorfinden könnte. Denn
in den SternverzeichDilTeo diefer beyden Aßronomen
t>efinden (ich kleinere Sterne, welche nur einmahl
waren beobachjtet worden , und die Piazzi nie wie«
der auffindeti konnte, ungeachtet er fie zo wieder*
holtenmahlen , und zu verfchiedenen Zeiten amHim-
•piel aufgefacht hatte. In feinem gegenwärtig unter
der Prelfe befindlichen Werke, Pofuione deile Fiffe^
welches bald ericheinen foil , wird er ein ganzes Ver-
•wchaifs folchcr veripifster 5t9TMQ geben,*) wel-
ches
\ *') Vevselehnifie Cblcher vermiftten , und 9m Himmel f^h*
l^nd^n Sterne findet man mehrere in verfchiedenen J«br«
gingen des Berlinei; «Er. Jahrbuchs; Torsfiglich findsc
man in der Conn. d. t. annee FlI (1798* '759 D S» 355
ein YO« läi Xm4e ge^bwd Vnm<{h<ä(ii tqh ^6 Stec-
LI. Ü^>er den neuen Hanptplaneten. 5^7
clies ^die Nachfuchnng des neuen Geflirns ujogemeini
erleichtern wird. Diefer Fand würde allerdings für
die Theorie diefes Planeten » fo wie die Flamßeed^»
fche und May ersiehe Beobachtung des Uramis^ vom
^ö&ten Werthe feyn. *) Piazzi ift nicht angeneigt ,
H h 4 der
Ben, welche am Himmel fehlen > und doch in den Ver-
seichniflen von Flamßeed, üevelius^ LaCaille, und Toh»
JUayer vorkommen. Auch zeigt er S. 3do eine Menge
Druckfehler an, welche in den Stern -Catalogen d^efet
Aftronomen vorkommen. Viele Sterne werden alt ver»
fchwunden angegeben , welche nie am Himmel geftandett
haben» und nur durch Schreib-, Rechnungt« oder Druck«
fehler dahin gekommen find. Voi^ dem gröftten Nutzen
wird daher auch Mift Carolina HerfcheH Revilion dac '
Flamß ff Sit (chen Beobachtungen und Erraten feyn , w^l^^ho
im J. 179g auf Befehl und KoHen der k. Societät der W*
in London sum Drueke befördert wurden , und gewils
in aller Aftronomen Händen ift«
^3 P^'of* ^^^ hat die Vermuthung, der Nebelfleck Cltf-
fe I Nro.7, den Herfchet den 23 Jan. 1784 )>eobachtet
hatte» aber nachher nicht wieder finden konnte, CBerl»
afir. J.B. 1791 S. 172) fey das PiozziTche Geftirn gewf-
Ten ; es muftta damahb am nördlichen Fldgel der Jung-
frau fiehen , und die Länge fiimmt gans gut» nur dia
Sreite will nicht harmonireo, es fey denn, dafs Herfehei
fich verfchrieben hat, und N. ftatt S., nördlich fiatt ftld»
lieh bey dem Unterfchiede der Abweichung hat fetses
wollen. £o<J9 hat defthalb bereits bey Herfehei tjngth^gU
Aber auch dieler UmBand macht die Vermuthung des
Prot Bod^ verdächtig» weil Herfckel diefen Nebelfleck
merkwürdig nennt, und in die I Clalle fetit; auch vec^
muthete er, dafs derfelbe ein beträchtlicher teleskopifchet
Comet gewefen fey; allein ^as Piaa^r fch^ Geftirn kana
wol nir iitvtU mtboOr^^ Md >h$irä^iUkberii9h€WMiiL
trlßh^tinfii»
568 MimatL Carrefp. igoi, NOVEMBER.
.der Meinang bcyzupflichten , dafs 'es wol noch mdi»
tere, diefem ähnliche Planeteu im Welträume g^bea
ikÖQDe. Alleiu da Sterne unter der ßebenten Groß«
nur feiten von Aiironomen beobachtet zu werden
pflegen, oder wenn dies gefchieht, fich höchftena. mit
einer , oder ein Paar Beobachtungen begnügen : fo iS .
es faß unmöglich, fie je zu entdecken. Wenn Piazzi
es ßch nicht zum Gefetze gemacht hätte, jeden Stern
4, 5, ^mahl/und auch öfters zu beobachten ; fozwei*
Feit er feibft daran, ob er dies neue Geftirn auch |e ^
entdeckt haben würde. Hätte er» wie es raanchmahl
wohl zu gefchehen pflegt , feine Beobachtungen die*
t$s Sterns am i und 2 Januar nicht fogleich unter*
fncht , es eine geraume Zeit anflehen laifen , und nach
der Hand erft gefunden, dafs fie nicht ftimmen : fo
. Syurde er ihn freylich an demfelben Orte am Hi.mmel
aufgefucht haben. Da er ihn aber, (wie es auch hät-
te kommen müHen,) nicht wieder dafelbß gefunden
hätte ; fo würde er ihn ohne weiters unter die zwei-
felhaften Sterne gefetzt haben , und folglich nie auf
feine Spur gekommen feyn , wie diefes ihpi nur zu
oft mit andern Sternen ergangen ift, welche er we«
genk ungünßiger Witterung picht . (ortgefetzt verfol-
gen konnte, ^
Oriani^ Bode upd 2;. Zac^ hatten kaum die Beob-
achtnngen vom x und 23 Januar zu Gefichte bekom«
men, welche ihnen IHazzi mit dem Umßande bekannt
gemacht hatte, dals das Geftirn deil 10 Jan. von rück*
gängig, rechtläufig geworden war, fo verfielen fie
fogleich auf die Venu uthuüg, dafs' diefes Geßirn nichts
anders , als ein neuer Flauet fej, Sie berechneten
ämu« Mg!»f%;di«f9U}9a^ K^^^^^ welche
I^[ Uebßy (^ vmen\ H^xuptplaneUn*'. 569
JPümi auch feiner Seits gefupd^ hatte. Allein da
sach dem ^3 Jan. daaGeiUro^aofing, fahr merklich an
Grobe uq4 ?o Licht abiuDehmen , ungewifs ob er
diefe Erfcheinung feiner fchaeUen Entfern uDg von
46r Erde» ^der dem dufteren, ^Qd immer neblichten
Zufiande der j^tmofphäre znfchreiben follte , wurde
JP. in feiner erftgefafaten Meinung wankend ; ,er fing
an , an delfen planetenartiger N^tur zu zweifein , und
ihn wahrscheinlicher für einen Cometen, als für ei*
nen Planeten zu halten. Nur die Berechnung feiner
gefammten Beobachtungen in einer Kteis - Hypothiefe
konnten feinen Zweifel zerßreuen. Allein zu der«
felben Zeit war er wegen anderer dringender Qe-
fchäfte, und inlonderheit wegen feiner fehr fchlech-
ten Gefandheits - Umftände aufser Stande, lieh mit
dergleichen Berechnungen zu befchäftigen. AU er
£ch im April etwas erholt hatte, and diefe Arbeit
nun vorzunehmen gedachte , verfiel er zum zwey ten-
mahl ib eine Krankheit, wekhie er ßch bey der Zie-
hung einer Mittagslinie in der Haoptkirche von Pa*
lermo zugezogen , und welche ihn in einen noch viel
fchlimmern Zuftaud, als der vorige, verletzt hatte. '
JUngewifs» W|9un er diefe Arbeit wieder werde vor«
nehmen kdnnen, und von einigen feiner Corxespoa-
deuten aufgefordert, fchickte er feine fämmtlichen
Beobachtungen an JLa Lande 9 Oriani und Bode. Die^
(er letzte .antwortete ihm, dafs ihn die nun vollftän- %
dig erj^ltenen Beobachtungen in feiner erfi gefafsteo
MeiiHipg .iiber den Flanetismns diefes Geftirna nur
D0cl|4»ebr beftärkten ; lieh aber daräljrer wundei^e,
iJafd ii^^sd feine Meinung ip der Folgß. wieder geän.
u r ' H h 5 te,
57^ MmaiL Camfp. igoh NOVEUBEIL
te, da er es doch in feineai erden Brie^ An Oriam
för einen Planeten zu erkennen , geneigt geweren
wäre. Allein P. glaubt , dafs , yrenn Prof. Bode Toa
der fchnellen Licht- Abnahme diefea Geftirns gewnbt
. hätte, er vielleicht zu deofelben Zweifeln wurde vnw
anlaffit worden feyn. ladelTen befürchtet anch Piaz&t
dafs, wenn es uns nicht gelingen foUte» diefes G^
ßirn wieder aufzufinden , ßets einiger Zweifel über
delTen Natur übrig bleibep dürfte. Das Wiederaaf*
finden hält er, fovvol wegen der Ungewifsheit, mit
welcher die Elemente der Bahn beftimmt und, ah
auch infonderheit wegen deraufserordentlichen Kleia-
heit diefes Geftirns , für keine fo ganz leichte Sache.
£r glaubt nicht, dafs es wegen feiner zu grofsen £dN
fernnng von uns möglich fey, ihn in den Sommer-
Monaten zu fehen. Anfangs November wird er fchon
leichter zu erkennen, und anfangs März, wo er in
den GegeuFchein tritt, am heften, nnd mit vorzüg-
lichem Nutzen zu beobachten fejn. Er hofft, dab
lieh diefer Wanderer alsdann nicht wohl den Nach*
ßellungen der Aftrooomen wird entziehen können.
Sollte demnach diefes Geflirn von ihm, oder von
irgend einem andern Agronomen wieder entdeckt
werden : fo glaubt Piazzi nach dem Beyfpiele eines
Halley^ Hevelius^ Bode^ Herjchel^ welche die rnhm-
würdigften Namen, eines Karl IL^ eines Sohiesky^
eines Friedrich II, , eines Georg HL , als Befchützer
der Sternkunde an den Himmel gefetat haben, ein
gleiches , wo nicht üärkeres Recht zu haben , den Na-
men feines Rdoigs und Stifters der Palermer Stern-
warte dadurch zu verewigen» dafs er diefen neuen
Ebneten «tck Uun Or«f AriKMweba bmeMt# wo-
▼Oft
LL üeher den nmm IJauptplanetiiu 571
TOn er anch alle feine Correfpondenten fchon benäch-
vichiigt bat , dafs er ßch künftig dief^r Benennung
:^a Ehren des Königs von Neapel bedienen werde;
er fchKefst daher auch feine Abhandlung mit folgen*
■den zwey Lateinifcben Verfeo des Fiarißeu MicK
TeUuris patriae duotura a Principe notüen
Aftfaii^er SieuUs Julßt ah axe Ceres ^
' Auf die Piaza^Uhe Abhandlung folgt ein kleiner
Anhang, in welchem Piazzi meldet, dafs ihm Oriani
Seine und anderer Agronomen Berechnung über dies
Gefiirn mitgetheilt habe. Er führt daher fowol die
Oriani'lc\xe Parabel als Burckhardi'a parabolifche, kreis-
förmige und elliptifche Bahn an; ganz diefelb^a,
welche bereits im Julius -Stück der M, Q S. 59, 60»
61 vorkommen. Sonderbar fcheint es beym erfiea
Anblicke, dafs P.iazzi den Dr, Burchhardt als Berech-
laer (einer elliptifcben , aber nicht feiner parabolifchea
und Kreia- Bahn nennt, welche er einem andern, ihm
twbekannten Agronomen zuzufchtelben fcheint, AI*
lein dies läGst ßch auf folgende Art erklären, JP. ent-
schuldigt ßch felbft damit, dafs er den Namen des
Autonomen, der die parabolifche und die Kreisbahn
berechnet hatte, auszwey ihm von Oriani zugefchick*
ten Deutfchen Blattern nicht habe ausfindig machen
können. Diefe zwej Deutrehen Blätter waren keine
anderen als S. 59 # 60 1 und S. 61 und 6^ des Julius - St.
unferer M. C, Auf der vorhergehenden S, 58» weK
' che aber Oriani nicht mitgefchickt hatte, kam eigent*
l^üipu BwQlihardA'% Name vor; auf jenen« w^^dio
2%w-
572 ttMoO. Correjp. iget. NOVEBIBEJBL
Piazzi erhielt, war abegr diefer Name bej der ellipti»
fchen BahD erwähnt; daher kam es, dab P. niclu
Wiffen konnte , von wem die Element« dieGer part-
bohrchea und Kreisbahn herrühren • weswegen er
auch den. Namen diefes Adronomcn in feiner Abhandr
lung nur durch Puncte angedeutet hat.
Aus denfclbeu Blättern fah Piazzi^ datfe "D. Burck*
hardb einige Zweifel über die Richtigkeit der AbFcbrift
feiner Beob£)chtungeu hegte;, und dabej einige ein*
gefchüchene Fehler ^vcrmuthete. Er bekennt, da6
dies wirklich bey der erften Abfchrift der Fall war;
allein er hat in der Folge verbefferte Abfchriften an
La Lande ^ Oriani und J9^tf gefchickt, welche mit
jenen vollkommen gleichlautend waren *), nach wel*
eben er alle feine Berechnungen angeftellt, nnd die
wir in den IV, B. der M, C S, 280 eingerückt haben,
Urn indelTen fo viel, als in feinen Kräften (lebt, den
VVünfcheu derjenigen Aßrouomen zqvortukomraen,
welche einen fo grofsen Autheil an diefer feiner Entde-
ckung genommen haben, und um alle, auch die ge*
ringften Zweifel gegen feine Beobachtungen zu zer*
ßreuen : fo hat er ihre Beduction ganz von neuen
'wieder vorgenommen. Statt einiger minder genau
bedimmten Vergleichungs -Sterne, welche er anräng«
lieh gebraucht hatte, hat er bcITer beftimnxte gewählt,
rat von ihrer eigenen Bewegung und yop der Ab-
weichung des Inftruments^ Kechuung getragen , und
überhaupt diejenige Sorgfalt dabej gebraucht , wel-«
'che man anzuwenden pflegt, \yenn man die änfserfte
'Genauigkeit erreichen will, DelTen ungeachtet crgabeta
^ ücii
* *") Bit' auf dielftste Beobachtung vom XxFobs;, welck»
«m 15' vermiiideit worden ift»
• 1^1. Uebef den neuen Hmptptanetem ^'jf^
fidi nor fehr UBbedeuiende Unterfchicde vOQ den to-
rigeo in den geraden Apffteigungen , welche faß gat
keinen, oder nur höcbft geringen Einflüfa auf die
Berechnungen der Bahnen haben können, we8^x^e•
gen er auch anfänglich eine aagftliche Genauigkeit in
der Hednction der Beobachtungen für überfhiffig
hielt. Zu Folge diefer letzten rigorofern DnreKlitht.
müfste man , um die äufserfte Schärfe zu erhalten^ Vor
den erften vier geraden Auffteigunged i/j abgehen»
und eben fo viel zu jenen vom lo» ii » 14V 19» 21 »
23» 28« 30, 31 Jan. und i Febr.*^ hinznretzep ; von den
geraden Auftleigungen des 3 und 8 Febr. mtifste inan
}* abziehen, P. hat das Geftirn meid an feinen Bejr*
den Inßrnmenten » an dem Mittags -Fernrohr^ und
an ^em Meridiankreis beobachtet ; er hat aber imme^
das Mittagsfernrohr für die geraden Aufßeignngen vor^
gezogen, wenn er die Beobachtung vollßändig an die<*
fem Inftrument machen konnte; wenn das äb^ toiäUt
der Fall war, fo hat er das Mittel zwifchen den Be«
obachtungen an beyden lußrumenten genommen. In^
deffen ging der Uuterfchied nie über o»*-i- iii-2eiti
den 19 Jan. allein ausgenommen, an welchem iTaga
er am Krcife eine Zeltfecunde mehr, als ani Xkirch«
gangS". Inftrument fand. V/as die beobachtetet Ab«
*weichungen betrifft , fo hat er daran gat nithts zU
Teibeirern gefunden. ÜbrigetiSi wenn jemand von
feinen Original -Beobachtungen Einßcht zu nehmen
wünfcht, fo fey er erbötig, fie ihm auf den erfien
Wink mit dem grbfsten Vergnügen mitzutheilen»
Diefeiben Beobachtungen werden aber nächitens in
dem VI. Bande der Palermer Sternwarte 1 mit feiben
ttbri«
574 MamO. Correff. iSoh NOVEM^^R:
übrigen Bepbachtungeii vom Jahre 1794 im Drattk«
erfcheineDk
I Dies iß die einzig Wahre nnd aatheatifctie £nt*
deckuDgB • Gefchichte dietes iängft vermutheten ^ nim
jpjirajiTfcfaQiiilich eatdeckte« Haap tplaneten unfere« SoB'*
»Qii-SyAems» welche wir von ihrem Entdecker felbft
un$ Fälerm0 ^ugefchickt erhalten^ andimfern Lefem
hier iib getreuen Aaazuge mitgetheiit haben. Es find
t,yßSLT in eiiiigcn poiitifchen Zeitungen ganz widen»
fprechende und irre führende Nachrichten erfchieneoi
weiche Zweifel and Mirsverftand erregt » und dem
Herausgeber der M. <X fehr häufige » mündliche «hd
EchriFtUche,. Aof ragen zugezogen haben, Daes uoe
nnmogüdi wird> jedem Anfrager fchriftlicb zu ant«<
Worten { fo finden wir uns dpppelt nodigedrungen»
gegenwärtigen ^fiEentlicheü Weg zn wählen » am aU
le dtefe^ vor das gröbere Pablicam {;elaogte mige»
gründete Gerüchte za zerfhreuenb
lu einigefei Zeitttuagen foll geftanden haben » Prof«
^^yJSß'^ 4n Göttingen habe ein Schreiben von Puizd
^v»Pal^mo erhalten^ worin diefer ihm melde, dafs
«r dei» neuen , von ihm entdeckten Stern > wekhea
fbr bisher für einen iPlaneten gehalten^ nunmehr wie»
6et für einen Coraeten "erklärew Allein 4 wer obigd
Entdeck» Dgs - Gefchichte diefes WandelSerns unr mit
einiger Aufmerkfamkeit gelefen bat^ (i^t bald ein^
dafs alles nur auf einem Irrthum in Abficht der Zeit»
Und s^nt einer Verwechfeiung des*^ Datums berukef
da Pia^zi fehr wohl zu eioer Zeit diefe Meinung an
den Prof, Seyffer gefchrieben haben konnte ^ als er
Ue noch hatte, der Brief aber, wie das leicht möf»
Udl# auf der Foft verfpäteti und zu einer Zeit ein-
geiau-
l^h Ueher den neuen Hauptplanetpk' 575
gelaufen ift, als Plazzi feine Meinnng wieder geän»
derty und nach angellellten Berechnungen zn einet
beltern Erkenntnifs gekommen war » wie er diefes
felbft in feiner Abhandlung erzählt. Fiaszi*s Brief aa
Prof. Seyffer beweift höchftena fo viel, dafs das Da-
tiun diefes Briefes (4 ^"g ) entweder verfchrieben »
Qder falfch angegeben, oder dafs diefer Brief ganzfey
mifsirerftanden worden. Deijin zu diefer Zeit zwei;»
feite fchon kein Deatfcher Afironom mehr an dena
Planetismns diefes Geßirns ; man hatte die Berech«
nuugeu parabolifcher Bahnen längft aufgegeben» fici^
nur mit Kreisbahnen beCchäftigt ^ Burckhardt hatte
fogar fchon eine. elUptifcke Bal^n berechnet» Dia
I^achricht aus &eyßvr*s Briefe kam daher freylich znt
Unzeit in politifche Zeitungen , und der £infendeff
mag daher nicht fonderlich mit dem , was in derÄßrp«
nomie vorgeht, und mit der Gefchichte diefes merk^
würdigen GeHirus bekannt gewefen fejn» fonft wür4 '
de er diefe Nachrichten eines hinkenden Boten nichc
in die Zeitungen haben eiprücken lafien » wodurch et,
das Publicum nur irre geführt hat»
In einer andern Zeitung wird diefer Nachricht
wid<erfprochen » der ganze Brief von Fiazai an Seyffef
in Z^ifel gezogen 1 und für apokryphifch erklärt»
Wir unferea Orts bekennen . offenherzig» dafs wit
nicht die allergeringde Urlache linden | an diefeitt,
' Briefe a^n zweifeln« Denn , warum lollVRPiäzzimtht
eben £0 gut an den Nachfolger eines unferet berühm*
teßen-peutfchen Allronomen » Tobias Mayer'n^ deA
Prof. d^r Agronomie einer fo weltberühmten Univer*
fität , wie Göttingen , fchreiben , als an den berühm«
ten Agronomen der k^ BetUner Sternwarte 1 Es ilt
I diefdt
576 Mcfudk Carrefp. }goT. NOVEMBEJL
diefes vielmehr im hohen Grade wahrrcbeiDlich , ii
Tiazzi in feineir Abhandlung von den in Göttingen
aufbewahrten Original -Beobachtungen Tob. Mayer'i
rpricht, und vermuthet» dafs darunter wol eine Be*
obachtung feines neuen Geftirns befindlich fejn kön«
BC, fo wie fich eine des Uranus dafelbft gefunden
hat. Es ift daher fehr natürlich zu glan))en , daÜB et
defshalb an der erden Quelle kann angefragt haben.
Es mufs daher auch manchem Lefer ein L&oheln ab^
locken^ wenn er in derfelben Zeitung lieft , wie auf
^ine kindifch- eitle Art« als eine allbekannte Sache
verfichert wird, Prof, Bode fey unter allen Deatfchen
Aßronomen def einzige ^ welcher im ausfckliefslichen
Briefw^chfel mit Pinzzi Rehe. Allein wir mtilTeü die*
ler Nachricht geradezu widerfptechen , da uns zuver*
läffig bekannt ift, dafs Plazzi noch mit drey andeni
JDentfchen Aftronomen in Brief wechfel ft^eht. Wirf
kennen daher nicht zugeben , dafs man lolche lächer«
liehe und ungegründete Nachrichteb von unferenf
'hochgefchätzten Freunde Bode bekannt niache ; und!
dem Prof» Bode felbft kann es auch nicht gleichgül^
tlgfeyn, wenn folche unberufene ^ di^nftfertige Gei*
der dergleichen Erbärmlichkeiten auf feinen Njnoeiif
in üfiFetitliche Blätter fetzen lafTeD/ welche ein £Wef»
d^utigcs und falfchcs Licht auf würdige und anfprudl«
lofe Gelehrte werFen können«
in derfeiben Zeitung« welche d^n Mifsverftani
mit Seyffer^s Briefe berichtigen will, kommen felbS
Tehr fonderbare Unrichtigkeiten vor. So wird zudi
Beyfpiel darin verftchert^ die Deutfchen Aftronomeii
hätten diefem benen Planeten den Namen tfera her
gelegt, Allein» welchem uubr er Lefer ktnn linbs*
kaxmt
lEtoDtieyDi dab dierwNameV viele 'Jakre vor daif
EötdeckuDg diefei Geßirna » «ine ^voA^-dbib Herzog
TOD Gotha vorgtfchlageiu BeDetiiitiDg*4ftt! Wir 'bmu^
chfin uns deshalb nur auf ünfereerften MaTcbrichtea
fifaei^ diefen vermuthiichen Planeft^ft^iii^ nftifer^r Af. C»
III B. S« 62 t za beraCeo. Und wenn wir uns dieb^
Nameof bedient haben» fo gefchah erfehr Telten uiidF
Uofa der Abkürzung wegen , am nicht ibunerfort diä?
linge Umfchreibung , das neu Bntdecktt P^effcho
Gjfßim^ za widerhoieBt ' ■'' ^*' ■ '
D« Prof. P^zti nunmehr MA' eigenes Kind ^
tänft, und Ceres FeriUnandtahßtxtoinvltaLt^ wozu et
di erfter Entdecker dais offenbare Recht liaf ^ aach al^^
It/.fisine Correfpondenteb zu diefer ßMennüng Vchof
ihm .aufgefordert Jündc fo unterfchreiben wir aucV
«tferer Seits diefe redit fchicUiche Bfeäeäming mili
yfULtßffL und defto gtötserem V^^rgnägen-, weilideiilr
Könige von Neapel unftreitig als eifrigem BeCchüfzcDr!
Qnd. Beförderer der Sternkonde , und als groIsin5>
tkigem Stifter einer neuen ftattlicfaen Stemurarte-, uii^'
lira dankbarfte Erkenntlichkeit um* tcf difehr gebührt,'
da ^t eine Sternwarte zu bauen nicht nur än^ej-attgtit^
ffloämn anch vollendet hat ; nicht Mols dtoprächtigflteAr
und koßbarßen EnglLCchen Werkzeug^ angekauft fi^f^
. «nd in Kißen und Verfchlägeti auf Rtimpelkamipent'
aufbewahrt , fondern » wohin fie gehören; fetzen läfstV
diefe TCHrtrefflichen Inftrumente nicht nngefchickten*
«ad uafleifsigen Händen » fondern einem Gelehrten
TOD anerkannten Verdienßen und Oefchicklichkeit
wvvrtrant, und dielen ein für allemähl in den Stand
fetzt 9 bine Arbeiten und Beobachtungen aof k5niglA'
Soften zum Druck za hefSrdern* Daherdenn att<9i ift ^
,Con.Vl^Jll%M8ou I i fo
^9 Mßiudk^GAffiifp. itöuNOVEmEK
tjf^j^urtAtyi^dHüijitiXichaitki «nd glänzeodften Fküdi«^
UtAS^s der-^lerfoes.Stepiwarte beryorgegaogen» die
Mehrte }Velti1lfAynkArw^h Bftndeii der rchätzbarften
^;fiobac)itm)8;eo;b«iGfe0pkt, und tiefer Tempel dec
^icilianilTcfai^i^ . Ut«»!« durch . ^e • merkwürdigfte £ot<
4f^iB|ng,nHt^4cMP»-4pÜQptUcheinUeteiideD neaen JabrJ
^qdertv^ aafJfabrt^atende mit ihrem Stifter DDdPrie-
^«Tt ift veremg« wordeob Mit Recht lagt daher Pioi*
^,iq feiner Al^bAoUilDg». da6 Ferdinand /f^mit grö-'
fserm Rechte eine Stelle am.üUmiml, ab maochefli
%lldqr^ JProtesiidf (k^lSterokundtf gebühre.
2» pWir'hafafP;fcyiM)n'in anferm vorhergehenden Hef-
tj)^. 567 p^tpQlhrl Gründe ivpge^eigt« Mrarnm ^e in
i^,^JCr«ia-IJ^ath)eCe berechneten :Örter dieCes niea«
^^eilir^a Ji^^Mf^li^b das Mittel swUchen .denjeni«
ge«. haJ^^en ,wilR(lM«,:wekhe w»T:iii fi&ner eUiptirche»
^4hfi berechne« köiMUeu. Dr« Olbflrx Vorrchhig^ dab
ifj^ )fej A^f^hiipgdiefe^Bjboen: 'Planeten toq den
4^..Kreia-£ie9i(?Rte;^ ber^hnet^nPoncten aoageheur'
i}];id diefelb^^fi^etiMi- Parallele ein Paar Grade vor-'
ni^d rückwärlf^r d^r«eh(ii<;lien folle» £11 nnftreitig dai^
ein^|[e\and .b^Ile V^fahien , weichet man bey dierer
]^c)iruohape^9irti^n und planmäbig befolgen kanaj
Wjif; I^l^n upi d^ipoach entfchlolEen , nach obigen
£m»'Ichen Kdreie -: Elementen » welche mit der tgaa«k
up'Reibe reip.ef.3,eobachtungen ziemlich genanübei»»:
efnftimmen , nachüehende kleide Ephemeride deeLaii;«
f^ diefea Planeten: bis zu Ende diefes Jahres^ su be^
rechnen, und44dur'Cli allen Aßronomeannd Liebhav
bp^rn der Sternkunde eilien kJeinbu Oienft zn erweb.
fep^ jpio AuETchrijFiQn der Coluvmen geben ihrfe^Gfrl
hjüt iaufa^ za ettopaeo»; Mo^ «her diejenige, .W9U
die die AnFfdmftrfüAt'j rttTtmUfs^^d^ft^efgheMm
P'uKsxi mxi^'Qgrikfli habieii »Wie >iniCeTe Lefer i^bc«
geTehtn ^aben, das lichcidesneaeDWatidelflördSJui
Anfang feiner ErfcheinuDg nngefälur' Wie da« eineü
Steriia^ der 7 -^ B Grbbe. gefchäfzt;* Ja der Folge,.
«nd gegen den, n Febr. kainea PUcsd aocb kleinei
nnd {apfebniidi Tirenncndert« vor', wekHes er ztfui
Theil dem duftem und nebKchtto ZuftaUdo des Dupfl^
kreifes zu der Takt zufchreibl. ; Allein » w^enn- wir dit
Entfernung dieles PlanbtUn von .der Erde für bejdb
Epochen in der Kreidsahn bereehpejn^: 16 folgt» dafa
den I Januar die Entfernung diefcs Geftirns von uns
ZZ i,$i24fmpd dwÜTOT^br.-n 'ri43«3'gewefeÄ tm^
daa iß: . in den letzten! '.Zeiten beynahe oni ^ det «tfC
Ben Dißanz wj^tei*) Tdn'*ima entfernt^^i DaS'Li'clic:!) «
oder Vielmebr. did gafehene Klafheit i dkrf«i'We(tklift%
pers, mufs demnach auch anJGel^plic)i ]P«etiiiipd<qj<^wo<^
den feyn. Diefe gefehene Helligkeit (^ctaritas vija')
mh Weidher wir einen nidht- felbft'ßrahl6ndihi:plaue-
tarifchen Körper fdicai^ iiängt:yen.d0r i^ibhtmengi
ab» die jeder Planet ron.dfer: Sonne ^m^9^^^,~-aO€l
von der Lichtmehge,-: welche er tiba zufcfdeÜ^i Die
erße iß im gttraden^Verhältnibder Jleleiiöktetiea O&er^
flSche, und'im uni^ikiihiften dav^^oadniti« der Cnt»
fernung von deriSbnae^f'^üe^^we^fite'iß'imttmgeteh»^^
teo Verhältntfs dea Qiiadrat« d^' AbOandea von det
Krde. - .Wir abßralüren hi^r voe den^<MoilificationM(
VFelchan däa anfikllende, nnd znrüekftrahteiide Lickl
unterworfen feyn kann ,. |e nadidemi'der befonderi
phylifche Bau der Oberfläche dea Planeten die Licht-
ßrahldn verfchieden aoffabt, verfcblingt pder zurück-
v*^'y;'0 ' 1 i z wirft.
56q JH0im^' C!brr^^^ üoh NOVEMBEIL
MixSu. Untere Abficht ift bloft # die jetzige gefeheBe
iklligkeitdet n^ueo Phpeten «bU der >damahU|;eD m
irergleichen • die er'bey binet mfitn ETfch/uniiiig ge-
iubt hsLti alt PiasaU ihn lls einen Stcpm 7 «- 8 GrS:-
ffie beorthailt hat.
. Es fey demnach fiür den j Jait. 1801 derDorchnitt
fer der Ceres Z2 O ; 4eflen Eötftrspi^ ^on der Son-
ne. =r S ; von der Erde er Il:;f£Bine geCehene Heilig^
keit :z: H. DjeAg^eicIieh -für eine' jede andere Epoche
der DurchmelTer n d ; Entfern.: von der 0m; von
der i ZZ ri gefehene Helligkeit zzhi fo iß
K : S*R* .i?r» • •
Setzen wir niuidie grörsteUdligkeit^ welche bis-
her beobachtet ift worden i H .rr x : Cd Wird , da wir
dieDnrchtAelTerdea Planeten in der Kreis-Hypothefe
gleich «groGs voraosfetzen müflen, das Verhältuils der
ClarUas vifa teyn, h — ^^ ,
s^ r*
Nach diefer Formel haben wir das VerhSltnifs der
fcbeinenden Helligkeit berechnet. Den i Jan. war
fiezr:'ifOoo» den n Febr. ZZ 0*62$. Unfere klei-
ne £phtmeride gibt denmach zu erkennen « däCs wir
difCelbe Helligkeit, wie am ii Februar, erft gegen den
10 December zu erwarten habe« ; dab aber zu Ende
dieCes , und zu Anfang künftigen Jahres diefe Heilig*
keit noch lange nicht jener bey kommen wird , mit
welcher diefee Oeftirn zu Anfang feiner Entdeckung
l^gUnzt hat; welche erft gegen Ende des lannar x8o2
wieder ganz einCreten wird, -
GiOM-
0ooa8fanfe}unr Stand, der C&res Ft rdina ni e q vom
.i 1 ■ , ■
1 . 1 Gt'o- 1 [ Afa- i 1
VcrhRlt-
Geocen-
trifche
rentr»
A^iu
; wei-
Im
LoQ, der
Etitfermms
VOR di^r Eide
iL'tfü dev
'i8or
Breite
che iii£*
Meri-
gefehe-
. ;•• . .
Mase
.uOrdL
^Hßg
ntirdl,
dian
neoWeU
iNov.
5 5 4
1 'l
155 58
17 's
19 55
0*473064
0.429
"7 T-
5 7 2
• 8 22
161 59
16 43
19 39
Oj4*f2tfi3
0,451
43, 7-
5 8 55
8 44
i6s 56
16 u
ig 23
0,450653
0,47^,
IP -.
5 lo 43
SJ ö
165 47
15 58
19 7
o,43K5<J^
0,504
J»5 •■-*•
3' 12 24
9 56
Ißt 32
15 4i
18 51
18 34
Ol 41+905
0.537
iDdc.
5 13 57
15 28
0,421706
0,569
7 -
5 15 22
10 i3
170 41
15 9
18 lÖ
O.39900S
Oi6o6
13 -
5 l6 38
10 51
112 4
15 15
17 58
Q 3S4Sa3
0.647
19 -
5 17 44
11 ii
»73 17
15 16
17 40
0,3704 t I
0,693
as —
S J&19
u 52
174 ai
IS 23
17 20
0,355698
0,74t
31 -
5 19 21
12 24.
175 H
15 3Ö
17 0
0,34<^855
0,794
Vom 19 bis 25 Novbr. wird dev Planet. Cebrvnaha
bey dem Stern Qsi ßebeoi zwifcheii dem 25 und 31
Decbr. wird er jQcb iü der Nähe des lehr kenntlichen
Sterns p fi befinden • und überhanpt vom x Novbr.
bis 31 December fich im Parallel obiger Sterne, nnd
•y* and 7*(n. aufhalten.
Dr. JBz/r<?A^r£2^^s«lliptirche Elemente geben ganz
genau diefelben Pqfitionen für die geoc^ Breite; aber .
die geoc, Längen geben fie von 2 bis | Grad groß fr
ttn. Man wird demnach belTer than» und viel ficbOf'
rer zu Werke gehesi » wenn man fich genau an daf
Bretter-parallel, und nichtan das des AequatorshäU^
da unfere Infirumente meifiens nur auf dlefe letztea
eingerichtet find. Denn , wenn ^ir eines IrrtfauAt
ioder eine Ungewirsheit von 2 Graden in der geocctt^
trifchen Länge voransfetzen ; fo wird diefe die be-
rechnete Ahioeichung (ehr .ftark aFfidreo ; z» B. den
X Novte; wit^ Üe c^ Abweich«kig4uv^*.:xx'. verUi)
i-.".^y li l Ldern
58+
---, — ..." .1 — PPPP"ififM— r
INHALT.
M0
iSJV. B«Kcbre^bnn|S TOA ktifchemir* Voo Df; /, K Hm- *
mc^ in Gotha. 4gt
XLVI« RevifiöKi de« iieiieft^, Kama von Jw «S^Au^^iiE»
I Cäria ginirtdedu iheätre* de ia gJUerr^ en halte* Pu
' Bä^t^r ftjÜbe, aeoM lürndfön. (ForiL muai Ocüm;
Hefts, 332 > ; 5lJ
XLyiL Ueber di« geogr. Lli^o Toa Rorm», Yoa B-« i»
P. Triesn^r. . . 524
XL VIII* Beobachtaagen snr Beflunnaag der I^loga der
Sudt Kahira ia Aegypteiu Voa CL .AS^baJb* •■yl^Ht
und btreekoet. ^
S9LIX^ Geograph. BeftitaiiiaBgen am JMS^nfaf-llAeui. Aai
4^ Sdireibea des k« Prenli.^ pbarlUa uad -Gecraral^aaiw
tierm. t^, Lscotf. JPotsdam d> 2? Sej^l» igoi. 54}
L> Ueber di« Stornwaite ia Zjfntbärg, . Aaa e» Sciiteibeii
Ana Lambei'g in Galiziea dk 11$ Sepc igöi» — N«bft
ZaKtsen d. Heraaig. i Geber die JJmherger ttonwu*
fi über d. trigonoinetr. Aufnahme von GaUüen o»
JjodoTMrien und die darauf gegrändeto Karte didbr
Lindfr» tt. Ab. die geogr. Beßitam. r. Lsrnberg^ ifl
tl* Fortget NaehfichteA überd. längfi vermatheieB imuäi
Haxpft - Statuten unferes Sonnen *- Syfiema, (^ Zum Oo-
tober - Heft S. 372) 55«
LQ. Übec den -Vorübergatag ^ Moadea dan^d. PIe|adaih $S>
Berichtigung^
2u Antang .iSex 365 Seite iH folgende» An AnBiag düf er^
iUti ;2eiie atttgtkfloat Er ktek defswagen iih •äqtkf^^nA'
MN^ lir.4
I mtfmmmmmmmim
^' JJtfO*fATLtCHß
CO K R E S P O N D E N Z
[/ ?Ü^,BEfÖRDERÜNO
ERD- UND HIMMELS-KUNDK ,
DECEMSERy tSoi.
'. '■"
• ■• .
LIIL
Befchreibüng .voft N^tpäl,
Von
D. /. F. BtmUike in Gotha»
X^cm Verrprecheo gemäb , welches wir im Octöb*
fleft der M. C. S. 344 gegeben haben, theilen ^\t
imfern Lefern hier die Befchreibang eines noch we^
nig bekannten Landes des lädlichen Afieiis mit. Did
|Iaaptquelle^ aus der wir Tchöpfen, find die Nach«
richten, welche det P. Gii/feppe, Teit 1769 Italieoi-
leher Präfect der kathoL Miffion in Mpdl, lA di^m
Lande geüamm^lr, nnddi,eJb/tii^Ä(7>*e, Mitglied der kön«
Gefelirchaft der WilT. 2u CSalcatta» redigirt hat. Sic
machen einen Theil der Müanges hißoriques ttßa*
jUbii. CöiT. IV B, iQoU K k ' ti[ti\
586 MonaÜ. Coyfefp.,iSou DECEMKER.
tißiques für Vlndoßm^ita^ , wddife'Tön^T; Qaßirä an!
dem ^EDglifchen überfetz^ und 7. B, BouchefeicheB
Franzöf. Überfetzung von J. HerfhelL^s Befchreibang
von Indoftan angehängt find. Wir verbinden damit
die einzelnen Data , . >^e}cl^ th^L» Z^em/^r im Jaht
1652 während leines ÄalTenthalts in Patria von den
^rayanen erfalireii hat , die vpi^ ;dif ff r ^rQ^^tSs^
Bengali fchenHandelsfladt aua über Gooracpmir durch
' Nipäl nzichBüt'dti und Tihet giügen ;"ttieH8 in 51 Tut»
fier'e GeEandfchaFtsreire ail den Hof dea Teflioo La-
ma vorkommen. • - .'- / . '7 ";
Namin^ Lage, Gröfs^ unä^^Tänzen,
Die Namen des Landes, von welchem hier ge^
redet wird» weichen nicht wefentUch von einander
ab; denn ihre Verfchiedenheit beruht blofs auF der
Anafprache. Sie heiraen: Nap^l, JV(ipmtl, JVepäl,
JSf^paul^ Nipalt Njipäl und NcdkphL' ' I>ef "Umfang
und die Gränzen deflelben lalTen fich nicht ganz ge-
nau angebeq; nach. IiennelV% K^rte yoi^ Indoftan zu
nrtheilen liegt es unter qem 2S und 29 Grade nörd-
lieber Br, und dem S59 86 und 87 Grade öftl. Länge
von Greenwich, oder dem 103, 164, 105 Grade öffl.
Von Ferro. Um vx>n Patiia aus dahin zu gelangen»
braucht man nach Giiifeppe^s Angabe 10 bis n Tage-
teifen ; der gewöhnliche Weg geht durch die -König«'
reiche Makwmipour^ Maquampour oder Moöaumpouft
die MiCQonarien und manche ändere Reifende gehen
über BettHa oder Bettyah. Bis au^F vier Tagereifea
von Nipäl ift der Weg bequem und ftihrt durch Ebe»
neu, dann; über Gebirge, wo er enge, befchwerlich
und felbft gefährlich wird. Diefe Gegend ift snt«(
jiem Namen T^riatd bekannt. ,; Vps ^^ex IVIitte März
^18. Mitte November ift die dafigcnLuft iehr-aiiget
fand; wer iu die fer. Zeit die G^birrg^g^gend dnrchr
reUl) wird von einer Krankheit^l^^fallGQ, ;di6 m«a
^ui nennt; ein Faul&ebcr , welqtifs faß allemahl dei^
yp,i zur Folge bau JMq ebenep Qeg^ndeu ßnd fray
mm dicfem fchrocklicben Übel. Wenn man* dep: Gp^
JlirgB weg , auf w^lohem man mjehn ala Funfugmahl
ijil^ef einen Flafs fetzen mab, zurückgelegt und dea
letzten Tbeil des Gebirges erreicht hat» fo bietet fi(^|i
f^me fehr angenehme Ausßcht dar. . ^^ipäl ^rrch^ii^fi
dann als ein n|[^erme(sliches Amphitheater., we)Ghe8.«nt)
geßihr 200 £ngl. Meilen im IJ^ifapg^ hat» .uqd mi(^
grpCsep und Kleinen ilark bcvölker^Q Studien üb^tA
^ckt.Ift» Diefß Ebene iß etwas unregelm^sig..-uoi|
vqn Gebirgen omfchloiTen. ... ,:,„j, . » .S;
.;;,. Den reiben Weg,, welchen wir cj)eii xiac^} Gwfep^
pfß Angabb bercbueben , fcheiuea.^|ich. die Mi/üpMH
r^en genommen, zu haben » deren Ae^fe Gcorgi.jifi]^
ijphabet, Xhibet. berchreibt. .D^cfe^gingen nän^licbr
gerade nordwärts .üb(^ J^^rriAu^z, den letzten Grünzs
9rt.Tpn Indoßan» nach^i7/2a727f/E» einem QorjEe 10 1^^«^
vr.^npour« Auf einer. Strecke von ^S Italien. M/eilea^
li^mcu fic durc|i efaen . einzigejfi u^ifntcrbroviienftfis
\y^ld , der, wie, iie n^achher hörten.» voB^WeAfH^
^^h Ofien iQo.lJt^eilen lang fich fortziehen. folU) ^119^
jpait uuzäbligen £lephanten t RhinoceroHen , Tige^bC
^üfTeln und and cm,. Thieren ^gefüllt war., welch%
man die Nacht über kaum durch Wachtfeuer, Ttßjpf^
iQ^ln« Gefchrey uftd (anderes A^rkes QeräufdiK. «ent«'
fernt halten ko^tnt^^ .. .. ;^ , ..
Kka ' ' Der
'gSB Vlmän,'tomjp^ tgüK ' McEiWB ER.
■.i. »*D*r .Weg dei* Caravanenr, Welchün Täveniierht'
fcbireibt, weicht fäbir iji^eit "weftlieh vou dem aDgefühiw
tta'^ab^; er dkderte daher auch weit lUoger. Sic bra«>
%eti mit Ausgang des December von Fatna auFond
' #rr^ikhtrii =ar^ ^ ^-it^' Gooracpoitr ^ wo fich da« Ge-
Btei Äes gr. Moguls 'txxf dicfer iieitc endigt. Von hier
blB'at) das höh^ Gebirge hät'inciaa S bis 9 Tage eine
{ehr'hefchweriicHe Reife, indem dtis Land mit Wäl«-
äefti bedeckt ift , die voll vrilder Elephanten find.
Mnitiitt dafs die Kanfiente des Ndchfs tüfaen « mdlT^n
Ats-HKielnfehr Wachehalten, nnd'eiBett'Schnfs näcÄ
dMl 'andern tEtin ,' nm fich die für'chtetlichen Thiere
Totti Leibe abzuhalten. Weil der Elephaut im Ge»
hbti iAi6ht deh gerhigfien Lärm ver^Vracht :' fo kommt
er '«den Caravanen nnverfehens über den Hals; er
thnt zwar keinem Menfchen weiter das geringfte Leid",
nimmt aber alfe Lebenstnittcl , di« er Rndet , mit fich
^ foi^t^-befonders die Reis- und Mehlfacke , and did
B^testopfe, wcmih man «fich aliehiahl reichlich ver«
Ärgt. *— FünF bis 6 Meilen von' Gooracponr nimmt
dä^ Gebiet des Rttja Nnpäl feinen Anfang und er-^
Areckt fich bis an das Königreich Bittait^ Der Rajs
ift^^in Vafall des gr. Mogoh und hat feinen Sitz in der
Stadt i^päl. Sein ganzes Land* beßeht aas Waldun-
ge» und Gebirgen. Diefer Befclireibung zu Folge er-
^ckie fleh alfo damahls A7/;3/-auf der Weftfeite von
Mühvanpottr bis an die nördl. Gränzen von Indoßan
Kerab» und war nur wenige Meilen von Gooracpotar
«Ätferht. '
•^'' Gegen Norden-und NordoClen gränzt NipM tn
Tibet ; öfilich an Butan ^ wovon e» durch das Gebiet
des Raja von Segwin oder Seccum getrennt iß;
'-'^'' ■ ;- gegeo
LUh:Weßfireibtmg vgn.fJi^ • 589
I gegen Sfl4en wird est-OD ßaharinni^ Qude AnrcJbidxß
Länder, der Ciratas Amd^ darch<li(^ i$^(!^igraiche 2IrAz/^
Makwanpaur und BettHa getTen.9|"; iBwifcben-^m
(«aoide dei- Cirqtas uf^A Coch ^Biftär oder Coos-ßeyit^
hur liegen einige. Ktoigreiche '}^\^gs,^^ nördlicheir
GräDze von fndojlan , , und fondern.^ieles Land VQm
fiidliohen Bulmi ab^ : JD^s Land« der «CVra^oj^ fohe^
aber alleiu , uud zwar füdöIUicb. .iVi()9«^*4 G/änzen ;im%
berühreD. Die weßlichen GränzQn find wenig be-
kannt;, man weifis blofa fo viel» flab auf dieFer Seiten
von Nipal 24 kleipe Königreielie Jiegen> von denfsu
Xamjfi zuiiächll an Gorcha^ t\ntn, TheU.von Nifäl^
Kintkeilung.n
Ob A^/);^Z In altern Zeiten uux einen ^nzigenBrr
herrfcher gehabt habe« läfst (ich nicht beftimmen , da
die frühere Gefchichte deffelben zu wenig bekannt
iß, .TaDermer is^ennt ?sWar den J^jfa^.I^äl^ -^ fei*
nen Sitz in der.Stadt Nupäl hatte» einen ValaUen d0%
groben Mogolt. Diefe Abh^gigkeit Icaheint aberlic|i«
nur auf den Theji von Nipäl zH,hezi.ebe9:» welcher
füdlich von den NipaLxfGebirgen ii^ 'der. Gegend voki*
Gooraepour mit Lidoßan zufammengriteizt. Über di^.
fe hohen Gebirge inö^n. wol die Inflpfiani£chen Kait
fer ihre Herrfchaft nie: aasgedehn^ haben. Vordem.
Jahre 17691 in '^^elcbem der F. (S^/^p/^e diefes I«aiMlr
betrat , war es in dx?y.lV^bh$ngig€i^önig.veiGhe; Oi^V<
hmdndu, Lilit - J^aUan und JS'/t^^^an getheilt » ab^i:.
n^ch einem vierjährigem Kriege» der im iL l^6^ffi^'
endigt wurde , . un4'^}W0von wiir weker pniteli dif#
Hanptdata anfuhren. iWoUen;, unterwarf ficb^diefelr?
bendergraufam^.iWj» ▼OP Oore*bi^^W^iSl9fAtp,^rj^r:i
K k 3 Jmmi-
590 MonaÄ'^torrefp, iSoh HEtEMBER.
kwindray/lHf b^piScbtigte fich^i^raaF auch det LaOi^^
flea der Giratar fi'oi aller Köi/igte^ che bis an dieGräki'^
^n von Coe'h'Btkäf hiii« Ihm- folgte Tein filteßer
Söhn PratapShikih 6et Kf>i»i^riit)g , nnd nach deffear
Tode , ^er zwiy^Jbitafe darauf erfolgtiö, -wurde Bahi»
dar SSk^ einer» XeJBer Btüider, der bis dahin beyfei-*
mra Vater^b'rhder jD^/r/?<rr/;f^ S^hlbBet^Ha gelebt hat*
te i auf den ThrUia -b^erufen.
- •* Bcy feiner Thron bfefteiganfr wurde viel Men-
fehenblut vergöITen , indem die Wittwe des K. Pra*
äSp Sink für ihreii Sohn Anrprti^hd auf die Regie-*
irungsfol^e^iB^achie) -^lle iVeiche fMtn'iNlpäl üandeä
alfo in den ueueHen Zeiten unter dem Könige jvon
Gorc'ha , welches Läüd Vdr dem " Kriege ein Lehen
- / r^^^WKS^^.^^^^^ r^^^'Jf^* ■
'^ Nicht blofe g^en Tibet und Sittari^ auf der Nord-
end No'rdoßceite/ and lüdw^t'H f^^en 31akwanpaur
lAfid /fi^i^r^^nd'höhe Alpeigeliirgi, föndern eszie«.
lien fich auch tisehrere Bergreihen in verfchiedenen
Bichtnnjgen' Mht«h'das Innere-von JMpäl, und bilden
ffiifser dem dbcrn' befchriebenen Hauptrhale mehrere
gfoiae^Seitentbäler,' deren Umfang und Geftalt nnbe.
kannr ift, me VcAtf N6rdweft'^g6gen Sädoft auf den
Gt&nzeii vön'^&^^-OBd Vi/v/^a/Zhinabzieh^nden Schnee-
geWr^e marh«n einciti Theil'des .i^^' oder devITtm-
TüäMi^ MtT^'liiftiiflo^ä'G^h\r^'''kusi im Norden
▼t^ö : Cät'timändH- I i^^ J die ■ SimH - Gebirge. Auf
deuCelhe^ find öra^möker verrchiedeüer Tibetanifcher
Wtai3i-p«d al]HÄW#r-Tlbet*T&fe«o<^tf vornehmem Ge-
TcHlechf^J^iDieF^m^lefer Grabmfiler ift von verfchic*
^v V . \ - ■ ,1 dencr
itkkr Art. ZWey^er drey e#faebim fich ab Fyrami^
^M>' die aus w6itcrr£titFemtio^ ficlitbar und mitriian-
dierley ZlerratheD gefchttiückt fiiQd. Nahe bej den«
Mben find mebreve Grabdefitia' nit^ vielen Characte •
Tens . wodnrcb wahrfcheinUch diejenigen Perronen,.
deren Afche hier ruht, beteicknet liiidv Die Nipa^
lefer halten das Slmln »Gebirge für heilig, und glan^
bön , 68 werde dnrch ihre Götzenbilder btffcbützt.
Sie haben ao6 diefem Grunde niemahls daran gedacht 9
auf demleiben Trappen zur Vertbeidignng aafztifteK*
len , ob ee 'gleich Soften von grofser Wichtigkeit dar-
bietet. BloFs in dem Kriego-zwifchen PrWhwkidrd*
fdn tindG0m;c;r^jrax retteten 'fich die Trappen des er«
Aen anf diefea Gebilde und warfen ^n ihrer Verthei*
digung einige Verfchanzungen au£\ Beyxb Anfwerfea^
der Gräben fand man in der Nähe der Grabmäler vie-
le Goldßüqke; denn die vornehmen Tibetaner wer»
den immer, mit einer beträchtlichen Anzahl derfelben
zur Etde beOattet. S. Giufeppe gii^ nach dem Kri^
ge auf diefes Gebirge, um dlf Grabmonuraeute, woi
von er ans eine BefchreibungertheiU» felbftin Au'?
genfchein zu nehmen.^
, Eine Menge VlüSß durcbßr&men N^äl von Norf
den nach Süden ;. aber nur wenige find dem Namen
nach bekannt» niafd erft dann, v^nn fie den IndoAa«
nifcb^n Boden bembren. Bfirqik, d^aslnper.e v4^ M^^
pät lind Makiüaupour ßrömteinFlnfs in vielen.Krflmr
mongen, anfangs kx^ einer Bichtung nach Süden,
dann rüdoftwärt^jclf^i Qanges)fXk*^:WELdtißxg\eiBi fich in
denfelben.nnterhalb:Afi79g^^; lein Jifanie iO; Bogr^^nUf^
tf. Ein anderer »f mit welchem-fidi'^aUe wefiL FlülTa
rwix.JSväl y^WMgen,, und 4»^FlntmSfgl0Oi ä^.
Kk4 nut
,9Q moHatltorrefp. iSoi. DECS^^ >
iwindrayin, bfe^nSthtifjte fich hierauf «^ ^g,
lea der Giratar fin6 alleTKöi/igre'chebia|, ^
;«n von Coch - Bihäf^ hin. Ihm folg.^ ^ ^
>Obn Pru^/Jjt; S/wÄ iö der Begieriiogii ^ ^ %
Tode, der zwfcy Jähi^c darauf erf<A %^\,\ %
iÄr S*i%, einer ^ f^ner Brüder, # '^ %■% ^ %
i^mVaiershruAet DebNerde,tS{^ ^ '^•^ ;|^ ^ '
«> auf den Thrbo berufcD. 4 fr J^'- ^ "^
■ Bcy feiner Throribeiy|: ^^ %r^ %%X
fchenblut vergöffen , i«dr< | |i "?>" ttf r %
?<J/7 5i//Ä für'ihreu SoJ^^ | f ^ "^ %\
rungöfolj^e iBÄ€h*e; -A^i I % ^%^ ^g' S ^
lifo in den ueueßefjj | j ^ 1" "^ ^
Gorc'W. welches /|f f. | ^ ' 1
rtaLilU.tawnjil |; | ^ ' -i^
? yiot/r ^ "^^ßi^ ^
- NlehtJ' ^"'- ^ ^^
B»d «flW'' uaffenheit, Größe und A^ ^f^^^ 1^
Md '^^ wie nach der Bauart der öffi^^-^^^^ ^
äffini^JSr ^ änd infonderhelt der Teippe] " .^^^^"^
MA/ ^«bührl; den NtpaLefem unter deu » u ^^ -<^^ ^
lüM ^/iüBm Aäena nicht der letzte Aan». «r ' ^^^ ^^-€^
p^jgftt fich aof dem Zußdnde der mecbanif^i^ ^^ ^^^
^iiii novoriheilhafter Schlafs auf ihr^ j^y^^. . " ^ ^ ^ -*
Äin^machtill. Sie würden ^*^*"^ahrrcheifr^^^-^^^^
gröfscre Fortfcbritte gemacht haben, i^^^^ ^^^
wie es fcheittt .' ihr Land darch' innere Ün , .^^^ t^^^ '
Kriege Ternittet und ihre Ruhe geftört wo J[^ ^^^^^
\Vcn*» die Angaben des P, Giujt^ii^ »m^t^^i'»^ ^^^
fowar NvpaX loi einem viel blühendem ^ZqQi tläm^^m^ ^
ilj;«*- W» Tboil von Jndofian, Alle SiMi^ f^ *
59» XanatU, Qm$Jf. tSoh DECESt^EH
mit dem O^ger Ikh* varmircht, baibt Gun^iü/k. Dei
Cofa o4er OTo/y.ift der ^5bte vo9 allen; er kommt
aas den • füdwärts yoo der. Stadt 4ri4fong gele^seneb
libetan. Alpen •■ d^rcbdringt das ^m^ia/eA» Gebirge,
ninimt während feinem Uiiifes rdn. Nordweft ge|;en
Sfldoft mehrere klexitere A7;>aj. FliÜTe aof , geht in
einiger Entfernung. "Ton ^i7irr;;our öftUch and Pur*
Iteah welU« vorbej, und ergiebt fichin den Ganges^
lo paralleler Richtung mit diefem flieht der Yo Saik
poo und berührt da» wo er aua dem Hlmmaleh^Gthit'i
ge heraustritt, die öiUicbi^en Grinzen ron Nipal^
flieCst in lüdößL Richtung durch Butan ^ und eilt,
nachdem er üch durch die breiten Schneegebira:e auf
der Grenze von Basalen einen Weg gebaluit hat » ge-
T^de füdwäxts ebea&lia dem Gattes zu
jLimvahrier; Kwi/lfertigkei^ und JBßiU«'^
derjelhen^
Nach der BefchalFenbeit , Gröfse und Anzahl ih-
rer Städte, Ib wie nach der Bauart der öfiFentlicbeo
Gebäude , und inCotodethelt der Tempel zu urthei-
]en , gebührt den Nipälefem unter den gebildetem
^Völkern Aßens nicht der letzte Rang. WenigHeD«
läfst fich aus dem Znftabde der mecbanifchen Künfte
kein unvortheilhafter Schlufs auf ihre übrige Ausbil-
dung' machet). Sie vi^ürdisn dsrin wahrfcheinlich noch
gröfsere Fortfcbritte gemacht habeü» wenn nrcht,
wie es fcheint , ihr Land durch- innere Unruhen uod
Kriege zerrüttet utid* ihre Ruhe geß&rt worden wäre.
Wenti die Angabeä des P. Giufeppe gegründet fin^r
lo war Nipcd ib-«inrem viel blühenden! Zu ßande, als
flj«* W» Theii vOö i//io/?aii, AHeStSdte, fowol
■ ' i ,u - ' die
\'\ * JLIU: Befchveibung von ISipäL ^ 593
die gtöG^era als kleinen, find gut gebaut, ihre Häa?
br aoa^.gebranotan Steinen aufgeführt , ond^drey bis
vier Stockwerke hoch; Thüren aud Feolier reg^lmä^
jsig und felbft mit Eleganz angelegt« und .die Straj
Isen darfihaaa, theils mit gebrannten« th^ila mit an*
0c^ru $tein«n,gepf lauert 9 un4 dem WalDer iß der gehöv
rige Abz^ vjerGchafft. Faß inailen Strafsen der Haupt^
^ädte erbljLcI^man Brunnen and Fontaineii mitge*
liauenen Steinen eingefafst, undCandle« die das Wat
Ter napt&.allen Orten hi^leiten, wo es nothwendigilL
lede Stadn hajt.ihrp Farandas oder Caravqnferais ^ Po»
li genannt» die gut und ins Quadrat gebaut find; auch
»uberhalb der Städte findet man folche« Co wie gogra-
bene Brunnen , in mejirereu Gegenden. Bey einer
jeden groben Stadt find. geräumige, viereckige, mit
gebrannte!) . Steinen ausgemanerte WalTerbehältniire
angelegt « in welche z«ir Bequenalichkeit der Baden-
den Stufen hinabführen. Das fchöufie und gröbte ift
bey Cal'hniwidü ; jede Seite deflelbexi iü gegen 2oq
Fnfs lang. .
Pie Anzahl der Tempel in den Nipalefifchen Städ-
ten ift verhältnibmäbig gröfser , als in. den bevöl-
kertH^Q ßtädten von Europa; auch in den befeßigten
Schlaffem find Tempel. Es gibt einige derfelben, an
ivelchen man alle Pracht der Indif^hen' ArdiUectur
bewundert 9 und die unermebliche Summen gekoftet
baben: fie haben vier bis fünf Cuppelp ( coupolea
qoarrees), von denen manche,, fo wie. die Thüren
und Fenfter^ Verzierungen aus vergoldetem Kupfer
baben. Per Tempel des JBaghero in LeUt:' F^tan iß
Cehr reifib mit, Gold , Silber und Edelgefteinen ver-
^rt; Vm Tie^e von df njkl^ineq Teinpe;(a, läuft von
. . . j K k 5 Äuben
594 MantM.- Correfp. igüL. t)ECEMBEIL
zutsen eine Treppe hernin, die abisr nur Yo breit ift)
. äa&*eitt)ePetroD aaFemmafilfaixtaaffieigen kann. Die*
fe kleinen' Tempel find entweder Tiensddfi odet acht-
eckig rfieCeflefaen 'aus 2 bis 3 Stockwerken,' welche
äinf Säcilen ruhen , die ztim Theil anspölirtent Mar«
kDor beßehen ; alle VerzieruDgen in deiifelben find
Vergoldet and nach dem GeFcAmack des Liaiicles fchön
gearbeitet. Die meiden Tempel haben ih der Mitte
der vier Carrees, in die fie getheilt fiiid,* eine groGie
AeiDeiiae Treppe» an deren Ende aaf jeder Sehe eise
Keihe Tierlich gearbeiteter Steine befiiiHBck ' find.
I^^ht blofs anfserhalb an den Tempeln hSngen gro»
ijfi> Glocken 9 die während dem Gebet und bey andern
feierlichen Gelegenheiten gelegen werden, Tondieni
. anch im Innern der meiften Cnppeln ßxtd mehrere
Glöckchen, ungefähr einen Fitfs weit Tod einander»
an Sehnaren (Seilen) befefiigt , welche; wenn fie
vom Winde bewegt werden , ein ftarke^ Geläute ma^
eben. 'Auch in den Vörhöfeu der Tempel findet fich
viele Pracht; in einigen find Säulen vo^i 20 'bis 30
Fufs Höhe, aus einem einzigen Stücke, auf welchen
prächtig vergoldete Götzenbilder liehen. - Gwjuppe
tah den Vorhof des fchönen Tempels im Schlofle J^/xn*
ga mitblätilrchen Marmorplaiten- ausgelegtf usd mit
küuftlfcben Blnmen ans Bronze verziert. >
hx dem königl/ Garten zu CaChindiiäd befindet
fich ein Kunfiwerk von befonderer Art. Mitten in
einer gtofsen Fontaine erblickt man das Idol des i^^
Tay an. Es hat eine Krone auf dem Haupte -{"imd lieg V
wie eine' fchlafende Perfon, auf einem Hahebette,
welches auf dem Waflet tu rchwimmen^fcbeint» Da$
Idol und dasjBett find veior-UanemH^lein» und von
7 '^ -v colof-
• '■ Ufif. BefchreibMg iöo» ' t^paU ''- ' '' ♦"= 5*95
CoföDTilKcher Gr5f6e ; das Ganze liat wenigfltm 20'
Fttfo ihr a«¥ 'I^bge , bey einer verhältiiifsinäfwgcir
BreiM» -und ift felfrfctiött gearbeitet, ^'^ •*
Es gibt zwey religio fe Sccteo in NlpäL Dle-Be-
keuÄer d^ff-SlVeAcu nennen lieh Baryeful; Ret^üea
Äch alle Kopfhaare aus i "kleiden fich in gfobes wol-
lenes-Z^g^ö» rother Farbe »nd tragen' eine Sfützer
von derfelben BefchalTenheit. ^ Sie find wie -hiti^ AVt
Mönche zo betrachten ; denn ße können ßch eben fo
wenig, wie die Isumas von Tibet, weher fich ihre
Beligioki fdiVMbt, verhöirath^n*; doch nhtiftrvirerfen
fich hiolit alle- diefem firengen Gefetze. Siel)ei>tzen
weitläuftigö X/^/?tfr , woriü ein jeder feifie^gene
€)elle bewoWnt, und feiern regelmäfsig ^gewiffe» Felle:
Das präthtigflö derfelben heilst l^^Vr^' , -welches ^inen
Monat, auch, wennes der König wiinfcht, iioeUr
Ifing^r dauert; Die Feierlichkeit diefes Felles beAefit
däfin : iaiif einem grofsen, -reich verzierende ufad mitr
▼ergolderem Kopfer überlegten Wagen wird ein Idol»
weichet X\x Lelit* Pattaü Untdr dem Naden I^hera
bekannt ift , be^um gefühtt.* • Der König nnd die vor-
nehinften BarySfus xitn^eben das Idol, nni^ die *£in*'
wobner: ziehen dien Wagen durch dier St#ifafs«ll ^r
Stadt. Ein grofser Theil d«r BegleituAg ift-milFihufr*
califch«n Inftromenten verfehen , womit eish entleuti^
eher Xiärm gemacht wird. ' •' ^ ......:.... j .
Die andere Secte', welche viel ansgdlireifeter ift ».
ift die der Brahminen, Ihre Gebräuche kommen^-mit
denen der Ind^ßanifehmi -Brahminen übei^etn ; nnr
hdben diefe irerlchiedene iMia&öm#d(iii^Aei^Gdiiräachö^
^. - ange-
596. Manaß. Comjp. 'igoh D£C£jllB£R.
anj|:enpBimen und find weniger ßrengiitdor Baobach-
tung ihiar alten Gebräucl^e« In Nipiil h^cigegen hit
lieh die Religion der [Hindus in . ihrer fpuixon Reiii-
heit erhalten , welches daher rührt » dab, anber et-
wa einzelnen Kaufleaten, keine Mahomedaner dit-
fesrL^nd betreten.
£in jeder Monatstag. führt den l^amen- eines Hei*
ligen ^. ttnd man feiert fie in den Ten^peli»: durch Ge*
het^. und Opfer , welche xon dem Gefetzo vorgefdirie^
ben $ad. - .
Handel und Münzen^
Bey. dem geringen Handels- Vermehr ^ virelches
Nipid. mit Tihet und Bengalen unterhält » welches
auch auiserdem noch in den letzten 30 Jahren zwey»
mahl theils durch einen Innern Kriege, theils durch
einen Einfall in T/^eA .unterbrochen worden » find
dip den Handel betreffenden Nachrichten fehr dürf-
tig nud unbefriedigend. . V.p.n Patnm und Beiiares ans
gejien. Ca r^ Käuen durch iVZ/^^nach Tibet ^ und füh*
i^e-u Epglifche Wßaren » als Tücher von gelber und
Scharlach f4 V be , Sehnupft^backsdofen , ^ Riechfläfch-
ch^n , Mcffer y Scbeeren, Aogeoglafer und die Pro»
ducte ßje«ga}ei^s • ueb(^ einigen Gewürzen , dahin«;
Vou diftO' Waareu , welche von daher zurückgebracht
W0rdeo\ erhält NipU Steiufalz, Tinkal (Borax) und
&}ld(lanb; üus Nlfjal gebt dagegen nach Tibet; .Geld,
grobes wollenes Tuch» Gu^zie, iVeis und Kupfer.
( 2Ärwof?Sv.426)i -
j. ..In .iVf^ai wird nur ^ine einzige Silbermünze^tiüi
zwar voU geringeat Gehalt , gefchlageo ; fie heifst h*
dvmullc09 ibat einen Weith .von.«ngefähc i Rupiei
und
nod ^ifdf ^o wie es das ßediirfuifs erfordert; in
»Wey, drey bis Tier Theile lerfchDitten. Siö curlirt
aach in Tibets nod dlieiit überhaupt zur Anfchaffaog
aller Lebeftsbedürfniffe; bey grofsen HaDdeligefchü^
teo abet Verden Gold* und SilberklampeD , Taree^
was 9 gebraucht y deren Werth von der Reiuheit uud
dem fpecifil^hen Gewichte des Metalls abhängt (^Tur-
ner S. 416),
Staatsveränderwigen und Kriege^
Kipal ift ein fehr altes Reich , welches bir in die
Doueften Zeiten, nebft feiner Sprache ^ ^och feine Un-
ftbhäügigkeit erhalten hkt, aber in der letzte .'Hälfte
des achtzehnten Jahrhunderts durch innere niid'Hnbe*
re Kriege zerrüttet worden ift. Die Data / firelcbb ans
der VJGkifcppe von demjenigen Kriege roittfaaltvwel«
e&en PfiVhwmdrdydn^ König von Gorc*hai der bia
dahin ein Vafall des Königs von Lelit FptUOn.^xve'^
fen war, mit diefem und den unabhängigen Königta
Von Cat^hmdndü und B^lutlgin vom Jahr 1765 bis 1769
g^fübttliat, find folgende : Nach dem Tode ihres Kö«
Bfigs hatten die Vornehmen in LSUt'PaUan zu ihrem
Könige einen der angefehenften Nipaififer^ Qainpri*
jas^ gewählt; nach Verlauf einiger Jähre aber ftie*^
Tsen fie ihn^ vom Thron und übergaben ihn dem Kö-
Bige von B'hdtgdju Auch diefer wnrde bald nachher
gezwungen, ihn wieder zu verlallen. Der nächfto
König hirch' diefem wnrde von den unruhigen Vor«*
siehmen ermordet und dem Raja von Oorc*hi;PrU**
hwhidrdydji , der damahls fchon die Waffen ei^riffcn
fcatte , die Regierung angeboten. Pril'hwindrdydrt
Übertrag einem feiner Brüder, DelamrdcitSdhi daii
Oouver-
598 Monade Cörrejp. ^ßi. DESEMBEIL
ßonvtSBemtnt.von Lilit-PütUni; dieb^ge^^aji im J«
1769. K6 vornehmen Lilit- Pattaiier ^ unfofricden
über den* Von Prit'ktbukdrßjßn fortgefeit^Kten /Krieg,
lagten (ich von ihm los* und ernannten zil ihrem Ko«
V nige JJßbnerden Sah, deü dadai.qh mit feiiieiB Bruder
in" Krieg gerieth. Er wurd^ kdd darauf yop denen,
vrelcheiihiti die Krone verliehen h9i%ttn^'-9exytgp^^.uui
ein Abkömmling der alten Könige, welcher arm und
unbekannt in Lelit^Pattan lebte, an feinen Platz ge-
wählt, liölmerden Sah floh hierauf nach BeU'ia^
fvelcbes tod* Ni/ml ditrch "Makwanpour getteAnt ifi und
inneihcll) ikr. nördlichen Glänzen Be/igalens liegt,
ttm.direiWi,^lvie es-Xcheint, fein Leben in der Stille
tu 'bef(ihlie6cn. . .
' Her? König von B'hdtgän hatte Piit*kiwndrayan
nitk BeySaiKderfucht, am die Könige von L.ilit^Pat'^
tanvinA Cäfhniandu mit Krieg zu überuehen; alleiiji
^As yf^Seogliick .Prit'hu)iitArayan'a veranlabte ihn,
feinen 'Angriffsplan aufzugeben» und auf ferne eigene
Vertheidigung bedacht zu fcyn* Prit*hwiiiintyan be*
, nutzte die damahligcn Umftände, um den l^önig G»^
iynfjrejar 9. deUcn Vafall er gewefen war« anzugreifep.
Um mehrere Anführer« die in den Gebirgen (landen,
in fein Intereile zu ziehen, gab er ihnen dasVerfpre'
chenv fie nicht nur im Befitze ihres Gebietes zu ht*
fcn , fondern auch ihre Macht und ihre Vorrechte ztt
erweitern ; zugleich bemächtigte er fich des Eigeo*
thnins aliet derjenigen, die feine Fartey verJaHen hat«
«en , fo wie er fich fchon^des Gebiets der ^Prinzen der
ßlarecajis bemeiClert hatte , mit denen er verwandt
war. Nachdem Prit'hvinirayaii alle Gebirge » welche
die Ebenen, von NipiL umgeben, inBefiu g^^ooimeQ
hat-
}'; "tril. Befchreibwig von Nipäl. ../. 5001
ha^e: fpi m^rfchirte er mit einer Armee von d^uhrGet
birge herab., um die Unter werf QDg von Mpßlfijivoh
Ittuden, £i fand aber dabey groraa uod uoerwartete
Hindernü[e. I^wejmahl belagerte er Cirtipcnef vyergebr
lieh» Während der erften Belagerang wurde: e^yvos^
Qainprijas angegrifFeu und ^l^^^ eine g^uKÜche Nie-t
derUge; einer feiner Brüder y«rlor dabey :da9j(^^,
und ev (elbüt rettete fich mit gebauer Noth iadi^ Ge-
hijrg^ ...Majchdem die-.zweyte fcbon mehrere Mona ta
^gedau^^ baue« foi unternahm er einen.. allgemfdne^^
Smria auf die Stadt, wurde aber zurückgefcblage^^
HJud ^^wi^ngen , die Belageruug ^ufzithebcg^/ £|;
marfdii^rt^ nun .mit feinpr Armee gegen dea. Köuig
Vf^o.LümjL»' lieferte ih^im^hreVe blutige Schlacjaten;
VM)4 ffiblofd endlich mit, ihm einen Verglcidi. {jiGr-
»of übertrug f^ feinem hrn^f^r. Snriiparat}^^ 4^ bcy d^r
zweyi»» : Belagerung von 0:r^i/;ö£/r verwttodet uod
VWQ dai|i:IVUrüonar MlofieL 4ikgelo wieder geheUt wor-
A^O war y das Commaado dei; A^mce . ,um diefo Stadt
VMkm djrittenmahle zu belagern. .Waürend diefer Be-
lageriMig kam es zwifckeu einigen Taiias dca Königes
PrU'hwirnH:iiy/i/i und dec Arm,ee der drey YCirbündeten
J^nige^, d^reu Hauptquartier zu Cat'/ünaiidd^war ^ zvk
verfchi^d^uco Ge.fechtep, wo.bey diefe.deu Kür^tern
zQgen t ;Wieil die Armee des Königs ruLViuiharayait
durch «viele Edle« die den König Gainyrcjns tödlich
hafste».! yerftärkt worden war» Sechs bis 7 Monate
batte diefe dtittc Belagerung bereits gedauert , ohne
4ie Stadt einnehmen z,u können, als iie,. ncbß ihren
Forts dem General SurujmraUia durch Verrätherej
überliefert wurzle. Auf Befehl feinem Bruders^ der
damahU in Navacüta war» übte er an den Einwoh«
nern
6oQ MonM. Correfy. igoh DECE3IBEFL
H^ib^oK^ gruoraiofta Räche aus: eiit Th«a der Vor*
seh'diftciiniiibte über dieKlinge fprlugeD*, allen übr^
gerr'&FhWt)herD, diä Säuglinge ntjd eidlge andere i
t^etdS^' ßlääicftrumeDte fpieleix konnten « allein a«8*
lieiYOtffitfeii » wurden Nafen iHid ^Lippen-^bgefchnit*
teci ^'d diär Natoe der* Stadt' in Naskacapour^ d. k
«Ke Stildtf der. abgefcbnittenen' Nafen , omgeSndert.
'" Htbfinif ttickfe Frit^hwhiäiayan gegen' Lilk^Pat*
^ct?t; um i^ar zu belagern. ^Nacfadem IkAi-did^^ Stadt ei*
i6e kurze 2eit Vert heidig t hatte, befchlöITen die Ein«
^ohnerikh zu ergeben. Wozu ihnen nnr ^^-TageBe«
denkzeit vergönnt waren »mit der DtOhüti|;i; <to bli*
te ihned^fe wie denen iti Cirtipour ergehen » und an«
berdem noch einem jeden die rechte Han^ abgehan*
en werden. -^PnfhwinariyHn brach aber luilrinriBatliat
mit der Armee 'in der Nacht aa(, nm den Engländer
totgegen tu gehen « welche Gainprijas nm Hülfe br*
facht hatte » und die unter dem Gpmmando des Gapi-
taina Kinhch ficli fchon der wichtigen Feftnng 6idiX
ara Pub der Nipalaiifcheu Gebirge bemächtigt hatten»
DaindebderCapit. ICinloches nicht wagen durfte » mit
feinen wenigen Truppen iti die Oebirge einzudrin-
gen: fo ging Prit^kwinurayun mit feiner Armee zur ück|
nm Gat^hmAndii zu belagern» wohin GaütprSjas üdk
zurückgezogen hatte. Diefc' Stadt wurde bald darch
Lift der Erttknihien , die in grofser Anzahl bey' der Ar«
mee Pri^hwinaruyan's waren »' eingenommen ,% und Gtf»
mpr&jos hatte kaum Zeit, fich mit 300 Hindus» dieio
feinem Dieofte und ihm getreu geblieben waren» nach
Lelit • Pattan zu flüchten. Diefs gefchah im J. 176s»
FriChtöinarayaii wandte fich hierauf mit feiner Armee
gegen UUt » PaUan » bemftchiigte lieh diefer Stadt
durch
Urch Lift und Verfprechtiiigen , die .^iowobner mit:
[114^ qnd Schon. UQgzo.t^phandela» ttberliefs fie^ebpr^
n Tage feioes feierlichen Einzöge« ^r'Pldndq^Uj;^
od A^chfucht feiner. Solilatfen , . d^ .nut ,unerh^tet
rauIaiDkeit alle Vprpehrp^n ermordeten., walcb^/
ril-^iD deinen Schutz begeben hatten, Blp(«, Üie-Mif',
gftaricH and diejenigen Einwohner» welche fich zor
V:ffiiic/ißn T\^ligLOu bejkannten, erhielten, auf drin^/j
19^ :y4^rfiellangext feines Sohn8«%£rejeii A]i>%ug.» um .
cb.i^ch. J9en^ai<?7Z in- die Belitzungen dei; Engländer
a^b^^e1;»fa« Gaiinpr^jas und der König von J^Jlk-^
!#££O0% hatten ri4t.y^r4fir t^bergabis der St^dt nfftih;,
MP |rc(9en Aiihange z^uj^^önige^yon ^Vt^^pz/^ei^
lt. . ' ' '■.;
,;Zii Anfang da«{.'>i%^: ywriß. Fri(;'hußiiii\(;iyati aach
[p^Gbeur der Stadt .$;/zii^^^. auf ebau^fU^ iW^^<?« wi<>
:.Afjb..9d{ier Städte ^<|^- FaUm usid^Gahygnandil^ be;*
i^^tigt hatte. Beypi Einzüge in die- Stacf^giog^ (^g
prejas mit feinem Gefolge, d^i ih(n.J<:eiii.q andere
^ffnung zur Rettang . übrig Uieb t.c^jm Siqger ipu^^
p^ entgegen^ wurde ab^r, wcnigeSphntte ynn ^em«r
D^en, tödlich verwandet, und fiarjb ^^ige Tage
ifjuf. Der Könfg yop; •LiUt^Pattwyifxxdp in fv.et*-
f^ S^^S^t ^>3 ^^Q.*^. I^T his an feinen Tacl^Ueb«. und
^r K^nig von i?Vi«^^///i , ein ehrwürdigen^ Gpj^ia». er-
iclt die ErlaubniCs, fich nach Benares za begaben.,
fie Matter des (Sainpryas^ eine f ehr alte Frau, die
:^P|(ij den Gebrauch ihrei; i^gen verloren ha^te, und
le, WiUwe diefea tapfern > aber ungjijcjtljchen 4ijü-
ig;6 erhielten einige Zeit xlarauf ebenfalJijQ ihre Frey-
.eit «r Vff/i zogen nach JPalf^ia. ](n dicfer^Stadf. Iahe der
\^ Öfußppe d^ef^ bqk}afi9|A\vikdigFj^l^^r^^^w^^^
Mbii» Corr. IV. D. jdoT. LI ihm
^04 Mwcuk JOflniifp. m., DEßEffJ^EIL
\fiif^\ um V^xiqifcWl^g: der i5r'i«^r^^ff:, .Regierung
m^ligeruqht; .tt^d.<4ervC^pif^ KirJipfifri^ktrd^S^nrVM;
ip. dcF BefchrGibuQg y9^rM(iJ^/^^fßvr*eiuigefißih\^ rübait
liehe J^rwähnang gei;haa haben » wurdet juim Geüinfti
^i^.cta^c^ M/'a/ ^esn^pot, und er wiur c^^ierft« ypn
d/ex, Bi:üufc/ien Nation «r der jemahls^JD^d^ei Jiandgtrii
lÄfli»Ä.wur4e.. : Die y^rmittelunguaiefed GpFw^M»
blieb ^\)ex ohne erwuurchteo Erfolg. JfißrJGü^eßßh^
Befehlghabcpr hf^achust^^ie Ver^^^ftugdftr fytsUa^
der mit den Nlpalefern 4n '/oinoiii Aihf •Qtifgün&'gia
ImifhiOf und er folVeilDep fehr nachtheiligeB JBericht
darüber a^ feinen- (ipf^ e^n'erchi^l -lUbed. : '.Tl^aiU
di§;.Weigflriii^g, der i^z^/ä7/^^r . di» ß9»kß d^ .Loifui
tbätig zd uuterftutzcn , tliieilB »dA» 'Ähnlicb^^t ^^r.
AJpi^r und D^4[P^in. sj^ifd^^ imXzhJipalßfer:mdi
JßäitldßhmTy^V!9»^ er>i^ckteugroftm>tA(r^wohh:f«K
gioa, 4v^ Engläipi^r ^ 'fo daf8 die Gf^ßr kaiini^ gUiK
ben konntei^ ».^ffii ße ihren Feip4l^n -Ji^inen Bejüanft
g^leißet hätten. < .; /. ;..,-./.
oi Die Chineßis YfixfQlgien inj^b -llitp Vortheikl
immer mit gleichem (jlücke,. und^wm^gen die Nifftr>f
lefer durch Üb^rljBgei^^H.an Mttth undiiunft 2b dm;
verächtlichßen ün^! unterwtirügßea l^itteu. Sie. er-,
hellen Frieden. auf die Bedingung, eines jährlicheD:
Trib^t3 an C7u>ia i ^i.n4. der Zurückgabe diles deffen«.
wa& £eau6 dem Klofter leslioo Looffttboo geiraobt hat?;
ten. Nachdem. Geir«^D^geßellt.uDddie.BedingQDgeB'
di^fes Tr^ctaM voWzogeu waren , ging die OtiiießJ^
Armee[ .zuriick;..^do'cl)r mit Hin tefLdfang mehrerer
militairifcheu Tofteu längs der fiidlichen (Tibet;,) Gvih^'
ze. Überhai^pt'fucUlen die Cläfieß?rbty diefer Gele-
genheit ;alie; m^^MÜ^'^f^ V^nhoUft «ttlbenutzei^;: Jü)
.1 c ' « dab
(
SfiäV^racti '^i^ ^^itchm < ^litm^d *i9ipal 'liegetttTä
Gebiet des l^^^tt^x^tiS^gwiji^öTt^f^^Stk^tüm^'dir'^aA
den Nf j^/iZr/^/iftüwcäleb war hBüi>J4ahfgtft'wörd€>i^ auf
-ftiii Äß«rbi«ti?rf,' fich'CÄWÄ zu ^i«e# warfen, 'be^z^
»an; Die Chintfer erricbteten Aih^x «ben 'tsilitalfii
tdhkwVxyRen,^ der iihitiitkelbara1»mrt GisbietderGyii
ifiäifcken Comj^pirc in Bengalen gränzt. * £if}e'n ^fli
äefD ftatkunFoftöÄ* legten fife^ b^^ P/z^ri ^Pämfong)
sAfiäer Gränze awirchen JS^/^n/i »nd Ttbfit atii Elae
für die Engländeffehr öacftthtoilig«^ Folge dieCfes ifTie*
ge^ war, dafa feitdem dct f^efm^äfeige Verk^hr^zwi«
fchdtt' den Befiiiungen der Oßiiidifchen Gempägnte
xttiA dorn Gebiete des ißwa «interbrö^heö word^h';
ifideYO die Ckh*eßr die von ihn^h befetztta PoMQ
flbtt^ihrer gewöhulichen Eiferfucht und Behut&ttikU«
^' bewachen , lind jedem Freiüderf, 'felbft den Eicgeboti
tktiii"'^(m' Bengalen und Indoßan^ diö AnnÜherang
tf*fefig.nntef feigen; vt : f . ■ ; . : ^ ,*
• ■■»•' ■ ', ■ ^ .. . .,.
Topographie.
] in der Mitte der übrigen Städte ,^ wrfche in dem'
grofsen Thale von Kipul liegen » eVh^beli Geh 'die
ätöy vorzüglfchßen, welche fonftr di« ft^fidenzftäiltel
der drey uiiabhäDgigen Könige tva^en. * Die'erftö'der-
felten l'regt iiif Norden der Ebene utttf h^ißst '
^'^ ' Cat^rnand'd)' Sieenih^t ungefätr achtzehntaufen<I
H^dfer, und das davon abhängige Llädd hat eine Aus-
itetinung von 12 bis ij TageriBifen von Süden gegen
"Ä'oTden , wo es in Tihet angränzt^;" nrid erftreckt' ffdC
Äicht'viel \^eniger von Oßen gegen Weßc«. In dem
Kbbigl. 'Gar^n ffeht dasH)beä^lj^tcl^Ütti;ile'Idvn'd6^ '
6o6 MonaiL Cenutfp. iSoi. D£€£tf BER.
hfarayan. Der KiÖBig deflelbeii «otorhidt UftUitfl
€me Armee von fiiirfkig taoCeod- Manti.
Di« zweite , LiU^ ',Pk$ttan • liegt fadwefilick rfm
Cai^nubidü. Der P« Giujeppe wohnte hier Tier Iah-
rßl er gibt 4ie tZiiHL ihrer HäuCer %vl oügefUir vier
und zwanzig taiafend an. In derfelben iß der prlch*
tige Tempel de» Baghero, Reffen oben S« 595Erwahp
nung getban iß. Die kränzen diefea Königreicha find
fiaf vier Tagereifeu von der Haaptßadt gegen Süden
entfernt, wo ea |in Mahva?^jour .ünMht.
Die dritte. Hauptßadt, B'hatg&n^ liegt ößlich von
LilU' Pattm. Sie enthält ongefähr zwölftaafendFa»
inilien , und ihr Gebiet erßreckt fich fünf bis fecha Ta^
gereifipn gegen Oßen nod gränzt an das Land der nn«
abhängigen Ciratas^ bey denen keine Art von reli»
giöfenjG.ebr&uchen wahrgenommen \nxA.
Die übrigen « , von Gtufeppe angeführten Städto
nnd befeßigten Plätze find: (jorr'Aä , delEen Raja PnV^
hwiuarayan ganz ^ipal ßch uuterwotfeu hat. Lamji
weßlich von Gorc\hä. . Timi und Cipoli^ bcyde be-
feßigt und unabhängig, fehr bevölkert, eine jede mit
etwa 8000 Hau fern. Cirtipour ^ eine Feßung auf ei-
nem Hügel, mit SoogHäufern, eine Meile von Cat''
Janatidu etxiitjuu Navacüta^ eine Tagereife von O'r-
lipour; der Name diefes Orts bedeutet Neues Scklofs.
Banga , ein Schlofs pebß z wcj Forts , drey Meilen wefi«
lieh von. LelU'Pattaii i mit einem der prächtigßeu
Tempel » deßen. oben S. 594 ErwähuuDg ^efchehen iß»
Tolou, etwa drey Meilen ößlich von Cat'kmandü^ ne-
tten eifern von den Nipaleßm für heiliggehaltenen
Floße; die Vornehmen des Landes laflen fich , wenn
^ ihrem Tode nah^ z^ feyn glauben» hierher brin-
gen*
f|in.^V Der dablbft 4befiikllicbe TMipd|fJä>iiiiDt ^
•Pracht und Reichtliiiiii •den ich:6n&ei^iu*Cat''hm!iffäd
^eidh^ Coti (^Kuti^ Kut)^ ein vei» 5j'«lf«n2er enge»
«fibkflrt^ militairifcher GräoEpoOeb Regien T^^^. 2wi»
Jcbed Ckt'bmaDdu und diefem n5rd4icben Gränzorle
And auf 7. ii<?7i7ftf/ra Karte von Indoftannoph folgende
Orte angezeigt: Sanku^ ßtpa^ Cioproi Nogarcot, Nejbfi,
'jOiimiäf Kanfa und C/»aÄa. - ■>
XIV.
Betrachtungen
über die
hydrographifchen Eintheilungeft
und
Benennungen des E^rdballs»
nebft . :
einem Vörfchlage zur Berichtigung derfelben« *
Vom Staatarath Qaret Fleurieu^ , .
Prifid. dar Seetion des Marine/
-X3a(a die frühern Benennangen der'ULnder, Meer^
^Inrgennd FlnlFe nldit ohne eine gründUchto Ver-
anlalFang entßanden, nnd fehr paffend für diefe ZA
ten gewefen feyen , fcheint wol keinem Zweifel na*
terworfen zn fejn. Da fich aber mit znnehmender
fievölkernng der Erde und einem atugebreitetera
-Verkriir unter den Menfchen idie Lage der Ding^ in
, £ehr vielen Stückes -verändert kat| fa kokmteb dea
- L 1 4 fpä-
stpättsn Nacjbl^Diiimeii fdlfihd »fieoeoouDgen'j; w^hhf
^TOO localtn: Befiehnngeo. imdi MesrhäUoilbn htgä'
nommen üiid |.«icht. anders» tU unfchicklich ^Ttot^ei*
-mo. Diefetr'S^icfc&l tiifft TOr«figUcb Um NaflMn
•dtr v^rfchieddocteMeere , weiche, ihren Urf]pitiD|;^cpt
iJKtdnt ycibet».,: Welche zuerü.cultmrt wordeo^Te«.
,daDkeo». oder Seel^ahrerD » welche auf. diefe Art den
Gaog ihrer Keife bezeichoet babQn« Sq hab^n 9^, B«
auch die Europäer alles ^jaf Europa, ab auf einen
Mittelpnnct bezogen , und ein Meer, welches den
% Amerikanern öftlich liegt , mit dem Namen des iveß-
liehen oder Oceanus cccidentaäs belegt« So wie üch
in der Folge die Ettropäifche Schiffahrt weiter nach
Norden hinauf verbreitet hat, fing man an, eben
^efesjzwifcheci- Europa, Afrika, ni^d Amerika gele-
gene weftliche Meer in das fiidliche and nördliche
abzutheilen , ohne zu bedenken , dafs diefe Einth'ei«
lung» au<:h aaf das zwifchen Alien and Amerika be-
findliche ungeheure Weltmeer mit eben dem Hechte
konnte aasgedehut werden. Als Magalhaens nach der
Entdeckung von Amerika durch die von il^m fo be«
nannte StraTse ging, öffnete fich vor feinen Aogen
von einem Pol. zum andern ein dreymabl gr^fserer
Oceau, als alle biither bekannte« Diefer Ocean er-
Jbielfdeat^faaieudes^^iicÄ^i und fiälm, BejdeBe-
«ennungeu müffßja.uns beut zu, Tage auffall^ii, wenn
j8« uns aU:.übl?l gewählt isrfcheinen. .Penii.xda man
.heym GUn^rittin die fogeponnte<S.üdfee gar nicht von
•f9 Orden' he« :jcA^mt, fo^erp die Breite gar nicht ver-
fliiidert. wird;] ; fq fcheiut kc^in Cjmnd vorha^id^n» wa-
iTpm d^efes Meer den Namen der Südfee mebv verdie-
iVi0.n:fo)jy(fjiila.di9Jäd;i«hell^Vf(<li 4ei weftUchen oder
> i Jl AtlaO"
tJVl • Sydh)gfäphi J^fUhlrikmgeuMä^.f^^ 609
6^ütihhen Qoeifi8,.ans wteUhebm&ii-rp«beiijeooniit.
Diefes lolste erfcheint* vielmehr durch diefeur Gtgclif
ibu.alr-eia DördUchesiMeerji £beu fo^ anfchkkUch
" lipbeinfcidie- Ekueonung Ae^ßillen Meers. Man foUte
4Sie£er BeodoDung zo Folge vermutheb » dieCes Meer
it9»4;a»£-.vou StürmeD .foef? eyt ; und doch veriichern
^ilfo.WeUumfegler, dafs £e mit heftigea Stürmen 4«
kiitopfea ^hatten. Diere-^BeueonuDg^'rührt « wie. et ,
Cchoixit/ von Spaniern her« welche- au fänglich fich
iMtr an die Küßen des feOen Landes von Mexico und
•fem gehalten, und unter den zwifchep den VVende*
•kreiien. gelegenen Breiten von anhaltenden Wind-
fiiUen in dem Laufe diefer Schifahrt .aufgehalten war«
iden. Piefer Beyfpiele lief^en fich« wenn es anders der
IVaiiih geftattete, noch fehr viele aDfübreö, und ohne
41116 in entfernte Gegenden zn verlieren;» brauchen
vir, wenn wir weitere Beweife verlan^uf« foUten»
«ur-an nnfere Nord* und Oflfee zu ^denjcen. I^
Jcann aber erwarten^ dab das angefüirrte zureichen
jwerde, um bey vielen unferer Lefer den Wunfch eir
lier (ehicklichen Ahänderuog entftehen zu macheii;
Diefem Wunfch und Bednrfnifs ift derStaatarathi^^ei^-
riV» bdreits zuvor gekommen. Im-fechften Bande v^ii
Jli^c^>i<i*d: Keife um die Welt ßoden wir eipen , vo^
jJnn zu diefem Ende vortrefflich bearbeiteten Auffatz,
pefoft den dazu gehörigen Vorfcblägen und neüerjk
Benennungen, und zu gleicher Zeit eine eigeae Wel>
^artev auf .welcher die Meere zwcckm^fsiger einge*
,^h^ih und benennt werden. Sollte es gefchehen , da(s
.4ie hier vorgefchlagenen Benennungen in di^ geögtiiF-
f Mfchen Lehrbücher aufgenommen , und der Jugend
it^ym .Vytenicht beigebracht würden.; (o: liefsq fidi
u . ,i. .1* 1 5 etwas
6iO . Monaik Comjp. igoh DtlCElltBEtLi
iatwtf tu ihrem Vörtheil hoffea. Ei wird tb^r deflflh
iiDgMchtet fdiwer bilieo , einm fo gemeinodtzSgtti
£titworf za retlifiren» und Mibbränche in Terdfip-
geo 9 welche der LaaF fo mancher Jahrhunderte ga>
heiligt and allgemein verbreitet hat. Die Jalonfie
4er Nationen, und die Trägheit der Menrchen, wel«
che (b Tehr am gewöhnlichen hängen * find mächtigf
HindernilTe , welche diefem gemeinnützigen Vorfchhh
ge hartnäck:ig entgegen arbeiten werden, and man Wird
fich ohne Zweifel, am weder das eine noch das andere
«inzngeßehen, ftatt des wahren Grandes aller bevoiw
ileh^nden Widerfetzlichkett, aufdie Verwirrungen be*
rufen.« welche dadurch (dine Noth in der Gefchichte
t^ altern Erdbefchreibudg entliehen \i'flrden. Mit
folchen und ahnlichen Scheingründen hat die Tri^
heit der Menfchen von jeher alle, grofse Neuerungi»
Entwürfe abgefertigt und zarückgeviriefen , nnd wenn
einer derfelben deflen ungeachtet aar Ausführung ge-
kommen: fb wurden eigene fehr güoßige mitwirken-
de Umftände oad VeranlalTangen erfordert. Was da-
ker aus dem vorliegenden Entwürfe werden , ob er,
was er fo fehr verdient , ein helleres Schickfal erfah-
ren werde — dies alles kann allein die Zeit lehreo»
Wir begnügen uns indelfen damit, diefen neuen Ent-
warf in einem kurzen Auszuge bekannter zu machen^
und es fodann Zeit und UmAänden zu überlaflen»
was daraus werden foll.
Fleurieu geht von dem fehr richtigen Satze aus,
idafs die -Geographie weder einem Lande noch einem
Welttheile ausfchliefsenderweire angehöre. DerGeo«
graph müfle ficli fo zu fagen über die Erdkugel erhe-
ben f fie unter lieh vorüber weisen laiFen» nndio-
dano
fkaa ledtfiti.Tlieile, welcher lieh reinen Aogen dar*
Hellt; eiöo Beoennnog ertheklen, welche weder'will«
k^hrUc^ noch relativ ift» Ibndern für alle Völker «der
txitpto wie'sa allen Zeiten gleich palTend iß« - In
dieCirifiBficht: findet er zwey grofse InCeln , welche
iron #iiimi ifiüizigen Meere timfloiren werden. Die*
lem' MfMre -gibt er den allgemeinen N^men Octan^
vnd es koipnt nor darauf an , den Ocean fchicklich
•insntheilen unii diefe Theile zu benennen. FUiu
fieu niiqni.t nur swey grobe Abtheilongen delTelbea
iui: [daa Meer, welche« Europa« Afia und Afrika»
und eii^ anderes, welches Amerika von Aßen trennte
IKefem ertheilt er den Namen des grofsen Weltmeere'
Qegrand Ocean. ) Für das erße wünfcht er , d^fs maa
die durch das Aherthum, durch alle Gefchichtrchreir
faer und Cosmographen geheiligte , und felbß von ei-
nigen neuern Erdbefchreibern angenommene Benen«
pnng des Atlantifchen Meeres bejbehalten , und die
des weßlichen Oceans gänzlich vergeflen möge. Um
diele beyden Hauptmeere vernünftig unterabzuthei«
len, gibt es wol keinen andern Weg, ala fich
durchgehends an die Abtheilung der Erdkugel zu hal*
ten.. Norden upd Süden ßnd Benennungen, welche
snehr abfolutes anzeigen , als die auf der ganzen Erde
herum überall und nirgends wirklich vorhandenen
I^amen, Morgen und Abend. Der Nord-^ und <SäA
pol 9 mit der eben fo unveränderlichen AeqidnoctiaU
Unie f fcheinen daher der fchicklichße Standort zu
teyn , - von welchem die übrigen Benennungen aus-
geben. Der Atlantifche Ocean fowol, als das grofse
TVeltmeer^ wird .daher in du» nördliche , füdUche, und
in da^zwifchenden WMd^rl^^lji» oditi A^quinoctialr
Meer
6i2 Monatk Correjp. ifoi. DECEt^EtL'
Aft^r.gecKeilt %rerden iftüfi«»: Ditf^Heyä^o-MMre»
U^elche den bejden Polen zfiiiäohftv ^fci^->rSeliiiehT
iwifcheo dem Pol ^nd den- Pol»mr[celn-lIegeD, köiv^
nto eine^ weitere Un|erabth«ilang tiS0ClMn\ ^nd^nit
Räcbf'das nördliche oder ßidliche ^' dks aretififi&' iäik
antirctffühc Emneer h:eifMü,*'Aüt'4\9f^ Ant' >^äfea
Dun' kl de¥'Hauptrache ^Ue Meere ofafae ^Aoraatilsto
eingetheitt und' benannt. 'Da ab^r da» Meer nocll
anfserdeiä fich oft fehr tief landeinwärts erAre^kt ^
ttHd adl^'djere Art fehr viele Mltielmefffl», Mec^rbufen
und 'Buchten bildet ?'; Ib werdeti die* obigen Beneö^
nnngen- allein geROiäAi^n zum •BehüP'der SaeFahrer
t>ey weiten noch xiiclit careichen. ''Zu 'dieKm Ende
Inüffen auch diefe mit fcbicklichen Nameü V-erfehen
werden. Bey diefer Gelegenheit werden' die Begriff
fe vön-Meer^ Go/fv,' Bayn. f. w. genrfner beftimmt,
Meere heifsen äfle Theile des Öceans , welche
. entweder vom fetten Lande, oder von einer Kette
Voti InCeln''umfchloiren find, und ein von' der gro-
fsen W^ffermaffo abgefodderte? , leicht zu" unter fchei-
flendes Becken bilden. Sie find von- zweifacher
Art. Entweder folche,» 'weiche' nur durch einen ein-
zigen fchmalen Ein- od^b- Ausgang 'itiit dem Oceau
zufammenhängen , und im eigentlichen' SJnne MitteU
meere heifaen, oder fölche*, wt?lche irar von einer
Seite vom feftcn Lande urarchlo/ren', von der andern
durch eine Reihe von In fein von dergrofsen Waffer-
tnaffe abgefchnitten werden/ Von diefer letzten Art
5ft das Meer der Antillen und das Chmeßfcfiie Meer.
Vertiefungen, welche nicht fo tief und eüHvärts ge^.
hen, heifsen entweder Meerbr/feh ^-^o^JS y' oder Boy*
en (^Baie^^- D«f Me^/büfen fflrb^ftfcer' Wandung
der
cblt KfgehiMchi^bTeiJ^r^ali; errief* ift. I^^'^BgeiHlBdl
«(r|«fd«B^ai ibref «Alitti^^brAiter luid 0erättikii|eri\id9
«m^jfc9ip#atj|^4ii: reUMiia.V)^)egbdbHt«iib Üildmiä
ItfA^mmK iMlnitOb dleÜK ^gd^^ie^e VerMfuns -eiDa
^liolitiedtll^xinMeevbideQjbltte^ AUecb^tfch^ieMa
gwrir9i>(<Ub»ltein Spract^r49chLttnd decfj£jrßdyrakt|f
^n'.AIedrbitfwJ»ei(deUjkiälD. Die Bajon wvrdeufer-r
»fiV ini^^^?>|p «öd gvfcktoff0i»ibitigsllhmlU\* ZwAeüer^\
OcDtgäböfctoiii« Qampßcbt^^ md- die Hondunar.^ Buy^
Ute gefobk^neto Bao^eorbabto grobe Äbdliohkeit >fDit
den BuHieaj^Meeren V iidr;d4£8 ffie dera ümfanga-nacb
U9igör'..Aod;^*- Von diäferATC find z. B.*Me'Baffifis^
naArJüs^finpA^ Bayj - Voäx hleinere Vertiefiiiigcb:
l^iiddiBJi^<9t!tmd;i?£i^ik^c^^^Q*v^ieaiich die:i{füifti2r&
ffm %ro&ar fUITe v . i^y^ deo) fifigltodorn i^/^Zi ^ ; weU
che, ilai^ Ullit «inen Eiu.--^ tubd^Ausgaoghtben';. voa
^QWsGaw'ilMm o^ajL^traßch mtfiJBiaeht .Qiiter£cijiodetai
werdeifii. . 'iSu^Aliefen gel^öAK ii9iii\Ca7uä zwifchcw^Mn^-*
imtdiiind' Skofiixclch, (La idaudhe) oder dm-Can^l vo»
Shari^iu'iotiSk Moh- Bi^ipäh .iln- der Note eit.& 2r
Verden) diersBenenihlcgeiSfc ^nd Tdr&hitfdepenl Arten
von Hä{m>unA4kdid«nDt)ich geiiauer . logcgeben und
. ^• NafchdiEüm.deT berühmte Yierfairer Höh dttrdh aieCe
VoraubfcAMng^r'dien Wegl g^bafabt; To rerfixela ^er
non die wivkliicbiQ Anwiecdanöf auf die kldineten Ab*
tjieUuDged . dar /bey dejp grofeeo\ Meere. Die -raeiflea
lUtüien Moererf *]|Ie^bit£BA:iuid Ba^n erhalten in
-r! •. i dieler
6i4 Monotf. Comjp. igoi. DECEUBER.
ffidbrnraeo NomeDclatur ihre NamM iroa den alH
BKcbft felegeDCn Laudeni aod, StädteiL Deor VerfolTer
cif}f t ^ejieo die Nameo , welche von den Fäl1>en her«
genoiQUien find« und will zu diefem Ende das cwi^
fcfaen d^ Halblnfel CaliFornien nnd der ««ftlichea
Seite von liiexico gp\eg&ä% rothe JUeen idia Mtfer von
CalifornUn bei^bnt wüffen; Der Räängeftattet nichts
^bjB':virir; da ea doch der GegenAind-Mtdieerte« ona
In ein- weiterea Detail einlalTen; denn dieb könnttf
nnmögUch gefichehen , ohne die gante Abhandlong'
wörtlich za über fetzen. Wir fahren «nr «iioch et war
in .Betrefft der Terrchiedenen Inreliiieere (^ Arckipela"
gus) an « und bemerke» dabey« .dab ▼irie^derfelben»
welche in den neuem Zeiten entdeckt worden, mit
den Namen ihrer Entdecker beehrt werde«» um an£
diefe Art das Andenken nnd die .Verdienße dieler
M&nner zu verewigen.. Um hier nach den Hegeln der
Gerechtigkeit zu verfahren, wird beyder Benennung
fo viel möglich auf die erften Entdecker Rückficht
genommen. Um der durch die vervielfältigten Be-
nennungen eingeriilenen Verwirrung^ zu Heuern,
verlangt uufer VerfalTer mit gleichem Recht, dafs je-
dem fpäter entdeckten Lande auf unfern Karten feine
erße Benennung, d, h. die, welche ea zur Zeit feinet
Entdeckung entweder bey den Eingebornen gehabt,
oder von dem erften Entdecker erhalten, wieder zn^
geftellt und in Zukunft beibehalten werde. Dieb ift
auch, da die Nationaleitelkeit bey diefen Entdecknn*
gen allgemein im Spiele ift, daa einsige Mittd, um
fich in der Folge den Kopf nicht mit einer ganz un-
nützen Nomenclatur zu überladen. Anfiierdem , dab
ea ungecfBcht ift, wenn ffätere Ankömoilinge fich die
Rech-
■ I
IVacHte ^eg er߫D Eistdeckers anmaCmi:, fo j;ibtiis dod^
flttCierdeiii.wahTltokiiDdtrefuid- reeller« Wege« pfa
Aiw IVithm feinei Vaterlatides zu. Teröw^eiitf und der-
verntlvfti^re Theii'der Menfchen bemerkt: oicht ob;
. ne WebflMith , ^ie rehir oft die beßen Sachen leidea
und i|fiti5diigerw«Ue erfchwert werden •- fabald difi
Eitelkeit £ch einmircht^ und Tordeti übVie«n-Mitii
Werbern: litinrordrängt» -; _.. ^ . : . .,.^.. ;;
■ - ■ -tv.
V. .1 . ■ i . ■ i
^•4 der- .'■■""■
rietieften Karten von der Schweiz.
'-i'
fjorte giniraU du thiafre dc-la guerre .e^ Jtalie. Par
^ac,Ur .d^Alhe. gme Uvrmjfm (i|) Tq. weit fieeinf
. ^: . OarAelluDg der Schweiz epdi^t,)
' ■ < Fortfete, zum Noveittber H. Seite^^^j. ^ ; *
. . . *■ ■"* '■ ■ ', ■'. ■'■■ ' ■ r^'"* " ' '■■
1dl bedanre Tehr» dem Blatt Nr. 2 welches unmitt^h
bar oben an das vorige anftöbt, nicht Um gleichen
Lobfpratl^e ertfaeilen va können. Es iH mit aaffiillen*
der Nachläßigkeit im Verhältnirs gegen die librigen
Blätter bearbeitet. Eine nähere Zefgliederang wird
diefes Unheil rechtfertigen. Dieres Blatt erQreckt
fich über das ßrdliche Schivaben nad die nördliche
Schveh. Die ganse Tendenz vnd. der vomehmfto
Zweck des ganzen Werks iO^militärifdi. Es foU da?
her berotideri fiiir den Ofitcier bmsfilibir nud lehr*
' reich
W. KaHen Ml 4ft Schwek. ^i9j
I ^'"lltft'j6ebirg8reih6 ^EMrirchen dem Sekäß^
^tiA Sulzifiheii Klettgaü voii Oßerßngert
'rt'gäfic W6|rgelaireö ^ lind endlich det
'^ Fu ts hoth) i den das Schlofs Hoker^ '
•=^^^_ Hiteinferkleio^eQ , faöcht^ tonmerk«
''^'^^. Dg abgefertigt Zwifchön dem
^ T^. hit der Kollfirß (etwa 700
^ ^^^iBi . "^^ • bis TrüUiken binatif; detf
"^'^ '^ CJ OD Kiederßdrnmkeim äti
^^ ^ %. ^ 'ch höhe bis Cö?iy?fl«j^
"^^^^ -s^ 1> .lem Blatte an 4 bis
^ "^ .initteu: fein Fehler^ dea
.^it einander getnein haben ^
,at alle der Undeutlichkeit irgend
oonung zil verdanken haben. Z^ifchetfe
unddsr Töß fehlt erftlich der Reite Jrchet
*^^^Äi Berg Und Neßeiihach^ dann die Bergreih^
^* ^^^ch^ längs deir TÄ//r hinauf bia Fraueufeld und
^ dann der Sclianenhefg (4000 Fufs hoch ) zWi*
^ -^^igg ündJK<?/iJ dann das Hönidlj (2SooF.hoch>
"(^Jfchiiigcn. Dagegen ift eine Höhe bey ß^ifen^"^
i^^^t gezeichnet, wo keine ift » Und bey Neft&nbäch
t^>r«iter in die Töfs laufender Flufs, der eigentlich'
,^ ^in kleiner Bach ifl:. Itn Canton Thurgaü fehlt
'^^udets det hohd Sonnenher g K^h Steitfurh^ tind did
fl^ltibeiUr Hohe.
5k . 2witchen der Töfstxtkd der Glatt fehlt ^er BIötia
J^^g (806 Fdfshoch) Und die ganze als militairl^
^p Stellung bekannte iBergreihe hinter der Töfs voik
^fwi^in bis Kyburg ;' dersgleichen die unförmlichd
BftgnialTev zat welcher Jinßickm^ JflUberg, ff^ald
liäi^i ü. f. Wi iiegtoi . 2wifchen der Glalt lind Att
lit^ Cörr. i V« B. 180/4 M nl Lim*
6 16 »hntitL Correfp: ifyi. DECEll/lBEIL : [
iklch'-tey'nii ':lu^ Aem Ende fiod ille antergfeordtoete
G^geuftitodd -tker deutUcbeoiDftrßeHuDg der.5tttutiaA
SütgeöpHortrSo ofl fi« dorfelbdo fchadau iJ^üffda-tDie«
fer GrumlbfcterrTchthexTio^ftechfiDdaa diQP. .aaeißea
^derri 'Bt&ttjärji: .oiir -hiev fdifeist er veii^lfen sft
f^Or Dtfb naancbe .von SckmabeTtiBvsiiigüAiiäi^^t .
hm v^rg^ffen IMi ift.febr na^ütüeh. OicCott Ltad
kann ungeachtet des welleufürmiKea Stsigcns ntd.
Fallen». r^ne« Bodens von dcu Feldherrn bej Anle*
gung und von den önicieren ncy^usTührnng der
krie^'crifchön Entwürfe irqinäkT als ein ganz ebenes
Land angefehen werden. , Jene Weglaffuno; bat alfo
weni^'er zu bedeuten ^ ^enn Vchcra die leichte Anga-
be der Directionen einiger- Hiihen intereflaut geVKe«
Ten wÄrÄ-;.Wi«hl fa higgegc,p iie-ikJrdlUfke Scfyveiz,
Sind gleich ihre Berge niabedeutend in Verhältnib
des Höchg^bVrges : Fo find fle 'dorcb bedentetid gbjiti|
für den AeitendeH' und deh MiliKair. Der-eifle ionft
fich tu oft tim Yie hetumwindeii> ' nnd der letzte za
Tehr mit ib feine* Berechnimgeo-fttifiiehmen , als da(s
der Landkartebzeichner iie vergelTen dürfte. Majfe'^
iia's berühmte Stellungen vor Zürich und am AI*
b'is , Carl's vofi O^^jierr^ich gelehrte , wabrfcheiplich
dnrch gebein» Triebfedern, ia: ihren fonft uafehlba-»
reo Folgen gcRkiöie MaMcuvrcs fprechenl^t gjenug
für die Widiligkeit der Situationen, in deii Cantpi^en
Zürichs B^dettftnd Li}ilh: und »doch vern^Üfen wit
fie auf gegenwäriigem Blatte , vermifljen ganze Berg:
ketten I die meii wichtiger find, als maniphe in Ober»
Italien forgfälfig-angedoutete Hügel. .^ Im tanton
Schaffhaufen ift. vorerft der hohe. Randen (apooFuft
hoch) fiüchtignod unbaßimmt, als niedriger Hügel
hinge- /
LV. KaHen von likt Jffchiveit. $t^
hitf^Worhn -9 dfi^ 6ebirgsreib6 ^Mrirchen dem SehdJ^
karißfiTeen UDct Sulzif^heii Klettgqü von Oßerfiiigeti
bis Schaff hatifeti '%a€it ^eggtlaSen^ Und fendlith dtlr
fVölkoi/iein ( 1 2ÖQ Fu ts hofch) * den das Schlofs Hoheit *
kiingeii kröut ^ bnr iHiteibferkleio^eQ ^ faöch(^ tiiiteerk*
liiDhM Üfer-SchrftfiFiei-aog abgefertigt. 2wifchi9fi dem
AÄri/* Uod der Thiir fehlt det Kollfirß (etwil '/d^
Fuis hoch) voaFeuertkaleri hie TrüUiken hinauf; det
Statnmheimer Berg tind die Voo Kleäerßämmkcim zxi
Muititerbirochiiö faft durchaus gleith höhö hxiCönßani
fortiaufende Bergkette ift auf ünferem Blatte an 4 bi^l
$ Orten mit Thälerb dutchfchnitteu : Isin Fehler^ den
iMehföre benö Karten loit^ einander getipeib haben ^
uud deii fie vielleicht alle der Ündeutlichkeit irgend'
Hnlsir Handzeichnung zu verdanken habeü. 2wifcheil»
der Thur tinddsr Töfs fehlt erftlich der Iteire IrcHel
iwitchen Berg und Neßeiihach^ dann die fieirgreihd
Voü Flach i längs det Tirnr hitiaiif bis Fraü&jifeld und
£lgg 9 dann der Sclianenbtrg (4oööFufs hoch) zWi*'
ichenEigg iin^Zelli dann das Hönidlj (2 8oöF,hoch.^
isib Fifchiiigcn. Dagegen Ift eio^ Höhe bcy ff'ifen^
dtüigen gezeichnet, wo keine ift ^ \Xnd hey Neßenbatfk
t»n breiter iu <^iö Töfs laufender Flufs, der eigöntHchr
mnt ein kleiner Bach ift. Im Canton Thurgaü fehlt*
befoudets der hohd Sortneiiberg oh Steußtrt^ tind di^
tkiUii?eiler Höhe. *
^wifchen der TöfsXihd Aet (Slatt fehlt i^er JBiäUi
^etg (80Ö JFüfshoch) tind die ganze als militairli
fche Stellung bekannte Bergreihe hinter der Töfs Voitt
,^ßffi^en bis KybUrg ;' defsgleichen die unförmlichd
fittfgmalTev Jäat weichet Jijifsicken f JViUber^i /^ixfa
Üthtn tt. t Wi Uegtoi . 2wifchen der GUut nnd dw
.Cört.Vf.JLidoU Min tini^
JLimmat fio^ep wir, «dßitt dm gtflben StJm^ifrigtt
f^aldes ein kle>D6t, Hu^elwerk: udcI däB»Geländ TM
^adf9t big Eiidingm hinnntar 4ft 4|ar nicht aogedaiit
tat.. . - '. • . :
, ^ - <r«wif8 bat Bader JCAlbe dtati^ Gegendeo nie f^
J^enigewib ba< er Ae, weil lie nicht ZengeU: jctfie(
Grobtbaten der luUenifcben Avisee wMen, dbna«
feiiie Blätter bauptßlcUich gewidmet .find « für nnbar
^\anteod gehalten« Aber dann hätte er ea doch wir
xiigßeas anzeigen (ollen » damk niemand die gHeicfca
Gonaoigke^t erwarte»
£8 ift Schade, da& die meiOfinü^aBen auf ein«
lächerliche, hier und da faft aof eioe nnkeantUchi
"^eife entflellt find. «Hier einige, wenige Verb^fiaront
genala.Pfobe: Im Can ton Zürich Ubbifen^ foU hiii
Jaea Z/hwiefen; HaHCOrt, HengarUni BüUen^ BrU%
leh; Kemiken^ KleinikcHi ff^^lUten^ J^mllifseUeni
Milefehtikeu^ RüfchUken; Mandorf^ Mänedorf; Tm^
henüial^ Turheiithal n. f. w. Im Cauton Thnrgaai;
fkigeiit jDägenveilen ; Egtlshaus^ EgolUhofen; £r*
jmfingen^ £rniatmg€n; Reswjli Ksjsweü; Kimsdorff
Kurzdorf, u. C w« • Im Canton Sentis : Qot^au , Gojfs^
au; Uniachery ümäfchen; Sckwelbrugg, Schweih
irwm; Arnßols ^ am Stofs o. f. w. i
Auch die fouft mit fo vielejr Sorgfalt angegebeoatt
Heerftrafaen find hiev oft obenhin. DiegroCse Strab^
von Conßanz nach Zürich geht von Frauenfeld auf
Islicken, welches fehlt; dann .durch Gwutetfchiveil
^urch auf ff^iterthur; von da mitten durch Tqfsi
und ^aun ganz in füdoßlicher Richtung die bekannte
$teig binan, über, das Gebirg auf Baffoißerf, Bm
den, welches mangelt» ff^^UißeUeH^ Sikwanienäim
m-
LVv Sariek «Qfi Jer SttivoeäL \ < 6ia
^fin^tukdi Zur ick. ^pißßtXf^jkevOn.Ztiriph Mack Schaff'^'
häufen über Eglifaü .^e^et nicht aof Käkh VLiäk
Safiiii fojQdern auf Bafz^ Lottßetten^ JejfleUerty Neü^
fyuifen^ tmd Schaffhaufen. Die von ff^fiterthür aa^
$t. Gauen gehet auJF Rünücken obd Reterfchen (\ieyi^
Inaogelu ( dagegeo QiUit das Qqbedeutetade SchotH^
ckeny, dann auf £/^k Aadoxf^ Duttweüt IVIunclU
vaeü^ weit neben Ninachvotb^ ai\f fVeH, Öberbw»
ren^ Qqfsau^ Bruggim^ Straubenzell , CweLcbea man«
gelt) und SK Gallen: alfo nicht auf Öbermaveil^ pU^
weil und OberglaU. Die Nebenärafaep find.gewöhn^
lieh noch fehlerhaf teiv Die mit drey Strichen bezeich-
neten StraCsen durch den Hummelwaid von Ütznack
bis Uchtenßeig ift keine Heerfirafse. überhaupt ij| ^
die ganze Gegend yoa l/txnach bi« ^Eigg fainontet
taaiCslongen.
.. Wenn eine id Ruf ftehende Karte einen wichtig
gen Fehler begeht: fo kann man. faß ds^rauf zählen^
dafs länge diefer Fehler von lallen » die nicht telbft fer
lien », \i^iederbolt wi^rd. £in folches Beyfpiel iSt auc&
hier wieder: die PPyfs'- Meyer^che Karte Nröl 7 hat
die Gebend von PFald und Fifchenthal auf die ei^
fcärmiichfle Art verpfufchu t^un iFinden.wir dietiäm«'
Gliche Zeichnung bey Mechel ^ Mallet , Chauchard^
JI^Alhe; vielleicht noch einigen künftigen Karten^
xeichnern. Hier ift alfo wieder ein hohes Öebirg
zwifchen fj^ald und Fifchenthal^ wo die Natur kei-^
oes hinfießeilt hat; und hingegen die mit dem HömJätj
xula^m^Dhäogendet die Gränzlinie zwifchen Zürich
.einer und dem To^genhurg anderfeits beftimmendd
Bergkette» in welcher der Gallenbrunn 3000 Fufs, däB
Sehneebelhom 1 200 Fol« p cjfe Scheidegg 2 700 Fiib 9 ^«c
Mm j * Hufit
(5iö tHonatU tbrrej'p. ffof: DJSCE2tfBER,
TLöfsßock 'un(!h)e)ifere')ind^ere)ibt]fl» Spitzen ficli äik»«
zeichnen , Fehlt gänzlich; -
So lind auch die Gränteii deft Cauton^ Unth vn*
Hchtig. t)a8 ganze, auf dicfem Blatte fichtbare Ufer
des Dberh Züricher Sees bis ^n den Bilßitfs (nich^S/fc
wad^ gehört böch Yü L//z//z , Und taicht zu fP'aUßät*
ien^ ZwiTcheu Slhnen tind Schnhelbach ift kein Ge>'
bir^e , toudern der )ina Eictluts der Lioth id den See
liegende Buchhßrg ift ifolirh Die Bergkette ctes JJhis
Ift zwar Yi'chtig, aber bey Weiten taidht l^ark geoüg
Ichraffirt^, ti'ö ift Tehr fteil und höher ab alle lAi Caö-
tbu Baden feht ftark ausgedrückte Betge. ^Itßetten
ift ^anz in i^er Eb&ne am uuterftfenEnde des GeUrges:
JWlsrieäen ift am öftllchen FaTs ^effelben} Leirrtbaeh
ä\n linken SUufer. Dfer Lauf tiet Limtnat -, Glatt
tind Ilciifs ift äufserft taachlärfig. Es ift Fehr Schade,
iJals dieFe tliircV z wey HauptrchlachtenleideV To itocrk-
Vürdig gewordene Gegend nicht beflet dargeßellt
iß.
l)ie weßlich der iVeuFs gelegenen Theile der
Schweiz find etwas beffer. Der Jura als domlnirecde
Bergkette ift gut hierausgehöben ; allein Feine 'unmit-
telbare Verbindunig mit deto Ilorn ob ijebisdorfuuA
dem Lcigerherg]enhits Baden bis Regenfperg ^ ^ine Ver-
bindung, welche die FlüITe Aare und Limmat^Vitdk
die Gewalt ihres Stromes fichtbaV dürthbirothenv tud
lieh ÖIFnungen hindurch gebohrtbabeto^ difeFe ifttoicM
Bchtbar, und der ei^eiilliche AnFatigdes Jurahey M
genfperg gar nicht beÄierkt. Man meint hier , tt fiö-
je bey Kll/ignaü an. Die Berge um Bnt^g lind toich't
richtig; Königsfelden Folltc da ßehen, \9o ein Isioge*
bildetes Fö/znifü;/ verzeithbtefiftlii t \v.; das «bWgb
j4r§au
^egaHiü, im Qanzefi. gtU^i nur gehört. f^ia^-Gpränaf
gegen ^t'a vicht an* dihMjodt .biq^uf ,, fopcUw an 1%
^ggei: und, folgt;. ibrcn\I-^uf,, Alte, tictje Ijiiarteii
2:ia.b^a. d^e(eu Fehler^ dQo\vol i£zfj:, alad^CjrftQHetr
4W^bjei der neuen Eitt^hcUung^, ^qt.£eia,SüAd^nr«f
gißtT iieUmeu m.ujs.. Der Qrt S(;rai^,lhack ftefe^t 4o|i*
peU^ ,.iii(?4ifi; nich^ auf der St;rabfr.voA SchöftUa^.
jtflgicU, J^ßerxm^ foudcru in eiaexxv wir^ich,,aogezeig^Ml
|äfibept;h^l auf der Seite voa Kulm^ .1
fseo.^ Da& Baljiat^ und, infond^rhelt; die ins Bi(lhli4L
^iljS^^fifÜbreud« ÖiI«u»g;.be3E /f/iifljc/u^ii'o/^c ^nd Gmok
in{ime?t^ aittK nördUchea J^uCä A^x Jtlafc^natt y lü^l^ht
icerw^otreu d^rgeßellt;, fa wia üJberbaug|L,4Us.zahlrciK
jÜi^Vk Durchbrucbe im. J^trc^ meißena. weggelaüjea iinjl
^aci.QpbirgQ dafüi: ^Iseinc; uaumer.bi^a^h€lPQ.|i€;ttQdav^
^Aftdk Oud^ I^^e üärkrtea diefer Oar^bi:ik«l\0« fi^
^Siajelcgg hintci: Kiklib^rg bej Af w«^ (Ut PftG| blf
Gätisbrwnic7i^ VkuddßtJPa/j^vqiig^ . ^ ...... i. .,:>
Der Caiitoa ^ö/öZ. ift; reichbaUig an Ortfchaften^
^nd, bejQabe etwaa za Xiberladeo^ AUza viele Na^s.
pieu. fcbaden der Deutlicbk^it der Sit;uaUona*ZeiclK
riungv To wie biugegea allzu wenige; Nam^n. der VolK
fländigke'tt fchadcu^ iHier nätteu füglicK mehrere uii-
bedquteude I^amen wegbleiben und dagegen an an«i
4er a, Ortea ohna Sct^adea mehrere wichtigere hin^^
(etzt w erden können«
^Der Schwarzwald und Oberfchwahen nehmen äi%
gr5(^erei Hälfte diefea Blattes Nro. ^ ein, . IcU. nnter^
. lalTe um fo lieber dict vielea Erii^perongen ^ welch«
auch liier zu machen wären ^ weil wir bereits mehrte
TQ lehr guite Blätter einer auf genaue Vermellttjpgen ge^
<!22, monM. demfi. iStn. BECEMBEIL
j^flndeteta Oebetalkatte' vra Schwaben erhaheo wer«
üteo', diehöchn wahrrcheinlich alle frühere Abblldnn«
gen di'eßr Länder überflüfißg tnachen wird. Am öff-
liehen RaVide des Blatts ift noch ein Stück des Vor^
prlhergs^ worin man aber die O'egeoden am Fetdkireh
,«nd Bregenz fchwerlich erkennisn kann. Titer AnicKt
!hhÖne aber feltene Karte labt an Genau igkeit fürdi&i
fs'Vrovtnx Mrenrg zu wüiiFchen übrig. Am weftliche^
Aandeift ein ^anz fchmaler Strich des JElJbJfes ^ der
"liiGhts alf die AbeinftraCse yon Bafel nach S^ra&bnrg
«€igt * :
Die allgemeine Anflcfht diefes Blattes ift' etWsf
*«inFöTroig, and aach der' Stich, wenn alles Stich ift«
lUi^ nicWi die' Nadel* za Hülfe gekommen worden',
Inlohl'COB amore gearbeitet Wenn die jptilätierder
Kzen Karte in eins zufammengeftofsen würden : fb
rdd mati awlfehen diefem nnd vielen Blättern der
t»ftefi. Ltefeadiig^ auch in Abficht auf die Manier,
finw ?i^mUchen Ck>ntraft erblicken.
.! . i (HU fortfe{fz.fol^äjf
Ln
k frV » il'ö öi^t^D h e Ö e o b a c h t un g eü
i..i ^r
V'^r- allen IHngenli^böii trir es Wr' imfere Pflickl
gelfifltdbvdie ßnäAitKcheo zu Atexandrien und JR!iJI<
#l^/M»Dg^ellfeett €>r/|lriixN\B^^/srÄ^7i^tf» des k. Dl^
Wf^h^tl liißitratb» ^^/^BtlÄ/'; mitTeinen darüber ge';
Xühft*^ij ^ereehntttig^ ; getreu n'nd nbverändert,' fö
^ie^^V'fie ab^tii'itzufheüen die Güte' hatte, abdtu^'
*4cett"«a (äffen, 'find ilnfern aftroöomifchebLerem'ztf
Sicfficto vor :fetile|^^ ^ welches in -drey der vorhergii^
llendenl H^fte de^f Af.'€« gefchehen ift/ DaStlr TtM
d0nr;(isfti«rathB Mg^lUgentlich. dämi 'aufgefordert Wth^'
dieu lind,'*') feine (ämmtlichen Beobachtuögen VirM»
derbohlu Reiihdav/g zft nehmen J und wir uns zndie-
fcni Gefchtfte niii dem gt&fsten Vergnügen änhei6:til|
liemacht haben : for folgt gegentvtrtig die Erfüllung
^liefes gethanen Veffprechens^» ' ' • '• ': ^ '
Ob .wir gleich durch unfere'geaanM, innd niaiih
^eo neneßen üül^itf ein gefahren Rechntikigeii aak
llieGsn Datii keine ?i«ae Refill täte eüliälttobäbien , Toü^
dem .vielmehr die? oft»/}, to» 'Niel^kr felbft berede
«leten auf mmm bewoadernswürdigb Art beftätiet fiiü^
imk r welche» xo» Theil einer gegmlHtlgen toakfii^
.^*Diw; a iy. B.S. 24*
^24 Mmt^ «onv^; <;^V DMCEmER,
Ipe^tion uDvermeidUcher BeobacbtffttgsTchler, iiiid den
iireTfchiedeiien dabey gehrs^ucfiteD JVecbnnogs-Eleinea*
teil zozurciireiben iß; fo ift doch picipapd yerbuo-
^en, diefes auf unfer bloCses Wort 2<a glauben; viel-
IpehT fiqdeoi wir esaos mehr als eiiie|D Groikd^ poth?
yfcpdig« deo uuuipOiikliQhea BdWJei« 4^voa picht
fchnldig zu bleiheri ^ d^ es yieUeiebt l^vtie geb^Q
](5nDte^ welche ^in In^erelfe dar^q fibdep werden,
diefe Rerultate iq Zweifel zui ReH^D;" Erftens iß e|
fvr: die Gefcbichie der ACtropop^iet dqr Sohiffs^hTii-
Kqude pud ihrer Fortfcferiue ^n^rk würdig » *i^ erftfe-;
xeq« z£7ß(27i und i^'o diQ beffer« 4uHqraug0— Me^b<>464
^r (q berührotcq. Aufgabe der Länge ^qr See iiperft
üiigciw^qdt^ und- iq wirkJicb braq^bare Aofübung
^^nin)Qn toy, Zweytens , wel<cheq Grad Yon Äa-
verl«rä^k«!it »ud firaqqbbarkeit die(e ^eihod^a d(i*
«pabls fchoQ gew^brteu : und endlich « welcben l<7«t-
feq qnd Gewjun, nicht nur die .SchiiFahrt, Coqd^rn
luich dießrdkqude, dqrch di^t<Q Ui0|eq - Beftimninn»
^eu erhalten hat^
I)ieres, zq ergrterq , (iqd Jceine Beobaqhtupgeta
gefcfaick^er und qsehr dazu geeigOQt , als die Nie»
^(/Är'fchen^ Wir babeq fchoq im IV. Baqdei der M:
C S. 246 die ppftreitige Ehre» nnd das grofse Venr
^eqll für d^q JuIUzr^ih JMehifvr reclamirt , der ^r-
;, /Ze Seob^bt^r jre^^feq ^q feyn , welcher die vor tr^Sy
\. liebe Methode ?ieik Moqda • Abftande *ur Erfindaii|[
-^ df r (.änge ^nf dpvck fefleq Laude picht nqr v^rfneht^
\ ^^^^^^" wirklicli iui^eiUJtüftdc^ qnd damit Gebrgeuaqe ogid
^»ny^rl^CTige Lllj^gmbl^f^ipimiUigdq herausgebracht;, hA
jtier ifteiqkqr^rAbriGi voip Gange diefer Erfindqng.
t'-'.<.> ■ . . .
.. \.
Jt,VL NiOuhr's aßron, Beohacht, - 6?5 ,
Jöhßwi Wermr , eiq Nörnb^rg^r , war dcT ^rße *
4er in« T. 15 14 in feinen AnmerkUDgeo über da« I« B,
4er Geographie dea Ptolemaem die ßepbacbtupgen
der Ab(|ände der Fi^Qeroe vom Mopde zurCrfiuduog
-der Meere« -I4uge Torfcliiug. Peter Bienmid^ii (^Apia*
7ms)^'%in ISachfo, brachte dieselbe Methode im Jabi
I524ia VorrcMag; er erklärt (ehr beftiinmtV wie xnan
Abftäifde des Mqqde« vod folohei) Sf^rnexr, weicht
in der Nähe der Ekliptik liegen , «u iMugeabeßim«
moog^n gebraqcheq foUv Qrontiu^ Finem ^ Prof, dec
JMhlKiiq Paris , und Gemmk Frijius , eip; ikn.\ in An^«
l^erpen, kam^n im Jahr 1530 anf denft^lbcq Qedan^
i^en, Petr^ Nunruz (^Nomm)tVxoll^ zu Coinibra, und
jD/m, Sanibeck aas NiniwegeQ, kanoten dieCei' Metho»
49 im i^ 1560^ Kepler emj^f^l &e \m Jahr 1600. und
SoK Morinus^ kxt% und -Prpf. der Math, iu Paria«
fchiug fie 1633 diemCdijdmdli^liichelieu^ qnd im Jahr
J645 dpin Card« Afoj^rifi vor,
. . Qegec) diefe Methode fancl m^^dam^hi^ nichts an-
^iera, t^nd mit Gruufd, ^ioiuwcodeni als diciUuvoIl«
Jcanmenheiteo der Monda -Tafeln^ Hark II, f^öoig
^opE^oglaud, lief^ daher im- Jdhr i665:die Qr^enwi«*
fiier S«?rpw«rte erbauen , up«(. gab dem berühmten
JPU^m/ieed und atleq (eiuev) K[af^fafalgerq ^r 6<;ft^llun{;
liqC, 4i« T»fela der Beweguilgen Bll^r (likdmeUkbr*
per ^* und die («age der Fi^^Qevpe auf da« aHcrg^naue«
ße za berichtigen, «m die fo (ehr gewnoCohtQ £a(:he.^
iüie lAng^ zur See» ix^ üqdQn-, und die .Kuqft der
$Ghilpahrt dadurch zu verbaHern, Purchiiqlfediebr
'^jRamß^ed'ldtken Beobachtongeq (chuf Newton feind
^n(lerb)icbe (Vlonds ^ Theorie ; dieC« leg^e d^n <erftea
-^JUttdß»!» 9tt aUen iMiohfbtgeqdM Verbe|brimg«n ,
M m 5 von
^z6 MonaO. CwreffL ({o/. DECEIXUBEJR.
yon :D*^älembert , Clairtmt, La Orange[ Euhh^ .T6B.
MayerhiBMXktJLa Place. ' ,' ;- i .' r.: '
r . ßktmpbsd^B Nachfolger, Edm, HaUsy^ vcrrftariit*
liicUta^ dieModd»*Tafelii dof ch Beobachmsgen mtd
durch, den Cf cl^'von Saras sn berichtigt^ MdsöTer»
b^flero. Allein es fehlte noch an Werkzeci§ei»t vn>^
miK.dievMonds« Abftäiide aaf IchwankendeiiiVSokiffQQ
^er See ^^emelTeo iwerden «konntea« - J^ewtom ^rboi
cliefe»<'iaßaiUhfnJt im J. 1699» welches ^achlier «ntei
idemiNamen Hadley^ichen Se^cUaU^u fo all^faeii^ ■ be^
Itaönt geworden. Allein Hadley , Hoghc uildiirbitdfcjr
«Dachen auf jdfleielbe.Erfiipdiitig Anfprüeho^ ,So-;Tiel
iftgewib» daCB/diefes .c^ptiCcbto Werkzeii|(Miicht,TCff
dem:!^ 1^32 .'bekannt uad in Gebrauch, war. £s WII1^
Jde in. der Folg^ von^TkMiH^^^ liamsden. Tol^.'Mofßr.
JSprda u. .ä.fli; fehr ainfehnlick verbelTeft« nod foi
iktd Gebravcbza LändAi.«ind' :^un,Sbe immer i^weck«
inäfbiger und brauchbarer eiDgericllCet« ... r .
Im J. 1750 pTiifte And' unleyruchte dei Abbe La
Caille diefe -Methode a«ii(einer. Reife nach dcmi Vor*
gebif^a der guten« Hn£b>aDg;.ida er aber feine Beob-
«chtnn^n);Aur mit ;den;./:fiEi/%.Tchen Jyionde- Tafeln
TergVeiohen jBonu4(e;i Ib-wa^ keine grofte GenattigkoiC
^u erwteteuF.. In^ J« iifi^^/übetigib Ibb^ Maymr feine
erQen Moiids^Tafelo ii^sa^finiglifehw AAbiralitlte-
CoUeg|e«U|i ndd . Capitain /(tiachherig*r'..Vice^ Adni«
xtiy C^wipieU war-im-Jc 175*7«' 98« uvtd .i^9A4er erfie
Seefftbteip, twelcber ,mi«;«iki«m ine0iigtpem.^1i%äl9y\
-fcfassn fiextlaleoi JVIoqdf - Abßäade mit; Bieter ^^viriflen
Genhuigkeil bcobicbtAt.hAtte^ .^U^elche C^ JBradley^
daäubligbr k;- AßrOf^qnii rVKi ßreLepwi^b^itJiiich d»
Jt^ffn*£ribea^ittondft*:'i;^fälii>4i^reQluie^4 lOA dj« e»
.^ f^ , m lu wünlch-
i^fircÜe ÜbereinAtmiiiirng 'gefunde^^ lu den-
felbeo Jahretfi , aU man diefe Methodeo ib Etighnd
tfnterftichle* upd prüfte» XJ^^rJVZtffc/Aj' M ÖtJttlü^gen
Viä'rch feiiie9 grofseD Lehrer 7b^; Mayer damit fchoii
|b yortr^^uf j^ertacht, dafs er» bboe irgend eine fVem-
äfar^'B^jr^iilfe , die Längen äöa feines .Lelireffi hafld«
lläii^ftfchbn Monds. Tafeln felbß beVeöhnen konicit^
liVid'tctibb /lii. i^nfang des Jahres' 1761 ' iiergleicheä
9ftö6bä'chtängeb. nic^it nar' felbft zur Seä' npjg'eftMlt'il
tönieitn aach felbft ber^chDet ', und' SaVSioV die Lftfi(-
gi^roiaÖip Vincettt, Cäp^Spartel ."ÖAi^äü'^K Miilr^
jyHte auf eine bevtruncfern^Würdig j^enaue . A^^ ^^
geleitet liat, wie wii? ;diefe8 iq einer r^ole'ila A^A
**t>tifttber- Hefte der M C/s;247 ,'24^'. vbä^Werlegi
llcfi bewlefisn haben. £)i'etf gefiihi^h'ip deinfeiben')afa(-
Vrf.^>tid ibth ehe Bi.j'Mdfketpie, j^tz?gtff :t,■Aftra..
!pom, balcH der tnrel 5f^ J^tffe/i^ii'a^ageTcliickt' wurde,
den Ddrchgäng der Venus vor dcrSontflän(Aldh)ei76i
'^n beobacliten, und 6e; diefer Gtfreg^phÜC'dlc Afay-
Vr'tdiba Monds-'Ta'^fii nkid die [Vfethöde'deV Monds-
!Abßädde zur See zu prufeüi Denh^wäbrend ßjas»
t^e/yn^'idi^fb'IVfethocie, ulxcl ii{re Anw'e^nÄb'ari^eit auf
(l^oi Wellmeer unterfucfatf i übte fieiV^^z/Är auf dem
Slittelländircheii Mf^re f&hön ^tis i nn<f ipactiie 6k
'j.ä'b^en'beftimmungeii ^9 ' wißtchc 'gedapfo'üiid* zuyer-
YsKTii^r aU'diejebigi^ii';^i(rc^^ 'welcfie dj/ätötbe« inm
^röMeVfiei^ dlene.n fofltiete. ' Ja er m^achte J^^ängei^bÄ
"flinimvnsen auf 4em l^ftejti l^ande , yftichb 40 Jaht^
''iiac!hh[er von eiqer ganzen GelTenfchaft' PranzÖfiGchlfT
*ji|ftrdn9in(pn , inirdcln'bdft^n Werkzeugen *iitf4 Hüll^-
'inuillo a^^gerülljpt^ müii wd^i'l üoc^^TbeiTer waren
iciüilJfciworaea, ^'^ • "'' •'*
JViw.
^2^ Uimafk Cflrrdjf^ i^^ J3.£CJS4fi^£R*
NiehiihrU Atbcftca W4ir^a ^tier ^m^hVi wk\ fce*
k^iNQU . Spij^ f-ehrer * 7M^. M^X'^r^ . w^r geßorbfo t
und welche.]? Aflrbnoiii foUte Cch CeipeT Bc^obachtuo^
^eix aniiQhipen , He gehörig uii^er(uch^Pt. i^^^ ^9-
(chwerlicti^ BerecUoung j^bernehmeo ^ ü^ t^f^h Ye^r
jAiepff; WiirAigen und gelteud., machea ? Vi^Ufigbt
God auch ,J\&>^«ÄrY |I^ob^<^l;ixpgfeA Uiec uqd d^ mdi(
ia aufgenomm^i^ UQc^ vk^uni yi^prdea , wiß fio e|t
wohl vei-dicp^o^ NieoiJ^4^ y^a|[; (thaldig^ wC fcfll
b^oCBe»/V\(ftI:t^«^ glaubt^«^ Allem folltea d^paifjpi^.
Reoba^^lf^ogev» welche Af<fyl?r>, Wittv?« ai)L 4>^^-
. Ji|fcb^.Cojn,^,j!p^OR der M^erf ii«» lUäpge, pac^top^DR
jjingefchijfitiÄa« und d^ ii^der E^agliCph^jA A^^«.^
g;^hß JOI^ Ofayer'si MoDdaVT4felRS\CXXyU %um B|^
iweia der. Qm\^ derfelbeq^^ljgedt^ijickiL \f Picden /uidüt
keiu.giyi^ei^ .yprujribell^^ ,Ma^4iji Au,fn[i(?cHjfemkeit
irgenii^^iuea Aft^öinQ!?^«^ und Oieograpfa^ea dprC^lbeo
jieit erregt toben ? Da^ ifi; uiibegteiflich i Sft viel ift
gewifst dafa.erft im J, 17^5; dile: Methode der Monds-.
Abftände ?u^^ Erfipdupg d^ JU.*g«^'iu der Eug^lifchen
Maiiue aUgeoieia eiqgefijbrt^ uud verbreite; ^ und
flafs crß: inj^ J^ iSo; di? wrahre Länget vou. Alexan*
drien und Kdh'ra btek^uq^^.^ewqrc^^n^ wie Mfir fi«i
(cho^ vor. 40L Jahreq häViep- wiij[eii.kö.nnen^
Wir lalfea^Mu^ hier upferci p.ereqbjpnngCA in der-
JfiV^eu, QjcdwttPg folgep , i^i^^^j^lcjher ^yi^ iu deq, vori-
Ij^eu Hefteu die N«tf^wÄ^''fch(?a.Beobac.biniJgeft ^uitein-.
Hoder habeaiülgeA laufen. Deif^ Ober Appellationg^
IVaih von ü^ide \xu^ P'of..,:ß/^^ habeq ejB (icht ^pm
V^rgpügep geip^cht fc diefe 4;:i>^.(. 'P^^ "^"»^ ^Ä jtheilep,
yoT aliea l^ugeA habis j^ph Js^ebuftrld, Qrigipal^fieob«
VchtuDgeAt Ob^e^Ie MckfichUuffe44^^e¥5iCl|Aaog,
LVI. Niehulir'i Hftrön. ^iobadht. 62^
g«'nz v6& Vorn bacfe tt WniiiS üttfeftefi S!öifli1^t±t8icte
tailTe^ bod biach meinfen SbÄ'bfeb-Tafdn To TofgHUigre^
dTiicift , als weDh Cjs vörli^t bie getchehfen>w^^rc. Auch
Aie ZeiVbißji^iüniigeh h^bB ich tlurthaiis beu Ibfet^di^
liet ,'üüd blcht das geriiigltb Rechtiübgsdatiitt 1(1 von
IvÄjJwÄMBntlehlut XVöfdeiJ.' Ulli iede^knäDki^ der Lnft
«fbä BeVüf hierzu iixhli , lu den Stabd ibTetziSD ^ d?eTa
Ilei(huünoen ^ut)ri[ifenv odetzu Sviedl*i^6)eti> Fetzen
^ir täßimtlithehechndngs rEletobnWdabey.'' DiefiiB-
Vechoüng der Polhöhbn nud det Zeiten hättjer O.. Ai
ftarÖi V. Mfiäe toit ^'ir gfeflidih ^ die idef 'ta'ngenlaüs
üen Mohda-Abfianden hai Vtöf. ßürg )aith feinea
leigebäb haudrchriftiichftn Monds TaFefn, welche den
doppietteh Preis in IPätis erhalten habfed ^ ^brgenom«
•taen. t^ hat fich die Mühe nich^ VieriJtiefseh lalTeti^
jeden von Me^/^Zcr heobäichbeten Mbnds- Abfand em-
%e\rK zu herechnisn ) warum er iich diefem läugieren
iind mühevolleren Verfahren ubtelTzög'eh Htäxi \das laF^
leii W^ ihh hifeV felbß Taj^nV
^ Wenä die Länge elneB ÖrtM Iti^ WoWhtetj^il
li^Dtfernnngen des M^bdes von derSoboe^ Ibdervolo,
.{Stterncö hergeleittft \v«örden toll: Ib :begnügt ibaH
^«fich gewöhnlich, aus hiehreren follcKeu E^btTetbUiin
„gen'das IVlitiel tii'hehlDeo> nbd äda dibfer tnitUötcu
^»Entferbubg die Länge des BeobächtungSottes ^ü Tu-
^i'chen/ Da di&AnWcnddng diefet ^tchbibbäitiäti £tib
«»ferUttogett Von Elemiiiteb abhängt 1 diHiiafleifehtiäL
630 JHoMtf. Canejp. üpi^ DECEMBEEL
i^ZwUcbeoT^f^^o^ 4^r Zeit Hpgleich wachrefi ^ . oder
f^aboehmeo: So kann die aogepommene mittlere JElit«
^)ferooqg «ich t zogleicli: dem' Mittel aae deu BeoW
,j|aciitpDgfizeiten zugehören« und dierea Vejfalii|^^
^nsufe ip dem Rcfuhate einen fehler hervorbriogeoi
^^der nach &ercha£Feniieit dpr Umfiände mehr öder
' ^«««i^eniger bettächtlich feyn wird» .Bey geviFöl\iilic)ien
^Beobi^cbtun^en diefer Art dürfte indelTen diefe Uo*
itgewiCsheit feiten fo grof« (eyn » d^ra fie mit den Feb^
„lern det ISeob^chtuDgen Telbß in einigem Verbült-
^nilte Rande; die kleine Änderung in dem Ketuüati
,^würde die^ Z^it nicht ai^fwie^en, die man aut Be*
^jechnang der einzelnen Entfernungen verwenden
„mufa'» ond die Fehler in den Beobachtungen felbfll
.«lalbn eine grör^ere Ungewifahcit zurück » ala die*»
,4enige wari die. man vermeiden wollte.**
**^\VeDn ihau aber nach dem gewöhnliclien Vert>
»»Fahren das MiUel aus ^aben beobachteten Entfei»
^^uuDgen nimmt ^ und eine öder die andere JBeobach^
),tung fehlerhaft iß : JTo werden die übrigen durch die«
„fe verdorben, nud man hat kein Mittel^ die guten
^•Beobachtungen von den fchiechten oder mittelmäfsi*
»,gen zu ünterfcheideo. Aus den Unterfciiieden det
«>brobachteten Eotfern'UngeB läfat Hch wohl bencthei«
,^len ^ ob beträchtliche Fehler in den Beobachtungen
^>felbft liegen ; . es wird lieh aber nicht immer anamitf
i^teln lalTen, welche Entfernung. fehlerhaft fojr« und
»^folglich aua dem Mittel weggelaffen werden müITek^
„Die Beobachtungen > welche der InftiKräth Nie^
vfydvr auf feiuier Heife naih Axabien «u AUxandtkn^
i.und
I
^i^AA^ahira gcmachi het:» tfi^^^- für diai <jeo^T^phio ,
^»von Afgyptv^n gew\ts Cehr wichtig« Je ffitAer (olr
^vCbeB^obachtuo^enriod, mn fo mehr muft ipaaW'üa^
»«fchen,. auch 4ie kleipße Uagewifsheit ia/l eotferocn^
„die auf die Refultate d^rfelben Eioflurs hal^n kaoiif
, 9,e6 fchieü mir daher uützüch, jede Beobachtung ein*
»icelo tu bei^chncD. ^ Da« Prpblenti die boo^^cb te-
ilten Dißapzeo in wahrt^ «u verwandeln, iftvpaCfo
jp vielen fiufgeJdd« und von fo verfchiedenen Seiteü '
,,betsachtet worden » dafs map es für errchöpft anfe^
i,heo nnft. ^ ßerda^M Verfahren ift i^nilreitig daß küt«
„seße , am einzelne Entfernungen zu .oreducireu ;
«gkönimt es aber darauf aii| viele folche Entfernuo«
9^tu la Tergleichen: fo fcheint mir ein Vei^fahren
9»jenem ähnlich» daa Ik(ayer gebrauchte, noch, iijvaiet
^»einigen Zeitgewinn zu gewcihren, wenn man die In*
Interpolation zu^Hulfe nimmt. Da in der Bo^dß'khen
^»Formel die beobachtete.Entfcrnnpg felbß yP!>i^K$^°^H
^fo ift.ea nicht leicht, oder nicht vorxl^eilhaft» ^ie
yjbiterpolation auf fie anzuwendea«" . \ ^^
i^Anßatt airo die beobachteten Enti^ernuiigen iia
»pWajiTei zu verwandeln ^ habe ich vorgezogen , di€;
^aiüs den Tafeln berechneten. Entfernungen , fo wie
^^Mayer ^ fcheinbar zu machen. Mayer hat zu die-
9»Ce«i. Endzwecke lieh der Parallaxen der Länge und
»«Breite bedient. Da die Refraction auf dieEutfer|:iihCi^
»>gen ebenfalls Einflufs hat: fo mufste er nicht aÜiein ^
»«dieHöhe des Mondes und des Sterns, oder detSon-
i,ne, fondern au^h Hülfswinkel recKiien , uhi die Wir^
p^kung der Refraction aus Länge und Breite beßlm-
^men zu können» £a fehlen mir einfacher , die l^a-
>.TaU
632 MonaO. Carrefp. tSou DECE^BETL
9«TaI1exen der>Höh6 uodde» AzimuthsdnifcaweiklaUt
;;die tooch Idchter tiltf die der Länge tiVid Breite zabe-
;;rech«en find, und ich gla«!je, dab di6 K^chnung
t^dadVitCh^ nud dorch die leicliie Anwtendtittg devRe«
;,fnictioii Tehtr vereiüFacht werde.^'
u'ök Man ^uf diefe Art tur drfty wHikühtlich an-
^«gebotaineüe Zeikpüntte die fcheinbarett EniferlinD-
^«geu a?ts den Tafeln finden kann : fo laflen fich dardi
^«eine Tehr leichte Interpolation di^ £ntferbiiti|cett fht
;«aUedAiWirchenIie«:ekide Beobachtdb^tsieiietl finden;
>,hat man diefe Entfelrnntigen Für zwey tfTpekheren
^der Laug« des Orit der Beobathtntag i fo Ihrhilt man
«»dnrch tinen einfachen Proportionältheil die LSngti
^•wtlch)^ iüs ledel- einzelnen Beobaditnng folgt."
\i%ej to venji*ickeiten Rechnung^ fctieiiit tt mit
,,eiÄ wefekitlicher Vorthteil zu rejn, eine Verification
»»derfelben t« haben; diefe gewährt das angeluhrte
^Verfahren Offenbar. Denn da man drej £ntfenian*
,,«:en Für gleiche Zwifchenzeiten znm Gründe legt:
«,fa iSfst fich aus den Differenzen beliriheilea • oh ein
^»Fehler begangen worden fey. Wäre änch die Rech«
^«tiong u-eitlänftiger, als bej Einern andern Verfidi»
,«^n , fo teochte ich doch )ius diefem Grnndelet jedem
,« voTzieheA ^ wo man die Interpolation taicht UiWte«
^den kann."^
. LVI* ÜUMir'safirMi tkehadiU
t
f3^
' ßeobachtuftgefi ÄuJP ßfeftlittmung dsf t^oöicÄi
von Af^xandrienj
berechnet Ton dem Herauageben -
CVetgl. Sept. St. S. «54.)
Pj6z den 6 Octoher^ '^
CoUiittatloiis - Dehler des Quadranten» littet Mi
6 VergleiÜiungeu — 4* 57/00.
B«obadit0t0
SkerAe
l l^riaani
8 Tauri
« Taurl
Y OrlonU
cjQvioBM .
« Ociooit .
«Polaris N
Wahr» Hö-
llen
48 13 6.1
77 35 54.4
«4^4 50,3
«7 25 20,7
66. S ii»9
aa ion2o»3
Schsinbars Ab*
»o 34 58*65 S
18 38 o>i4 N
^6 .;.'4*^7ifN
6 6 57»4tN
i 22 12 »12 8
7 2039.7? N
88 , I 52,30 J^
Ber«c)iiiete
Polhöhs' '
31 II 35>:tf
12 .5, 74
12 12, at
12 7,rt
i2 ^7, Ig
12 27,8?.
12 12>60
Das Mittel' ans alldn dieteti Beöbacbtntigeo gibt
dU^cAbötlä vdö JUötändrien 3i' 12' 12/if* öderf
in rander Zahl ^t* 12' I}^ Atta JV{V5k/Ar's Berech*
»Upg foVa ji* ik' «• ^Septbn St. ^. ^54)} i^ii* 5*
Terrchiedeit NdUet^ AßtonOm des Natiotiat-' Infti*
tQts inAegy)^teii^ fand lin J. 179B mit eiMtn Qnadrabi^
ten von iFofs^^ua '.sehn Beobachtungen diefe Folh}}*
fae ji* 12' t8*i Die ftmfseraen Beobachtungen mMi«
¥cn 53* verfohiedea. Bey JfüAuhr ging.4ieler Uli*
terrcbied nur at^f p% :^nenöt fiuid mit einem Sp^e«
geikreireaus S&epSaobiungen si"" t2' 8'; dergröfe«
te üptetfdued lö"^* i)aa Mittel wird auf 31'» 12' 13*
63^ m(maa:''<^'^p. iSou ' DJE^EÄBiR.
gefetzt. Für das Pavillon du Genie* ^. Gerade auf die
Secunde dalTelbe gibt Niebuhf^s Beobachtung; er Eaigt
abeitiikht, an welchem Orte er beobachtet har. Da
der Leuchttharifi von Alexandrien i^^i^'^" Metres
nördlich vom Paväton du' GSnie fiegt: fo folgt darauf
Breite des Lteachtlhdtintf (^Phatdiyx::! 31' 13' 5/5.
Die neaefte Corm. A t, jjour VAnnie XI S. 201 gibt
noch imitter die araite Breite, vonChatsMesiat J. 1694
beobachtet, an ZI 31*; 11/ 28* im Hofpice oder
Couvenl; des Grecs. Die FraozöCfch^n Ingenieurs«
'welche den ^an von Alexandrien aofgenöm'men h«^
ben, fanden diefes Griediifche Klolfter i' 8' fadli*
cfrer, ils den Lebchtthnrti^ ; däbdnr'l^redlte Breite des
PJiäre nach Cffazetles 31" 12/ 26". '
jtX Niehuhr'^ SeöBäcHuiirigen Zur Sk/^nmupg 4fiK T^^
höhe von Kdhira^ berechnet v^d. Herauf^,
(Vergl. Sept.St. S.äSsO ' '^
^ - J76J den 20 J^ovemker..
Collimations • Fehler d^d Quadranten ^ane jo Ver-
^ gleichungen — 3' 23/455, .
Beobachtete
Wahre Höbe
1 Scheinbare
Bfraciuiete
Stertie
1 Abweiöhniig
Polhöbe
,Fam-«l-haac
0 '» m
29 4 33 > 3
30 3 31*4
a PegaQ
73 52 51,0
13 55 44»o8 N
2?W3«;t<?|«
2 52,3
tt AmirbnieA.-
»7 43 11,2
3 27.Ö
A Ceti
«PöUritU.
40 39 5.J
32 I 10,5
«1^35.53 9
il 2 9»56N
3 Q.l.
3 2ö,!
« P^rfei N.
71 3 2Ä,9
4« 59 41 »58 N
3.23»o
« Tauri . .
75 57 39*2
74 19 io>5
i<J 0 4P>^ N
3 i»^.
^peiia 17. '
45,45*5,08 N
3 55.5
M
Stwl'> V . .
3o* 3' 3/»
GröfocteOäiltrihiid
. . .• *
*) A. O. E. IVB, S. 6a- -MC. la s/a^i
35'
' * -jjöz den. 4 Deeembsr. "l
Cplfiklattotis-Feläler des Quadranten ana 2 Yetgtk«"
*' ■ cbungen — '35,*8.
"'Beobflcbteta,!'
** Steriie
Wabreif öbe
Scbeinbare
' Abw^eiittüg
BerecbDcte
«1 Peg«fi
' y Pee'afi
- ^'Pe^eiN.
« Tawri
73 $2 51 U
73 48 36.i
71 3 20,3
75 57 3(»,<J
74 1921,8
13 55 43*r 28 30 2 51' a. -
.135154.7s 2 58.4
48 59 44.45 3 4.T
11^ .6 40,90 5. 4>.i"
45 43 3^,34 2 58,1
Mittel . . 30** l"* 59, "i
' * baf Mittel mshejäen Tagen gibt für die Folhö«
.fre vdn kahir^ In dei" Strafse dei Earopäer in Tundec
^aft^o' 3' 2*.. piesRefultat ift nur uni 2* gröfsct,
als ^NiebiAr aun reiner Berechnnng gefanden bat Ii^
feiner jß^ifehefchreihujig nach Arabien^ Origina}*Aaäf
gäbe, Kopenhagen 1774. 1. B. S. 112 , gibt er die Pol*
dS^^ 'der StraTse , in welcher die Franzofen wohnen »
30' 2' 58"« welches alles als ein und daffeibe Reful-
tat apgereh'en werden mag. Die Frauzölifchen Aftrb« ^
fiionien in Aegypten beobachteten die Breite im Hao*
te dea National Inßituts n 30' 3' 20* *). Nact
Grober t^^ JDifcription des Pyramides de Ghize p de U^^
vilte du Kaire**') S. 148 und Planche 3 , war das N^r
tiöual-Inßitut in der Vorftadt, in den Häurern def
Kh^an Bey^, und Hajfan' Kachef etablirt. Nicht
weit davon hatten die Franzofen eine kleioeScbaqze
angelegt » Welches das Fort de tInßUut genannt
Ward.
*3 M a IT. B. S. 49<J.
»♦)iw;c.m.B.s. 23.
Nu
6^' UfoML Cmejf,i^i BEOCanCfL
Ip dem AnmMure d^.t» fUpublt^Cifran^ifi ^ eak
C9{Iijipur Iß Meridi€fi,A^Cah:ey PA^ J^d^ F.Mr^ßftigr.
^aißl Au Caire de Plr^princrifi, nationale, l^o. p,66
kqinipt eipe Tabelle .r^r.smf weldberdie Eptffnrmm-
gen ä&c HaaptOTte in Aj^yptan ' rdfn ^er ic^p und
Perpen^el von Kdhira m FraDzöjl MJtires angege-
bte Tuid. ' Per erfte Meridian ift dmJBh den Jmi^/^^
r^ • fhurrli (Tour des Jojiiffaires y gel^t. Die(er
Thurm ift im Quartier der ^^amtfcbiuren » waa ^^Te«
j^Är daa Caftell nennt, und mit B in feinem Gmnd-
ri(a von XAMra, Tab .*XII bezeichnet. In GrobtrCt
Planche 3, kpmmt dierea Cjtßel . im Qmndrib vor,
nhd der Thnrm ift mit T bezeichnet, piei Franzo-
fen haben zn ihren trigonometrilTcben ..Verm^Aingen
ohne Zweifel diefen Thnrm gew^t , weQ von
^mCelben die weitefie Auaßcht beberrfdit wird«
denn Uiehuhr Tagt (L c» S. xt2, Z14): das Quartier
der Janitfcharen habe eine Mauer mit Thürmen, und
man könne die Stadt am beßen von dem Berge Mo*
kdUam, und im Caßel überfehen» Nun wird in dem
oben angezeigten Aegyptifchen Annuaire angegeben»
dafs das Haus dea Rational» InfLituts 493 MetreanÖrd«
lieh, und iSiS Metrea weßlich vom Meridian dielfi
Janittcharen-Thurms liege; dies beträgt 16 Secan-
den 9 Folglich wäre die Polhöhe des Janitfcharen*
Thnrms "30** 3' 4*. Das Quartier der Europäer
liegt zwifchen diefen bejdeu Puncten» airo die Pol«
höhe deflelben höchttens 30* 3' 10* bis 12*.
Die neoefte Corm^ ä. t. An XTgihi für die Breite
ron Kahira die alte von La Caille berechnete Cha-
ze/Zw'fche ZT 30** 3' 12' für das Franzöf. Confulat
Haus*). Auf
*^ Abm» de PAc» de Paris 17^1 p. 154,
Aii8*aIIe»r3!e!Sm Eann rban ^enlScElalB ziehen »
cUrst da die Nie^uArTcben «od die FranzÖfirchen Be-
obachtuDgen fich wechrelfeltig fo fchön beßätigen:
lo kann itfaa'lbitttf» di^ fiOlb Wq4- d
diefer ßeobacbtangea ^tj% \^e^n erkennen nnd fcbät-
ten lernfin; , aud| fixe ZnvetlätR&kdit and das Zntrs^Ur
en den^nigds^ Beobachtungen Niehuhrß beßimnen,
welche er an JM^'n' Of^teci änj^efteUlf hat, wo noch
kein Europäer dergleichen gemacht hat, auch nicht
fobald welche inachen dürfte*).
*;:..;:,! :
:• »*i .;,ij-"«' • :^l' ;♦;-.
';-:ri.ji. c.i . ■
•' k"-'
»7.'J »i
i '11'. » '«rfffi f..': : ?>!:. .
• . . ; ; '^ ..■, :■*.■» "
" J
.....v. .. .
' -.-vy': 'r;M .:• . "■
, n-^-;'^ : . .;
,*
, 8-^-|r;h ■
..;■:...;■'. A ,•:. . : ,
.vf/nl i:'' , "
/
' '• ;
« <t , ...
^■ .'i : »••■•■.'.;
.
•.-:•.. . )
iiov «r;.
: '• ii'':; 4-;»i :. . •
'^ .. - ;. ..
■ ii '
■ ' ■ ,'■ 1
•V^tl J i
:■■■ -.,:■!-..■. ...
.i -• .
'
--M'
ift'.>..> . ».
, .! -...-, i-Tf)-. ■..
. .
# '
%.\m
et./'-fi .
-■■,-. -.l.l.-L- U .'■
^ . , . ■'.'.- i, ■'
.■■• '
n- T^ i *
• : . , . -• .
II*'»**'
* • , .
.-■.;■.
»
-i,:u.^-
: ' ; ■ : •< I.
■ ■ »
'^'^^ ^boa beym ABlrtlel:' Jim g^igäiwlrtlgeii Bogeni Mdkal^
^'^'' ^ wir Ten d«i» Jnftteath ^TieBii^ «in sweytet Sohrel-
V i bau, lii weldi«»'er nnt «iiraeib«'!«!!« Beobachtwf
thttloi die, GOto haL
Nnj . LVI%
läpgft vennutheten neu^' i^^-l?
(Zum November -UeC^S,^!.)
Ml -*. ..*. «
3]]hl die fem all|g0ta«ia herrfc^^ fchlechte Witte-
Titng bis zum eintretenden Frofte» und bie znr Her*'
enoahang anhaltend Tchöner Wioternächte allerwe^
gens, infnnHftfh^jf; [j m^fp^fljj^arfüicheD Theile ron
Deotfchlandt die Auffuchang des neuen Piazxftchwi
Geftirns fehr erfchweren wird : fo mnts noe jede Er^
leichterung derfelben , und jede neue HoflEoung dop-
pelt willkommen feyn. Was die Auffindung diefei
Geßims in gegenwärtiger Jahrs zeit fo fchwierig macht,
iß , dafs man weniger auf eine anhaltende Folge von
Beobachtungen rechnen kann* welche jedoch erfoi^
dert wird » um den neuen Wanderer aus feiner eige»
oen Bewegung zu erkennen , da er fich durch nichts
eigenthümiiches vor andern teleskopifchen Sternen
auszeichnet. Die Beobachtungen ködlien in unfern
Gegenden in den Wintermonaten oft 8 « 14 und mei»>
jere Tage lang» w,egen dee be4eekteQ (liapy^ete, an*
terhrocheo Werden, welches nichts ungewöhnliches
-ift. Jede Auffiicliuligift daher bey •einer langen Uu«
-«•fbf eohimg gleichlaitf VeA rotii wieder anzufiuigen.
*' ' w Eine
LVn. I7«^rfw,ij«iwfi(»ttp^^ )53^
' Eine gxotafi HoSiuiiig der Hülfe und Erl^ichiii?-
irmig, gewähren n,ns d\e uns lÜD^fl: mitgetheilteQ Un-
terfachuDgen npd BerechouDgendes Dr. Gaiiß in
Braun fchweig, Sie geben uns zugleich einen neu^a
und hohen Grad der Wahl fcheinlichkeit, dafs dasyoq
Pißzii entdeckte neue Geftirn ein wirklich planetari-
fcbejr Wcltkörper fey , welcher 0ch nach Kepler' [chei^
Gefetzen zwifchen der Mars- und Jupiters Bahn fort*
bewegt.
Wir eilen mit^der Mittheiinng reiner Berechnui^
gen um To mehr, da feine neue eiriptifcüe Bahn voj^
der .eXViftitdiken Aet T^u , Biirckhardt ^ und von den
^w.<>y. Kreis - Bahp^qn des Dr, Olbers yn^A V.Piazzi^
Yejche wir in unfprejQ vorigen Heften, mithier^i^
ijm, voraus bered^neten Orten des^ Flai^eteii « rpitg^-
jthj^ilt haben j beträchtlich yerfclueden i(t:, und ihre
«Abweichung V in gegenwärtigem Mpa^t , von ^e^
Gaufs^klieQ Pofitionen fich auf 6 bis,7 Qrad.e io£^^-
.Cjpptrifcher Länge erßrecken kann. £^ iß dj^^r vo^
Richtigkeit , diefe Bemerkungen den practifchep Ail^
^j(>u\en« bald möglichen] itzutheilen, weil.lie dadorc^
erfahren., dafs fie n o thjv endig Jipn -^^ajjim am ^\Vf^
l^el», worin fie die^s neue, und (b fchy^r zmii^d^ii^*
g^ Qeftirn aufjtaf^cheq haben », um ^ ^is 7 Grade lyei«
:1er nach Oßen ausdehnen ^lüITcn. Dehn i ) Uegep
x^acl^ .Pr. Quuji% Rechnung die Pfaz^rfchen Beob^cil^-
taugen , wie Oj. Burckhardt und X!)lbers voranßg|-
X^^zt^ben, weder nähe am Feri^elinm,. np.ch nahe
^^m . Apheiiivip ,' fqpder n . |^ft ^^lijf tgj^^' ifj^ifcten \i€gf-
... 2 ) IK^ieExG^ntriciiät der Bahn pacjt feiner ,K^(^-
..^ ' ^' N n 4' glaiibt.
646 mtonaü.- (lorrefp. igof. ÜEC^MBEtL
• ■ •■.'■- ' '
'jglniibt, daher denn die nach Feined elliptifchen Ele«
vieoten im vöraas berechneteo Längen von den
iiacli Krei's-Hjpotüefen berech'tteten id gegen würclf
fem Monat leicht ukn 7 Grade verfcbied^n feyn kön«
©en, ' I .
3) Rechtfertigen die 6az//!rTchen Elemente dla
^iazzrtchen Beobachtungep vollkommen, und be-
frejeu üe gatiz von dem Verdachte ^inet Mangels iq
Genani«:keit wi^ Doctor Burckhardt und Oß^rs
bey der PrüFqug durch Di£Ferenzeii Tannutbet bat-
V Alles diefes beweift die (;tf7//>nfcbeniip^^^ "Wel-
Uies- Vertrauen' fie daher eirwefcken inura « werdeö
Afirouomen tfaa der Genauigkeit erkennen , niltwel;
eher fie die Mmmtlichen PiazzfWii^ik Beobachtaogeü
Äarßellt, Dr. Oaufs ift zu dieEon Berechnosgendarcb
lelhige Unterfucbangen über phyfifche Aftronomie
▼eranlarat worden, welche ihn auf einige nicht an-
•rhebiiche Zuüitze zur Theorie der Beftimmung der
Himmelskörper' in Kegel fchnitteo jeder Art gefühlt
liat , und wovon er uns einiges mitzätheilen (b ^tlg
tVär, Wir hbi^Fen unTere ailronomifchen Lefer ein ai^
Vermähl djimit zu unterhalten» da uns diefe Ansein-
anderretzung hier zu weit von nnrerm GegenfUndd
ablenken würde;' wir Tchräbken uns daher blofs aaJF
'das ein, was unmittelbar auf die Unterfucbang der
Bahn der Ceres Ferdinandea Bezug hat*
Znerft' wlhlte Dr. Gmifs ^nr JBeßimmnng der
Bahn die dre^ Beobachtungen vom z'/uiid sr^an. wdA
▼om I j Febr., wobey er diefe Data gan^ foangenom-
iftleu hat, wie fie in dem Septbr: St. der M. C. S^ ^80
gegeben find. Nach einem eigendiünülchen V«rfiK-
reo
'*EtIi* 'Udfif An i^diitn ^ xniwi|f fjMMfJMk 6^1
nMni# r,
ren Eind .^ üdF ort beym ▼ieiten Verfuch FoIgesideEle-
Hienut fs^tr
kalbe jgn Am = 2.7422(5 ::
fiderifcb^ UmUuCsi^ :fz- ^65*8 3
tiglichtf^fidarirdie toi^tltfre B«*
JJ .^ • -. .;: 8f 8 50
)7e%. dlBa)tfi 10' 32 19
XjogMriduniiii dar halb, groft^
' Ani =:',.« 0,43^105^8
^xcentrlöillt^ ;' .* o.o832?36
*3^>p^e s 31 p^a 1800 imrautl
Mittag sn-Palermo
jAit^er^heliöce^uifch« UUagib:
Dlere Elemente ßellen Jile.hejäen äurs^ra "Bfifilbr
achtuDgei^ gehaa> die täittlere mit ^* Febleir Sd Län«
•ge vnd Breite dar. ' Auf Aberra^ioii.' and Präceffioo
Ift gehörig iVückticfaf genoitfineti /O^otdeD.^ - . > "
, Nach diefem erften : glüql^Upben V^fmdif; unter*
^ahiAlPr. Qmtß eine zweite QerechnuQg dfefer^ahii.
*£r lieb di^ Beobachtungefi.i^Qin j und^a. Ji^ Tl^g>
i«nd wähUe. apQatt derCelben die yom i undz; Un^»
:in V^bindang mit der. vom n Febr., weichet. efni((l^t
^egUITen wollte» damit die Zwirqbctnxe^f (0 f^rob ajüi
.j05glicb!.bliebe. Piere Hephnning hat jbm^ W 4^'
.vierten Hj^potbere , folgendiD. Eleqienta , gegeben ; ^
HiecaiM folget ^ir
"tfeueeiifenie 330"* 33' äo''
•ß. .' V .- 81 a SS*
,Iireig:a&'Bahiii''io 36^ :3P
^£«g^§Gf.A|e« Q.4370335;
Epophp yiriepben 76* 2»/ 14/27
greitt» MittflpoectftOleiobnitt
'8* f 19" •• 1'. :.:. : jf
halbe gr, Ar« s; 2/73Ut .
UgyMpv. mitaB^w., 784;*jif
Nach diefen Elementen ftiromen läqMftlHj^pip
September -Hefte S. 280 augeführte Piau^rähe Beob*
ncUfunsen folgendermaßen :
. r "^ "^ Nn s 1801
54? lXfm!^yC(mrfp.,^S^l.,,pECEUBJ^^
. ,
■ / "^ ''Beweinet*--' '■•.■
' ^ySiii^'aM'' ' '
igoi
Län^a
Rreite
LlDge
fi^äte
Jan. I
fr i?* f8/42
3' 6* 42 /69
-H a/iäf '"i-^-'br/dl
■ ... -a ■
f3 1^ 37V02
3 . :*^ 23. 71
^ lin
r-.l.I»
••: 3
^3 i<?*43»<^7
2 ;;8 6.70
^ '*• »
-.; 3. »
4
53 14 14.03
•2 ?3 5»> ^6
--= i.4?
- -4'. 44
:: lö
^3 " 7 54. f'
2 28 73. »3
- 4.19
.-iij-,v4ir
13
«...SP.: ^81. 77
53 11 SS> 2S
2 16 48. 78
— 18. 83
— 10» 9»
•14
2 12 fl. 23
z'.:^
-r;..5.4?
19
S3 36 0, 37
I 53. 34. 19
-'4.01
..v..-a(.
fl 34 33, 68
l 4Ö 5,98
-4- 1 , 38
— 0, 02
22
53 39 7» 88
I 42 75, 06
rH d.D8
-r 3.04
23
f3 44 15.74
C 38 4^> 2f
-H 0, 04
£5:8
28
f4 if 20, 88
1 21. 4,07
■+- 5,,i8f
30
U 30 14. 2f
I 14 13. 73
-H f, H
-*• 2, 27
^^
54 38 II > 2f
I 10 5JL, 99
-+- 3.9^
— 2,61
::M>.i
54 4<5 28, 37
i 7 32,09
-H 9.07
H-^ 1 , 19
. • 2 ;
54^:55 ; 5,09
I. 4. 14^iHf
-h 0, 8^
-*- 3.75
.-••/.
5;j 22 5o,2f
0 54 32, 88
-t- 3,98
«
5? ^3^23. 15
b 45 "9,20
— 5, 38
H^ 4,»
11
56 26 Z9>97
O^f 3:r:90,
— ,o,f>3
-«-0,00
■\ ' 'Sd'TÖttrefflich diere Übtereinftimmaag ift , fo
haites i)K' S/»i/t doch-felfaft Fär fehr mdglich, daCi
"faiDe Efemeute fich TÖD-defa waÜren betr&chtlicb mehr
entferbeh'lcötiDeii, als ii8 nhtiftr fich abWeicheD » da
^der dürchlaiifeDe Theil der Bahn To klein iflr, und
TOn der erffen bis zar letzten Beobachtung nur 9*
'15' 35* benagt. • IndelTen da diefe Bahb dodi mög'
Uch\ vröniAt köch/lwakrfeheinUcki&: fo haben ptac»
tifche ^Aftibnoman doppelt Urlache, auf dielelbe btf
'Anffachang ^ie£e6 Gefiirna Riickficht zu pe^men,
und fie zu ihrem vorzüglichden. Leitfaden.»! wählen»
da von allen bisher verfuchten und l>ereelineten Bah-
nen keine eine folche nahe und genaue Vereinigang
aller Beobachtungen darßelit/ als eben diefe Gaujh
Cche Ellipfe.
Übri.
lb^'i|U^^dic^C^D BerechnuDgeo fowol auf 'dctp im Oc-
^i^V^'? ^' 365. aogez^tV DruckfefiJ^^^yon ei-
«wriaijuuii; in dem Orte Aer^S^OPer^aü auch a«f ej-
iien z^«;t;^xi. bejm i^Jao., eheofalls bej; der Länge
^av» $axi^e vorgefallenen» RüdMicht genommep ,' und
di«lb4euie^.9Z 23" 13/ 1.3»!^ voraaegefetzl habe»
, . ,§0 5^eit Yj^r Pr. (^ou^ia leinen Bere<^Dpngea
(lur Bahn; der CS^r^^ F/sräimmd^ gfkjpmineK^^ %h^,ex C^
pifB mitzutheilen to gütig ;war«- - Wir hauen iodelTeii.
die Piazzi'tche Abhandlang ^ nebft feine«) verbelteK«»
ten ßeobachtnngep erhalten,, wovon yifir im No-
vember Hefte einen getrauen Aaszpg mitget&^t ha»
ben. So gering aber aach diefe Veränderungen ,. wor-
unter die nm 15' verminderte gerßde AüEßeigung
.vom II Febr.. die heträchtUcbße iß, und wodurch djo
vorigen Elemente'nur wenig geändert werde«: ,folia-
ben ßch doch hier und da einige bedeutendere Druck.«^
find Reohnungsfehler bey der Reduction .dieffpr^ep))-
üchtungen elDgefchlichen ; und da fich üiefe Fehler
leicht wegfchaffen , und die Elemente hiernaoh bald
VerbelTeTn lieben : fo theilten wir dem Dr. 'Gofifs die
•filmmtlichen Piaz^Tfchen Beobachtungen in der Ita-
lieniüchen Originalfchrift zu diefem Bchufe mit. Al-
leid ehe- er noch unfere Zufchrift erhielt,; hatte er
liereita den Anfang mit der Berechnung iiner neue^
BahiQ gemacht. So gering auch die Ahweichuogöi
feiner. zwejten Elemente von den, Beöbachtuogea.
fcben waren : fö hatten Ge doch noch eiiie felbr auf*
fidl^de Kegularität 9 woraus fich mit Gewißheit vor-,
beleben lieCst dafs man die Fehler noch biettächtlf«
eher vermindern könne, £r machte den;yerfacb^
• ■■.: "■' ■ uml
fej4 ■ Mcmtt. Correfp. mi. ' DECEJll8£iL
'und da er beym Empfang der ihni' zugercbidtto Tet^
"^elTeft^ Beobachtongeo, fo wie I19 Äävii teWlttt*
Oucirt'aod berechoet hatte» diefe Arbeit fchaD grob-
*teDtheiU M Ende gebrabfat hatte'; fo hielt er «a fiSf
jgat • He erß gaaz zn vallendeii , trm Tö' in#hr, da et
voraus wufste, dafs die Län^e nach' den 'dAien Ele^
ibenten für den n Febr. um 6" kleioer «laEüIeir;
Vind 'lieh' alfo der beiichägteo , ihm bia dahin natür-
lich unbeicannten Angabe der' Beobachtung rchonvoA
'feibft 'fad nin die Hälfte nSlbern würde, Aöf diefeArt
"fadd ef folgende /^-z>^6 £lemebte:
Diefe Elemente ftellen die von nna re-
ducirteo, unfl im September- Hefte *S."28q
^ ' 1^ . s* angeführten ViaasxiiAen Beobachtangen
e.
^■W,'- '. « . folgendermaßen dar ;
ST CM
qo O O •-■♦^ O
1»>I
Ot
"5 ^fftS*
f"2.? ä
&*^ SL w • 3
o ?. 2 8
*• g» f |: ? Fehrf i
-£ 3 3 fij M
Byephni
eta
"«86
f3 33 ^o*
f3 19 41,24
f3 16 48»oj
*"3 14 18,47
53 7 S^S7
fS lo 2i,(k)
f3 II S7»To
SS 26 Q,f9
34 2f,9f
39 ^'»^9
Breite
6 43.^3
2 2f>6S
f8 «,97
S3 f3.'
28 57»
16 52,89
12 fi*36
f3 33>oi
4<J 9.53
4^ 38.*f
Fehler der
l^Pge
5
fS 44 »4^8 I 38 49>4i
I 21 5,91
r 14 I5j
I 10 52>8>
t 7 32,^4
' 4 l4'3o
o H 3 072
o 4f 6,6f
f4 if 17t"
i4 30 9,76
54 58 6,44
U 4<J 23.22
54 54 59»7"
f5 22 44.30
5f 53 l%oi
56 3^ ^4*^0
Breite
4.04
— 3.06
— 10-35
2>97
— 0,73
— ltf,oo
J— 3.fo
».39
0,69
4^9
— 1,62
I>4»
0,75
— Q,86
3»92
i>S«
0,90
-12,45^
-»-1,53
-0,93
-3.45
—0,19
-+-3.53
-*-o»35
6$
-0,99
-0,8$
-1.79
-»-3.S©
-*-2,82
o 55 58'9^l— S»9o\-^9i
DiB
. Die KOn Fid^zi augeceigtep. Feblor ujidf .Vcjrticire*
vongm gftbeu onumfl^riplge^daAbänder^Qgei]^: W#^
gen der um £'5 * , vcrmiudetten geradtn Auffieigoug voni^
xr Febn wird» mit 23* z^' ig" ScliieCt der Ekliptik,
die fÄuge .56' ^26' zö/i, di« Breite J5' ;59>''7- »Ifo.
Fehler dearLtoge-H 8t '^t Fehler der Breite -t- o»'74«,
Bejrm Nachrecl^ueu der Hednction der geraden Auf«;
ßeignog ondAbweichuDg bej decjenigen Beobachtung
gen, wo Fiazzi^B Angaben beträchtlich yon dennDfe-,,
rigen abweichen . fand Dr. Gaufs die Läoge am 8 Febr»
5S" 53' jf,*'7folgUchiß der Fehler -:;0."7.*X Dai^
iibrige, tind auch felbft die bey. Piazs^ fo ftark abwei-^
Ebenda XHngf am 13 Januar findet Dr. Oaufs^ wie bey
ttni«r . Da d^eCo Beobachtung fowel von diefen letzten
,al8 auch von den vorigen Elementen gerade am meir
tan, abweicht« und fich nichf genau darfieUen Übt,
Qhnß degk jibvigen Beobachtungen Zwang anzif thun i
fo vermuthet Dr. Oqujs^ dafs irgend dabey ein kleL^
net Verrehen. vorgefallen fej. Übrigens ßel^t man
leicht» dab die übrigen von P/nz;:i angegebene^ kle}*,
ven Verbeileruogen (Novbn St. S» 573) die Genau*
igkfit, .womit 4ie Beobachtungen durch dieCB letzten,
]|^amantQ dargeftellt werden , wenig än^er,c ^
; So
"^^ ta den Pu^tiiAen original. AeobAchtUHg^ll 5. ^6^; def
Nolreinbex - ätackt (ind dio Längen der S6nne aiü 13 Ji*
ttütir und g iPeb^. um eind Mhiuto zu gtötii; allogeocfh*
ttifche Breiten gegou 16" zu klein, welche! obiie Zwti'
IbI daher koftamti ^ats Piatü bey der Kedutiioo feine*
Beobachtungen ■'fioh einer andern Schiefe fl et .Ekliptik ^
und wahrtbbeinliqh jefi^r .imi. dfi C^nt^ 4^JtW^ ^Imt^eJX^
»u 23* 28' 1* bedient hat.
^46" WßmiLCM^Jp. iSn.* DECEMBEEi
96 geriDft indeflen alle Fehler ßnd,^ fo hat Dr.
Öaujräacli •noch einen t^ierten Verfocb geoiacht • di#
Oetiaäljjkeit noch etwaarxa vergröGierii. Di^ Ltaf^M«
fehler find bef diefen letzten Elementeo in Febraar
fiimiDtlich poGtiv*, wenü man die kleioeii .V^teib»
mngen TOd Piazti noelt in ^AetrachtiiDf^ Ai; a«d»
. die Breiteilfehler neigen- ficil ^geu datf fiHd^-foiieilH
lieh dach ^iner Seite. Dr: thaifshtkt dali^ iftaae El»^
nienttB f^fbcht, woVilach die berechneten LS^genoiid
Breiten im' Pebmaf etwas kleiner wei'def», ibdemdie
übrigen dngefähr diefetbe Orörte behalteiK Ob tr
gleich dieFe Element^ mit den rdmmilichen Beobadi-
tungen "nicht vei^lichen-bat ^ wekhea^siM Thetfausb
ganznberfiüflig ift: fo glaubt er doch im voraaa rer«
fichexh tn können , dafs fie zwifchen -dM fieobadi»
tangta« roViel fich than läfst^ das Mittel halten, aotf
d^rs die FiBliler bey kttner Beobachtung (dj# vom ^
und 13 Januar ausgenommen) über 5* in Länge und
Breite gehen « gar keine Regularität mehr haben , fon«
dem eine ganz irreguläre Abwechfelnng der Zeichen
geben. Dr. Gaujs zweifelt nicht ohne Grand , ob
man ^&f eben den Datu eine merklieh gröfsere Über-
•inftimmung bey andern Elementen finden könne»
womit er indelTen durchaus nicht (agen oder verftan*
den willen will , daf» andere erheblich verfchiedeoe
Elemente eine ähnliche Übereinftiromung nicht ge-
währen konnten ; zumabl wenn bey dlefer delicaten
KechnuQg«. wo wenige Secunden fchon eineo meri^-
liehen Ausfchlag geben,, etwas andere Befijmmungen
TOn der Sonne gebraucht würden» So iß die Uog(\
d6r Sonne bey Piazziim Februar von der. an frigen
am eirie halbe Minute verfohieaen ', wiewol gerade
'. • "^ ' hier
rWr.
^üeBir aen <
647
hierin der Nähe der Quadrfftur der Eioflal^ derSon«,
iiea-LäDge .getiilger ill, al^* in andern Lagen. Dr.
Gaafs £laub^\d»her , dafs eäs nicht undidnlichj jWäre^
^weno Äan die Fehler der Sonnen tafeliT aus fehr-ge^
Danen ;Peobachtiiingen für dMe Zeiten b^immt'e, und
die Öfter def Sonne hiernach ▼erhelTerte'.
^i Elelmente find min folgende :
Piete
vier*.
feniiüi^rne .^ . 3"j6''i7' 38"
Sl' .' . . . %l o 44
Maigiing • • 10 36 . sj
Log; halb. ^, Axe . o^ü^on?
ExMuiuiciHt '-^ . • o.o$lfoi7
igotkt 1 8oö3M>eo. 77' 3^' 3*"
girörateMittelp. Gier ^
ctang . .. ■: ;'p*;a7''4t*
tl^l. mif derd hütiop.
r4i:ojpifche.Bftfr^. . ?7o/yi4
Aas ditfen Elementen hat Dr. 6^//} 'folgeiidi
Orter der Geres Feiräinanäia im voratfs CerecUnet;
IXe Zät ist mittlere für Miu^rdadit ih Fal^mt&. . ^
1801
KoV.
See.
13
25
G^ocen-
tfiiche
Länge
^ 20 16
i; 22 15
w 24 7
c^-ntri-
fch« ■
Breite
JilirciL,
'desAb- '
von der 5
o» 42181
o» 40940
10 12 O. 39645
o» 3,8"2^
Ot 36902
o, 3*5468
o, 34000
10 37
11 4
ii 32
12 1
Lfl^arith.
de« Ab-
itandes
von der Q
VerhKlt-
nifs •. v^
^er ger«<k
. henen
^FfelliRlr.
0,40468^
o» 40472
o, 40479
09 6IOI
Ot 6459
<i,'68j5
o. 4048 8j|0, 72 jio
Of 40499
o« 40512
0,40528
o, 7770
o.» 829.5
6, 8869
5i 25 51
5 27 27
5 28 55
3146 o 10
Sollte min den Ort des Planeten hach diefenEle*
meiKen genauer, oder auf eine längere Zeit berech»
nen'^wollen: .fo fetzen wir zu diefem Behufe n^ch
folgdbde Formeln hierher :
\:i
j) 2nir
Wir berchlierseii diefe Nachricht läit eiber B^
merkung des Dr. Ganß über die Neiguog der Baiia
der Ceres f welche wegen ihrer Gröfse vielen Aftro«
tiokneu fö auffialleud war. Ob et gteich mit dem Ur*
theil einiger Aßronomen ganz einverftanden ift^ daf#
wit darch keinen pbjürchen G^qod. berechtigt wer-
dei3» bejr allen Weltkörpern anferes Sonnen - Sjftem^
äie ^ine kreisähnliche Bahn haben, auch eine gerin*
ge Nfeigüng gegien die Ekliptik zu erwarten: fa
itcheint ^hm doch » dab das JParadoxe davon beträch^
Uth vetknindert Werde» und die Analogie fich docii
eiDigiftrtnarsen tetten lalle» wetin kban nur diefe Plä^
lieteti-Bahn^ 'wie Lü ^ce bej deta Bahnen der Ufa-'
iufl. Trabanten gethafa hat (J. G. E. IIB. S. 259)auif
färi eigentliche £ben<s , äof Welche nhatt fie bezieheil
fnars^ nämlich ääf den Sdnüen-Aeejüator, bezogen
hkhiti U^iVd. Wenn wit die Ebenl^n der I^mhitlicheif'
Hftnidteü übtet einander vetgleithen ^ fo zeigt ficli^
dB^d^nn, dars dild Bahn det Cerefge^en die Bahhkei*
ir>8 kiiHtlgeü äbdem Planeten to grots ift« al6 gegeik*
iii Elrdbahn. T'ergleichto wilr atfö die Bähü der Ce^'
a^T'ttiit det firdbätitl, fo vetgteichen Wir get^de dld'
ti^jdeii Ektreitie unTetes Sonueti - SyAetkis^ Denkt
ttUb ßch aber dn'e Ebene» die zv^^ifehdu dien Ebläii^i|[
nifiimtlicher^r^A^ Planeten -Bähnefci ttbgefähr ili de^
ftitte liegt i fo find die N^igüngi^n gegen diefeltre ati*
fe' klein gentig. Es Scheint Tehr läetkwürdig^ daQf
^rade der Sonnen - Ae^uatot ungefäht Hnä tblchd
Lüge bat; nnt mir der Einrchränktkog^ dafä dife fialltt
Akt Orts nebft denen der Veniia nnd'deis Mercüf ätf
t^eDigften, etVtra' 3 bis 4 Grade, die Bahn deir Efde
lingegeu gerade am üieifieU dagegen geneigt ift<
Mm: Corr. 174 B. ißeti O O XaVÜl
^50 MomoL Correfp. üou DECEmBERt
.r . ' ■
LVIIL
R e i f e a h e n t h e u e r
litraaigegebta
\ von Chr. Aug. Fifcher. '
Zweytet BäodcheD. Dresden hey H. Gerladi» 1801!
XIV und 231 Seiten kl. 8.
p)dem wir unt auf ^nfer güqftig^ Unheil über daf
^neßändchen» im Auguft Hefc3« 17; t» beziehen ,
inachen wir die Lijebhaber luiterhaltender Reibbe?
nerkupgen an£ das fo eben erCcbfenepe zweyte und
letzte Bändchen anfmerkram. ^it theilnehmendeo^
Inter^ITe werden fie den Ver&Her auf leinen Wande-
rungen und Fahrten zu WaiTer bejgleiien. Die Aeibi
[^eht von Badajoz über Sevilla * San Lucar de Barrar
neda und Puerto de Santa Maria nach Cadiz; von
da 2u Lande nach Malaga » Valenzia und Barcelona»
wo Cch der Verfafler nach Genua einrchiflFt, abei;
Schiffbruch leidet und fich auf eine der Hierifcfaen
^feln rettet; von hier gelangt er endlich auf elneni|
FrapzöGfchen Kaper nach Genua. Der Verfifler be^
lind fich feit jenem Unglück in dem beklagenswür^
di^ßen Znfiande, den nur eine Fhilofophie, wie dif
feinige» erträglich finden kann; er eilt daher aufdeiki
^üczeßen Wege über Novi, Novar^nnd Arona durch
Qberitalien, und über Beltinzona, den kleinen St»
Bernhard und Splßgen nach Andeer im Scbamfertha-
le , wo der wackere Conradi fich dfs§ armen Wan-
derers ij^reandUch annimmt und ihn auf den W41
S:. -UW[^ BMfeäbäHthmtr IL B. / (j^
iitt€biS^0' geleitet. O -*« ^, ein MsttVToti eitteiK*;
Sisn^ irttüet ihiriiier mit allen ßedarluiiTeD 9iirRütk-<
kebr in Xein Vaterland aas«, '
.:/ MaleriGche Anficihten von Gegenden , Bef^hrel*»
ttiiiigeik' fottcbtbaret Tkaler« CharacteiifiTung der ft^br
i^ner, - ihrer Sitten nnd Eigeothümiichkeitenv
fcharffinnige Bemerkangen über den Einflul« deaCU^
fldaff^iinif^der Fracbtbarkeit auf die Bewohner, tiefe
Bttdfcb'toidaa menfckliche Herz anterbrechen den Fe«
dM dcrfirxählung dielbr fönderbaren Reife« für deCit
tefVerfaffer mit jedem Blatte 4io Theünahme einen
«flftpfitodenden Herxeaa wächft.
\\,^^rj [ Jni on P igafetia^s
ibfithr^ibüng der rcn Magellau ui^ternommen«tf
^ . Atta dem )?*raqz5rifchen. Mit Karten. Gotha i
^ ^ . hßj J. Perthes t 1801 LXX upd
206 S. in 8.
Xlf^te» «US einer Hapdfchrlft der Ambrofiantfchea
fiibliotbekaa Mailand von Dr. C,.9(^^r0/^*3(um er«
Aenmahl unter dem Titel : Primo f^iaggiq mtomo a^
Globo Terracqueo u. T. w. herausgegebene merkwärdin
fe Reife ift im II B. S. 335 — 347 der Äf/d enge»
xeigt, und aas der Franzöüfchen » gleichfalls von
Amoretti beforgten Ausgabe ein gedrängter Auszug
ilm HIB. S. 515 «*- 542 .(^^ ^- C. unfern Lefern mit«
O o 2 getheilt
6§i, ManatU C&rrefp. iSOu.HEgEMVESL
ipiflieilt ' motimtk. ' Da. viellcioht .weder die Ifalieni^
feile noch die Frantbüfche Aaigtbe- iuiachem iderfel-
ben XU Oeiicht gekommen ifts fojnacb^a «wir fie mU
obiKit Heiriift bearbeiteten Detftftheo'ÜberretMiog,
wekhe von deu Herauagebern • G' PK Jahohs uiui
F^KfM iu Gotha« mit irerfchiedeii«ii rchützbareo-Aa*
^trkangiu begleitet iß, bckaunf. : \
t Der FraMaöAroben Ausgabe ift' von Mwrr\ 4ipltt.
wMiJefw Oifokiolitc Martin DtkoMt*^* »acbeuMir.Üben
fttiun); von .hujtn^ augcbüugto Voadiebcßeldbifihn
ü ift voa dem Veil^r obiger rKJberrcCMDg.eikift m^mß
vnd vermehrte Ausgabe» fowol in . FtamfifiGdMer a)a
DeallUier Sprache, Für die Liebhaber der kiftocifidi-
gtographitcheu Literatur, TeranfCiltet woran, micr
dem Titel: Vir'^^m^^^ifcke Gefckichle der i\:vteei^.
ltkmhH-;;ikHi:tft Iii:urs Aiartirißfhaims. Aus CV%8xa2»
urAimJrif. Kylk Chr. GK>TlUeb von 31utt^ ^mm-
%r^ Mir v«nii« Aii$^bo« Mit einer Kn^itattL n^%
in demrelNcn Fornut« wie FUmfcu£% KcUt
Lh^bbaber lie au «iiefeibe anbinden laAli
AnO^t einer ^>&esi Ratte» Kit der AnSckrlfrr ^.b^
IJivN .Virr.C'ir .^\ T: O -s JrÄ-:üt» BAxLor JEjnia
^t^ MajyHan^lkfcwn Ebnere in Aie nox^ ikei» ^^Tiinm.
lftt;5Mi£i4;erkHMK:ji*<*>cri£!if. uibteüriun:
n^r^tt 4J^$^^<diba»Aer ^cr^crj
LX.
^ • ■ .JW I'SMM
Berichtigung einer Stelle im October-Heft
1801 S. 360. '
üie dort gegebenen Formeln bat Delkmbre fchoa
vor 17 Jahren gefunden« und tbeils in CagmW^ Irif
ßoitometrle , theils in feioer DSiermination 3^un arcdu
meridien^ fehr volißäodig aus einander gefetzt. «Dia«
Ter Gedächtnifsfehler läfst fich nur dadurch begrei*
fen , dafs ich anfangs , um das Nachfchlagen zu er-
fparen, keine directe, fondern die indirecte Metho-
de gebraucht hatte, deren Anwendung mir hier .vor«
xiiglich leicht fchien , weil La Lande fchbn früh^
diefeiben Dreyecke aas andern Datis berechnet hatte »
-^ö dafs ich alle Seiten und Winkel feht nahe kannt«.
:Al8 ich aber einen ziemlich bettächtlichen Unterfchied
zwifchen meinem und La Lande* s RefuUat fand»
welches fich auf keine V/eife aus den Datis felbft er-
klären liefs, die fehr gut übereinßimmten: fo ent*
fchlofs ich mich zom Gebranch einer directen MethQ*
de • nni mein ziierß gefundenes Refultat au beftätl«
gen. Die Lamberfiche Anflöfung bot fich meinem
Gedächtnifs zuerft dar ; ich bemerkte . fogleich die
fehr kleine Abkürzung, welche fich durch Einfüh-
rung eines Hülfswlnkels bej ihr anbringen liefs. Da
€s ganz und gar nicht mein Plan war, diefs Problem
voUßändig zu unterfuchen ^ fo vergafs* ich auch am
Ende litterarifcbe Nachfnchungen » da mir ichosk die»
'::*.. i r O 0 j £i
|e RachnuDg weR'ifaclir Zelt gAadiänren ÜatM^ als Ich
darauf zn verwenden gedacht hatte. BmrehhartU,
INHALT.
Lltl. Befehreibaac Ton NIpkL Von Dr. J. Fm B&tmich -
, ip Gotha •* *" 5W
Liy. Becraohtongeii flb«r die bvdrogirapli. IBintheiloBfien
Ufid Ben^onmigeh des Brobtllt, nebft einem yot'
tchUg^ Mir Benobtigung «letreiben. Vom SUttsrath
Qaret Fleurieu ^ do7
'tiV* 'Revifion der neveften Karten Ton d«r SSnoeiz. Cta^
te generale du ihiatra de la guerre «n ludm. Par Bae»
ler d'^Albe. ßme livraijon ^FoxtC s- Not. Heft S«
.Lyi. Ueber dei k. Diu. Joft. Ratbs Cmrfien Nielmhr aOro»
noni. Beobachtungen in Aegypten d33
m. (L iiiehuhr't Beobachtungen «nr Beftimmnng det
Poihdbe von Mexandrlen , berechnet v. d« Heraoa-
geber. ' ^33
h, C. ^e BeobaebtoB||;en aar BeftittmHH^ der Polhöhe
von Kdhira , berecbo. von dein Heransgeber 634
"LVTT. Fortgeleti^te Nachrichten über den neuen Haoptpla-
neten anreret Sonnen fyfteme. 6^1
LVin Heifeabentheoer', heraufgegeben Ton Chm» Jug,
Fifcher. Zweytea BAndch. , Dretden , b. H. Gdrlach
igoi (^^0
XJX Jnt. Pigafetta\ Befchreibung der Ton MageUan bn-
ternommenen erften Reife um die Weh. Ans dem
FranaöGfchon Gotha , b. J. PcTtheii i So !• <(5I
LX Berichtigung einer Stelle im Octob Heft S« 360 TOB
J, C Bwrchhardt. d53
^giftet das IV Btalei«
AwMlge tiDiger DnicUehlar im IV B. d« M. C.
^- KEGISTER.
«5^
REGISTER.
A.
Aaie Flub 6m
Abul-Fazü 484. 491» 509
Acbar , Mongol. Kaifar 484»
492. 506
Aegyptier, alte, über den Zu*
Stand des Ackerbauet und ei-
niger andern KAolle der er
fien Nothwendigkeit derfel«
ben Ton Goftas 3 f. 69 £
ihre Menfebenopfer 4 f
Werkteuga det Feldbaues
beym Ackern, Säen, Ernd
ten a Drefchen und Sichten
10 — 14. 69 — 71 Lein
•rndte 71 , 73 Weinlere 72
'Firchfang 73 Vogelfang 73,
74 Gewichte 74 , 75 Schif
fahrt 75 * 76 Gemälde 77,
78 . 79 Thieikreifo 375 —
377
Aef^uafpital 520
Affry 318
Alanen 497, 503
AgM S04
Aguilar, Martin $2
Airolo 520
Alarson, Franc. 80
Alaska. 'Halbintel 83, 84
Albis B. 238. 620
Albisrieden 620
Alcantar^ 351
Aleuten Inf« $3 r ^
Alexander's üebergang üb«
den Flurs Hydaspes 486 . -
Alexandrien i^ Aegypten., geo-
gTaph.Br«a5o. 254* ^33* ^34
geograph. Länge 251 » 34^ ^«'■
AUababad 482
4ltftetten 620
Amanuh 587 j
Amaral, A. C. do. flbet ^i^
Gefchichte der Gefetagei^iuigf
n. f. w. Portugals 351 » 35>»
Anaerika, nordweftlicheKüftn»»^
Ueber ficht derEntdeckungjOiir
an derf. 80 — 85 um ^i
Bay Ton Guadalu|Mi 286 <r-
300.306,307
O o 4 Amtf«
H6
lR,egiß er.
Anerpoor 59? " "^^ '"
Ammanii 375
Ameretti, D.C. 6Sl
Amofif , König in Aegyptmi 5
Amfoldingen 2361
An der Matt 517, 5 19
Ang^lot, Mich. ^ QÜif^on^r w
Nipkl 599 -'• ^ ''"
Anian, Meerenge go
Anieh*s , Per. / Karte voa Vor-
arlberg er22
Annnaife de la Republique
frau^aife^. calcql^. poar U
^ Meridien du Caire. TAq IX
de TEre ffan^. An Caire
^* . {'Iipprimer^p iiatipfiale
riut ssi
AnfoQ^s N4chr. Ton Tiaia«
308
ApolUoopolis in Oh«r^ A«gyp«
■ten 4
Arberg 31^
Aitdf^dg 5512
Afam , defoription d* 343
Ailantifchet Meer , wie et mit
der Sadfee zu yerhiniUp wa<
" 310; 3»!
Audifredi J30 ^ - • •'
Aureng -Zeb 481. 4^i, fa^
Ay«l«i.Ja»n. de 83
Ayin-Actiaree 484, 485, Sfii
AiadlCban j;q7, 50$
B.
Baber , Stifter d. Mongolifchon
keichs in Indoftan 492
Basier d'Albe, Carte generale
da tbeatre de la . guerre en
Italie. rcc. 515 f. 5^4, iJi^f.
Pagdad 233
Baghero 593. 595. 606
Babädar Sab 55^
Bahar , s'i^
Baierna 316
Balfrüfh am Cafp. M, 482
Balftal 62\
Balzac $
Hange 594* 606
Pffniial od« 9«n|iaal 484, 487»
§1^. ^^
Bannaul - Gebirge 4.8^ / SiV,
ßaonolong oder Beaillong TOn
Botanybay 373
Baramoule 48(f , 487, 488. 5QI,
514. 515
ßarbofa ühit Pflancen - Hygrt)-
meter 352 deß. aftron. Be>/
obachtnngen xu Rio Janeito
353 «u St. Pftulo 555
Barkcr 2lE3 ^
ßdrfihua 587
ßarrot t Soaret de, Loxodro*
niia da vita bumana 354
BaiyeCu, Ir^IigiÖfe 5^te in Nir
ykl 593 ;
' ' 'Bit
B^egißen
«5»
BaflWftorr 6i%
.Baftide, Ai^nin doU, Memoi*
X9 tat luinoovcau palTagf 4t
la mev du noxd a .U xnav da
fad 310
Baogh , Mafl^nmi in Katcbe
mir 511
•^ - Nithat -r- -^511
Baamaim Xin Göttingen ") ^44
Baax^.in Marreilio 86, S7* 88
— Ififal ;to8
Basaair. 482
Boaaohimp 25z
Bacbin , '^gr. Lioge u. Br. 22
Befaut» Behat. Vheit oder Ve-
. toftah ;^Cbeiain, Jalam oder
Ihyla« , FL in Kafchemir
496, 487» 488 t «08 • 5x2.
513» 5I4> 51S
Balla, Dalla, J. A , flhov die
Kraft de« Magnets 3^1
Beilatpour 482
Bellintona 3I4.52Q» Sfll
Belp 31p
Bomber 487* 5X4
Braares 482, S9^
B«.Na«««r 483 ' ^
Bengalen». 4e^en KAftitiktrteii
342 Haadelsverbiadttn^ mit
Berg in d. Scbwfis 617
BeffbampoQt«r fl» 6p^
Bering 83
Bernier 481« 489 t 490. 49)t
493t ^9S» 496» $Qli 5x2,
§H :', : •'-
BeinooUri noayaUaa ; littecai«
jcea d^ direr.i paya .552
Bfit'ia oder BettyaU 58^ t S%S^
590 . 5p8
Beochlen, Flafii« 5^ .
Beaottt II fi ' j
a*bargäo 589» 597« ^8f ^1«
ßbolbaa , 484» 51^ *
Bbyt6epour/5(3-
Bianchini 52,6^ 527^528 »Sip.
534
Bienewitz, P. (Apianiu^ 423
iBiroD*a Reife 206« 308
Bifben« Verebrang defl^ in Ka-
fcbemic 489
BUaenberg 61 7
Bloaiy 318
Bode in Berlin sSg 57. I2ß,
156. 157. •X58t 160, idi,
164, 165 • 3^9. 566, 5Ö7,'
568. 569, 57^; ^«^ voll«
ftind. Sternveraeiehnifi sa f«
Aotgabe des Fiamfteed'fcbea
Himmels -AtUt 161 deftn
Himmels - Karten 161*, $^
Bogdanicb 31» 32 ';
Bogmntty Fl. 591
Böbmen, googr. BaBtmmnog
der fadl. Qrfnse a, Gege«d
delT. 15 L .
Bobwenbfltrger 325 -
Borda's, ;Cb. Tablea trigono«
metriqaes decimalea oa Ta-
ble des Logaritbmes. des
8w>l n ^W^m ff J^pnU%
0 O 5 \ ^9U
6$9
Rigißilr^
pobIMi ptr J. B. J. Delim-
• bro I09» HO, tu, 113
▼flrbelTeTt« g«&s0 Krtif« 343
. '334.336
Botdovich 161. 539» 530* 553
BMMhelttche; J..B.» 341
B^tatefkindan L d. SchwMi 51S
BoaTardabft dt«kbittl«MB Se
weguDgtrt dift Mond«t 133
. Aber die ' Secakc • UsglciolK
lieiun dtr mittliren Liag«
;..4«t.Apog«anis o. d. KvoüM
124 defll Baftimmang der
. GletclNiagieir , die tob de«
Excentricitfiten d. Veaae , d,
Mars und dea Jupiter abhta-
^ gen 130, 131 vannuNaehp
. .'Tic^t. 179» 180
Biadley 252 , 626
BrageL. B, 313
Brahminen in Nipal 595« 596
in Indien 4, 5» 595. 59^
Braroa, Verehrnng deiT. in Ka
Cekemir 489
Braaiien 353 ,
Breitengrade ,45 bis 56, Wet tb
darf, in M^tree nnd BJieioif.
Fafien 337
Brientser . See 317
Brittnau 320
Broggim 619 '.
von Brabi , Graf 143
Brfltten 618' • '
Bnobberg 629
Bttdweie » geogr« Brdlc« 31
Bogge 137
Biüie 318
sandten 335 1 53a f 523
Burokbardt, J. C litlenr. and
biograpb. NMkticbten tob
demlelbeB 38 L f 40!* 3i4 1
Tennifcbte Naeh«. 5^» 58«
155, 158 t 161, Id3. 170-
174. 309!: 357. va» 3^»t
1Ä3. 571. 572. ^•ft» ^»
trait sam Jnliat-H«ft,d«rSf*
G. Uebfr die cHgonom. Li«
nien fOr Sanune« tob Win-
keln mittelft com binatorifcb.
Analytik 143 Oeb«rdaa£ia-
flaff der ffinften Potenaend.
£xeeBtricititen aaf d. grofiei
Störung Satama a. Japitera
356 — 359 Uelier e. Aufgabe
d. praot. Geometrie 359^363
Berxcbtignng an S. 360. 653
Barg, aber Csine Tecbeflerten
Monds-Tafeln 114, 115, 120
f* 252. 583 Verniifobto Nach-
richt. V. demC 349 , 251 . 585.
583 • <^28 f.
Porgdorf 319
BArgiaeln 51g
Butan 58^* 588. 599» 59^ ^
Byiatriaki 551
. . .. c. .
CtbriUo» Bp^ignm da fp fCabal 482
Cio-
/.
R'tgtft-ir.
^59
fiii^cattaffi. D.Ni0ooIa 5tfi
CäcktmixB» Crtiimtre. Cuh-
.' iniMr S.fttfehetnic
CHfÄoli 535 .53^
Cilio, geogr.Br. 25o» 355 —
Vi%6ut geOgcUng« 539
Obadrdlii 355
Oilotttti 4t2
Oill«t 39* III delt lo^ritbm.
■ T«f«Ui, Dffaek&hUt dti(«lb.
in, 113
C^nj^hai 251 • 626
Onddliar 4.g2
CairiMTei 554
Cap del flDganao- 285
C. Hofa^ Ig), 205
C Meadocino go
^. 8m Juan rg2
C St. Vincent, geogr. Uage
248
Carioti, D. Niibcoli» 561, 579
Orntkiii Aegy]^ra 6» 9
Cart« dd b BanaieEe de Bien
ne 1797; ^35
Carte de U SuilTe cet. fomiaiit
aedielleitteat la Republiqa«
helvetiqne ane et indmß
ble cet. bey Clrriu Toa Me
chel 234 f. reo.
Cm«« generale dn tbeatra de
la gaerre en Iralie. Pat Bal>'
1er d'Albe 5i5 f. 5x5 f«
Catpari, P., 548
CaCfiiiiCx694) 526
CallfisiV Ko^ ipsB Frattkreielu
Ervreiterang deiC biaaadea
Rhew a. t w. 545* 54S '
Ca/fini de Ttmiy 553
Caftera. J.. 341*343. 58^
Gat'hinindu 589. $90» S9ti
594* 59?* 598. 5^» 6004
601, 5o5* 5o5, 567
CauriUi S24 .
Caaim , Mohaanmad , 343
Ceeile 75
Oentovalle 521 '
Cmt« Ferdinandaa, KamA dät
oeaen Planevui . 570» 571 •
577
Ceruti , de(r. Beobacht dec-
SoniitofifiAeni, d. 17 Octbr* /
178 1- 353
Chalimac od. Shalhuar 510»
511
Obanal, Profper 87 1 91» i8T*
190, 191, 193, 194, 199,
200, 202» 287, 299, 305
— Inf. 20g
Chandpour 506
Charlotten • infeln 300 ~ 3o€
Chakeilet 634» ^35
Obelum Fl. f. Behut.
Chexbref 317
Chimbora^o 30g
Chiminello, Vic , 534, 535
China; alle Einfuhr TOn Peli«
werk ift in den ffidl. Hifen
deflr. verboten 309; neuer«
cinsbare Linder d^tf» 664»
«'S- ' -V
Chi.
66b
RVgißir.
Ghinaiur oijmoffflälUkd. Fla-
4 .uoot '494
Cbtoef^r,, Krieg iexL mit den
Nipilef^cn 602 1
Cbi(Biuin^y4g7
Cfairat ?2 . .
Ciiot« oder kleiner Scind, FL,
488
Chunaub, Fl., 4840 48^
ChurwaldjBti^39 •
Chaska (07
Cieoolini 537 -- '
Gierig Ff. Ant» deflen aftcon
Beobacbtan^n im CoUegto
dot Nobret 35^ Beftimm.
-. d. iVS^vidianfintefifeh. ^w. Lif*
. fabon mid RÄo Janeiro 355 ,
Ciopra 607
^Opoli 606
Ciratas 589, 590» 606
Circum* MeridiAnböben der
. Sonne, Vffrtbeil b. Boreeh
nung derr. 25 ^ Reductions-
Metbode derf. auf die wahre
Mittagshöhe s aaokDeLam
, bie 27 L
Ciitipour 599» doQi 666
Claiiaut ^76
Clariden, die 313
Glavigero's Gefchichte von Me
/ xico 30^
qioak.Bay 301, 3q5
Cocb.Bihkr oder Coos - Beyhar
. 589 • 590
Colorado FL 3^
Comet vom Jahr 1729 ^ S^yfGoafiii ^1
▼1 Jahr 1759 Ug.rwmhM
'1770« Preitrehrift üftcdieB»
ftimmaag f. Btha 149 1 364
f. ob er^iaerleynaitd.Pia«»
^^Cchen Geftirn (ej aSi > 383b
368« 3^9* 370— im Januar
1784 taRjo Janeiro lO. Paris
beo1>acht. 354 ansgefemtt
Freie für Aaffiadvng e. Q
bis Ende igol ^, tf 8 Ent-
deck, delt 179 , igo
Cometenbahti, origonom^ üls»
thode «ar geniherttti Be&im*
mang d. Elemente 4er Ci rtm
J. G Burkhardt 209 t Aab
merkang n.ZaCtts ir.D. 01^
bera 21« *- 2i9r*
Gonftans 238. 61I ^ 6i9
Gook , Jam., 84* ^S^t I84t'
185» 186, 187» »8P. 191.
193» 193. 199» 200, 20&.
2o5
Gooli'a River 84
Gornidea, de01 Vertl^idigung
der hiAor. Glaabvrtfrdigkeit
des Anonymus BcUe Regia
Notarius $$
Gbronado, Frane/Veaques go
Gortereal , Gaipar de, go-.
Corte« go/3o(S
Gola od. Goofy, FL, 593
Gofs des Kaifers Acbar 484 .
Goflbnsy 317
GoBa» $
Coti QCut, Cuti;) 603. Ä>7
Cl9i
Re gifttf*
66i
Cff«Velt » geogr» Länge and Br.
Caeii^ de k reltgion , des loix
' «t äUt moeuri des 343
Ctilly 317
Ca{>tdo« ▼(HrgffdlU|Me Bm«.
das neuen Pltne^n fi^
Gybele, Toigeleyagfne Benta«
nang des CJxeaat « 46 .
Digerweilen 61%
"tbii OilBerg, Cöadjuto« irön
Meynt, 141, 142
DMembett, Lobtede auf den*
Wben 35^ '
Daleweil 313 1
Dali oder Dlial , . See in Ka
fobemir 48g, 510, 511
ßallickeb 337
Damiette 76
iHnifcbe Conattkifßon der Mee>
sei *> Länge in Kopeabigeis
27+ -' • ■ ■■ ' '
Dft^ds Afoy«, deflen geogt.
Ortibeftimmoni^n. d. ^tifu
-^lAtenfnrt und IVlühlhaafen
u L w. toö. 15 f. 370
X>e U Caillt'e. Zodiaoal • Stetti '
' Verseichnifs 161 ; 353 »559
De Hi Lande^SSt. 45. 4<^* ä^.
58, (J7, 122, t45. 144.145,
I4«i 147* i<^'=># «<^» 2Ä|i
566, 567» 56p " •
«« — Mifch« le FraDi|au
14^. 257« 360
— — .iMadame 21»
De Lambre , de(f.'1lhthodn
analytiqnet pbdr ' h ' Ddt^*
ikiination d'&tt A#ö d\i M^i-
dien: 27 , 1^ Aber genaue
Zeitbeflimmang4>it« C tr.
93 f. Verxb'irehteNacbrieht/
Toti demC 56, 373 ; 545 . (f5*
^e laP(sr(mferf4',«'86/.3oi *
be la Place $6, 158» 1595 i^.
170. 257» 258. 259« (>39#
t für leg equau^ flculaireft des
mouvemens de la Luoe, dd
Ton Apogee d|j}e'(W K(Ml«lR
113 aber die Theolrie de«^
Monde» 113 — 135^*
SDelmenhorft , ^^^>^« LlvM-
undBrelle 35ÖV \ll -^f
Deimecden 9^ ^90-, 597, 5^8
Denderah. 7.9*9 ■ t' >.; .:X
pofideri 514 ^
Deutfche Geographen , Gpift-
derfelben 246 (
Diarbekir 253 : *
Diftaoaen» iBorrefp. 1 mit ei^^^-'
} nem Abfehen' beobachtet , d«^
nicht im Metidiin Aehe^^-
Correciioni 'Tafel für dief.
It6t Jö7-
:66a
Re giftet.
J>ixbn'>2$6yi^U 301 • 303» 305
DoUond M . .
546 . .
"Doru«» B. 8., geoßr. Beftiin-
mang Ton Rio Janeiro 352
»«reorolog. Beobachtun|;en
M, 353 Befchroibang einet
aneaCcMiiilwpMonfifmn» 354
, . «ftroaotti. - Baobacht. xa St.
. Paulq 35^ «ftroQ« asd n^e-
taoroL Bfnobadbib »t Rio Ja-
aeiro 354
Drake • Fninm tl » 92
X)a0 - la • Cbapelie g$ , 1 32
Doiaburg, geoy.JUii§««u fir«
«4«
Oamononjca 4^7 \ ;
Dantia do7 . -
DootbaaUh 4^7 . , }
Dupuif Origine datona Intal-
'•• 377
Daxoc 545
öarfoo482, 483, 487, 5x2,
513
Da Sejoar, Dioiw- 151«* ifar
P^e^ocli gaogcJUlag^QBi
Br.546
Dattweil 619 ^ ^ . . *
pauweilar Höhe kij .^^.
DoTal 47
BAtnkadabad 4Sf
SdfoQ 4
Eslifau 619
BgoHibofea 6lg '
Ekliptik, 9ecalar- Abnahmt d
Schiefe darf. 137, 13g
Bleiihiat in Thebaif , über die
Ueberbieibfai davC 3 t 69 1
Bleits 4
Elgg 617» 619
•1 Kabe , St. 4
Bmmen.FL 319, 32q. f 17,518
Bmmemhal 5i7» 5i8
Emmerich, gaogr. Längt n. Bt.
543 » 54^
Ton £ndt 177, 178» 249, 628
EadiügtB 5i8
von Engel . Chrn. 35
EttgUnd» dtCr. Set- «I. jrtft»>.
Karten 34s
EagUrcfatOftindafdbt Gomp^
nie öoo, 604. 60%
Eatlibttoh 319, 320
Bnii, B. aig
Erdftrahlenbrechoag, Stnfhifl
dert auf die ^itbtftimnumg
95» XOPa lOI» X03
Brie, Su am Stt £rit, gaogr.
Br. 378
Ermatingen 618
Efcbenz 238
efthlianaa iig » 519
Regiß$K
663
EteoTiUeat
Eflta. gtogr,
54^
31s
Liag» «• Btmu
Pcrehthal 532
Eoler, L. 11^, 169 deiTJil«.
thod« I. ZaithiftiiMfc <faii
CoOMMQtMlIui 209 . '. .^
Faido 5I0
FaUmftein.tfit '
Fafr«giii«r 318
Fmt 333 dein KanadmRUia
thalt ia d. Seh weis 311
Fudinand IV König; ▼;N«iip«l
eifriger B«(ckflis«r n. Befor
dwer d.- S^^takandfi 57?i S78
FenucktbAd 482
Feafnlu)Ai 617
Figueroft i|3» igtf
Finauf , Oroiit, 62$
FifohMtka^lp.:
Fircher.Cho. Aag. 175.i76.dfo
MendoM't UrtMl Ab. delC
ßtmildftiTaft CmU« 177
FifchiogeD 617
Flach 617
Flam^Md 66T» taS
Flaweii 619 <
Fleoriea, Clartt 89* 90« 91,
eofit
Ctoveps:, Ahar die geograpfa
Lingad^m 524—538
Fonuine't Regal • die Pfobletoa
durch NihaniBg aobulöfeii
351
Formauathal 315» 521» 522
Forftai , G. Cook't Bagleitar
bay CswaycanEiildfokaagt*
MÜ0 184* 185 1 I8f» It9i
191 ' 193» 194» IfS^t 200^
202
Foxfter'f Georg» Kalla« ToaCak»
catu aber Benac« ;:Sii£Bhtt#
mir, Candihar, 'AftkMdudi !
»aäi Petenbiirg« 49t., 481^
aelTvi N^chriohÜaoV. Kafoha-
>n2rr 483> 484« '«8m'' W> «fW»
492 #.49^. 497 n^i^» SOli
506 f 5o7f 508. 512, 5Z3
FovAef . RAhIi; 191 )
föiächf ,62$ .5 .*, ^•. ..
Foyoa , J. da^ . flbar bakoL
mehikunft dai BPftngiaCMi^ .
3^ • .. '. ^ -^ ..: *■... ..f
frauenfeld 237/ 618
Frarea, las daux; tttL 208^' >
fr«*iaiahafka-f«^ 204^ 20^ '
Frayibattigaa 518
Prtbergr.. giog«: ;LltgiL u. Br.
20
Frifiät ;- Otmmm '62$\
Fnca. Juan de 81* 82
Faente, Bartolom. da82' ' *
Fafio 521
Fufa iüL te FaiiialMiB I5lr^
664
Regißtt*
G.
OMbiiiiig'illt'
GainpveJ4tv69l> 59?i S^S» ^99»
6qö, 6oi
Galisien, ädronöm* irigcnom
.VermelTung deC s%^1, 54S,
i(5^i^i»S ■ -^
Ginget 5iH 591
Gebitdotl 1SJ9 .«^';
4&alia4 » B. * ^tt
Ceogra]^». si)il welcher Sofg"
^•ogra{*bif ,.1% ;*. Ungaro,
Geometri« > :|^itctir^e , «* V#r
bedferang d, Geograpkie «n-
Georgcowif^ g«»gr«.Br,k 3?t
GeotheüioUc d. G^nenli Roy
'335 ■ r-.
Getvenfed 31$
Ge^Küc^ta, diploTäät )L Potiu
gUfir, Ritteri M. B^liniini
.- Vondatfitaph Gaitl y> Morr
GercHrcliBGr«*i«f«iA i^s« iö^i
204, 205
Goyehamoon 514
GiUrakat, gfOgfk tibigft«; a4i
Gila, FL 306
{^JldeinejÜer 325 , 326
Giörnici 520
Giiwoil 313 *-
Giufeppe, P., Udr 58&* SÜt
5S7- B^9» S9S^ 99% •. 5H«
GUUi Fl,, ölt
Goliui 134 N .. . . •'
Gooracpour 5glf.-5i$0 &%9
606 . ■ •
GofiTtu 31 1, 312, €iSk 4Jif '
Gouhardtiftraric 314. .. ''
GrAdmelTiing in OdbinJab»
Dngarn SS^
GraVedocia S^t •
GraEon . gflogra|^ tÜMg* O^d
Breiifs 21 . . •
Groifenree 238 . * *
Grorshdchäettbn Skpt5it
Grünin^en 23a
Graycrt 318
Guailaliipa , Baj an dat Ifoid'
GutidMfchvT-eil ^iTlg*
Gunduok, Fl, t 593' '
Gurttbe oder G dich oh ^x4
Guinufiai Frans, 556, 55^
R
«^
Htat» Verftttiger
Schweiierlufirle 41t '
Hidji KatMiti Dt4 itfj
HM§if9 Tifrbtllbtvr <Oeiaiit
241 -r SexUBt, Erfind» dfeH
626 UMtj'kkm '^€3tUuWu
• tt.CifopnittiiiMuüiObW
Haken, B. 313
MftBey» Bdm. 42tf
miAHtniiiMr 3^
HaWns» in Liimihal 3to f.
flfaif^fbia» Graf BrOlllf» Smn.
: Win» dall 143
Hktyi^eHiet od^ff Bini«y-Pttr-
•ttdiMBaatt f^Sff .' ' ^i
UftUir'a Vbrafbaklfi tik^iiner
233.234 ■ .' • * ^•
Haralilafed 3<tf '^ "P
ItonpMMdL 484y»#k7f'*5«4' • '
Hagi 237
Heiliganftadt, geogr.Br. 178
Heineeken'a , G. A. Karte dea
OebiflCaa d« R« q. Hanfe^udi
• ^«MftH^ d. CV. ^Z^i^zi
Haliopolia 5> 7
HeBnieke«I>r«l.
Hi8bit4S4'
Heriraa ztt
Herfeliel 144
•MbiLCorr.J?,B.i8Ar.
'mf.
d. Flanftaed'teliai
a. Ertaiea 5(^
Heveliua sd? '-*
HildethMii, geog Br. 177. 17t
HimmalA. oder HlaBälo^ft-e^
birg« 590* S92 ' '^
Hindaa 504 ^1 .^'L
Haben «4 'Udei^ iSictaUk
Tafeln 109, no .■ '*
HoflFftitter ^. ' i I
Hohtofnrc« geogi;-
deff. isfi •
Hohmbliii^ ^f 17
Hood'a Int ^viM der Mb^«^hi.
Hooke tf3d
Hörn B..l62^:^ .
Hörndlj. a dit, dt9
Hoapital 31^^^^^
Hoaaonaki» P., j5l' -^
ÜoftsMi^Ollte SU '
^nehttng » geogiv Uift-tii
Breite 33a» 33K
Hnl5freiggin 487
HntiinidifMd tft^
Hnndoo» eine fteUT
HOiiigini itS'
flnllan- Abdel 4(7
Hydaapea. f£; 4$^
Hydros;raf h. EintheikllMi '«£
. BM^ttliiiii^Ub'dei IC^dbaiJl^
< nebft e. Vorfcbla^ ittt'^e«
^disiUi^deH^ «M ttäi?
Flenriea 607 t ^^ ""^
^9
.. l .!
:*i
V.,M
^
.Äi^i^^i^l«.
jAcqaier 530 rf : ii'»Mn'=t .«/
Jakobt, C. W. dfirj j»;/!"?-!
Jbn Janit I24f.-^ ^oqö •^"<'
Jetarat 583 ^^-^ ^'"^'•
484 > 492 ^;:. , v-^l niAf'y
Jennflt Ntiseer 4f^, ?3.*:tj^?s n
Ilfii, Fl. 320, SiSP^i- T.2i
nithyia. Ae|jptiCfr(G«Ailifaf, 4
iM«! TAffbitgo»5^ .>l
JndenniUee . Nipal. ItfJy^rpiB-
«• 59^. 597 dCrt "' i'
Indoftan, ^89, ^90«v59il f^
Indut. ^^ 4g<? .« ,i:hi
Jonet, Wm. , 343^;; ■
Irchel B. 6;7 . *f ,'rh\o:
Itlaamabad 48a« 4i?^4M,i4^
ItnilTorftalifqp -5;|d
Juden. ^ ümi^m:$uimnnm
-dfinMikflaiirttr £i^«.flon
487 :.. i-'»
Jupitera . AMÜnd^^TDip.-lMQll
da »a Liflgüi- .imdtBl^iAai^
BdUviMBii0*h : «.iSM.^itflr
^1%^ «rr9«i;'< a74 -^ SHtUü
tenyarfiafteTiiBgM^ baob«^*
ttt.iptiAAari^v3Sii teBiaiH
ueiiro 353 — Stdnuigfp^Jiea
bttaehnot ▼01, J/C>>wA»
^MjD«:>liMibft 273r:L •
Jan B. 620 , 621
JoraOiu. B., 3i7» 3;i8
ftii2«gA|J -V^Msg ,;■!*• ;ii2->;;l;
• •'•= K,
mpeCiiiGäHv»gW»,i:;H4
Sampe
Kamraje , ein ^lyaijl ^Ql^. JPt: )Klrtcben » afiroaoip.^ ü)per<di|t
Kander. Fl. 317)^ ,,,,, .
C^r^ C^ebii)g6 ^^^ XjtP^V»^ j Baftandtheile iui4 Ei^i
^ ^^ i T^i^ «0;.. ,
4'i
6-15^
Lauf 4. neuen. p|aQ^f|i^|Nif|
karten, geograpj^ . wefionididlf
intabafr
Sjurten:
m
Hiat» VerfiHtIgMr
$eliweiierkiftrle«:li '
HAilji KatiMm Dil fhf!
242 -r Sextant , Erfinde ^H
. li.CicoupnnteiiitelidbMI -
Baken , B. 313
flftfleyi ISdttu 410$ ^
¥lMft Henmier 3i » - '
Ha^üngi ULiltathetito f.
OarAlifeld» Graf BfttÜt Stiitn.
':'Wiftn diC 143 '
HlurypIailMt ode« Wteef-Ftr-
*»-w«"5i;r •■ ■•»■' ■- '.:v /••-.•
'•fiar«iBMttJK2i:'V ::-.:.■ t ^\
iltliUr't Ybraclleitttk sd'ifaier
'233. 234 -'^- .• '- -'"* -"
Hafalüaiid 3J6 . *J <'»n-
Hegi 237
Heiligen ftadt, geogr.Br. 17$
He ineeken't , C ▲• Karte dei,
Gebietet d« E. lu Hanfc^^ttdt
Heliopolit 5, 7 *'*' '
»UfelrttJÄ^ftf^'^ ^ ^'-'^
Hennicke,l>jf;>. #?'#gt«'ttiir.
H«te4«i" ^- '■■■••'•;" ;■*■
Herirm 3tt <-- ' "'
Herfchel 144 "^
«JMBii.Cofr.I?.B.i8ar«
d. Flaaifteed*(eliäi
n. Eftaien 5(^
Hevelins Sdf"
HildeehÜlii,^;aog Bn Iff. irfl
HimnalAf od« HlMld^»JOi^
birg« 590, S9> ' " ' ' 'i
Hindof S04 7i:l^I
Habeilt mi^nildai/^- iSkitttfk
Tafeln XC9, iio ' = .-T* -
HotfOltter ^^ ' :. T.
Hobenftirc, geogik' fiiftfainil
deff; 15 fr-. - •• ^ ''r
HQhiMbliügeii'flf ^ . -
Hood'8laf:<iiM der Üb^iMiDii.
Hooke tfa# ?,. .»^.r tt'
Hörn BU:1520:7 • "' i-- *i-.»l
Hörndlj, a «It, aif cti.b.l
Hoapitil SI^.U ' ' . • •»'•I
Hoanotttki» P.» 5jM> •«« ^<^>^l
^mdtting » geogn Udgt^Mi
Breite 33»» ajt
Sttlweiggin 4$7
Hotmnelfhdd tftp
^kMfcd;CWrW?3si^3^!Handoo» ein« ^tf ^ J^tt i£
*Ä5
Atftii^lnl 5TS " .-.*■•-*
Haifiin- Abdel 0' ' ""
Hydaapei. Fff; 4S«f ' "* *^^
^iftillrtin|bi^ de» lärdba^
neba e. Vorfchlag;« stot'lSa«
Fleoriea Äo? A ^^ "*'
im
Re gifter.
Jjk Grtngi, P.'»' Tomialiliger
MiiUiid. AAfonoiiii 264» ^5
X^hore 483« 48^*. 487» 492.
504
Lall-Dong 482, 48?
Lambert 359 ipfün Formel
sar Beftimmnng einer Co*
^meteabthn TOn . BnreUunrdk
▼erbeflert 215* 2l6« 217
Lamji SS9» S99» ^06
Lindthut in der Seh weil 517
LftngenbeobachtABgen eor 9ee
nach Tob» ^Mayer'e Methode
mn machen 242» 247 Aber
Bereohnung derfeibe» 629 —
632
tAnjengrade« 45b]f56,Werth
aoitfl« in M^tret und Rlieiiii
Foften 328
^ Langenlee 315
Luigloit 554
Luignaa 319
L«r 484» 514
Iiaffii do2
Letopolit 4
Xjuiilerfee 315
> Lenpertweil 548
Ijiuienne 317
Laviuarne 521
LebentbefehreUmngen ttochle»
bender Gelehrten in der mo>
satl.Correfpoadens» Zwock
derf. 39 t 4o. 41
Ton Le Coq 325» 543 f*
Ifecaa 621
LeimbaGh 620
Lclic-Plittaiir 589* 59<»'''^»
595r 59^ w 699» 600 • 601»
606 r'•^ 'vV' .:: - -
Lemberg »-iMMiwerte: d«(el)ift
[ 547^f.;556f.?igeogr. XJtage
mmirBß4]t9 5S6, 557 .
Lengleft DubtUkOf $ -
Le Senir 530 ...
I^eatell. rsOf 1^1 • 1^2 • i6p»
2tf7i 268. 281
Lichtenfte^ 619
▼on£iflhie«aera, Joh.« 555
Li«ß«aig 547. 548» 5Sx • 553^
55i>.554.^ 555» 55^. STf
deßen .Oimenfio Gimdttvm
Mwndiaiji TiewMniketHkni-
gariei 552 deOl Kan» ▼<»
Galkän o« iod<»nieKiiB 555»
^56
Ummku FK« tfi8* 620 .
limpo ,. : Manoel do.Eipirito
Sapto 354 deflC eftros. £e-
obaehtnagea. enf ider 8teni-
Wirte. d. Marine xaliflabon
379 • •• . .
Lins, geo^n Länge luiA Brei-
te 18 • 19
Li^errchinreil 239 .
▼on Lipssky. 36
LilTabon , geogr« Länge ul
Breite 3p
Livüi«r.<MlerLiyeafnkil3i5; ^
520 ■
Lotigoa 314
ILottftetten 619
£«oitreirO| J.dOt &Wr depiücw
\
R *^ ijle *:
^
^pniBg4et MjndieD«H«rsM
352 — flbtr.dii« Natur u,
f. ff» das AloM 352 Aber
M TerftelMitet Thier 353
ftbtr d, ▼<rfcbied,.Meofcli«i»
fjattangeo 353 ^9S%a Be-
lebMib. dbr Cobcibat aiadio.
353 deiTen B«araciitangder
FflaoM -Aflridet 353.
. «Stadl. 4
I
M.
Liiekaöw>482^.\ ' . 1
Lugano 3X4, 3I5» '31^»^ S3i;
LfltfcbMMa« nia(f».3l? ..
Lattara« ^f\ o.. i
LaTiBO <929 ' ^
Luxor 6.y ^i. .vi
Ulselflal^;5i8 - '
Lyfogonkj. P. 55X* 55^.557
Maea^o 522 '
Bflaeao 309 , 310
Maoon in Fraokreicb 2^4
Sfadairaner Thal 3^4, 51p
lffatni'352
iBAadao, Vefehmiig delE in
'■ Xafcftmlr 489
Habomed Shib 506
BSfüi.di, flib« Fontafkia't NIp
berangametbode 352, 353
Madre 529; 53o
MtkWanpour, Maqnaknpoat od.
Mocautnponr 5S6, 588« 589*
590» 591.598. öod *
Maladeff 523
Malerpina 85 ^
Matts 523
Mallet't Karte Ton d. 86bwt!a
238*314 TömFayädeVaad
3i7-
Minedorr ^iJB
Ifanetbo %
Manfred! , Eoft«^ 827» 529
Manddt 52«
iMantceB*8pr^ebe S06
tVfarchand« Enenne . Voylig^
autoar danionde pendäkitlee
anneea 1790» 91 et 92 ceiw
Par C P. CUret Fleuife« 8^
f. I8i f. 285 t
Miarchand, Inf. 206* 2o7» 2oS
Marecajit 598
Marinnoni 552» 553
Stfarkorb' 5t3 ,; "J
IVIarqüefUde MendoM. 183 t
300 ■ • • ••
l\f art • StOrtmgen 257 — 2tf3-*«
Tafein /nene 257* 258
Marfeille/geogr. Liagc 248
Matkeljne 627
OAafon« Oilgereebdgkeita.lHi^
dank^gagen denf.' 13a defll
Moads-TafeM X14. X2^* ijo^
132* 135. 136* 137 '
Mafle* Pieire 87 ^
Made InL 20S
aOeftaliersS? ^
Matbeniki(bfa«'WiflM4nft«
Fp3 Ei»>
4^0
RegifirVs
Binflaff derf, «[rVMba4
iUy«. r, 5$d, ^67. 575 t 57^.
583 ,. ^6. dM .VfNboiU; di«
iJlfigesaf See i^'^ftinnieo
342 , 347 Ctfon^Ufelii
114. 121* 128» I3'>* 131 1
I3>. 135. 241, 54^» 243.
.■.U7» 251 . ' ;-'-■;..
Mepbiun 56, 57i 17p • 180
535
Ton Meohel, Chrn. 334
M«dioer Hb«bo^ i^ >I«dt««l
.Hang dfivr, ^u.l. , ,. .
Meinen C. CJeberCejtt«r von G.
eutt« nach Patertburg 48:}
MeitfcbUngen 515^
Melanderhielin's Vermutbun
-gen »Ibe*. ,<4^.'^U;>i'f^be Ge
Äirn 281, 282; 334
^•Ivn^e«^ bilio^^Ufi et ftatifti-
qut» für Hnii)if%p 585« 586
M^morU« da Ac4inn\uk Real
M Scienciat de Litbon T. I
..3$Qtr^ 353 ; ^^- HAtk^muw
'. «f. f'byßc« d^ 4^4^01141 R.
. d^l ScienpUf d'f'^bö«, T« il
""'353- 355 ; ^ . . .
Memphis 13 7o,,)geogr. I4b*
ße u. Br. 7p
Mendanni 183, 1S4. ^g^ i8p.
' ;:3
— - y Riot, Jot de 177 :
HafldotA^Inl; »83 t S<» ^ '
VI«ndrit oder (Awdrifio Sitf
Vleofchmi- Opfer ia AegjpMi
4.'*.^-; 7» 8
Mtnj«, AW Tbffl ▼. Kafdi««
Ir 48S
Mercur. 8ohi>öc«r'k bmmh B«-
obaohtoDgen üYmt ^dk^nUibm
220 >- 330 Routiootperiode
deC 291 f> dunkler Streifen
in den^r. 221 L . delbn Vor*
Übergang ^ror d. Sonne d 6
May 1753 -ma Parb « Florenf
u. fiologiMT, bfob. 528. m
Rom 5?o d 5 Not. 17^9 «•
;P«r|f . Wien , Ofen » BiMw
feille o. Florenz baob* 533 •
534
VleridUn-Abfehen« kanftltebti
97» 98 .
VltiTifcbwanden 236 .:
ia 84e(4, eine der Sandwiohf«
Inf. 307
vletchidüjr «m Gafp, M. 482
Vleffier 179, igo, 535, ^^6 -
^««uburg 557
M.*xieaner, WanderongeQ deiL
Mexico, grolife Verfchiedenheit
d. Sprachen in demf« 307
Meyentbal 314, 315 ■
Mtiasomonte 535 , 535 '
Mi(b:(ertbal $23
Mitterptbber 557 ^ .;.
Moeiin
•Ke jf'f^S'fe?«
S^v
MÜMi,' jgdogtv Bri^ ^'Bi,
Moia«a FL üMut a«(t. y^,
.r. • . . -• ., ■
•■'W-' •■ ■ • ' : ■ ■"■
Mond, aber dM.TIieiSHSi'^efl:
Bflrg 275^* Wiferre'ÜTladbe
"bin» SecnLür . GleldfthY^
116 • Il7*i lig tobu^ Üe
reohouog feioMr'B^enlUr «Gtri
eBaogcfn ron 1« FlAeJ''i*iS7
123» 124, 125. 27174 M6'B<is
beobacbtangeii ▼. Ffamfteed,
Maiicelyne und Bradley « ver'
fcbiedene Refalute Aeit 123
Beftiinmuog «we)rer Glei
chaogen d.M.. welche von
der Abplattung det Erde ab-
-hingen .125 i 125, > «37 Ta-
fel der Tormahl, und' jetzi
gesi^ Breitenfehler 7,26 • Co*
effiiien« der l4tigfnr Glei
chung , welobe Tom Sinui
des Abüandet dee . Moodei
von der Sonne «ibbäng^ , 127
Mondt - ParalUxe 1^7^» 128
r Form der neuen Mpnda* Ta-
feln i2g,.U9 Qleicbung,
die vom Sinut der DUtanz
det IVIondee vo;m;^ ^ppgeum
abhängt 129 Ungleichheiten,
wdche Mayer in fein. Theo«
rienichtangege|p«iili^t J3i f.
Elemente, welche |3^g.,aui
feinen neue%n Qsuer(u9b«n
gen annimM iiiPi''4ifi 3^
HalbmelTeff ü Mond-'V. Wrg
beftimmt ' 135 tJngleieU^n
der Aidaitdi^Bdwegiifig. -ailtf
^on^Sinili^^ mbretrUAf^
e«r %»%a«iaet^lbhingc^H^^
Neigung dei'Mdiidff^ ^fcn
auf di^^^BkHptii iSB rdfi
aber^ang Hht. i^tAi irMV^
JAdea ir23'Oct. i^or «ttl
dai^ SAebAi^^ H^nrti WarttrbUF
obachtet 58-2 1 58*3 "* " * /^
Mondf'Diftansen yötl Fhtftcira?
far Längen^eßimaiitlg.' ati^
dem feften Landen r. C.'Nitf-
C. Njebahr in Aegypten ba*
"^obAchtet 345 — 350, 539 —
542 Gefchichte i^var jEiffiif
düng u. AnweftduDg ' 625 ft
Fin^ernilTo» btey.CcK
'o. 977» 978 w>\d979 .^M
aehtet 124 ' 25 «ndefaiTM
Finßerniffe : ^I7j8♦^f^^d
1787 zu^afra.beobachtitt35S
vom Jahr 1787 »tt Roai!355
^, ; T«^ .«3 ,^ 414 *;.JLif
120 f. 278 ,- .:
Mongolen 594 . ^'.\r^^ii.'.■'
loa IVIonjea, Sp^niCche SaiMUif
??*»^§W.*Gwp# 3<>1V:
Mont Saint- EUe 84 ... yii'.VT
Montblanc 308 pi •*.;*.« .>u»'I
P p 4. * Monte-
^^'
JUp-j^ilfie^
j'fi?
ypiijb|S»Giori4f9i*<Tif7i
^4e(( Bieftisinpag'.^jGoiBe
Upiiti»;Micli, Ao^. jSTj^. _
Mortat« 31$- ,':j,. ...
ilQu4iui3ig ^ .,_,.. . .., .
S^ouCa od. A^C<^«,ii«e6j|f^lin
^..liflbwcyiirotUyafrh^fiirgo:
Schief« a; Ekliptik im Jf.8i5S
..|w.©»M»;U»a :•; ■ -. ^ •
MowM«Roa, eintr der IiQdi*
üen Berge 4 W^# ••< O'
Mi^kdoom.^fli«)^^ ainHiili«
g«r ifi ]bKgbe>»Jur 512 ..
SüAOlill^iV^e« jn Bdhmeii, geogr,
Befliin^jpiufg/ielL |^& ■
Mai^ir:eii:<{^ :.,
LMydeUlud 487
üdyam« ^Uy^SU
»ifoifc J13' ='^'-' '^ -
VngiroUh 487 f ■* ." > -
Ktkhßjp - *:
Kepf,B. 518 •"^*^ — •
Ntfayun $94, fei^' -
Nari-Hirari » Gebif|;e Ja In.
-dolle« 487 •"
KartToyts 531
Kaa katapour tfoo
Kacdiet ilBiN. Amftrika", fi«^«
Bt. 378 ■'•
Nauaman infiäroftaä 487 '
Navaeuu 5P9* <o0
X^efteabkoh 617
NijMal« da toyävimr ^^343
NoRy (k>7
N«ii«Mgg3X9 -. --^
Nteealiroh ia d. Sehweit 518
Ntfabanfen 619
NeohoiUnd. Wilder» Brief d.
%wK M*: PUHipa 373 — 375
New Albioo 81
Newton*a Methode s. Beßiin*
niiiiig e. Cometetib. 309 -^
S«ts aber die PoteDien der
Warseltf ein. Gleichong 353
Hypothefe Aber d. Planeten
368 ^ Mondatheorie 62$
Nicander 38^
Nioaragoe-See 310
Neibuhr » C. • Vorbereitnni;
aad 'AoarAftung delE eü fei*
iner Reife nach dem Orient
240 £ 637 deff. Beobaoht.
Bor
. mr .Btftiflunnig dn Folh6-
Im von AUxuidri«B in A»
' gypt. 250', 254. 633 -»- bt-
Mdin. ▼. 4. Hf rantg. ^33» ^34
s. Beftimmaog dtr Polböhe
Ton Caiio 255 — 257 • be-
racha. ▼. d» Harantgeb» 634 f.
»ox B#ftimiiiiiii|> der Lange
. Ton Alexandrien 345 — 35o
^r Baftiaimong der Länge
▼OQ Kahira 519 — 542 flb.
die Lingenbeojbacbt« in Ae-
..gyptan 623 f. ^ß^ö, 55? M.
Lingenbe|Ummangen ▼•„.€.
Vincent, C. Spartal > Gi)>ri^l;
UT nnd MarfatUe 248» 6^1
. afiron. Baobacbt. im Griecb.
Arcbi|i^6^7
Jteßifiiti J73
Nieder • Rbeia » , fipegcinhiTclM
Befiimneinng..^i4mf^ 543.75
64^ V ./..::.
Niedarftaninilieim 5l? < ^
1 • - • "/TT
Nieder Wangen 319 . . . < ^
Ninach $19
Nipal, Be(chreib. deff. 5S5— ^
flogarcojK Cp7. . , , „
NootkaSand. 84» 294» 3op .^
Nord* Amerika, aftronom* B«?
obaebtnngendar. 377, 3«^ ^
Noifplk -.Bay an d. JNordwe^
k(lfie.TOfi Amirilui 28^ .' ^.
Noaet 79
Noaroour 482
Nonnei', Pctr. (%xiSm) 629 \
I
ö.
OborbOfieiri^tsf ' *
Oberborg 31$. (Sfff ^
Cfber-Snfmelitlul 319
Oberglatr ((19'
Oberoiwetl- 619
Oberfeftigen 236
Qberwint«rthmf 237 ^
Obwaldia -ato^-
OMenbttigMr'<S0npift;tim- ,
W* 33»^5>l»' '*
0«fiMrddft9 52t «*««A-| ,'mf'^i
priani 58vfov U^*l^v>iif8f
i6o, X65« 257« 258k<3d2,
263. 537« 568,rS^V-i9i7
572 T:3 -"i....:!
aongdein iog^t
Olbara, 0fwhi Bremto 53t ^
.55> 185 V'X^, x62« 362^^
578 de£ Mfibodll lor Be-
' ftinnvng t«
Oöeavi- £kicbtiL und BfB«ii-||Orieac» Aber lAngen ^aöbMhl
tangaii in dem(L' inS & >Nia<
btthr 240 t ;> ' i
prt>n:3i8 e..i.■;t^M ..^^.A
Dftflrfifegan:.5i7:i: . '>
Oiiretbom: 282' ^d«ISiA JMRMt
fSaMflowAr' S84.£ /.
Fp J Ötit
«74
Mig'i'ß'tr.
.'7.
:*:/
Otürr; VäA RoKWftl aol 'Jb-
fcheznir 494
Ton OuelUWiu» Hon 555
Onde 589 ' '
fchemir 488, 514'
Odri 487' • ■ • - - ■ .
P.
P^o de Aiooi'ia Fdrtogal 551
FA^shAwQ^ 483
Tßhn 619
Kniper ödtf'P«mpoor 513
Fanjati/dä'^tfll V. Indollan
503 ;.
FtnubrEbeaeii 485 •' 48^
^■*> ■■ • . . *.»■ -.•' i' . .. -i» -i . ./■
Paft¥^i0g.6'2t *
V^tna 504, 586» 588 > 591 »59^^
laPas 83
P«er-Pttochal* Gebirge io lii*
dofian 487
t Baobadtiitl^ii des neoea
Planeten 279» 28o delfea
Reful^ti delle' OirerVaAiotii
della nupva StoHä oet. SS9 f«
deir. Pofitionre deltoPlie 5l^6
deit Schreiben än^'P. SeyAc
in. GÄtifngeii,|s7i; '^75"; ^^
PlelaC 206"
Pieliincha 3q8 '" " '
rtgafelta^a, AnC Befdireib. der
▼. Magellan. mteitocMn. Rei-
(eomd.Welc 6fl» 652
5iogre 151. 2(^7,556,557
Pereira , J« M. Dantat , Aber Pid » geogr« Länge u, Br. 533
-;AfdiigeDIi(ftruiDeM!f»S((^ M^i Pitt InCandera^rdweaLKaft»
fen fanpeCGure SonniiiMig von Amerika , 286
v^rrdiiedener Reihen 353 ^ Planet i^Cchen Dilarf o. Japi-
Perfien, Karte dee wellLjMb ter» fortgeretste ^aohrichtea
• 'Btaaphiipp'« Baftimmqngeo
340 , ■' :. , , :^
\
Pfangen 617
Plfv^StStf if:;i.-. .' .t •- ■'".
Pliari (^llnidfiwg^ 6Ö5' *
Phile 6 -i
Piasii, Giateppe D. 54» S^ 57.
58, 60. 61. 62. I39t 155; l5tf.
i JUT* lA»'<6o>:j6i* x63»i6&
958 f. Am)ynitifehtAblidtoift
fiberdenC 53 f* Z55'C^ 279 f.
362 f. 558 i' 638 ^ Element»
einer Kr eil bahn de(C bereeh-
net von D. OljMra -54, 55»
'3^5 & 39ii 578iä3P T.D.Barck-
hardt58f59^ Von Piazai 563.
5^4% 578 Pro4ptfni> Mei-
nang ab. d^e |[reiabiibn deff»
t^6 » f 57 Beftimmmig einer
Parabel deft Ten j^aiokhardt
60, 61. 161 • Z^^^^t, Ton
Söldner
.BAei^n^tiL
«7»
bert 363 "JE^^ini^iDiiiig'iBitter
f £llipl^d«ai TOA ßorcUiardt
58l> 639t. roa Döot. OaaU
64.0 f. Angabe (Bioea LaoA
▼om 17 Jul. bis rgSaptflmb.
-^miT 3rlliitaning«tn«tiiftr€p.'
r JCiiicheni, .63 ^ Tafal Mmr
liehen AJac^eifliuiBg voü'po
Jan. bit g Nov. 64. vorj^e-
fchla^ene Namen delT. 65 , 66t
67, 570. 571. 57<J. 577 ' über
liTohaii 9fotadbiQif|db ro«
neuen reridin 564^ 5i(5::Btfl
Nachrichten o. Milf fiirfti^
nilTe in Anf^||fin||:ilö mmaaM
:4?iim«if n a^ -rf 579 : £|^*«
. üMtaiU A (ea«fi,-inEl0 1, NdW
. hü 31.OM. I9DI« «78 T^cflSi
Aber d. Verhaltnila feiner g««
(eh«it« HelUgkiiM^ «iHcitae Wl
^^ 57i^» :580v. Bpirffcbiitag
d 0er ter des n.4Hi »fMD<a)l
mein s^BerMhcdt^i;^ AÜT.
638 Neig. f. Bahn 649
Piu£«i't Beobachtungen delT* J^laoeten , lateinifche Oed&cht*
60, 61, I3J. 1551^156, 157* nifirerfeüberdief.JJ7
163. sü Stfsi sv^^veJb^ry ^/'^^^-€ii*niA^;öyfo\li^^^
te Abrchrift derf. 279 £355. Aber Entfiehung VIeff. 3^8' -^
572. 573» 639 f. üb. d Plane, ble Plate 2o5
tiimuf des Piaszi'fchen Ge' rlatifer, oder Monte Fiotino
ftiftM;)5& 159» l6o. f^tOiti 520 p .?j T •• r
282 , 363 i , 366 , . äSÄ • -^« , Plcjaden , Beobachtofg; 41#ife
- 569^ S^'ö. 639 ZYwlel>d#g#g.
. l55 .-a6<^ aT3* 367<r368r^9.
' ckarg l66^ 559 IVlit«|l:tor
WiedMttffindiiiig Alir.«i64
J65 » $71^ ISdSvüieiri^lLeiB dlirr
. 37l*-37^^«7d A«hnlidikeii
.niit d; Cptdeten Tx>na. J..1770
169, 170-174. ?7« .Ewn-
nerungi^ :^<^M* 381». 282 i
368 » 369 AoiÄUg aot Pi»«-
/ 3D « ^lbl^4nUii«gAb«r4^.9U^
Beten 559 f* ^«f«^ ^«><P^*
bey ^eivi ,\nvflf>9i§fmgf 4m
Mondea c^^ 2^, Qc^, ig«ir
auf der 8eebergerS|ei|iweKs<i
te 583 f 683. :Tiife|,4wr geR*i
den Auffteigaagen^deiiL 58#:
Pocsobat 551 :;..:. ; »
PodnM«if»hy».99k^«<ni« 31^
32 «. ■■ /•• . 'X
Poin^et DeSnri 66 .. . .r'
PoLüireli« AftronQk9e«c55l :
EkN9t JI9^AIarlai{ie.jg^_
Porleszo 316 ,^
Port
6^6
Rt gitße^fk^
fort ief irnu^ $4
bte 344
Vtatib Sisli 5fO ' ^
It Fräya laf S. Ytgo igi^ H2
15P7» m»iW» ^oo» ö«i«
Ftol«iiu^tefai 3Ii»ilatir«ki '4m
Toyigt an Tki-[lPa0fio de k madi« i^ Diof
>R3» iS4t aox« 302. aos
F«fijb«Earf otet PmiehiiMih
Panoach 4S7
PanMdi'592
PyiMiide Toigi lf«np]iii, Am^
i bmCiw^ dwL 7f Mif d«n
-ainibt 6«bire» swiÜBiup 1114
-pd «nd TUM Sf X
QirnaqXCmakpk'A^BST*^^^ iS5« in# fSP* xpi*
R.
Rats 6x9
Ramgaaga; Flaft , SoiT
Rampofiv 4S2« 5ö(?'
Ramtden 335, 626
Ranifpoek» Job.» 543
Raodea,'B. tfi6
Rawlint » InCel» 343
R*checdliM falrlaf IimUmis 343
Regenfperg 237, 620
ReimariM im KMnbarg 6S
Reifeabenthemr'« liataiisgege-
beA voaXh. AngnA Fifohar
f.axTS — 177 lUBLtffo,
6$%
RMUteira/Jainet, I>^foriptiott
itiftoriqoe et g^ogiapfa. de
rindöftan» uadoiie de VAq«
gleit per J. B. BoaoheCeicbe,
for la C^ieme-erdemiHe
MltioD, alaqoelle 011 e Joint
d^ M^langee d'kifbir» et
de ftadftiqoe fär -rinde, tn-
dkitt par J« |Caftdre. xec,
34» — 344. 4S2i W3,488»
So%, SU
Relolationi &17 193 ,
RefeerfeEen tfxp ' < r.
R^olasiaM-InMi,'2o6« 207;
^08" '" •> •" "' • ■• . ' ■ •
i»
Re^^ifleK
Bqj
4a Iot;lU7«, FlaCi, «2
Reyfheet in KAfclumir 50Q
Rieden 618 ,
iUoltfNAf6. ^eognLfaie« w^
Breite 352
Riva 316
Riviera-Tiuil 3I5 -
RolMcifon'f JBlenMtttt i>f atri
f;ation 248
Roblet pz • 189 • Ipor*» .193»
X94> I9^> 202« 299* 304t
•/JOS '■ ' • ■ ... -
Rodrigoet, Andreu» defllaftr^
Beobuicliningea in P^ktn lett
1753 — 1795 355
Rodt, Fluif». 621
Rogdiniky 551
RoggiweiB 92
Rarotniboiai- ' 2lf ' 5i < -^
^ofatte 16 ..
Loftan j^r > ..^- .'.
RocheobaigeK T^Mr^tf
Hoy> General it 339 ><; .
ROdertweii 6tf\ ■?^^.'.:
Rtttd 6%i . . ^. ■ J;-i[
Rupie = 15 GMUiaB rdo4
Lack Ropie =:<^x<
Sterling, ^p?-
Rnpplenntlifltt- si^
Rflfchlikea ^18 .: ,.vu .> ;
RttftilientfxT-. •*:,-• , ' : . .«J
Rufe weil 320
Ractan-Panchal »^ QMat§^hl.
Indoftan« 4Q' • '.»4
■r::e
S.
Saint HeUna » InFel , ^27
Saloniio , ein 'Heiliger in Ka- Sana Gallen 619"*
' !Ss
fchemir 486, 5of > fo2« 5121
Salomona Thron jro2, :;i2
Strispre oder Sompre 4S3 » 5x3
San Aboadio f 22
— Diego 83
** Joao de Bern CaM^os in
P6irttigar3$'x
— Juan, FluCi 3to .
— Lazaro Archipel 82* ^4
— Paulo in Brafi^en » geogTi
Unge und Breite 3^4, 3;^
— Pedro oder O • Niteio « ei«
ne der Martfaelat - lafeUi 1 83
184
San Yago, Infel» x8l
— Johann '31
Sandwich -Inul^ ijsf '
;Sanka (fo? J V'" '^
Santa Chriftinc oder WaÜ^a-f^
ho 183. 18^ tioi^ 203 ' ■
— Dominica oäer O -HiTji*'
^ 183. t84* iSf
— ^ Madaleaa 184, x8^
— Maria j 20
Santbeck» Dan«, £2^
Saroi 626
Satttnil'<-AblUiidd ''ix>m Moiu'
de fflr Längen • ttiid jftrei«^^
teil • BeftiniBiangfai mat-M'
wich*
.«i
^8
Reg:4^ß§*n
wichtig 273*: aTf-N-
ges neu berechnet to» X (f
Bäcokhirdt 273. Sfi l -^7^
|eliittdiir0»XflB[i)Mi: 373
Sohafinuare«;4[i9-' . ?'» -
86haaeiib«rg ^7: •-v ••:
Ton Sohediut.Ladvrig
achtöibcn.aotQeift d.5iftpnl
Schlau •» J. Rt^ Kam #bD
^ I^Wt undelMMtraatf. au
dei Levioertll^il 314
Schligl. geogr. I^tage il^Bi^.
19^20
Sehneebelborn ^$Kj^ .. ^
Segwm oder ffikcvamy^^, edf
SeiAutr iH<^eft 3« '
Semptch fig / '- ^
taHl^^pliUy" pdir VMftr 4#
Bury 489, 490 V ■
Seoa 237 ^
Serenffttb«! 312. ä«J'"- ■^' ~ '
Sinnel't Kmw to. 4..S0iiw«i
238 fi • ••^-•
$Aati«lraB7< .^ .
8#yffec57*.^'^» *W
3 bah Jeban » MongoL Kfliler
ilMoüniB • Spradi* foo'
Shere Ghuf 509 . ' - •
Shoie, Jobo 343, f)f' - ■
Stbnen 620 ; ■ *
320
Schneifinger Wald 61 g
Schöftlan«^ 621 , .
SchotukcD 619 '
Schröter , in Lilienthäl' 220
Schneider'9 Karte r*d. Sdkwtak ßidnii 600
5ignaa 319
Silflufs 620
Sirobi, Gebirge, 5*99, ^S9l ■ •
. Siipon*e Schick/kle . im Oriesi
ISimplon
Störangen 25'^ -? 263
Sedflipfen Jji9 , ^
Soihojppa^b Sli[ .
Schwamend[^ngen 618,
Seh weil, KeVibpn d. neiieften
Karten TOii deiL 231 ^^ ^H^-
Schwellbrunn 61S
Seeberger, Steril WAKto X44.
Se'e^er /ff
2f3
B 522.
Schubelb|ph ^^;,/ i , , . ,
Schubert; T.T.' fib. die Mari- JSingerah oder Waflmiolii 49J;
SSoneft SSI
ßipa 607
Siringnaghnr oder Sirinagar
[ 508, S09, sio, 512, 513
jSlop, d. ilcere.531.
- d. jflngiro 533 ,
Bniadecki ^5^2
Soldner in fierltn t|(i
SoUman, Berge i K,a('chemir 512
BopderthaafeB« j^cc|[^t. JBreitf
24. 25 . ■'■.■■■■"
SOB«
Ä/»»^«^*
^
ftooneDfiofterBift dw IJ Oct
178 X SU Cartigen« bcob. 3^
den 20 Feb&. 17 §4 «u Bio
.. .J§99kf :dML vom- J- J73<^w
Pekin 355 ##|i ^ Apfil IJJJi
mu Georgtowa äii N» Ami^^W
*• 377. 378 den j6 OctJ)^
178 1 SU Färb i,r^r<fo wich ^
MaiUnd n. Mez^omoDtfi $^6
ParallAxe, ▼. Barg belli mini
127— Tafeln, oöthigeV^r
bein derf. 130, 131 naac,
, Ton De L^mbi:« und Henry
.13.1 ^^^ ,, o , '
fipiiB^tilreh^räiiT. Kbj«Tiiio-
dellirt und %a tlngen «' Ee
obaohtungeigi Torgerehlaii||i
Spiegel- oder Refkxioni-Itrei?
.fo243 ^
8pi'(^el -Sc^uViteii xü tGtredr:
' M^lTaiigvn aä^ewao^t "3^^
St«d'si237^ ""^ '^ ' ';_/
Sufelcgg d2l.
i
ä^aiiui^iinf 23 s
Stammne&nVS .B, £17
Steckbofii *23*8* ** "
Steig 618 ' I
ftteine, fo oft ab mt^gUcb u^;;^
tßt einander und mit d, Efon-
ne BU vergleicben , von ^ I^a
Placi VofgefcHläg^n £ 1^8, 1151
Sterne • Terimrite , Verittcb-
4 1 o,iiD«« z?^
r;
Siei^bedectaiigiWt^.,.^.., ; .3
H ^ d. 26 Jan. ^f9^S(M<k
-^^. den a?. Ma|:*7»>. W» IK
jv^^gv iS und 2r;j^^^iA|ril^28t
,Z fiit JVftUii»preijiKaiyl;^37
^ dllldebkrait d 7i:J^t«^3
^ '«ku WaiblngCdii^ilirK.l^MN»-
r^t^^d^ 38 Marc U.5 Occ
■ **iitiabon >/3 ^^^••'» »^'«^^
yntt d- 2f Jan, a* Ij* Mir
Metcofd* 7 May
j' £^ und f^ :f!^ d. iSttpta
bec l^gg ebenjlai. 37^^
Not,
X
T
da^ 37?
aft^ d. 30 IWrK itnt m Bit»
m. Malliod uwlFlotffiML*
f37d. 24Maj iSoi- sm iXUft*
L^ liiidi. .Ww ttndi;j£li)MMr
98d
R€^4ß<e^.
Stoc|iler,F.d.aG. flIM
. sitlfechnmiff 3f i * ^
* Cm SsW^it e. N«wioa^6at.
■.■i<l:Jrili«lioa«i 3f4:.-#bt
' dtiC'Lob- Stttty
B» Syoath
Stoff 6t8 * '
in- ' ••■
ttiM'59^' '
'Scrt'» '^ehMiliL Sie
KAfcliiÄtr yet V
flhraiibng 2|i '
Reife nech Celle ^ Bremen
X Mi eiset ThAr der KaklUdfal»
kirche Nocre Prne. in ftanm
377 Tl^iefkrdle , Aegypd-
ipiier.oW., '^ ;
:Ttittaeli kl Indo^ 4g7
ilfifleii IteCdhrei- \riiiuMr*See 317
Thur. FL, ix7
^9<i W. Äa;; «»3.^»
607 •
{Tibeunifblie Gebitge 4J4 ^ 51^'
* ^92 Ziegeo/f(»j^,''^of
jrierra auftral del fiipiritiipSiBl
* to igj
Timi 60^
Timuc Shäh fiff .
Tiporiden ia iadoStMi o. Ke«
fchemir fOÄ,. jfli. 513
JKfi^ iVleidtis 66|
Ttoiaii. Inf., 30!^, 30j|^
tirkui 58J *
Toeia
Mmä LiUtntlul u. L w. 21 f.
Ti|$erweiien'2ä8, 339 ^
Taidy. Infel . i^i. 193 .* W .
203 > 204
TaraT«e> Fr.
boi)g.f. mcaftTtmenroliIicIiCD
Taucl^et 557
TaTefinWrSStf« ^88» <8i»'
TchinkitUi^ eit* d«r ^täW^-
kafte von Amefcik't 2)6 1
Te1eU>Grafi:didiri./3f
Teriani f 87 "
7M>§o^£&t»bo^ «>2 > <Q3
604.
TfaeWa ?»• *-.
11tebeiFiik.iüegy{>tea ^i 10
ütheidhoUtiUBgas Tiaiafal 33
Thevenot foi ..-r
Sbittkreia » mnkwAidig«,
-V. .1«
Rt giß«^.
68^
Toggenburg 312» 619 > '
Töfi jiäp „ Flaf» Ö17. 5l8
Töftftbck (J20 ....
Tons odecTilMMii.2i%onl)A«T
Trii4«t ap». 233
Tnwchot S4f
TraTaCToft flb. )kadiyftoclM»ivn
Trief nacker. Fr. d« P.» 137,
2 5:7 Ob. d. giogr. JtAnga t.
Floren« 524. f. ,
Tttu^toD a43 . .
Ttüllikffii 61t''' '
Trchirikow gj. •
Tucht Suliinan. f ii ^ '51a
TucbeniJhal 339i'-6>g '
Turnen 318
Taraav^, Sain/ipelation d'ua^
entrerae ave<i le jenne Lima
344. Aoeoant öf an Embaf-
fy to tbe couit of tha Te»
fhoo JLaaia'« 4nt Tibet 344
Deattcho-Uaberfec«. derf'Jbf»
■585 *■■••
Tycho de Brahe i^f
I Typbon , Ty^honifclio M«(-
fohen f
■ ^- - ' '■ • u.
Uhr mit e. electrifdben Lampe Uinäfchen 6t%
32, 33 ürnerboden 314
Uhwiefen 618 ^ . • Urnerloch f 19 ,
Ungarn» Termifchta Nacbrich- CJrrerentb^ 519..
t^n 31 f. , üfter 238
Unnas 160» 161 yer^biede (Jucken 24^.
BUS 160» 161 yerqpbiede Uucken 24^.
ne Benennungen, delTelb. 66|Uttendorf 51g
,.TOn Flamfteed u, TobuM^^M^^Q^ch tfij.
«r
baoBacbtet 567
V.
.// •
Vd Blegofr. f 2P
>r 'Letraadai^ f 20 >" -
-r Maggia 3lf • f2l
'^^.IMirobia jai -^
— :9delbkina ^23; i^^-
— Verzatca 315:
■•^JlABt Cwr. IVB. i5w.
Valyi Migyar'tyrrfijfgnaklai^.
fa od« Befchrcfb« dea Ünig»
WHoh« üngafta ^3,' 34 deff.
perfpect. AbriCTe der Sti^l^
und FleckÄ Ungarne 34'
Vandellif Idoknin; « «^flora« #c
Q4 IftUIMt
o»
»•li*;i#r.
ZSl — Ab. CMmM ««A Ma-
tuffdUh ^Z
V«o£tlar|, U$mj M* 3^
T«uras 318
^ garitJuii9t«wi(obe»(UaiMe-
. tre unfX
..327
l^llllio^ D. Jr4. A.» a«ff «Ir.
meteoroL Beobaclu. ebai^aC
353. 3f$ ' '*
VorflbMTg^og vor i'^Sömif
i. S Jnn« X751 sn P«rU » Pd-
tertboig, Flortns, Bologna,
Iiigoiftadt. SohwaciingMi
bMbVaeU f33
Vflrd«», QUgu Ltajp «üd Br.
338» 3^
ViU, ViMSU» 83
VUUsboM. L. & 4#/ Ac^
LiB^« oad Brtto te Bttat
"fiWlKMt :3tl «aro*. - B«>b-
•eht. SU Mafn 3ff Bflft&m-
taung dec Usg« ^. flt #^«to
iff .. . . ^ — •-,
ViMTM» SübiftJ «S
Vötwr f54
Voloan , TorgaCobUig. BüNlf
nung doB aeiMa Plaoatea (Sf
fTalcMitttOlißpoiiaaiifit ctmoa*
eil Ermiiiii 3f i
w.
Wahleran 319
Wair , Weer odtt VW« Naog Weiningan 3^^
Weil 619
487» 494. fi2
Wald io dar Schwvis 338* 619
Walea , Afkron^m auf Gook'a
sweycar EatiadllMpfatf«
184 188. 189
Waltiken ^17
Wallia 52^
Wallia, Capit, 308. 309
WaUiraeilm 61$.
^•Qgei^ 3W
'Waditiigum in N. Anurika»
; g^g'* B«f- 37s
'^Wactattwail 3l|^ . .
.Wattimipi^iy ^
Waitalingeii 239
W^tc^aoroht 621
War aar» Joh.« <2f
W«ral; gaöf r. Lto(f uad Br.
J4^
Wiea, gaogr. Bratta si^
• Wigger, Fl., 320, 621
Wildbarg 239. 6l^
WinkelfnalTer , aaMB WMi }•
OaTarbom« ttalaUnili» daC
334 -^Uo, diedtfa gab6-
viga Kapteplaaaa bafiadac
Aob baym Ooiobtc*Hifit
.^'i .
Watar
Re gißer.
683
6igf 619
Wifencbu^M ia d« Sehwtis
237. J39. ^17
Wolk«ftiinS. 617
mioil Ctulogat z6o
Wann, Prot, 137, 2$T» 3(5«
Wyb -Meyw'fch« Karte ▼. d.
Sehwdii 234, 23S; 3i3i3iÄ '•
XimeMt 132, f24, fif. 526,1 534i SIS» 53«
537. 538. 539. 530. 531 .1
Y.
YixH, nUgiöfM F«ft in Nipd|¥a Stnfoo» FL. S92
S9S I
Z.
Zebrowky fff
Zeitbtftimmuiig» genao«« ans
oorrefp. 9oniiaD • Diftansan
n. f. w. T. D^ Lambra 93 t
nach D. Olbait Methode,
Beiiierkaagen dacflber Tö«
Da Lambre 98 f«
Zell 617
Zflrich 618 • «19
ZOrioher See 620
Druckfehler im IV Bande der lli. C.
8. 30 Z, 6 voo uotea venrindero ft. vermm^an ;
8. 41 Z. 6 von oate« 1773 ft. 1773;
8. f 8 Zi 19 IhaeB ftati ihnen ;
S. 60 Z. 9 la Anfang den ft. dam i
8. 2f9 Z, II Ton oben Halbmeffer ft. MtJbmaffers
8. f 20 Z« 9 von .unten Polenaerthal ft.. Palenzerthali
8. 523 Z. 8 von unten Ootaoahauabund ft. Got^thtm^nmis
S. 53s. Z. 13 TOn unten öftlidier ft. öftUchi
8. 573 Z. 8 ▼<» oben tov ft; «on.
• f 'I»»JI i" " '.■ i J
.', Am i
ri". .;
'.-t ,•
: r^v
■ • ; ..i : ■ .4
X
•5 I.
J .\